Der Mittelstand pro NRW ist
einer von mehreren Arbeitskreisen der Bürgerbewegung pro NRW, der seine
politischen Inhalte und Ziele auf dieser Internetseite vorstellt und diese im
Gesamtverband in den innerparteilichen Diskussionsprozess einbringt
Populismus scheuen die Sozialisten bei Anderen wie der Teufel das
Weihwasser, denn es war und ist ihre eigene Erfolgstaktik!
Kommunisten wie
Sozialisten geht es nur darum den Global Player
Katholische Kirche zu spalten, um einen
Welt-Konkurrenten zu beseitigen. Die evangelische
Kirche ist bereits zunehmend erfolgreich durch
Maulwürfe atheistischer Prägung unterwandert
Protestanten vergeht die Lust am
Kirchenbesuch
welt 11.1.12
In der
Evangelischen Kirche sinkt
nicht nur die Zahl der
Mitglieder: Nur noch ein
Bruchteil geht zum
Sonntagsgottesdienst. Sogar
an Heiligabend bleiben zwei
Drittel zu Hause.
Wenn Bäume beteiligt sind,
gibt es tatsächlich eine
wachsende
Kirche. Auf dem Gelände
der baden-württembergischen
Landesgartenschau 2012 in
Nagold errichten die
evangelische, die
katholische und die
methodistische Kirche
derzeit ein Gotteshaus aus
Winterlinden und Weiden mit
„Symbolcharakter“, wie die
Kirchen am Mittwoch
mitteilten.
2010 gingen nur noch
862.504 Menschen an
Sonn- und Feiertagen
in die Kirche
„Für die Vitalität,
Integration und Dynamik der
Kirche von heute“ stehe das
von Forstfachleuten und
Handwerkern in dem
Schwarzwald-Ort errichtete
Gebilde, hieß es weiter.
Unter dessen wachsendem
grünem Dach sollen während
und nach Ablauf der
Landesgartenschau
Gottesdienste abgehalten und
Konzerte veranstaltet
werden.
Neue Daten weisen fast
durchweg nach unten
Doch wo sich die
christlichen Kirchen kein
botanisches
Steigerungspotenzial zunutze
machen können, will ihnen in
Deutschland ein Wachstum in
größerem Maßstab nicht
gelingen. Im Gegenteil: Die
neuesten statistischen Daten
der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD) weisen für
das aktuell ausgewertete
Jahr 2010 fast durchweg nach
unten.
So
hat sich das Schrumpfen der
Mitgliederzahlen bei den
Protestanten ungebremst
fortgesetzt: Am 31. Dezember
2010 hatten die 22
Landeskirchen insgesamt nur
noch 23,89 Millionen
Mitglieder, nachdem es im
Jahr zuvor 24,19 Millionen
und im Jahr 2000 noch 26,61
Millionen gewesen waren. Die
Zahl der Austritte ist zwar
2010 gesunken, von 148.450
im Jahr 2009 auf 145.250.
Doch weil 2010 die Eintritte
inklusive Erwachsenentaufen
mit nur geringer Steigerung
bei weiterhin gut 56.000
lagen, verbuchten die
Protestanten abermals einen
großen Verlustsaldo bei den
freiwillig Kommenden und
Gehenden.
Düstere Zehn-Jahres-Prognose
Weil zudem die Zahl der
gestorbenen
Kirchenmitglieder (337.000)
aus demografischen Gründen
deutlich höher blieb als die
der hinzugekommenen
Säuglinge und getauften
Kinder (174.000), kann bei
Protestanten von einer
zahlenmäßig wachsenden
Kirche keine Rede sein. Das
gilt genauso für die
Katholiken.
Nachdem deren Zahl 2010
nicht zuletzt wegen des
missbrauchsbedingten
Rekordaustritts von 181.000
Menschen auf 24,6 Millionen
gesunken ist, lässt sich
sicher prognostizieren,
dass in etwa zehn Jahren nur
noch die Hälfte der in
Deutschland lebenden
Menschen einer der beiden
großen christlichen Kirchen
angehören wird.
Immer mehr entfernt sich
Deutschland von der
christlichen
Zweidrittel-Gesellschaft, in
der eine satte Mehrheit
kirchlich gebunden ist.
Anteil der Kirchgänger sinkt
Wenig Hoffnung machen die
EKD-Zahlen dabei jenen, die
meinen, dass eine Kirche
umso kräftiger werde, je
mehr Laue und Unbeteiligte
sie verliert. Wenn diese
These von der vitalen
Minderheitenkirche stimmen
würde, müsste ja der
prozentuale Anteil der
Kirchgänger an der
Gesamtzahl der Mitglieder
allmählich steigen.
Wenn die Distanzierten
endlich gehen, so die
Behauptung, wächst der
Anteil der Engagierten, die
dabeibleiben und regelmäßig
in die Kirche gehen. Doch
der Anteil der Kirchgänger
steigt nicht, sondern sinkt.
Wie
die Nachrichtenagentur Idea
entdeckte, ist nicht nur die
absolute Durchschnittszahl
der Kirchgänger an Sonn- und
Feiertagen zurückgegangen,
sondern auch der prozentuale
Anteil der
Gottesdienstbesucher an der
Gesamtzahl der Mitglieder.
2010 sind im Durchschnitt
nur 3,6 Prozent der
Protestanten sonntags in die
Kirche gegangen, während
diese Quote 2009 bei 3,8 und
2000 bei 4,1 Prozent gelegen
hatte.
Das
ist für die EKD umso
bitterer, als sie sich in
ihrem Reformprozess
eigentlich vorgenommen
hatte, die Besuchsquote in
Richtung zehn Prozent
steigen zu lassen.
Karfreitag – nur 4,4 Prozent
im Gotteshaus
Errechnet wird diese Quote
so, dass an zwei Tagen im
Jahr – dem ersten Advent und
dem Sonntag Invokavit in der
Passionszeit – in allen
Kirchen genau gezählt, aus
den gewonnenen Zahlen ein
gewichteter Mittelwert
gebildet und mit der
Gesamtmitgliederzahl
verglichen wird.
Die
Abweichungen von diesem
Durchschnitt können
erheblich sein. An
Heiligabend betrug 2010 die
Quote 33 Prozent, das waren
7,89 Millionen Menschen.
Aber auch da gab es einen
Rückgang gegenüber dem
Vorjahr. 2009 waren am 24.
Dezember noch 8,9 Millionen
oder 36,3 Prozent der
Protestanten in die Kirche
gegangen.
Wobei es insgesamt natürlich
bemerkenswert ist, dass
sogar an diesem beliebtesten
Feiertag der Christen rund
zwei Drittel der
evangelischen
Kirchenmitglieder zu Hause
geblieben waren. Und am
Karfreitag, dem höchsten
evangelischen Feiertag,
fanden 2010 nur 4,4 Prozent
der Evangelischen den Weg
ins Gotteshaus. 2009 waren
es noch 4,5 Prozent gewesen.
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Angst vor heißen Eisen
die Welt 11.7.11
In
ihrem in Mannheim angestoßenen "Gesprächsprozess"
wollten die Bischöfe alles zur Sprache bringen, was
Katholiken im Innersten bewegt. Doch eine
zunehmende Lagerbildung verhindert den echten
Dialog
Es
ist ein Zeichen von Ehrlichkeit, dass die
katholischen Bischöfe jetzt sparsamer mit der
Vokabel "Dialog" umgehen. Mit "Gesprächsprozess" ist
das Nachdenken über die Zukunft der Kirche in
Deutschland, die noch immer unter den
Missbrauchsaffären leidet, präziser und korrekter
beschrieben. Denn von einem "Dialog" kann, muss man
Ergebnisse, verbindliche Aussagen erwarten. Doch was
am vergangenen Wochenende in Mannheim eingeleitet
wurde, wird so schnell keine von allen akzeptierte
Resultate hervorbringen, es ist Meilen von dem
entfernt, was zum Beispiel als gemeinsame Synode der
Bistümer (1971-1975), als "deutsches Konzil", in die
jüngere Kirchengeschichte eingegangen ist. Damals
zehrte man noch von der Aufbruchstimmung nach dem
Zweiten Vatikanum. In der Synodenaula wurde offen
und temperamentvoll debattiert, man verabschiedete
Dokumente über die Laienmitverantwortung, die
Ökumene, die Liturgiereform, um nur einige zu
erwähnen - und man befürwortete das Diakonat der
Frau: als Votum an Rom. Damals schon wurde die
Empfehlung ausgesprochen, bewährte verheiratete
Männer (viri probati) zum Priesteramt zuzulassen.
Mannheim und die darauf folgenden Phasen des
Gesprächsprozesses haben keinen Beschlusscharakter.
Es soll, sagte der Essener Bischof Franz-Josef
Overbeck, einer aus der aufstrebenden jungen
konservativen Garde des Episkopats, theologisch
verantwortbar und in geistlicher Redlichkeit all das
zur Sprache gebracht werden, was Katholiken im
Innersten bewegt, "auch wenn uns im Blick auf
verbindliche Beschlüsse Grenzen gesetzt sind". Mit
diesem Einschub wird angedeutet, dass die bekannten
heißen Eisen - Lockerung des Zölibats, Priestertum
der Frau, Änderung der Sexualmoral - nach
Möglichkeit vor der Tür des Gesprächsforums bleiben
sollen. Die Zustimmung der zaudernden Mitglieder der
Bischofskonferenz zu dem von Erzbischof Robert
Zollitsch angestoßenen Projekt war nur um den Preis
eines "geistlichen" Prozesses, eingebettet in Gebet
und Gottesdienst, zu haben.
Kritiker der Amtskirche zeichnen gern ein
Schwarz-Weiß-Bild: hier die Amtsträger, Bischöfe und
Priester, dort das Kirchenvolk, die Laien. Das
trifft nicht die Wirklichkeit: Die Trennungslinien
verlaufen quer durch beide Gruppen. Im Episkopat
lehnen sich allerdings auch die Reformbefürworter
nicht zu weit aus dem Fenster: Papst Benedikt steht
ante portas, am 22. September kommt er nach
Deutschland. Jetzt die Schmerz- und Reizthemen
plakativ in den Vordergrund zu stellen würde im
Vatikan neues Misstrauen wecken und die Heimatvisite
belasten. Kurienprälaten sehen den deutschen
Katholizismus von einem antirömischen Bazillus
befallen, traditionalistische Kreise haben am
Tiber das Gerücht einer Spaltung der Kirche in
Deutschland gestreut, die Gefahr eines deutschen
Sonderwegs wird unentwegt an die vatikanischen
Mauern gemalt. Verschwörungstheorien haben
Konjunktur.
Richtig ist: Es gibt eine Lagerbildung. Es
stehen sich im Wesentlichen zwei Gruppierungen fast
unversöhnlich gegenüber. Ein erstarkter
Traditionalismus möchte alles beim Alten lassen. Nur
keine Experimente! Für den Tübinger Papstkritiker
Hans Küng führt eine solche
Vergangenheitsgläubigkeit zu schöpferischer
Schwäche, geistiger Impotenz und blutleerer
Scholastik. Dieser Teil der Kirche hält mit seiner
Vorliebe für kleine Gemeinschaften, für den
"heiligen Rest", die hundertprozentig Überzeugten,
nicht hinterm Berg. Er lebt seinen Glauben lieber
hinter Kirchenmauern und in soziokulturellen
Nischen, weniger mitten in der Welt. Das andere
Extrem ist ein schwärmerischer Modernismus. Er
meint, man brauche bloß alles Alte, die ganze
Tradition, abschütteln, dann werde die Kirche von
allein genesen. Und zwischen diesen beiden Extremen
steht eine dritte Gruppe. Es sind die "normalen"
Katholiken, die an Sonn- und Feiertagen brav zur
Messe gehen, sich aber aus dem Richtungsstreit
heraushalten. Sie finden sich in der aktuellen
Debatte kaum wieder.
Kein Zweifel, der kirchliche Umgangston ist rauer
geworden. Reformorientierten Gruppen wird oft
leichtfertig unterstellt, sie seien nicht mehr
katholisch. Das erschwert einen offenen, vor allem
angstfreien Dialog. Leider, schreibt der Priester
und Publizist Gotthard Fuchs, habe das Thema Angst
weder in der Theologie noch in der kirchlichen
Realität den Platz, der ihm gebühre. Denn Angst sei
ein Grundbestand der Welt. Angst wahrnehmen und
mitteilen sei eine produktive Kraft des
Christlichen. Viele Missverständnisse, Ärgernisse
und Zerwürfnisse entstünden gerade in der Kirche
dadurch, dass Gläubige im Umgang mit ihren Ängsten
Analphabeten seien. Dass es in der Kirche Angst
voreinander gibt, hat seine Wurzeln in den nicht
transparenten Machtstrukturen. Bei jeder
Bischofsernennung, etwa jüngst in Berlin, tritt das
zutage. Personalpolitik ist Machtpolitik.
Die Hirten der
Kirche sind selbst in einer schwierigen Situation.
Sie haben dem Druck von oben standzuhalten, vom
Papst, dem Inhaber aller drei Gewalten: Legislative,
Exekutive und Judikative. Andererseits bekommen sie
Druck von unten, von den Gläubigen, zu spüren. Viele
Katholiken sehen mit Verbitterung, dass das
kirchliche Leben vielerorts erstickt, weil Priester
fehlen, die Gemeindeleitung aber geweihten Männern
vorbehalten ist und Rom auf diesem Grundsatz
beharrt. Seit zwölf Jahren ist die Zahl der
Geistlichen um 20 Prozent geschrumpft, das ist
doppelt so viel wie der Rückgang des Anteils der
Katholiken an der Bevölkerung. In Hirtenbriefen
forderte der Kölner Kardinal Joachim Meisner die
Gläubigen auf, für mehr Berufungen zu beten.
Für den Soziologen Franz-Xaver Kaufmann klingen
solche Appelle eher wie das Pfeifen im dunklen Wald
denn als glaubensfrohe Zuversicht. In einem Brief an
Meisner erinnerte er an die Frage des verstorbenen
Münsteraner Bischofs Heinrich Tenhumberg, ob im
Ausbleiben von Priesterberufungen möglicherweise ein
Zeichen des heiligen Geistes zu erkennen sei, die
zölibatäre Lebensform zu ändern. Warum, schrieb
Kaufmann, werde diese Überlegung nicht wieder
aufgenommen? Eine Antwort, bedauert er in seinem
Buch "Kirchenkrise", habe er nie erhalten.
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Sinn statt Theologie
die Welt
1.6.2011
Am Kirchentag in Dresden lässt sich eine tiefe
Veränderung der Religiosität ablesen. Der
Theologe Friedrich W. Graf diagnostiziert „eine
Tendenz zur Infantilisierung“ im Protestantismus.
An die Stelle intellektueller Auseinandersetzung
tritt die Frage nach Lebensbewältigung und
Spiritualität
MATTHIAS KAMANN
Im „Zentrum Frauen“ kann es am Donnerstag spannend
werden. Da stellt sich auf dem Dresdner Kirchentag
der Münchner Theologe Friedrich Wilhelm Graf der
Kritik an seiner These, dass in evangelischen
Pfarrhäusern immer mehr Frauen zu finden seien, die
eher der „Mutti-Typ
statt wirklich intellektuell“ seien. Wenn er Enkel
hätte, so sagte unlängst der 63- jährige Professor,
würde er nicht wollen, dass die Kinder mit solchen
Pfarrerinnen konfrontiert wären. Feministischer Zorn
ist dem streitbaren Geist sicher. Schade aber wäre
es, wenn mit Graf in
Dresden nur über Geschlechterfragen gestritten
würde. Denn die sind in diesem Zusammenhang eher
unbeachtlich, schon deshalb, weil der liberale
Systematiker nichts gegen die Frauenordination hat.
Kaum bestreiten dürfte er zudem, dass unter den
gegenwärtig gut 30 Prozent Frauen im
protestantischen Pfarrdienst – Tendenz steigend –
auch kluge Theologinnen zu finden sind und dass
umgekehrt bei den Männern mancher Vati-Typ auftritt.
Diese Vati- und Muttihaftigkeit ist das Problem.
Gerade für Graf selbst: „Es gibt in der
evangelischen Kirche derzeit einen Trend zur
Infantilisierung des Christlichen, zu einem Stil
religiöser Kommunikation, der sich primär an Kinder
und andere vermeintlich Unmündige richtet“, schreibt
Graf in seinem neuesten Buch „Kirchendämmerung“, das
in vielen Gemeinden erregt debattiert wird. Das
Evangelium gerate „zu einer ganz einfachen,
letztlich banalen Allerweltsbotschaft von einem
Wohlfühlgott, der immer nur Liebe ist“, kritisiert
Graf. Zwar seien Frauen nach seiner Meinung
besonders empfänglich für jene Tendenzen, doch im
Kern ärgert er sich über diese Strömung als solche.
Wenn sie am Donnerstag zur Sprache kommt, könnte
deutlich werden, wohin der Protestantismus und die
Kirchentage gehen. Zwar ist es immer ein wenig
realitätsfremd, evangelische Kirchentage als
eindeutige Wegmarken in der Entwicklung dieser
Konfession zu betrachten. Die jetzt in kirchlichen
Diskussionsforen ausgetragene Debatte, ob der
Kirchentag
mittlerweile unpolitisch oder aber viel zu politisch
sei und welches „Signal“ in Umwelt-, Integrations-
oder Friedensfragen vom 33. Protestantentreffen
ausgehen könnte, das vom heutigen Mittwoch bis zum
Sonntag in Dresden stattfindet – all dies hat wenig
mit den Erfahrungen der meisten Besucher zu tun.
