Der Mittelstand pro NRW ist
einer von mehreren Arbeitskreisen der Bürgerbewegung pro NRW, der seine
politischen Inhalte und Ziele auf dieser Internetseite vorstellt und diese im
Gesamtverband in den innerparteilichen Diskussionsprozess einbringt
Populismus scheuen die Sozialisten bei Anderen wie der Teufel das
Weihwasser, denn es war und ist ihre eigene Erfolgstaktik!
Vermeintliche "Eliten" aus
der 68ger Generation in
Machtpositionen arbeiten daran,
die historischen Institutionen
der Nation zu zerstören. Sie
zielen ebenfalls auf die
Zerstörung des Erbes, das wir
„Westliche Zivilisation" nennen,
ab. Vehikel dafür sind die
Parteien Die Linke, die DKP,
MLPD und Die Rote Hilfe,
Solid, Autonome und Antifa bilden die
SA ähnlichen Gewaltkommandos
Die Partei „DIE LINKE."
sammelt unter dem
Begriff „Pluralismus"
u.a. solche „linken"
Kräfte, welche das Ziel
einer grundlegenden
Veränderung der
bisherigen Staats- und
Gesellschaftsordnung
verfolgen. Ungeachtet
des nach außen hin
ambivalenten
Erscheinungsbildes
liegen zahlreiche
Anhaltspunkte für
linksextremistische
Bestrebungen in der
Partei vor, insbesondere
die uneinheitliche
Haltung gegenüber
linksextremistischer
Gewalt und die
umfassende Akzeptanz
offen extremistischer
Zusammenschlüsse in
ihren Reihen. Der 6.
Senat des
Bundesverwaltungsgerichts
(BVerwG) in Leipzig
bestätigte in einem
Klageverfahren des
Abgeordneten der Partei
Bodo Ramelow gegen die
Bundesrepublik
Deutschland mit Urteil
vom 21. Juli 2010 in
letzter Instanz die
Rechtmäßigkeit und
Erforderlichkeit der
Beobachtung der Partei
durch das Bundesamt für
Verfassungsschutz.
(Weiter zu DKP; MPDL und
Rote Hilfe siehe
Bericht)
Laut einem Bericht
des “SPIEGEL” werden
nur 38 Abgeordnete
der in “DIE LINKE”
umbenannten SED vom
Verfassungsschutz
beobachtet. Außerdem
würden Informationen
über diese nur durch
öffentlich
zugängliche Quellen
wie
Zeitungsberichte,
Wahlkampfzeitungen
usw. gesammelt –
nicht jedoch mit
nachrichtendienstlichen
Mitteln. Zum derart
“beobachteten” Kreis
soll indes die
gesamte
Parteispitze,
inklusive der
stalinistischen
Lebensgefährtin
von Oskar
Lafontaine, Sahra
”Hummer”
Wagenknecht, zählen.
Hamburg – Die
Linke wird vom
Bundesamt für
Verfassungsschutz
(BfV) nach
Informationen
des SPIEGEL
deutlich
intensiver
beobachtet als
bisher bekannt.
Laut einer
Auskunft der
Behörde für das
Vertrauensgremium
des Bundestages
werden 27 linke
Bundestagsabgeordnete
beobachtet, mehr
als ein Drittel
der 76 Personen
starken
Fraktion.
Dazu kommen noch
elf
Fraktionsmitglieder
der Linkspartei
verschiedener
Landtage. Das
BfV hatte bisher
die Nennung der
Namen abgelehnt,
da dies “den
operativen
Zielen der
Beobachtung
zuwiderlaufen”
würde.
Im Visier der
Geheimdienstler
sind nicht nur
Mitglieder aus
dem radikalen
Flügel der
Partei, sondern
auch viele
Realos und fast
die gesamte
Führungselite
der
Bundestagsfraktion:
der Vorsitzende
Gregor Gysi,
seine erste
Stellvertreterin
Sahra
Wagenknecht, die
Mitglieder des
Fraktionsvorstands
Dietmar Bartsch
und Jan Korte
sowie die
Parlamentarische
Geschäftsführerin
Dagmar
Enkelmann. (…)
Das BfV betont,
dass die linken
Abgeordneten
nicht
“überwacht”,
sondern
“beobachtet”
würden und dass
dabei keine
“nachrichtendienstlichen
Mittel”
eingesetzt,
sondern
lediglich
öffentlich
zugängliche
Quellen wie
Zeitungen oder
Redemanuskripte
ausgewertet
würden.
Diese erschreckend
lasche Handhabung
einer Partei, die
Kontakte zu
Terrororganisationen
weltweit hat, ist
erschütternd. Einer
Partei, die kein
Problem damit hat,
Stasi-Verbrecher als
Landtags- oder gar
Bundestagsabgeordnete
einzusetzen. Und
nicht zuletzt einer
Partei, über dessen
Fraktionsvorsitzenden
im Deutschen
Bundestag der
Immunitätsausschuss
desselben 1998
festgestellt hat,
er habe
(…) seine
herausgehobene
berufliche
Stellung als
einer der
wenigen
Rechtsanwälte in
der DDR genutzt,
um als Anwalt
auch
international
bekannter
Oppositioneller
die politische
Ordnung der DDR
vor seinen
Mandanten zu
schützen. Um
dieses Ziel zu
erreichen, hat
er sich in die
Strategien des
MfS einbinden
lassen, selbst
an der
operativen
Bearbeitung von
Oppositionellen
teilgenommen und
wichtige
Informationen an
das MfS
weitergegeben.
Auf diese
Erkenntnisse war
der
Staatssicherheitsdienst
zur Vorbereitung
seiner
Zersetzungsstrategien
dringend
angewiesen. Das
Ziel dieser
Tätigkeit unter
Einbindung von
Dr. Gysi war die
möglichst
wirksame
Unterdrückung
der
demokratischen
Opposition in
der DDR (…).
....und
Lafontaine, der
seinerzeit
jeweils längere
Zeit in der DDR
zu angeblichen
Verhandlungen
verschwand, wie
Wehner? Welche
Rolle hatte er?
__________________________________
Geldverschiebungen auf eklatant
verfassungswidrige Art
Die SED verfügte direkt nach der
Wende über mehrere Milliarden
Mark.
Wie viel die SED damals genau
besaß, weiß bis heute niemand zu
sagen. Sie selbst bezifferte
ihre Geldbestände zum 31.
Dezember 1989 auf 6,1 Milliarden
DDR-Mark – Angaben, die sie erst
Monate später lieferte, nachdem
die Volkskammer 1990 die
Offenlegung des Parteivermögens
verlangt hatte. Zum 1. Juli 1990
wurde das gesamte Geldvermögen
im Zuge der Währungsunion zum
Kurs von 2:1 in D-Mark
umgestellt. Die von der Partei
gelieferten Zahlen stellten sich
später als keineswegs
vollständig heraus, weil sie
unter anderem ihre Geldbestände
im Ausland – allein auf
Schweizer Bankkonten lagen über
elf Millionen D-Mark –
verschwiegen hatte. Als die
Unabhängige Kommission zur
Überprüfung des Vermögens der
Parteien und
Massenorganisationen der DDR
2006 ihre Arbeit nach sechzehn
Jahren abschloss, resümierte
sie: „Die SED/PDS verfolgte eine
Strategie der
Vermögensverschleierung.“
Die SED besaß aber nicht nur
Milliardenbeträge, sondern auch
zahllose Betriebe und
Immobilien. Zu ihrem
Firmenimperium – dessen Gewinne
zu DDR-Zeiten nicht besteuert
wurden – gehörten nicht nur fast
alle Zeitungs- und
Großdruckereien in
Ostdeutschland mit allein 35000
Beschäftigten, sondern auch die
DEFA-Filmgesellschaft, diverse
Buchverlage, die GENEX
Geschenkdienst GmbH oder das
Außenhandelsunternehmen Novum.
Hinzu kamen mehr als tausend
Grundstücke und Gebäude.
Teilweise wurden sie von den
Parteibetrieben genutzt,
teilweise befanden sich dort
Büroräume, Schulungszentren oder
Erholungsheime für Funktionäre.
Ihr Wert wurde nach der
Währungsunion auf zehn
Milliarden D-Mark geschätzt, von
der Partei damals jedoch nur mit
642 Millionen angegeben. Blieben
schließlich noch die
Panzerschränke des
Zentralkomitees, die 1989 mit
Dollars, Silberbarren, Münzen,
Uhren und einer Reserve an
Zahngold für Plomben von
Politbüro-Mitgliedern
vollgestopft waren.
Unter dem Vorsitz von Gregor
Gysi tat die Partei alles dafür,
den angehäuften Schatz in die
neue Zeit hinüberzuretten.
Bereits im Dezember 1989
konstituierte sich eine
„Arbeitsgruppe zum Schutz des
Vermögens der SED/PDS“. Sie
hatte die Aufgabe, „wirksame
Schritte gegen Angriffe auf das
Eigentum der SED/PDS
einzuleiten“. Mit ihrer Hilfe
wurden innerhalb weniger Monate
Millionenbeträge beiseite
geschafft. Zu diesem Zweck
erhielten der Partei verbundene
Einrichtungen großzügige
„Spenden“. Das Bildungs- und
Konsultationszentrum „Cafe-Treff-CT“
in Magdeburg bekam zum Beispiel
200000 DDR-Mark, das
Anglerparadies Chemnitz 600000
und die Personen-Trans und
Fahrschule GmbH sogar 1,5
Millionen DDR-Mark. Eine zweite
Methode war die Darlehensvergabe
an Genossen und Verbündete.
Einem Bericht der
PDS-Vermögensarbeitsgruppe
zufolge wurde den Bezirks- und
Kreisvorständen wiederholt
empfohlen, „zuverlässige
Genossen bei der Übernahme von
Gaststätten, die als Treffpunkte
der Partei genutzt werden
können, zu unterstützen. Dazu
beschloss das Präsidium des
Parteivorstandes die gezielte
Ausgabe von Darlehen“.
Mindestens dreißig GmbHs wurden
neu gegründet und mit riesigen
Darlehen unterstützt. „Die
Sicherung des Einflusses der PDS
erfolgte durch Beteiligung am
Stammkapital durch natürliche
und juristische Personen als
Treuhänder der PDS“, hieß es in
dem Bericht der Arbeitsgruppe.
„Dazu sind Treuhandverträge
abzuschließen, die die
Eigentumsrechte der PDS und
ihren Gewinnanspruch sichern.“
Zum Abschluss solcher Verträge
gab Gysi dem Leiter der
Vermögens AG im April 1990 eine
entsprechende Vollmacht. Die
noch von der letzten
DDR-Volkskammer eingesetzte
Untersuchungskommission, die den
Verbleib des verschwundenen
Parteivermögens klären sollte,
fand später unter großen
Schwierigkeiten mehr als 160
Firmen, die mit der PDS
finanziell verbunden waren. „Die
PDS ist ihrer von der
Volkskammer beschlossenen
Berichtspflicht zu den Firmen in
ihrem Eigentum nicht
nachgekommen“, heißt es im
Abschlussbericht der Kommission.
Um die Gelder beiseite zu
schaffen, entwickelte die Partei
ein hohes Maß an krimineller
Energie. „Sie hat gezielt und
systematisch versucht, riesige
Millionenbeträge vor dem
staatlichen Zugriff zu sichern“,
erklärte der Vorsitzende der
Untersuchungskommission,
Christian von Hammerstein, im
August 2006, als die Suche nach
den SED-Millionen für beendet
erklärt wurde. Auch der
sogenannte
KoKo-Untersuchungsausschuss des
Bundestages, der den Verbleib
des DDR-Vermögens zu ermitteln
suchte, kam 1998 zu dem
Ergebnis, dass die damals und
größtenteils auch später noch
Verantwortlichen in der PDS
durch ihre geschlossene
Aussageverweigerung die
Aufklärungsarbeit „in geradezu
konspirativer Weise“ behindert
hätten. Die Haltung der SED/PDS
war demzufolge „von Anfang an
darauf gerichtet, einen
möglichst großen Teil der in der
Zeit ihrer Herrschaft
angeeigneten Vermögenswerte für
sich zu sichern“.
Tatsächlich war die Partei ein
Meister der Tarnung und
Täuschung. Gegen ihre illegalen
Geldverschiebungen nimmt sich
die Spendenaffäre der CDU
geradezu harmlos aus. Mehrfach
gab es Durchsuchungen der
Berliner Zentrale und weiterer
Räumlichkeiten der Partei. Weil
sich die PDS trotz mehrmaliger
Aufforderung weigerte, ihr
Vermögen entsprechend den
gesetzlichen Vorgaben
offenzulegen, wurden ihre Büros
im Karl-Liebknecht-Haus 1992 von
oben bis unten durchkämmt und
zahlreiche Papiere
beschlagnahmt. Die geheimen
Darlehensverträge – die
Geldempfänger mussten sich zu
absolutem Stillschweigen
verpflichten – flogen zum Teil
erst nach Hausdurchsuchungen in
Notariatskanzleien auf.
Insgesamt musste die
Untersuchungskommission die
Polizei zu mehr als fünfzig
Orten anrücken lassen.
Wie ein Krimi liest sich zum
Beispiel der Bericht des
KoKo-Untersuchungsausschusses
über den sogenannten Putnik-Deal,
eine der größten bekannt
gewordenen
Vermögensverschiebungen der PDS.
Danach beauftragte das Präsidium
im Sommer 1990 den
stellvertretenden
Parteivorsitzenden Wolfgang Pohl
und den Leiter des Bereichs
Parteifinanzen, Wolfgang
Langnitschke, mithilfe der KPdSU
Gelder ins Ausland zu
transferieren. Nach
entsprechenden Konsultationen in
Moskau holte sich Pohl die
Zustimmung des Präsidiums, um
das Geld als fingierte Tilgung
von Altschulden auf
Auslandskonten eines
sowjetischen Unternehmens zu
überweisen. Der damalige
Kreisvorsitzende der PDS in
Halle, Karl-Heinz Kaufmann, ließ
sich daraufhin von der Moskauer
Firma Putnik eine
Generalvollmacht ausstellen und
richtete im In- und Ausland
verschiedene Konten ein.
Zugleich verfasste er im Namen
von Putnik mehrere
Mahnschreiben, in denen bei der
PDS Altforderungen in Höhe von
107 Millionen D-Mark geltend
gemacht wurden. Zwölf Millionen
D-Mark sollte zum Beispiel die
Behandlung von Augenkrankheiten
von Dritte-Welt-Studenten
gekostet haben, 25 Millionen die
Errichtung eines „Zentrums der
Internationalen
Arbeiterbewegung“. In Absprache
mit dem Präsidium durfte
Kaufmann zudem 3,2 Millionen
D-Mark für Unkosten und
Provisionen verwenden.
Anschließend veranlassten Pohl
und Langnitschke unter Vorlage
der Putnik-Mahnungen, dass die
Gelder über die Deutsche
Handelsbank in Ostberlin und
weitere Banken nach Norwegen und
in die Niederlande überwiesen
wurden.
Doch die Empfängerbanken machten
der PDS einen Strich durch die
Rechnung. Sie schöpften
Verdacht, sperrten die Beträge
und informierten das
Bundeskriminalamt. Noch am
selben Tag, dem 18. Oktober
1990, wurde ein
Ermittlungsverfahren eingeleitet
sowie – unter Protest der
Funktionäre, die einen Vergleich
zu Durchsuchungen im Jahr 1933
zogen – die PDS-Parteizentrale
und Kaufmanns Wohnung
durchsucht. Bei Langnitschke
fand man einen Zettel für
Parteivize Pohl, dem zufolge der
Direktor der Ostberliner
Handelsbank „dringend entweder
mit Dir oder Gregor sprechen“
müsse. „Er meint, es laufen
Dinge, welche für die Partei
eine äußerste Gefahr
darstellen“, hieß es darauf. Am
nächsten Morgen flog PDS-Chef
Gysi nach Moskau – „entrüstet
über den Dilettantismus“, wie es
im KoKo-Abschlussbericht heißt
–, um dort die KPdSU „zur
Aufrechterhaltung der Legende
hinsichtlich bestehender
Altforderungen zu bewegen“. Nach
Gysis Rückkehr am Abend des
25.Oktober 1990 fand noch in
derselben Nacht eine
Krisensitzung in der Wohnung von
Hans Modrow statt, an der neben
Gysi und Modrow auch der
damalige Parteivize André Brie
teilnahm. Man vereinbarte, dass
Pohl und Langnitschke am
nächsten Tag die alleinige
Verantwortung für den
Putnik-Deal übernehmen sollten.
Während Pohl sich dazu bereit
erklärte, lehnte Langnitschke
ab, weil er der festen
Überzeugung war, im Auftrag der
Partei gehandelt zu haben.
Tatsächlich sprach das
Landgericht Berlin 1993 beide
vom Vorwurf der Untreue frei,
„da sie im Auftrag und mit
Wissen der Verantwortlichen der
PDS sowie ohne persönliche
Bereicherungsabsicht mit dem
Ziel gehandelt hätten, die
entsprechenden Gelder für die
PDS zu sichern“. Während
Langnitschke dem KoKo-Ausschuss
später bereitwillig Auskunft
über die Transaktion gab,
verweigerten die
Parteifunktionäre Bisky, Brie
und Gysi die Aussage. Wenig
später kam Langnitschke bei
einem Verkehrsunfall im
schweizerischen Lugano ums
Leben.
Der KoKo-Bericht nennt noch
weitere Transaktionen dieser
Art, darunter die spektakuläre
Zahlung von 75 Millionen
DDR-Mark an eine „Islamische
Religionsgemeinschaft“. Der
palästinensische Waffenhändler
Abdul Majid Younes hatte sie
erst im Februar 1990 gegründet.
Der Scheck für ihn wurde auf den
31. Mai 1990 zurückdatiert, weil
nach einem Beschluss der
Volkskammer das Vermögen der
DDR-Parteien ab dem 1.Juni unter
treuhänderischer Verwaltung
stand. Ein weiterer Vorgang flog
1993 auf, als die Partei mehr
als vierzehn Millionen D-Mark
für linke Parteien im Ausland
nach Luxemburg umleitete. Laut
Bundesinnenministerium waren die
PDS-Verantwortlichen entgegen
ihrer gesetzlichen Verpflichtung
nicht bereit, an der Aufklärung
des Sachverhalts mitzuwirken.
Sie hätten vielmehr versucht,
„falsche Tatsachen vorzuspiegeln
und den Eindruck zu erwecken,
dass es sich bei den Ausgaben
(…) um endgültig abgeflossene
Zahlungen für politische Zwecke
handele“.
Viel zu lange sah die
Untersuchungskommission diesem
Treiben der PDS tatenlos zu.
Erst im Sommer 1991
beschlagnahmte die
Treuhandanstalt alle ihre
Parteikonten. Von nun an musste
sie sich jede Einzelausgabe
genehmigen lassen, freien
Zugriff hatte sie nur noch auf
ihr Neuvermögen. Auch den
riesigen Immobilienbesitz
verwaltete jetzt die Treuhand.
Die Partei, die es bis dahin
gewohnt war, aus dem Vollen zu
schöpfen, stand schon nach
wenigen Tagen vor dem Ruin,
sodass ihr die Treuhand einen
Kredit in Höhe von 5,45
Millionen D-Mark bewilligen
musste. Der Streit um das
Parteivermögen zog sich noch
über Jahre hin. 1994 ketteten
sich Gysi und Bisky im Büro der
Untersuchungskommission an und
drohten mit Hungerstreik, weil
die Partei eine Steuerforderung
über 67 Millionen D-Mark nicht
bezahlen konnte. Im Juli 1995
einigten sich PDS,
Untersuchungskommission und die
Bundesanstalt für
vereinigungsbedingte
Sonderausgaben (BVS) schließlich
auf einen Vergleich: Die PDS
verzichtete auf einen Großteil
ihres noch vorhandenen
Altvermögens, damals ein Wert
von etwa 1,8 Milliarden D-Mark;
nur fünf Immobilien durfte sie
als rechtmäßig erworbenen Besitz
behalten. Im Gegenzug erklärte
die Bundesrepublik ihren
Verzicht, die Gelder
zurückzufordern, die die PDS
1990 beiseitegeschafft hatte.
Vieles davon ist für immer in
dunklen Kanälen versickert.
Bei einem Prozess im
thüringischen Mühlhausen kam zum
Beispiel heraus, dass die PDS
dem ehemaligen Armeeoffizier und
Parteifunktionär Wolfgang
Engelmann im Frühjahr 1990 1,6
Millionen DDR-Mark überlassen
hatte, zuzüglich Autos und
Inventar im Wert von einer
weiteren halben Million. Mit dem
Geld, für das er weder Zins noch
Tilgung zahlen musste,
verwandelte er den von ihm
verwalteten Fuhrpark der
SED-Bezirksleitung Gera zum
Minikonzern mit Werkstatt,
Fahrschule, Bus- und
Taxibetrieb. Engelmann verschob
die Parteigelder an ein Autohaus
und eine Leihwagenfirma und
revanchierte sich mit
Autorabatten und fingierten
Rechnungen für Genossen. Als die
Treuhand im September 1991
aufwachte, waren 1,5 Millionen
D-Mark verloren. In einem
anderen Fall sind sogar
mindestens 15 Millionen D-Mark
verschwunden. Die Chefin der
SED-Firma All Goods
International hatte zwischen
November 1989 und Mai 1991 bei
der Ostberliner Handelsbank
mehrere Millionen D-Mark
abgehoben und zudem
Überweisungen auf ausländische
Konten veranlasst. Im September
2003 wurde sie zwar zu 530000
Euro Schadensersatz verurteilt,
doch die veruntreuten Millionen
sind nie wieder aufgetaucht.
Bis heute ist nicht bekannt, wie
viel Geld die PDS damals
beiseiteschaffen konnte und wer
davon heute profitiert. Zwischen
Januar und Juli 1990 verringerte
sich das Vermögen der Partei
jedenfalls – nach ihren Angaben
– von 9,5 auf 3,5 Milliarden
DDR-Mark. Das bewegliche
Anlagevermögen, also Autos,
Geräte, Möbel et cetera,
reduzierte sich zwischen Oktober
1989 und August 1991 von knapp
einer halben Milliarde auf nur
noch vier Millionen D-Mark.
Immerhin konnte die
Untersuchungskommission in
sechzehnjähriger Arbeit mehr als
eine Milliarde Euro an
Immobilien, Geldbeständen und
anderen Vermögenswerten aus dem
Besitz der SED/PDS
sicherstellen. Vielfach
erfolglos blieben jedoch die
Ermittlungen im Ausland. Zwar
fand die Kommission ein
Schwarzgeldkonto in
Liechtenstein mit 2,6 Millionen
Euro, doch ein dreistelliger
Millionenbetrag wird immer noch
vermisst. Trotz vieler
Anhaltspunkte führten auch die
Recherchen in Ungarn, wo der
frühere DDR-Geschäftsmann und
Stasiagent Günter Forgber
diverse Transaktionen
eingefädelt hatte, zu keinem
Ergebnis. Im Frühjahr 2006 kam
er – wie 1998 schon Langnitschke
– bei einem Verkehrsunfall ums
Leben.
Dieser Text ist ein Auszug aus
„Die Täter sind unter uns“ von
Hubertus Knabe. Das Buch
erschien bei Propyläen
Hubertus Knabe ist Direktor der
Gedenkstätte
Berlin-Hohenschönhausen. Von
1992 bis 2000 war der Historiker
in der Gauck-Behörde tätig
Die
umbenannte SED hat auf einer
Sitzung der sächsischen
Landtagsfraktion ein offenes
Geheimnis verraten: Der
“Schwarze Block” ist der
verlängerte Arm der
neokommunistischen Partei.
Die Linksextremistin
Katharina König
(MdL Thüringen)
betonte bei der Besprechung, der
“Schwarze Block” gehöre
“dazu”. Im Anschluss
rechtfertigte sie durch diesen
verübte Gewalttaten gegen
Polizeibeamte. Und siehe da: Zum
Schluss gibt es zustimmendes
Tischklopfen durch die
anwesenden Parteifreunde.
Das
ZDF berichtete bereits am 10.
Oktober im “heute-journal” über
die tief verfestigte Ablehnung
des Rechtsstaates durch die
SED-Linke
(siehe
Video ).
Andere Medien schienen es
hingegen nicht für nötig zu
befinden, ihr Publikum über die
demokratiefeindlichen Ansichten
der Partei in Kenntnis zu
setzen. Die Äußerungen standen
schließlich im Zusammenhang mit
dem “Kampf gegen Rechts” – und
da ist bekanntlich
alles erlaubt. Die
kommunistische Gesinnung scheint
König indes in die Wiege gelegt.
So berichtet die
Ostthüringer Zeitung
über ihren Vater:
Lothar König soll aus einem
inzwischen beschlagnahmten
Lautsprecherwagen der Jungen
Gemeinde Jena nach Angaben der
Staatsanwaltschaft Dresden zu
Angriffen auf Polizisten
aufgewiegelt haben. Außerdem
wird ihm vorgeworfen, mit dem
Bus versucht zu haben, einen
Polizeiwagen abzudrängen. Zudem
soll er Gegendemonstranten vor
Strafverfolgung geschützt haben,
in dem er sie in den Kirchenbus
aufnahm.
Nicht
vergessen das “NSU” Video und
die ersten “Infos” das die Morde
mit Nazis zu tun haben, sind aus
dem Landtagsbüro dieser
fragwürdigen Person
gekommen.
_____________________________
Das aber ist
keine nationale, vielmehr eine
internationale links-islamische
Weltbewegung, die auch die
innerstaatlichen Entwicklungen
rund um islamische Invasion und
die Untätigkeit unserer
politischen Führungen in den
europäischen Staaten erklärlich
macht. Die Maulwürfe dieser
Bewegung sitzen inzwischen
überall, die moderne Technik
hilft ihnen dabei.
Lenin: "Die
Kapitalisten liefern uns den
Strick, mit dem wir sie
aufhängen werden:"
________________________________
Doch
rotlackierte NAZIS, die vereint
mit nahöstlichen
Islam-Sozialisten (Baath-Partei)
versteckt dem Antisemitismus
fröhnen:
Die Linke und die
Juden die Welt 10.7.11
Richard Herzinger beobachtet,
wie sich Die Linke selbst
zerlegt. Im Streit um
Antisemitismus in den eigenen
Reihen treten in der Partei
unvereinbare Gegensätze zutage,
die lange Zeit durch Oskar
Lafontaines Demagogie übertüncht
worden sind
Verwundern kann daran eigentlich
nur, dass es erst jetzt
geschieht. Denn dass sich die
Partei Die Linke derzeit selbst
zu zerlegen beginnt, ist die
Folge eines ihr innewohnenden
Konstruktionsfehlers. Dabei sind
die tiefen ideologischen und
kulturellen Risse, die sie
durchziehen, nicht zufällig
durch die Debatte über
Antisemitismus in den eigenen
Reihen aufgebrochen. Gehören
antijüdische Ressentiments, die
unter dem Deckmantel des guten
"antifaschistischen" und
"antikapitalistischen" Gewissens
und einer scheinbar
unverdächtigen "Israelkritik"
weiter wuchern, doch zu den
blinden Flecken
linkssozialistischen Denkens.
