Pro Mittelstand NRW

Der Mittelstand pro NRW ist einer von mehreren Arbeitskreisen der Bürgerbewegung pro NRW, der seine politischen Inhalte und Ziele auf dieser Internetseite vorstellt und diese im Gesamtverband in den innerparteilichen Diskussionsprozess einbringt


Populismus scheuen die Sozialisten bei Anderen wie der Teufel das Weihwasser, denn es war und ist ihre eigene Erfolgstaktik!

 

Rekordhoch – Spritpreis stramm auf Kurs zwei Euro

Benzin war im Februar so teuer wie nie zuvor. Mineralölkonzerne schieben dies gern auf den Rohölpreis. Aber der war schon einmal viel höher.

Tanken war im Februar so teuer wie noch nie. Ein Liter Super E10 kostete im Monatsschnitt 1,587 Euro und damit 5,1 Cent mehr als im Januar, wie der Autoclub ADAC mitteilte. Auch Diesel verteuerte sich gegenüber dem Vormonat stark um vier Cent auf 1,48 Euro je Liter, blieb aber unter seinem Rekordhoch von 2008.

Der ADAC machte den gestiegenen Rohölpreis für die teuren Auto-Kraftstoffe verantwortlich. Dieser habe zwischenzeitlich mehr als 125 Dollar pro Barrel erreicht, wegen der Wechselkurse habe ein Barrel sogar so viel gekostet wie nie zuvor. Die höheren Kosten hätten die Mineralölfirmen „prompt“ an die Kunden weitergegeben.

Den Angaben zufolge erreichte der Benzinpreis in Deutschland am 28. Februar einen historischen Rekord. Ein Liter Super E10 habe an jenem Tag bundesweit im Schnitt an freien wie markengebundenen Tankstellen 1,635 Euro gekostet.

Rekordpreis vom Juli 2008 knapp verfehlt

Der Dieselpreis erreichte am 22. Februar mit 1,524 Euro seinen Höhepunkt. An diesem Tag war er höher als an jedem einzelnen Tag seit Anfang vergangenen Jahres. Der Diesel-Rekordpreis vom Juli 2008 wurde laut ADAC aber um 1,4 Cent verfehlt.

Wenn man sein Fahrzeug mit Superplus oder einer der höheroktanigen Edelsorten betankt, liegt der Preis auch gerne um 1,74 Euro.

1,74 Euro, das ist ziemlich genau der Betrag, die die Aktionäre von Exxon Mobil im vergangenen Jahr pro Aktie an Dividende bekamen. In diesem Jahr dürfte es mehr werden.

Exxon Mobil verdiente soviel wie nie zuvor

2011 war für das amerikanische Energieunternehmen ein Rekordjahr. Der Umsatz stieg um 26 Prozent auf 486,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn lag bei 41,1 Milliarden Dollar oder 30,8 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Daimler erzielte 2011 ebenfalls ein Rekordergebnis und verdiente sechs Milliarden Euro.

Die Zahlen legen den Schluss nahe, das Geld von der Tankstelle fließe direkt in die Kassen der Ölmultis. Und die verdienen natürlich gerne mehr, wenn es der Markt hergibt.

Angesichts des im Gleichschritt vollzogenen Auf und Ab der Spritpreise der verschiedenen Anbieter in Deutschland ist von einem Markt ohnehin nur bedingt zu reden, jedenfalls nicht von einem, der im Wettbewerb der Anbieter steht.

Das Preisgebaren bringt zwar immer wieder auch das Bundeskartellamt auf den Plan, bislang jedoch ohne nennenswertes Ergebnis.

Auch der ADAC als selbsternannter Schutzpatron deutscher Autofahrer ist angesichts der galoppierenden Preise macht-, aber nicht ganz ratlos. Die Experten aus München raten zu sparsamer Fahrweise und zu strengen Preisvergleichen.

Preise steigen zum Wochenende an

Selbst die gängigen Regeln, wonach der Spritpreis am Wochenende steigt und montagmorgens der günstige Zeitpunkt zum Tanken sei, gelten nicht mehr. Zwar steigt der Preis Richtung Wochenende, derzeit scheint aber eher Mittwoch der beste Tanktag zu sein, wie ein Tankwart sagt.

Fragt man den Mineralölwirtschaftsverband (MWV) nach den Gründen des aktuellen Preisbooms, bekommt man eine klassische marktkonforme Antwort. Die hohen Beschaffungskosten für Rohöl sind schuld.

Tatsächlich stieg der Preis für das Fass Rohöl zuletzt auf 122 Dollar und damit so hoch, wie seit neun Monaten nicht mehr. Das ist allerdings kein Rekordpreis. 2008 kostete das Fass sogar 144 Dollar. Damals allerdings war der Euro 1,57 Dollar wert, heute liegt der Wechselkurs bei 1,33 Dollar für den Euro.

Der Kursverfall des Dollar minderte vor vier Jahren den Preisanstieg des Rohöls. Diesmal verschärft der nachlassende Eurokurs für Europäer die Situation.

Nach Angaben des MWV kostet der Liter Benzin ab Raffinerie derzeit rund 60 Cent und damit mehr als 2008. Diesel liegt mit 65 Cent noch knapp unter den damaligen Werten. Hinzu kommen 65,5 Cent Mineralölsteuer für den Liter Benzin und 47,5 Cent je Liter Diesel.

Diese Steuern sind in den vergangenen Jahren übrigens nicht gestiegen, anders als die Mehrwertsteuer. Die 19 Prozent für den Finanzminister kommen immer oben drauf und auf diesem Weg kassiert der Staat bei steigenden Preisen auch noch mit.

An den aktuell hohen Preisen ist auch die verstärkte Nachfrage nach Heizöl wegen der gerade überwunden Kältewelle schuld. Auch der wachsende Bedarf Asiens, der zum Teil aus europäischen Nordseeölfeldern bedient wird, wirkt preistreibend.

Einen Cent Gewinn pro Liter

Die politischen Rahmenbedingungen, vom MWV freundlich als weiche Faktoren bezeichnet, wirken zumindest nicht positiv auf die Preisentwicklung. Der angedrohte Importstopp für iranisches Öl in der EU dürfte nicht preissenkend wirken.

Der Gewinn der Ölmultis pro Liter Sprit an der Tankstelle ist übrigens gar nicht so hoch. Nach Angaben von Christophe de Margerie, dem Vorstandsvorsitzenden von Total, verdient sein Unternehmen an einem Liter gerade mal einen Cent, wenn man die Kosten der Wertschöpfungskette von Förderung, Raffinerien, Transport und Logistik abziehe.

Das mag sogar stimmen. Dabei lässt der Franzose dezent außen vor, dass die Gewinne der Mineralölindustrie auch deshalb so hoch sind, weil sie an quasi jedem Punkt der Kette bereits mitverdienenden. Da ist der letzte Cent an der Tankstelle gar nicht mehr entscheidend.

Den Motor nicht im Stand warmlaufen lassen, sondern gleich losfahren.

Nachlassende Preise sind auch wegen des steigenden Förderaufwandes der Konzerne nicht zu erwarten. Es ist einfach teurer, Öl aus Schiefersänden oder aus tiefen Meereslagen zu gewinnen als es einfach wie früher abzupumpen.

Konzerne verzichten nicht auf Gewinne

Auf Nachsicht der Konzerne können die Verbraucher deshalb nicht hoffen. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erklärte Margerie, es sei eine enorme Illusion, wenn man den Leuten erzähle, die Konzerne könnten zugunsten niedriger Verbraucherpreise auf einen Teil ihrer Gewinne verzichten.

Darum ist mit sinkenden Preisen nicht zu rechnen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Ölkonzerne dürften intern längst Szenarien kalkulieren, die von zwei Euro und mehr für den Liter Super plus ausgehen.

Bei Benzin und Diesel kennt die Preisspirale nur eine Richtung: nach oben                                                           die Welt 2.3.2012

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und was ist in diesem Spiel Teil der Spekulanten, zu denen auch Sie gehören, falls Sie Aktien haben?

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Ölpreis und Finanzbetrüger welt 28.2.2012

Das FBI will 120 Banker wegen Insinderhandels dingfest machen. Unterstützung bekommt es dabei von einem einstigen Wall-Street-Bösewicht.

 

Gier ist gut – dieser Satz von Gordon Gekko im Film „Wall Street“ wurde zum Credo einer ganzen Banker-Generation. Nun hat Schauspieler Michael Douglas, der in dem Kassenschlager von 1987 den skrupellosen Finanzhai Gekko mimte und dafür einen Oscar erhielt, die Fronten gewechselt: Er ist das neue Werbegesicht des FBI bei der Jagd auf Finanzbetrüger.

„Der Film Wall Street war Fiktion, doch das Problem ist real“, sagt Douglas in dem einminütigen Spot, der vor allem auf den Wirtschaftssendern CNBC und Bloomberg TV laufen soll, aber auch auf Youtube zu sehen ist. Der Spot ist Teil einer großangelegten Jagd des FBI auf Insider-Händler. Seit Ende 2009 ermitteln die Fahnder in zahlreichen Fällen. Nun legt das FBI in großem Stile nach.

Skandale bei Banken.

Momentan habe das FBI rund 240 Personen im Visier, Insider-Handel betrieben zu haben, darunter Hedgefonds-Händler und Tippgeber aus Unternehmen, die Informationen ungesetzmäßig weitergegeben haben, sagte der leitende FBI-Agent David Chaves dem „Wall Street Journal“. Zum Teil handelt es sich um Hedgefonds-Händler, zum Teil um Insider in Unternehmen, die ihr Wissen unrechtmäßig weitergereicht haben könnten.