110 000 Dauerteilnehmer und vermutlich fünf Mal so
viele Kurzzeitgäste bewegen sich zwischen den etwa
2500 Veranstaltungen mit allerlei Prominenz so wenig
nach Plan, dass sich die meisten hinterher wohl sehr
wundern werden, was ihnen Bischöfe und Kommentatoren
so an „Botschaften“ und „Zeugnissen“ andichten. Als
Bundespräsident Christian Wulff, der den Kirchentag
eröffnen wird, am Dienstag der Nachrichtenagentur
epd sagte, ein Kirchentag könne dazu beitragen, „den
Zusammenhalt in unserem Land zu stärken sowie Mut
und Zuversicht für den notwendigen Wandel zu geben“,
wurde klar, wie wenig Konkretes sich über die
Symbolwirkung des Treffens sagen lässt. Etwas lehren
jedoch können Kirchentage darüber, wie christliche
Religiosität – von felsenfesten
Glaubensüberzeugungen sollte man beim Gros der
Kirchentagsbesucher nicht sprechen –, wie also
christliche Religiosität in Formen und vor allem
Worte gefasst wird. Das ist dieses Mal in der
sächsischen Hauptstadt umso relevanter, als 75
Prozent der Bürger im Freistaat konfessionslos sind
und die Evangelischen ihre Außenwirkung bedenken
müssen. Entsprechend erhofft sich die diesjährige
Kirchentagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne)
von dem Protestantentreffen eine Aussage zur
„Zukunft des Glaubens in einem glaubensfernen
Umfeld“. Eine solche Aussage dürfte bedeutsam sein,
da sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
derzeit insgesamt,
von ihrer Synode bis zu vielen Einzelgemeinden, der
Mission annehmen will, der Ausbreitung des Glaubens
nicht unter fernen Eingeborenen – sondern in
Bielefeld und Bitterfeld.Damit aber kommt wieder
Friedrich Wilhelm Graf ins Spiel. Denn auch wer
dessen „Mutti“-These für polemisch überzogen hält,
muss feststellen, dass gerade die missionarischen
Bemühungen
im Protestantismus etwas Elterliches haben. Sie
laufen auf Hilfe bei der Erfahrung von persönlichem
Lebenssinn hinaus. So sind die Konzepte für
„Glaubenskurse“, mit denen die EKD vom Herbst an
Fernstehende vielerorts ins religiöse Gespräch
ziehen will, weniger an theologischen Fragen
orientiert als daran, wie man durch Gottvertrauen in
Lebenskrisen
zwischen Krankheit und Erziehungssorgen persönlichen
Halt findet. In diese Richtung dürften auch die
Unterhaltungen gehen, die jetzt in Dresden auf
Kirchenbänken geführt werden sollen, welche in der
ganzen Stadt zum Zwecke religiöser Zwiegespräche
aufgestellt werden. Das formale und emotionale
Pendant dessen ist nicht „Liturgie“, sondern jene
„Spiritualität“, der zahlreiche
Kirchentagsveranstaltungen auf den Grund gehen
sollen. Während also das Vorurteil weiterhin das
Klischee von Kirchentagen als Hochämtern einer
Gutmenschlichkeit reproduziert,
die echte Gläubigkeit durch Political Correctness
ersetzt, finden die wichtigeren Weichenstellungen
längst innerhalb dieser Gläubigkeit statt. Es geht
um die Frage, wie viel Theologie der Glaube noch
braucht. Derzeit sieht es so aus, als brauche er
nicht so viel.
Dass Veranstaltungen der „feministischtheologischen
Basisfakultät“ auf dem Kirchentag nicht etwa um
Übersetzungsfragen der „Bibel in gerechter Sprache“
kreisen, sondern „Genieß das Leben alle Tage“ heißen
oder „Dafür schlägt mein Herz“, ist durchaus
signifikant. Generell
spielen im Protestantismus theologische Dispute –
etwa über die Deutung von Jesu Kreuzestod – nur noch
eine geringe Rolle. Auch im Dialog mit dem Islam ist
die Alternative zu Thilo Sarrazin weniger die
sachlich-freundliche Auseinandersetzung über
unterschiedliche Glaubenslehren,
sondern die Ergründung von Mystik und Nächstenliebe
als Gemeinsamkeiten der beiden Religionen.
Keineswegs unrecht also hat Graf, wenn er
feststellt: „Für den in der evangelischen
Kirche derzeit vorherrschenden Stil religiöser
Kommunikation ist die Annahme leitend, dass der
gebildete Christ der Vergangenheit angehört.“
Allerdings ist zu bedenken, dass
Kirchentagsbesucher überdurchschnittlich gut
gebildet sind. Dass sie zu Tausenden die Auftritte
Margot Käßmanns in Dresden besuchen werden, wird
zeigen, dass sich auf den Glauben derzeit eben
andere als intellektuelle Bedürfnisse richten.
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Das
Feuer an den Machtstrukturen
lodert
Längst hat die
Bereitschaft für
grundlegende Reformen in
der katholischen Kirche
auch konservative Kreise
erreicht
Die Kritiker warten
auf die
Frühjahrsvollversammlung
der Deutschen
BischofskonferenzFriedhelm
Hengsbach wundert
sich. Der Theologe,
einst Nachfolger des
großen katholischen
Sozialethikers
Oswald von
Nell-Breuning an der
Frankfurter
Jesuitenhochschule
Sankt Georgen, kann
keine neuen
revolutionären
Gedanken in dem
Aufruf der mehr als
150 katholischen
Hochschullehrer für
einen "Aufbruch" in
der Kirche
entdecken. Die
Forderungen nach
tiefgreifenden
Reformen seien
"uralt, wie ein
rostiger Nagel",
sagt Hengsbach der
"Welt". Der
Professor macht sich
wenig Hoffnung, dass
es gelingen werde,
den Rost endlich
wegzukratzen: "Ich
glaube, der deutsche
Episkopat ist
momentan gespalten,
gar nicht
handlungsfähig." Den
Appell hat Hengsbach
dennoch
unterschrieben: "Man
muss den
bevorstehenden
Papstbesuch nutzen,
um auf die Probleme
der Kirche
aufmerksam zu
machen. Es wäre eine
Kurzschlusshandlung,
an den alten
Strukturen
festzuhalten." Sie
seien das Hindernis
für neue Lebenskraft
und Glaubwürdigkeit
der durch
Missbrauchsaffären,
Austritte und
Priestermangel
erschütterten
Kirche.
In dem "Memorandum"
der Theologen aus
Deutschland,
Österreich und der
Schweiz ist alles
aufgelistet, was
seit vier
Jahrzehnten
innerkirchlich
diskutiert wird:
Lockerung der
Zölibatsverpflichtung,
Priesterweihe von
Frauen, Beteiligung
des Kirchenvolkes an
der Auswahl der
Bischöfe, ein Ende
des moralischen
Rigorismus und eine
verbesserte
Rechtskultur. Doch
heute sind es nicht
nur die "üblichen
Verdächtigen", die
Theologen aus dem
progressiven
Spektrum, die den
neuen "Alarmruf"
unterstützen, es
haben auch eher
konservative
Professoren wie der
Freiburger Eberhard
Schockenhoff und
Peter Neuner
(München) ihre
Unterschrift
gegeben. Das ist
eine neue
Entwicklung, das
Feuer der Kritik an
den Macht- und
Kommunikationsstrukturen
lodert nun an
mehreren Stellen.
Gemeinsam ist den
Unterzeichnern das
große Unbehagen über
eine verstärkte
Klerikalisierung und
die Bildung von
Mega-Pfarrgemeinden,
die eine personale
Seelsorge praktisch
unmöglich machten.
"Seelsorge tritt
zugunsten
organisatorischer
Fragen in den
Hintergrund",
bedauert Professor
Neuner. Sein
Augsburger Kollege
Hanspeter Heinz,
zehn Jahre Rektor im
Zentralkomitee der
deutschen Katholiken
(ZdK), rät ebenfalls
zu einem
entschiedenen
Eintreten für eine
Reform - "gerade
angesichts des
Papstbesuchs". Das
unversucht zu lassen
wäre
"unverantwortlich",
sagte er der "Welt".
Heinz fügt hinzu:
"Wenn die Unruhe
laut genug ist, wird
Bewegung in die
Sache kommen." Eine
Mitwirkung von
Priestern, Diakonen
und Laien bei der
Bestellung neuer
Bischöfe sei schon
heute "unterhalb der
Konkordatsebene"
möglich. Der
Theologe spricht
offen von einer
"einseitigen
Auswahl" der
Bischöfe: "Es werden
angepasste Leute
ausgesucht. Was in
Rom zählt, das ist
die Stimme von
Kardinal Joachim
Meisner."
Geistliche, die zu
päpstlichen
Äußerungen kritisch
Stellung genommen
hätten, "solche
Männer werden nicht
Bischof". Werde in
einem Bistum eine
von Rom als
problematisch
betrachtete
Seelsorge
entwickelt, setze
man beim Wechsel
einen Nachfolger
ein, der die
Entwicklung
rückgängig mache.
Zu einer ähnlichen
Diagnose kommt
Michael Albus, der
in Freiburg
"Religionsdidaktik
der Medien" lehrt.
Aus "Angst vor Rom"
gehe der vom
deutschen Episkopat
versprochene
"Dialogprozess"
nicht voran. "Es tut
sich nichts,
momentan liegt alles
brach", beschreibt
Professor Albus die
Lage. "Wir haben es
mit einer richtigen
Lähmung zu tun." Nur
eine bestimmte
Gruppe von Bischöfen
sei zu einem
wirklich offenen
Dialog bereit. Albus
würdigt die
Stellungnahme des
Sekretärs der
Bischofskonferenz,
Pater Hans
Langendörfer, zu dem
Memorandum.
Langendörfer hatte
erklärt, Angst sei
in der Tat kein
guter Ratgeber, die
Kirche in
Deutschland suche in
neuer Lebendigkeit
danach, wohin sie
ihr Pilgerweg heute
führe, und
"sperrigen Themen"
sei dabei nicht zu
entkommen. Für den
Professor aus
Freiburg ist jedoch
fraglich, dass
Langendörfer
tatsächlich für die
gesamte
Bischofskonferenz
spreche. In heiklen
Situationen schiebe
"man immer einen vor
die Festung". Zudem
sei es "schlimm",
dass die Bischöfe in
der Frage der
Entschädigung der
Missbrauchsopfer
über Ankündigungen
nicht hinausgekommen
seien, so entstehe
der Eindruck einer
"Ankündigungskirche".
Der Mainzer Theologe
Gerhard Kruip, der
maßgeblichen Anteil
am Zustandekommen
des "Memorandums"
hat, warnte die
Bischöfe, die
Unzufriedenheit
gerade der
engagierten Laien
nicht ernst zu
nehmen. Wenn die
Reformschritte
fehlschlügen, sei
die Kirche in den
deutschsprachigen
Ländern am Ende. Der
Theologen-Appell
habe eine große
Dynamik entfaltet.
Und die
amtskirchenkritische
Gruppierung "Wir
sind Kirche" mahnte:
"Solange nicht alle
Bischöfe zu einem
Dialog ohne
Denkverbote über die
Zukunft der Kirche
bereit sind, wird
die Glaubwürdigkeit
der Kirche weiter
sinken."
Der Druck auf den
Episkopat wächst.
Nun wartet man auf
die
Frühjahrsvollversammlung
der Deutschen
Bischofskonferenz.
Sie will nach einer
offiziellen
Ankündigung
ihrerseits
Vorschläge
erarbeiten. So viel
steht fest: Der
katholischen Kirche
in Deutschland
stehen weitere
unruhige Monate
bevor - ausgerechnet
im Jahr des
offiziellen Besuchs
von Papst Benedikt
in seiner Heimat.
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Eine rot-fromme
Liebschaft
die Welt
12.12.2010
Seit Monaten
beargwöhnt die Opposition den Flirt zwischen
Protestanten und Sozialdemokraten in NRW.
Nun protestieren CDU und FDP erstmals offen
gegen die enge Allianz von Kirche und
Regierung
Soeben hatte
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ihre
ergreifende Rede beendet: eine Rede über
Liebe angesichts des Todes, über den
Wunsch, den Angehörigen Verstorbener zu
helfen. Und über diesen schlimmsten
Schmerz aller Eltern, ein Kind zu
verlieren. Dann ging sie, klapprig und
zitternd, zurück auf ihren Platz in der
ersten Reihe der Duisburger
Salvatorkirche. Sie war fertig. Ihr
Sitznachbar Nikolaus Schneider - Kopf
der rheinischen und deutschen
Protestanten - sah es und ergriff für
einen Moment ihre Hand. Und Kraft lehnte
sich, ebenso kurz, an seiner Schulter
an.
Es war nur ein
Moment beim Trauergottesdienst für die
Opfer des Loveparade-Unglücks Ende Juli.
Aber er sprach Bände. Da waren sich zwei
Prominente, der ranghöchste deutsche
Protestant und die Ministerpräsidentin
des wichtigsten Bundeslands, vertraut
und nah. Ein wenig unwohl fühlten sich
bürgerliche Politiker schon lange, wenn
sie auf diese offenkundig enge Beziehung
zwischen den Spitzen der evangelischen
Landeskirchen und der
Ministerpräsidentin schauten. Aber darf
man Sympathien kritisieren? Natürlich
nicht. Also fraßen Christ- und
Freidemokraten ihre Irritation still in
sich hinein.
Nun aber scheint
der Geduldsfaden gerissen zu sein.
CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann
ließ vernehmen, er setze auf die "vielen
mündigen Mitchristen", die schon
wüssten, ob bestimmte politische
Forderungen, etwa zur Energiepolitik,
"wirklich unchristlich" seien. Und
CDU-Generalsekretär Oliver Wittke warnte
die Kirchen vor zu starker Einmischung
in die Tagespolitik. Auch FDP-Politiker
Dietmar Brockes gab den Protestanten auf
den Weg, "als aktiver Christ" wisse er,
dass sich längst nicht alle Gläubigen
"in den Positionen der Amtskirchen
wiederfinden".
Denn: Nicht nur
die persönlichen, auch die politischen
Bande zwischen Protestantenführern und
Landesregierung sind stark. Und
folgenreich.
Blickt man zurück
auf das Jahr 2010, lässt sich dieser
Befund kaum bestreiten. Rechtzeitig vor
der Landtagswahl formulierte etwa die
evangelische Kirche Westfalens
Wahlprüfsteine, die auf eine Empfehlung
zur Abwahl von Schwarz-Gelb
hinausliefen. Laut warnte die Kirche vor
dem Einsatz "marktradikaler Instrumente"
und vor vermeintlichen Sachzwängen, die
zum Sparen zwängen. Sogar ganz direkt
griff sie die damalige Landesregierung
an und bemängelte, die von CDU und FDP
bewahrte Schullandschaft erfülle "nicht
die Anforderungen an ein gerechtes und
begabungsförderliches Schulsystem".
Stattdessen forderten die westfälischen
und rheinischen Kirchenfürsten mehr
gemeinsames Lernen von Kindern
unterschiedlicher Begabung und sozialer
Herkunft.
Zudem verrissen
sie die energiepolitischen Pläne von CDU
und FDP als klimaschutzfeindlich. Nötig
sei vielmehr der "umgehende Ausstieg aus
der Atomkraft", den es bekanntlich nur
mit Rot-Grün gibt. Ach ja, und dann
standen noch ein Abschiebestopp aus
humanitären Gründen und - ebenfalls eine
alte rot-grüne Forderung - ein
"Entschuldungsplan für die Kommunen" auf
dem Wunschzettel der Kirchenführer
Schneider und Alfred Buß.
Dieser
tatkräftigen Wahlunterstützung folgte
nach der rot-grünen Regierungsübernahme
- nur konsequent - der jubilierende
Glückwunsch Schneiders, er sei "sehr
zuversichtlich", dass Hannelore Kraft
"die sozialen Rechte aller Menschen
stets im Blick behalten" werde. Wenig
verwunderlich, dass Kraft sich mit
Gunsterweisen bedankte, den Austausch
mit den beiden Präsides pflegt und zum
Stammgast evangelischer Synoden
avancierte.
Ende November
erreichte diese fromm-rote Liaison einen
Höhepunkt. Da geißelten die
Landeskirchen des Rheinlands und
Westfalens erneut die schwarz-gelbe
Energiepolitik, konkret die Verlängerung
der AKW-Laufzeiten. Kraft nahm das
Geschenk dankend an und verkündete,
Schwarz-Gelb betreibe "eine Politik auch
gegen die Kirchen".
Als Kraft dafür
von bürgerlichen Politikern kritisiert
wurde, zogen sich die Präsides der
Landeskirchen keineswegs dezent aus der
Schusslinie, worauf man bei CDU und FDP
gehofft hatte. Im Gegenteil: Der
Westfale Buß sprang Kraft bei,
angesichts des noch Millionen Jahre
strahlenden Atommülls müsse man sich als
Christ fragen lassen, "ob das nach
menschlichem Ermessen verantwortbar
ist". Ähnlich äußerte sich Schneider.
Nach dieser
konzertierten Aktion gegen die
Laufzeitverlängerung wagte erstmals ein
Christdemokrat, auch die Landeskirchen
selbst zu attackieren: CDU-General
Wittke ließ Luft ab. "Die Kirchen",
warnte er, sollten "ihre Positionen in
politischen Fragen nicht mit einem
Absolutheitsanspruch vertreten". In der
Tagespolitik besäßen sie keinerlei
"Verkündigungshoheit". Inoffiziell klagt
man bei CDU und FDP weit klarer,
Schneider und Buß kämen "ständig über
links", und gerade in Westfalen
versuchten einige ihre politisches Credo
zu dem der Kirche zu machen.
Leicht
zurückgestellt dürfen sich aber auch die
Katholiken im Land fühlen. Denn zwischen
Staatskanzlei und Papstkirche laufen die
Kontakte weit weniger warm. Und das
entgeht auch niemandem. Natürlich,
offiziell ist das Verhältnis ordentlich.
Als im September der neue
Verbindungsmann der katholischen Kirche
bei der Landesregierung eingeführt
wurde, nahm Kraft am Empfang teil. Dabei
kam es angeblich sogar zu einer
Kurzbegegnung mit dem Kölner Kardinal
Meisner. Laut einem Beobachter soll
diese aber "so höflich wie
oberflächlich" verlaufen sein.
Aufgefallen ist
hiesigen Vertretern der Papstkirche
auch, dass Krafts Vorgänger Rüttgers
noch eigens nach Rom gejettet war, als
ein Bischof aus NRW (Paul Cordes) zum
Kardinal geweiht wurde, Als sich Frau
Kraft im Oktober die gleiche Gelegenheit
bot (zum Kardinal ernannt wurde der
Westfale Reinhard Marx), wünschte sie
dem Katholiken zwar auch alles Gute.
Allerdings von Düsseldorf aus.
Ob absichtlich
oder nicht - die Distanz zwischen
Rot-Grün und Papstkirche ist
offenkundig. Was ja auch nicht
überraschen kann: Was soll Frau Kraft,
die Freundin des liberalen
Abtreibungsrechts, mit Kardinal Meisner,
dem leidenschaftlichen Gegner eines
solchen, besprechen? Und welche
Allianzen soll sie, die sich zur
völligen Gleichberechtigung von
Homosexuellen bekennt, mit Bischof
Overbeck schmieden, der Homosexualität
und Homo-Ehe als Sünde bezeichnet?