Sich diesem Problem zu stellen,
rührt daher am Identitätskern
eines sich stets im historischen
Recht sehenden linken
Welterlösungsbewusstseins.
Denn
in Wirklichkeit hat es -
zumindest latenten -
Antisemitismus in der
sozialistischen Bewegung vom
Beginn ihrer Geschichte an
gegeben, wenn auch meist nicht
aus offen rassistischen Motiven
wie bei der extremen Rechten.
Dass antijüdische Ressentiments
auch in der heutigen Linkspartei
präsent sind, lässt sich nicht
nur mit der unverarbeiteten
Hinterlassenschaft der
SED-Diktatur erklären, die
Israel als imperialistischen
Feind bekämpft hatte. An
vorderster Front frönen dem
"antizionistischen" Furor heute
gerade westdeutsche
linksradikale Sektierergruppen
wie das parteiinterne Netzwerk
"Marx 21", einer Strömung
"trotzkistischer" Herkunft, die
einst stets auf ideologischem
Kriegsfuß mit den sowjettreuen
Kommunisten gestanden hatte.
Tatsächlich ist
Judenfeindlichkeit, die sich
heute vor allem in einer
obsessiven Dämonisierung Israels
Luft macht, strukturell in der
sozialistischen
Ideologiegeschichte angelegt.
Die Juden als nicht eindeutig
historisch definierbare Gruppe -
weder sind sie im Begriff des
Volkes oder der Nation, noch
einer Religionsgemeinschaft, und
schon gar nicht einer Klasse
vollständig zu fassen - standen
quer zu den Rollenzuweisungen im
Szenario der sozialistischen
Heilsgeschichte. Ihr
eigensinniger Partikularismus
wurde ihnen als reaktionäre
Verweigerung gegenüber dem
historischen Fortschritt, ihr
grenzüberschreitender
Kosmopolitismus als
Unterminierung geschlossener
historischer Subjekte wie dem
Nationalstaat verübelt und -
nicht zuletzt von Karl Marx -
mit der entfremdenden,
vereinzelnden Wirkung der
Geldherrschaft in Verbindung
gebracht. Paradoxerweise nahm
die Judenfeindschaft von links
noch zu, seit sich vom Ende des
19. Jahrhunderts an der
Zionismus daran machte, den aus
linker Sicht historischen
"Defekt" der Juden - ihre
definitorische Ungreifbarkeit -
zu beseitigen, indem er ihre
Formierung zur modernen
Staatsnation in Angriff nahm.
Längst hatte die Linke für das
Judentum nämlich das Schicksal
vorgesehen, sich am
sozialistischen
Sanktnimmerleinstag dankbar in
der erlösten einen Menschheit
aufzulösen. Oder, wie Karl Marx
in seiner Abhandlung "Zur
Judenfrage" 1843 schrieb: "Die
gesellschaftliche Emanzipation
des Juden ist die Emanzipation
der Gesellschaft vom Judentum."
In
der ersten Zeit nach der
Gründung Israels 1947 gab es in
weiten Teilen der Linken
gleichwohl noch einige
Sympathien für den jüdischen
Staat - sah man in ihm doch eine
Art sozialistischen,
antikolonialistischen
Modellversuch. Das änderte sich
aber radikal in dem Maße, wie
Israel als kapitalistische,
proamerikanische Gesellschaft
erfolgreich war. Nun wurde es -
nicht zuletzt von der deutschen
linken Studentenbewegung - als
"imperialistischer" Stachel im
Fleisch der "kolonisierten"
arabischen Völker denunziert.
Antisemitische Klischees vom
parasitären, "zersetzenden"
Juden konnten so auf den Staat
Israel übertragen werden. Doch
drückt sich in den jetzt mit
teilweise hasserfüllter
Erbitterung geführten
Auseinandersetzungen in der
Linkspartei mehr aus als nur
eine Kontroverse über das
ideologisch korrekte Verhältnis
der Linken zu Israel und dem
Nahost-Konflikt. Es offenbart
die Unmöglichkeit, eine
"moderne" Linke zu konstruieren,
ohne den reaktionären Ballast
marxistischen und
"antiimperialistischen"
Sektierertums abzuwerfen. Die
Linkspartei kann aber den Spagat
zwischen den Kräften, die eine
demokratisch-pluralistische
Domestizierung der "reinen"
sozialistischen Lehre anstreben
und denen, die ihre
fundamentalistische Restauration
betreiben, nicht aufgeben. Hat
sie doch ihre Einheit auf die
Koexistenz dieser unvereinbaren
Tendenzen gegründet, die sie
über kurz oder lang zerreißen
müssen.
Einigen führenden Köpfen der
Linken wie Gregor Gysi, Bodo
Ramelow und Petra Pau, die sich
gerne als "gemäßigte"
Israelkritiker beziehungsweise
kritische Israelfreunde
darstellen, sind fanatische
"Antizionisten" in den eigenen
Reihen - die auch eine
"Ein-Staaten-Lösung" für
Palästina, also die Liquidation
des Staates Israels, für
"diskussionswürdig" halten -
zunehmend peinlich. Denn seit
Langem bemühen sie sich, den
Nachweis staatspolitischer
Zuverlässigkeit und damit der
Regierungsfähigkeit der
SED-Nachfolgepartei zu führen.
In diesem Sinne war eine
Grundsatzrede Gysis im Jahr 2008
zu verstehen, in der er die
Sicherung der Existenz Israels
als "deutsche Staatsräson"
bezeichnete. Doch der Versuch,
die Linke an den
politisch-moralischen
Grundkonsens der Bundesrepublik
und damit der westlichen
demokratischen Zivilisation
insgesamt anschlussfähig zu
machen, war auf Sand gebaut. Zu
diesem Konsens gehört die aus
dem Holocaust gewonnene
Einsicht, dass nur ein
wehrhafter eigener Staat den
Juden eine solide
Rückversicherung gegen das
fortwirkende Gift des
Antisemitismus bieten kann.
Diese Erkenntnis jedoch läuft
dem Weltbild des klassischen
linken Antikapitalismus zuwider.
Ihm gilt die NS-Judenvernichtung
als bloße Begleiterscheinung
einer umfassenderen
"faschistischen" Unterdrückung,
die er aus dem bösartigen Wesen
kapitalistischer Herrschaft
ableitet. Dass die "Zionisten"
mit dem effektiven Schutz
jüdischen Lebens nicht auf eine
lichte sozialistische Zukunft
warten wollten, erscheint linken
Doktrinären als eine Art Verrat
an dem den Juden zugewiesenen
Opferstatus. Da aber die
"Reformer" in der Linkspartei
weder fähig noch willens sind,
sich von diesem, zum
Antisemitismus hin weit offenen,
"Antizionismus" konsequent
loszusagen, bleiben sie in
dessen ideologischer Geiselhaft.
Daran wird die geplante Aufnahme
eines Bekenntnisses zum
Existenzrechts Israels in das
Parteiprogramm, mit dem die
"Gemäßigten" den weitreichenden
Einfluss radikaler
"Antiimperialisten" in der
Partei übertünchen wollen,
nichts Grundsätzliches ändern.
Es rächt sich jetzt, dass die Linke
bei ihrer Konstitution zur
gesamtdeutschen Partei nicht
wählerisch war, als es um das
Einsammeln noch der letzten
versprengten Reste der
westdeutschen äußersten Linken
ging. Oskar Lafontaine hatte die
West-Radikalen, wie auch die
ultradogmatische "Kommunistische
Plattform" in der PDS, sogar
ausdrücklich hofiert, um seine
Hausmacht gegen die etablierte
Führung der Ostpartei zu
stärken. Gregor Gysi ließ ihn
gewähren, wollte er doch
unbedingt als Stifter einer
einheitlichen linken Kraft
jenseits der SPD in die
Geschichtsbücher eingehen.
Jetzt, da die daraus entstandene
ideologische Kakofonie nicht
mehr von Lafontaines Demagogie
übertönt werden kann, droht Gysi
sein vermeintliches Lebenswerk
um die Ohren zu fliegen
_______________________________
Das doppelte Gesicht der
Linkspartei
die Welt5.7.11
Nun
will sie das Existenzrecht
Israels doch anerkennen.
Zentralrat der Juden: Die Partei
ist nicht ernst zu nehmen
Richtungsstreit frustriert die Basis: Forderung nach Trennung in Ost
und West erhoben
Die
Linke zeigt dieser Tage in
schnellem Wechsel gegensätzliche
Gesichter. Auf klare
Entscheidungen folgen heftige
Richtungskämpfe und neue
Entscheidungen, die die alten
infrage stellen. Am Wochenende
verabschiedete der
Parteivorstand mit großer
Mehrheit einen Leitantrag für
das neue Grundsatzprogramm, in
dem nun auch ein ausdrückliches
Bekenntnis zum Existenzrecht
Israels steht.
"Deutschland hat wegen der
beispiellosen Verbrechen der
Deutschen an den Jüdinnen und
Juden während des
Nationalsozialismus eine
besondere Verantwortung und muss
jeder Art von Antisemitismus,
Rassismus, Unterdrückung und
Krieg entgegentreten", heißt es
in dem neuen Passus, den der
Landesvorsitzende der Linken in
Sachsen-Anhalt, Matthias Höhn,
formuliert hat. Diese
Verantwortung verpflichte auch
die Linke, "für das
Existenzrecht Israels
einzutreten". Auch setze sich
die Linke für eine
Zwei-Staaten-Lösung ein. Für den
Leitantrag mit dem Passus
stimmten 37 Vorstände und nur
zwei dagegen.
Noch
am vergangenen Dienstag hatte
die Linke-Bundestagsfraktion mit
ähnlich großer Mehrheit einem
Antrag zugestimmt, der den
Israel-Kritikern in den eigenen
Reihen den Rücken stärkte. Dort
wurde unter anderem behauptet,
der Vorwurf des Antisemitismus
werde "inflationär" gebraucht.
Nach
Ansicht des Präsidenten des
Zentralrats der Juden in
Deutschland, Dieter Graumann,
wird der Streit immer wieder
aufbrechen. "In der Linkspartei
ist etwas zusammen, das nicht
zusammengehört", sagte er dem
"Focus". Solange die Partei sich
derart zerrissen zeige, sei sie
nicht ernst zu nehmen. Die
Partei sei nicht antisemitisch,
aber "da und dort geht der
Israel-Hass so weit, dass die
Grenze zur Judenfeindlichkeit
überschritten wird".
Der
Gießener Politik-Wissenschaftler
Samuel Salzborn, der mit einem
Aufsatz über Antisemitismus in
der Linken im Mai eine heftige
Debatte ausgelöst hatte,
kritisierte den Beschluss. "Aus
meiner Sicht ist das
Augenwischerei, da bisher
keinerlei Konsequenzen aus einer
solchen Proklamation
resultieren", sagte Salzborn der
"Welt". Wichtiger wäre es
gewesen, sich zum
Antisemitismus-Problem in der
Partei zu bekennen, doch dafür
mangele es der Führung an
Selbstkritik, so Salzborn.
Zwei
Gesichter zeigte zuletzt auch
Parteichef Klaus Ernst. Hatte er
in der Fraktionssitzung am
Dienstag noch dem sächsischen
Bundesabgeordneten Michael
Leutert lautstark die
"Lebensleistung" abgesprochen
und damit für einen Eklat
gesorgt, so erlebten die
Mitglieder des Vorstands nun
einen sehr kontrollierten und um
Konsens bemühten Vorsitzenden.
Als die Bundestagsabgeordnete
Christine Buchholz versuchte,
den Israel-Passus wieder
abzuschwächen, ließ Ernst sie
damit auflaufen.
Ein
Ende des selbstzerstörerischen
Kurses ist bei der Linken nicht
in Sicht. Noch am Wochenende
wurde ein Papier dreier
Linke-Regionalpolitiker aus
Brandenburg und Berlin bekannt,
in dem eine Trennung der Partei
in Ost- und West-Teil gefordert
wird. Zwar spielen die drei
Autoren nicht einmal in den
eigenen Landesverbänden eine
zentrale Rolle; eine Beteiligte,
die Berliner Abgeordnete Margrit
Barth, distanzierte sich von dem
Papier bereits wieder. Dennoch
gibt das Dokument eine Stimmung
wieder, die sich in Teilen der
Basis angesichts der anhaltenden
Richtungsstreitigkeiten
ausbreitet. Führende
Linke-Politiker halten von der
Diskussion freilich nicht viel.
"Ich halte den Vorschlag für
völlig unangebracht", sagt
Matthias Höhn, Landeschef in
Sachsen-Anhalt und Mitglied des
Parteivorstands: "Er belastet
die schwierige Diskussion in der
Partei zusätzlich." Auch die
Berliner Landespolitikerin
Katina Schubert, Mitglied des
Bundesparteivorstands,
kritisiert: "Eine Aufteilung in
Ost und West oder in PDS und
WASG verkleistert die Konflikte,
löst sie aber nicht."
Um
die Zukunft der Linken geht es
auch bei einer Fraktionssitzung
am heutigen Dienstag. Dabei soll
über die künftige Struktur des
Vorstands der Bundestagsfraktion
entschieden werden. Die
wichtigste Frage wird dabei wohl
nur am Rande gestreift werden:
Soll Gregor Gysi weiter allein
die Fraktion führen? Eigentlich
sollte bei den Vorstandswahlen
im Oktober eine Frau aus dem
Westen an Gysis Seite gewählt
werden. So hatte es die Fraktion
im vergangenen Jahr beschlossen.
Als potenzielle Kandidatinnen
kursierten die Namen von Sahra
Wagenknecht - die Ostdeutsche
sitzt für einen
West-Landesverband im Bundestag
- und der der frauenpolitischen
Sprecherin der Fraktion,
Cornelia Möhring. Aber selbst
unter den Frauen scheinen die
Zweifel daran zu wachsen, dass
man eine Kandidatin findet, die
in der zerstrittenen Fraktion
genügend Unterstützung bekäme.
Auch Gregor Gysi hat intern
schon klargemacht, dass er
lieber allein weitermachen
würde.
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"Unsere
Mission ist nicht humanitär"
28.6.11 die Welt
Eine Protest-Flottille
provozierte 2010 vor Gaza einen
blutigen Eklat. Nun stechen
wieder Aktivisten in See. Eine
Nahaufnahme
Die türkisch-islamistische
Organisation IHH ist auch
diesmal unter den Organisatoren
der Aktion
Der Krimi-Autor Henning Mankell
vergleicht Israel mit dem
Südafrika der Apartheid
Athen
Der
klarste und aufrichtigste Satz
des Tages kam wohl von Huwaida
Arraf
(Frau auf Bild mit irrem Blick),
der amerikanischen
Palästinenserin mit israelischer
Zweitstaatsbürgerschaft und
Hochschulabschluss zum Thema
Menschenrechte sowie
Mitorganisatorin der
amerikanischen Organisation Free
Gaza Movement. Sie und ihre
Mitstreiter haben sich jener
Flottille angeschlossen, welche
die Seeblockade des
Gazastreifens durch Israel
erneut brechen will - so wie
jene Vorläuferaktion im Mai
vergangenen Jahres. Damals ging
es angeblich darum, Hilfsgüter
nach Gaza zu bringen, und das
behaupten die Organisatoren auch
jetzt. Aber nun, bei der großen
Pressekonferenz in Athen,
widerlegt Frau Arraf bewusst
oder unbewusst die Rhetorik der
Macher. Dass Israel inzwischen
weit mehr Lieferungen nach Gaza
zulasse als damals, sei
gleichgültig, sagt sie - denn: "Unsere
Mission ist nicht humanitär. Die
Palästinenser wollen keine
humanitäre Hilfe. Sie wollen die
komplette Befreiung."
Die
erste Flottillenaktion vor einem
Jahr endete in einem Eklat, als
auf dem türkischen Flaggschiff "Mavi
Marmara" neun türkische
Aktivisten von israelischen
Kommandosoldaten erschossen
wurden, nachdem diese von den
Türken mit Eisenstangen und
Messern angegriffen worden
waren. Groß war damals der
mediale und politische Aufschrei
über das böse Israel, das - so
der Tenor - einen humanitären
Hilfskonvoi auf hoher See
massakriert habe.
Nun
will man wieder in See stechen,
mit mehr Booten und mehr
Aktivisten. Und als Frau Arraf
zugibt, dass es gar nicht um
Humanität geht, brandet
jubelnder Applaus unter den
Anwesenden auf, vorwiegend
amerikanische Teilnehmer an der
"Gaza-Hilfsflottille II".
Fragezeichen bei einigen der
Journalisten - wenn die
Flottillen politisch gemeint
sind und eigentlich "Freiheit
für Palästina" das Ziel, warum
dann das ganze mediale Tamtam
über "humanitäre" Helfer?
Die
meisten der sehr vielen und sehr
langatmigen Redner auf der
Pressekonferenz sind weniger
unumwunden. Sie sagen, die
Mission sei "nicht nur"
humanitär, sondern, so der
schwedische Krimi-Autor Henning
Mankell, "vor allem" politisch.
Er vergleicht das Israel von
heute mit dem Südafrika von
einst und berichtet, der
südafrikanische Erzbischof und
Nobelpreisträger Desmond Tutu
unterstütze die Mission. "Es
gibt eine Sache, die man über
Apartheid in Südafrika wissen
muss", sagt Mankell: "Sie ist
weg. Israel ist auch ein
Apartheidregime. Es ist
unerträglich und muss aufhören.
Auch in Israel wird die
Apartheid verschwinden.
Palästinenser müssen absolute
Freiheit genießen, als Bürger
erster Klasse."
Was
die Gaza-Aktivisten erreichen
wollen, ist ein Ende des
israelischen "Regimes". Sie
vergleichen sich mit den
Freiheitsbewegungen in der
arabischen Welt und der
Protestbewegung in Griechenland,
die das politische System
revolutionieren, Banker
bestrafen und aufgehäufte
Schulden nicht anerkennen will.
Es ist eine "neue, freie Welt",
von der die Gaza-Organisatoren
reden. Letztlich müsse man
Israel brechen, um den Planeten
zu retten. Diesen kühnen Bogen
zieht Alice Walker, eine
afroamerikanische Autorin und
Menschenrechtlerin. Für sie sind
die Palästinenser wie einst die
Sklaven der USA, die auch "nur
befreit wurden, weil andere sich
für sie engagierten". Und so sei
der Geist, der ein freies
Palästina schaffen wolle,
zugleich "der Geist, der die
Natur und den Planeten retten
kann".
Es
würde wohl reichen, wenn
friedliche westliche Aktivisten
viel Geld sammeln, um Flotten
auszurüsten, die dann von der
israelischen Marine ohne
Blutvergießen aufgebracht
werden. Man mag das Ganze sogar
ruhig jedes Jahr wiederholen.
Das Problem ist, dass die Flotte
im vergangenen Jahr federführend
von der islamischen türkischen
Organisation IHH organisiert
wurde, deren Chef Bülent
Yildirim damals von der "Mavi
Marmara" aus ein bemerkenswertes
Videogrußwort an eine
Versammlung islamistischer
Organisationen gerichtet hatte.
Die Botschaft: Die Flotte
markiere den Beginn einer Art
Weltrevolution, an deren Ende
der Zusammenbruch des
"zionistischen" Westens stehe
und eine weltweite Herrschaft
des Islam.
Greta
Berlin, eine Mitbegründerin von
Free Gaza, die auch letztes Jahr
dabei war, hat - so sagt sie -
weder Yildirims Video gesehen
noch von der Konferenz gehört,
an die es gerichtet war, noch
hat sie davon gehört, dass die
IHH zur islamistischen
Organisation Milli Görus gehört,
gegründet vom kürzlich
verstorbenen radikalen
türkischen Antisemiten Necmettin
Erbakan. Sie kennt nicht einmal
die Namen. Aber den Vorwurf, man
lasse sich von Islamisten
instrumentalisieren oder man
habe nicht genug recherchiert,
mit wem man sich da verbündet,
weist sie zurück. "Wir haben
sehr gründlich recherchiert und
wissen, dass die IHH eine
humanitäre Organisation ist wie
jede andere religiöse
Hilfsorganisation in den
Vereinigten Staaten", sagt sie.
"Sie sind bei der UNO
akkreditiert, das ist für uns
ein wichtiges Gütesiegel. Wir
haben auch genau recherchiert,
dass die IHH nichts mit einer
gleichnamigen Organisation zu
tun hat, die in Deutschland
wegen Terrorverdacht verboten
wurde." Frau Berlin, eine
liebenswürdige Dame von 70
Jahren, wehrt sich auch dagegen,
"links" genannt zu werden: "Ich
arbeite in der Ölindustrie." Ihr
Engagement nicht nur für
Menschenrechte allgemein,
sondern speziell für Gaza, ist
persönlicher Art: Ihr Mann ist
Palästinenser.
"Meine beiden Kinder werden nie
in die Heimat ihres Vater
zurückkehren dürfen", sagt sie,
und es stimmt: Israel lehnt ein
umfassendes Rückkehrrecht ab,
weil die Juden sonst in ihrem
eigenen Staat zur Minderheit
werden könnten. Frau Berlins
Klagen sind nachvollziehbar,
Israels Sorgen auch - es ist der
Stoff, aus dem Tragödien sind.
Der
nächste Akt darin, die
Gaza-Flotte II., wird noch ein
paar Tage auf sich warten
lassen. Die Organisatoren
berichten von Schikanen der
griechischen Behörden, die
offenbar von Israel und den USA
unter Druck gesetzt worden
seien, aber "wir werden in
wenigen Tagen starten". Wann
genau, so sagt der Vorsitzende
der Organisation "Juden für
einen gerechten Frieden", Dror
Feiler, "das sagen wir nicht, es
ist geheim, da sollen sich die
Israelis einfach überraschen
lassen." Geheim ist es wohl vor
allem, weil es von den
griechischen Behörden abhängt.
Aber am Samstag stach von
Korsika aus bereits das
französische Schiff der Flotte
in See. Insgesamt sollen es am
Ende zehn Schiffe sein.
Wird
es wieder ein Drama geben? Das
Risiko neuerlichen
Blutvergießens ist gesunken,
seit die IHH kürzlich bekannt
gab, das Flaggschiff des
vergangenen Jahres, die "Mavi
Marmara", diesmal doch nicht
teilnehmen zu lassen.
Hintergrund sind womöglich
politische Abwägungen in Ankara,
das Ergebnis sind schon jetzt
Signale einer neuen
Gesprächsbereitschaft mit
Israel.
Jedenfalls werden
vergleichsweise wenige türkische
IHH-Aktivisten an der Flotte
teilnehmen, und vor allem werden
nur kleinere Schiffe beteiligt
sein. Israel hat seine
Streitkräfte angewiesen, die
Flotte zu stoppen, aber Gefahr
erblickt Israel seit dem
Verzicht der IHH auf die "Mavi
Marmara" weniger in den
türkischen, sondern
möglicherweise in einigen
arabischen Aktivisten.
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Deutsche Linke
sind angeblich nicht dabei? Das
glaubt doch wohl nicht wirklich
jemand? Sie gehören zu den
Hauptoperateuren!
DIE LINKE als parlamentarischer Arm einer basisdemokratischen Bewegung26. Januar 2011
Cover einer von von vielen antikommunitischen Kampfschriften aus den USA, veröffentlicht 1938.
Der Kommunismus ist nicht das Ziel der Partei DIE LINKE? Reden da alle mit oder nur eine bestimmte Gruppe von GenossInnen? Ist sich DIE LINKE ihrer eigentlichen historischen Verantwortung gegenüber der Arbeiterklasse bewusst, oder versteht sie sich als systemimmanent? Wäre es nicht ein deutliches und unbestreitbares Signal der Stärke gewesen, wenn sich verschiedene GenossInnen in den Medien voll hinter Gesine Lötzsch bzw. hinter das Fernziel Kommunismus gestellt hätten? Wieso versucht man den Kommunismus als Utopie ohne Realisierungschance abzuhaken?
Wieso wird die plumpe Hetze bürgerlicher Medien zur „Blutspur des Kommunismus“ nicht mit der Klarstellung, dass bisher nie eine kommunistische Gesellschaft existierte, beantwortet? Kurz: Wieso lässt sich DIE LINKE vor der bürgerlichen Meinung hertreiben?
Wenn sich junge GenossInnen mit revolutionären, radikal-demokratischen Ansprüchen bald nach anderen Plattformen der Organisation als der Partei DIE LINKE umschauen sollten, dann hat die Medienkampagne mit Schützenhilfe aus der Partei selbst vollen Erfolg gehabt.
Aber noch ist der Zug nicht abgefahren! Bekennen wir uns jetzt zu unserer Herkunft und unserer Zukunft! Vor den bürgerlichen Kritiken, die ein System anpreisen, welches von Doppelmoral und der Missachtung von Menschenrechten geprägt ist, müssen wir doch keine Angst haben.
Fest steht: Es gibt eine Basis linker, radikaler, kommunistischer Bewegung. Diese vermittelt und streitet täglich für die Sache des Friedens, der Gleichheit und der Freiheit – kurz: für den Kommunismus. Und diese Basis leistet der LINKEN direkte und indirekte Zuarbeit. Zu Recht verknüpft sie damit die Hoffnung auf eine authentische Politik der Partei. Diese Authentizität gilt es nicht in den Wählerstimmen zu suchen, sondern die Wählerstimmen durch sie. Ansonsten wird es keine radikale Realpolitik geben, die die Aufgaben einer sozialistischen Partei im Kapitalismus erfüllt.
Und dabei ist die Situation nicht so, dass wir in die Defensive gehen müssten. Viele Menschen denken gerade jetzt – in Zeiten des Sozialabbaus, der ungelösten Kriegsfrage, der chauvinistischen Hetze, der Trivialisierung und standardisierten staatlichen Gewalt gegen Bürgerproteste und linke Demonstrationen, der Bildungskrise, Bankenrettung und Atomlobby-Politik – über alternative Gesellschaftsmodelle nach. Sie erleben täglich, dass der Kapitalismus humanistisch nicht funktioniert.
Ohne den Verweis auf die Möglichkeit einer komplett anderen Gesellschaft lähmt die Partei DIE LINKE das Potential dieses Nachdenkens der Menschen und verdammt jede Kritik an dieser Gesellschaft zum bloßen herumdoktern an den Symptomen ohne den Fehler beheben zu können. Der Fehler ist das System! Und weltweit kämpfen Menschen für dessen Beseitigung, sie kämpfen für reale Alternativen.