Rund die Hälfte davon, also 120, seien „Ziele“, sagte Chaves, der eine Spezialeinheiten für Insider-Handel leitet. Hier gehe man sicher davon aus, dass sie gegen Insider-Richtlinien verstoßen hätten und arbeite auf eine Anklage hin. Die Behörde rechnet mit jahrelangen Ermittlungen. Es ist das erste Mal, dass die Bundesbehörde in laufenden Ermittlungen derartige Angaben gemacht hat.

Neuer Höhepunkt im Insider-Skandal

Der Skandal um Insider-Handel im Finanz-Epizentrum Amerikas erreicht damit einen neuen Höhepunkt. Bereits seit Ende 2009 wird in zahlreichen Fällen ermittelt. Ermittler haben seitdem insgesamt 66 Mitarbeiter von Hedgefonds und anderen Firmen angeklagt. 57 von ihnen wurden verurteilt oder hätten ihre Schuld eingestanden. Insider-Handel ist verboten, weil er einfache Anleger benachteiligt.

Besonders spektakulär war die Verurteilung des früheren Hedgefonds-Königs Raj Rajaratnam. Er hatte ein breites Informanten-Netzwerk aufgebaut und sich laut Staatsanwaltschaft durch sein Insiderwissen rund 70 bis 75 Millionen Dollar ergaunert. Im Oktober 2011 wurde Rajaratnam zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Es war die höchste Strafe, die je gegen einen Insider-Händler verhängt wurde. Das FBI setzte im Fall Rajaratnam Methoden wie beim organisierten Verbrechen ein und zeichnete Telefonate auf. Nun werden die Ermittlungen ausgeweitet. Man habe weitere Ziele identifiziert und sammle derzeit belastendes Material gegen sie, sagte FBI-Agent David Chaves.

Die Untersuchungen reichen damit viel weiter und tiefer, als bisher bekannt war. Mittlerweile zocken zwar viele Händler mit superschnellen Computerprogrammen, um binnen Sekunden aus Kursschwankungen Profit zu machen. Das Geschäft mit Insider-Informationen wirkt da fast wie ein Relikt aus einer früheren Zeit. Doch wie drängend das Problem noch immer ist, zeigen die umfassenden FBI-Ermittlungen.

Dichtes Informationsnetz

Das Informationsnetz des FBI ist offenbar bereits dichter, als es Ermittler erwartet haben. Laut Experten umfasse es Banker, Analysten, Unternehmens-Insider, Berater, Händler und einige Hedgefonds. Allerdings ist nur schwer nachweisbar, ob ein Spekulant sich geheime Geschäftszahlen oder Informationen über eine anstehende Übernahme erschlichen hat.

Nach FBI-Angaben gibt es allerdings immer mehr Firmen-Insider, die die Ermittler bei ihrem Feldzug gegen das Finanzverbrechen unterstützen, indem sie Belege gegen mögliche Insider-Händler an die Finanzaufseher weiterreichen. Die Unterstützung sei „viel größer als erwartet“, sagte FBI-Mann Chavez.

Nun soll die Werbeoffensive mit Schauspieler Michael Douglas dem FBI noch mehr Händler ins Netz gehen lassen. Nach Erscheinen des Films „Wall Street“ in den achtziger Jahren sagten Kinozuschauer, Gekko hätte sie dazu inspiriert, in die Finanzbranche zu gehen.

Douglas selbst war darüber alles andere als begeistert. Vielleicht kann er diesmal dieselben Geister, die er damals rief, nun dazu bewegen, Insiderhandel anzuzeigen. „Wenn eine Geschäft zu gut aussieht, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch“, ruft Douglas alias Gordon Gekko dazu auf, unsaubere Geschäfte anzuzeigen. Geld hat Douglas für den Spot laut FBI übrigens nicht bekommen.

Welt 2.3.2012

Hedgefonds-Manager verdienen trotz Krise Milliarden

Manager der kaum kontrollierten Hedgefonds verdienen deutlich mehr als die Chefs der Banken. Die Top 40 der Branche erhalten zehn Milliarden Euro.

Die führenden Hedgefonds-Manager haben trotz der Branchenkrise im vergangenen Jahr einer Umfrage zufolge Milliarden verdient. Die Top 40 der Branche nahmen zusammen umgerechnet rund zehn Milliarden Euro (13,2 Milliarden Dollar) mit nach Hause, wie eine Umfrage des Magazins „Forbes“ ergab.

Die zehn am besten bezahlten Spitzenkräfte kamen jeweils auf mehr als 150 Millionen Euro. Am unteren Rand waren es immerhin noch mindestens 30 Millionen Euro. Dabei musste die Branche eines ihrer schlechtesten Jahre überhaupt verkraften mit einem durchschnittlichen Wertverlust von fünf Prozent.

Großer Gewinner war 2011 Raymond Dalio. Der Chef der weltgrößten Hedgefonds-Firma Bridgewater Associates erwirtschaftete für seine Kunden 10,4 Milliarden Euro und bekam dafür ungefähr ein Fünftel des Gewinns.

Ihm folgte James Simons, Gründer von Renaissance Technologies, mit immerhin noch 1,6 Milliarden Euro. Einige Star-Manager wie etwa John Paulson oder Philip Falcone schafften es hingegen nicht in die Top 40. Der Spitzenverdiener unter den europäischen Hedgefonds-Managern war 2011 Alan Howard, Mitbegründer von Brevan Howard Asset Management. Er brachte 300 Millionen Euro mit nach Hause.

Die kaum regulierten Hedgefonds können das ihnen anvertraute Geld viel freie investieren als klassische Investmentfonds. Dennoch hat die Branche von den vergangenen vier Jahren zwei mit Verlusten abgeschlossen. Besonders hohe liefen im Finanzkrisenjahr 2008 auf.

Boni für Banker gekürzt

Die Krise auf den Finanzmärkten ist nun auch in den Taschen der Banker angekommen – zumindest laut Zahlen des Finanzamtes in New York. Die Beschäftigten im Weltfinanzzentrum hätten in dieser Bonus-Saison 19,7 Miliarden Dollar in bar kassiert. Das seien 14 Prozent weniger gewesen als im Vorjahr, erklärte New Yorks Finanzchef Thomas DiNapoli.

2010 hatte New Yorks Finanzadel noch 22,8 Milliarden Dollar in bar kassiert. „Die Cash-Boni sind 2011 gesunken und reflektieren damit ein schwieriges Jahr in der Finanzbranche“, sagte DiNapoli. Die Gewinne der Wall Street seien deutlich geschrumpft. Viele Finanzfirmen hätten Leute entlassen müssen. Alleine von April bis Dezember seien 4300 Jobs verloren gegangen. Insbesondere gegen Ende 2011 lief das Geschäft immer schlechter.

Fast alle großen Finanzhäuser wie die Deutsche Bank, Goldman Sachs oder Barclays Capital hatten bekannt gegeben, ihre Boni um mehrere zehntausend Dollar zu kürzen. Am Hungertuch müssen die Banker aber dennoch nicht nagen: Im Schnitt habe ein Beschäftigter an der Wall Street 121.150 Dollar an Cash-Boni erhalten (90.000 Euro), rechnete DiNapoli vor. Zahlen für das Gesamteinkommen, also inklusive Grundgehalt und Aktienboni, lägen noch nicht vor.

Kritik an den Bezügen

Allerdings sind die entscheidend. Ein großer Teil der Boni wird mittlerweile in Aktien ausgezahlt, die die Banker erst in einigen Jahren versilbern dürfen. „Ohne den Wert der Aktienoptionen sind die Zahlen wenig aussagekräftig“, sagt Bankenexperte Wolfgang Gerke. Er habe eher den Eindruck, dass die Banken weiter kräftig Boni gewähren.

Die Kopplung der Bezüge soll verhindern, dass Banker zu hohe Risiken eingehen, um kurzfristig ihre Boni aufzubessern. Dies gilt als eine Ursache für die Entstehung der Finanzkrise. Laut vielen Experten ist die Kopplung der Bezüge an den Verlauf des Aktienkurses sinnvoll. Dem Finanzexperten Stefan Pichler von der Universität Wien gehen die Reformen aber nicht weit genug.

Bankeigentümer hätten immer einen Anreiz, die Bezüge so auszugestalten, dass ihre Mitarbeiter hohe Risiken eingingen. „Deshalb müssen Eigentümer stärker in Haftung genommen werden“, fordert er. Die Kopplung der Gehälter an den Verlauf des Aktienkurses könnte sogar zu der Gefahr führen, dass Banken den Aktienkurs an bestimmten Zeitpunkten zu manipulieren versuchen, weil just zu diesem Zeitpunkt ihre Aktienoptionen fällig würden.

In den vergangenen 20 Jahren spielten Boni für die Bezahlung von Top-Bankern eine immer wichtigere Rolle: Bekamen Banker 1985 noch zwei Milliarden Euro an Boni, waren es im Rekordjahr 2006 bereits 35 Milliarden Dollar. Im Jahr 2010 hatte ein Wall-Street-Banker insgesamt 361.180 Dollar verdient, und damit fast sechsmal so viel wie ein Durchschnittsangestellter in der Privatwirtschaft.

Im Vergleich zu anderen Branchen sind die Zulagen in der Finanzbranche üppig: So gab der Autohersteller Audi bekannt, nach einem Rekordjahr auch Rekord-Boni an seine 45.000 Mitarbeiter ausschütten zu wollen – in Höhe von 8250 Euro.

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Ölschock beschwört alte Ängste die Welt 27.2.2011

2008 folgten auf die Preisrallye beim Schmierstoff der Wirtschaft eine tiefe Rezession und ein Finanzmarkt-Crash. Viele fürchten nun, die Geschichte könnte sich wiederholen. Größere Gefahr droht diesmal aber von anderer Seite

* Mit fast 120 Dollar je Barrel war Öl damals so teuer wie lange nicht. Dies kostete die Verbraucher schon Milliarden und droht das Wachstum abzuwürgen

* Dennoch ist das Problem der Verschuldung der westlichen Welt wichtiger für die Zukunft von Depots und Sparbüchern

Libyen brannte. In Tunesien und Algerien wurden die Regierungen gestürzt, im Jemen und in Bahrain protestierte die Bevölkerung für Wochen.  Nicht weniger als eine Zeitenwende findet derzeit in den arabischen Ländern statt.