Wie viel einfacher
ist da der Plausch mit Schneider und
Buß. Beide können mit der faktischen
Abtreibungsfreigabe bis zum Ende des
dritten Monats gut leben, beider
Landeskirchen haben die liberale Haltung
der deutschen Protestanten sogar
wesentlich mitgeprägt. Und beide halten
schützend ihre Hand über die Segnung
homosexueller Partnerschaften in ihren
Kirchen. Und das tun sie immerhin so
konsequent, dass homosexuelle Politiker
wie der Grüne Volker Beck die rheinische
Kirche als Vorbild rühmen.
Dieser politischen
Nähe entspricht die persönliche: Vor
allem Kraft und Schneider sind einander
freundschaftlich zugetan. Auch wenn
Schneider die Ministerpräsidentin in
offiziellen Schreiben siezt, sind sie
doch seit mindestens drei Jahren beim Du
angekommen. Ihre Bekanntschaft reicht
aber noch weiter zurück - bis in die
Zeit, als Kraft wieder die Nähe der
Kirche suchte. Im Studium war die
gebürtige Katholikin aus der Papstkirche
ausgetreten, wenngleich "schweren
Herzens", wie sie einmal bemerkte. Die
katholische Position zur Abtreibung,
laut Kennern aber auch zur Rolle der
Frau in der Kirche konnte sie nicht
akzeptieren. Doch die christlichen Werte
seien stets die ihren geblieben,
erzählte Kraft später. Und deshalb trat
sie wieder in die Kirche ein - nun
allerdings in die evangelische. Und bei
diesem Entschluss soll Nikolaus
Schneider eine wichtige Rolle gespielt
haben, so deuten es Menschen im Umfeld
der beiden an.
Was nicht
verwundern darf. Denn Schneiders
seelsorgerliche Stärke wird von fast
allen gerühmt, die ihn kennen (auch von
Christdemokraten). Auch der zackig-kühle
Ex-Ministerpräsident und
Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück
(SPD) soll nach einer Begegnung mit
Schneider beschlossen haben, in die
evangelische Kirche einzutreten. Selbst
der Duisburger Oberbürgermeister Adolf
Sauerland suchte nach dem
Loveparade-Unglück und den Drohungen
gegen ihn die Seelsorge Schneiders -
obwohl Sauerland nicht nur
Christdemokrat, sondern auch Katholik
ist. Aber nicht nur Kraft und Co.
schätzen die Protestantenführer - die
Sympathien fließen auch umgekehrt. Die
Kirchenoberen sind fast verschossen in
die Regierungschefin. Was kaum erstaunen
kann. In ihren Augen verstrahlt Kraft
Sex-Appeal pur: Ohne Scheu bekennt sie
sich zu ihrem christlichen Glauben und
rühmt die Fähigkeit der Kirche, die
"Ich-Gesellschaft in eine
Wir-Gesellschaft" zu verwandeln. Auch
schämt sie sich nicht, öffentlich zu
beten, zuletzt am Samstag vorvergangener
Woche. Da saß sie bei "Wetten dass...?"
in der Düsseldorfer ISS-Halle, als ein
Wett-Kandidat direkt vor ihren Augen
stürzte und sich schwer verletzte.
Und dann hat sie
auch noch der Kirche Luthers den Vorzug
vor der Kirche des Papstes gegeben. Wie
sollten Berufsprotestanten diese Frau
nicht schätzen?
Obendrein versteht
Kraft sich auf diese kleinen,
strahlkräftigen Symbolhandlungen. So
holte sie in Oppositionszeiten immer
wieder den greisen SPD-Linken und
frommen Protestanten Erhard Eppler als
Ratgeber nach NRW. Wer solch einen
Pietcong, eine Ikone aller
Linksprotestanten einlädt, ist in deren
Augen einfach unwiderstehlich.
Außerdem: Gehörte
evangelischer Geist in der Staatskanzlei
nicht über Jahrzehnte zum guten Ton?
Immerhin hatte Johannes Rau in seinen 19
Jahren als Ministerpräsident fast zur
Norm erhoben, dass Sozialdemokraten und
Protestanten in Nordrhein-Westfalen zu
kuscheln haben.
An diese
fromm-rote Tradition anzuknüpfen fällt
Linksprotestanten nicht schwer - denn
irgendwo haben sie natürlich auch ihre
konservative Seite.
Katholiken
flüchten in Rekordzahl aus der Kirche
die Welt
23.12.2010
Daten aus zehn von 27
deutschen Bistümern belegen Steigerung der
Austritte um bis zu 60 Prozent. Ruf nach
Reformen wird lauter
Die Missbrauchsskandale haben den
Austrittstrend 2010 deutlich
beschleunigt
Die Diözese
Augsburg von Ex-Bischof Walter Mixa ist
mit am stärksten betroffen
Ein
katastrophales Jahr für die Katholische
Kirche geht zu Ende. Wahrscheinlich
werden in Deutschland 2010 erstmals mehr
Katholiken als Protestanten aus ihrer
Kirche austreten. Die bisherigen Zahlen
aus zehn der 27 katholischen Bistümer
lassen einen Rekord erwarten. Bereits
2009 betrug die Zahl der Austritte 124
000 - gegenüber 121 000 2008. Zum
Vergleich: 2008 traten 170 000
Protestanten aus. Die Missbrauchsfälle
und die Affäre um den Augsburger Bischof
Walter Mixa haben nach
"Welt"-Informationen jedoch 2010 noch
einmal deutlich mehr Katholiken aus
ihrer Kirche getrieben.
Offizielle
Angaben werden zwar erst im kommenden
Sommer vorliegen, aber es gibt Zahlen
aus zehn Bistümern: Dort summieren sich
die Austritte auf rund 65 000 (siehe
Kasten) . Die meisten wurden von
März bis Mai registriert, als die
Empörung über die Missbrauchsfälle ihren
Höhepunkt erreichte. In der Erzdiözese
München-Freising erreichte die
Austrittswelle Juni/Juli einen
Höhepunkt. Mittlerweile habe sich die
Situation "normalisiert", sagte ein
Sprecher. Die Zahl werde "vielleicht 20
Prozent höher" sein als 2009.
Im Erzbistum
Freiburg, dem der Vorsitzende der
Deutschen Bischofskonferenz, Robert
Zollitsch, vorsteht, gab es im Frühjahr
nach Angaben der kirchlichen Statistiker
einen "Vorzieheffekt". Inzwischen, so
berichtete ein Sprecher des Erzbistums
der "Welt", sei die Zahl der Austritte
"so niedrig wie seit Jahren nicht mehr".
Zurückgeführt wird dies auf
"Dialogaktivitäten".
Anzeige
Auf die
Bischöfe wächst angesichts der
Austrittszahlen der Druck, sich Reformen
nicht in den Weg zu stellen. So sagte
der Präsident des Zentralkomitees der
deutschen Katholiken, Alois Glück, in
den Gemeinden sei Frustration wegen der
Missbrauchsfälle weit verbreitet. Im
Deutschlandradio Kultur warnte Glück vor
einer Strömung in der Kirche, die es
hinnehme, wenn nach der Austrittswelle
nur die "Echtgläubigen" blieben. Diese
Haltung aber sei Verrat am
Missionsauftrag.
Die
amtskirchenkritische Gruppierung "Wir
sind Kirche" warnt, die Krise
"auszusitzen". Bislang sei es den
Leitern der 27 Diözesen nicht einmal
gelungen, sich auf ein im September
angekündigtes Wort an die Gemeinden zu
einigen.
SPD-Arbeitskreis
will Atheisten locken
Ein
neuer Arbeitskreis in der
SPD soll Konfessionslose und
Atheisten in der Partei
vereinen. Seine Forderungen:
Keine Kreuze mehr in
Schulen, keine Verkündigung
im öffentlich-rechtlichen
Fernsehen und Ethik statt
Religionsunterricht.
Bundestagsvizepräsident
Wolfgang Thierse betonte
indes gegenüber pro, dass
aus der SPD keine
"atheistische,
antikirchliche Partei"
werde.
Ginge es nach dem Willen
des geplanten
laizistischen
Arbeitskreises der SPD,
müssten alle Kreuze aus
öffentlichen Gebäuden
verschwinden.
Foto:
flickr / Mike McBride
Im Juni
haben sich zwölf SPD-Mitglieder
aus allen Teilen Deutschlands in
den Räumen des Humanistischen
Verbands Deutschlands in
Nürnberg getroffen, um einen
"laizistischen" Arbeitskreis zu
gründen. Bisher gibt es in der
SPD lediglich Arbeitskreise "für
Christinnen und Christen" (AKC),
für "Jüdische
Sozialdemokratinnen und
Sozialdemokraten" (AJS) sowie
für Lesben und Schwule ("AK
Schwusos"). Der neue
Arbeitskreis wolle Vertretung
und Sprachrohr der
konfessionsfreien,
atheistischen, agnostischen und
humanistischen Mitglieder der
SPD werden, teilten die
Initiatoren mit.
Staat und Religion müssten
strikter voneinander getrennt
werden, sind die
Gründungsmitglieder überzeugt.
Nach eigener Aussage haben sie
bereits rund 300 Genossen für
ihr Vorhaben gewinnen können.
Der deutsche Staat sei
weltanschaulich neutral, betonen
sie, die beiden großen Kirchen
dürften hinfort keine
Privilegien mehr genießen.
Religiöse Symbole wie Kreuze
sollten aus Klassenzimmern,
Gerichtssälen, Amtsstuben,
Rathäusern oder staatlichen
Krankenhäusern verschwinden.
Ebenso steht der
Religionsunterricht als
ordentliches Lehrfach auf der
Abschussliste. Die Einsegnung
von öffentlichen Gebäuden müsse
ebenso aufhören wie die
Eidesformel mit Bezug auf Gott.
"Schulgebete, Schulgottesdienste
und dergleichen in öffentlichen
Schulen haben zu unterbleiben",
heißt es im Zehn-Punkte-Plan des
zukünftigen Arbeitskreises.
"Keine staatlichen
Finanzhilfen für die Kirche
mehr"
Weiter fordern die
Unterzeichner, die finanzielle
Unterstützung für
Religionsgesellschaften durch
den Staat müssten aufhören: "Die
Finanzierung von Pfarrerstellen
in öffentlichen Krankenhäusern
und ähnlichen Einrichtungen ist
zu beenden." Staatliche
Organisierung und Finanzierung
der Militärseelsorge
widerspreche ebenso dem
Laizismus. "Die Notwendigkeit
der Austrittserklärung beim
Standesamt oder Amtsgericht ist
abzuschaffen. Sie muss
gebührenfrei sein."
Initiator der Gruppe ist Nils
Opitz-Leifheit, Diplom-Biologe
und SPD-Fraktionsreferent im
Landtag von Baden-Württemberg.
In einem Interview mit der
SPD-Zeitschrift "Vorwärts" sagte
Opitz-Leifheit im Juli, die SPD
habe bereits eine zu starke "prokirchliche
Ausstrahlung". Dem müsse man
etwas entgegensetzen, wenn man
auch kirchenferne Menschen
weiter anziehen wolle. "Wenn die
SPD sehr stark auf Kirchentagen
vertreten ist und nur AKs
vorhanden sind, die die Kontakte
zu Religionsgemeinschaften
pflegen, entsteht ebenfalls eine
Schlagseite. Deshalb ist ein
solcher neuer Arbeitskreis
erforderlich und sinnvoll", so
der Politiker. Es sei an der
Zeit, neben Arbeitskreisen für
Christen, Juden und Schwule in
der Partei nun auch einen
Arbeitskreis für Konfessionslose
zu gründen, denn diese stellten
mit über 34 Prozent inzwischen
die größte weltanschauliche
Gruppe in Deutschland. Es sei
"parteipolitisch unklug", diese
Gruppe weiter zu ignorieren, so
Opitz-Leifheit. "Welche Partei,
wenn nicht die SPD mit ihrer
großen Tradition in Humanismus,
Aufklärung und Arbeiterbewegung
wäre besser geeignet, diesen
Menschen innerhalb der Vielfalt
einer großen Volkspartei eine
politische Heimat zu bieten?"
Kirche raus aus den Medien
In einem Gespräch mit dem
"Evangelischen Pressedienst" (epd)
erklärte Opitz-Leifheit vor
kurzem, er stehe dem Engagement
von Christen in seiner Partei
nicht ablehnend gegenüber. Die
SPD sei aber inzwischen oft zu
wenig kirchenkritisch und
verliere bei Kirchenfernen nach
seiner Erfahrung an Zuspruch.
"Wir wollen der aus unserer
Sicht inzwischen zu engen
Kooperation der SPD mit den
Kirchen etwas entgegensetzen",
so der SPD-Politiker. Er
kritisierte, dass sich im
Missbrauchsskandal viele
SPD-Politiker nicht hinter
Bundesjustizministerin Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger
(FDP) gestellt, sondern die
Bischöfe verteidigt hätten.
Leutheusser-Schnarrenberger
hatte der katholischen Kirche
eine mangelnde Kooperation mit
der Staatsanwaltschaft
vorgeworfen. Nach dem Willen des
laizistischen Arbeitskreises
müsse die katholische Kirche als
NGO
(Nichtregierungsorganisation)
eingestuft werden. Zudem müsse
der Straftatbestand der
"Gotteslästerung" (§ 166 StGB)
aus dem Strafgesetzbuch
gestrichen werden. Viele
SPD-Mitglieder seien auch
verärgert gewesen, dass sich der
jetzige Vorsitzende der
SPD-Bundestagsfraktion und
damalige Außenminister
Frank-Walter Steinmeier wie auch
andere Spitzenmitglieder für die
Initiative "Pro Reli" in Berlin
eingesetzt hatten. Solch
prominentem Engagement wollen
die Laizisten in der SPD künftig
mit ihren Positionen
entgegentreten.
Zu den Unterstützern des
Projektes zählen mehrere
Bundestagsabgeordnete, darunter
der haushaltspolitische Sprecher
der SPD-Bundestagsfraktion,
Carsten Schneider, der frühere
Staatsminister Rolf Schwanitz
und die rheinland-pfälzische
Abgeordnete Doris Barnett. Auch
der thüringische
Wirtschaftsminister Matthias
Machnig und die ehemalige
SPD-Bundestagsabgeordnete und
Vorstandssprecherin der
KfW-Bankengruppe, Ingrid
Matthäus-Maier, haben sich
angeschlossen.
Die Forderungen der
SPD-Politiker nach
Gleichbehandlung dehnt sich auch
auf die Medien aus. Sie lehnen
einen Einfluss von
Religionsgemeinschaften auf die
Rundfunkräte der
öffentlich-rechtlichen
Sendeanstalten ab. "Solange dort
Vertreter der
Religionsgemeinschaften sitzen,
müssen auch Vertreter der
nicht-religiösen
Weltanschauungsgemeinschaften
berufen werden", heißt es im
Grundsatzpapier. Weiter
schreiben die Streiter für den
laizistischen Arbeitskreis: "Die
Gewährung von Sendezeiten für
sogenannte
Verkündigungssendungen ist zu
beenden. Die Finanzierung von
durch kirchliche Medienkonzerne
erstelltem Sendematerial ist zu
beenden. Öffentlich-rechtliche
Kirchenredaktionen wirken in der
Regel als verlängerter Arm der
kirchlichen Medienarbeit. Die
Kirchenredaktionen sind daher
aufzulösen und durch Redaktionen
zu ersetzen, die sich des
gesellschaftlich-kulturellen
Themenbereichs von Religionen
und Weltanschauungen in
journalistisch geeigneter Art
und Weise und mit der
gebührenden kritischen Distanz
annehmen." Eine
ordentliche Gründungsversammlung
für den Arbeitskreis soll es am
16. Oktober in Berlin geben.
Wolfgang Thierse: "SPD ist
keine antikirchliche Partei"
Bundestagsvizepräsident Wolfgang
Thierse, seit 20 Jahren Mitglied
der Partei und gläubiger
Katholik, betonte gegenüber pro,
dass die SPD durch die Gründung
des laizistischen Arbeitskreises
keine antikirchliche Partei
werde. "Die SPD ist eine
weltanschauliche plurale Partei.
Hier wirken Menschen mit
unterschiedlichen
religiös-weltanschaulichen
Überzeugungen zusammen. Deswegen
gibt es in dieser SPD auch
Atheisten, Agnostiker und
Laizisten." Dass sich
SPD-Politiker zu einem
laizistischen Arbeitskreis
zusammenschlössen, sei "ihr
gutes Recht". Wenn dieser
Arbeitskreis Wähler unter
Atheisten und Agnostikern
gewönne, habe er zwar nichts
dagegen, so Thierse. "Aber ich
wünsche mir, dass er nicht den
Versuch unternimmt, aus der SPD
eine atheistische und
antikirchliche Partei zu machen.
Das wäre eine Verengung unseres
Spektrums." Auf die Frage, ob
dadurch nicht christliche Wähler
vergrätzt werden könnten,
antwortete Thierse: "Sollte der
Arbeitskreis alle seine
Forderungen umsetzen, wäre die
Gefahr allerdings groß." Zum
Vorwurf, die SPD sei zu wenig
kirchenkritisch, sagte Thierse:
"Es ist nicht Aufgabe einer
Partei, andere Institutionen zu
kritisieren. Die SPD hat sich
vernünftigerweise
zurückgehalten, aber einzelne
Mitglieder, die in besonderer
Weise in der Kirche engagiert
sind, haben sich mit Recht zu
Wort gemeldet. Ich auch, aber
ausdrücklich als Mitglied der
Katholischen Kirche." (pro)
Natürlich völlig zufällig! Oder absichtliches
gegeneinander ausspielen durch
"Maulwurfentscheidung"?
Evangelische Kirche
befördert
Katholiken-Kritiker
von Matthias Kamann
Die Welt
Hannover -
Diese
Personalentscheidung der
Protestanten dürfte bei
manchen Katholiken
Stirnrunzeln auslösen:
Die Evangelische Kirche
in Deutschland (EKD)
hat ihren Oberkirchenrat
Thies Gundlach (54) zum
neuen Vizepräsidenten
ihres Kirchenamts in
Hannover berufen und
damit einen Theologen
befördert, der vor
Jahresfrist für
schwere Konflikte
zwischen den
Konfessionen sorgte.