Die Partei DIE LINKE sollte sich also zum Kommunismus bekennen, und dementsprechend handeln. Sie sollte der parlamentarische Arm einer basisdemokratischen Bewegung sein und gleichzeitig an deren Ausbau mitwirken. Sie sollte nicht um Regierungsbeteiligung kämpfen, sondern um ihre Ideale. Nur dann ist sie in ihrer Praxis eine sozialistische Partei.
Unsere GenossInnen in Griechenland, Frankreich, Italien, Irland und überall setzen auf uns!
Linken-Kandidaten gehören linksextremen Organisationen an
BERLIN.21.3.2011 JF: Die Linkspartei schickt bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz mehrere Kandidaten ins Rennen, die Mitglied in linksextremistischen Organisationen sind. Allein auf den ersten zehn Plätzen der Landesliste finden sich fünf Kandidaten, die einer von Verfassungsschutzbehörden als linksextrem eingestuften Gruppierung angehören. So ist beispielsweise Elke Theisinger-Hinkel, die auf Listenplatz 3 kandidiert, Mitglied der „Sozialistischen Linken“.
Die Unterorganisation der Linkspartei, die nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz etwa 700 Mitglieder zählt, setzt sich unter anderem für die Überwindung des Kapitalismus und eine „Gesellschaft des demokratischen Sozialismus“ ein. Zudem gibt es intern seit längerem eine Zusammenarbeit mit dem trotzkistischen Netzwerk „marx21“. Letzteres ging aus der linksextremen Gruppierung „Linksruck“ hervor und ist laut Verfassungsschutz „die deutsche Sektion des internationalen trotzkistischen Dachverbandes ‘International Socialist Tendency’“.
Neben der Landesvorsitzenden Theisinger-Hinkel kandidieren mit Karl Voßkühler auf Platz 6 der Landesliste und James Herrmann auf Platz 8 noch zwei weitere Mitglieder der Sozialistischen Linken für die Linkspartei. Letzterer ist, ebenso wie Martin Klein auf Listenplatz 10, zudem Mitglied der DKP-Vorfeldorganisation „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA), die in Bayern und Baden-Württemberg von den Landesämtern für Verfassungsschutz als linksextremistisch beeinflußte Organisation geführt wird.
Sozialistische und antikapitalistische Ziele
Darüber hinaus verlinkt Herrmann von seiner Internetseite zur linksextremen Gefangenenhilfsorganisation Rote Hilfe. Sowohl die Bundesregierung als auch das Bundesamt für Verfassungsschutz bescheinigen der Vereinigung eine linksextreme Ausrichtung. Ihr Ziel ist es unter anderem, die gewaltbereite Linke in ihrem Kampf gegen die bestehende Ordnung zu unterstützen.
Mit Margarete Skupin kandidiert auf Platz fünf des weiteren ein Mitglied der „Antikapitalistischen Linken“. Die laut Verfassungsschutz Baden-Württemberg linksextreme „Strömung“ in der Linkspartei plädiert für eine stärkere inhaltliche Ausrichtung nach links, um „sozialistische, antikapitalistische und grundsätzlich oppositionelle Ideen und Ziele wieder in die gesellschaftliche Debatte zu bringen“. Zu den führenden Köpfen der Antikapitalistischen Linken gehört unter anderem die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, die über enge Kontakte zur linksextremen Szene verfügt. (krk)
SA-Manieren stehen wieder auf; SPD, SED-Die LINKE, Gewerkschaften zeigen ihr Despotengesicht,
der Rest schweigt und läßt gewähren; wer sagt da, Geschichte wiederholt sich nicht?
Vor die Tür gesetzt
„Kampf gegen Rechts“: Durch den massiven Druck von Linksextremisten ist es für Konservative immer schwieriger, Veranstaltungsräume zu finden
Felix Krautkrämer
JF 4. Februar 2011 – Die Veranstaltung ist seit Wochen geplant, Ort und Zeit stehen fest, die Einladungen sind verschickt, da klingelt das Telefon und der Vermieter meldet sich: Er müsse die Zusage für die Räumlichkeiten leider zurückziehen. Er sei erst jetzt darauf aufmerksam geworden, mit wem er es zu tun habe und über den „rechtsextremen Charakter“ der Veranstaltung im Bilde. Kurz: Der Vertrag ist gekündigt.
Seit Jahren kämpfen rechte und konservative Parteien, Vereine, Stiftungen, Verlage und Organisationen mit vom politischen Gegner erzwungenen Raumkündigungen. Vielerorts hat der Druck, den die Antifa, Gewerkschaften und linke Politiker auf Vermieter ausüben, dazu geführt, daß Veranstaltungen für die besagten Gruppen kaum noch möglich sind.
Das mußte kürzlich auch der frühere Berliner CDU-Abgeordnete René Stadtkewitz erfahren. Der 46jährige wollte Mitte Januar den Wahlantritt seiner Partei „Die Freiheit“ zur Abgeordnetenhauswahl im September beschließen. Doch nur wenige Stunden vor dem geplanten Parteitag setzte ihn der Vermieter, die GLS-Sprachschule, kurzerhand vor die Tür. Vorausgegangen waren Proteste des „Bündnis Rechtspopulismus stoppen“, einer linksradikalen Gruppierung, die unter derselben Adresse wie das Neue Deutschland firmiert und Stadtkewitz Islamfeindlichkeit vorwirft. Da die Kündigung so kurzfristig erfolgte, mußte der Parteitag notgedrungen abgesagt werden. Eine Ausweichmöglichkeit war auf die Schnelle nicht mehr zu finden. „Das hat schon etwas von einer Gesinnungsdiktatur“, beklagt Stadtkewitz gegenüber der JUNGEN FREIHEIT den Rauswurf. Nur seien in der Diktatur die Fronten wenigstens bekannt gewesen. Heute dagegen behaupte der Gegner im Namen von Demokratie und Freiheit für das Gute zu kämpfen. Das führe am Ende dazu, daß man nicht einmal mehr Zutritt zu einer Gaststätte erhalte.
Doch wie kommt es, daß Hoteliers und Gastwirte zahlende Kunden ohne Vorwarnung auf die Straße setzen und damit auf Einnahmen verzichten? Oftmals ist es schlicht die Angst um die eigene Existenz. Wenn Linksextremisten mit Randale und Gewerkschaften mit Boykott drohen, wenn Politik und Presse sich in Vorwürfen überbieten, wissen sich die meisten Vermieter nicht anders zu helfen, als die bestehenden Verträge fristlos zu kündigen. Meist berufen sie sich dabei auf eine Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, nach der eine Aufhebung der getroffenen Vereinbarung jederzeit möglich ist, sollte der „reibungslose Geschäftsbetrieb, die Sicherheit oder das Ansehen“ des Hauses gefährdet sein.
Bisweilen sorgt aber auch der Staat dafür, daß sich die Hoteliers Gedanken über ihre potentiellen Gäste machen. Das zumindest behauptete der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Berlin, ThomasLengfelder, unlängst in einem Interview mit der taz. So kämen in Fällen, in denen es um rechtsextreme Parteien gehe, Hinweise „vom Verfassungsschutz oder der Polizei“.
Beim Berliner Verfassungsschutz will man Lengfelders Aussage weder bestätigen noch dementieren: „Wir äußern uns nicht dazu, wie wir in solchen Fällen vorgehen“, lautet die kurze Antwort einer Sprecherin der Behörde. Dennoch spricht einiges dafür, daß die Verfassungsschützer mitunter selbst aktiv werden. So wurden beispielsweise der rechten Kulturvereinigung „Gesellschaft für freie Publizistik“ (GfP) 2009 von einem Brandenburger Hotel die Tagungsräume für ihren Jahreskongreß gekündigt. Eine Mitarbeiterin des Hotels gab damals an, ein Anruf des Verfassungsschutzes habe das Haus über den angeblich rechtsextremen Hintergrund der GfP informiert.
Auch ThomasRau, Wirt des Ratskellers im Berliner Stadtteil Schmargendorf, erhielt vor ein paar Wochen Besuch von der Polizei. Ein Beamter klärte ihn darüber auf, daß es sich bei den Gästen, die sein Lokal für eine Versammlung gemietet hatten, um Mitglieder von Stadtkewitz’ Partei „Die Freiheit“ handelte. Seine Frage, ob er den Vertrag kündigen solle, habe der Polizist verneint, sagt Rau. Allerdings habe er vor linken Protesten gewarnt. Nun bangt der 52 Jahre alte Wirt um seine Existenz. Denn nachdem das linkextreme Internetportal Indymedia und der Tagesspiegel auf die Versammlung sowie eine frühere „umstrittene Veranstaltung“ aufmerksam gemacht hatten, forderten Grüne und SPD in der zuständigen Bezirksverordnetenversammlung, den Mietvertrag mit Rau zu beenden.
Angeblich habe der Wirt gegen den Pachtvertrag des Bezirks verstoßen. Darin verpflichtet sich der Vermieter, „den Betrieb entsprechend der Würde des Rathauses zu führen und nichts zu tun, was das Ansehen der demokratischen Verwaltungsbehörde oder des demokratischen Staates“ beeinträchtigt. Versammlungen, „die von staatsfeindlichen Personen“ oder „Gegnern der Demokratie veranstaltet oder besucht werden“, seien in den Räumlichkeiten nicht geduldet. Rau fühlt sich von der Politik im Stich gelassen und überrumpelt: „Woher soll ich wissen, wer rechts ist und wer nicht? Wenn sich jemand Schuhe kauft, fragen Sie ihn doch auch nicht, welcher Partei er angehört.“
Der Geschäftsführer des Instituts für Staatspolitik (IfS), ErikLehnert, kann mittlerweile ein Lied von den Schwierigkeiten singen, in der Hauptstadt geeignete Räumlichkeiten zu bekommen. Mehr als einmal wurde dem Institut in der Vergangenheit in letzter Minute fristlos gekündigt. Knüppeldick kam es im Mai 2009. Das IfS hatte zum 17. Berliner Kolleg geladen. Auf dem Programm stand „Die deutsche Frage und das Jahr 1989“, als Tagungsort war die GLS-Sprachschule angemietet worden. Vier Tage vor der Veranstaltung berichtete das SPD-Blatt Blick nach Rechts von dem bevorstehenden Kolleg – zwei Tage später erhielt Lehnert telefonisch die Kündigung. „Da stehen Sie dann da. Zweihundert Zusagen aus ganz Deutschland und keine zwei Tage mehr, um völlig umzuplanen“, erzählt der 35 Jahre alte Berliner. „Was nun? Wie auf die Schnelle einen Ersatz finden? Reicht die Zeit noch, um allen Teilnehmern den neuen Veranstaltungsort mitzuteilen? Und was, wenn dieser auch gekündigt wird? Das sind die Fragen, die einem in diesem Moment durch den Kopf gehen.“ Durch Kontakte fand sich eine Ausweichmöglichkeit in Berlin-Reinickendorf. Der Vermieter, über das IfS und die Problematik informiert, hatte Lehnert angesichts der zu erwartenden Einnahmen von mehreren tausend Euro versichert, unter keinen Umständen vom Vertrag zurückzutreten.
Am nächsten Tag klingelte das Telefon und nach ein paar entschuldigenden Worten stand der IfS-Geschäftsführer erneut ohne Raum da. In einer Mitteilung begründete der Vermieter sein Einknicken mit einer „Flut von Protestschreiben und Anrufen (Verdi, Berliner Parteien und Privatpersonen)“, die ihn erreicht habe und in der vor „massiven Protesten“ gewarnt worden war. Zwar konnte die Veranstaltung letztlich doch noch in einem leerstehenden Fabrikgebäude stattfinden, doch war dies vorerst das letzte Berliner Kolleg. Der Aufwand, so Lehnert, sei derzeit einfach zu hoch. Vor lauter Ärger drohe die eigentliche Arbeit auf der Strecke zu bleiben.
So wie in Berlin läuft es überall in Deutschland: In Hamburg kündigte die Handwerkskammer 2009 der „Vereinigung Hamburger Akademikerverbände“, einem Zusammenschluß von Studentenverbindungen, die Räumlichkeiten für den geplanten Verbändekommers. Da auch das angefragte Intercontinentel Hotel ablehnte, mußte die Feier schließlich ausfallen. 2010 fand mangels geeigneter Räumlichkeiten ebenfalls kein Kommers statt, und auch in diesem Jahr sieht es nicht besser aus. Auch in Frankfurt setzte die Industrie- und Handelskammer im vergangenen August nach einer Kampagne der Frankfurter Rundschau den Convent Deutscher Akademikerverbände und den Rhein-Main-Kommers vor die Tür. Auf das Ausweichquartier in Darmstadt verübten Linksextremisten in der Nacht vor dem Kommers einen Farbanschlag, wodurch ein Schaden von über 50.000 Euro entstand.
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Betroffen sind allerdings bei weitem nicht nur rechte Kleinparteien oder Studentenverbindungen. Erst vergangene Woche sagte die Technische Universität Berlin eine Vortragsveranstaltung mit Thilo Sarrazin zum Thema „Zuwanderung und Integration“ ab, nachdem linke Gruppen mit Protesten gedroht hatten. Im Mai 2008 verhinderten Linksextremisten einen Vortrag der Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach (CDU) an der Universität Potsdam. Rund sechzig Personen blockierten den Zugang zum Hörsaal und griffen Zuhörer an.
Der Freiburger Staats- und Verfassungsrechtler Dietrich Murswiek sieht in den Vorgängen eine gefährliche Entwicklung. Für ihn setzt Demokratie einen freien Meinungsbildungsprozeß voraus. Sei der nicht gewährleistet, stehe letztlich auch die Demokratie auf dem Spiel. Juristisch sei die Problematik allerdings oftmals schwer zu fassen: „Zum demokratischen Meinungskampf gehört es durchaus dazu, daß sich die politischen Kontrahenten auch mal etwas härter angehen. Das darf aber nicht dazu führen, daß bestimmten politischen Gruppen die Möglichkeit genommen wird, sich zu präsentieren und für ihre Meinung zu werben.“ Für ihn sind die Grenzen des freien Meinungskampfes beispielsweise überschritten, wenn Vermieter durch Parteien und Gewerkschaften unter Druck gesetzt werden. Ein solcher Boykott bedrohe die Existenz der Hoteliers und Gastwirte und sei geeignet, die Wahrnehmung der Versammlungsfreiheit flächendeckend zu verhindern.
Daß auch an Universitäten Veranstaltungen aufgrund von Protesten abgesagt werden, empfindet der 62 Jahre alte Jurist dagegen als beschämend: „Das ist nicht im Sinne der Redefreiheit.“ Alle staatlichen Einrichtungen seien in dieser Hinsicht zu politischer Neutralität verpflichtet. Und gerade Hochschulen sollten Orte des freien Diskurses und nicht der Diskursverhinderung sein.
Initiative „Gemeinsam für Toleranz“
Im Juni 2008 gründeten die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuß (ANG) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten (NGG) unterstützt vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) die Initiative „Gemeinsam für Toleranz“. „Vor dem Hintergrund zunehmender Gewalttaten, vor allem von rechtsextremen Gruppierungen, und den Wahlerfolgen rechtsextremer Parteien“ habe man sich entschieden, „gemeinsam Farbe zu bekennen“. Auf der Internetseite werden Informationen über „rechtsextreme Mythen“, „rechtsextreme Musik“ sowie „Symbole und Zeichen der Rechtsextremisten“ angeboten. Der Inhalt dazu stammt unter anderem vom Verfassungsschutz, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem „Netz gegen Nazis“.
Der Hamburger Landesverband der Dehoga brachte zudem Ende vergangenen Jahres gemeinsam mit dem „Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Hamburg“ die zwanzigseitige Broschüre „Rechtsextremisten nicht auf den Leim gehen. Ein Ratgeber für die Gastronomie“ heraus. Darin werden Tips gegeben, wie Gastwirte „durch die Gestaltung des Nutzungs- bzw. Mietvertrages“ den „Mißbrauch der Einrichtung durch RechtsextremistInnen vertraglich“ ausschließen können. Zudem warnen die Verantwortlichen, die Vermieter würden oftmals über den Hintergrund der Veranstaltung im unklaren gelassen. Als Beispiel nennt die Broschüre den „Verbändekommers der Vereinigung Hamburger Akademikerverbände – Akademischer Bismarckausschuß“ (siehe oben). Bei dieser Veranstaltung habe der Name „nicht gleich auf einen rechtsextremen Hintergrund schließen“ lassen.
NAZI-Geist ist wieder da, in Gestalt der ANTIFA
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Linkspartei: Stasi-Vorwürfe gegen Lötzschs Büroleiter 19.1.2011 JF
Wie das Blatt schreibt, diente der heute 52jährige von 1978 bis 1981 im Chiffrierdienst des Wachregiments des MfS. Seine dortige Einstellung sei auf die Bitte eines „hohen SED- und Stasi-Funktionärs“ zurückgegangen. Stasi-Chef Erich Mielke habe sich für ihn ausgesprochen.
Stasi-Vorwürfe gegen Ehemann von Lötzsch
Das Wachregiment des MfS wurde 1951 aufgestellt und diente vorrangig der Objektsicherung. 1953 war es allerdings auch an der Niederschlagung des Volksaufstands vom 17. Juni beteiligt. 1967 erhielt das Wachregiment anläßlich des 50. Jahrestags der Gründung des sowjetischen Geheimdienstes Tscheka den Namen des Vaters und ersten Leiters der Tscheka, Feliks Dzierzynski.
Erst im Frühjahr vergangenen Jahres war bekannt geworden, daß Lötzschs Ehemann unter dem Decknamen „IM Heinz“ für die Stasi gearbeitet haben soll. Anfang des Monats hatte Lötzsch wegen eines nachfolgenden Artikels in der Jungen Welt massive Kritik einstecken müssen, weil sie in diesem ihre Partei aufgefordert hatte, nach neuen Wegen zum Kommunismus zu suchen. (krk)
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Gespenst des Kommunismus spukt
durch die Linke / 6.1.2011
Selbst alte SED-Genossen sind
von Gesine Lötzschs Bekenntnis
zum Kommunismus irritiert. Die
Parteichefin erntet in der
Linken aber auch Zustimmung.
Gesine Lötzsch irritiert mit
ihrem Bekenntnis zum Kommunismus
selbst alte SED-Genossen. In
einem Beitrag für die
marxistische Tageszeitung „Junge
Welt“ hatte die Linken-Chefin am
Montag geschrieben: „Die Wege
zum Kommunismus können wir nur
finden, wenn wir uns auf den Weg
machen und sie ausprobieren.“
Der ehemalige
DDR-Ministerpräsident Hans
Modrow sagte dazu „Welt Online“:
„In der internationalen Debatte
spielt der Aufbau des
Kommunismus heute keine Rolle
mehr. Wir sollten bei dem Thema
,Sozialismus im 21. Jahrhundert'
bleiben.“ Im Beitrag von Lötzsch
ist demgegenüber vom langen und
steinigen „Pfad zum Kommunismus“
die Rede.
Foto: dapd Gesine
Lötzsch steht nach ihrem Artikel
über "Wege zum Kommunismus" in
der Kritik. Sie kommt auch aus
Teilen ihrer eigenen Partei
Dieses Plädoyer hatte heftige
Reaktionen aller Parteien
ausgelöst, die Linke
eingeschlossen.
Unionsfraktionsvize Arnold Vaatz
warf Lötzsch undemokratische
Tendenzen vor: „Wären morgen die
Voraussetzungen dafür gegeben,
die Linke hätte keinerlei
Skrupel, wie nach 1945 die
Demokratie zu nutzen, um sie
erneut abzuschaffen.“ Wegen der
Äußerungen von Lötzsch sprach
sich CSU-Chef Horst Seehofer
dafür aus, gegen die Partei ein
Verbotsverfahren zu prüfen. Er
kündigte eine stärkere
Auseinandersetzung mit
„politischen Gegnern“ an.
Der
Altvordere Modrow,
Ehrenvorsitzender der
Linken-Vorläuferin PDS, sagte zu
den Lötzsch-Äußerungen, auch in
der DDR sei nie ein Beschluss
gefasst worden, „den Weg zum
Kommunismus zu suchen“. Vor 1990
habe die SED vielmehr eine
entwickelte sozialistische
Gesellschaft angestrebt. In der
öffentlichen Debatte muss sich
Lötzsch jetzt nicht zuletzt
dafür rechtfertigen, dass sie
die im Namen des Kommunismus
begangenen Verbrechen
ausgeblendet hat. Dies steht im
Widerspruch zur Beschlusslage
der eigenen Partei. Modrow, der
sich in Polen aufhält und ein
profunder Kenner der
marxistisch-leninistischen
Geschichtsschreibung ist, merkt
hierzu an: „Die Linkspartei
sollte nicht hinter den
20.Parteitags der KPdSU
zurückfallen, auf dem Stalins
Verbrechen mit deutlichen Worten
verurteilt wurden.“ Auf dem
Moskauer Parteikonvent im
Februar 1956 hatte Nikita
Chruschtschow die Delegierten in
einer fünfstündigen Geheimrede
über die Gräueltaten seines
Vorgängers Stalin aufgeklärt. Es
war der Beginn einer
Tauwetterperiode.
Parteichefin Lötzsch trug ihre Thesen
während der Berliner
Rosa-Luxemburg-Konferenz auf
einer kommunistisch durch Ulla
Jelpke geführten Podiumsdiskussion
am 8.1.2011 vor.. Titel der
Veranstaltung: „Wo bitte geht's
zum Kommunismus?Linker
Reformismus oder revolutionäre
Strategie – Wege aus dem
Kapitalismus“. Nicht nur das
Motto, auch Lötzschs
Gesprächspartner haben Befremden
ausgelöst. Sie diskutiert unter
anderem mit der ehemaligen
RAF-Terroristin Inge Viett
und
der DKP-Vorsitzenden Bettina
Jürgensen und einer Vertreterin
der
ANTIFA.
Viett befürwortet
neben den
Agit-Prop-
ANTIFAS und
Jelpke (innenpolitischen
Sprecherin der Linksfraktion im
Bundestag)
nach wie vor Gewalt gegen Sachen
als Mittel im politischen Kampf,
Jürgensens Partei DKP gilt als
radikaler Sektiererverein.
Modrow verteidigt, dass sich Lötzsch mit der DKP einlässt.
Beide Parteien seien schließlich
in der Europäischen Linken (EL)
organisiert, die Linke als
Vollmitglied und die DKP als
Beobachterin: „Da kann man sich
zu Hause in Deutschland nicht
einer Diskussion entziehen.“
Das gemeinsame Auftreten von DKP und
Linkspartei entsetzt hingegen
die Reformer in der Linken. Ein
ranghoher Funktionär sagte „Welt
Online“: „Der frühere Parteichef
Lothar Bisky und der
Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi
haben die
Rosa-Luxemburg-Konferenz aus
guten Gründen gemieden (und
übt sie ohne Polizeischutz der
Betroffenen auch gegen Personen
aus, wie die PRO Bewegung aus
zahlreichen DEMOS berichten kann
/Videos siehe Pro NRW youTube). Erst
Oskar Lafontaine hat mit dieser
Tradition gebrochen.“ Initiator
dieser Konferenz ist die „Junge
Welt“, die den Ruf eines
Neo-Stalinisten-Blatt hat. Der
Chefredakteur steht offensiv zu
seiner Vergangenheit als
Stasi-Spitzel, in seiner Zeitung
schreiben regelmäßig ehemalige
HVA-Agenten und frühere
RAF-Mitglieder. Das einstige
Organ der SED-Jugend FDJ sei
heute eine „randständige
Tageszeitung“, bemängelt mit dem
„Forum demokratischer
Sozialismus“ (FdS) der
Reformer-Zusammenschluss der
Linken. Es kritisiert Lötzsch
auf seiner Internetseite. Das
von ihr mit den
Kommunismus-Thesen ausgesendete
Signal sei „aus reformerischer
Sicht nicht hilfreich“.
________________________________________________
Anmerkung
Pro Mittelstand: Vorausgegangen
war am 4.1.2011 ein Artikel
unter dem der Terroristin Viett
(u.E. Artikel von oben!)
im Kommunistenblatt "Junge
Welt", das in der erklärten
Absicht nach diesseitiger
juristischer Sicht klar den
Tatbestand des "Hochverrats"
erfüllt, zumal in der
Podiumsdiskussion am 8.1.2011
neben Lötzsch und der als
radikal bekannten Jelpke die
ebenfalls zweifelhafte DKP und
letztlich die Antifa, als gegen
Entgelt von der gesamten Linken
einschließlich der Grünen
verwendetes und eingesetztes
Gewaltpotential
mit am Diskussions-Tisch saß.
Hochverrat
Geschütztes
Rechtsgut ist der
physische und
verfassungsmäßige
Bestand der
Bundesrepublik
Deutschland und ihrer
Länder. Dieser umfasst
die staatliche Einheit
von Bund und Ländern,
deren Gebietsintegrität
und die völkerrechtliche
Souveränität des Bundes
(Bestandshochverrat).
„Wer es unternimmt,
mit Gewalt oder
durch Drohung mit
Gewalt
den Bestand der
Bundesrepublik
Deutschland zu
beeinträchtigen
oder
die auf dem
Grundgesetz für
die
Bundesrepublik
Deutschland
beruhende
verfassungsmäßige
Ordnung zu
ändern,
wird mit
lebenslanger
Freiheitsstrafe oder
mit Freiheitsstrafe
nicht unter zehn
Jahren bestraft.“
– § 81 StGB
Für die Gefährdung des
Bestandes der
Bundesländer in
ihrer territorialen
Integrität und
verfassungsmäßigen
Ordnung ist dagegen § 82
StGB einschlägig:
„Wer es unternimmt,
mit Gewalt oder
durch Drohung mit
Gewalt
das Gebiet eines
Landes ganz oder
zum Teil einem
anderen Land der
Bundesrepublik
Deutschland
einzuverleiben
oder einen Teil
eines Landes von
diesem
abzutrennen oder
die auf der
Verfassung eines
Landes beruhende
verfassungsmäßige
Ordnung zu
ändern,
wird mit
Freiheitsstrafe von
einem Jahr bis zu
zehn Jahren
bestraft.“
– § 82 StGB
Der
Verfassungshochverrat
bezeichnet sämtliche
Änderungen und
Beseitigungen des
Wesensgehaltes der
Verfassung wie die
freiheitliche
Demokratie, den
Rechtsstaat und die
Grundrechte.
Tatmittel sind die
Gewalt und die
Drohung mit Gewalt
und entsprechen im
Wesentlichen dem
Gewaltbegriff bei der
Nötigung.
________________________________________________
Kommunismus-Thesen
2011
"Die
LINKE kämpft in einem großen
transformatorischen Prozess
gesellschaftlicher Umgestaltung
für den demokratischen
Sozialismus des 21.
Jahrhunderts. Dieser Prozess
wird von vielen kleinen und
großen Reformschritten, von
Brüchen und Umwälzungen mit
revolutionärer Tiefe
gekennzeichnet sein."