Und das betrifft auch uns. Die Autofahrer können es jeden Tag an den Zapfsäulen ablesen. 1,55 Euro kostet der Liter Super inzwischen im Schnitt. Denn die Notierungen für Rohöl erklimmen mit den um sich greifenden Protesten in vielen Staaten immer neue Höhen - bis auf 119,79 Dollar je Barrel (159 Liter) ging es vergangene Woche zeitweise. Und auch Sparer und Anleger bekommen es zu spüren, müssen sich auf rauere Winde an der Börse einstellen: Der Deutsche Aktienindex Dax brach vergangene Woche ein, von 7400 ging es rasant nach unten, zeitweise gar bis auf 7100 Punkte.

Explodierende Ölpreise und einstürzende Aktienkurse - das ist der Mix für eine neue globale Krise. Mancher fürchtet daher jetzt, dass sich 2008 wiederholen könnte. Der Ölpreis stieg damals bis auf 147 Dollar je Barrel, weniger als sechs Monate später fiel die Wirtschaft in eine nie da gewesene Rezession, die Börsen brachen ein, und Banken standen vor dem Bankrott. Viele sehen die Ereignisse jenes Jahres daher als Blaupause für heute. Klappt also nun der so glanzvolle Aufschwung wieder in sich zusammen, lösen sich die Aktiengewinne wieder in nichts auf? Drohen am Ende vielleicht sogar neuerliche Bankenpleiten?

"Seit einigen Tagen bricht sich an den Märkten die Idee vom Öl als dem Wachstumskiller Bahn", sagt Markus Reinwand, Aktienstratege bei der Landesbank Hessen-Thüringen. Denn der Ölpreis liegt derzeit nur noch knapp unter 120 Dollar, jener Grenze, die viele Ökonomen als den Rubikon ansehen, der nicht überschritten werden sollte, da sonst die Weltwirtschaft abstürze.

Tatsächlich belastet der Ölpreis aber schon jetzt das Wachstum in nicht unerheblichem Maße. Etwas mehr als vier Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts gibt die gesamte Menschheit dieser Tage für Öl aus. Das ist fast doppelt so viel wie vor anderthalb Jahren. Und jeweils 20 Dollar Aufschlag auf den Ölpreis steigern den Anteil um einen weiteren Prozentpunkt.

Das klingt recht theoretisch. Man kann es aber auch konkreter ausdrücken, auf Heller und Pfennig ausrechnen. "Eine Preissteigerung von einem Prozent kostet die deutsche Wirtschaft etwa eine halbe Milliarde Euro", sagt Felix Neugarth, Experte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Ähnlich sieht es in den USA aus: Legt der Ölpreis um einen Dollar zu, so steigt dort der Benzinpreis im Schnitt um 2,5 Cent. Und ein um einen Cent höherer Benzinpreis wirkt wie eine Steuererhöhung um 1,2 Milliarden Dollar. Angesichts der bereits eingetretenen Preissteigerungen sind damit die soeben erst verlängerten Steuersenkungen in den USA schon weitgehend aufgebraucht.

Noch dramatischer sind die Auswirkungen für die aufstrebenden Nationen. "Das Öl erdrückt die Schwellenländer", glaubt Francisco Blanch, Rohstoffexperte bei Bank of America/Merrill Lynch. Diese Staaten kämpfen ohnehin schon mit rasant steigenden Nahrungsmittelpreisen, was sich teilweise bereits in Revolten der Bevölkerung niederschlägt. Nun kommt noch die ausufernde Ölrechnung hinzu. Zinserhöhungen der Notenbanken sind damit unausweichlich - und das würgt das Wachstum ab.

Doch es gibt auch Argumente gegen die Panik, wichtige Unterschiede zwischen der Lage von heute und der vor drei Jahren. Denn im Gegensatz zu damals haben die Ölförderländer heute recht hohe freie Kapazitäten. 2008 betrug der Spielraum weniger als zwei Millionen Barrel pro Tag. Heute könnte der Ausstoß jederzeit um fünf Millionen Barrel erhöht werden. Das allein ist ein Vielfaches der libyschen Produktion. "Daher wird der Markt nach Abklingen des Akutstadiums der Krise in den arabischen Staaten einen Realitätscheck des Ölmarktes vornehmen", sagt Axel Herlinghaus von der DZ Bank. Im Klartext: Sobald die Revolten abebben, dürfte auch der Ölpreis wieder sinken.

Dennoch schwebt weiterhin ein Damoklesschwert über den Börsen. Wo es hängt, zeigt eine erstaunliche Entwicklung der vergangenen Tage. Denn normalerweise sind amerikanische Staatsanleihen in Panikzeiten der natürliche sichere Hafen. Hierhin flüchten verunsicherte Investoren. Doch: "Das ist nicht passiert", sagt Fidelio Tata, Analyst der Société Générale. "Das ist eine Warnung, dass die Kreditwürdigkeit der USA gefestigt werden muss", fügt er etwas verklausuliert hinzu. Anders ausgedrückt: Amerika erscheint vielen angesichts der ausufernden Verschuldung nicht mehr als der traditionell sichere Hafen.

Es ist daher wohl auch kein Zufall, dass die Ex-Goldman-Sachs-Analystin und Autorin Dambisa Moyo gerade dieser Tage ein Buch herausbringt. Darin plädiert sie dafür, dass die USA ihren Schuldendienst einstellen, sprich, sich für bankrott erklären sollen. Parallel dazu drohte vergangene Woche die Ratingagentur Moody's Japan mit einer Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit. Und in Irland wurde Freitag eine neue Regierung gewählt, deren wichtigste Aufgabe sein wird, das Land vor dem finanziellen Abgrund zu retten. Selbst wenn sich also die Lage in Nahost wieder beruhigen sollte und der Ölpreis sinkt, steht die Zukunft von Wirtschaft und Börsen auf Messers Schneide. Wohin die Reise geht, haben die Regierungen in den Händen.

Für Anleger heißt das: Die Zeit der leichten Gewinne an der Börse dürfte vorbei sein. Wie sehr sich die Risikowahrnehmung von zuletzt "sorglos" auf jetzt "furchtsam" verstärkt hat, lässt sich am Volatilitätsindex V-Dax ablesen, dem "Angstbarometer" des Marktes. Anfang der Woche noch bei 16, stieg es binnen weniger Handelstage auf 22, ehe der Wert wieder etwas nachgab. Wer jetzt eine größere Korrektur an den Börsen erwartet, muss aber nicht unbedingt seine Aktien verkaufen. Eine andere Möglichkeit ist der Erwerb von Reverse-Bonus-Zertifikaten. Die DZ Bank etwa hat eines aufgelegt (ISIN: DE000DZ0TEN0), für das der Anleger beim aktuellen Kurs von 97,60 Euro 106,45 Euro erhält, wenn der Dax bis zum 21. Dezember dieses Jahres nicht die Marke von 8600 Punkten berührt. Die Rendite läge für diesen Fall aktuell bei 9,06 Prozent.


 

Bisherige Quintessenz: klar waren es Spekulationen, aber von wem tatsächlich ausgelöst?

Erinnern Sie sich an den Agentenaustausch im Juli 2010?


 

Ölpreis -Ralley: Westfeindliche Zocker waren eindeutig im Dienst

Ist Ihnen die Wechselwirkung "Ausschaltung der Zocker-Banker und die Reaktion des Ölpreises" aufgefallen. Kaum waren die Spekulanten in der Masse still gestellt, normalisierte sich der Preis. Spekulation als weltweiter Preisschrauber? In den vorigen Ausführungen stellte sich bereits die Frage, wer hinter den Kulissen tatsächlich fachlich gesehen so unseriös beim Ölpreis spekuliert hat und warum. Banker führen in der Regel Fremdaufträge aus, wer kommt als spekulativer Auftraggeber in Frage? Wer hat die Gelder für eine weltweite Spekulationsbewegung der gewesenen Art? "CUI BONO?" hieß die Nachfrage bei den alten Römern, "Wem nützt es?"

Das Abendland hat geschichtlich wie aktuell zwei  wesentliche Feinde, die auffallend intensiv zusammenarbeiten: Kommunisten und Islamisten, beide verblüffend ähnlich in ideologischen Denkschematas verfangen und beide auf Weltherrschaft ausgerichtet. Um weltbewegende Spekulation vorzunehmen bedarf es ungeheurer Geldmengen, die sich derzeit nur in einem Land-Bereich verfügbar ansammeln, weil wir durch unsere Benzintankfüllungen und deren Bezahlung massiv dazu beitragen. Jedenfalls beim Islamismus, insbesondere Saudi Arabien

Außerdem bedarf es unseriöser Banker und Spekulanten, um unter Verwahrlosung des Fachwissens ein weltweites kapitalistisches Bankensystem absichtlich zu sprengen, worauf die derzeitigen weltweiten Aktionen im aufgekommenen Spekulationsspiel erkennbar abzielen Der bewirkte unmittelbare Niedergang der westlichen Industrieentwicklung auf Grund unseriöser Spekulationsgeschäfte als Folge zum Teil nicht mehr finanzierbarer Energiekosten insbesondere auf dem Ölsektor, zeigte sich schnell in gewollter wirtschaftsschädigender, weil einschränkender Form. Wirtschafts- und Entwicklungsbehinderung waren erkennbar einziges Ziel der unseriösen Machenschaften offensichtlich Ideologien dienender krimmineller Banker; "einziges Ziel"?