Gundlach hatte im Juli
2009 der
EKD-Kirchenkonferenz
eine provokante
Analyse vorgelegt,
in der er die
katholische Kirche mit
einem "angeschlagenen
Boxer" verglich, dem
Vatikan "Inkompetenz"
beim Umgang mit den
Piusbrüdern bescheinigte
und beim Vorsitzenden
der Bischofskonferenz,
Erzbischof Robert
Zollitsch,
"orientierende und
prägende Kraft"
vermisste. Zwar war
dieses Papier von den
EKD-Gremien abgelehnt
worden, doch gelangte es
an die Öffentlichkeit
und verärgerte die
Katholiken so sehr, dass
nur ein Krisengipfel die
Sache bereinigen konnte.
Werden Gundlachs Thesen
mit seiner Beförderung
nun von der EKD
bestätigt, zumal man
wegen der
Missbrauchsaffäre
tatsächlich von einer
Katholikenkrise sprechen
kann? Das wäre wohl eine
Überinterpretation. Denn
Gundlach, einer der
klügsten Köpfe in der
Kirche und brillanter
Vordenker des
EKD-Reformprozesses,
galt schon lange als
Kandidat für ein höheres
Amt, und der Ärger um
sein Papier dürfte
verhindert haben, dass
er noch höher rutschte
und Präsident des
Kirchenamts wurde. Doch
diesen Posten in der
Nachfolge des im Herbst
ausscheidenden Hermann
Barth bekam Hans-Ulrich
Anke, während Gundlach,
bisher Oberkirchenrat
für "Kirchliche
Handlungsfelder", einer
von drei Stellvertretern
wird. Jetzt muss die
Synode der EKD im
November noch die
Käßmann-Nachfolge regeln
- als gesetzt gilt der
amtierende
Ratsvorsitzende Nikolaus
Schneider -, und die
größten Personalsorgen
sind überstanden.
Anstoß gab
in der Presse u.a.Claudia
Roth.Zufall?
Ansonsten
(oder gerade weil?):Typische
STASI-Handschrift!
Reinste
STASI-Handschrift!Kommunistische
Maulwürfe
in
der
Unterwanderung
und
Zerstörung
des
Vertrauens
in
die
Kirche.
Gleichzeitig
Kolportierung
der
islamischen
Kultur-Bewegung
(
nicht
umsonst
fallen
immer
wieder
Mitglieder
von
in
ihrer
gezielten
Mitwirkung,
zuletzt
bei
dem
GAZA/Israel
Konflikt
Mai
2010;
das
Chaos
fördernd
auf)
zur
Zerstörung
der
abendländischen
christlichen
Kultur
in
Europa
hin
zum
vom
Kommunismus
gepflegten
Atheismus.
Verrat
an
der
westlich
christlichen
Welt
in
voller
Bandbreite!
Was
passierte
z.B.
vor
dem
Rücktritt
des
Augsburger
Bischofs
Mixa?
Immer
mehr
Details
sprechen
für
eine
Kirchen-Intrige.
Gezielte
STASI-Schlammschlacht
in
der
katholischen
Kirche
Neue
Details
über
die
Umstände
des
Rücktritts
von
Bischof
Walter
Mixa
-
Vatikan
soll
Gräben
überwinden
von Gernot Facius Die Welt 28.6.2010
Bonn - Die Debatte über die Umstände des spektakulären Amtsverzichts des Augsburger Bischofs Walter Mixa (69) ist vorerst nicht zu stoppen. Ins Zentrum der Diskussion rückt jetzt die Frage nach dem Verhalten hochrangiger Vertreter der Kirche. Darüber wird nach wie vor in vielen der 27 deutschen Diözesen und im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) diskutiert.
Symptomatisch für die Irritationen in großen Teilen des Katholizismus ist der Kommentar der in Würzburg erscheinenden "Tagespost". Die katholische Tageszeitung spricht offen von einer "Schlammschlacht" in der Causa Mixa. Die Kommentatoren zeigen sich empört über die "zunehmende Politisierung kirchlichen Handelns, die hier zutage trat". Über Wochen hätten kirchliche Kreise Medien "bedient". Am Ende sei ein vertrauliches Dossier Medienvertretern gezielt zugespielt worden, dessen Inhalt (angebliche Alkoholsucht und ebenfalls nicht belegte sexuelle Übergriffe Mixas) am Tag nach der Veröffentlichung seitens der Bischofskonferenz offiziell bestätigt worden sei. Von solch "klassisch-politischen" Vorgehensweisen könne man sich nur mit Grauen abwenden, resümiert das dem konservativen Spektrum der Kirche eng verbundene Blatt.
Seine Darstellungen decken sich - eine seltene Übereinstimmung zweier äußerst unterschiedlicher Medien - in der Tendenz weitgehend mit denen des "Spiegels". Das Hamburger Magazin schreibt: "Fein dosiert hatte da die hochwürdige Augsburger Truppe mit Schmutz geworfen, unter den Augen des Münchner Erzbischofs Reinhard Marx und des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch. Mal aus der sicheren Deckung heraus, gern aber auch im Blitzlicht der Medien."
Kaum eine Zeitungsredaktion in Bayern sei nicht von anonymen oder zumindest vertraulichen Anrufen darin bestärkt worden, die "Untaten" des Bischofs zu verbreiten: "Von Alkoholfahrten Mixas in Eichstätt, die von der Polizei vertuscht worden sein sollen, wussten die Informanten zu berichten. Von angeblichen Saunabesuchen mit jungen Männern, wilden Faschingsfesten mit Seminaristen und Urlauben mit Studenten." Statt Belegen, heißt es im "Spiegel", hätten die geistlichen Herren stets den Satz geliefert: "Lassen Sie meinen Namen aus dem Spiel."
Das Magazin geht auch auf einen "einschlägigen Hinweis" aus Eichstätt bei einer Opfer-Hotline Ende April ein. Das "dortige Krisenteam", so der "Spiegel", habe sich beeilt, den Bischof bei der Staatsanwaltschaft in München wegen Missbrauchs eines jungen Mannes anzuzeigen, ohne Mixa dazu zu hören. "Das angebliche Opfer dementierte, die Ermittlungen wurden eingestellt." Andere Zeugenaussagen über sexuelle Annäherungen seien offenbar ungeprüft in ein "Geheimdossier" gepackt und dem Apostolischen Nuntius nach Berlin geschickt worden: "Eine ganze Kirchenarmada, so scheint es, hat an dem Projekt 'Nieder mit Mixa' gestrickt."
Schon am 13. Juni hatte die "Welt am Sonntag" die Hintergründe der falschen Missbrauchsbeschuldigung unter dem Titel "Rufmord unter Brüdern" enthüllt und deren fragwürdige Behandlung durch hochrangige Vertreter des Augsburger Bistums öffentlich gemacht.
Von einer "lancierten Medienfütterung" durch Kirchenvertreter war auch in einem Deutschlandfunk-Kommentar die Rede. Brüderlichkeit, da habe Mixa recht, sehe "anders aus", hieß es in dem Beitrag. Die Hoffnungen auf ein Ende der "Schlammschlacht" ruhen jetzt auf dem für den 2. Juli vorgesehenen Gespräch zwischen Papst Benedikt XVI. und dem abgelösten Diözesanbischof. Der Vatikan hat bereits klargestellt, dass es für Mixa kein Zurück auf den Augsburger Bischofsstuhl geben wird. Am Mittwoch hatte auch Mixa in dieser Frage eingelenkt. Nach Darstellung des "Focus" soll er noch vor Wochen in Rom um ein "anderes Bistum" gebeten habe - eine Version, für die es keinerlei Bestätigung gab. Erledigt haben sich Spekulationen über eine kirchengerichtliche Überprüfung des Rücktritts. Päpstliche Entscheidungen sind nicht anfechtbar. Angesichts der anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen Mixa-Anhängern und Mixa-Gegnern war von dem Eichstätter Kirchenrechtler Alexander Pytlik eine Apostolische Visitation vorgeschlagen worden. Nur durch ein solches römisches Eingreifen, meinte Pytlik, könnten die Gräben überwunden werden. Auch dieser Vorschlag ist nach WELT-Informationen ohne Chancen. Es wird eher damit gerechnet, dass der Papst schon bald, und nicht wie üblich erst in einem Jahr, einen Nachfolger für Walter Mixa ernennt.
Das nächste Problem kündigt sich schon an: Wann finden die deutschen Bischöfe zu einer Neufassung ihrer Leitlinien aus dem Jahr 2002 über den Umgang mit sexuellem Missbrauch durch Kleriker?
Die Bayerische Bischofskonferenz verlangte im Frühjahr eine Verschärfung in dem Sinn, dass schon jeder Verdacht den Behörden gemeldet werden solle. Ein solches Verfahren wurde offenbar von der Augsburger Bistumsleitung im Fall Mixa praktiziert. In der Deutschen Bischofskonferenz und bei Kirchenrechtlern regen sich aber Bedenken, umso mehr als auch die Befürworter einer allgemeinen Anzeigepflicht - darunter Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger - von diesem Gedanken Abstand genommen haben. Die Neufassung der Leitlinien wurde angesichts offener Fragen jetzt für Herbst angekündigt.
Kirchenversagen
der angeblich
professionellen
Kirchenvertreter
Ich werde das nicht vergessen
und fühle mich im Rahmen der Zeitentwicklung mehr als bestätigt. In den sechziger
Jahren gab es zuhauf Demonstrationen durch Linksradikale,, insbesondere
dem kommunistisch orientierten SDS in Köln. Es gab eine Menge
Demonstrationen gegen den Vietnam- und den Kambodscha-Krieg. Anlässlich
Letzterer gab es erhebliches Polizeiaufgebot und Gewaltsausschreitungen.
Derartige Aktionen gingen immer nach dem gleichen Verhalten linken
Veranstalter vor sich. Zunächst wurde die Menge aufgeheizt, als dann
gewissermaßen der Siedepunkt erreicht war, wurde die Demonstration
offiziell geschlossen und er gab, wie vorbestellt, Gewaltausbrüche.
Während diese rundherum auf dem Kölner Neumarkt stattfanden, die Polizei
war mit Reiterstaffel im Einsatz, gab es erregte Diskussionen in der
Mitte des Platzes über richtig und falsch, Sozialismus und Kapitalismus,
wobei sich eine Person besonders hervortat, die wie ein älterer "Penner"
aussah, jedoch durch Hintergrundwissen und Redefertigkeit sich besonders
mit Aktionswissen auswies, ähnlich wie später Joschka Fischer und
Daniel
Cohn Bendit sich als speziell ausgebildet und geschult für die
Unterwanderung der Bundesrepublik erwiesen. Im Rahmen des
Gespräches mit dem Unterzeichner und einigen anderen Personen brachte er
zum Ausdruck, dass man mit der "sozialistischen Umgestaltung auf dem
besten Wege" sei, dass nur die "Kirchen
ein Hindernis"
seien, um die Köpfe der Menschen zu gewinnen, diese würde man aber
unterwandern und ebenfalls in die Bedeutungslosigkeit schicken.
Die Aktionen gegen
Papst und Kirche im Januar/Februar 2009 wegen des englischen
Bischofs Williams sind insoweit konsequenter Fortschritt in dieser
kommunistischen Strategie. Ebenso die um Bischof Mixa im April 2010. Sinn
und Zweck der Sozialisten und Kommunisten als Global Player ist die weitere
Destabilisierung der
Kirchenkonkurrenzund des
päpstlichen Ansehens (Nahelegung des Rücktritts
in der presse kolportiert). Gesamtaktion und Strategie lassen
klar wieder abartige STASI - Methoden - Handschrift früherer Jahre erkennen. Mit den
Pressefolgeaktionen wird der Sinn der Aktion klar: Kirchenvolk
aufwiegeln und zu Austritt zwecks Schwächung der Kirche bringen.
Klassisch macht man das für das faule Volk durch vorlaufendes Fähnchen
oder Aktionslogo:,
damit jeder, auch wen Schriftunkundig, weiß um was es geht. Um den
Kirchenaustritt als Pawlow-Reflex zu generieren bietet man gleich das
ausschneidbare Austrittsformular mit an. Bei Dummen und Emotionalisten
wirkt so etwas bekanntlich und wie die Praxis immer wieder zeigt, sofort, die nebenstehende Aktion der
kommunistisch ausgerichteten TAZ zielt darauf gezielt strategisch ab..
Diese oben bezeichneten
KOMINTERN-Strategie-Worte sind mir fortan nicht mehr aus dem Kopf
gegangen, weil, wie die Papstaktion erneut belegt, man diese Strategie
konsequent umsetzt. Mit einigem Erstaunen nahm ich schon damals in der Folgezeit
nach diesen Ankündigungen das
Auseinanderfallen der protestantischen Kircheninsbesondere in
Norddeutschland zur Kenntnis, außerdem die
immer linker werdenden
Redensarten der verantwortlichen Pfarrer und Bischöfe (2009/2010
z.B. Käßmann u.a.). Die einzige
Kirche, die sich als renitenter Block nach wie vor noch bewährte, war bis
heute die katholische Kirche, obwohl auch hier mehr und mehr "Maulwürfe
kommunistischer Ausrichtung" nur mäßig "von oben" behindert, sich
betätigen.
Wie in
Köln unter Hannelore
Bartscherer, vom
Kirchenbereich in Ehrenfeld
ihre Feldzüge planend, geht
das in allen Diözesen
geplant zur Zersetzung der
Kirchen vor sich.Was ist die
Diezöse (Katholikenrat)?
Katholikenrat
aus Wikipedia, der freien
Enzyklopädie
Der Katholikenrat
(auch: Diözesanrat,
Diözesanrat der
Katholiken) ist ein
Zusammenschluss von
Laien einer
Diözese (Ein
Laie (von
griechisch
λαός, laós - Volk über
λαϊκός, laikós - zum Volk
gehörig und
kirchenlateinischlaicus - der (kirchliche)
Laie) ist im
kirchlichen und
religiösen
Sprachgebrauch ein
Gläubiger, der keinen Beruf
als
Geistlicher
ausübt.
Der Begriff wird vornehmlich
in Bezug auf das
Christentum
verwendet:
Er hat die Aufgabe, die
Kräfte des Laienapostolates
im
Bistum zu fördern
und zu koordinieren,
eigenverantwortlich in
gesellschaftliche Bereiche
hineinzuwirken und mit
eigener Stimme am Wirken der
Kirche in Gesellschaft und
Welt mitzuarbeiten. Seine
Mitglieder kommen aus den
Dekanats- und
Pfarrgemeinderäten,
aber auch aus den
katholischen
Verbänden,
Organisationen und
Initiativen in einem Bistum.
Die Abgrenzung zum
Pastoralrat, der nach
dem Kirchenrecht in jeder
Diözese eingerichtet werden
kann (Canones 511-514
CIC), fällt in
den einzelnen Diözesen
unterschiedlich aus.
Manchmal besteht ein eigener
Rat (z. B.
Erzbistum Freiburg),
manchmal ist der Diözesanrat
der Pastoralrat (z. B.
Bistum Rottenburg-Stuttgart).
Nach dem CIC besteht der
Pastoralrat aus
Klerikern und aus
Laien, die so ausgewählt
werden sollen, dass „sich in
ihnen der ganze Teil des
Gottesvolkes, der die
Diözese ausmacht, wirklich
widerspiegelt“ (Can. 512
§2). Dabei hat der Rat nur
beratendes Stimmrecht (Can
514 §1) und die Aufgabe „all
das, was sich auf das
pastorale Wirken in der
Diözese bezieht, zu
untersuchen, zu beraten und
hierzu praktische
Folgerungen vorzuschlagen.“
(Can. 511) Im
Bistum Regensburg
gibt es statt des
Diözesanrats einen
Pastoralrat nach can. 512ff.
CIC und ein Diözesankomittee
der Verbände.
Der Katholikenrat erweist
sich als ideales Einfallstor
für die Zersetzung des
bisher monolithischen
katholischen Kirche. Wer
sich die Mühe zur
Personalanalyse macht, wird
schnell Kommunistenfündig.
Das gilt besonders für Köln!
Nach
dem
Augsburger
Trauerspiel
(die
Welt
24.6.2010)
von Gernot Facius
Erst die Affäre um die Piusbrüder, dann die Welle der Missbrauchsvorwürfe und nun die unselige Causa Mixa: In nur anderthalb Jahren schlitterte die katholische Kirche von Skandal zu Skandal. Zwar haben die Fälle unterschiedliche Ursachen, aber gemeinsam ist ihnen das klägliche Krisenmanagement. Peu à peu, meist unter medialem Druck, kamen die Fakten ans Licht. Der Vertrauensverlust ist enorm. Beim Streit um Mixa kommt hinzu: Es ist den beteiligten Bischöfen nicht gelungen, der Öffentlichkeit glaubwürdig zu vermitteln, dass es um einen, wie Alois Glück vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken sich ausdrückte, personenbezogenen Sachverhalt, eine menschliche Tragödie, geht und nicht um einen Richtungskampf. Verwirrende Berichte über eine "Geheimakte Mixa", gespickt mit unappetitlichen, bis jetzt nicht hinreichend belegten Details, haben die Spekulationen angeheizt. So konnte auf katholisch-fundamentalistischen Internetportalen fleißig an der Märtyrerlegende gestrickt werden: Ein glaubenstreuer Oberhirte sei von modernistischen Amtsbrüdern unter Assistenz nachrichtenhungriger Medien zu Fall gebracht worden.
Freunde und Gegner Mixas beharken sich auf eine Weise, die man bislang nur von Machtrangeleien in politischen Parteien kannte. Aus einem kleinen Schneeball - Vorwürfen wegen angeblicher Prügel in einem Kinderheim und einem problematischen Finanzgebaren - ist eine große Lawine geworden, die über das Augsburger Bistum hinwegfegt und in der gesamten deutschen Kirche Schäden anrichtet. Es ist längst - trotz aller Personenbezogenheit - mehr als nur eine bizarre lokale Affäre. Denn es geht um die Kardinalfragen nach einer Vertrauenskultur, die innerkirchliche Gräben und Mauern überwinden hilft, und nach der Positionierung der Kirche in einer mehr und mehr säkularisierten Welt. Wenn hierauf bald eine glaubwürdige Antwort gefunden würde, dann könnte die Causa Mixa, so traurig sie ist, ein heilsamer Schock gewesen sein. Und käme es zu der von Erzbischof Zollitsch angemahnten Versöhnung, nur dann könnten Spaltungstendenzen im Keim erstickt und innerkirchliche "Kreuzzüge" abgewendet werden.