"Die LINKE kämpft für die
Veränderung der
Eigentumsverhältnisse. Wir
wollen eine radikale Erneuerung
der Demokratie, die sich auch
auf wirtschaftliche
Entscheidungen erstreckt, und
sämtliche Eigentumsformen
emanzipatorischen, sozialen und
ökologischen Maßstäben
unterwerfen."
"Strukturbestimmende
Großbetriebe der Wirtschaft
wollen wir in demokratische
gesellschaftliche
Eigentumsformen überführen und
kapitalistisches Eigentum
überwinden. Auf welche
Bereiche, Unternehmen und
Betriebe sich die demokratische
Vergesellschaftung erstrecken
und in welchen öffentlichen oder
kollektiven Eigentumsformen
(staatliches oder kommunales
Eigentum, Genossenschaften,
Belegschaftseigentum) sie sich
vollziehen soll, muss im
demokratischen Prozess
entschieden werden."
"Erforderlich [für kleine und
mittlere Unternehmen] sind
Rahmenbedingungen, die hohe
soziale und ökologische
Standards sichern und
Konzentration von Einkommen und
Vermögen verhindern. Das
schließt auch eine
Umverteilung von Einkommen und
Vermögenund eine
demokratische Organisation und
Steuerung der Wirtschaft und
Gesellschaft ein."
"öffentliche Aufträge dürfen nur
an Unternehmen vergeben werden,
die die Tarifverträge einhalten,
Mindestlöhne zahlen und
soziale und ökologische
Kriterien beachten. "
"Perspektivisch streben wir eine
Obergrenze von 35
Stunden, längerfristig von 30
Stunden an. Wir wollen, dass
dabei für die Beschäftigten ein
voller Lohnausgleich gesichert
wird."
"Das ungehinderte Streikrecht
einschließlich des Rechts auf
den politischen Streik und den
Generalstreik, muss
gewährleistet werden."
"Private Banken müssen [...]
verstaatlicht,
demokratischer Kontrolle
unterworfen und auf das
Gemeinwohl verpflichtet werden."
"Das in den letzten Jahren
explosiv angewachsene
Investmentbanking ist
abzuwickeln, der Eigenhandel mit
Wertpapieren und die Spekulation
in Derivaten sind Banken zu
verbieten, ebenso jegliche
Geschäfte außerhalb der eigenen
Bilanz und Geschäfte mit
Unternehmen oder Personen, die
rechtlich in Steuer- und
Aufsichtsoasen registriert
sind."
"Die Managergehälter
müssen auf das 20fache der
untersten Lohngruppen im
Unternehmen begrenzt, die
Vergütung mit Aktienoptionen
sowie übermäßige Abfindungen
müssen verboten werden."
"Wir fordern ein Verbot von
Massenentlassungen in
Unternehmen, die nicht
insolvenzgefährdet sind. Das
wird in großem Umfang sozial
abgesicherte Übergänge von
Beschäftigten aus schrumpfenden
in zukunftsfähige Branchen
einschließen."
"[...] staatliche Hilfen
[dürfen] nur im Tausch gegen
entsprechende Eigentumsanteile
der öffentlichen Hand oder
Belegschaftsanteile vergeben
werden. Diese Eigentumsrechte
sind zu nutzen, um die Kriterien
der Unternehmensführung zu
verändern: Die heutige
Renditefixierung, die
ausschließlich den Eigentümern
bzw. Aktionären nützt, muss
abgelöst werden durch ein
Wirtschaften, das den
Unternehmenserfolg am
langfristigen Wachstum, an den
Interessen der Beschäftigten
sowie der ökologischen
Nachhaltigkeit misst."
"Wir streben [...] eine
soziale Umverteilung von
oben nach unten an."
"Hartz IV muss weg. Wir
brauchen stattdessen ein am
vergangenen Einkommen
orientiertes Arbeitslosengeld
und eine bedarfsdeckende und
sanktionsfreie Mindestsicherung,
die Armut tatsächlich verhindert
und die Bürgerrechte der
Betroffenen achtet. Wir fordern
die Abschaffung erniedrigender
Bedürftigkeitsprüfungen."
"[...] wir [fordern], dass
Wirtschaftsverbände und
Unternehmen nicht an Parteien
spenden dürfen und es ihnen
verboten wird, Abgeordnete in
Landtagen, Bundestag oder
Europaparlament auf ihren
Gehaltslisten zu führen"
"Wir [...] kämpfen gegen die
Illegalisierung von
Flüchtlingen, gegen
Abschiebungen, jede Form von
Sondergesetzen wie die
Residenzpflicht sowie gegen
Sammellager. Die
unmenschliche
Abschottungspolitik der EU
nach außen ist zu beenden – wir
wollen keine Festung Europa."
"Wir wollen die
Energiekonzerne in öffentliches
Eigentum überführen und
einer demokratischen Kontrolle
unterstellen. Das Energiekartell
muss entflochten, die
Energieversorgung weitgehend
rekommunalisiert, die
Energiemonopole müssen
schrittweise aufgelöst werden.
Wir wollen den unverzüglichen
Ausstieg aus der Nutzung der
Atomenergie."
__________________________________
Der Bundessprecher dieser
Parteiströmung, der
Bundestagsabgeordnete Stefan
Liebich aus Berlin, grenzte sich
im „Deutschlandfunk“ von Lötzsch
ab, die ihn mit ihrem Beitrag
„überrascht“ habe. Liebich
forderte seine Vorsitzende auf,
deutlich zu sagen, „dass es ganz
viele Verbrechen im Namen des
Kommunismus gegeben hat, von
denen wir uns in aller Klarheit
distanzieren“.
Man
könne nicht davon ausgehen, dass
der Kommunismus für die
Deutschen „wie bei einigen
Linken eine schöne
Zukunftsvision ist“. Ein anderer
Reformer, der ungenannt bleiben
will, sagte „Welt Online“: „Der
Lötzsch-Vorstoß kostet uns vor
allem im Osten, wo die Partei
pragmatisch orientiert ist,
viele Stimmen.“
Demgegenüber verteidigt die
Linke in Nordrhein-Westfalen die
umstrittenen Kommunismus-Thesen.
Der Landesvorstand stehe hinter
dem Vorstoß von Lötzsch, sagte
Michael Kretschmer, Leiter der
Landesgeschäftsstelle in
Düsseldorf. Die
Studentenorganisation Die
Linke.SDS stellte sich ebenfalls
hinter die Bundesvorsitzende:
„Wir begrüßen ihren positiven
Bezug auf den Kommunismus als
Fernziel der Partei.“
Im
vergangenen Jahr hatte noch
Linken-Chef Klaus Ernst mit
seinen großzügigen Bezügen
innerparteilich für Verärgerung
gesorgt. Jetzt hat die
Ko-Vorsitzende Lötzsch
gleichgezogen. „Ihr mangelt es
an politischem Instinkt, ihm
fehlt das Fingerspitzengefühl,
was seinen Lebensstil
anbelangt“, sagt ein
parteiinterner Kritiker. Die
Linke gehe mit einer
angeschlagenen Führung in das
Superwahljahr 2011, heißt es
weiter. Dabei hätten weder
Lötzsch noch Ernst zündende
Ideen, wie sie die Linke wieder
in die Offensive bringen
könnten. Thüringens
Linken-Fraktionschef Bodo
Ramelow hofft hingegen, dass man
aus der Debatte gestärkt
hervorgehen könne. Erforderlich
sei aber, dass „wir mit der
Blutspur des Kommunismus richtig
umgehen.“
Der Wähler
hingegen dürfte sich aber
folgende Frage stellen:
Wo bitte treibt
diese Linke hin? Und wer will
eigentlich in diesem Land den
Kommunismus?
__
Brandstiftungen als „legitime
Aktion“
der Mauermördernachfolger?
Bereits am
Dienstag, 4.1.2011,erschien
vorab ein
Diskussionsbeitrag
Vietts in der Tageszeitung
Junge Welt, in dem die
RAF-Terroristin den Kampf gegen
den „bürgerlichen Staat“
fordert. Wörtlich heißt es in
dem Aufsatz: „Das
kapitalistische Gewaltmonopol
bricht nicht von allein; der
Bruch muß bewußt organisiert und
der Kampf dafür erlernt werden.“
Auch Knast bringt offensichtlich
die Verbrecher nicht zur
Leuterung.
Viett, die sich nie
vom Terror der RAF distanziert
hatte und dennoch 1997 nach
Verbüßung einer siebenjährigen
Haftstrafe auf freien Fuß
gesetzt worden war, macht
konkrete Vorschläge für den
Kampf gegen den Staat: „Wenn
Deutschland Krieg führt und als
Antikriegsaktion
Bundeswehrausrüstung abgefackelt
wird, dann ist das eine legitime
Aktion.“
Dasselbe gelte für
Sabotage bei der Produktion von
Rüstungsgütern, illegale
Streikaktionen, Betriebs- und
Hausbesetzungen oder „militante
antifaschistische Aktionen“.
Die bürgerliche Rechtsordnung,
so Viett, müsse „wenn es
notwendig und möglich ist“,
überschritten werden. (krk/rg)
Haben wir
eigentlich noch einen
Verfassungs- Staatsschutz und
die zuständige
Staatsanwaltschaft?
__________________________________________
Das
Gespenst des Kommunismus spaltet
die Linke
die Welt 7.1.2011
Lötzsch löst mit umstrittenen
Thesen heftigen Richtungsstreit
aus - Seehofer für Prüfung eines
Verbotsverfahrens gegen die
Partei
Die
Linke-Chefin zwingt den
Mitgliedern in ihrer Partei zu
Beginn des Superwahljahrs eine
verstörende Debatte auf
Gesine Lötzsch irritiert mit
ihrem Bekenntnis zum Kommunismus
selbst alte SED-Genossen. In
einem Beitrag für die
marxistische Tageszeitung "Junge
Welt" hatte die Linke-Chefin am
Montag geschrieben: "Die Wege
zum Kommunismus können wir nur
finden, wenn wir uns auf den Weg
machen und sie ausprobieren."
Der ehemalige
DDR-Ministerpräsident Hans
Modrow sagte dazu der "Welt":
"In der internationalen Debatte
spielt der Aufbau des
Kommunismus heute keine Rolle
mehr. Wir sollten bei dem Thema
,Sozialismus im 21. Jahrhundert'
bleiben." Im Beitrag von Lötzsch
ist demgegenüber vom langen und
steinigen "Pfad zum Kommunismus"
die Rede.
Dieses Plädoyer hatte heftige
Reaktionen aller Parteien
ausgelöst, die Linke
eingeschlossen.
Unionsfraktionsvize Arnold Vaatz
(CDU) warf Lötzsch
undemokratische Tendenzen vor:
"Wären morgen die
Voraussetzungen dafür gegeben,
die Linke hätte keinerlei
Skrupel, wie nach 1945 die
Demokratie zu nutzen, um sie
erneut abzuschaffen." Wegen der
Äußerungen von Lötzsch sprach
sich CSU-Chef Horst Seehofer
dafür aus, gegen die Partei ein
Verbotsverfahren zu prüfen. Er
kündigte eine stärkere
Auseinandersetzung mit
"politischen Gegnern" an.
Der
Altvordere Modrow,
Ehrenvorsitzender der
Linke-Vorläuferin PDS, sagte zu
den Lötzsch-Äußerungen, auch in
der DDR sei nie ein Beschluss
gefasst worden, "den Weg zum
Kommunismus zu suchen". Vor 1990
habe die SED vielmehr eine
entwickelte sozialistische
Gesellschaft angestrebt. In der
öffentlichen Debatte muss sich
Lötzsch jetzt nicht zuletzt
dafür rechtfertigen, dass sie
die im Namen des Kommunismus
begangenen Verbrechen
ausgeblendet hat. Dies steht im
Widerspruch zur Beschlusslage
der eigenen Partei. Modrow, der
sich in Polen aufhält und ein
profunder Kenner der
marxistisch-leninistischen
Geschichtsschreibung ist, merkt
hierzu an: "Die Linkspartei
sollte nicht hinter den 20.
Parteitag der KPdSU
zurückfallen, auf dem Stalins
Verbrechen mit deutlichen Worten
verurteilt wurden." Auf dem
Moskauer Parteikonvent im
Februar 1956 hatte Nikita
Chruschtschow die Delegierten in
einer fünfstündigen Geheimrede
über die Gräueltaten seines
Vorgängers Stalin aufgeklärt. Es
war der Beginn einer
Tauwetterperiode.
Parteichefin Lötzsch will ihre
Thesen am Samstag während der
Berliner
Rosa-Luxemburg-Konferenz auf
einer Podiumsdiskussion
vortragen. Titel der
Veranstaltung: "Wo bitte geht's
zum Kommunismus? Linker
Reformismus oder revolutionäre
Strategie - Wege aus dem
Kapitalismus". Nicht nur das
Motto, auch Lötzschs
Gesprächspartner haben Befremden
ausgelöst. Sie diskutiert unter
anderem mit der ehemaligen
RAF-Terroristin Inge Viett und
der DKP-Vorsitzenden Bettina
Jürgensen. Viett befürwortet
nach wie vor Gewalt gegen Sachen
als Mittel im politischen Kampf,
Jürgensens Partei gilt als
radikaler Sektiererverein.
Modrow verteidigt, dass sich
Lötzsch mit der DKP einlässt.
Beide Parteien seien schließlich
in der Europäischen Linken (EL)
organisiert, die Linke als
Vollmitglied und die DKP als
Beobachterin: "Da kann man sich
zu Hause in Deutschland nicht
einer Diskussion entziehen."
Anzeige
Das gemeinsame Auftreten von DKP und
Linkspartei entsetzt hingegen
die Reformer in der Linken. Ein
ranghoher Funktionär sagte der
"Welt": "Der frühere Parteichef
Lothar Bisky und der
Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi
haben die
Rosa-Luxemburg-Konferenz aus
guten Gründen gemieden. Erst
Oskar Lafontaine hat mit dieser
Tradition gebrochen." Initiator
dieser Konferenz ist die "Junge
Welt", die den Ruf eines
Neo-Stalinisten-Blatts hat. Der
Chefredakteur steht offensiv zu
seiner Vergangenheit als
Stasi-Spitzel, in seiner Zeitung
schreiben regelmäßig ehemalige
HVA-Agenten und frühere
RAF-Mitglieder. Das einstige
Organ der SED-Jugend FDJ sei
heute eine "randständige
Tageszeitung", bemängelt mit dem
"Forum demokratischer
Sozialismus" (FdS) der
Reformer-Zusammenschluss der
Linken. Es kritisiert Lötzsch
auf seiner Internetseite. Das
von ihr mit den
Kommunismus-Thesen ausgesendete
Signal sei "aus reformerischer
Sicht nicht hilfreich".
Der
Sprecher dieser Parteiströmung,
der Bundestagsabgeordnete Stefan
Liebich aus Berlin, grenzte sich
im Deutschlandfunk von Lötzsch
ab, die ihn mit ihrem Beitrag
"überrascht" habe. Liebich
forderte seine Vorsitzende auf,
deutlich zu sagen, "dass es ganz
viele Verbrechen im Namen des
Kommunismus gegeben hat, von
denen wir uns in aller Klarheit
distanzieren". Das müsse man
sagen, ehe man sich den Fragen
der Gegenwart zuwende. Man könne
nicht davon ausgehen, dass der
Kommunismus für die Deutschen
"wie bei einigen Linken eine
schöne Zukunftsvision ist". Ein
anderer Reformer sagte der
"Welt": "Der Lötzsch-Vorstoß
kostet uns vor allem im Osten,
wo die Partei pragmatisch
orientiert ist, viele Stimmen."
Demgegenüber verteidigt die
Linke in Nordrhein-Westfalen die
umstrittenen Kommunismus-Thesen.
Der Landesvorstand stehe hinter
dem Vorstoß von Lötzsch, sagte
Michael Kretschmer, Leiter der
Landesgeschäftsstelle in
Düsseldorf. Die
Studentenorganisation Die
Linke.SDS stellte sich ebenfalls
hinter die Bundesvorsitzende:
"Wir begrüßen ihren positiven
Bezug auf den Kommunismus als
Fernziel der Partei."
Im
vergangenen Jahr hatte noch
Linke-Chef Klaus Ernst mit
seinen großzügigen Bezügen
innerparteilich für Verärgerung
gesorgt. Jetzt hat die
Ko-Vorsitzende Lötzsch
gleichgezogen. "Ihr mangelt es
an politischem Instinkt, ihm
fehlt das Fingerspitzengefühl,
was seinen Lebensstil
anbelangt", sagt ein
parteiinterner Kritiker. Die
Linke gehe mit einer
angeschlagenen Führung in das
Superwahljahr 2011, heißt es
weiter. Dabei hätten weder
Lötzsch noch Ernst zündende
Ideen, wie sie die Linke wieder
in die Offensive bringen
könnten. Thüringens
Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow
hofft hingegen, dass man aus der
Debatte gestärkt hervorgehen
könne. Erforderlich sei aber,
dass "wir mit der Blutspur des
Kommunismus richtig umgehen".
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Lötzsch/Die Linke:"Ich kann mir
Kommunismus jetzt nicht
vorstellen"
die Welt 6.1.2011
Linkenchefin Lötzsch spricht im
im "Welt am Sonntag"-Interview
über ihren Freiheitsbegriff, übt
Kritik am Kapitalismus und
stellt klar: "Ich bin keine
Kommunistin."
Charmant. Anders kann man Gesine
Lötzsch nicht beschreiben. Aber
im Interview kommen die
Antworten wie gestanzt, und die
bei anderen Politikern übliche
Masche – „Schalten Sie das Gerät
aus, und ich sage Ihnen, was ich
wirklich meine“ – kann oder will
sie nicht anwenden; vielleicht
weil sie schon in der DDR
gelernt hat, das zu meinen, was
sie gerade sagt. Jetzt erklärt
sie, dass ihr Essay in der
„Jungen Welt“ mit dem Titel
„Wege zum Kommunismus“
eigentlich eine Absage an den
Kommunismus war. Und vielleicht
glaubt sie das auch, obwohl sie
dort geschrieben hat, dass „der
Pfad zum Kommunismus ein sehr
langer und steiniger sein wird“.
Offen ist Gesine Lötzsch nicht,
möglicherweise auch nicht sich
selbst gegenüber. Aber nett ist
die Ko-Vorsitzende der
Linkspartei und unprätentiös.
Man kann verstehen, dass sie in
ihrem Berliner Wahlkreis
Lichtenberg nicht nur unter
ihren Genossen beliebt ist. Als
sie uns in ihrem Bundestagsbüro
empfängt, ist sie angezogen wie
eine etwas flippige Lehrerin,
schwarzes Baumwollkleid und
blaue Strumpfhose. Sie lacht
viel. Und nach dem Gespräch sagt
sie mit ehrlicher Entrüstung:
„Warum sind Sie so böse mit
mir?“
Welt am Sonntag:
Wenn Sie in stillen Stunden vom
Kommunismus träumen...
Gesine Lötzsch: Ich
träume nicht, ich arbeite für
einen demokratischen
Sozialismus, das ist mein Ziel
und das Ziel meiner Partei.
Welt am Sonntag:
Aber was stellen Sie sich
darunter vor?
Lötzsch: Der
Kommunismus ist eine utopische
Ideologie, über die die Menschen
seit Jahrhunderten nachdenken.
Übrigens nannte Thomas Mann den
Antikommunismus die Grundtorheit
der Epoche. Aber mein Ziel ist
eine Gemeinschaft der Freien und
Gleichen, die in Würde und
Solidarität zusammenleben.
Welt am Sonntag:
Verstehen Sie, dass Menschen
Angst haben, wenn Sie mit dem
Begriff so undifferenziert
hantieren?
Lötzsch: Ich
hantiere nicht undifferenziert
mit dem Begriff. Ich habe meine
Antwort auf die Fragestellung
dargelegt, die von den
Organisatoren der
Rosa-Luxemburg-Konferenz
aufgeworfen worden ist. Und die
lautet, dass unser Ziel der
demokratische Sozialismus ist.
Ich habe mich dafür
ausgesprochen, alle
gesellschaftlichen Probleme
friedlich zu lösen. Und weil es
sich um eine
Rosa-Luxemburg-Konferenz
handelt, habe ich mich auf Rosa
Luxemburgs Freiheitsbegriff
bezogen, denn unser Ansatz ist,
dass die individuelle Freiheit
und das Gemeinschaftliche nicht
gegeneinander stehen dürfen,
sondern dass wir immer von der
Freiheit des Individuums
ausgehen.
Welt am Sonntag:
Warum haben Sie kein Wort dazu
gesagt, dass überall da, wo der
Kommunismus an die Macht kam,
Menschen gequält und getötet
worden sind?
Lötzsch: Ich
habe mich ausdrücklich auf Rosa
Luxemburg bezogen, und zwar weil
sie sich nie mit dem
Parteikommunismus sowjetischer
Prägung hat versöhnen können.
Welt am Sonntag:
Luxemburg hat aber auch den
bewaffneten Aufstand versucht.
Den können Sie nicht unter den
Tisch kehren.
Lötzsch: Ich
kehre den nicht unter den Tisch.
Wir übernehmen auch nicht
kritiklos alles, was sie gesagt
hat.
Welt am Sonntag: Sie
sind nicht nur von dem
Reformflügel Ihrer Partei dafür
kritisiert worden, dass Sie den
Kommunismus ins Spiel gebracht
haben. Auch Hans Modrow sagt,
Sie fielen damit zurück hinter
den 20. Parteitag der KPdSU.
Lötzsch: Ich
habe den Kommunismus nicht ins
Spiel gebracht. Ich denke, es
gibt eine Übereinstimmung in der
Partei, dass wir uns von den
Verbrechen des Stalinismus und
von den Verbrechen, die im Namen
des Kommunismus begangen wurden,
distanzieren. Das muss man nicht
jeden Tag wiederholen, es ist
doch Gründungskonsens unserer
Partei. Und da lass ich mir auch
nichts unterschieben. Von wem
auch immer.
Welt am Sonntag: Sie
scheinen sich den Kommunismus
nur vorstellen zu können als
Ergebnis einer Katastrophe: „Der
Euro geht unter, die EU
zerbricht, die USA kommen nicht
aus der Wirtschaftskrise und
fallen in die Hände von
fundamentalen Christen, das
Klima verändert sich, der
Golfstrom kühlt ab,
Flüchtlingsströme überrennen die
Festung Europa“. Man spürt
förmlich den wohligen Schauer.
Lötzsch: Das
haben sie fehlinterpretiert. Ich
kann mir den Kommunismus jetzt
gar nicht vorstellen. Ich sage
damit nur, dass wir die
Herausforderungen, die vor uns
stehen, oft unterschätzen. Ich
erinnere nur daran, dass wir vor
ungefähr drei Jahren überhaupt
nicht auf die Idee gekommen
sind, dass eine große
Finanzkrise entstehen könnte,
dass...
Welt am Sonntag:
...Da hätten Sie als Kommunistin
schon mal darauf kommen können.
Lötzsch: Ich
bin keine Kommunistin, sondern
eine demokratische Sozialistin.
Die Frage ist doch, ob der
Kapitalismus in der Lage ist,
die Menschheitsprobleme zu
lösen. Immer mehr Menschen haben
da ihre Zweifel.
"Die LINKE kämpft in einem
großen transformatorischen
Prozess gesellschaftlicher
Umgestaltung für den
demokratischen Sozialismus
des 21. Jahrhunderts. Dieser
Prozess wird von vielen kleinen
und großen Reformschritten, von
Brüchen und Umwälzungen mit
revolutionärer Tiefe
gekennzeichnet sein."
"Die LINKE kämpft für die
Veränderung der
Eigentumsverhältnisse. Wir
wollen eine radikale Erneuerung
der Demokratie, die sich auch
auf wirtschaftliche
Entscheidungen erstreckt, und
sämtliche Eigentumsformen
emanzipatorischen, sozialen und
ökologischen Maßstäben
unterwerfen."
"Strukturbestimmende
Großbetriebe der Wirtschaft
wollen wir in demokratische
gesellschaftliche
Eigentumsformen überführen und
kapitalistisches Eigentum
überwinden. Auf welche
Bereiche, Unternehmen und
Betriebe sich die demokratische
Vergesellschaftung erstrecken
und in welchen öffentlichen oder
kollektiven Eigentumsformen
(staatliches oder kommunales
Eigentum, Genossenschaften,
Belegschaftseigentum) sie sich
vollziehen soll, muss im
demokratischen Prozess
entschieden werden."
"Erforderlich [für kleine und
mittlere Unternehmen] sind
Rahmenbedingungen, die hohe
soziale und ökologische
Standards sichern und
Konzentration von Einkommen und
Vermögen verhindern. Das
schließt auch eine
Umverteilung von Einkommen und
Vermögen und eine
demokratische Organisation und
Steuerung der Wirtschaft und
Gesellschaft ein."
"öffentliche Aufträge dürfen nur
an Unternehmen vergeben werden,
die die Tarifverträge einhalten,
Mindestlöhne zahlen und
soziale und ökologische
Kriterien beachten. "
"Perspektivisch streben wir eine
Obergrenze von 35
Stunden, längerfristig von 30
Stunden an. Wir wollen, dass
dabei für die Beschäftigten ein
voller Lohnausgleich gesichert
wird."
"Das ungehinderte Streikrecht
einschließlich des Rechts auf
den politischen Streik und den
Generalstreik, muss
gewährleistet werden."
"Private Banken müssen [...]
verstaatlicht,
demokratischer Kontrolle
unterworfen und auf das
Gemeinwohl verpflichtet werden."
"Das in den letzten Jahren
explosiv angewachsene
Investmentbanking ist
abzuwickeln, der Eigenhandel mit
Wertpapieren und die Spekulation
in Derivaten sind Banken zu
verbieten, ebenso jegliche
Geschäfte außerhalb der eigenen
Bilanz und Geschäfte mit
Unternehmen oder Personen, die
rechtlich in Steuer- und
Aufsichtsoasen registriert
sind."
"Die Managergehälter
müssen auf das 20fache der
untersten Lohngruppen im
Unternehmen begrenzt, die
Vergütung mit Aktienoptionen
sowie übermäßige Abfindungen
müssen verboten werden."
"Wir fordern ein Verbot von
Massenentlassungen in
Unternehmen, die nicht
insolvenzgefährdet sind. Das
wird in großem Umfang sozial
abgesicherte Übergänge von
Beschäftigten aus schrumpfenden
in zukunftsfähige Branchen
einschließen."
"[...] staatliche Hilfen
[dürfen] nur im Tausch gegen
entsprechende Eigentumsanteile
der öffentlichen Hand oder
Belegschaftsanteile vergeben
werden. Diese Eigentumsrechte
sind zu nutzen, um die Kriterien
der Unternehmensführung zu
verändern: Die heutige
Renditefixierung, die
ausschließlich den Eigentümern
bzw. Aktionären nützt, muss
abgelöst werden durch ein
Wirtschaften, das den
Unternehmenserfolg am
langfristigen Wachstum, an den
Interessen der Beschäftigten
sowie der ökologischen
Nachhaltigkeit misst."