"Die Kapitalisten liefern uns selbst den Strick, an dem wir sie aufhängen werden" hatte Lenin in vorausschauender strategischer Erklärung seinen Anhängern als Botschaft hinterlassen. Neben der Aktienspekulation, der Ölpreisspekulation in den verschiedensten Banker-Variationen hatte man sich besonders dem Sektor Kreditvergabe an eigentlich nicht kreditfähige Immobilienerwerber besonders verschrieben und das maßgeblich in Amerika, dem kapitalistischsten Land der Kapitalisten. Auch hier eine ungeheure Spekulationsblase, die bis zum Tage X, seiner Explosion, durch plötzliche Offenlegung und massenhafte Zahlungsunfähigkeit der zuvor beglückten vermögenslosen Immobilienbesitzer, in für Eingeweihte und für seriöses Bankmanagement  unseriöser Weise schlagartig offengelegt wurde. Warum, es wäre schon vorher erkennbar gewesen? Eingeweihten war die aufgekommene Übung des Marktes bekannt, derartige Immobilienverträge mit Abzahlungsvereinbarungen in Massen weltweit zu verhökern, stellten sie bei seriöser Abwicklung und Zahlungsfähigkeit der Immobilienbesitzer unterstellt, eine erwägenswerte Einkommensgröße für die aufkaufenden Banken dar. Für den unseriösen, ideologisch vorgehenden Banker ein gefundenes Fressen zur Schädigung des Gesamtsystems. Weltweit wurde das unseriöse Verfahren im Bankensystem so abgewickelt. Den Initiatoren der von Anfang an unseriösen Handhabung von nicht wirklich valutierenden Kreditvergaben war sicher gestellt, daß das Platzen der Betrugsblase seine mittlere Laufzeit bis zur endgültigen gewollten Aufdeckung durch Selbstexplosion zum Schaden des Weltbankensystems haben werde. Ein Ablauf, der fast genau zu berechnen war. Warum das?

Ging oder geht es um einzelne Banken oder die Banken eines Landes? Die im Voraus für den Eingeweihten abzusehende weltweite Zirkulation der Verbreitung der zweifelhaften Immobilienpakete war für den Fachmann im sprengbaren Ausmaß absehbar. Demzufolge ging es dem unseriösen Bankenauslöser erkennbar um Auswirkung auf das Weltbankensystem, insgesamt damit um das Weltwirtschaftssystem als Treffziel der gewollt inszenierten weltweiten Sepkulationen . CUI Bono?

Ziel des Angriffs von Marx und Lenin war das weltweite private Bankensystem als Ausbund einer Kapitalistenansammlung, die es zu beseitigen galt und gilt, wo immer man wirksame Ansatzpunkte dafür fand bzw, findet. Vielfach erklärtes ideologisches Endziel der Veranstaltung: verstaatlichte Banken, eine Enteignungsmaßnahme, die nunmehr selbst in den betroffenen kapitalistischen Ländern vorschnell kolportiert und zunehmend gefordert wird. Von wem?

Medien sind in den westlichen Ländern mittlerweile überwiegend links unterwandert. Sie tragen die Botschaft willig und ideologisch bewegt unverzüglich an die Bevölkerung weiter, die aus Angst um Ihr Vermögen, vergleichbar wie in der ideologisch betriebenen Klimadebatte, plötzlich freiheitsbeschränkende staatliche Maßnahmen in einem Ausmaße bewilligen und Schulter zuckend akzeptieren, wie man es nicht für möglich gehalten hätte. Bahn frei für den Kommunismus, bzw. den islamistischen Sozialismus a'la Baath -Partei.

Statt anhand der Kreditspritzen durch die einzelnen Staaten nun Ruhe im Bankensystem aufkommen zu lassen, um eine seriöse Selbstheilung durchzuführen bzw. dem seriösen freien Bankensystem möglich zu machen, setzen die Medien ideologisch eigennützig erkennbar allseits auf Panikmache, um die besorgten Bankkunden zu Panikabzügen ihres Vermögens bei den Banken zu verführen. Die Entwicklung bei Northern Rock, Bank in England, hatte doch erfolgreich gezeigt, wozu das führt. Zum Zusammenbruch der einzelnen Bank; in der betroffenen Masse, weltweit zum Zusammenbruch des Weltbankensystems.

CUI BONO? Denken Sie selbst weiter unter Beachtung der Aktionen der linken Medien, Islamisten und Kommunisten, weltweit, denn es sind weltweite Interessensysteme, Umma und Komintern!

6.5.2010 JC


 

Verzwickte Lage auf dem Ölmarkt?

Die Opec entscheidet, ob sie die Förderung kürzt oder nicht. Dabei steht die Organisation vor einem großen Dilemma: Einerseits bricht die Nachfrage weg, andererseits wäre eine Senkung politisch nur schwer vermittelbar. Die Talfahrt des Ölpreises hält unterdessen an.

Die Opec befindet sich in einem großen Dilemma. Einerseits spricht die reine Angebots-Nachfrage-Balance für eine Kürzung der Produktion. Andererseits ist der Preis mit derzeit derzeit knapp 104 $ je Barrel (je 159 Liter) immer noch so hoch, dass solch eine Einschränkung politisch schwer durchsetzbar ist. Innerhalb des Förderkartells wird über den Kurs heftig gestritten. Länder wie Iran (Islamisten) oder Venezuela (Kommunist Charvez )drängen darauf, den Ausstoß zu senken um aus Knappheit erhöhte nachfrage mit Preistreiberei  zu erzeugen.. Saudi-Arabien, das wichtigste Opec-Mitglied, ist dagegen vorsichtig. Vor dem Treffen sagte der saudi-arabische Ölminister Ali al-Naimi: "Der Markt ist im Gleichgewicht. Die Lagerbestände sind auf gutem Niveau."

                                          9.9.2008


 

Den "Kapitalismus" über den Ölpreis bekämpfen und lädieren?!

 

Finanziell wäre dazu nur jemand in der Lage, die gleichzeitig mit den Ölpreisen und deren Erhöhung massiv verdient. Saudi Arabien geriert sich zwar so, als sei es Amerika-freundlich, gleichzeitig finanziert es aber in alle Richtungen radikal islamische Vereinigungen, wobei nahe liegt, letztlich auch EL Quaida, weil islamverbreitungsnützlich. Inwieweit auch der russische Geheimdienst, die russische Führung selbst  oder seine ehemaligen Mitglieder in Kooperation daran beteiligt sind, lässt sich anhand verschiedener Anhaltspunkte noch nur mutmaßen, derzeit aber noch nicht beweisen. Deshalb geht zunächst das große Rätselraten ebenso weiter wie die Ölpreissteigerung sich ausbreitet, bis man den wahren Verursachern, Kommunisten in Gemeinaktion mit Islamisten auf die Schliche kommen wird. Wir werden zunehmend nachweisbar sehen, jedenfalls wird die Geschichte einmal belegen, wer hinter dem für den Westen wirtschaftlich tödlichen Spiel steckt.

Konflikte für die fast hundert Jahre agierenden russischen Kommunisten mit dem Westen waren immer marxistisch- leninistisch basiert und werden es auch so bleiben unter der im Hintergrund weiter arbeitenden Komintern als Ersatz-Kerninstitution. Es geht darum, den Westen energiebezogen völlig von den Ölquellen und in Europa von dem russichen Energieversorger abhängig zu machen. Deshalb sind  die in den westlichen Ländern subversiv handelnden Kommunisten in ihrem Wirken auf die jeweilige Landespolitik so bestrebt, die Landesenergieversorgungen, die auf eigenen Füßen stehen einschließlich der Produktionsanlagen, veralten oder wirkungslos bzw. wirtschaftlich ineffektiv werden zu lassen. Die hier von links-grün aufgebrachte und weiter getragene Diskussion um erneuerbare Energien und ihre steuersubventionierten Realisierungsversuche belegen das ebenso, wie die Vernachlässigung der bisherigen atomaren Entwicklung in der Energieproduktion. Man will keine Atomanlagen, aus Umweltgründen will man auch keine herkömmlichen Kraftwerke und beschränkt sich auf jedenfalls in nördlichen Gefilden uneffektive Solar- und Windtechnik. So gleitet insbesondere Deutschland immer mehr in die Abhängigkeit insbesondere des Energielieferanten Rußland.

Vor allem geht es um Öl für den Westen    basierend auf Auszug  JF 14.8.08

Vor allem geht es in dem Kaukasuskrieg gegen Georgien im August 2008 aus russischer Sicht um die 1.800 Kilometer lange BTC-Ölleitung vom aserbeidschanischen Baku über das georgische Tiflis zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan. Washington sieht darin einen Weg, das kaspische Öl in den Westen verbringen zu können, ohne Rußland oder gar dem Iran eine Einflußmöglichkeit zu geben.

Auch deswegen steht Amerika seit Jahren an der Seite der Führung Georgiens, Herrn Saakaschwilis, der sein Land ganz auf US-Kurs zu trimmen versucht, es auf Biegen und Brechen in die Nato führen will und es deswegen auch zum zuletzt drittgrößten Truppensteller in George W. Bushs „Koalition der Willigen“ im Irak-Krieg machte.

Moskaus Ziel, Georgien zu destabilisieren und eine Regierung zu installieren, die stärker auf die Interessen des großen russischen Nachbarn Rücksicht nimmt, ist deswegen ebenso naheliegend wie durchsichtig. Das liegt in der seit Putin wiederbelebten Großmachttradition Moskaus und dem daraus resultierenden Bestreben, westliche Positionen, wie sie rund um Rußland entstanden sind, zurückzubauen. Das wollte die Komintern auch schon immer so. Die abgestimmten Verhaltensweisen kommunistisch geführter anderer Öllieferanten, insbesondere die derzeit des venezuelanischen Charvez, u.a. belegen die abgestimmt praktizierte geheime Komintern-Abstimmung.