Das geht freilich nicht ohne den mutigen Willen zur Transparenz. An Transparenz und Offenheit hat es in den jüngsten Affären meist gefehlt. In Rom und in Deutschland. Doch die Kirche erweist sich allen Unkenrufen zum Trotz durchaus als beratungsfähig. Aus den Fällen sexuellen Missbrauchs hat sie die Lehre gezogen: Die Institution zu schützen und alles sie Belastende zu vertuschen ist ein Irrweg. Er treibt die Menschen von ihr weg. Die Kirche ist nicht nur eine Gemeinschaft von Heiligen, sondern auch eine der Sünder. Auch Sünder, heißen sie nun Mixa oder anders, müssen auf Gnade hoffen dürfen. Davon kann es Dispens nicht geben. Nach dem Augsburger Trauerspiel wird vieles neu bedacht werden müssen. Es steht die Ernennung eines Nachfolgers für den abgelösten Diözesanbischof an.
Natürlich lässt sich unter heutigen Bedingungen nicht nach dem Grundsatz der kleinen Urkirche verfahren, wer für alle da sein soll, muss von allen gewählt werden. Muss das aber bedeuten, die Auswahl unbedingt dem Papst allein zu überlassen, wie es im Augsburger Fall durch das Bayernkonkordat mit dem Vatikan möglich ist? Oder sollten zumindest Priesterräte und Vertretungen von Laien in den Entscheidungsprozess einbezogen werden, um wenigstens die Meinung des Kirchenvolkes zu erkunden? Ein solches informelles Verfahren würde keineswegs das Konkordat aushebeln. Ein Bischof muss von der ganzen Diözese akzeptiert werden. Walter Mixa wurde 2005 von Papst Benedikt XVI. gegen den Willen des Domkapitels und gegen Vorbehalte in der Deutschen Bischofskonferenz von Eichstätt nach Augsburg "transferiert". Es war die erste Bischofsernennung im deutschsprachigen Raum durch den Pontifex aus Bayern. Er sieht sich jetzt, zu Recht oder zu Unrecht, dem Vorwurf ausgesetzt, die Causa Mixa sei auch eine Causa Benedikt.
Kommt jetzt die große Stunde der Laien? Das anzunehmen wäre verfrüht. Doch der unglückliche Fall Augsburg gibt dem auf Mitsprache pochenden Zentralkomitee der deutschen Katholiken und der amtskirchenkritischen Kirchenvolksbewegung ein neues, gewichtiges Argument an die Hand. Zumal selbst der Papst neuerdings betont, die Laien seien nicht nur Mitarbeiter des Klerus, sondern Mitverantwortliche für die Kirche.
Bischof Mixa findet sich mit
seinem Rücktritt ab
Der
frühere Bischof bittet in
einer ausführlichen
Erklärung um Verzeihung. Das
Bistum hilft nun bei der
Wohnungssuche.
In
der Causa Mixa, die seit
mehr als drei Monaten
die katholische Kirche
in Atem hält, stehen die
Zeichen jetzt auf
Versöhnung. Der frühere
Augsburger Bischof
stimmte einer Erklärung
zu, in der er seinen
Rücktritt „endgültig“
nicht mehr in Frage
stellt. In einem Brief
an die Gläubigen der
Diözese bat Mixa zudem
gestern um Verzeihung
für alles, „was ich
nicht recht gemacht
habe“.
Foto:
dpa/DPA
Der
Zentralrat
der Juden
warf Mixa
daraufhin
eine
"Instrumentalisierung
der
Holocaust-Opfer"
vor.
Das Schreiben ist
Bestandteil einer
Vereinbarung zwischen
Mixa und der derzeitigen
Bistumsleitung in
Gegenwart der Anwälte
beider Seiten.
Bischofskonferenz und
der Apostolische Nuntius
in Berlin, Erzbischof
Jean-Claude Perisset
waren konsultiert
worden. Die
„einvernehmlich
gefundene Erklärung“
umfasst fünf Punkte.
Danach verlässt der am
8. Mai nach – im
einzelnen bis heute
nicht belegten –
Vorwürfen gegen seine
Amtsführung und den
priesterlichen
Lebenswandel vom Papst
abgelöste Oberhirte die
Wohnung im Augsburger
Bischofshaus.
In
diese war er am 12. Juni
nach einem
Auslandsaufenthalt zum
Unmut vieler Priester
und Laien zurückgekehrt.
Im Gegenzug wird die
Diözese für Mixa eine
vorübergehende Bleibe
suchen. Eine endgültige
Entscheidung über den
künftigen Wohnsitz Mixas
soll dessen Nachfolger
treffen.
Laut der gemeinsamen
Erklärung von Mixa und
der Augsburger
Bistumsleitung werde der
69-Jährige der Einladung
von Papst Benedikt XVI.
zu einem Gespräch in Rom
folgen, aber „sein
Rücktritt und dessen
Umstände werden hierbei
nicht in Frage
gestellt“. Für den
Druck, den er bei
Unterzeichnung seines
Rücktritts empfunden
habe, mache der
emeritierte Bischof
„niemand verantwortlich
und niemandem Vorwürfe“.
Noch vergangene Woche
hatte sich Mixa in einem
Interview mit WELT
ONLINE als Opfer einer
Intrige dargestellt und
schwere Vorwürfe gegen
den Vorsitzenden der
Deutschen
Bischofskonferenz,
Robert Zollitsch, den
Münchner Erzbischof
Reinhard Marx sowie
seine damaligen
Mitarbeiter in Augsburg
erhoben. Der Druck,
unter dem er im April
die „vorgefertigte
Resignation“
unterschrieben habe, sei
„wie ein Fegefeuer“
gewesen. Und er erwäge,
vor den päpstlichen
Berufungsgerichtshof zu
ziehen. Davon ist nun
keine Rede mehr.
In einem
Dossier soll
von
Alkoholmissbrauch
und
sexuellen
Annäherungen
an jüngere
Priester die
Rede sein,
berichtet
die
„Süddeutsche
Zeitung".
Die
Unterlagen
sollen dem
Papst
bereits bei
der
Entscheidung
über das
Rücktrittsgesuch
vorgelegen
haben. Mixas
Anwalt
bezweifelt
die
Berichte.
Erzbischof Robert
Zollitsch zeigte sich
erleichtert über die
Vereinbarung: „Ich bin
dankbar für die
gemeinsame Erklärung.“
Der Vorsitzende des
Augsburger
Diözesanrates, Helmut
Mangold, der wiederholt
eine schnelle Beendigung
der Affäre gefordert
hatte, sprach von einem
„ersten Schritt in
Richtung Versöhnung,
hinter den es kein
Zurück mehr geben darf“.
Zur Versöhnung rief auch
Mixa in seinem Brief an
die Katholiken des
Bistums auf. Er sei „in
vieler Hinsicht schuldig
geworden“, obwohl er
„niemanden“ in
irgendeiner Weise habe
verletzen oder
beschädigen wollen. Auf
die gegen ihn erhobenen
Vorwürfe ging Mixa nicht
ein, wandte sich aber
gegen jede Form der
Beschönigung. Er beließ
es bei der Formulierung,
dass er sich in einer
„sehr schmerzlichen
Situation“ veranlasst
gesehen habe, dem Papst
den Amtsverzicht
anzubieten.
Zu
den Medienberichten über
die angeblichen
Verfehlungen bemerkte
Mixa: „In vielfältiger
Hinsicht waren die
Berichte in dieser oder
jener Richtung
tendenziös.“ Benedikt
XVI. habe ihn in einem
„sehr liebevollen Brief“
wissen lassen, dass er,
Mixa, weiter Bischof
bleibe und weiter als
Seelsorger tätig werden
könne. Von großer
Bedeutung sei für ihn
jetzt, „dass in unserer
Diözese gegenseitige
Streitereien und
gegenseitige
schwerwiegende Vorwürfe
abgebaut werden“. Man
sollte wieder „zu einem
guten Einverständnis und
zum Frieden in der
Gemeinschaft der Kirche
finden“.
Damit spielte der
emeritierte Mixa auf die
anhaltenden verbalen
Auseinandersetzungen
zwischen seinen
Anhängern und seinen
Kritikern an. Viele, vor
allem konservativ
geprägte Katholiken
sahen in den in der
Öffentlichkeit laut
gewordenen, aus
Kirchenkreisen
lancierten Vorwürfen
wegen einer angeblichen
Alkoholabhängigkeit
Mixas und sexueller
Übergriffe den Versuch,
einen unbequemen Bischof
zu Fall zu bringen. Von
einem „Kreuzzug“ der
Sympathisanten des
früheren
Diözesanbischofs war die
Rede. Auf der anderen
Seite forderten Priester
und Laien, die dem
liberalen Flügel der
Kirche zugeordnet
werden, umstrittene
Personalentscheidungen
Mixas rückgängig zu
machen.
Ob
die Gräben, die
aufgerissen wurden, bald
zugeschüttet werden
können, wurde deshalb
trotz der
Fünf-Punkte-Erklärung
verschiedentlich
bezweifelt.
Vorausgegangen war dem
Augsburger
Einigungsgespräch ein
Appell des
DBK-Vorsitzenden
Zollitsch. In einer
Wallfahrtspredigt auf
dem bayerischen
„heiligen Berg“ Andechs
hatte er die Katholiken
zur Einheit aufgerufen
und später angekündigt,
dass er seinem Mitbruder
Mixa die Hand zur
Versöhnung reichen
werde. „Bewegt,
getroffen und
erschüttert“ reagierten
die Teilnehmer der
Sitzung des Ständigen
Rates der DBK am Montag
und Dienstag in Würzburg
auf die Vorgänge.
Zum Abschluss der Tagung
veröffentlichte der Rat
eine kurze Erklärung, in
der „bestätigt“ wurde,
dass die in den Medien
„jetzt“ bekannt
gewordenen Vorwürfe
gegen Walter Mixa im
April nach Rom
weitergeleitet worden
sind. Papst Benedikt
habe „daraufhin
gehandelt“ und das
Rücktrittsgesuch von
Mixa angenommen.
Noch am Montag hatten
sich sowohl der Vatikan
als auch der Nuntius in
Berlin geweigert,
Zeitungsveröffentlichungen
über eine „Geheimakte“
mit angeblichen
Zeugen-Berichten aus dem
Umfeld Mixas zu
bestätigen oder zu
kommentieren. In den
Berichten war von
Alkoholproblemen,
sexuellen Übergriffen
und einem zunehmenden
Wirklichkeitsverlust des
Bischofs die Rede.
Vatikan-Sprecher
Federico Lombardi
ordnete die
Veröffentlichungen unter
„Spekulationen“ ein.
Die Sünden der Medien im Fall Walter Mixa
Objektivität und Fairness – viele Medientugenden blieben im Fall Mixa auf der Strecke. Weil Gut und Böse klar verteilt schienen.
Welchen Grundsatz müssen Reporter beherzigen? Eine kluge Antwort hat der verstorbene „Tagesthemen“-Moderator Hanns Joachim Friedrichs gegeben. Er riet, immer kritische Distanz zum Gegenstand der Berichterstattung zu wahren. Seine Empfehlung packte er in den Satz: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemeinmacht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.“
Im Fall des Augsburger Bischofs Walter Mixa schienen die Rollen Gut und Böse klar verteilt. Da eine Amtskirche, die um schonungslose Aufklärung bemüht war. Dort der Oberhirte, der ständig mit seinen Äußerungen nervte, sich als Hüter christlicher Werte aufführte und schließlich körperliche Gewalt zugeben musste, die er erst geleugnet hatte. Dass so einem auch übel mitgespielt werden könnte, lag außerhalb der Vorstellungskraft – jedenfalls einiger Journalisten.
Die Unschuldsvermutung galt nicht überall
Der konservative Theologe, der immer gern ausgeteilt hatte, musste plötzlich einstecken. Dabei blieb das Gebot von Friedrichs, sich mit keiner Sache gemeinzumachen, in der Berichterstattung schon mal auf der Strecke. Die Unschuldsvermutung? Sie galt nicht immer. Der eiserne Grundsatz, einen Verdacht nicht als Tatsache darzustellen? Er wurde gern durchbrochen (und brockte der „Süddeutschen Zeitung“ eine Gegendarstellung ein). Die journalistische Pflicht, auch die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen? Schön, wenn sie alle beachtet hätten.
Als dann der Vorwurf aufkam, der Prügelbischof habe einen Ministranten geschändet, brachen die Dämme. Die Nachricht hatte die „Augsburger Allgemeine“ zuerst. Das war ein Scoop, selbst wenn die Kirche die Nachricht lanciert haben sollte. Der Chefredakteur sagte: „Es kann als sicher gelten, nach unseren Informationen, dass nach den Vorermittlungen auch ein richtiges förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.“ Damit lag er falsch – nach nur einer Woche klappte der Staatsanwalt in Ingolstadt den Aktendeckel zu. Es gab kein Opfer, keinen Täter und damit auch keine Straftat. Doch diese Nachricht interessierte lange nicht so sehr.
Der Kirchenredakteur der FAZ dementiert sich selbst
Als in dieser Zeitung die Hintergründe des falschen Missbrauchsverdachts aufgezeigt wurden und Mixa in einem Interview mit der „Welt“ das erste Mal selbst öffentlich dazu Stellung nahm und „eine glatte Verleumdung“ beklagte, gab der Kirchenfachmann der „Frankfurter Allgemeinen“ seine Beobachterrolle erklärtermaßen auf: „Das war dann für mich und für andere Kollegen das Signal, zu sagen, gut jetzt, wenn man sozusagen diese Auseinandersetzung auf der Ebene sucht, dann können sie diese Auseinandersetzung auch haben“, bekannte er in einem Radiointerview – eine erstaunliche Auffassung von journalistischer Unabhängigkeit, die aber die „Berliner Zeitung“ ausgerechnet in einer Geschichte über die Rolle der Medien kritiklos orchestrierte.
So kam es zu Mixas Rücktritt
Der zurückgetretene Augsburger Bischof Walter Mixa hat bestätigt, er habe sein Rücktrittsgesuch an den Papst wenig später widerrufen. WELT ONLINE nennt wichtige Daten im Fall Mixa. Dabei gibt es teilweise unterschiedliche Informationen und Interpretationen.
31. März 2010 Die „Süddeutsche Zeitung" berichtet erstmals über Prügelvorwürfe gegen Mixa. Als Stadtpfarrer von Schrobenhausen soll er in den 1970er und 1980er Jahren Heimkinder geschlagen haben.
1. April Der Bischof dementiert die Vorwürfe.
7. April Die Waisenhausstiftung setzt einen externen Sonderermittler ein. Unterstützer Mixas formieren sich. Es gehe darum, einen „unbequemen Bischof" in Misskredit zu bringen, sagen sie.
9. April Der Sonderermittler erklärt, nach einer ersten Durchsicht der Akten könne er „mit hoher Wahrscheinlichkeit" sagen, dass Stiftungsgeld in den 1980er und 1990er Jahren nicht satzungsgemäß verwendet worden sei.
16. April Mixa erklärt, dass er für die Zeit als Stadtpfarrer „die eine oder andere Watsch'n nicht ausschließen kann". Dies bedauere er. Geprügelt habe er aber nicht.
17. April Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, erklärt, dass er und der Apostolische Nuntius in Deutschland mit Mixa im Gespräch seien.
21. April Die Erzbischöfe Robert Zollitsch und Reinhard Marx legen Mixa öffentlich eine Auszeit nahe. Nach Darstellung von Weihbischof Anton Losinger konfrontieren er und weitere Mitglieder der Augsburger Bistumsleitung Mixa mit dem massiven Vertrauensverlust in der Diözese und dem enormen Anstieg der Kirchenaustritte. Am selben Tag bietet Mixa dem Papst seinen Rücktritt an. Umstritten ist, ob die Bistumsleitung den Bischof zum Rücktritt drängte und unter Druck setzte, oder ob Mixa von sich aus seinen Rücktritt einleitete.
24. April Nach eigenen Angaben widerruft Mixa an diesem Tag seinen Rücktritt gegenüber dem Papst per Fax an den Vatikan. Er hält sich zu diesem Zeitpunkt bereits in einer Schweizer Klinik auf.
28. April In Augsburg schreibt die Missbrauchsbeauftragte der Diözese einen Aktenvermerk mit der Überschrift „Missbrauchsverdacht gegen Bischof Mixa in Eichstätt". Sie beruft sich auf Informationen aus der Diözese Eichstätt. Der Aktenvermerk wird nach Darstellung von Mixas Anwalt von Weihbischof Losinger sofort angefordert. Nach Darstellung des Internetportals kath.net soll das Bistum Augsburg schon seit 25. März von dem Missbrauchsvorwurf gewusst haben. Losinger sagt hingegen, noch am 21. April habe dieser für das von Mixa eingereichte Rücktrittsgesuch keine Rolle gespielt.
29. April Die Erzbischöfe Zollitsch und Marx sowie Weihbischof Losinger werden von Papst Benedikt XVI. in Audienz empfangen. Dabei kommt auch der Missbrauchsverdacht zur Sprache. Welche Rolle die beim Bistum Augsburg vorliegenden Hinweise allerdings spielen, ist nicht bekannt.
1. Mai Nach Darstellung von kath.net konfrontieren die Erzbischöfe Marx und Zollitsch Mixa mit dem angeblichen Missbrauchsfall und bitten ihn dringend, den Widerruf seines Rücktrittsschreibens zurückzunehmen.
3. Mai Losinger übergibt dem Münchner Generalstaatsanwalt eine Notiz des Bistums Augsburg, in der es um Anschuldigungen eines sexuellen Missbrauchs geht.
7. Mai Medien berichten erstmals über Missbrauchsvorwürfe, die sich auf Mixas Amtszeit als Bischof von Eichstätt (1996 bis 2005) beziehen.
8. Mai Der Papst nimmt den Rücktritt des Augsburger Bischofs an. Das Internetportal kreuz.net enthüllt den Namen von Mixas vermeintlichem Missbrauchsopfer, das die angebliche Tat ebenso wie der Bischof umgehend dementiert.
12. Mai Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke rügt, dass sich Mitarbeiter seiner Diözese mit Hinweisen über möglichen Missbrauch direkt an die Diözese Augsburg gewandt hätten, ohne den Eichstätter Generalvikar oder Missbrauchsbeauftragten zu kontaktieren. Auch er selbst sei erst kurz vor dem Gang zur Generalstaatsanwaltschaft in München vom Bistum Augsburg über den Vorgang informiert worden.
14. Mai Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt stellt die Vorermittlungen gegen Mixa mangels Tatverdacht ein.
14. Mai Der Sonderermittler der Katholischen Waisenhausstiftung, der Ingolstädter Rechtsanwalt Sebastian Knott, bestätigt in seinem „vorläufigen Abschlussbericht", dass Mixa als Stadtpfarrer von Schrobenhausen in den 1970er und 1980er Jahren Heimkinder schwer gezüchtigt habe. Knott bestätigt auch finanzielle Unregelmäßigkeiten in der Waisenhausstiftung, deren Aufsicht Mixa oblag.