"Wir streben [...] eine
soziale Umverteilung von
oben nach unten an."
"Hartz IV muss weg. Wir
brauchen stattdessen ein am
vergangenen Einkommen
orientiertes Arbeitslosengeld
und eine bedarfsdeckende und
sanktionsfreie Mindestsicherung,
die Armut tatsächlich verhindert
und die Bürgerrechte der
Betroffenen achtet. Wir fordern
die Abschaffung erniedrigender
Bedürftigkeitsprüfungen."
"[...] wir [fordern], dass
Wirtschaftsverbände und
Unternehmen nicht an Parteien
spenden dürfen und es ihnen
verboten wird, Abgeordnete in
Landtagen, Bundestag oder
Europaparlament auf ihren
Gehaltslisten zu führen"
"Wir [...] kämpfen gegen die
Illegalisierung von
Flüchtlingen, gegen
Abschiebungen, jede Form von
Sondergesetzen wie die
Residenzpflicht sowie gegen
Sammellager. Die
unmenschliche
Abschottungspolitik der EU
nach außen ist zu beenden – wir
wollen keine Festung Europa."
"Wir wollen die
Energiekonzerne in öffentliches
Eigentum überführen und
einer demokratischen Kontrolle
unterstellen. Das Energiekartell
muss entflochten, die
Energieversorgung weitgehend
rekommunalisiert, die
Energiemonopole müssen
schrittweise aufgelöst werden.
Wir wollen den unverzüglichen
Ausstieg aus der Nutzung der
Atomenergie."
Welt am
Sonntag:
Warum setzen Sie sich auf ein
Podium mit Leuten, die von Ihren
eigenen Genossen als Sektierer
bezeichnet werden und die den
Gewaltverzicht nicht
akzeptieren?
Lötzsch: Ich
werde an keiner
Podiumsdiskussion teilnehmen,
sondern mich mit einem
Redebeitrag an das Publikum
wenden. Ich will das Auditorium
davon überzeugen, dass
bewaffneter Kampf, Terror,
Gründung von
Geheimorganisationen die
falschen Mittel sind, um eine
gerechtere Gesellschaft zu
erreichen. Wir müssen auf
demokratischen Weg Mehrheiten
für unsere Ziele gewinnen.
Welt am Sonntag: Die
Ex-Terroristin Inge Viett und
die Vorsitzende der DKP sind
also nicht das Personal, mit dem
man Ihre Vorstellung von
Kommunismus erreichen kann.
Lötzsch: Ich
glaube nicht, dass ich die
Podiumsteilnehmer sofort oder
überhaupt von meiner Position
überzeuge. Mir geht es ums das
Publikum.
Welt am Sonntag:
Wollten Sie mit einer
Provokation ablenken von den
internen Querelen in der Führung
der Linkspartei?
Lötzsch: Wir
sind mitten in der
Programmdebatte. Eine Partei
muss sich verständigen, was für
Ziele sie verfolgt. Diese
Diskussion möchte ich befördern
und mit unserer praktischen
Politik verbinden.
Welt am Sonntag:
Müssen Sie nicht, wenn sie
glaubwürdig sein wollen, immer
wieder auf die Verbrechen des
real existierenden Sozialismus
hinweisen?
Lötzsch:
Keine Partei hat sich seit 1989
so schmerzhaft mit ihrer
Geschichte auseinandergesetzt.
Die Diskussion füllt ganze
Bibliotheken.
Welt am Sonntag: Sie
sprechen aber immer vom
Stalinismus und nicht vom
Marxismus-Leninismus. Wollen Sie
sich damit ein Hintertürchen zum
Kommunismus offen halten?
Lötzsch: Vom
Marxismus-Leninismus spricht
doch kein Mensch mehr. Niemand
bestreitet, dass Marx ein großer
Philosoph war, mit dem wir uns
weiter auseinander setzen.
Welt am Sonntag: Und
Lenin?
Lötzsch:
Wir
beziehen uns auf Rosa Luxemburg,
die mit Lenin gebrochen hatte,
weil sie erkannt hatte, dass
eine neue Gesellschaft immer die
individuelle Freiheit der
Andersdenkenden verteidigen muss.
_____________________________________________
Lippenbekenntnisse und
Kritiken:
CSU-Innenexperte
fordert stärkere Überwachung der
Linkspartei
BERLIN. Der
innenpolitische Sprecher der
CSU-Landesgruppe im Bundestag,
Stephan Mayer, hat eine
deutschlandweite Beobachtung der
Linkspartei gefordert.
Angesichts der jüngsten
Äußerungen der Linken-Chefin
Gesine Lötzsch zum Kommunismus
könne er kein Bundesland
verstehen, daß auf die
Observierung der Linkspartei
verzichtet, sagte Mayer der
JUNGEN FREIHEIT.
„Die Linke steht in
großen Teilen nach wie vor nicht
auf dem Boden der freiheitlichen
demokratischen Grundordnung, und
das zieht sich offenbar bis in
die Spitze der Partei durch.“
Lötzschs am Montag in der
Jungen Welt
erschienener Beitrag „Wege zum
Kommunismus“
sei in höchstem Maße
verräterisch und entlarvend. Die
Linken-Chefin verharmlose mit
ihren Ausführungen die
unzähligen
Menschenrechtsverletzungen, die
im Namen des Kommunismus
begangen wurden, sei es in den
Gulags der Sowjetunion oder in
der ehemaligen DDR.
„Ich bin Frau
Lötzsch allerdings in gewisser
Weise auch dankbar für ihre
Äußerungen. Zeigt sie doch
damit, was wirklich unter dem
demokratischen Deckmäntelchen
steckt, daß sich die Linkspartei
in den vergangenen Jahren
umgehängt hat“, sagte der
CSU-Innenexperte.
„Linke will Deutschland in
kommunistisches System
umwandeln“
Er hoffe nur, daß
nun auch von den Wählern erkannt
werde, daß die Linkspartei das
Ziel verfolge, die bestehenden
demokratischen Freiheiten dazu
zu benutzen, Deutschland in ein
kommunistisches System
umzuwandeln.
Mayer forderte
deshalb auch, eine stärkere
inhaltliche und argumentative
Auseinandersetzung mit der
SED-Nachfolgepartei. Gerade in
den östlichen Bundesländern
reiche es seitens der CDU nicht
aus, die Linke nur zu
ignorieren. Auch hier müsse dem
Wähler klargemacht werden, wofür
die Partei wirklich steht.
Der SPD gab der
CSU-Abgeordnete den Rat, die
Wahl ihrer Koalitionspartner
noch einmal zu überdenken.
Gerade in Berlin und Brandenburg
sollten sich die
Sozialdemokraten in Erinnerung
rufen, daß man an seinen
Freunden gemessen werde.
„Spätestens nach den jüngsten
Äußerungen von Frau Lötzsch
sollte auch dem Letzten in der
SPD klar sein, daß die
Linkspartei kein veritabler
Koalitionspartner ist, und zwar
nirgendwo“, mahnte Mayer.
Kritik auch aus Sachsen
Unverständnis äußerte der
Innenpolitiker zudem für das
Berliner Veranstaltungszentrum
Urania,
wo am Sonnabend als Teil der
Rosa-Luxemburg-Konferenz die
Podiumsdiskussion zum Thema „Wo
bitte geht´s zum Kommunismus?“
mit Lötzsch, der RAF-Terroristin
Inge Viett und der
DKP-Vorsitzenden Bettina
Jürgensen stattfinden soll. Er
könne nicht nachvollziehen,
warum die Urania einer solch
„reaktionären und
antidemokratischen
Veranstaltung“ eine Bühne biete.
Deutliche Kritik an
den Äußerungen Lötzschs kam auch
aus Sachsen:
Der innenpolitische Sprecher der
CDU-Landtagsfraktion, Volker
Bandmann,
warf der Linken-Chefin vor, ihr
sei offenbar jedes Mittel recht,
den Kommunismus wieder hoffähig
zu machen. „Die Linke hat ihren
Kurs nicht im Geringsten
geändert, sie hat nur von Zeit
zu Zeit ihre Tarnfarbe
gewechselt“, sagte Bandmann der
JF.
Kommunismus sei
aber in jeder Spielart eine
Diktatur, wie man heute noch in
Nordkorea oder Kuba sehen könne,
mit all seinen brutalen Folgen
für die eigene Bevölkerung.
„Opfer des Kommunismus müssen
geschützt werden“
„Wir sind uns mit der großen
Mehrheit der Menschen in
Deutschland absolut einig, daß
es ein sehr langer und steiniger
Weg war, diese Diktatur des
Kommunismus hinter uns zu
lassen. Besonders die Opfer
dieser unrühmlichen Epoche gilt
es zu schützen“, betonte der
CDU-Politiker.
Seine Partei werde daher allen
Versuchen der Linkspartei
entgegentreten, die Demokratie
zu schwächen. Wer sich ein Bild
von der Lebenswirklichkeit der
DDR „hinter der Mauer mit
Stacheldraht, Schießbefehl,
Zwangsadoption und Zersetzung
von Familien“ machen wolle, der
könne diejenigen fragen, „die in
den Internierungslagern und
Zuchthäusern wie Bautzen oder
Hohenschönhausen schmachten
mußten“, sagte Bandmann. (krk)
Rosa-Luxemburg-Konferenz: Kritik
an Linkspartei-Chefin Lötzsch
wächst
POTSDAM. Der
Generalsekretär der
CDU-Brandenburg, Dieter
Dombrowski, hat die
Linken-Vorsitzende Gesine
Lötzsch wegen ihrer
angekündigten Teilnahme an der
Rosa-Luxemburg-Konferenz scharf
angegriffen. „Das Ziel der
Linkspartei ist nicht die
Demokratie, sondern die
Unterdrückung“, sagte Dombrowski
der JUNGEN FREIHEIT.
„Wer sich mit einer
verurteilten Terroristin an
einen Tisch setzt, die auch
heute noch den gewaltsamen Kampf
gegen das System propagiert, und
mit dieser über mögliche Wege
zum Kommunismus diskutiert, der
zeigt, daß er diesen Staat
selbst ablehnt.“
Deutliche Worte
fand Dombrowski auch für den am
Montag von Lötzsch in der
Jungen Welt veröffentlichten
Artikel „Wege zum Kommunismus“.
Darin hatte die
Linken-Vorsitzende unter anderem
der Sozialdemokratie
vorgeworfen, die
Novemberrevolution von 1918
verraten zu haben, und unter der
Losung „Freiheit und
Sozialismus“ für den
„demokratischen Sozialismus“
geworben.
„Es kann aber nur
eins von beiden geben. Freiheit
oder Sozialismus. Beides ist
nicht miteinander vereinbar, wie
die Geschichte zeigt“, warnte
der brandenburgische
CDU-Generalsekretär. Die
Kommunisten hätten 1918
genausowenig die demokratische
Freiheit gewollt wie die SED
1989. Und auch die Linke habe
heute kein Interesse an Freiheit
und Demokratie.
Was jedoch den
angeblichen Verrat der SPD an
der Revolution von 1918 angehe,
so müsse vielmehr festgehalten
werden, daß die Sozialdemokraten
in Berlin und Brandenburg durch
ihr Bündnis mit der aus der SED
hervorgegangenen Linkspartei die
friedliche Revolution von 1989
verraten hätten, sagte
Dombrowski. „Die SED/Linke hat
Blut an den Händen.“
Kritik auch aus
Thüringen
Kritik an Lötzsch
kam unterdessen auch aus
Thüringen: „Die Wege zum
Kommunismus sind mit Millionen
Toten gepflastert. Daß die
Bundesvorsitzende der Linken
schon wieder neue suchen will,
kann jeden Demokraten nur
erschaudern lassen“, warnte der
stellvertretende Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion im Erfurter
Landtag, Klaus Zeh.
Zwanzig Jahre nach
der friedlichen Revolution
rudere die „mehrfach umbenannte
alte DDR-Staatspartei,
bereichert um den linksextremen
Narrensaum der alten
Bundesrepublik, offenbar wieder
in das alte Fahrwasser zurück“.
Die Linkspartei müsse sich
entscheiden, ob sie Kommunismus
oder Demokratie wolle. Beides
zusammen gehe nicht. (krk)
Alljährlich pilgern linke
Gruppen zur Gedenkstätte der
Sozialisten. In der Demokratie
scheinen sie nie angekommen
Im Vergleich zu früher schwindet
die Zahl derjenigen, die an die
Ermordung der KPD-Gründer
erinnern
Nach der Kritik an
Kommunismus-Äußerungen
verzichtet Linke-Chefin Lötzsch
auf eine Debatte
Aus
Berlin
Sage
niemand, das Zeitalter der
Blöcke sei vorbei. Es gibt den
Fahnen-Block, den SDAJ-Block,
den DKP-Block, den
Migranten-Block, den
Antifa-Block und einige mehr,
und wer sich für keinen dieser
Blöcke entscheiden kann, für den
gibt es noch den offenen Block.
Ein bisschen erinnert die
Demonstration zu Ehren der 1919
von Freikorpssoldaten ermordeten
Gründer der KPD, Rosa Luxemburg
und Karl Liebknecht, die
traditionell am zweiten
Januarsonntag in Berlin vom
Frankfurter Tor zur Gedenkstädte
der Sozialisten in
Friedrichsfelde führt, an einen
Konvent protestantischer
Freikirchen. Die Lust am
Sektenwesen scheint in der
radikalen Linken ungebrochen.
Wer noch Erinnerungen an den
westdeutschen
K-Gruppen-Mummenschanz der
70er-Jahre hat, muss sich wie
mit einer Zeitmaschine um 40
Jahre zurückversetzt fühlen.
Es
führen ja so viele Wege zum
Kommunismus, und für jeden gibt
es eine Abkürzung: DKP, KPD/ML,
KPD (B), MLPD. Irgendwie hat
sich auch "Die Linke aus dem
Saale-Orla-Kreis" hierher
verirrt. Als neues Stilelement
linker Protestkultur ist nur der
Rap hinzugekommen. Ansonsten
auch musikalisch vertrautes
Gelände: Da tönt die metallische
Stimme Ernst Buschs aus dem
Lautsprecherwagen - die Trommeln
werden gerührt, der rote Wedding
marschiert, vorwärts und nicht
vergessen, wir sind die junge
Garde des Proletariats. Während
Buschs Arbeiterkampfgesänge
langsam Richtung Lichtenberg
verhallen, rockt der
unsterbliche Rio Reiser mit Ton
Steine Scherben - Das ist unser
Haus, ihr kriegt uns hier nicht
raus. Und irgendwo in der Nähe
der schwarzen Anarchistenfahnen
hat sich eine Schalmeienkapelle
in den Zug eingeschoben.
"Luxemburg, Liebknecht, Lenin,
niemand ist vergessen, aufstehen
und widersetzen" - das steht auf
dem Spruchband, das dem Zug der
vielleicht 2000 vorangetragen
wird. Man will sich ja
schließlich nicht auf den
"demokratischen Sozialismus"
verengen lassen.
Während der Demonstrationszug sich
die Frankfurter Allee
hinaufbewegt, wird der
Gegenverkehr immer stärker. Von
der Gedenkstätte nämlich gehen
die ersten Sozialisten nach
Hause. Es handelt sich aber um
eine andere Sorte, um ältere
Damen und Herren, die noch etwas
davon wissen, dass man sich an
einem Feiertag auch feiertäglich
kleidet. Die meisten Männer
tragen schwarze Baskenmützen,
mancher einen roten Schal, doch
das ist das Äußerste. Die
meisten hatten bei den
vietnamesischen Blumenverkäufern
rote Nelken gekauft, waren in
langer, schweigender Prozession
am Denkmal für Luxemburg und
Liebknecht vorbeigezogen, hatten
die Blumen niedergelegt. Dann
war noch Zeit für eine Bratwurst
und Glühwein, man traf alte
Genossen, Kollegen,
Kampfgefährten, redete ein
bisschen über früher, den
letzten Urlaub, das harte Leben
im Kapitalismus und den
fürchterlichen Krieg in
Afghanistan. Ja, der Krieg, der
versetzt manchen in Rage. Auch
am Denkmal erklingen Schalmeien.
Auf, auf, zum Kampf, zum Kampf
sind wir geboren, auf, auf zum
Kampf, zum Kampf sind wir
bereit. Das Schalmeienorchester
Fritz Weinecke spielt. Eine alte
Frau bleibt stehen. "Früher habe
ich auch Schalmei gespielt",
murmelt sie und seufzt.
Am
Morgen waren Klaus Ernst und
Gesine Lötzsch zur
Kranzniederlegung an der
Gedenkstätte der Sozialisten,
die west-östliche Doppelspitze
der Partei Die Linke. Sie sollen
in diesem Jahr ihre Partei in
sieben Landtagswahlen zum Erfolg
führen, in Baden-Württemberg und
Rheinland-Pfalz ihr erstmals
eine parlamentarische Existenz
erkämpfen, sie in Sachsen-Anhalt
zur stärksten Kraft machen, in
Berlin ihre Machtposition
behaupten. Doch die beiden
erweisen sich mehr und mehr als
Albtraum-Paar.
Ernst, ein echtes bayerisches
Mannsbild und der Prototyp eines
schnittigen
Gewerkschaftssekretärs, hält
nicht viel von der Forderung,
dass linke Gesinnung mit
privater Bescheidenheit
einhergehen müsse. Den ganzen
Sommer über quälte er die Seinen
mit seinem saloppen Umgang mit
multiplen Gehältern. Die
Lichtenberger SED-Rentner sind
sicher nicht seine Welt. Gesine
Lötzsch aber ist hier zu Hause.
Den Wahlkreis hat sie mehrmals
in Folge gewonnen. Sie ist von
einnehmendem Wesen. Nichts
erinnert an ihr an den Staub
versteinerter Dogmen. Noch zu
DDR-Zeiten forschte sie in
Holland zu Spezialfragen des
Altniederländischen. Sie hatte
als Frosch im Brunnen immerhin
einen Zipfel der Welt gesehen.
Doch nun hat sie sich dazu
hinreißen lassen, einen Tick zu
viel über den Kommunismus zu
fantasieren. Die Redaktion der
linksradikalen Tageszeitung
"Junge Welt" erbat von ihr eine
Antwort auf die Frage "Wo bitte
geht's zum Kommunismus?". Das
Einfachste wäre gewesen, sie
hätte geantwortet, diese Frage
interessiere sie nicht, weil sie
als demokratische Sozialistin
gar nicht daran denke, sich in
Richtung Kommunismus auf den Weg
zu machen. Stattdessen schrieb
sie eine lange Abhandlung
darüber, dass viele Wege zum
Kommunismus führten und man sie
halt ausprobieren müsse. Kein
Wort stand in ihrem Text über
die Verbrechen des Kommunismus
und seine Millionen Opfer, dafür
eine ganze Menge an nebligen
Gedanken, die starke Zweifel
aufkommen lassen, ob die Chefin
der Linkspartei wirklich ihren
Frieden mit der
parlamentarischen Demokratie und
dem bürgerlichen Rechtsstaat
gemacht hat. Wer sich auf Rosa
Luxemburg beruft, kann sich
eigentlich nicht damit abfinden,
dass sich politische Mehrheiten
durch Wahlen ändern, und er wird
den Rechtsstaat immer als Basis
für den sozialistischen Kampf
und nie als unter allen
Umständen zu verteidigendes Gut
betrachten. Und die Tatsache,
dass Rosa Luxemburg im Kontext
innerparteilicher
Auseinandersetzungen auf der
Freiheit der Andersdenkenden
beharrte, macht sie noch lange
nicht zur Ikone des Pluralismus
und der Meinungsfreiheit.
Lötzschs Text hätte eigentlich
Grundlage einer
Podiumsdiskussion sein sollen,
die am Samstagabend im Rahmen
der Rosa-Luxemburg-Konferenz in
der Berliner Urania stattfand.
Doch es kam nicht dazu. Lötzsch
zog es vor, die Debatte zu
meiden und vor den 2000
Teilnehmern nur eine
Sechs-Punkte-Erklärung zu
verlesen. Man kann das
verstehen. Der Kommunismus-Flirt
hat ihr harsche Kritik auch aus
den eigenen Reihen eingetragen.
Parteiübervater Gregor Gysi
fragte durch die Blume, wie man
so bescheuert sein könne, zu
vergessen, dass die meisten
Deutschen beim Wort Kommunismus
an die Mauer oder an Stalin
denken. In ihrer Erklärung
ruderte Gesine Lötzsch verbal
ans demokratisch-sozialistische
Ufer zurück und versuchte,
gleichzeitig kämpferisch zu
sein, das heißt den Erwartungen
des Publikums zu entsprechen,
das in seiner großen Mehrheit
gegen Kommunismus gar nichts
hatte, im Gegenteil. Also kam
wieder nur ein Vexierbild
heraus. Sie sei mit Haut und
Haar Demokratin und überdies als
Abgeordnete und
Parteivorsitzende demokratisch
legitimiert, sie lasse sich
deshalb vom politischen Gegner
nicht über Demokratie belehren.
Die Linke werde mit
demokratischen Mitteln das Land
grundlegend verändern. Die Idee
des Sozialismus sei so
bestechend, dass sich Mehrheiten
für sie erreichen ließen.
Missbilligendes Raunen, dass das
ein bisschen wenig sei, war
nicht zu überhören. Klar grenzte
sich Lötzsch von jeglichem
Terrorismus ab und fächelte sich
Publikumsgunst zu, indem sie
diejenigen als "wahre
Terroristen" bezeichnete, die in
Jugoslawien und Afghanistan
Krieg führten.
Der
Beifall, den sie erntete, war
mehr der Solidarität mit dem
"Opfer" einer
"antikommunistischen Kampagne"
geschuldet als ihren politischen
Positionen. Die nannte ihre
Genossin Ulla Jelpke, ein
westdeutsches Linksgewächs mit
dem strengen Aroma der
revolutionären Anstandsdame,
"reformistisch", womit sie, was
man für Lötzsch hoffen muss,
völlig recht hat. Genaueres
hätte man gewusst, wenn die sich
der Debatte gestellt hätte. Da
saß Bettina Jürgensen auf dem
Podium, die Vorsitzende der DKP,
eines Gebildes also, das noch
nicht einmal mehr der Schatten
einer Partei ist, und faselte
etwas vom notwendig
revolutionären Weg zum
Kommunismus, ohne dass irgend
jemand sie danach gefragt hätte,
was denn mit denen geschehen
solle, die diesen Weg nicht
gehen wollen.
Und
da saß Inge Viett, die ehemalige
RAF-Terroristin, fantasierte
über das "Abfackeln" von
Bundeswehrmaterial und Sabotage
in Rüstungsbetrieben und nannte
es unausweichlich, dass die
künftige revolutionäre
Organisation, welche die Massen
"unerschrocken" auf die
sozialistische Systemalternative
hin orientieren müsse,
klandestin, also
geheimbündlerisch, sein müsse.
Man hätte dazu von Parteichefin
Gesine Lötzsch gern ein paar
klare Worte zum Beispiel über
Größenwahn, Gewaltkult und
historische Vergesslichkeit
gehört oder wenigstens ein
verzweifeltes Stöhnen über
solche politische
Übergeschnapptheit. Aber all das
blieb sie schuldig.
2010 : Linkspartei unter
Stasi-Verdacht
SCHWERIN.
Die Landesschatzmeisterin der
Linkspartei
Mecklenburg-Vorpommerns, Renate
Malchow, ist wegen ihrer bisher
verschwiegenen Tätigkeit für die
DDR-Staatssicherheit
zurückgetreten. Laut NDR-Bericht
gestand die 58-Jährige ihre
inoffizielle Mitarbeit gegenüber
dem Landesparteichef Steffen
Bockhahn ein.
Unter dem Decknamen „Ingrid
Müller“ hatte Renate Malchow von
1976 bis 1989 mit einer
Unterbrechung nicht nur
Arbeitskollegen, sondern auch
Wahlverweigerer bei den
Kommunalwahlen in der DDR 1984
bespitzelt. Ihre
Stasivergangenheit, die in der
Linkspartei noch keinen
Ausschlußgrund darstellt,
überraschte auch ihre Genossen.
Der
Rücktritt Malchows trifft die
Linkspartei in
Mecklenburg-Vorpommern an einem
sensiblen Punkt: Erst kürzlich
hatte die Bild-Zeitung
unter Berufung auf die
Birthler-Behörde berichtet, daß
neben dem stellvertretenden
Landeschef Torsten Koplin vier
weitere Vorstandsmitglieder –
Renate Malchow, Manfred Millow,
Karen Stramm und Wolfgang Weiß –
für den DDR-Geheimdienst tätig
gewesen sind. (cs
Aufstieg in den
Kommunistenhimmel:
"Kommunistische Internationale"?
Lafontaine
wird
Sonderbotschafter
für die
Linken
(DPA)
Berlin
-
Der
frühere
Linkspartei-Chef
Oskar
Lafontaine
soll
künftig
als
eine
Art
Sonderbotschafter
die
Kontakte
seiner
Partei
ins
Ausland
pflegen.
Der
Vorstand
wählte
ihn
auf
einer
Klausurtagung
zum
Vorsitzenden
einer
neu
gegründeten
internationalen
Kommission,
wie
Parteichefin
Gesine
Lötzsch
gestern
bekannt
gab.
An
der
Weiterentwicklung
des
neuen
Grundsatzprogramms
der
Partei
wird
Lafontaine
dagegen
nicht
mehr
federführend
beteiligt
sein.
Der
saarländische
Fraktionschef
hatte
sich
im
Mai
beim
Parteitag
in
Rostock
aus
der
Spitze
der
Bundespartei
zurückgezogen.
2010
"Aktionen
gegen Rechts" als politische
Lachnummer! Linke Gewalt tritt
täglich offener zutage!
Es geht
darum Unordnung und Chaos zu
schaffen, um die
verfassungsmäßige Ordnung
Deutschlands zum Zwecke der
Übernahme zu untergraben!
Union fordert
gesellschaftliche Ächtung linker
Gewalt (Die
Welt 6/2010)
BERLIN.
Bundesinnenminister Thomas de
Maizière (CDU) hat eine breitere
gesellschaftliche Ächtung
linksextremer Gewalt gefordert.
In der Bundestagsdebatte
anläßlich des
Sprengstoffanschlages auf eine
Gruppe Polizisten vergangene
Woche in Berlin sagte
de Maizière am Mittwoch, linke
Gewalt müsse mit gleicher
„Abscheu durch alle Teile der
Gesellschaft“ geächtet werden,
„wie das unter allen Demokraten
bei rechtsextremer Gewalt seit
langem selbstverständlich“ sei.