Islam und der Westen

In ihren politischen Manifestationen hat die islamische Wiederbelebung der Expansion eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Marxismus (so auch Huntington, Kampf der Kulturen) ;  durch die heiligen Schriften, die Vision von der vollkommenen Gesellschaft, dem Eintreten für fundamentalen Wandel, der Ablehnung der herrschenden Mächte und des Nationalstaates und einer Vielfalt von Lehrmeinungen, die von gemäßigt reformistisch bis gewalttätig reicht. Das macht Kommunisten und Islamisten im Kampf gegen den Westen zu Weggefährten, welche Gedanken auch immer für das Endstadium gegeneinander hegen mögen. Man nutzt sich gegenseitig als "nützliche Idioten. Die Entwicklung im Iran belegt das. Hier wirkten Kommunisten bei der Inthronisierung  Khomeinis maßgeblich mit, der sie zum Dank dann mit Morden verfolgte. Der Islam übernahm! Sozialistischer Islam ist auf diesem Weg ebenfalls Wirklichkeit, wie die Entwicklung der Baath- Partei im Nahen Osten belegt. Die Stärke der Islamischen Resurgenz (Hantington) und die Anziehungskraft islamischer Bewegungen bewogen also nicht nur andere Regierungen, vielmehr auch die Komintern zwangsweise dazu, diese Entwicklung in ihre Strategie zu integrieren. Dies, weil in ihrem weltweiten ideologisch bedingten Ausbreitungsversuch durch entstandene politische Konkurrenz unvermeidlich. Linksgerichtete und kommunistische Bewegungen werden in den Entwicklungsländern islamischer Ausrichtung zunehmend, weil als Ideologie aus dem Westen kommend, diskreditiert. Außerdem wurden diese durch den Zusammenbruch der Sowjetunion (offiziell wegfallendes Kernlandes der kommunistischen Ideologie) ernstlich unterminiert, was der Komintern zwangsweise vermehrt die heutige Kernstellungsposition vermittelte und verstärkt die tätige Einbeziehung deutscher Kommunisten (Ursprungsland der Ideologie) einfordert. Die gesamte deutsche Linke ist bei diesem internationalen Unterfangen zur Unterwerfung des Westens ebenfalls federführend an der energiepolitischen Subversion beteiligt. Nachweisbare vielfältige Kooperations-Verbindungen zur PKK, der FARC in Kolumbien, zu ETA-Gesinnungsgenossen in Spanien usw. belegen ebenfalls das gemeinsame Wirken. Wer bezahlt das alles im gemeinsamen Zusammenwirken zur Unterwerfung des verhassten kapitalistischen Westens?

Saudi Arabien

Ursprüngliche Heimat des Islam, dort liegen die größten Heiligtümer.

Seine Sprache ist die Sprache des Islams. Dort liegen die größten Ölreserven der Welt und damit der größte finanzielle Einfluß. Schon während der siebziger und achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts war Saudi -Arabien der einflußreichste Einzelfaktor in der muslimischen Welt und gab Milliarden von Dollar für die Unterstützung muslimischer Anliegen in der ganzen Welt aus, angefangen von Moscheebauten bis Lehrbüchern, Parteien, islamischen Organisationen, zu denen auch terroristische Bewegungen gehörten und gehören. Die Idee  der "ummah" (eine Art islamische Komintern) setzt die Illegitimität des Nationalstaates voraus (so richtig schon Huntington) und ist gleichwohl nur durch das Handeln eines oder mehrerer Kernstaaten zu einigen. Nach dem gleichen Prinzip arbeitet die moderne Komintern nach Wegfall ihres Kernstaates Sowjetunion.

Warum also der hohe Ölpreis? Die Institutionen zur entsprechenden Manipulation von Börsenspekulationen zur "grundlos erscheinenden" Aufbauschung des Ölpreises wie Gewalteinsätzen in Georgien zur Zerstörung oder Stilllegung wie Kontrollierung westlicher Pipelines bis hin zur Lieferverweigerung des Öls ( u.a. Charvez/Venezuela) sind entsprechend der bisherigen Ausführungen vorhanden und werden praktiziert. Wer an unabhängige, unabgestimmte Einzelfälle glaubt, erschein vor diesem Hintergrund politisch einfältig. Die durch den Georgienkrieg ausgelösten Unstimmigkeiten in der NATO, wie weiter vorgegangen werden soll, lassen weniger bei der USA, Briten und Kanada diese Einfältigkeit erkennen, als bei der Achse Deutschland -Frankreich.                                                                                                              JC 16.8.2008


Kaukasus-Konflikt aus die Welt  11.8.2008

Krieg um Südossetien treibt Ölpreis in die Höhe

Der militärische Konflikt zwischen Russland und dem Öl-Transitland Georgien um Südossetien hat den Ölpreis kurzfristig nach oben getrieben. Russland wies allerdings georgische Vorwürfe zurück, eine für den Westen wichtige Öl-Pipline bombardiert zu haben.

Die 1800 Kilometer lange BTC-Pipeline ist zurzeit funktionsuntüchtig. Erst wurde sie bei einem Anschlag in der Türkei beschädigt, jetzt sollen die russischen Angriffe in Georgien sie beschädigt haben. Die Leitung ist wichtig für die Erdölversorgung West-Europas. Über einen Preisanstieg von Öl wird spekuliert.

Der militärische Konflikt zwischen Russland und dem Öl-Transitland Georgien um Südossetien hat den Ölpreis zu Wochenbeginn vorübergehend nach oben getrieben. Der Konflikt schürt nach Angaben von Händlern die Sorge vor Lieferengpässen. Das Fass Rohöl der US-Sorte WTI war Montagmorgen um bis zu 1,50 Dollar teurer als zum Handelsschluss am Freitag, am Nachmittag lag das Preisniveau dann aber wieder in etwa auf dem Stand vom Freitag. „Der militärische Konflikt in Georgien ist heute morgen der Hauptfaktor für den steigenden Ölpreis“, sagte der Analyst David Moore von der Commonwealth Bank von Australien. Russland wies unterdessen georgische Vorwürfe zurück, die Leitung bombardiert zu haben. „Wir bombardieren keine Öl-Pipelines“, sagte der stellvertretende Generalstabschef Anatoli Nogowizyn.

Bei den Kämpfen um die abtrünnige georgische Provinz Südossetien soll auch eine für den Westen wichtige Ölpipeline von den Russen beschossen worden sein. Die Russen dementierten derartige Berichte georgischer Seite umgehend. Bei der Leitung, die angeblich im Visier russischer Waffen gestanden hat, handelt es sich um die Leitung zum türkischen Hafen von Ceyhan.
Wir bombardieren keine Öl-Pipelines", sagte der stellvertretende Generalstabschef Anatoli Nogowizyn am Montag in Moskau. Die russische Luftwaffe greife nur militärische Ziele an.

Unterdessen ist der Ölpreis international um mehr als einen Dollar angestiegen. Ein Schifffahrtsagent berichtete, die georgischen Häfen Supsa und Batumi arbeiteten nur eingeschränkt. Der Hafen von Poti habe seinen Betrieb sogar eingestellt.

Bei der Pipeline, die angeblich von den Russen beschossen worden sein soll, handelt es sich um die Verbindung vom aserbaidschanischen Baku bis zur türkischen Mittelmeerküste. Die Leitung ist rund 1800 Kilometer lang. In der Türkei wird das Öl auf Schiffe verladen. Wegen ihrer Hauptstationen Baku, Tiflis und Ceyhan wird die Pipeline häufig mit BTC abgekürzt.

Unter dem kaspischen Meer werden Ölvorräte von mehr als 100 Milliarden Barrel vermutet. Die Pipeline ist daher für den Westen so wichtig, weil sie nicht über russisches Einflussgebiet führt. Den größten Anteil an der Betreibergesellschaft hält der britische Ölriese BP mit 30 Prozent. Die Leitung war nach Angaben von BP seit Mittwoch außer Betrieb. Ursache für den Lieferstopp soll ein Feuer in der Osttürkei gewesen sein. Dahinter soll ein Anschlag der kurdischen Arbeiterpartei PKK stehen


Der Ölmarkt - abhängig von wenigen großen Handelsteilnehmern

Die großen Preisbewegungen liegen auch in der geringen Liquidität begründet. Die offenen Positionen (Open Interest) an den Terminmärkten sind weiter rückläufig. Laut Daten der Aufsicht Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sank das Open Interest in der Woche bis zum 24. Juni um 9090 Kontrakte. "Das physische Angebot und die physische Nachfrage wachsen, doch der Terminmarkt hält mit diesem Wachstum nicht mit. Dieser Mangel an Liquidität sorgt für mehr Volatilität und setzt den Ölmarkt den Aktivitäten einzelner großer Teilnehmer aus", sagte Olivier Jakob, Managing Director beim unabhängigen Researchhaus Petromatrix. Große Fonds bauen ihr Engagement aus: Sie erhöhten ihre Netto-Kaufposition um 16.359 Kontrakte.

Tim Evans, Energieanalyst bei Citi Futures Perspectives, rechnet vor diesem Hintergrund mit steigenden Preisen. "Das Verhalten der großen Fonds dürfte die Notierungen stützen." Derzeit liegen die Netto-Kaufpositionen bei insgesamt 114.851 Kontrakten. Damit sind sie noch deutlich entfernt vom August 2007, als die Marktteilnehmer insgesamt 169.966 Kontrakte hielten.


Verwirrung auf dem Ölmarkt

Rätselraten um das schwarze Gold

von Tobias Bayer (Frankfurt) FTD 28.6.2008

Leichtes US-Rohöl verteuerte sich erstmals über 142 $. Das ist Fakt, aber über die Gründe herrscht Uneinigkeit. Analysten liegen mit ihren Prognosen chronisch falsch, Spekulanten sind einmal Heilsbringer und ein andermal Sündenböcke - und in Saudi-Arabien herrscht Streit über die Höhe der Reserven.