14. Juni Mixa kehrt in sein Augsburger Bischofspalais zurück.
16. Juni Mixa teilt öffentlich mit, dass er sein Rücktrittsgesuch widerrufen hat. Er habe ein vorgefertigtes Rücktrittsgesuch nur unter Druck unterzeichnet. Nun erwäge er, beim päpstlichen Appellationsgericht ein Verfahren anzustrengen.
21. Juni In einem Dossier soll von Alkoholmissbrauch und sexuellen Annäherungen an jüngere Priester die Rede sein, berichtet die „Süddeutsche Zeitung". Die Unterlagen sollen dem Papst bereits bei der Entscheidung über das Rücktrittsgesuch vorgelegen haben. Mixas Anwalt bezweifelt die Berichte.
Quelle: KNA
Mit seinem Schlachtruf zog der „FAZ“-Redakteur für die katholische Kirche ins Getümmel. Nun dementierte er sogar sich selbst. Hatte er das Missbrauchsverfahren zunächst noch korrekt und mehrfach als „Vorermittlungen“ beschrieben, behauptete er jetzt in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ fälschlich, es habe sich um ein „normales Ermittlungsverfahren“ gehandelt. So erweckte der Journalist – ein katholischer Theologe, der einst über die Gerechtigkeitslehre eines Dominikaners promoviert hatte – den falschen Eindruck, so ganz ohne sei diese Sache ja wohl nicht gewesen.
"Gibt es einen falschen Kampf im richtigen?"
„Die Zeit“ fragte dagegen ganz unaufgeregt: „Gibt es das, einen falschen Kampf im richtigen?“ Die Kirche habe falsch gehandelt, weil sie sich von Mixa in ein schmutziges Ringen um seinen versuchten Rücktritt vom Rücktritt verwickeln ließ. „The European“ rügte „die schrillen Volten“ in der Debatte um Mixa: „Vermutlich wird sich nie ganz klären lassen, welche Vorwürfe gegen den ehemaligen Augsburger Bischof wahr sind und welche von interessierten Kreisen erfunden wurden.“
Der „Trierische Volksfreund“ sagt es ähnlich: „Ob Bischof Mixa gravierende Alkoholprobleme hatte, ob er sich jungen Priestern gegenüber anders verhalten hat, als sein Codex es ihm vorgab: Das ist nach wie vor nicht bewiesen und muss deshalb immer noch mit einem Fragezeichen versehen werden. Dass entsprechende Indizien aus Kirchenkreisen gezielt an die Öffentlichkeit gebracht werden, steht dagegen fest.“ Möglich ist das nur, weil sich mancher Journalist dabei vor den Karren spannen lässt.
Die vorbeschriebene
Unterwerfungsphase gab es schon zuvor, nämlich:
Unterwanderung
der EKD durch die Stasi?
W e t z l a
r (idea) – Dem Ministerium für Staatssicherheit
(MfS) in der ehemaligen DDR ist es nicht gelungen,
die EKD und kirchliche Einrichtungen systematisch zu
unterwandern oder gar in den Griff zu bekommen. Zu
diesem Ergebnis kommt Oberkirchenrat i.R. Uwe-Peter
Heidingsfeld (Hannover), in einer idea-Dokumentation
mit dem Titel “Kirchlich relevante Aspekte der
Westarbeit des MfS”. Er wertete dazu die Datenbank
SIRA der Hauptverwaltung Aufklärung des MfS aus, die
Informationen aus dem Zeitraum zwischen 1969 und
1987 umfaßt. Der Behörde für die Stasi-Unterlagen
war es Ende 1998 nach jahrelanger Arbeit gelungen,
elektronische Datenträger der Stasi, die der
Vernichtung entgangen waren, wieder lesbar zu
machen. Bei seinen Recherchen stieß Heidingsfeld auf
keine hochrangigen evangelischen Kirchenvertreter im
Westen Deutschlands, die mit der Hauptverwaltung
Aufklärung (HVA) der Stasi zusammengearbeitet haben.
“Insgesamt, so scheint es, war Kirche in der
Bundesrepublik Deutschland, einschließlich Berlin
(West), für die HVA kein zentrales Thema”, so der
Autor.
Eine Reihe von IM informierten die Stasi über
Kircheninterna (was ist
das anderes als Unterwanderung?)
Er wertet
48 Fälle aus, in denen Personen kirchliche Interna
an die Stasi weitergegeben haben. Elf von ihnen
hätten intensiv über die Kirche berichtet. Teilweise
seien die Klarnamen der Informanden bis heute nicht
bekannt. Heidingsfeld geht ausführlich auf neun
Fallbeispiele ein. So erhielt die Stasi von einem
Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) mit dem Decknamen
“Kellner” interne Informationen aus Leitungsgremien
der Evangelischen Kirche der Union (EKU). Ein IM
“Baer” gab unter anderem Einschätzungen aus dem Rat
der EKD sowie deren Kammer für Öffentliche
Verantwortung weiter. Der inzwischen verstorbene
Leipziger Professor für Ökumenik, Siegfried Krügel
(IM “Lorac”), informierte die HVA schwerpunktmäßig
über den Weltkirchenrat, den Lutherischen Weltbund,
mitunter auch über die EKD. Dokumentiert ist auch
der Fall des Bonner Prominenten-Pfarrers Gottfried
Busch, der 1994 wegen fortgesetzter
geheimdienstlicher Tätigkeit für die Stasi zu 18
Monaten Gefängnis auf Bewährung und 30.000 Mark
Geldstrafe verurteilt worden war.
Kaum
Verurteilungen kirchlicher Mitarbeiter wegen
Spitzelei
Heidingsfeld zufolge hat es nur wenige
Strafverfahren gegen kirchliche Mitarbeiter gegeben,
die mit einer Verurteilung endeten. In den meisten
Fällen habe entweder das vorhandene Material nicht
ausgereicht, um Anklage zu erheben, oder die
Straftaten seien bereits verjährt gewesen. Eine
wissentliche und willentliche Tätigkeit kirchlicher
Mitarbeiter mit der Stasi sei unvereinbar mit dem
kirchlichen Dienstrecht gewesen. Der Autor
verweist darauf, daß die Stasi ihre Informationen
über die evangelischen Kirchen auch durch illegale
Lauschaktionen gewann. So seien die von der
Berliner Stelle des Kirchenamtes der EKD geführten
Telefongespräche zumindest in den Jahren 1988/89
lückenlos abgehört worden. Heidingsfeld leitete
von 1986 bis 1991 diese Stelle und wurde vom MfS ab
1986 in einer Operativen Personenkontrolle
bearbeitet.
Immer wieder gibt es
Geistesblitze im allgemeinen Beschwichtigungspalaver und sie kommen
zumeist aus den Kreisen der evangelischen Kirche. Diesmal ist es der
evangelikale Islam-Experte Pfarrer Eberhard Troeger , der
bemerkenswert offen und klar die Wege der Islamisierung Europas
ausspricht.
Die Gefahr einer
friedlichen Unterwanderung des Westens durch den Islam ist
größer als die terroristische Bedrohung durch muslimische
Extremisten.
Dieser Meinung ist der
evangelikale Islam-Experte Pfarrer Eberhard Troeger (Wiehl bei
Gummersbach). Die Unterwanderung erfolge durch eine langfristige
Strategie. Zu ihr gehöre wirtschaftliche Einflussnahme ebenso
wie politische und juristische Lobbyarbeit, sagte der Theologe
auf einem Konsultationstag des Arbeitskreises Islam der
Deutschen Evangelischen Allianz am 26. November in Wetzlar. Die
muslimischen Werbeorganisationen seien außerdem „Meister in der
Nutzung der modernen Medien“.
Troeger zufolge scheint
Europa heute für die Ausbreitung des Islam besonders geeignet zu
sein. „Die Europäer sind nach zwei Weltkriegen des Kämpfens
müde. Sie wollen leben und genießen und verteidigen ihre Werte
nur noch halbherzig.“ Hinzu komme, dass die alteuropäische
Bevölkerung rapide sinke, während der Islam durch Kinderreichtum
und Zuwanderung Gewinne erziele. Es gebe Berechnungen, nach
denen Europa „in 100 Jahren eine muslimische Mehrheit haben
könnte“. Troeger rief dazu auf, den Islam weder zu verharmlosen
noch die Gefahren durch ihn zu übertreiben: „Wir haben keinen
Grund, wie ein Mäuslein auf die große Katze Islam zu starren.
Unser Herr regiert, und wir sind auf seiner Seite.“ In der
westlichen Mission sei man vor 100 Jahren davon ausgegangen,
dass der Islam Afrika überrollen werde und für die Kirche fast
verloren sei: „Die Geschichte ist anders verlaufen.“
Zur Frage, warum
Muslime in vielen Ländern so aggressiv auf die christliche
Mission reagieren, sagte der Theologe: „Offensichtlich
beeindruckt der Erfolg christlicher Verkündigung der letzten 100
Jahre.“ Muslime schienen auch verunsichert zu sein durch die
Pfingst- und charismatische Bewegung, die der christlichen
Mission einen starken Schwung gegeben habe. Troeger ging auch
auf den Bau repräsentativer Moscheen in Deutschland ein. Sie
dienten in erster Linie dazu, „Namensmuslime zu praktizierenden
Muslimen zu machen“. Ziel sei es aber auch, Anziehungskraft auf
Nichtmuslime auszuüben. Dem diene etwa der „Tag der offenen
Moschee“, für den nicht zufällig der Nationalfeiertag, der Tag
der deutschen Einheit, am 3. Oktober ausgewählt worden sei.
Der Kampf der KOMINTERN gegen den Papst und die Kirche geht
abermals (siehe unten: "Kirchenaustritte
fördern" zwecks Kirchenschwächung )in die nächste Runde
worum geht es? Um:
Linke Moralapostel? oder
"Den Bock zum Gärtner machen"!
Uraltfälle an sexuellen Verfehlungen
einiger weniger Kirchenfiguren werden mit Stasitaktik dazu herangezogen, den
Kirchen, insbesondere der katholischen weitere Austrittswellen zu bescheren, um
sie in ihrer gesellschaftlichen macht zu stutzen. Wer hat's erfunden?
Irgendwann zwischen dem 21. und 24.
Februar 1848 erschien in London ein Büchlein mit knapp 60 Seiten. Seine Autoren:
Karl Marx und Friedrich Engels. Der Titel: "Manifest der Kommunistischen
Partei". Gewaltig die ersten Sätze, die auch 160 Jahre nach ihrer Niederschrift
noch immer in den Nachschlagewerken geflügelter Worte zu finden sind." Ein
Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Kommunismus." Manifest der
Kommunistischen Partei "; London 1848 .So beginnt das Kommunistische Manifest. Der
Titel stammt übrigens von Friedrich Engels, der Marx schon ein halbes Jahr zuvor
geschrieben hatte, dass ihm die Katechismusform nicht so recht gefalle. Lass uns
das Ding einfach "Kommunistisches
Manifest" nennen. Generationen später sollte es den Beinamen "Geburtsurkunde
des wissenschaftlichen Sozialismus" bekommen. Doch der erwies sich als nicht
lebensfähig. Überlebt hat das Kommunistische Manifest als historisches Dokument
mit erstaunlicher Aktualität in Hinsicht auf die globale Entwicklung
"Der nächste Zweck der Kommunisten ist derselbe wie
der aller übrigen proletarischen Parteien: Bildung des Proletariats zur Klasse,
Sturz der Bourgeoisherrschaft, Eroberung der politischen Macht durch das
Proletariat. Die theoretischen Sätze der Kommunisten beruhen keineswegs auf
Ideen, auf Prinzipien, die von diesem oder jenem Weltverbesserer erfunden oder
entdeckt sind.
Sie sind nur allgemeine Ausdrücke tatsächlicher
Verhältnisse eines existierenden Klassenkampfes, einer unter unseren Augen vor
sich gehenden geschichtlichen Bewegung. Die Abschaffung bisheriger
Eigentumsverhältnisse ist nichts den Kommunismus eigentümlich Bezeichnendes"
April 2008: Die Linke: Teile vom
Kommunistischem Manifest sollen Parteiprogramm werden
Lafontaine ist offenbar gewillt, provokante
Aussagen des Kommunistischen Manifestes in das aktuelle Parteiprogramm der
Linken zu übernehmen. "Die Sätze des Kommunistischen Manifestes sind doch
hochaktuell", äußerte sich Lafontaine. Zum Beispiel sei "an die Stelle der
mit religiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene,
unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt" worden.
Inwieweit sich das Linke-Konglomerat, bestehend aus WASG und PDS, darauf
verständigen kann, wird sich zeigen.
Linkskommunismus
Bereits in
den 1920ern kristallisierte sich innerhalb der kommunistischen Bewegung der
Linkskommunismus als neue Strömung heraus. Bekanntester Vertreter war
Amadeo Bordiga.
Er kritisierte sowohl die Stalinisierung innerhalb der kommunistischen Parteien
als auch den Trotzkismus. Während die meisten kommunistischen Organisationen
nach 1945 den real existierenden Sozialismus verteidigten, haben Bordiga und die
Internationale Kommunistische Partei in mehreren Schriften dargelegt, warum
die Sowjetunion und die anderen „realsozialistischen“ Staaten für sie nicht
sozialistisch seien, sondern eine besondere Form der kapitalistischen
Entwicklung darstellen würden. Andere linkskommunistische Theoretiker, die in
den 1920er-Jahren in Abgrenzung von Lenin eine Räteherrschaft des Proletariats
anstrebten (Rätekommunismus),
waren
Anton Pannekoek,
Karl
Korsch und
Otto Rühle.
Ihre Rezeption beeinflusste die deutsche Studentenbewegung.Linkskommunistische
Positionen im weiteren Sinn werden seit dem Zusammenbruch des Realsozialismus
wieder häufiger vertreten und werden zusammen führend zur erneuten Vereinigung
von Sozialdfemokratie (SPD) und Kommunisten ()
in Kürze führen.
Von den
Vertretern der katholischen und der evangelischen Kirche wurde das
Kommunistische Manifest und das Gedankengebäude des Kommunismus von jeher
abgelehnt. Es war vor allem die Aufforderung zur Revolution und zur Abschaffung
der Religion, die für die Kirchen untragbar war. Seither dauert der
kommunistische Anti-Kirchenkampf im Kampf der beiden Global Player, Kirche gegen
Kommunismus,an. Man läßt aus kommunistischer Sicht keinen Anlaß, der sich zur
Verächtlichmachung der Kirchen eignet, aus und bedient sich der üblichen STASI-Handschrift.Attacken
gegen Papst und Bischöfe, zuletzt gegen Mixa, belegen das.
Die Unordnung
in Staat und Kirchen u.a. wegen veränderter angeblich befreiender
Sexualauffassung, die bewußt durch die 68-Bewegung, geführt durch die STASI und
ihre linken Vasallen in Deutschland, Sozialisten, Kommunisten aus DKP und
Grünen, herbeigeführt wurde, wird von der linken Breiseite in Spießermanier
heute trotz Verjährung von Verfehlungen aus Vorgängen vor 10-30 Jahren für die
Kirchenschädigung gierig zitiert. Die von links unterwanderten Kirchen
reagieren waid-wund ohne ernsthafte aufklärende Gegenwehr und Bezeichnung, wer
die wahren Verursacher sind und waren. Bischof Mixa, der auf die rot-grüne
sexuelle Befreiungsbewegung mit Drogenverherrlichung hinwies, wird über die
linke Schiene der besetzten Medien abgeschossen. Verkörperte ideologische
Dummheit in Gestalt von der Grünen, Claudia Roth; wird dazu von den MEDIEN
kolportiert.
Sitten-Ferkel,
wie sie im Buche (Bibel) stehen oder:
"Furchtbare
Verharmloser"
Von Michael Paulwitz
Der
Mißbrauchsskandal hat die katholische Kirche erschüttert, aber nicht umgeworfen.
Zur Generalabrechnung mit der Institution Kirche und ihren Besonderheiten ist er
ungeeignet: Der Mißbrauch, gerade der sexuelle, von Kindern und Jugendlichen ist
keine Frucht von „Lustfeindlichkeit“ und Zölibat.
Die
Mißbrauchsvorwürfe gegen Gerold Becker, der zur Gipfelzeit der „sexuellen
Revolution“ Leiter der reformpädagogischen Odenwaldschule wurde, haben jeden
Versuch einer antiklerikalen Kampagne zum Bumerang werden lassen. Jetzt steht
die doppelbödige Sexualmoral der Achtundsechziger, ihrer Vordenker und Erben am
Pranger – und die Scheinheiligkeit der furchtbaren Verharmloser, die ihr Treiben
bis heute rechtfertigen und decken.
Sexueller Mißbrauch
ist ein gesamtgesellschaftliches Übel. Es entsteht durch Mißbrauch der Macht,
die jeder Erziehende über die ihm anvertrauten Zöglinge hat. Die überwältigende
Zahl der Übergriffe geschieht im Familien- und Verwandtenkreis. Pädagogische
Berufe üben auf Pädophile eine geradezu magische Anziehungskraft aus.
Sportvereine etwa werden gezielt von Tätern ausgesucht, nach Ansicht von
Opferorganisationen gibt es dort wesentlich mehr Mißbrauchsfälle als in den
Kirchen.
Zerstörung von
Distanz und Schamgrenzen im Namen der Befreiung
Das entschuldigt
keinen Priester und keinen Pädagogen, der den hohen moralischen Ansprüchen
seines Amtes nicht gerecht geworden ist. Aber es lenkt den Blick auf die
entscheidende Frage: Warum hat die angebliche „Befreiung“ von der als
„repressiv“ denunzierten christlichen Sexualmoral und die damit einhergehende
Durchsexualisierung der Gesellschaft das Übel des sexuellen Kindesmißbrauchs
nicht aus der Welt geschafft – warum ist es im Gefolge der „sexuellen
Revolution“ vielmehr zum Massenphänomen geworden?
Die verklemmte
Reaktion des linken Establishment auf die jahrzehntelangen systematischen
Übergriffe am alternativpädagogischen Vorzeigeinstitut Odenwaldschule gibt die
Antwort: Diejenigen, die angetreten waren, um durch die Politisierung der
Sexualität und durch die „Emanzipation“ der Triebe „bürgerliche“
Herrschaftsstrukturen zu zerschlagen, haben dadurch neue, unkontrollierte
Machtpositionen geschaffen – für sich.