Vor allem bei Demonstrationen
sei eine Trennung von
Extremisten wichtig, forderte
der Innenminister. „Ich sage
allen Demonstranten: Trennt euch
auf der Straße vom Schwarzen
Block! Erlaubt nicht, daß sich
Autonome als Kleingruppen unter
euch mischen!“ Wenn aus einer
Demonstration heraus Gewalt
ausgeübt werde, erwarte er, daß
sich die friedlichen
Demonstranten von den
Gewalttätern trennten, damit die
Polizei diese festnehmen könne,
sagte de Maizière. Dies sei bei
der Demonstration am Sonnabend
nicht der Fall gewesen.
„Linkspartei hat ungeklärtes
Verhältnis zur Gewalt“
Bei den Protesten gegen die
Sparmaßnahmen der
Bundesregierung hatten
Gewerkschaften, Sozialverbände
und die Linkspartei gemeinsam
mit linksextremistischen Gruppen
wie der Antifaschistischen
Linken Berlin demonstriert. Aus
dem sogenannten
„Antikapitalistischen Block“ war
dann der Sprengsatz auf die
Polizisten geworfen worden,
durch den 15 Beamte verletzt
wurden, zwei von ihnen schwer.
Der CDU-Abgeordnete Reinhard
Grindel bezeichnete es als
„Skandal“, daß auf solch einer
Demonstration
„Gewerkschaftsgelder in dieser
Art und Weise eingesetzt“
würden. Der Linkspartei warf er
zudem ein „gebrochenes
Verhältnis zu rechtsstaatlichen
Grundsätzen“ und ein
„ungeklärtes Verhältnis zur
Gewalt“ vor. Damit müsse sich
auch die SPD beschäftigen,
forderte Grindel.
„Es geht nicht an,
daß die SPD den Brandanschlag
auf Polizisten verurteilt,
dann aber im Senat aus reinem
Machterhalt mit geistigen
Brandstiftern gemeinsame
politische Sache macht“. Wenn
der Koalitionspartner der SPD
keine klare Trennlinie zur
Gewalt ziehe, dann müsse die SPD
eben eine klare Trennlinie zu
ihrem Koalitionspartner ziehen,
sagte der CDU-Politiker.
Kritik an Thierse
Es sei auf Dauer auch nicht zu
akzeptieren, daß sich
Bundestagsvizepräsident Wolfgang
Thierse (SPD) zur
Straßenblockade einfinde
und die Arbeit der Polizei
behindere, wenn es um
Rechtsextremismus gehe, bei
Linksextremismus aber schweige.
„Herr Thierse hat sich selbst
Mut bescheinigt, weil er sich
Rechtsextremisten in den Weg
gestellt hat. Mutig wäre es, am
nächsten 1. Mai im Hamburger
Schanzenviertel oder in
Berlin-Friedrichshain an der
Spitze eines Aufstandes der
Anständigen zu marschieren“,
sagte Grindel.
Unterbrochen wurde der
CDU-Politiker durch zahlreiche
Zwischenrufe der Linkspartei.
Der Berliner Abgeordnete Jan
Korte warf ihm vor, „abgedrehtes
Zeugs“ zu reden, und fragte
Grindel mehrfach, ob er Drogen
genommen habe. Kortes
Parteikollegin Halina Wawzyniak
forderte, Grindel solle „einfach
mal die Klappe halten“. (krk)
Verfassungsschutz-Chef Fromm
verteidigt Beobachtung der
Linkspartei
BERLIN.
Der Präsident des Bundesamtes
für Verfassungsschutz, Heinrich
Fromm, hat die Beobachtung der
Linkspartei durch seine Behörde
verteidigt. Offen extremistische
Zusammenschlüsse wie die
Kommunistische Plattform seien
nach wie vor integrierte
Bestandteile der Partei, sagte
Fromm gegenüber der Welt.
Der Verfassungsschutzchef warnte
zudem vor einem Erstarken der
linksextremen Szene. Die
Militanz habe deutlich
zugenommen, und auch die Zahl
der gewaltbereiten Personen habe
sich in den vergangenen fünf
Jahren stark erhöht. Als
Beispiel für die neue Qualität
linksextremer Gewalt nannte
Fromm die Anschläge mit
Gas-Kartuschen wie Anfang
Februar auf das Haus der
Wirtschaft in Berlin oder den
Angriff auf eine Hamburger
Polizeiwache im vergangenen
Dezember.
„Zustand der DVU ist desolat“
In dem Interview äußerte sich
Fromm auch zur NPD und zur DVU:
Letztere sei in einem desolaten
Zustand. Die Mitgliederzahl sei
in den vergangenen Jahren von
17.000 auf unter 5.000
geschrumpft, und es fehle der
Partei mittlerweile an Geld und
profiliertem Führungspersonal.
Das alles sei „kaum noch der
Rede wert“, sagte Fromm. Anders
sei die Situation der NPD. Diese
stecke zwar in finanziellen
Schwierigkeiten und habe
ebenfalls einen
Mitgliederrückgang zu
verzeichnen, dennoch sei die
Partei nicht in ihrer Existenz
gefährdet. (krk)
Tummelplatz für
Marxisten und
Berufsrevolutionäre
Bundestag: In der Linksfraktion
gehört die Mitgliedschaft in
einer Politsekte fast schon zum
guten Ton
Personelle Verflechtungen mit
dem Bund der Antifaschisten
Felix Krautkrämer
Politische Diskussionen
kennzeichnen sich hierzulande
vor allem durch ihre
Kurzlebigkeit. Was eben noch für
Empörung sorgte, ist kurze Zeit
später bereits wieder vergessen.
So zum Beispiel auch die Debatte
um die DKP-Mitglieder in den
Reihen der Linkspartei: Zwar hat
sich die niedersächsische
Landtagsfraktion mittlerweile
medienwirksam von ihrer
Abgeordneten Christel Wegener
(DKP) getrennt, nachdem diese
die Wiedereinführung der Stasi
gefordert hatte, allerdings hat
sich damit das
Extremismusproblem der Partei
noch lange nicht erledigt, wie
ein Blick auf die
Bundestagfraktion beweist. Hier
tummeln sich vor allem unter den
West-Kadern zahlreiche
Mitglieder altkommunistischer
und marxistischer Politsekten.
Deren prominenteste Vertreterin
ist die ehemalige Aktivistin des
maoistisch geprägten
Kommunistischen Bundes und
heutige innenpolitische
Sprecherin der Fraktion, Ulla
Jelpke. Bereits seit 1990 gehört
Jelpke, mit Unterbrechung von
2002 bis 2005, als sie das
Innenresort der linken
Tageszeitung Junge Welt leitete,
dem Bundestag an. Daneben
fungiert sie als
Mitherausgeberin diverser
linksradikaler Blätter wie
Ossietzky und der
Antifaschistischen Nachrichten.
Doch Jelpke ist nicht die
einzige Abgeordnete der
Linkspartei mit Verbindungen zum
linksextremen Milieu. Ihre
thüringische Genossin Cornelia
Hirsch beispielsweise ist
Mitglied der linksextremen
Vereinigung Rote Hilfe, und die
niedersächsische Abgeordnete
Dorothée Menzner gehört der
Vereinigung der Verfolgten des
Naziregimes - Bund der
Antifaschistinnen und
Antifaschisten (VVN-BdA) an. Da
wundert es nicht, daß Menzners
Sekretärin, Regina Girod,
Bundessprecherin der VVN-BdA ist
und zudem als verantwortliche
Redakteurin der Verbandszeitung
antifa in Erscheinung tritt.
Überhaupt gibt es eine auffällig
enge personelle Verflechtung
zwischen Linkspartei und der
DKP-Vorfeldorganisation VVN-BdA.
Neben Menzner gehören auch die
Abgeordneten Karin Binder,
Monika Knoche und Eva
Bulling-Schröter der
linksextremen Vereinigung an.
Letztere war früher auch in der
DKP aktiv - genau wie die
Abgeordneten Paul Schäfer und
Wolfgang Gehrcke. Schäfer
gehörte der DKP von 1996 bis
1988 an. Zudem beteiligte er
sich 1971 an der Gründung des
Marxistischen Studentenbundes
Spartakus, dessen
stellvertretender
Bundesvorsitzender er war.
Daneben war er nach eigenen
Angaben "Berufsrevolutionär",
Kellner und Taxifahrer.
Gehrcke, der 1961 in die KPD
eintrat, gehört darüber hinaus
zu den Gründungsmitgliedern der
DKP und war von 1973 bis 1983
Mitglied im Parteivorstand,
zeitweise sogar im Präsidium.
Zudem war Gehrcke 1968 auch
einer der Mitbegründer der
linksextremen Sozialistischen
Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ),
der er bis 1974 als
stellvertretender Vorsitzender,
danach bis 1979 sogar als
Bundesvorsitzender angehörte.
Bei soviel kommunistischem und
linksextremistischem Engagement
der Mitglieder der Linksfraktion
könnte der Lebenslauf des
Abgeordneten aus
Schleswig-Holstein, Lutz
Heilmann, schon beinahe
bürgerlich erscheinen: 1985
Abitur. Von 1991 bis 2004
Studium an verschiedenen
Universitäten unter anderem in
Berlin und Kiel, zuerst der
Betriebswirschaftslehre und dann
der Rechtswissenschaften.
Abschluß: Diplom-Jurist.
Zwischen Abitur und Studium
sogar verlängerter Wehrdienst.
Und das fast fünf Jahre lang.
Allerdings verbirgt sich die
entscheidende Information, wie
so oft, auch bei Heilmanns Vita
im Detail. Hinter "verlängerter
Wehrdienst" steht nämlich in
einem Klammerzusatz
"Personenschutz MfS".
Radikale
NRW-Linke schockieren
Bundespartei
Von Till-Reimer
Stoldt 9. Oktober 2009, 12:21
Uhr Die Welt
Gerade hatte sie ihre
Bereitschaft erklärt, mit der
Linken zu koalieren. Schon muss
sich die SPD in
Nordrhein-Westfalen
rechtfertigen. Denn die Linke
fordert unter anderem die
Drogenfreigabe und die
Abschaffung des
Verfassungsschutzes. Diese
Radikalität schockiert selbst
die Linke in Berlin.
Erst vor wenigen Tagen bekannte
die nordrhein-westfälische SPD
offen ihre Bereitschaft, nach
der Landtagswahl 2010 mit der
Linkspartei zu koalieren. Doch
nun setzt der mögliche Partner
die Sozialdemokraten bereits
unter enormen
Rechtfertigungsdruck.
Denn: Die Linkspartei in NRW hat
diese Woche den Entwurf ihres
Wahlprogramms herausgegeben. Und
dessen Radikalität bringt die
koalitionswilligen
Sozialdemokraten im größten
deutschen Bundesland in
Erklärungsnöte. Sogleich
schimpften CDU und FDP, die
Linke stehe mit Forderungen wie
der nach
Unternehmensverstaatlichung,
Drogenfreigabe oder der
Abschaffung des
Verfassungsschutzes kaum mehr
auf dem Boden des Grundgesetzes.
Aus der NRW-CDU wurden sogar
Mutmaßungen laut, das
Erziehungsziel der Linken sei
offenbar der drogensüchtige,
gottlose Sozialist.
Michael Groschek,
Generalsekretär der NRW-SPD,
betonte denn auch umgehend,
derzeit gehe es nicht um
Zusammenarbeit, sondern um
Auseinandersetzung mit der
Linken, wie der Programmentwurf
einmal mehr demonstriere.
Bartsch warnt vor
"Kinderkrankheiten"
Aber auch der
Linkspartei-Bundesgeschäftsführer
Dietmar Bartsch warnte vor
„Kinderkrankheiten“, die im
nordrhein-westfälischen
Landesverband grassierten. Bodo
Ramelow, Westbeauftragter der
Linkspartei, regte zumindest an,
über viele Programmpunkte noch
einmal zu diskutieren.
Die parteiübergreifende
Aufregung ist kaum
verwunderlich, schließlich wird
der nordrhein-westfälischen
Landtagswahl im Mai 2010
bundesweit große Bedeutung
beigemessen. Sollte es einer
Koalition von SPD, Grünen und
Linkspartei in NRW gelingen, die
amtierende schwarz-gelbe
Regierung unter
Ministerpräsident Jürgen
Rüttgers (CDU) abzulösen, könnte
sich die Bundesregierung auf
keine Stimmenmehrheit im
Bundesrat mehr verlassen.
In der Länderkammer kommt das
bürgerliche Lager derzeit auf 37
der 69 Stimmen – sechs davon
stammen aus NRW. Sollten die
verloren gehen, wäre auch die
schwarz-gelbe Stimmenmehrheit
passé.
Was die Mauermördernachfolger
aber wirklich zur Schaffung von
stattlichem Zerfall fordern,
können Sie hier nachlesen:
Vergesellschaftung
Im Landtag NRW und außerhalb der
Parlamente setzen wir uns ein:
Für dezentrale und kommunale
Energieversorgungsstrukturen.
Die Energiekonzerne – in NRW RWE
und Eon – müssen
vergesellschaftet werden, ihre
Netze gehören in öffentliches
und demokratisch kontrolliertes
Eigentum.
Bildung und Migranten
Im Landtag NRW und außerhalb der
Parlamente setzen wir uns ein:
Für die Streichung der Garantie
für den bekenntnisorientierten
Religionsunterricht an Schulen
in der Landesverfassung sowie
der Ehrfurcht vor Gott als Ziel
der Erziehung nach Artikel
sieben der Landesverfassung. Wir
wehren uns auch gegen den
Konkurrenzdruck in der Schule
und wollen deshalb das
Notensystem als Druck-,
Disziplinar- und
Selektionsmittel abschaffen. Im
Landtag NRW und außerhalb der
Parlamente setzen wir uns ein:
Für ein umfassendes Wahlrecht
aller hier lebenden Menschen.
Die Einbürgerung muss
erleichtert und mehrfache
Staatsbürgerschaften akzeptiert
werden; für ein wirkliches Recht
auf Asyl; die Abschiebepraxis
muss gestoppt werden,
Sammellager und
Abschiebehaftanstalten müssen
aufgelöst werden.
Rechtsstaat / Sicherheit
Die Linke NRW fordert: Weniger
Freiheitsstrafen, keine weiteren
Gefängnisse; statt
Jugendgefängnissen mehr
finanzielle Mittel
zur Prävention und für die
Jugendarbeit; die Auflösung des
Landesamtes für
Verfassungsschutz. Die bisher
für das Landesamt für
Verfassungsschutz eingesetzten
Mittel werden zur Förderung von
regionalen Initiativen
eingesetzt, um den Kampf gegen
Neofaschismus, Rassismus,
Antisemitismus und Homophobie
erfolgreich führen zu können.
Die Landesregierung muss ihre
Kooperation mit dem
Landeskommando der Bundeswehr
beenden.
Drogen
Die Linke NRW tritt ein für: Ein
„Recht auf Rausch" als
Bestandteil der freien
Entfaltung der Persönlichkeit
und des Rechts, selbstbestimmt
zu leben; Einführung einer
Unterrichtseinheit Genuss- und
Rauschmittelkunde an den
nordrhein-westfälischen Schulen
als Teil einer glaubhaften
Prävention durch objektive und
differenzierte Aufklärung; ein
nordrhein-westfälisches
Modellprojekt für Cannabis,
welches den Besitz, Erwerb,
Anbau und Handel unter
Berücksichtigung des
Jugendschutzes legalisiert; als
ersten Schritt in Richtung
Legalisierung sollte es jedem
Erwachsenen erlaubt sein,
straffrei bis zu fünf weibliche
Cannabispflanzen für seinen
privaten Gebrauch anzubauen.
Schwule und Lesben
Die Linke NRW fordert:
Initiativen zum Aufbau schwuler
und lesbischer Jugendarbeit bis
hin zu Jugendzentren sind mit
Landesmitteln zu fördern,
insbesondere in ländlichen
Regionen sind Schwulen- und
Lesbengruppen zu unterstützen.
Die Selbstorganisationen von
Lesben- und Schwulen (LAG
Lesben, Schwules Netzwerk, LSVD)
sind aus Landesmitteln zu
fördern.
Man muß feststellen, die stille
unblutige Übernahme des
Verbrecherstaates "DDR" war ein
politischer Fehler! Jetzt sind die
Verbrecher unter uns und treiben
ihr politisches Unwesen mit dem
Ziel politischer Übernahme.
"Nürnberg 2" sollte vorbereitet
werden, denn..
Von den
neuen
Freunden des
Gulags und
des guten
Terrors
die Welt
7.1.2011
Gesine
Lötzsch
hat
etwas
verwechselt:
Die
Rückkehr
des
Kommunismus
ist das
Hobby
einiger
verwöhnter
Theoretiker
und
Künstler.
In der
Realität
hat er
nichts
verloren
Intellektuelle
wie
Slavoj
Zizek
und
Dietmar
Dath
arbeiten
in
angesehenen
Institutionen
an
der
Rehabilitierung
des
Totalitären
-
und
motzen
gegen
die
liberale
Demokratie
Isabelle
Graw
ist
eine
der
eleganten
Frauen
Berlins
-
und
des
deutschen
Kunstbetriebs
überhaupt.
Die
Professorin
für
Kunsttheorie
in
Frankfurt
und
Gründerin
wie
Herausgeberin
der
"Texte
zur
Kunst"
trägt
Hermès-Taschen
so
groß,
dass
man
darin
bequem
zwanzig
Bände
der
blauen
Marx-Engels-Werkausgabe
unterbringen
kann.
Die
weltläufige
Hanseatin
mit
der
guten
Kinderstube
veranstaltete
vor
ein
paar
Wochen
einen
erfolgreichen
Kongress
in
Berlin
unter
dem
Titel
"Wo
stehst
du,
Kollege?",
bei
dem
Kunsthistoriker,
Theoretiker
und
Künstler
mit
Hang
zur
linken
Theorie
ihr
Leid
klagen
durften,
dass
ihre
kritische
Praxis
im
vermeintlich
entfesselten
Kapitalismus
so
wenig
ausrichte.
Die
Künstlerin
Andrea
Fraser
überlegte
sich
auf
einem
Panel
gar,
ob
sie
künftig
Psychoanalytikerin
werden
solle,
anstatt
die
Kunstinstitutionen
zu
kritisieren.
Andere
folgten
ihr
in
der
melancholischen
Grundstimmung:
Ihr
linker
Kram
ist
vergleichsweise
wirkungslos
geblieben
abseits
jener
Zeitschriften,
Theater
und
Buchläden,
in
denen
sich
die
wirklich
Aufgeklärten
und
Gleichgesinnten
an
einander
wärmen.
Der
Kongress
war
ausverkauft.
Wie
es
deutschen
und
auch
amerikanischen
Intellektuellen
so
eigen
ist,
neigen
sie
eher
zum
verdrucksten
und
verschämten
Bekenntnis
zum
Anderen
der
herrschenden
Verhältnisse.
Worte
wie
Revolution
und
Blutvergießen
werden
nur
ungern
benutzt.
Slavoj
Zizek,
der
slowenische
Philosoph
und
Popstar
der
Gegenwartstheorie,
geht
da
entschlossener
vor.
In
einem
Filmchen,
das
der
Suhrkamp
Verlag
nicht
ohne
Stolz
auf
Zizeks
Autorenseite
stellt,
schwärmt
er
davon,
wie
er
in
einer
Allmachtsfantasie
alle
romantischen
Dichter
und
Denker,
die
noch
an
Spontaneität
und
Kreativität
glauben,
für
zwanzig
Jahre
in
den
Gulag
sperren
würde.
Dicht
dahinter
geschnitten
sieht
man
ihn
in
einer
französischen
Radiotalkshow
sitzen
und
vom
guten
Terror
Robespierres
schwärmen,
sehr
zum
Entsetzen
der
Diskutanten,
die
mit
derlei
Radikalität
ihr
kommodes
Leben
im
juste
milieu
gefährdet
sehen.
Slavoj
Zizek
war
zu
Zeiten
des
real
existierenden
Sozialismus
in
Jugoslawien
Dissident.
Nach
dem
Zusammenbruch
des
Ostblocks
engagierte
er
sich
in
Slowenien
für
die
Liberaldemokraten.
Seither
war
ihm
eine
in
jeder
Hinsicht
spektakuläre
Karriere
im
globalen
akademischen
Theoriebetrieb
vergönnt,
die
ihm
von
der
Heirat
eines
jungen,
argentinischen
Unterwäschemodels
bis
zu
glamourösen
Dokumentarfilmhauptrollen
jede
Menge
Zuspruch
sicherte.
Seit
wenigen
Jahren
gibt
der
bis
hin
zu
den
Titeln
seiner
Bücher
humorverliebte
Philosoph
den
radikalen
Kommunisten.
In
einem
seiner
jüngsten
Werke
giftet
er
gegen
die
bürgerliche
liberale
Demokratie,
träumt
publikumswirksam
von
fortschrittlichen
Militärputschs
und
gnadenlosem
Terror
und
freut
sich
auch
über
das
Verbrennen
von
Büchern,
weil
es
intellektuelle
Neuanfänge
ermöglicht.
In
den
Besprechungen
seiner
Bücher
und
seiner
Filme
schwingt
im
linksliberalen
Feuilleton
der
wohlige
Schauer
über
die
ungeheueren
Provokationen
mit.
Da
schunkeln
auf
3sat
oder
Arte
die
Autoren
beim
Antikapitalismus
mit
und
labeln
den
Denker
dann
doch
gerne
als
"Enfant
Terrible",
"Querdenker",
um
dem
Ganzen
die
Härte
des
Ernstgemeintem
zu
nehmen.
Das
Kokettieren
mit
Leninismus
und
Stalinismus
wird
in
der
Vermittlung
der
neuesten
Denkvolte
Zizeks
so
dosiert,
dass
die
Billy-Regale
des
kritischen
Milieus
nur
ein
wenig
wackeln,
aber
nicht
umfallen.
In
einem
Interview
mit
dem
Magazin
der
"Süddeutschen
Zeitung"
sprach
Slavoj
Zizek
1996
zum
ersten
Mal
über
Mode
und
war
fasziniert
von
einem
Gedanken
des
deutschen
Idealisten
Friedrich
Schelling,
der
Identität
als
etwas
"angezogenes"
bezeichnete.
In
diesem
Sinne
ist
das
blutrote
Kostüm
Zizeks
nur
eine
weitere
Rolle,
die
er
annimmt,
um
den
Kommunismus
als
Sprachspiel
in
den
globalen
Kulturbetrieb
einzuspeisen.
Er
will
erforschen,
wie
man
mit
einer
Feier
des
Totalitären
umgeht.
Sein
Erfolg
ist
durchschlagend.
Ein
leicht
verbittertes
und
von
der
Gegenwart
gelangweiltes
Milieu
hört
das
sehr
gerne
und
jubelt
dem
Irrsinn
zu.
Zizek
verachtet
den
Applaus.
Er
deliriert,
weil
es
ihm
Freude
macht
zu
sehen,
wie
selbst
abgeschmackteste
Tabubrüche
in
der
verhärmten
Linken
genossen
werden.
In
Deutschland
hat
die
Rolle
des
etablierten
Kommunisten
ähnlich
geistreich
und
produktiv
Dietmar
Dath
übernommen.
Er
hält
Lenin
für
einen
der
hilfreichsten
Denker
unserer
Zeit
und
erklärte
- so
etwa
in
der
"Welt
am
Sonntag"
-
dass
an
Lenins
Sätzen
längst
nicht
alles
stimme,
"aber
doch
mehr
als
an
jedem
Wort,
das
Müntefering,
Barack
Obama
oder
Joschka
Fischer
je
gesagt
haben
und
je
sagen
werden."
Als
Kommunist
hat
er
es
bis
in
das
Feuilleton
der
oft
konservativen
"Frankfurter
Allgemeinen"
gebracht
und
ist
nun
eine
der
neben
Zizek
funkelndsten
Positionen
des
ehrwürdigen
Suhrkamp
Verlags.
2009
wollte
er
Oskar
Lafontaine
wählen,
weil
seit
1968
alle
ernsthaften
Linken
vor
der
wichtigen
Aufgabe
stehen,
die
SPD
zu
beschädigen,
"denn
dieser
scheußliche
Laden
ist
es,
der
jede
linke
Entwicklung
blockiert".
Die
Rezeption
des
Neokommunismus,
wo
er
im
Augenblick
auch
immer
stattfindet,
verbleibt
auf
einer
ästhetischen
und
semantischen
Ebene.
Kommunistische
Politik
fällt
aus.
Auch
wenn
der
"Spiegel"
ziemlich
aufgeregt
das
Manifest
ein
paar
nervöser
linksradikaler
Aktivisten
veröffentlicht,
die
wieder
zurück
zur
Kommune
und
zu
öffentlichen
Sabotageakten
wollen.
Diese
Revolutionspraxis
ist
vergleichsweise
banal:
In
der
Regel
heißt
das
in
der
deutschen
Hauptstadt,
dass
mehr
oder
minder
teure
Autos
angezündet
werden,
die
oft
genug
gut
versicherte
Firmenwagen
sind,
deren
Halter
für
die
Schäden
nicht
aufkommen
müssen.
Anders
aber
trifft
es
den
"kleinen"
Angestellten,
der
mit
letzter
Mühe
seinen
Opel-Van
mit
nun
höheren
Sätzen
versichert
bekommt.
Die
letzten
linksradikalen
Moden
waren
allesamt
intellektuelle
Enttäuschungen.
Allen
voran
das
matte
Spätwerk
des
italienischen
Ex-Guerilleros
Antonio
Negri
mit
dem
Sat1-igen
Titel
"Empire".
Und
weil
das
alles
so
beschämend
ist
und
weil
die
linke
Praxis
so
am
Boden
liegt
und
der
linke
Widerstand
gegen
den
Kapitalismus
im
Westen
ein
derart
spießiger
Witz
ist,
flüchten
sich
die
Intellektuellen
in
ihre
griesgrämige
Minirealität
und
träumen
von
etwas,
was
die
Welt
hinter
sich
gelassen
hat:
den
stumpfen,
untauglichen
Kommunismus,
der
Millionen
von
Menschen
ermordet,
versklavt,
verblödet
und
unterdrückt
hat.
In
Kuba
werden
dieser
Tage
eine
halbe
Million
Beamte
gefeuert,
weil
auch
die
letzte
Trutzburg
des
19.
Jahrhunderts
lendenschwach
geworden
ist.
Der
Kommunismus
ist
mausetot,
und
wenn
die
Vorsitzende
der
Linkspartei,
Gesine
Lötzsch,
in
ihrem
nun
fast
schon
legendären
Text
für
die
von
ehemaligen
Stasimitarbeitern
verseuchte
Zeitung
"Junge
Welt"
alle
denkbaren
Katastrophen
der
Gegenwart
bemühen
muss,
um
für
ihn
eine
Chance
zu
wittern,
dann
macht
sie
einen
Punkt.
Der
Kommunismus
taugt
nur
als
hysterisches
Worst-Case-Szenario.
Diese
Vision
teilt
sie
am
Samstag
mit
Exterroristen
und
Revolutionsbeamten
der
DKP,
mit
denen
sie
sich
auf
dem
Rosa-Luxemburg-Kongress
tummelt.