Über den Anstieg von rund 7 $ in den vergangenen zwei Tagen auf über 142 $ am Freitag wird gestritten. Viele Analysten führen finanzielle Faktoren ins Feld. Häufig wird die Schwäche der Aktienmärkte und geringe Liquidität als Erklärung angeführt: "Wenn das Geld nirgendwo mehr hinfließen kann, wird es halt in Rohstoffe geleitet. Da einige Marktteilnehmer am Ölmarkt ihre Positionen geschlossen haben, wird der Ölpreis zum Spielball dieser Zuflüsse", sagt Oliver Jakob, Managing Director beim Researchhaus Petromatrix.

Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst der Commerzbank, nennt den schwachen Dollar als Ursache. "Das ist ein unterstützender Faktor. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass der Markt sehr angespannt ist und nicht zuletzt angesichts der Nähe zu der magischen Marke von 150 $ je Barrel Anlässe sucht, weiter nach oben zu marschieren."

Andere wiederum sehen das Zusammenspiel aus Angebot und Nachfrage am Werk. Einen Grund für die Ölpreisschübe sehen Experten in Aussagen des Präsidenten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), Chakib Khelil. Er hatte Ölpreise von 150 bis 170 $ für den Sommer prognostiziert. Ein noch düsteres Bild zeichnete der Chef des russischen Energiegiganten Gazprom, Alexej Miller, in der "Financial Times". Er sagte Ölpreise von 250 $ pro Barrel für das kommende Jahr voraus. Seiner Meinung nach hat die Opec zudem ihren Einfluss auf den Ölpreis verloren. Das Kartell habe in der letzten Zeit keine Entscheidung getroffen, die den Ölmarkt wirklich beeinflusst habe.

Analysten: Meistens liegen sie falsch

Rätselraten überall. Nicht nur bei kurzfristigen Preisbewegungen gehen die Meinungen auseinander. Auch bei mittel- und langfristigen Perspektiven finden die Experten keinen Konsens. Das alles spiegelt sich in den Preiserwartungen wieder: Die Marktteilnehmer teilen sich nahezu in zwei großen Hälften. 41 Prozent wetten darauf, dass der Preis Ende 2008 auf über 150 $ steigt, 59 Prozent setzen dagegen.

Der unaufhaltsame Preisanstieg des Öls wirft ein nicht gerade schmeichelndes Licht auf die Analysten. Nach Berechnung der Deutschen Bank unterschätzten ihre Prognosen die tatsächliche Entwicklung in den Jahren 1999 bis 2003 um durchschnittlich 30 Prozent. Die Leistung wird nicht besser: 2008 könnte der Fehler bei satten 72 Prozent liegen. "Wir empfahlen Marktteilnehmer bereits im Januar 2004, auf die Reuters-Umfrage unter Analysten 30 Prozent aufzuschlagen, um einen besseren Wert zu bekommen", schreiben die Analysten der Deutschen Bank in einer Studie. Für 2009 beträgt die Durchschnittsprognose 104 $. "Wenn man das mit dem Fehlerwert multipliziert, kommt man auf einen Preis von 141 $."

Ein möglicher Grund für die fehlende Treffsicherheit: Analysten stützen sich häufig auf Regressionsmodelle auf Basis des Spotpreises. "Das funktioniert in der neuen Ölwelt nicht mehr", heißt es in der Deutschen-Bank-Studie.

Große Verwirrung herrscht bei der Frage, ob Spekulanten verantwortlich für die Preisanstiege sind oder nicht. Der US-Kongress drängt seit Monaten auf härte Auflagen für Finanzinvestoren. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Repräsentantenhauses kam zum Ergebnis, dass Spekulanten inzwischen 70 Prozent der Futurepositionen an der New York Mercantile Exchange (Nymex) halten. Das steht in direktem Widerspruch zu bisherigen Aussagen der US-Terminbörsenaufsicht CFTC. Diese hatte zuvor stets behauptet, dass die Bedeutung der Investmentbanken und Hedge-Fonds über die Jahre nicht gewachsen ist.

Die CFTC hat auf den Druck aus Washington bereits reagiert - und die Transparenzvorschriften für Indexinvestoren verschärft. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit der britischen Aufsichtsbehörde FSA vertieft. Angedacht ist außerdem, die Kompetenz der CFTC auch auf ausländische Handelsplätze wie die Londoner ICE Futures zu erweitern.

 

Suche nach einem nichtexistierenden Monster

Kritiker halten dem entgegen, dass Spekulanten Preise nicht setzen, sondern ihnen nur folgen. Ihre Argumente: Die Preise auch nicht börsengehandelter Rohstoffe hätten zugelegt; Märkte, in denen Indexinvestoren besonders aktiv seien, hätten seit Wochen schwächer notiert. Auch gebe es keine Anzeichen dafür, dass Spekulanten Öl physisch horten und einlagern. "Die Politik und die Aufsicht suchen in einem dunklen Raum nach einem Monster. Wenn sie das Licht anknipsen, werden sie merken, dass da keines ist", sagt Michael Lewis, Leiter Rohstoffrecherche der Deutschen Bank.

Historische Parallelen werden gezogen. Deutsche-Bank-Experte Lewis vergleicht die aktuelle Diskussion um die Rolle der Spekulation mit der Zeit nach dem Zusammenbruch des Europäischen Währungssystems (EWS) 1992 und 1993. Damals wetteten Investoren wie Hedge-Fonds-Manager George Soros gegen das britische Pfund - und wurden für das Ende fester Wechselkurse verantwortlich gemacht. "Die Situation auf dem Ölmarkt erinnert an die Turbulenzen auf dem Währungsmarkt Ende der 90er-Jahre. Die Wechselkurse waren nicht aufrechtzuerhalten, viele Währungen waren gegenüber der D-Mark überbewertet. Die Spekulanten haben nur dafür gesorgt, dass die Bewertungen fairer wurden", sagt Lewis.

Heftig debattiert wird auch die Frage, ob der Höhepunkt der weltweiten Ölförderung bald erreicht ist oder nicht. Selbst unter Experten, die Karriere bei der saudi-arabischen Ölgesellschaft Saudi-Aramco gemacht haben, gibt es keine Einigkeit - wie eine Geschichte des "Wall Street Journal" belegt. Sadad al-Husseini, der bis 2004 die Nummer zwei des wichtigsten Ölunternehmens der Welt war, das täglich zwölf Prozent des weltweiten Öls fördert, gibt einen düsteren Ausblick.

Seiner Ansicht ist die Welt mit abnehmenden Reserven und stetig steigenden Preisen konfrontiert. Mit dieser Meinung steht er nicht allein: Der französische Ölmulti Total beispielsweise ist ähnlich pessimistisch. "Wir müssen immer härter arbeiten, um an das Öl zu gelangen. Andere, die das Gegenteil behaupten, müssen über eine irgendeine magische Substanz verfügen, eine Art Voodoo-Zauber", sagt der 61-Jährige Husseini.

Ganz anders schätzt Nansen Saleri die Situation ein. Der ehemalige Saudi-Aramco-Manager, der dort für die Verwaltung der Reserven zuständig war, gehört - gemeinsam mit ExxonMobil und dem amerikanischen Energieministerium - zum Lager der Optimisten. Er hat jahrelang Seite an Seite mit Husseini gearbeitet. Trotzdem könnte die Analyse nicht unterschiedlicher ausfallen: "Wir haben bisher 1000 Milliarden Fass Öl von 14000 bis 15000 Milliarden Fass konsumiert. Für die nächsten 40, 50 bis 60 Jahre sehe ich überhaupt keine Schwierigkeiten", sagt Saleri, der heute als unabhängiger Berater in Houston arbeitet. Er glaubt an die Technologie.

 

Bisherige Fehleinschätzungen

China. Pakistan und andere Staaten haben bisher die Ölpreise in ihren Ländern stark subventioniert. Dies haben sie jetzt im Rahmen der Entwicklung der Ölpreise auf dem Weltmarkt selbst einschränken müssen, indem sie die Ölpreise um circa 17% verteuert haben. Gleichzeitig hat Saudi Arabien zugesagt, die Ölförderung zu erhöhen, was zu einem Überangebot am Markt und damit zu einem Verfall des Preises führen soll. Beide Faktoren haben aber jetzt, 22.6.2008, nicht dazu geführt, dass ein Rückgang des Ölpreises zu verzeichnen ist, was die Mutmaßung verstärkt, dass ein spektakulärer und spekulativer Hintergrund mit der Absicht der vorsätzlichen Schädigung hinter diesen Vorgängen steht.

in wirtschaftlicher Hinsicht sind diese Vorgänge jedenfalls nicht nachvollziehbar, da selbst bei normaler Spekulation immer ein auf und ab der Preise zu verzeichnen ist, weil die Vielzahl der Spekulanten nicht kohärente entscheidet und mal gekauft, mal verkauft. Dieses übliche Merkmal ist in den jetzigen Vorgängen nicht klar zu verzeichnen. Bezeichnend ist auch, dass niemand im politischen oder wirtschaftlichen Bereich eine klare Erklärung abgeben kann, also Dinge ablaufen, die außerhalb des Üblichen und Denkbaren liegen. Erste der immense Reichtum der Ölstaaten macht im übrigen derartige Aktionen überhaupt pekuniär denkbar und möglich. Fallen diese Mittel in kriminelle Hände, was offensichtlich bereits erfolgt ist, lässt sich der Westen und damit der Kapitalismus zunächst wirtschaftlich nieder ringen. Auch die Drohungen von des Venezolaners Chavez in den letzten Tagen zeigen eindeutig, in welche Richtung die Beeinflussung geht, nämlich über die Belieferung oder Preisgestaltung des Ölpreises.