Die Zerstörung von
Autorität, Distanz und Schamgrenzen im Namen der Befreiung von Repression hat
die Schleusen geöffnet für den Mißbrauch dieser neuen Macht durch den Terror der
Schrankenlosigkeit. Die Buchautorin und Odenwaldschülerin Amelie Fried, die
schildert, wie ihr Internats-„Familienvater“ sie mit Spott über ihr „Spießertum“
zum „Strip-Poker“ genötigt hatte, legt davon unfreiwillig ein beredtes Zeugnis
ab.
Das bloße
Ansprechen des offenkundigen Zusammenhangs zwischen Mißbrauch und sexueller
Revolution löst bei denen, die sich getroffen fühlen, wütende Steinwürfe aus dem
Glashaus aus. Reflexartig hatte etwa Grünen-Chefin Claudia Roth dem Augsburger
Bischof Mixa „Verhöhnung der Opfer“ vorgeworfen.
Die Verbissenheit
nimmt kaum wunder; schließlich sitzt Roth, ebenso wie die
Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast, die die Kirche gern finanziell
„bestraft“ sehen möchte, und die liberale Bundesjustizministerin Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger, die dem Klerus ein inquisitorisches „Macht euch
Gedanken!“ entgegenschleudert, im Beirat der Humanistischen Union (HU), einem
Verein, der nicht nur durch radikale Kirchenfeindlichkeit auffällt. Unter seinem
Dach haben Pädophilen-Lobbygruppen wie die Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität
(AHS) lange Zeit eine wohlwollende Plattform gefunden.
Das sind keine
Sünden der Vergangenheit, auch wenn sich die HU vor einigen Jahren angesichts
staatsanwaltlicher Ermittlungen formal von der AHS distanziert hat. Prominente
Pädophilen-Verharmloser wie der vor zwei Jahren verstorbene Helmut Kentler,
Rüdiger Lautmann („Die Lust am Kind“) oder AHS-Kuratoriumsmitglied Fritz Sack
saßen und sitzen weiter im Humanisten-Beirat. Einschlägige Lobbygruppen werben
nach wie vor unverdrossen für eine „Entkriminalisierung der Pädophilie“, die der
heutige Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag und
umtriebige Homosexuellen-Lobbyist Volker Beck schon 1988 gefordert hatte.
Statt
pädophilenfreundliche Gesetze einzubringen wie in den Achtzigern, betreiben die
grün-linken Erben der Achtundsechziger das Projekt der Gesellschaftsveränderung
durch Sexualisierung auf subtilerem Wege weiter: durch konsequente Reduzierung
des Menschen auf seine „sexuelle Identität“. Unter dem Banner der
Gleichberechtigung aller möglichen Randgruppen dürfen denn auch die Pädophilen
wieder Morgenluft wittern.
Vertuschung bis
in die höchsten Ränge
Auf ein Wort des
Bedauerns oder gar der Einsicht von Volker Beck und seinen Gesinnungsfreunden
wartet man bis heute vergebens. Es wird ihnen auch nicht abverlangt – noch
nicht. Verglichen mit der Uneinsichtigkeit der furchtbaren Verharmloser sind die
Schuldeingeständnisse und Aufklärungsbemühungen aus den Reihen der katholischen
Kirche geradezu vorbildlich.
Der
Odenwaldschul-Skandal hat die ideologischen Verirrungen und die Doppelmoral der
in die Jahre gekommenen Sexualrevolutionäre gnadenlos ins Tageslicht gerückt.
Was immer man am Feindbild Kirche gern kritisiert, war hier in Reinkultur zu
finden: Vertuschung bis in die höchsten Ränge, Deckung der Täter durch
kollegiale Kumpanei, lahme Reinwaschungsversuche und weinerliche
Selbstrechtfertigung. Es war ein Offenbarungseid: Die selbsternannten Befreier
von einst gerieren sich als Reaktionäre von heute.
Macht, und
besonders die Macht des Pädagogen über die ihm Anvertrauten, braucht die
Rückbindung an Disziplin und Verantwortung, wenn sie nicht in Willkür und
Mißbrauch ausarten soll. Die Ideologen und Mitläufer der „sexuellen Revolution“
sollten sich Gedanken machen, wie die Dämme der Zivilisation gegen Willkür und
Hemmungslosigkeit wiederherzustellen wären, die sie mutwillig eingerissen
haben.
JF 13/10
Dabei verzettelt man sich gleichzeitig
in Widersprüche des eigenen Verhaltens, was offenbart, dass auch
Widersprüchlichkeiten, wenn zur Kirchenschädigung desinformativ geeignet, dem
denkträgen Wahl-Volke gegenüber bewußt als Stasi-Desinformationsmittel genutzt
werden. Auch hier läßt die STASI grüßen. Linkes unterstützt die Wühlarbeit und
den Übernahmewillen des Islams in Europa.Bliebe man konsequent, müßten auch
dortige sexuelle Verfehlungen genauso abgekanzelt werden wie im Falle der
Kirchen Und solche Fälle gibt es massenhaft; das für >jeden leicht nachprüfbar.
Afghanistan: »Frauen sind für Kinder, Jungs für Spaß !"
So
bestätigen US-Militärs Angaben über die ungewöhnlich weit verbreitete
Homosexualität der Afghanen. Die US-Militärstudie sollte den linken Kritikern
eigentlich ein besseres kulturelles Verständnis über den Islam verschaffen……
…..Ergebnis der Studie ist, dass Muslime den Koran offensichtlich so
interpretieren, dass sie zwar keinen anderen Mann lieben dürfen, sexuelle
Kontakte zwischen Männern aber vom Islam ausdrücklich erwünscht sind….
…..Die afghanischen Knaben müssen beim Vergewaltigungsspiel »Bacha-Bazi« in
Mädchenkleider schlüpfen, für die afghanischen Männer tanzen – und dann werden
sie von diesen vergewaltigt. »Bacha-Bazi« gehört zur afghanischen Kultur wie der
abendliche Schoppen zum Kulturkreis eines deutschen Moselbauern….
Die Linke lebt eben nach der Maxime, "was kümmert mich
mein Quatsch von gestern" oder "erlaubt ist, was nützt. Mit den Islamisten
trifft man sich über Lenin (Lüge erlaubt, wenn sie der Sache hilft) bei der
islamischen Tagyyia (Lüge erlaubt, wenn sie der Sache hilft)!
Nun geht es auch hier weiter gegen
anders Denkende. Man spricht von "Rechts" entsprechend
linker Unterwanderungs-Taktik, meint aber Alle, die sich
gegen die weitere linke Unterwanderung der ohnehin
bereits durch Links lädierten evangelischen Kirche
wenden. Egal, was passiert, geschiedene Bischöfin, deren
Volltrunkenheit im Straßenverkehr, die deutsche
Massengesellschaft vertritt kein Ehrgefühl mehr; die,
die solche "Schachfiguren" im deutschen und europäischen
"Übernahmespiel" ideologisch ans Sprengsätze einsetzten
nutzen die DDR-Erfolgsrezepte zur Staatszerstörung beim
"Feind" und decken ihre Schachfiguren über die links
unterwanderten Medien; die Massengesellschaft ohne
Ehrgefühl nimmt das hin. Die STASI ist und war in
solcher Taktik geübt.
Evangelische Kirche will
"Rechtsextreme" ausschließen
30. Oktober 2009, 04:00
Uhr Die Welt
Synode beendet -
Gratulationen für Käßmann
Ulm - Die Evangelische Kirche in Deutschland
(EKD) hat die Bundesregierung zu einem verstärkten Kampf
gegen Rechtsextremismus aufgerufen. Es sei beunruhigend,
dass rechtes Gedankengut in der Öffentlichkeit auf dem
Vormarsch sei und zunehmend zu brutalen Gewalttaten
führe, erklärte die EKD zum Abschluss ihrer Jahrestagung
am Donnerstag in Ulm. Kirchenjuristen wurden
aufgefordert zu prüfen, ob Rechtsextremisten aus den
eigenen Reihen ausgeschlossen werden können. Demokratie
und Toleranz müssten von der Kirche verteidigt werden.
Zudem forderte die
Synode zu einem verstärkten ehrenamtlichen Engagement
auf. "Ehrenamtliches Engagement ist unersetzlich für den
Zusammenhalt einer Gesellschaft. Gerade ein sich immer
stärker ausdifferenzierendes und individualisierendes
Gemeinwesen ist auf dieses Engagement angewiesen." Zuvor
hatte die EKD ihren bisherigen Ratsvorsitzenden Wolfgang
Huber offiziell aus seinem Amt verabschiedet. "Du hast
uns außerordentlich gut vertreten", bedankte sich die
Grünen-Politikerin und Vorsitzende des
Kirchenparlaments, Katrin Göring-Eckardt. Bereits am
Mittwoch wurde Hannovers Bischöfin Margot Käßmann als
seine Nachfolgerin gewählt. Mit der geschiedenen
51-Jährigen steht erstmals eine Frau an der Spitze der
25 Millionen deutschen Protestanten. Ihre Scheidung
spiele in der evangelischen Kirche keine Rolle, sagte
Käßmann der "Bild"-Zeitung. Die Synode habe mit ihrer
Wahl klargestellt: "Es kann Brüche im Leben der Menschen
geben, und trotzdem bleiben sie im Amt. Denn auch
Scheitern will und muss gelebt werden." Käßmann will
sich als Ratsvorsitzende vor allem für sozial Schwache
und Arme einsetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
gratulierte Käßmann in einem Glückwunschschreiben: "Ich
bin überzeugt, dass Sie auch als oberste Repräsentantin
der EKD die Kirche in der Gesellschaft und auch
gegenüber der Politik in besonderer Weise vertreten
werden." Auch der vatikanische Ökumene-Minister Kardinal
Walter Kasper gratulierte Käßmann. Als Präsident des
Päpstlichen Einheitsrates sowie persönlich wünschte er
ihr in einem am Donnerstag im Vatikan bekannt gewordenen
Brief Gottes Segen. Weiter äußerte er seine Bereitschaft
zu einem herzlichen, offenen und ehrlichen Dialog. In
der Ökumene sei vieles erreicht worden, das Anfang des
vergangenen Jahrhunderts völlig undenkbar erschienen
sei: "Auf diesem Fundament können wir weiter aufbauen."
DW
Die
Eliten der Nachkriegsgeneration, berauscht vom Taumel des
wirtschaftlichen Aufschwungs, haben sich zu wenig Gedanken darüber
gemacht, welche Folgen es haben würde, billige Arbeitskräfte als
Gastarbeiter – wohl in der Idee, die Gäste würden später wieder
gehen – ins Land zu holen. In den 70er-Jahren, als das Problem als
solches langsam erkannt wurde, war es schon zu spät. Der
Familiennachzug hatte eingesetzt und die Massenzuwanderung erst
begonnen. Die Revolution Europas nimmt ihren Lauf und die Kirche
scheint wieder mal weg zu schauen!
9. September 2009:
Es ist nicht zu fassen!
Meisners
Kniefall vor dem Islam und der Ideologie der „Politischen Korrektheit“
Amtskirchen beweisen wieder
einmal ihren Opportunismus gegenüber der herrschenden politischen Klasse – Erste
Kirchenaustritte engagierter Christen wegen der willkürlichen Hetze der
NRW-Bischöfe gegen pro Köln und pro NRW
„Meisner distanziert sich
von Pro NRW“ frohlockt heute der DuMont-Redakteur Frangenberg im Kölner
Stadt-Anzeiger. In der Tat hat auch Kardinal Meisner ein Grußwort der
katholischen und evangelischen Bischöfe zum islamischen Fastenmonat Ramadan mitunterzeichnet, in dem
die Repräsentanten der Amtskirchen heftige Angriffe auf die pro-Bewegung
tätigen. U.a. heißt es darin wörtlich: „Die Positionen dieser Gruppierung sind
mit dem christlichen Glauben unvereinbar.“
Zu diesen skandalösen und
zeitgeisthörigen Ausfällen der katholischen und evangelischen Amtskirche erklärt
die pro-Köln-Fraktionsvorsitzende Judith Wolter:
„Leider haben sich die
deutschen Amtskirchen seit jeher durch Opportunismus und Feigheit gegenüber den
Herrschenden ausgezeichnet. Auch im Dritten Reich verhielten sich die Bischöfe
weitgehend angepaßt und feige gegenüber den NS-Machthabern, segneten die Kanonen
und schlossen den „Führer“ in ihre Gebete ein, in der Hoffnung von den Schergen
des Regimes verschont zu werden. Und auch heute zeichnen sich die Amtskirchen
durch eine bedingungslose Unterwerfung gegenüber dem nun linken Zeitgeist und
der verhängnisvollen Multikulti-Ideologie aus. Selbst gegenüber der aggressiven
Polit-Religion Islam gibt man sich devot und defensiv. Daß nun auch noch der
Kölner Kardinal Meisner einen Kniefall vor dem ‚politisch korrektem’
Establishment macht, ist mehr als bedauerlich.
Dessen ungeachtet
engagieren sich immer mehr überzeugte Christen und zahlreiche
Pfarrgemeinderatsmitglieder, Kirchenvorstände und einfache Priester bei pro Köln
und pro NRW für die Werte des christlichen Abendlandes. All diesen mutigen
Christen ist Meisner jetzt feige in den Rücken gefallen mit dieser Erklärung,
die im übrigen eindeutig gegen die parteipolitische Neutralitätspflicht der
katholischen Kirche verstößt. Eine Pflicht, die von der Amtskirche sonst immer
gerne als Alibi angeführt wird, wenn von ihr Stellungnahmen gegen
Linksextremisten und die Nachfolger der Mauermörderpartei SED – die Linke –
eingefordert werden! Oder hat man jemals von einer gemeinsamen Erklärung der
katholischen und evangelischen Bischöfe gehört, in der die Positionen der
Linkspartei als mit dem christlichen Glauben unvereinbar bezeichnet wurden?
Kardinal Meisner wird sich
fragen lassen müssen, ob er denn wirklich wußte, was der dort unterschrieb und
warum er das tat. Gerade von ihm hätten viele Katholiken etwas anderes erwartet.
Ein Grund mehr für unseren Arbeitskreis Christen pro Köln, über seine inzwischen
vielfältigen Kontakte gerade auch in die Kirchen hineinzuwirken und auf diesen
fatalen Kotau vor dem linken Zeitgeist hinzuweisen. Meisner und den anderen
Bischöfen muß klar werden, dass sie sich selbst und ihren Kirchen damit keinen
Gefallen getan haben.“
P.S: Inzwischen gehen aus
ganz Nordrhein-Westfalen empörte Schreiben engagierter Christen bei pro Köln und
pro NRW ein, die die „kritiklose Anpassung an den Zeitgeist“ und die
„vorauseilende Unterwerfung unter die Polit-Religion Islam“ der NRW-Bischöfe
brandmarken und deshalb ihren Austritt aus der Kirche erklären.
9.9.09
Hoffnunglich wider
Hoffnung!?
Irakische Christen haben Terror und
Verfolgung erlebt und suchen jetzt in Deutschland ein neues Zuhause. Die
Gesellschaft im Irak hat sich radikalisiert, so ein Nahost-Referent der
Gesellschaft für bedrohte Völker. Neben religiösen Motiven radikaler Muslime
spielen auch kriminelle eine Rolle. Insbesondere nutzen Verbrecher das
Machtvakuum aus, welches Saddam Hussein hinterlassen hat.So hat sich eine
Industrie der Entführungen entwickelt. Zwar hat sich seit dem Jahre 2006 die
Lage im Irak etwas verbessert nach den Höhepunkten der Ausschreitungen. Trotzdem
werden jeden Tag Menschen getötet, der Krieg ist keineswegs dort vorbei. Jetzt
fliehen die Christen, obwohl ihre Tradition im Irak nahezu 2000 Jahre alt ist.
Vor dem jüngsten Krieg sollen noch etwa 800.000 Christen im Irak gelebt haben,
mindestens die Hälfte ist angeblich inzwischen ausgewandert. Da sie an unsere
abendländische Tradition insoweit indirekt ankoppeln sind diese Menschen als
kulturnahe Flüchtlinge willkommen und man muss ihnen helfen, immer unterstellt,
sie ordnen sich in die Gemeinschaft ein und "ziehen den Karren mit".
Mit Erstaunen liest man dabei die
Beteiligungsart der katholischen Kirche in Deutschland, die die Aufnahme der
Iraker in der Europäischen Union zu Recht unterstützt. Einerseits ist die
Initiative natürlich in jedem Falle zu begrüßen. Andererseits verwundert den
Leser die Tatsache, dass man gegen die Pro-Bewegung auch von Seiten d er Kirche,
jedenfalls bestimmte kirchenspalterisch tätige Personen innerhalb der Kirche,
Opposition erfährt, weil man sich gegen Islamisierungstendenzen wehrt.
Gewissermaßen lanciert durch die Linke und deren verfälschte Rassismustheorien
vertritt man unkritisch die Auffassung, die Vertreter der pro Bewegung sein
Rassisten und Nazis, dies unter Verkennung der tatsächlichen weltweiten
Entwicklungen insbesondere im islamischen Bereich, der sich mit Gewalt
ausbreitet und Christen vertreibtund Islamisierungstendenzen in Deutschland
betreibt und damit der Kirche die "Wurst vom Brot nimmt".
Nun hatte sich zu der
Christenproblematik im Irak der Weihbischof Joseph Voßals Vorsitzender der
Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz gemeldet. Er trägt vor, es
liege der Kirche nicht daran, die Christen aus dem Irak abzuziehen".
"Aber wir sehen, dass der Irak zu einem
islamischen Land wird, indem Christen und andere religiöse Minderheiten keine
Chance mehr haben"(so
im Kölner Stadt Anzeiger vom 26.03.2009).
Man reibt sich über die Zwiespältigkeit
der kirchlichen Argumentation erstaunt die Augen. Man lässt die Islamisten,
gegen die nun plötzlich andere Argumente vorgebracht werden, was den Irak
betrifft, die Linke unterstützend mit deutlichen Islamisierungstendenzen nach
Deutschland und Europa und sieht dort dabei keine Probleme, die man andererseits
ganz klar für den Irak erkennt. Offensichtlich weiß die rechte Hand in der
Kirche nicht was die linke Hand tut oder es sind bereits spalterische
Gruppenbildungen innerhalb der Kirche zu erkennen, wobei eine deutlich von
linker Inspiration geleitet wird, obwohl eigentlich der Vorsitzende der
Migrationskommission auch für die Migration nach Deutschland, die Interessen
der einheimischen Bevölkerung nach Maßgabe der Regelung über Rassen und
Rassendiskriminierung auf Basis des Rassismus Erlasses der UNESCO vom Jahre 1978
zu berücksichtigen hätte. Durch die Unterstützung der Linken und vorgebrachten
politischen Plattitüden wird das gerade aber nicht getan. Dummheit oder Absicht?