Hier
versucht
das
kommunistische
Sprachspiel
letzte
Ausflüge
in
die
Realität
-
und
landet
bei
der
denkbar
prosaischsten
Nostalgie.
Begriffe
und
Träume
sind
abgestanden,
der
Blick
auf
die
Gegenwart
ist
mit
dem
Fernrohr
aus
der
Selbstverbunkerung
gerichtet.
Gesine
Lötzsch
hat
dem
Kommunismus
wie
der
Linkspartei
größten
Schaden
zugeführt.
Sie
hat
mit
ihrem
Text
beide
denunziert:
als
etwas
Schlichtes
und
Unterkomplexes,
das
mit
den
Denkanforderungen
der
Gegenwart
nichts
zu
tun
hat.
Dafür
ist
ihr
zu
danken.
Der
Kommunismus
als
Clownerie
und
Radical
Chic
wird
umso
gefragter,
je
toter
er
in
der
Realität
ist.
Deshalb
ist
es
eine
hübsche
Pointe,
dass
ein
Porsche
fahrender
Gewerkschaftsfunktionär
aus
Bayern
den
naiven
Quatsch
der
ostdeutschen
Frau
Lötzsch
als
einziger
verteidigen
mag.
Der
Reigen
linker
Girlanden
auf
dem
"Texte
zur
Kunst"-Kongress
übrigens
wurde
eingeleitet
durch
ein
Grußwort
des
weitbekannten
Unternehmers
Arend
Oetkers.
Das
Bürgertum
sehnt
sich
nach
nichts
mehr
als
nach
ein
bisschen
Reibung.
Das
lässt
man
sich
gerne
etwas
kosten.
Fest im
Antifaschismus der
DDR verwurzelt
„Kampf gegen
Rechts“: Ein gut mit
Steuergeldern
ausgestattetes
Netzwerk trägt den
2000 ausgerufenen
„Aufstand der
Anständigen“
Hinrich Rohbohm
Für Politik und
Medien stehen die
Täter unmittelbar
nach dem
Brandanschlag auf
die Synagoge in
Düsseldorf vom 2.
Oktober 2000 fest.
Es wird über die
Gefahren des
Rechtsextremismus
geredet, gesendet
und geschrieben.
Auch noch, als die
Staatsanwaltschaft
einen 19 Jahre alten
staatenlosen
Jordanier sowie
einen 20jährigen
marokkanischen
Einwanderer als
Verantwortliche für
die Anschläge
präsentiert. Die
Nachrichtenagentur
dpa vermeldete
kurzerhand, daß es
sich bei den Tätern
um „zwei
Rechtsradikale
ausländischer
Herkunft“ handele.
Und auch die
Tatsache, daß bei
dem Anschlag auf
einen S-Bahnhof
ebenfalls in
Düsseldorf wenige
Monate zuvor bis
heute keine Täter
ermittelt werden
konnten, scheint für
den im Jahr 2000
ausgerufenen „Kampf
gegen Rechts“ keine
Rolle zu spielen.
Es war nicht das
erste Mal, daß
Politiker im
Zusammenspiel mit
Medien ohne Belege
Rechtsextremismus
herbeiredeten. Doch
im Jahr 2000 wird
aus dem Kampf gegen
Rechtsextremismus
ein
institutionalisierter
„Kampf gegen
Rechts“,
vorangetrieben durch
einen „Aufstand der
Anständigen“. Doch
wer oder was ist
rechts? Und: Wer
sind die
Anständigen? SPD,
Grüne und die
damalige PDS sind
sich schnell einig.
Die Anständigen sind
sie selbst.
Bekämpfen wollen sie
Rechtsextremisten.
Wer mit ihnen
marschiert, ist
ebenfalls anständig.
Wer Zweifel äußert
oder gar Kritik an
dem oberflächlichen
Vorgehen übt, ist
unanständig – und
wohl sowieso
ebenfalls „rechts“.
Für die
Deutungshoheit
darüber, wer guter
Demokrat und wer
böser Rechter ist,
sorgt mittlerweile
ein breites Netzwerk
(siehe Kasten
unten), dessen
Wurzeln häufig
zurück bis in die
Zeit des DDR-Regimes
ragen. Eine Fülle
von Organisationen,
von denen die
meisten Bundesbürger
wenig oder überhaupt
nichts gehört haben,
kümmert sich um die
Verteilung der jedes
Jahr fließenden
Steuergelder in
Millionenhöhe. Alles
unter dem Deckmantel
des „Kampfes gegen
Rechts“. Mehr als
3.000 derartige
Projekte werden in
Deutschland durch
staatliche Mittel
gefördert. Und
hinter so mancher
dieser
Organisationen
verbergen sich
Personen mit nur
allzu
offensichtlichem
kommunistischem
Hintergrund. Kein
Wunder: Schon zu
DDR-Zeiten war der
Antifaschismus ein
wirksames Mittel im
Kampf gegen die aus
Sicht der SED
„faschistische BRD“.
Eine der
Schlüsselorganisationen
im „Kampf gegen
Rechts“ ist dabei
die
Amadeu-Antonio-Stiftung.
Sie unterhält
Kontakt zu rund 250
sogenannten
Kooperationspartnern,
zumeist linke
Gruppierungen.
Andere Partner
wiederum sind
angesehene
Unternehmen, mit
deren Unterstützung
die Stiftung sich
Akzeptanz in
bürgerlichen Kreisen
verschafft. Zudem
ist sie für die
Verteilung der
Gelder an die
einzelnen
Initiativen
zuständig. Will
heißen: Wer
finanziell Förderung
erhalten möchte,
kommt an der
Amadeu-Antonio-Stiftung
kaum vorbei. Deren
Vorsitzende ist
Anetta Kahane,
ehemalige
Inoffizielle
Mitarbeiterin des
Ministeriums für
Staatssicherheit der
DDR. Im Jahr 1991
wurde sie mit der
Theodor-Heuss-Medaille
ausgezeichnet. Zur
Begründung hieß es,
sie stehe mit
anderen
stellvertretend für
die friedlichen
Demonstranten des
Herbstes 1989 in der
DDR. Für Stasi-Opfer
ein Schlag ins
Gesicht.
Mittlerweile ist
Kahane, die aus
einem
kommunistischen
Elternhaus stammt,
Mitglied im
Kuratorium der
Theodor-Heuss-Stiftung,
die die Medaille
verleiht und die
Zivilcourage fördern
will. Nach der Wende
in der DDR war
Kahane als
Ausländerbeauftragte
für den Ost-Berliner
Magistrat tätig. Ein
Jahr nach der
Wiedervereinigung
gründete sie die
Regionale
Arbeitsstelle für
Ausländerfragen,
Jugendarbeit und
Schule (RAA), eine
Organisation, die
Projekte an Schulen
organisiert. Eine
Aufklärungsarbeit
über
Rechtsextremismus,
die wie ein
Türöffner
funktioniert und den
Zugang zu Kindern
und Jugendlichen
ermöglicht.
Zum Netzwerk der
Amadeu-Antonio-Stiftung
gehört zudem eine
Organisation mit dem
Namen „ZDK
Gesellschaft für
demokratische Kultur
GmbH“.
Geschäftsführer ist
Bernd Wagner,
ehemaliger
Oberstleutnant im
Polizeiapparat der
DDR, sowie
langjähriges
SED-Mitglied. Nach
der Wende ist er
weiter für die
Kriminalpolizei
tätig, wird sogar
Leiter der Abteilung
Staatsschutz im
„Gemeinsamen
Landeskriminalamt
der neuen
Bundesländer“.
Gemeinsam mit Ingo
Hasselbach, der als
Muster-Neonazi-Aussteiger
verkauft wird,
gründet er das
Aussteigerprogramm
Exit. Auch bei
Hasselbach ist der
soziale Hintergrund
interessant. Sein
Vater, überzeugter
Kommunist und
Antifaschist, war zu
DDR-Zeiten Chef des
Jugendradios, die
Mutter für die
DDR-Nachrichtenagentur
ADN
tätig. Auch Wagner
wurde bereits mit
der Heuss-Medaille
geehrt. Er gehört
dem Freundeskreis
der
Theodor-Heuss-Stiftung
an.
ZDK Gesellschaft
für Demokratische
Kultur gGmbH
Die Organisation ist
1997 als Projekt der
von der ehemaligen
inoffiziellen
Stasi-Mitarbeiterin
Anetta Kahane
gegründeten
Regionalen
Arbeitsstelle für
Ausländerfragen,
Jugendarbeit und
Schule (RAA)
entstanden. Hieraus
entwickelte sich im
Jahr 2003 die ZDK
Gesellschaft für
Demokratische Kultur
gGmbH.
Geschäftsführer ist
der ehemalige
Oberstleutnant im
Apparat der
DDR-Volkspolizei,
Bernd Wagner, der
von 1975 bis 1989
Mitglied der SED
gewesen ist.
Eigenen Angaben
zufolge versteht
sich die
Gesellschaft als
Institution, die
sich bundesweit für
demokratische Werte
einsetzt und deren
Initiativen dem
Schutz vor Gewalt
und Extremismus
dienen. Die
Gesellschaft gibt
die Schriftenreihe
„Bulletin“ heraus,
die sie gezielt
Schulen, Verwaltung,
Polizei, Justiz,
Sozialarbeitern und
Medien zukommen läßt.
Sie soll den
einzelnen
Institutionen als
Orientierung dienen.
Zudem ist das ZDK
für das ebenfalls
von Wagner
gegründete
Neonazi-Aussteigerprogramm
Exit verantwortlich.
Ein weiterer
Schwerpunkt ist das
„Verbundnetz von
Demokratie und
Toleranz“, eine
Initiative der VNG
Verbundnetz Gas AG.
Die
Unternehmensgruppe
mit Sitz in Leipzig
ist Deutschlands
drittgrößter
Erdgasimporteur. An
ihr ist unter
anderem die
russische Gazprom
beteiligt, bei der
Altbundeskanzler
Gerhard Schröder als
Aufsichtsratsvorsitzender
fungiert.
Gesellschafter des
ZDK sind die
Amadeu-Antonio
Stiftung sowie die
in Weinheim
ansässige
Freudenberg-Stiftung.
Blick nach Rechts
„Blick nach Rechts“
ist ein
zweiwöchentlich
erscheinender
Informationsdienst
zum Thema
Rechtsextremismus.
Herausgeber ist der
Journalist und
frühere
Ost-Berlin-Korrespondent
der „Süddeutschen
Zeitung“ Helmut
Lölhöffel. Träger
des Dienstes ist die
Berliner Vorwärts
Verlagsgesellschaft,
die auch die
gleichnamige
SPD-Parteizeitung
herausgibt. In
Kooperation mit der
Amadeu-Antonio-Stiftung
erstellt der „Blick
nach Rechts“, dessen
Schirmherrin die
SPD-Politikerin Ute
Vogt ist, monatlich
Schwerpunkte zum
Thema
Rechtsextremismus.
Auftraggeber hierfür
ist die
Bundeszentrale für
politische Bildung,
deren Präsident der
SPD-Politiker Thomas
Krüger ist. Krüger
war 2005 in die
Kritik geraten, weil
er den Vorsitzenden
der vom
Verfassungsschutz
beobachteten
„Islamischen
Gemeinschaft in
Deutschland“ als
„Experten für
Integrationsfragen“
empfahl und auch
noch an ihm
festhielt, als ihm
dessen
islamistischer
Hintergrund schon
bekannt war.
„Blick nach Rechts“
wiederum war 2004
durch eine kleine
Anfrage der
Unionsfraktion
bezüglich der
Förderung des
Dienstes durch
Steuergelder ins
Blickfeld der
Öffentlichkeit
geraten. Dabei
stellte sich heraus,
daß das SPD-Blatt
auf seiner
Internetseite
Verlinkungen zu
linksextremistischen
Organisationen
aufwies. Die Antwort
auf die Anfrage
hatte ergeben, daß
„Blick nach Rechts“
im Jahr 2000 mit
rund 56.000 Mark aus
Mitteln des
Bundesinnenministeriums
gefördert worden
war.
Bündnis für
Demokratie und
Toleranz
Das „Bündnis für
Demokratie und
Toleranz – gegen
Extremismus und
Gewalt“ sieht sich
als „der zentrale
Ansprechpartner und
Impulsgeber der
Zivilgesellschaft in
den
unterschiedlichen
Themenfeldern der
praktischen
Demokratie- und
Toleranzförderung“.
Ihr Auftrag sei es,
zivilgesellschaftliches
Engagement zu
sammeln, zu bündeln,
zu vernetzen und
öffentlich zu
machen. Es wurde
während der
rot-grünen Koalition
am 23. Mai 2000 vom
Bundesinnenministerium
und vom
Bundesjustizministerium
ins Leben gerufen.
Im Beirat des
Demokratie – und
Toleranz-Bündisses
ist auch Ulla Jelpke
von der Linkspartei
vertreten. Jelpke
gehörte in den
achtziger Jahren dem
Leitungsgremium des
Kommunistischen
Bundes an und war
bis 1989 Hamburger
Bürgerschaftsabgeordnete
für die
Grün-Alternative
Liste. Nach der
Wende wechselte die
heute 58jährige zur
PDS.
Neben Jelpke ist
auch
ZDK-Geschäftsführer
Bernd Wagner
Beiratsmitglied.
Darüber hinaus ist
das Bündnis
ebenfalls
Kooperationspartner
der Amadeu-Antonio
Stiftung. Unter dem
Dach des Bündisses
firmierte auch das
von der rot-grünen
Regierung
eingeführte
Aktionsprogramm
„Jugend für Toleranz
und Demokratie“, das
sich in die
Teilprogramme „Xenos“,
„Entimon“ und
„Civitas“ gliederte.
Bis 2006 flossen an
Xenos 75 Millionen
Euro an
Steuergeldern, an „Entimon“
65 Millionen sowie
an „Civitas“ 52
Millionen Euro. Rund
4.500 Projekte und
Initiativen wurden
dadurch unterhalten.
Inzwischen ist das
Projekt eingestellt.
Als Nachfolge wurde
2007 das Programm
„Vielfalt tut gut“
aufgelegt, das
jährlich vom Bund
mit 19 Millionen
Euro ausgestattet
wird.
Mut gegen rechte
Gewalt
„Mut gegen rechte
Gewalt“ ist eine
Aktion des „Stern“
und der
Amadeu-Antonio
Stiftung. die über
Rechtsextremismus in
Deutschland
informiert. Mit
seinem Engagement
hat der „Stern“ der
Amadeu-Antonio
Stiftung eine
größere Bekanntheit
verschafft. Die
Spenden an „Mut
gegen rechte Gewalt“
fließen an die
Amadeu-Antonio
Stiftung. Der
Internetauftritt von
MUT wurde 2007 mit
dem alternativen
Medienpreis
ausgezeichnet, der
von der Nürnberger
Medienakademie und
der Stiftung
Journalistenakademie
vergeben wird.
Letztere arbeitet
eng mit der
Friedrich-Ebert-Stiftung
zusammen, die bei
dem alternativen
Medienpreis ebenso
als Sponsor auftritt
wie Verdi und die
„Linke
Medienakademie“,
eine
Arbeitsgemeinschaft,
die sich „Rote
Reporter“ nennt und
eine
Arbeitsgemeinschaft
innerhalb der
Linkspartei ist.
Berlins Linksextreme
koordinieren ihre Anschläge
Von M.
Behrendt, H. Nibbrig und P.
Oldenburger
5. Dezember 2009, 19:02 Uhr
Die Welt
Von den
Tätern, die Kanzleramt und BKA
in Berlin angegriffen haben,
fehlt weiter jede Spur. Die
Polizei sieht bisher auch keinen
Zusammenhang zwischen diesen
Anschlägen und zeitnahen
Attacken in Hamburg. Doch
innerhalb der Hauptstadt
sprechen radikale Gruppen
regelmäßig ihre Aktionen ab.
Auf die
Außenstelle des
Bundeskriminalamtes in
Treptow-Köpenick wurde am frühen
Freitagmorgen ein Anschlag
verübt. Unbekannte warfen
Molotowcocktails in einen
Eingang an der Bouchéstraße
sowie Farbbeutel an die Fassade.
Die Polizei sicherte die Spuren.
Nach der
Serie von Anschlägen in der
Nacht zu Freitag in Berlin und
Hamburg fehlt von den Tätern
noch jede Spur. Neues zum Thema
"linke Gewalt" konnte die
Berliner Polizei am Wochenende
dennoch vermelden: Auch in der
Nacht zu Sonnabend brannten in
Berlin wieder zwei Autos,
diesmal in Hohenschönhausen und
Wilmersdorf. Darüber hinaus
wurde eine Bankfiliale in
Schöneberg attackiert. Der
Staatschutz ermittelt.
Unterdessen gibt es beim
Berliner Landeskriminalamt (LKA)
Zweifel, ob es sich bei den
zeitgleichen Anschlägen der
Gewalttäter in Hamburg und
Berlin tatsächlich um eine
abgesprochene gemeinsame Aktion
handelt. Man prüfe
selbstverständlich Hinweise auf
einen möglichen Zusammenhang,
der sei derzeit aber nicht
erkennbar, sagte LKA-Chef
Peter-Michael Haeberer WELT
ONLINE. Seine Ermittler gehen
bislang eher von einer
„zufälligen zeitlichen Nähe“
aus.
„Wenn es
der linken Szene gelungen wäre,
eine solche konzertierte Aktion
länderübergreifend zu
organisieren, hätte es mit
Sicherheit eine Erklärung
gegeben“, sagte Haeberer.
Entsprechende Bekennerschreiben
lagen bis Sonnabend nicht vor.
Nach Informationen von WELT
ONLINE soll es allerdings ein
Bezichtigungsschreiben für die
Attacke auf die Berliner
Niederlassung des
Bundeskriminalamtes geben. Die
Behörde wollte das nicht
kommentieren.
Unabhängig
von den Zweifeln der Polizei an
Absprachen zwischen militanten
Linksextremisten aus beiden
Städten gibt es jedoch Hinweise
auf eine enge Kooperation
verschiedener radikaler Gruppen
in Berlin. So sollen sich nach
Informationen von WELT ONLINE
bereits seit Sommer 2007
Angehörige der
linksextremistischen Szene
einmal im Monat zu einer
„Autonomen Vollversammlung“ in
der Hauptstadt treffen.
Harter
Kern der Gewalttäter schottet
sich zunehmend ab
Dabei
werden Fragen diskutiert wie die
nach einem „verantwortungsvollen
Einsatz“ von Militanz und
Gewalt. Schon allein dieses
Thema spaltet die Szene. Einige
Gruppen vertreten die
Auffassung, Gewalt sei
prinzipiell abzulehnen,
Farbbeutel und Flaschenwürfe
gegen Hausfassaden könne man
aber nicht als Gewalt
bezeichnen, sei daher legitim.
Andere Gruppen wiederum
rechtfertigen auch
Brandanschläge auf Gebäude und
Autos als zulässiges Mittel des
politischen Kampfes („Sonst
nimmt uns ja niemand ernst“),
lehnen aber gewalttätige
Attacken auf Menschen ab. Und
die Radikalsten vertreten in den
Zusammenkünften zwar die
Ansicht, Gewalt gegen Menschen
sei grundsätzlich als
„kontraproduktiv“ abzulehnen
(„Viele Genossen und
Sympathisanten haben für so was
leider kein Verständnis“), eine
Ausnahme bildeten jedoch
„Nazis und Bullen“.
WELT
ONLINE liegt ein „Protokoll“
einer solchen Zusammenkunft vor.
Dessen Inhalt macht zweierlei
deutlich: Die linke und
linksradikale Szene zersplittert
immer mehr und der harte Kern
der Gewalttäter schottet sich
zunehmend ab. Begründet wird
die Abschottung mit Angst vor
Spitzeln und staatlichem
Verfolgungsdruck durch Polizei,
Verfassungsschutz und Justiz.
Man müsse als Sympathisant der
radikalen Linken in Berlin schon
einige Kontakte haben, um in den
„konspirativen
vertrauenswürdigen Kreis der
Familie“ aufgenommen zu werden,
beklagen die Verfasser des
Schriftstücks. Derzeit, so heißt
es weiter, gebe es nur sehr
wenige Gruppen, in die
Interessierte einfach einsteigen
könnten.
Durch
solche Entwicklungen, so
bemängelt die linksautonome
Szene, werde die Wirksamkeit des
politischen Kampfes nachhaltig
geschwächt. Und dieser Kampf
findet an zahlreichen Fronten
statt. Hassobjekte der radikalen
Linken und somit bevorzugte
Ziele von Anschlägen gibt es
reichlich. Banken werden
attackiert, weil sie seit jeher
als Sinnbild des Kapitalismus
und neuerdings auch als
Verantwortliche für die
Finanzkrise und ihre Folgen
gelten. Großunternehmen sind
verhasst als „Wegbereiter der
Globalisierung“, Attacken auf
Dienstgebäude der Polizei sind
nach dem Weltbild der
Gewalttäter „legitime
Protestaktionen gegen die Träger
der staatlichen Gewalt“.
Einrichtungen und Fahrzeuge der
Bahn AG oder der Post-Tochter
DHL trifft es, weil diese nicht
nur Waffentransporte für die
Bundeswehr, sondern auch
Castor-Transporte durchführen.
Auch
Gerichtsgebäude sind inzwischen
im Fokus von Gewaltattacken
geraten. So musste die Polizei
in zeitlicher Nähe zu Prozessen
gegen Hausbesetzer und
mutmaßliche Brandstifter
mehrfach Angriffe auf Gebäude
der Justiz mit Farbbeuteln oder
Steinwürfen registrieren. Auf
die gleiche Weise werden vor
allem in Kreuzberg und
Friedrichshain immer wieder
Wohnungsbauprojekte attackiert.
Besonders Baustellen für
luxuriösen Wohnraum stehen
regelmäßig auf der Agenda von
linksextremen Gewalttätern.
Hinzu kommen vor allem
sämtliche Gebäude, bei denen
auch nur der leiseste Verdacht
besteht, dass sich dort
Angehörige der rechten Szene
treffen. Komplettiert wird
die Liste der Angriffsziele
durch Liegenschaften von
Job-Centern und Arbeitsagenturen
als Sinnbild für soziale
Ungerechtigkeit.
Neben
Angriffen auf Polizisten richtet
sich die Gewalt Linksextremer
besonders in Berlin häufig auf
Fahrzeuge. Dass das Anzünden von
Autos und Firmenfahrzeuge in der
Mehrzahl politische Hintergründe
hat, wird jedoch von Experten
bezweifelt. So erklärte kürzlich
Christian Pfeiffer, Direktor des
Kriminologischen
Forschungsinstitutes
Niedersachsen zur
Autobrandstiftungen, diese seien
in seinen Augen nicht politisch.
Es sei vielmehr eine Befriedung
der politischen Ohnmacht oder
einfach nur „Spaß am Zündeln“.
„Unpolitische Trittbrettfahrer“
Die
Ansicht des renommierten
Kriminologen wird von vielen
Ermittlern geteilt. „Unsere
bisherigen Ermittlungen,
insbesondere zu den
Brandanschlägen auf Autos haben
gezeigt, dass wir es nicht nur
mit politisch motivierten Tätern
zu tun haben, sondern auch mit
solchen, die ein politisches
Motiv nur vorschieben.
Dazu
kommen noch die völlig
unpolitischen Trittbrettfahrer,
von denen es in Berlin offenbar
eine ganze Menge gibt“, sagte
ein hoher Beamter. An sicheren
Erkenntnissen über die Herkunft
der Täter und ihre Motive
bestehe in der Hauptstadt
derzeit „ein gewisser Mangel“,
sagte der Ermittler weiter.
Sicher ist
hingegen, dass Anschläge und
Ausschreitungen die Berliner
Polizei auch weiterhin
beschäftigen werden. Bereits für
die Nacht zum Sonnatg war die
Behörde wieder auf „alle
Eventualitäten“ eingestellt.
Mehrere Gruppen hatten zum Teil
sehr aggressiv zu einer weiteren
Demo gegen die Räumung des
besetzten Hauses an der
Brunnenstraße aufgerufen. Bis
zum Abend blieb es zumindest
friedlich.
Hauptstadt der
linksextremen Gewalt
Von Martin Lutz12. November 2009, 04:00
Uhr Die Welt
Berliner Verfassungsschutz legt
Bericht vor - Kritik an Linkspartei
Berlin
- Bei der Vorstellung der Studie "Linke Gewalt in
Berlin" hat der Innensenator der rot-roten
Landesregierung, Ehrhart Körting (SPD), die
Linken-Bundestagsabgeordnete Inge Höger deutlich
kritisiert. Politiker sollten "Verbrechen nicht
rechtfertigen", wie Höger das bei der linksextremen
Vereinigung "Militante Gruppe" getan habe, sagte Körting
bei einem Symposium im Deutschen Historischen Museum.
Die Chefin des
Berliner Verfassungsschutzes, Claudia Schmid, warf
Politikern aus dem linken Spektrum ebenfalls vor, sich
nicht hinreichend von linksextremer Gewalt zu
distanzieren. Gewalt sollte "klar und eindeutig geächtet
werden", sagte Schmid. Körting forderte ein "Klima von
Ächtung jeglicher Gewalt". Mutmaßliche Mitglieder der
Militanten Gruppe, die einen Brandanschlag auf Fahrzeuge
der Bundeswehr versucht hatten, waren kürzlich vom
Berliner Kammergericht verurteilt worden.
Laut Körting
geht rund die Hälfte der Brandanschläge gegen Autos in
der Hauptstadt auf das Konto von Linksextremisten.
Allein in diesem Jahr wurden bereits 190 Fahrzeuge
angesteckt und 66 in Mitleidenschaft gezogen. Da es auch
in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und
Brandenburg zu derartigen Anschlägen kam, hat Körting
laut "Stern" gegenüber seinen Amtskollegen in den
Bundesländern Gespräche über gemeinsame Maßnahmen
angeregt. Zudem habe er bei der deutschen Autoindustrie
vorgefühlt, ob es möglich sei, die in den Radkästen
verwendeten leicht entflammbaren Kunststoffe durch
feuerfeste auszutauschen. Die Resonanz sei positiv
gewesen. Brandanschläge haben bei linker Gewalt eine
weitaus größere Bedeutung als bei rechter.
Laut der Studie
entsteht linke Gewalt sehr häufig in Zusammenhang mit
Demonstrationen. Insgesamt wurden in Berlin in den
vergangenen sechs Jahren deutlich mehr linke als rechte
Gewalttaten verübt. Demnach entfielen pro Jahr
durchschnittlich 139 Anzeigen oder Ermittlungsverfahren
auf linke Gewalttaten, gegenüber 72 rechts motivierten
Delikten. Zur linksextremistischen Berliner Szene
gehören knapp 2000 Personen, überwiegend junge Männer.