Tatsächliche Gewinner sind aber die Opec-Staaten
Steigende Ölpreise sind ein Segen für die zwölf Mitgliedsstaaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec). Dank des Rohstoffes verzeichnen die Länder satte Leistungsbilanzüberschüsse. Saudi-Arabien allein vermeldete im Jahr 2006 einen Überschuss von 76 Mrd. $. Alle Opec-Staaten verdienten zusammen 649 Mrd. $. Das entsprach einem Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Statistik verrät: Steigt der Ölpreis um 1 $, schwellen die Exporterlöse der Opec um 11 Mrd. $ an.

Stand jetzt: 5.5.2010


Trotz höherer Produktion

Ölpreis steigt kräftig

Wichtige Öl-Förderstaaten haben auf dem Krisengipfel in Saudi-Arabien Produktionserhöhungen in Aussicht gestellt - der US-Ölpreis steigt dennoch weiter deutlich an. Vor allem politische Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle.

Ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Auslieferung kostete am Montag im frühen Handel 136,48 $. Das waren 1,12 $ mehr als zum Handelsschluss am Freitag. Zuvor war der Preis für ein Barrel US-Öl um etwas mehr als 1 $ auf fast 134 $ gefallen. Nach der Ankündigung Saudi-Arabiens, die Produktion zu erhöhen, hätten zwar einige Händler Gewinne mitgenommen, sagte Mark Pervan von der Australia and New Zealand Bank. "Aber es spielen viele andere Faktoren eine Rolle, die in gewisser Weise die Nachrichten aus Dschidda aufgehoben haben." Dazu zählten die Spannungen zwischen dem Iran und Israel sowie den USA.

Mehrere arabische Golfstaaten hatten am Wochenende bei einem Öl-Krisengipfel in Saudi-Arabien ihre Bereitschaft signalisiert, noch mehr Öl zu fördern als bisher. Gleichwohl hatten die Förderstaaten die Schuld an den derzeit hohen Ölpreisen zurückgewiesen und vor überzogenen Erwartungen gewarnt. Verantwortlich für die Preisexplosion beim Rohöl seien Spekulationen, die steigende Nachfrage und hohe Steuern in den Industrieländern, hieß es.

Der Ölpreis hat sich der Schwelle von 139 $ erneut genähert. Manche Experten rechnen schon bald mit einem Fasspreis von 200 $. Während Unternehmen und Verbraucher weltweit unter den hohen Energiekosten ächzen, können sich zahlreiche Gewinner freuen. FTD-Online stellt sie vor.

Vorherige Einschätzungen 1.HJ 2008:

Die Welt stöhnt über den hohen Ölpreis.Die ganze Welt? Nein. Ausgerechnet beim Großverbraucher China hat die Regierung die Preise bislang massiv subventioniert. Das wird sich nun teilweise ändern. Am Rohölmarkt bröckelten die Notierungen.

Die Aussicht auf steigende Kraftstoffpreise in China hat den Ölpreis am Donnerstagnachmittag deutlich fallen lassen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Leichtölsorte WTI verbilligte sich auf 132,68 $. Zuvor hatte der Preis in der Tagesspitze noch bei 137,82 $ gelegen.

Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission Chinas hatte vor dem Preissturz mitgeteilt, dass sie die Subventionen kürzen wird und der Preis für Benzin und Diesel deshalb um 17 bis 18 Prozent steigt. Die Chinesen müssen die höheren Preise an den Tankstellen schon ab Freitag zahlen.

Das ist der stärkste Anstieg der Kraftstoffpreise in dem Land seit mehr als vier Jahren. Ab 1. Juli sollen auch die Preise für Kerosin und Flugbenzin steigen. Allerdings werden die Kraftstoffpreise auch nach der Subventionskürzung unter Weltmarktniveau liegen.

China ist nur eines von vielen Ländern auf der Welt, die Kraftstoffpreise für ihre Bevölkerung subventionieren. Das Problem: Dadurch führt der Anstieg des Ölpreises auf dem Weltmarkt in diesen Ländern zu keinem Nachfragerückgang. China gilt mit seinen Subventionen als einer der Hauptgründe dafür, dass der Ölverbrauch trotz Rekordpreis auf hohem Niveau verharrt. Die Volksrepublik fragt täglich acht Millionen Barrel nach. Zum Vergleich: Saudi-Arabien fördert derzeit 9,5 Millionen Barrel. Bislang hat China den Benzinpreis zu 50 bis 60 Prozent subventioniert.

In den vergangenen Wochen haben bereits eine Reihe anderer asiatischer Staaten ihre Benzinpreissubventionen zusammengestrichen, darunter Pakistan, Indonesien, Taiwan und Indien. Die Zuschüsse belasten die Staatshaushalte massiv, außerdem investieren die meist staatlichen Raffinerien mangels ausreichender Einnahmen weniger. In China ist es in den vergangenen Wochen deshalb verbreitet zu einer Knappheit vor allem bei Lkw-Diesel gekommen.

                                                                                                      21.6.2008 P.B.


Ölpreisschock, Zufall?

Die Erdgas und Ölförderländer haben dank der hohen Energiepreise ein enormes Vermögen angehäuft. Experten schätzen, dass sich diese Summe auf 2500 Milliarden Dollar beläuft. Eine unvorstellbare Summe, die zu Zweidritteln aus den Einnahmen der Öl- und Gasverkäufe besteht. Nach Prognosen der Experten wird die Finanzkraft dieser Fonds bis zum Jahre 2015 sogar auf 12000 Milliarden Dollar anwachsen.
Immer mehr Staaten legen diese Gewinne in großen europäischen Firmen an, anders gesagt, sie kaufen Anteile an diesen Firmen.

Wenn man nun versucht sich die Zahl, 12000 Milliarden, (12000 mal 1000 Millionen), näher vorzustellen, dann wird nicht nur dem Laien, sondern auch vielen Kennern der Wirtschaft Angst und Bange.
Wirklich ist aufgrund dieser Kaufkraft durch ausländische Investoren ein bedrohliches Szenario denkbar, denn selbstverständlich ließen sich mit diesem Geld auch sehr gut politische Ziele durchsetzen, z.B. der Niedergang des westlichen Kapitalismus, Altziel der Kommunisten und fundamentalen Marxismus-Leninismus Sozialisten.
Es macht deshalb mehr als ein mulmiges Gefühl, dass die größten und wichtigsten europäischen Firmen zu großen Teilen in die Hände von Staaten geraten könnten, deren teilweise totalitären Regimes die freiheitlichen europäischen Werte missachten.
So gibt es zum Beispiel in England schon islamische Banken, die nur noch Geschäfte mit Firmen und Privatleuten machen, wenn sich diese in Ihrer Lebens- und Firmenführung an das islamische Rechts-System, die Scharia halten. Undenkbar was geschähe, wenn sich islamische Staaten in führende Banken in Europa einkaufen würden.

Wie groß war schon jetzt der Aufschrei der Wirtschaft in Deutschland, als Angela Merkel es wagte, den Dalai Lama einzuladen. Würden chinesische Investoren zum Beispiel große Anteile an deutschen Firmen halten, werden sich die Politiker schließlich nicht mehr trauen können, China zu kritisierenoder einen Mann wie den Dalai Lama einzuladen, wenn es China missfällt.
Auch ein anderes Szenario ist beängstigend: Ausländische Finanzinvestoren könnten deutsche Gas- und Elektrizitätsmonopolisten wie EON und RWE übernehmen und deutschen Verbrauchern ihre Preise diktieren. Wer aber macht den Ölpreis so explosiv, der die westliche Hauptschlagader, wirtschaftliche Flexibilität trifft?

Spekulation mit viel Geld. Wer kann sich so etwas leisten? Man fragt sich, warum eine so hohe Affinität von Islamisten und Kommunisten besteht, indem das Vordringen im Westen so stark von fundamentalen Sozialisten und Kommunisten unterstützt wird, das nur noch die Alternative besteht: Sind die total verrückt oder ist es Absicht. Die Absicht ist bereits in ihrer antikapitalistischen Ideologie als "soll" erhalten. darüber hinaus gilt seit Lenin: "Kapitalisten werden am Strick gehängt, den sie uns selbst liefern"

Bin Laden war aus Saudi Arabien, dies unterstützt widersprüchlicherweise islamische Terroristen, während es gleichzeitig selbst kapitalistische Attitüden zeigt, die in der Menschheitsgeschichte einmalig und von Unmengen an Geld, wie oben dargelegt, geprägt sind und damit hochspekulative Marktmaßnahmen problemlos erlauben, weil Verluste problemlos auffangbar sind. Großartige Wertpapierspekulationen vor 9/11, die den Angriff auf die Towers einspekulierten, sind bis heute nicht aufgeklärt. Die Beobachtung der Saudis zeigt, dass sie für ihr Vorgehen Berater brauchen und ihnen selbst klar ist, dass sie für das Ende des Ölvorkommens vorsorgen müssen. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde ein großer Teil des Geheimdienstes ebenso arbeitslos wie in der DDR die STASI. Die offene marktstrategische Symbiose zwischen Kommunisten/Sozialisten und Radikal-Islamisten ist in vielen Städten Europas an der Tagesordnung und klar erkennbar: Kommunisten / Fundamental-Sozialisten ebnen dem Islam den Weg. Für welchen Preis?  Die OPEC, insbesondere Saudi Arabien, lehnt höhere Produktionsmargen an Öl taktisch ab, obwohl dies einen senkenden Einfluß auf den Ölpreis haben könnte. Marktexperten zeigen sich ratlos angesichts der Entwicklung, wie ein Artikel in der Financial Times deutlich macht:

"Ölblase oder keine Ölblase?

von Tobias Bayer (Frankfurt) FTD

Einst war die Welt für die Ölanalysten noch überschaubar. Sie beschränkte sich auf Angebot und Nachfrage, woraus sich Preisprognosen ableiten ließen. Doch seitdem der Ölpreis Rekord um Rekord bricht, muss sich die Zunft mit dem Einfluss der Finanzinvestoren auseinandersetzen - eine äußerst schwierige Aufgabe.