Der
Kampf der KOMINTERN gegen den Papst und die Kirche geht in die nächste Runde
worum geht es? um
Bischof Williamson
aber man "schlägt den Sack und meint den
Esel"; es geht um die Zerstörung der Kirche und die Institution "Papst".
Die Gesamtaktion hat abermals einen kommunistischen Hintergrund. Grund-Thema nach dem von dieser Seite verbreiteten Logo zur
Destabilisierung:"Kirchenaustritte
fördern" zwecks Kirchenschwächung. Die dahinter stehenden STASI- Diffamierungs-Methoden haben die
gleiche Lesensart wie Skandale in der Bundesrepublik vor der Wiedervereinigung.
Ein Beweis dafür dass die STASI noch lebt bzw. wieder in der Hand von
und
in der
Bundesrepublik lebt und mehr als aktiv ist.
Handlanger dieser Vergiftungs- und
Destabilisierungsaktion ist die Linkspresse als Sprachrohr und
Massenbeeinflusser. Wer einer der "Führer" in diesem politischen
Intrigantenspiel ist, ergibt sich aus dem Fakt, wer innerhalb der Aktion voll
aus der Deckung kommt und "anrollt", was mit der Aktion gewollt ist:
Destabilisierung der Institution "Katholische Kirche" und des "Papstes"; Unruhe
schaffen unter den Gläubigen und Initiierung von Kirchenaustritten zur
Kirchenschwächung.
06. Februar 2009 Gegen vier
Bischöfe der traditionalistischen Pius-Bruderschaft, darunter Bischof
Williamson, der den Holocaust in Abrede gestellt hat, wurde am 21. Januar durch
Dekret der zuständigen vatikanischen Bischofskongregation die Exkommunikation
zurückgenommen.
Die Exkommunikation als stets einstweiligen und
revidierbaren Ausschluss aus der kirchlichen Gemeinschaft hatten sich die vier
automatisch („latae sententiae“) zugezogen, weil sie am 30. Juni 1988 von dem
französischen Erzbischof Lefebvre, ohne päpstlichen Auftrag und entgegen der
ausdrücklichen Warnung von Johannes Paul II. und des damaligen Präfekten der
Glaubenskongregation, Kardinal Ratzinger, zu Bischöfen geweiht worden waren. Das
kirchliche Gesetzbuch, der Codex Iuris Canonici von 1983, führt im Paragraphen
1364 die Fälle auf, die eine Exkommunikation nach sich ziehen, etwa ein
Glaubensabfall, eine Irrlehre oder eine Verletzung des Beichtgeheimnisses.
Versuch, ein Schisma zu heilen
Durch die unerlaubte, aber nichtsdestotrotz in ihrer
kirchlich-geistlichen Wirkung gültigen Bischofsweihe war ein Schisma, eine
Kirchenabspaltung, entstanden. Denn die Bischöfe in der katholischen Kirche
stehen nach kirchlichem Verständnis in der „Apostolischen Sukzession“, in der
Nachfolge der Apostel; der weihende Bischof gibt an den zu weihenden Bischof die
Weihegewalt weiter. Ohne einen päpstlichen Auftrag zur Weihe stellen sie sich
automatisch außerhalb der römisch-katholischen Großkirche, bleiben jedoch
geweiht.
Das entstandene Schisma zu heilen – ungeachtet eines
Bündels von befremdlichen Ideen der Traditionalisten reaktionär-theologischer
Orientierung und teilweise rechtsextremistisch-politischer Prägung – war das
Anliegen für Johannes Paul II., Benedikt XVI. und die Kardinäle an der Spitze
der vatikanischen Kommission „Ecclesia Dei“ (Kirche Gottes), die eigens 1988
unmittelbar nach der Exkommunikation dafür eingerichtet worden war.
Die Beseitigung des Schismas drängte, wie jetzt
deutlich wurde, bei dem Leiter dieser Kommission, dem 79 Jahre alten Kardinal
Hoyos aus Kolumbien, und vielleicht auch bei Benedikt andere Fragen zu den
Lefebvre-Bischöfen in den Hintergrund. Papst Benedikt hatte schon im Sommer 2005
den Oberen der Bruderschaft, den Westschweizer Fellay, empfangen und mit ihm die
Möglichkeiten einer Annäherung der Traditionalisten an die Kirche erörtert.
Päpstliche Kompetenz anerkannt
Grund der Aufhebung der Exkommunikation war ein
Schreiben des Leiters der Bruderschaft, Fellay, der auch im Namen der drei
anderen den festen Willen bekundet hatte, katholisch zu sein und die
römisch-katholische Kirche mit ihren Lehren und den Papst mit seinen Forderungen
anzuerkennen. Damit erkannten sie die päpstliche Kompetenz über ihre
Bischofsweihe an, gegen die Lefebvre verstoßen hatte.
Die Rücknahme der Exkommunikation ändert nichts daran,
wie noch am Mittwoch eine Note des vatikanischen Staatssekretariat einschärfte,
dass Bischöfe und Priester der Bruderschaft keine kirchliche Anerkennung haben.
Für sie gilt die „Suspension“, die für Kleriker vorgesehene Strafe der Amts-
oder Dienstenthebung, „a divinis“, die sie sich als Mitglieder der Bruderschaft
in einer vom Papst nicht anerkannten kirchlichen Gemeinschaft zugezogen hatten.
Die Traditionalisten waren zur römischen Kirche auf
Distanz gegangen, weil sie im II. Vatikanischen Konzil in den Jahren 1962 bis
1965, insbesondere in dessen Beschluss über die Religionsfreiheit und in der
faktischen Abschaffung der alten tridentinischen Messe, eine Abweichung vom
eigentlich Katholischen sahen.
Reuige und besserungswillige Sünder?
Zunächst war die Pius-Bruderschaft unter Erzbischof
Lefebvre 1969/70 noch gegründet worden mit Duldung der katholischen Kirche.
Dann, mit zunehmender Entfremdung von Rom, arbeitete sie halb-kanonisch unter
Suspension, ab 1988 unter Exkommunikation. Die „Suspension“ – gegen die in der
Praxis der Bruderschaft verstoßen wird – bleibt nach wie vor bestehen, bis die
„volle Versöhnung und die volle Gemeinschaft“ mit dem Papst wiederhergestellt
und, wie die Note des Vatikans vom Mittwoch fordert, Williamson widerrufen hat.
Die Zurücknahme der Exkommunikation bei fortwährender
Suspension bedeutet, dass die Traditionalisten noch keine Rechte in der
katholischen Kirche haben, doch als reuige und besserungswillige Sünder
betrachtet werden dürfen. In ihrer Bruderschaft arbeiten sie in einer
kirchenrechtlichen Grauzone, mit der Verpflichtung, ihren kanonischen Status in
Ordnung zu bringen.
Politische Ansichten nicht entscheidend
Politische Ansichten können nach römisch-katholischer
Auffassung weder Bedingung noch Hindernis für die Mitgliedschaft in der
katholischen Kirche darstellen. Bischof Williamson kann deshalb kaum wegen
seiner politischen oder historischen Ansichten exkommuniziert werden. Sie können
jedoch für die Zulassung zu kirchlichen Ämtern entscheidend sein und als
Ärgernis für die Gläubigen oder, im Fall eines Bischofs, als Zeichen einer
unangemessenen Amtsführung zur Amtsenthebung führen. Williamson wurde für die
Aufnahme von bischöflichen Funktionen in der Kirche die Bedingung gestellt, sich
„von seinen Meinungen über die Schoa in absolut unmissverständlicher und
öffentlicher Form zu distanzieren“.
Das „Wohlverhalten“ – gemessen nach den Maßstäben des
Vatikans – wird also entscheidet über den weiteren Weg zu voller Gemeinschaft
und zur Aufhebung der Suspension.
Kirchenversagen?!
Erfolgreiche
Instrumentalisierung der christlichen Einrichtungen
In den 60er-70er Jahren
In den
siebziger Jahren hatte der KGB es geschafft: der ökumenische Rat der Kirchen war
völlig unterwandert.
Im
Sommer 1948 wurde der ökumenische Rat der Kirchen in Amsterdam errichtet. Seine
Gründung hatte eine lange Vorgeschichte und war von dem Gedanken getragen, dass
die christlichen Kirchen der Welt vereint werden sollten. Unter den Delegierten,
die sich dann in Amsterdam trafen, waren keine offiziellen Teilnehmer aus der
Römisch-katholischen Kirche. Die russisch-orthodoxe Kirche fehlte ebenfalls.
Für die Abstinenz 1948 für den Beitritt 1961 spielten politische Motive eine
zentrale Rolle. Mit Recht befürchteten die Kirchen der westlichen Welt, dass
die Sowjetunion politische Pläne mit der ihr vollkommen ergebenden
russisch-Orthodoxen Kirche verfolgte, als sie 1961 deren Beitritt zum
ökumenischen Rat der Kirchen zustimmte.
Die
sowjetische Regierung verfolgte dabei eine "Doppelstrategie". Einerseits vertrat
sie nach außen das Konzept der friedlichen Koexistenz der Systeme um ihren
Aktionen zusätzliche Glaubwürdigkeit zu verleihen. Andererseits gab sie sich
nach innen alle Mühe, das Verschwinden der Kirchen zu beschleunigen. Dabei
wollte Moskau noch mehr. Es wollte den ökumenischen Rat der Kirchen zu einem
Instrument seiner Außenpolitik machen, wofür mehr Schlüsselstellungen im Apparat
des Weltkirchenrates durch kooperationswillige Kirchenmänner aus der UDSSR und
anderen Ostblockstaaten besetzt werden. Viele von ihnen arbeiteten gleichzeitig
als Agentin der Geheimdienste ihrer Länder. Die sozialistischen
Staatskirchenämter koordinierten in regelmäßigen Konferenzen die Kirchenpolitik
der Ostblockstaaten, formulierten die zu erreichenden Ziele und gaben ihren
Kirchenmännern die entsprechenden Aufträge.
Dabei
verfolgte die UDSSR auch das Ziel, eine engere Zusammenarbeit zwischen der
römisch-katholischen Kirche und dem ökumenischen Rat der Kirchen möglichst zu
verhindern und war mit diesen Bemühungen auch erfolgreich. Bei Erklärungen des
Weltkirchenrates zu Gewalt, Gewaltfreiheit und Kampf um soziale Gerechtigkeit
sorgten im Jahre 1973 die Delegierten des Ostblocks dafür, dass Hinweise auf
Osteuropa unterblieben. Es entstand deshalb der Eindruck, es gebe allein im
Westen ernsthafte gesellschaftliche Probleme. Auf beharrliches Drängen in der
russisch-orthodoxen Kirche musste der ökumenische Rat der Kirchen seine
Tagungsorte und Programme ändern. Dabei gelang es auch, Diskussionen über
Menschenrechte in den sozialistischen Ländern zu verhindern und
Meinungsverschiedenheiten innerhalb des ökumenischen Rates der Kirchen kräftig
zu schüren.
Nach
14 Jahren Mitgliedschaft der russisch-orthodoxen Kirche im ökumenischen Rat der
Kirchen hatte dieser sich total verändert.
In einem Memorandum aus dem Jahre 1975 wurde durch den ökumenischen Rat der
Kirchen eine Veränderung des allgemeinen Denkens festgestellt.
"Die
destruktiven Elemente des Kapitalismus seien so offenkundig geworden, dass es
nicht mehr möglich sei, die These von der Äquidistanz des ökumenischen Rates der
Kirchen zum Kapitalismus und Sozialismus aufrechtzuerhalten. Es bestehe
vielmehr eine zunehmende Affinität zwischen Kirche und Sozialismus. Schon
bald hieß es in einer Anweisung der sozialistischen Kirchenkontrolleure, "die
Möglichkeiten der Vertreter der Kirchen in den sozialistischen Ländern, neue
Positionen in den Leitungsämtern des Weltrates der Kirche zu erwerben, seien
gewachsen". Im Präsidium musste ein Platz erworben werden und dafür der
"Metropolit" Nikodim kandidieren. Als weitere Kandidaten für hohe Ämter im
ökumenischen Rat der Kirchen wurden zwei absolut staatshörige ungarische
Bischöfe benannt.
Auch im
Zentralausschuss des ökumenischen Rates der Kirchen wollten die Sozialisten
wenigstens drei bis vier Plätze mehr haben. Im Stab des ökumenischen Rat der
Kirchen sollten die Kirchen der sozialistischen Länder ebenfalls stärker
vertreten sein und den Posten des Stellvertreters des Generalsekretärs des
ökumenischen Rates der Kirchen stellen. Man hatte dabei schon entsprechende
Maßnahmen eingeleitet, so dass dies nicht nur reine Planspiele waren. Es erhob
sich im ökumenischen Rat der Kirchen auch kein Widerspruch, als die
russisch-orthodoxe Kirche ihren Geistlichen Nikodim als einen der zu wählenden
sechs Präsidenten vorschlug. Dieser war bereits Präsident der von Moskau
finanzierten Prager Christlichen Friedenskonferenz, einer Organisation, die von
Anfang an mit dem ökumenischen Rat der Kirchen bewusst konkurrierte und ihn
sogar ausdrücklich bekämpfte.
Zwar gab
es inhaltlichen Widerspruch und der Delegierte wollten sich dem nicht beugen.
Viele westliche Delegierte kündigten deshalb eine Opposition an. Gegen das Votum
einer Minderheit wurde dann en bloc über die sechs Präsidenten abgestimmt. Eine
Ablehnung Nikodims war damit unmöglich geworden.
Dieser
hatte sich nie für religiös verfolgte in seiner Heimat eingesetzt. Dabei hatte
er immer wieder alle Verletzungen von Menschenrechten in der UDSSR bestritten.
Zwangsläufig geriet er durch seine Nominierung damit in eine Fichtenkollision
als Präsident der von Moskau finanzierten Prager Christlichen Friedenskonferenz
und als Präsident des ökumenischen Rates der Kirchen. Alle diese Tatsachen waren
seinerzeit bekannt. Die Kirche mag die Frage beantworten, warum man dies alles
willenlos hinnahm, jedenfalls zeigt sich auch hier deutlich die Unterwanderung
der Kirchen durch Sozialismus und Kommunismus. Deshalb sollte man sich heute
auch nicht zu falschen Vorstellungen verleiten lassen, wenn die russische
Entführung mit der russisch-orthodoxen Kirche kokettiert.
JC aus
Buchbesprechung G. Besier u.a. "Nationaler Protestantismus und ökumenische
Bewegung-kirchliches Handeln im kalten Krieg" 1999
Schlösser als
Denkfabriken der Kirchen
12. Juni 2007, 09:12 Uhr
Die Welt
Die beiden großen Kirchen in
Bayern haben ihre eigenen „Denkfabriken", und das zum
Teil schon fast seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Die Evangelische- und Katholische Akademie: Tutzing und
Schwabing als Hort neuer Politik-Konzepte.
Nicht nur
Parteien oder Stiftungen unterhalten ihre eigenen
Institute, in denen an neuen Konzepten für Politik und
Wirtschaft gearbeitet wird. Auch die beiden großen
Kirchen in Bayern haben ihre eigenen „Denkfabriken“, und
das zum Teil schon fast seit dem Ende des Zweiten
Weltkriegs. So feiert die am 15. Juni 1947 gegründete
Evangelische Akademie in Tutzing heuer ihr 60-jähriges
Bestehen. Die im Februar 1957 gegründete Katholische
Akademie hat Mitte Mai bereits ihren 50. Geburtstag
begangen. Jeweils rund 16.000 bis 17.000 Teilnehmer
ziehen die Veranstaltungen der beiden Akademien pro Jahr
an.
Mit der
Gründung eigener Akademien wollten beide Kirchen nach
dem Krieg ihren Beitrag zum Wiederaufbau einer
demokratischen Gesellschaft in Deutschland leisten, sagt
der Direktor der Evangelischen Akademie, Friedemann
Greiner. Heute sei es ihre Aufgabe, „Grenzen im
konstruktiven Sinne zu überwinden“. Die Kirchen müssten
Stellung zur Globalisierung und zum „clash of
civilisations“ (Zusammenstoß der Kulturen) beziehen. Das
hört sich erst einmal sehr theoretisch an. In der Praxis
besteht der Beitrag der Evangelischen Akademie etwa
darin, dass sich regelmäßig ihr Politischer Club zu
Tagungen im Akademie-eigenen Schloss Tutzing am Ufer des
Starnberger Sees trifft. Ein eigenes Schloss für
Veranstaltungen hat übrigens auch die Katholische
Akademie – mitten in Schwabing.
Der Dalai Lama
redete im Schloss
Seit seinen
Anfängen prägen hochkarätige Politiker das Bild des
Politischen Clubs der Evangelischen Akademie: Kanzler
Konrad Adenauer (CDU) war da, Gerhard Schröder (SPD),
von den Bundespräsidenten Heinrich Lübke bis zu Johannes
Rau. Hier gab es wegweisende Reden – etwa „Wandel durch
Annäherung“ des SPD-Politikers Egon Bahr aus dem Jahr
1963. Damit wurde die neue Ostpolitik der Regierung
unter Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) begründet. Auch
Konzepte für die deutsche Einheit wurden in der Akademie
entwickelt. Der Dalai Lama redete im Schloss.
Umweltschutz- und Friedensinitiativen gingen von Tutzing
aus. „Weltinnenpolitik“ ist ein Schwerpunkt der Arbeit
der Akademie. Auf die wichtigsten Fragen vom
Nahost-Friedensprozess über den Irak-Krieg bis zur
EU-Erweiterung suchten Politiker und Wissenschaftler in
Tutzing Antworten.
Gleiches gilt
für die Katholische Akademie. Eine Sternstunde war 2004
der Diskurs zwischen Jürgen Habermas und dem damaligen
Kurienkardinal und heutigen Papst, Joseph Ratzinger.
„Die Beziehungen zwischen Kirche und Welt zu klären und
zu fördern“, das sei auch heute noch die Hauptaufgabe
der Katholischen Akademie, sagte Kardinal Friedrich
Wetter.
Zum
Jubiläums-Festakt der Evangelischen Akademie am 8. Juli
hat sich wieder Politprominenz am Starnberger See
angesagt: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält die
Festrede.
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Stand: 18. Oktober 2011.