Gut die Hälfte der linken Gewalttäter ist zwischen 18
und 24 Jahre alt. MLU
Wenn man den Unrechtsstaat durch
Unterwanderung eines anderen in diesem neu errichten will, ist diese Haltung
konsequent und erwartbar als Bestätigung des Unterwanderungsgedankens
Alter Wein in neuen Schläuchen: Mauermörder wirken weiter, international wie
national
Wer immer noch nicht merkt,
auf wessen Initiative sich viele negative politische
Ereignisse in Deutschland abspielen, dem ist nicht mehr zu helfen!
Als wenn es im Rahmen
dieser Ideologie noch nicht genug Tote gegeben hätte. Mehr als 80 Millionen,
darunter mindestens 1000 (angeblich nur soviel festgestellte Todesfälle an der
Mauer) Mauer-Tote, die die DDR-Verhältnisse mit sich gebracht haben, deren
Vertreter jetzt in Nachfolge zur Mauermörder Partei-SED durch Unterwanderung,
Einschaltung von Gewalt durch Einschaltung von Antifa und anderen Gewaltgruppen
die Machtübernahme vorbereiten wollen, davon gehen sie jedenfalls aus. Das
belegt auch das neuerliche Strategiepapier der Undemokraten aus NRW, wird
verständlich stellvertretend auch für die anderen Bundesländer, weil es typische
kommunistische Strategie in altbekannter Form beinhaltet, für das Jahr 2009, wie
der Nachrichten-Beleg aus der Kölner Rundschau vom 11.02.2009 beweist.
Mauermörder-Jargon
Das muß man ihnen lassen, den
Maauermördergesinnungsträgern, wie in den 68ern mit der finanzierten Hetze gegen
die Bunderepublik in gleichlautenden Parolen, "trau keinem über 30"; und
ähnlichem "Käse" ist man auch jetzt rege dabei, insbesondere die
Schülerabteilungen der Antifa zu trainieren. Leider langweilig immer das
gleiche, dafür aber um so christlicher und menschenfeindlicher in Bezug auf den
politischen Gegner. Polit-Figuren wie Schramma und die Katholikin Bartscherer
und viele sich nach außen als Bürger gebende Mitläufer solidarisieren sich mit
der Art und Weise, wie von links gegen den politischen Gegner vorgegangen wird.
Egal, wo man auf die Linke und die für Gewalttaten herbei geholte ANTIFA sieht,
die gleichen eintrainierten und durch Wortführer vor Ort jeweils ausgelösten
Haßtiraden. Mit denen könnte man ja als Gegner noch klar kommen, weil dämlich,
aber Kind gerecht. Erschütternd die Tatsache, daß man dazu abenteuerlustige
links indoktrinierte Schüler einspannt. Natürlich abgesichert. Nimmt die Polizei
sie fest, steht eine Anwalts-Truppe direkt zur Einschaltung bereit. Die Polizei
wird, wie zuletzt zwecks vollständigen Einknickens angegangen und macht
dann einen Kaffenachmittag (zuletzt in Köln anläßlich 500
eingekesselter Schüler). Die Anwaltstruppe linkslastiger Kollegen sowie die
Anwaltsaktionen des politisch fragwürdigen Gysi haben den Verfasser zum Austritt
aus dem Anwaltsverein geführt, weil mit solchen Figuren keine Gemeinsamkeiten
bestehen sollen, aber auch der Anwaltsverein in den Linkstrend verfällt, indem
er im Anwaltsblatt ein Bündnis der "Anwälte gegen Rechts" auftreten läßt, statt
auf Neutralität zu achten.1933 scheint sich tatsächlich zu wiederholen),
bei dem , statt die verantwortungslosen Eltern zur Rechenschaft zu ziehen, sich
die Polizei unter Streffenhagen, Polizeipräsident, bei den Kindern und Eltern
praktisch entschuldigt.
Auf den Einsätzen gegen Rechts,
insbesondere beim Anti-Islamisierungs-Kongress, zeigen die "Früchtchen" was man
an angelernter Abartigkeit im Rahmen des menschlichen Miteinanders so drauf hat:
"Wir haben Euch was
mitgebracht; Haß, Haß, Haß"
"Nazis raus"
"Alerta Antifaschista"
"Nazis verpisst euch,keiner
vermißt euch"
"Eure Kinder werden so wie
wir!"
Singen der Internationale der
kommunistischen Arbeiterschaft
"Nieder mit der NAZI-Pest
von Ost & West"
"Wir kriegen Euch alle"
Was soll dann folgen?
Kreuzigung, Mord, KZ? Das hatten wir doch schon mal, oder. Folgt man dann den
Betroffenheits-Virtuosen wie Schramma und Bartscherer und deren immer wieder
reflex-betontes "Nie mehr wieder" wird die heuchelei sogar hautnah.
Weiter geht es: "Süd ob
Nord, Nazi töten ist kein Mord"
Das im Beisein von 5.000
Polizisten am 9.5.2009 in Köln. .Machen Sie so etwas privat, haben Sie sofort
ein staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren wegen "Bedrohung" am Hals. Wie
gesagt, es wird für den, der die Tiraden nicht ernst nimmt, schnell langweilig,
weil den kindlichen Flachgeistern nichts eigenes einfällt und wohl auch nicht
einfallen darf (war beim Mauermörder
Honecker ja auch verboten). Die
Staatsanwaltschaft Köln, jedenfals bestimmte Staatsanwälte, hat bei Linken
damit nachweislich kein Problem, auch nicht mit der ungerechtfertigten
Nazi-Betitelung. Auch das Innenministerium, mit dem der Verfasser in
Korrespondenz steht, verharmlost jedenfalls das, was die Linke betrifft
nachweislich.
Aber:Kommen Sie zu einer der
nächsten Auftritte der PRO-Bewegung und machen Sie sich selbst ein Bild!
#8 Leserin aus PI (10. Mai 2009
15:05) mit intelligenter Bewertung. Vielen Dank!
Selbstverständlich ist es so, daß
an dem gesamten Kongreß Erhebliches hätte verbessert werden können, oder man
hätte auch einiges anders machen können.
Zu berücksichtigen ist aber, daß
die Durchführung des Kongresses an sich außerordentlich schwierig war. Davon
können sich die meisten Leser nur eine schwache Vorstellung machen. In
Anbetracht dessen ist der Kongreß als außerordentlicher und großartiger,
auch als durchschlagender Erfolg zu werten. Ich weiß, daß viele zuhause
Gebliebene das Ereignis aus der Ferne (in den Medien) beobachten und daß sie
auf mündliche Berichte warten. Ich habe vollstes Verständnis dafür, daß
viele Angst hatten angesichts der kriminellen Antifa-Banden, zu einer
solchen Veranstaltung zu gehen. Beim nächsten Mal werden sich noch mehr
mutige Teilnehmer finden. Wir sind schon viele, und wir werden noch mehr
werden!
Selbstverständlich hatte man bei
den Vorträgen mehr in die Tiefe gehen können, vielleicht auch eine
Podiumsdiskussion und ähnliches mehr machen können. Auch hier ist aber zu
berücksichtigen, daß es keinen Imbißstand und keine
Verpflegungsmöglichkeiten gab, die Stadt hat das einfach nicht genehmigt
(ebensowenig wie im September letzten Jahres). Die Veranstalter (pro Köln
und pro NRW) konnten und wollten die Gäste nicht womöglich den ganzen Tag
hungrig und letztendlich dann auch mißmutig werdend auf dem Platz lassen,
und die sanitäre Anlage (wenn man einzige Toilette mit unbeschreiblichem
Zustand überhaupt so bezeichnen kann) war unzureichend. Darüber hinaus war
die Veranstaltung immer wieder von linken Störversuchen beeinträchtigt,
wobei zu sagen ist, daß sie dem Kongreß noch mehr Aufmerksamkeit beschert
haben, was positiv zu werten ist. Die zahlreichen Film- und
Fotodokumentation werden ihr übriges tun und im Wahlkampf FÜR pro Köln und
pro NRW sprechen.
So gesehen, waren die Kundgebungen
mit erstklassigen Rednern ein großer Erfolg und die meisten Besucher gingen
frohen Herzens nachhause. Das kann ich mit gutem Gewissen sagen.
Eine unschöne Erscheinung war es,
daß es offensichtlich eine Provokation - von wem auch immer - auf dem Platz
gab. Und, oh Wunder, ausgerechnet da war zur Dokumentation ein Journalist
des DuMont-Verlages zur Stelle. Ich meine damit nicht Herrn Schmalenberg,
der ebenfalls kurz auf dem Kongreßplatz gesehen wurde, sich aber später
wieder unsichtbar machte, im Gegensatz zu dem Kommunisten Claus Ludwig, der
immer wieder auf dem Platz herumscharwenzelte. Honni soit qui mal y pense …
Es wird Wiederholungen solcher
Veranstaltungen geben. Die Pro-Bewegung wird ein fester und nicht mehr
wegzudenkender Faktor in der politischen Landschaft bleiben - und das ist
auch gut so!
Denken wir einmal zurück an das
Jahr 2000, wo die EU gegen Österreich einen Boykott ausgesprochen hat.
Inzwischen hat sich das Blatt gewendet, und einer der anwesenden
FPÖ-Politiker sagte: “Wir haben die Zukunft auf unserer Seite.”
Hochverrat, wie er im Buche (Verfassung)
steht und keiner tut was!?
Schalmeiengesänge der Landes- Volks- und
Demokratie-Verräter
Vorher Mauermörder, jetzt was?
Die Komintern , vertreten in
Deutschland durchund
, Mauermördern und
ihren Gesinnungsnachfolgern sieht ihre weltweite Chance. Ob Südamerika, Afrika,
Asien, überall sind sie zur umstürzlerischen Aktion übergegangen. Die links
weitgehend gleichgeschaltete deutsche Presse verheimlicht die Gesamtentwicklung
und stellt sie als zufällige Einzelereignisse dar.Derweilen arbeiten Sarah
Wagenknecht
30.04.2009 -
Der 1. Mai 2009 findet inmitten der schwersten
Krise seit 80 Jahren statt. Die Politik hat die
Krise dieses entfesselten Kapitalismus durch
jahrelange Deregulierung, Liberalisierung und
Privatisierung herbeigeführt. Wir brauchen
Alternativen – ein Ende des schamlosen
Lohndumpings, der dauerhaften Enteignung der
Beschäftigten sowie eine Stärkung öffentlichen
Eigentums in der Daseinsvorsorge und im
Finanzsektor. Wir brauchen viel mehr Widerstand.
Frankreich zeigt uns, wie man sich gegen eine
Politik wehrt, die die Interessen der Mehrheit
mit Füßen tritt.
____________________________________________
Anne Frohweiler,
und
Jelpke am Umsturz der deutschen Demokratie.Zur
gewaltanwendung bediente man sich bisher der Antifa,
der neuerlichen, unter Verfassungsschutzausfsicht stehenden
neuen sozialistischen Sturmabteilung (SA bei Hitler), um stets, wenn es um
Unruhe in der demokratie gehen soll, diese einzusetzen, sei es bei Mai-Demos
oder im "Kampf gegen die Pro Bewegung und Rechts". Die verbrecherischen
Systemler Hitler und Honecker haben erneut ihre Nachfolger, die anders Denkende
als "Rassisten " Und "Nazis" in Verfremdung der UNESCO Regelung 1978 bei der
Bevölkerung zu verunglimpfen verstehen. Jetzt geht es um Aufstand der
Bevölkerung und die hysterisch überbetonte "Finanzkrise", die zur
Umgestaltung des demokratischen Systems in eine kommunistische Diktatur
herhalten soll. Das Sympathisanten wie gesine Schwan und Gewerkschaftler Sommer
das schonend bereits herbeiredeten, spricht bereits Bände über die
Hintergrundzusammenhänge.
als Spiritus
Rector tritt erst auf, wenn man meint, die zeit für den Umsturz sei reif. Un das
scheint jetzt zu sein, der Bürgerkrieg wird damit vorprogrammiert und
herbeigeredet, das von im Gesamtzusammenhang klar erkennbaren Hochverrätern.
Staatsanwaltschaft, Verfassungsschutz Staatsschutz, bürgerliche Politiker
(soweit es sie wirklich noch gibt!?), sie machen sich wie
unter Hitler, Honecker abermals wegen stillschweigender Duldung und Untätigkeit
schuldig. Entfernen Sie endlich die ideologischen Maulwürfe aus Ihren
Schlüsselpositionen! Unter einer Regierung der PRO Bewegung wird das
unverzüglich erfolgen
29.4.2009:
Deutlich wird hier, wer den roten Schlägermob in Deutschland
steuert und Hochverrat betreibt. Wo bleibt der Verfassungsschutz, der bei den PRO's schon bei Nichtigkeiten einzuschreiten versucht; wo die Reaktion der Bürger auf einen
Harry Schick und Oberbürgermeister Küchler und deren Mitwirkung, mit der sie sich bewußt in solchem
verfassungswidrigen Dunstkreis bewegen? Wo der Protest gegen das erneute
Aufkommen der Mauermörder-Nachfolge-Partei
mit ihrem
Gehilfen aus DKP und anderen verfassungswidrigen Organisationen, darunter auch
LAUF in Leverkusen.
Die Stasi: Steuern alte Seilschaften des
DDR-Geheimdienstes die Linkspartei?
KASSEL. Eine hessische
Kommunalpolitikerin der Linken ist aus der Partei ausgetreten, weil sie sich
bespitzelt fühlt. Sie wirft ihren ehemaligen Parteifreunden vor, sie und weitere
Mitglieder überwacht zu haben.
„Ich erlebe Stasi-Machenschaften, wie
ich sie mir nie hätte träumen lassen“, sagte die Abgeordnete des Kasseler
Kreistages, Christa Pfeil, dem Hessischen Rundfunk. Die Partei observiere ihre
Mitglieder und lege Protokolle über Gespräche und Aufenthaltsorte an.
Die Linkspartei werde von
„Stasi-Seilschaften“ gesteuert. Ein weiteres Mitglied des Kreisverbandes will
ebenfalls aus der Partei austreten. Hannes Schmitto sagte, ihm sei von einem
Parteifreund ein über ihn erstelltes Dossier zugespielt worden.
„Mischung aus Paranoia und
Verfolgungswahn“
Ulrich Memel, Mitglied des
Kreisvorstandes der Linkspartei, mißt dem Vorfall keine große Bedeutung bei.
„Wenn man von der Absurdität der Vorwürfe einmal absieht, ist das Ganze eine
Mischung aus Paranoia und Verfolgungswahn. Wir hätten gar nicht die Zeit zur
Bespitzelung. Wir sind ja schließlich alle berufstätig“, sagte Memel der JUNGEN
FREIHEIT.
Außerdem habe Christa Pfeil nicht den
geringsten Beweis dafür, daß sie überwacht worden sei. Bei dem von Hannes
Schmitto erwähnten Dossier handele es sich lediglich um ein internes Protokoll.
Darin habe man sich mit der Art und Weise auseinandergesetzt, wie Schmitto
versuche, Mitglieder zu mobilisieren. „Da hat es nämlich massive Beschwerden
gegeben.“
Memel sieht in der ganzen Geschichte
eine „Hetzkampagne“ der CDU. „Die schießen doch die ganze Zeit gegen uns und
bezeichnen und als Stasi-Leute und SEDler“, sagte Memel. Christa Pfeil habe
diesem Druck anscheinend nicht standhalten können. Immerhin sei die Abgeordnete
wegen ihrer angeschlagenen Gesundheit sehr labil.
Die Linke pflegt nach CSU-Informationen Verbindungen zu Terror-Organisationen,
darunter die kurdische PKK, die FARC in Kolumbien der politische Zweig der
baskischen ETA und die palästinensische Hamas.
Wiederholte Vorwürfe der CSU gegen die Linkspartei wegen politischer
Verbindungen zu Terror-Organisationen stützen sich nach FOCUS-Informationen auf
eine Dokumentation aus dem Büro des CSU-Bundestagsabgeordneten Karl-Theodor zu
Guttenberg. Danach pflegt die Linke außer zur kurdischen PKK und der FARC in
Kolumbien auch Beziehungen zum politischen Zweig der baskischen ETA, zur
palästinensischen Hamas und der Hisbollah im Libanon.
Als Koordinator der FARC-Kontakte identifiziert die Dokumentation den
außenpolitischen Sprecher der Linke-Fraktion im Bundestag, Wolfgang Gehrcke. Die
PKK-Verbindung laufe hauptsächlich über das Büro der Abgeordneten Ulla Jelpke,
zur von Spanien verbotenen Batasuna-Partei der ETA über den Europa-Abgeordneten
Helmuth Markov. Den früheren Vorwurf, die Linkspartei zeige ein „ungeklärtes
Verhältnis“ zu Gewalt und Terrorismus, verschärfte der CSU-Außenpolitiker
Guttenberg in FOCUS: „Die Klärung ergibt sich aus den Fakten.“
Die Nachfolger der SED/PDS halten Verbindung zu ideologisch verwandten
Terror-Organisationen. Ein CSU-Abgeordneter lässt dokumentieren, worüber sogar
der Verfassungsschutz schweigt.
„Proletarischer
Internationalismus“ hieß die Kampfparole zu Zeiten der DDR-Staatspartei SED.
Deren Erben, harmlos umgetauft auf „Die Linke“, meiden solche kommunistischen
Kennwörter – nicht aber den Umgang mit Terrorbewegungen im Baskenland, der
Türkei, Nahost und Südamerika. Seit einigen Jahren sammelt das Bundestagsbüro
des CSU-Außenpolitikers Karl-Theodor zu Guttenberg systematisch Belegmaterial
für dessen Vorwurf, die Linke zeige ein „völlig ungeklärtes Verhältnis zu Gewalt
und Terrorismus“. Ungeklärt? Guttenberg legt nach: „Die Klärung ergibt sich aus
den Fakten.“
Missbrauch des Parlaments?
In ihren Programm-„Eckpunkten“ trommelt die Linke zum „außerparlamentarischen
Kampf“. Gewählte Parlamente, auf Steuerzahlers Kosten üppig ausgestattet mit
Hilfspersonal und Bürotechnik, werden trotzdem gern benutzt. Derart gerüstet,
zieht der westdeutsche Altkommunist Wolfgang Gehrcke, jetzt außenpolitischer
Sprecher der Linke-Fraktion im Bundestag, deren Drähte zur FARC-Terrorarmee in
Kolumbien.
Die finanziert sich mit Kokainhandel, Schutzgelderpressung oder Geiselnahmen und
hat ganze Landstriche mit Antipersonenminen gespickt. Bekanntestes
Entführungsopfer war Ingrid Betancourt,
Kolumbiens jüngst aus jahrelanger Gefangenschaft befreite
Ex-Präsidentschaftskandidatin. Die Vereinten Nationen (UN), Amnesty
International und Human Rights Watch klagen die FARC wegen endloser
Menschenrechtsverletzungen an.
Gehrcke indessen verabredete vor drei Jahren in Berlin mit einem FARC-Funktionär
die Forderung an die Europäische Union, die Guerillatruppe von der EU-Liste
terroristischer Organisationen zu streichen. Seither häuften sich im Bundestag
Anfragen und Anträge der Linken zum Bürgerkrieg in dem südamerikanischen Land.
Gehrckes Konspiration flog auf, als Kolumbiens Staatsanwälte im Mai 2008 an die
Laptop-Dateien eines Terrorkommandeurs kamen. Linke-Parteichef Oskar Lafontaine
tut ahnungslos und vernebelt – zuletzt im ARD-Fernsehen mit der dreisten
Behauptung, von der EU-Terrorliste sei die FARC längst gelöscht.
Untergehakt mit Israels Feinden
Ähnliche Verbindungen pflegen Gehrcke und Genossen zur
palästinensisch-islamistischen Hamas und der ebenso Israel-feindlichen Hisbollah
im Libanon. Bei Demonstrationen anlässlich des letzten Libanon-Krieges im März
2006 trat das Berliner Milieu der damals noch nicht umbenannten PDS gemeinsam
mit Hamas- und Hisbollah-Anhängern auf, die nach Vernichtung Israels schrieen.
Dazu passend verzeichnet die Dokumentation des Büros Guttenberg eine
Internet-Äußerung des Linke-Abgeordneten Norman Paech, ein Ja zum Existenzrecht
Israels könne „nur am Ende eines Verhandlungsprozesses stehen“.
„Befreiungskampf“ mit PKK und ETA
Propagandahilfe für die kurdischen PKK-Terroristen, die Anfang Juli drei
deutsche Bergsteiger am Ararat kidnappten, leistet das Bundestagsbüro der
Hamburger Linken Ulla Jelpke. Deren Mitarbeiter Nikolaus alias Nick Brauns ist
in der PKK-Unterstützerszene vielfältig vernetzt, unter anderem als Sprecher des
„Kurdistan-Solidaritätskomitees Berlin“ und fleißiger Beiträger der
„Informationsstelle Kurdistan“. Die bietet im Internet „täglich aktuelle
Nachrichten und Hintergrundberichte über Kurdistan, die Türkei und den
kurdischen Befreiungskampf“, den Brauns als „völkerrechtlich legitim“ anpreist.
Wiederholt verlangte die Linke, auch die PKK von der EU-Terrorliste zu
streichen. Einen von Lafontaines Vorsitz-Kompagnon Lothar Bisky, Paech und
Jelpke angeführten Bundestagsantrag, die deutsche PKK-Einstufung als verbotene
kriminelle Vereinigung aufzuheben, ließ die Linksfraktion nach der Entführung
der Bergsteiger schnellstens verschwinden.
Die in Spanien verbotene Batasuna-Partei, den politischen Zweig der baskischen
ETA-Terrorbande, betreut vorwiegend der Europa-Abgeordnete Helmuth Markov
(früher SED) aus Oranienburg. So reiste Markov im Spätherbst 2007 zum
„Solidaritätsbesuch“ ins Baskenland und traf Batasuna-Chef Arnaldo Ortegi im
Gefängnis. Ferner notiert das Guttenberg-Material mehrfache Treffen von Jelpke
und anderen mit Batasuna-Abgesandten und deren Auftritte bei Linke-Kongressen in
Deutschland.
„Linksextremisten anbinden“
Innenpolitisch ziele der Terrorismus-Flirt der Alt- und Neokommunisten darauf,
„die Mobilisierungsreserve des linksextremistischen Milieus in Westdeutschland
anzubinden“ und damit „die Westausdehnung der Linkspartei zu fördern“, urteilt
Guttenberg. Auf gleicher Linie liege das Interesse an der Unterstützerszene der
ehemaligen deutschen RAF-Terroristen. Seine Warnung vor „fortschreitender
Radikalisierung“ der Linken sieht der CSU-Politiker bestätigt durch eine Studie
der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages vom 31. Juli. Diese weise auf
eine linke Doppelstrategie hin: den „außerparlamentarischen Kampf“ im In- und
Ausland auch mit parlamentarischen Mitteln voran zu treiben.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) möchte über die Vorgänge lieber
schweigen. Zwar zitiert das Amt im Jahresbericht 2007 Linksparteichef Biskys
verheißungsvollen Satz „Wir stellen die Systemfrage“ und folgert: „Damit bekennt
sich die Partei … weiterhin zu einer extremistischen Ausrichtung.“ Gerade mal
neun Zeilen zur Terror-Koketterie aber versteckt das BfV weit abseits im
Abschnitt über die linksextreme Zeitung „junge Welt“. Deren Berichterstattung
über PKK, ETA, FARC und Konsorten liest sich frecher, aber ideologisch kaum
anders als einst in der DDR, als der SED-Nachwuchs „Freie Deutsche Jugend“ (FDJ)
das Organ besaß.
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Stand: 18. Oktober 2011.
Selbstverständlich ist es so, daß an dem gesamten Kongreß Erhebliches hätte verbessert werden können, oder man hätte auch einiges anders machen können.
Zu berücksichtigen ist aber, daß die Durchführung des Kongresses an sich außerordentlich schwierig war. Davon können sich die meisten Leser nur eine schwache Vorstellung machen. In Anbetracht dessen ist der Kongreß als außerordentlicher und großartiger, auch als durchschlagender Erfolg zu werten. Ich weiß, daß viele zuhause Gebliebene das Ereignis aus der Ferne (in den Medien) beobachten und daß sie auf mündliche Berichte warten. Ich habe vollstes Verständnis dafür, daß viele Angst hatten angesichts der kriminellen Antifa-Banden, zu einer solchen Veranstaltung zu gehen. Beim nächsten Mal werden sich noch mehr mutige Teilnehmer finden. Wir sind schon viele, und wir werden noch mehr werden!
Selbstverständlich hatte man bei den Vorträgen mehr in die Tiefe gehen können, vielleicht auch eine Podiumsdiskussion und ähnliches mehr machen können. Auch hier ist aber zu berücksichtigen, daß es keinen Imbißstand und keine Verpflegungsmöglichkeiten gab, die Stadt hat das einfach nicht genehmigt (ebensowenig wie im September letzten Jahres). Die Veranstalter (pro Köln und pro NRW) konnten und wollten die Gäste nicht womöglich den ganzen Tag hungrig und letztendlich dann auch mißmutig werdend auf dem Platz lassen, und die sanitäre Anlage (wenn man einzige Toilette mit unbeschreiblichem Zustand überhaupt so bezeichnen kann) war unzureichend. Darüber hinaus war die Veranstaltung immer wieder von linken Störversuchen beeinträchtigt, wobei zu sagen ist, daß sie dem Kongreß noch mehr Aufmerksamkeit beschert haben, was positiv zu werten ist. Die zahlreichen Film- und Fotodokumentation werden ihr übriges tun und im Wahlkampf FÜR pro Köln und pro NRW sprechen.
So gesehen, waren die Kundgebungen mit erstklassigen Rednern ein großer Erfolg und die meisten Besucher gingen frohen Herzens nachhause. Das kann ich mit gutem Gewissen sagen.
Eine unschöne Erscheinung war es, daß es offensichtlich eine Provokation - von wem auch immer - auf dem Platz gab. Und, oh Wunder, ausgerechnet da war zur Dokumentation ein Journalist des DuMont-Verlages zur Stelle. Ich meine damit nicht Herrn Schmalenberg, der ebenfalls kurz auf dem Kongreßplatz gesehen wurde, sich aber später wieder unsichtbar machte, im Gegensatz zu dem Kommunisten Claus Ludwig, der immer wieder auf dem Platz herumscharwenzelte. Honni soit qui mal y pense …
Es wird Wiederholungen solcher Veranstaltungen geben. Die Pro-Bewegung wird ein fester und nicht mehr wegzudenkender Faktor in der politischen Landschaft bleiben - und das ist auch gut so!
Denken wir einmal zurück an das Jahr 2000, wo die EU gegen Österreich einen Boykott ausgesprochen hat. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet, und einer der anwesenden FPÖ-Politiker sagte: “Wir haben die Zukunft auf unserer Seite.”
So sei es!