Michael Masters hatte diese Woche vor dem US-Senat seinen großen Auftritt. Der Gründer der Vermögensverwaltung Masters Capital Management legte seine Sicht der Dinge dar, wer Schuld an den höhen Ölpreisen hat: Spekulanten und besonders Indexinvestoren. Letztere bilden Rohstoffindizes wie den S&P GSCI nach und legen ihr Geld passiv in den Rohstoffmärkten an. Das heißt sie halten Kaufpositionen, die sie am Laufzeitende eines Kontrakts in den nächsten rollieren.

"Im März 2008 belief sich deren Engagement auf 260 Mrd. $. Das bedeutet, dass sie 1,1 Milliarden Fässer Öl kontrollieren. Das ist achtmal so viel als die Vereinigten Staaten in den vergangenen fünf Jahren in die strategischen Reserven geleitet haben", teilte Masters den verdutzten Senatoren mit. Masters' Forderung: Indexinvestments müssen regulatorisch begrenzt werden. Ein Vorschlag, den Senator Joseph Liebermann, einflussreicher Demokrat aus Connecticut, aufgriff und jetzt prüfen lässt.

Kampf der Denkschulen

Seitdem sich der Ölpreis auf Jahressicht mehr als verdoppelt hat und in der Spitze auf 135 $ gestiegen ist, findet unter den Experten ein Kampf statt: Ist die Rally fundamental gerechtfertigt oder stecken dahinter die Spekulanten? Die Beweisführung ist auf beiden Seiten schwierig: Vertreter der fundamentalen Angebots-und-Nachfrage-Theorie tun sich schwer damit zu erklären, warum vor dem Hintergrund sich eintrübender Wachstumsperspektiven der Weltwirtschaft und eines aktuell hohen Ölangebots die Preise von Rekord zu Rekord jagen. Vertreter der Blasentheorie wiederum haben ihrerseits Probleme. Einmal mit dem Datenmaterial - und dann mit dessen Interpretation.

Kevin Norrish, Ölexperte von Barclays Capital, ist überzeugt, dass die Rally gerechtfertigt ist. Er hält nicht viel von den Bubble-Apologeten und bezeichnet diese Denkschule als "Kult". "Früher haben sich die Analysten mit Angebot und Nachfrage beschäftigt. Jetzt wendet sich die Aufmerksamkeit der Analyse von spekulativen Zuflüssen in den Rohstoffsektor zu", sagt Norrish. "Je wilder und höher die Zahl, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Medien aufspringen und von Rohstoffen als die nächste große Blase sprechen."

Schlechte Datenlage zur Rolle der Finanzinvestoren

Barclays Capital hat sich mit dem Vortrag von Masters vor dem Senat auseinandergesetzt. Der Tenor: Allein schon die Zahlen stimmen nicht. Dazu muss man wissen, dass es keine offizielle Zahl für die Höhe der Indexpositionen in allen Rohstoffen gibt. Die US-Terminbörsenaufsicht CFTC veröffentlicht diese Positionen bisher nur für den Agrarsektor. Viele Analysten rechnen die Daten auf Basis der Gewichtung in den Indizes auf den gesamten Rohstoffmarkt hoch. "Das ist eine Abkürzung, die aus unserer Sicht falsch ist", schreiben die Barclays-Capital-Experten in einer Studie.

Die Aktivität in Agrarrohstoffen sei schwankend und könne leicht das Gesamtengagement der Indexinvestoren unter- und überschätzen. Momentan wirke es überzeichnend, so die Barclays-Capital-Experten. Sie kommen auf Indexpositionen im ersten Quartal von nur 122 Mrd. $. Von großen Zuflüssen dürfe man nicht sprechen: Im ersten Quartal hätten die Indexpositionen nur um 13 Mrd. $ zugenommen. Davon sei der größte Teil nicht durch Zuflüsse erklärbar, sondern durch den Anstieg des Ölpreises, so Barclays Capital.

Einer, der einen guten Überblick über die Finanzinvestoren haben sollte, ist Jeffrey Harris. Er ist Chefökonom der CFTC. Die Behörde in Washington gilt seit ihrer Gründung 1974 als eher den Derivatebörsen und Spekulanten wohlgesonnen. Nicht völlig überraschend lautet dann auch das Fazit, dass Harris trifft: "Es gibt keinen ökonomischen Nachweis, dass die Finanzinvestoren systematisch die Rohstoffpreise nach oben treiben."

Harris stützt seine These auf drei Säulen. Säule 1: Auch bei Rohstoffen, die für Finanzinvestoren nicht oder nur schwer zugänglich sind, haben die Preise zuletzt enorm zugelegt. Säule 2: Das Ausmaß der Spekulation in den Rohstoffmärkten hat in den vergangenen Jahren nur unwesentlich zugenommen. Säule 3: Spekulanten reagieren auf Preise, machen sie aber nicht.

Seine Thesen untermauert Harris mit Zahlen. An den offenen Positionen (Open Interest) der Terminbörsen halten Spekulanten zurzeit nur 36 Prozent. In den vergangenen drei Jahren hat sich dieser Wert nur um zwei Prozentpunkte erhöht. Seitdem der Ölpreis die 120 $ überschritten hat, habe sich an der Zusammensetzung der Marktteilnehmer auch nichts geändert, so Harris: "Das ist auf Sicht von 22 Monaten gleich geblieben. Wir haben 120 kommerzielle Marktteilnehmer und 310 Käufer und Verkäufer mit spekulativem Hintergrund."

Letztere würden der Preisentwicklung nur folgen, so Harris: "Unsere Untersuchungen zeigen, dass kommerzielle Teilnehmer wie Ölunternehmen, Energieversorger und Fluggesellschaften zuerst auf Preisschwankungen reagieren und ihre Futurespositionen anpassen. Die Spekulanten nehmen dann nur die Gegenposition ein. Es gibt keinen Beweis, dass von der Veränderung spekulativer Kaufpositionen auch Preisveränderungen ausgehen", so Harris.

Kritiker der Finanzwelt fordern strengere Auflagen

Bubble-Apologeten wie Masters lassen sich trotzdem nicht davon abbringen, der Finanzwelt eine Mitverantwortung an der Ölmarktrally zuzuschreiben. "Die Preise haben in den vergangenen fünf Jahren mehr zugelegt als jemals zuvor in der Geschichte(Anmerkung Verfasser PRO NRW:9/11 war 2001) Es gab früher Angebotskrisen, wie beispielsweise 1973 in Folge des Ölembargos. Doch jetzt gibt es ausreichend Öl. Es gibt keine Schlangen an der Tankstelle, und im Supermarkt sind die Regale voller Lebensmittel", sagt Masters lakonisch.

Masters ist der Ansicht - dabei ist er wohlgemerkt nicht allein -, dass die Zahlen der CFTC irreführend beziehungsweise nicht aussagekräftig sind. Swap-Dealer beispielsweise, die im Auftrag von Pensionsfonds Indexpositionen einnehmen, fallen unter die Kategorie "kommerzieller Handelsteilnehmer" und unterliegen nicht den Sicherheitsauflagen von Spekulanten. "Das ist eine Lücke, die geschlossen werden sollte", sagt Masters. Er will, dass die CFTC die kommerziellen Handelspositionen weiter aufschlüsselt, in physische Händler und Wall-Street-Banken. Und er geht weiter: Pensionsfonds sollten gar nicht erst als Indexinvestoren auftreten dürfen.

"Hunderte Milliarden Dollar an Investmentgeldern werden die Rohstoffmärkte fluten. Wenn nicht bald etwas geschieht, werden Lebens- und Energiepreise weiter steigen. Das hätte katastrophale wirtschaftliche Konsequenzen", prophezeit Masters."

Financial Times Deutschland 23.5.2008"

Die Zusammenhänge sind zu dicht, als dass Zufall im Spiel sein könnte.    

Juni 2008

Industrieländer rufen nach mehr Öl

Sie fürchten um das weltweite Wachstum und wollen die Rolle von Spekulanten untersuchen lassen: Die G8-Finanzminister haben im japanischen Osaka eine Steigerung der Ölförderung verlangt.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Internationale Energieagentur (IEA) wurden von den Ministern beauftragt, die Rolle von Spekulationen beim Ölpreis zu überprüfen. Ein Bericht dazu wird es bei der IWF-Jahrestagung im Oktober geben. Es hat bei den Verhandlungen in Osaka keine Debatte über eventuelle wirtschaftspolitische Maßnahmen gegeben.. Erstmal müsse man ein genaueres Bild haben, wurde dort erklärt. Die Gründe für den rasanten Preisanstieg seien "komplex". Daher gebe es auch "keine leichten Antworten". "Das Problem ist, alle haben den Eindruck, das spielt eine Rolle. Niemand kann es wirklich greifen und quantifizieren."

Spekulanten als Sündenböcke?

Umstritten war unter den Ministern, ob der Preisanstieg bei Rohöl allein auf das Verhältnis von Angebot und Nachfrage oder auch auf Marktspekulationen zurückzuführen ist. Während Frankreich und Italien die Rolle von Spekulationen betonten, meinen Andere, das Grundproblem seien die sehr knappen Ölvorräte. Der US-Finanzminister warnte zudem vor der Suche nach "Sündenböcken". Dies werde sich als fruchtlos erweisen. "Finanzinvestoren schaffen keine Trends", sagte er.

Die Finanzminister beauftragten den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die Internationale Energieagentur (IEA), zusammen mit nationalen Behörden die gegenwärtigen Mechanismen auf den Rohstoffmärkten und den Einfluss von Spekulationen auf die Preisbildung zu analysieren.

Die Industriestaaten können insoweit nach eigener Einschätzung kaum etwas gegen den Rekordstand beim Ölpreis unternehmen. Aber der weltweit größte Förderer greift ihnen angeblich unter die Armen: Saudi-Arabien will künftig mehr ausstoßen

                                                                                        16.6.2008

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Stand: 18. Oktober 2011.