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Rekordhoch –
Spritpreis stramm
auf Kurs zwei Euro
Benzin war im
Februar so teuer
wie nie zuvor.
Mineralölkonzerne
schieben dies
gern auf den
Rohölpreis. Aber
der war schon
einmal viel
höher.
Tanken war
im Februar
so teuer wie
noch nie.
Ein Liter
Super E10
kostete im
Monatsschnitt
1,587 Euro
und damit
5,1 Cent
mehr als im
Januar, wie
der Autoclub
ADAC
mitteilte.
Auch Diesel
verteuerte
sich
gegenüber
dem Vormonat
stark um
vier Cent
auf 1,48
Euro je
Liter, blieb
aber unter
seinem
Rekordhoch
von 2008.
Der ADAC
machte den
gestiegenen
Rohölpreis
für die
teuren
Auto-Kraftstoffe
verantwortlich.
Dieser habe
zwischenzeitlich
mehr als 125
Dollar pro
Barrel
erreicht,
wegen der
Wechselkurse
habe ein
Barrel sogar
so viel
gekostet wie
nie zuvor.
Die höheren
Kosten
hätten die
Mineralölfirmen
„prompt“ an
die Kunden
weitergegeben.
Den Angaben
zufolge
erreichte
der
Benzinpreis
in
Deutschland
am 28.
Februar
einen
historischen
Rekord. Ein
Liter Super
E10 habe an
jenem Tag
bundesweit
im Schnitt
an freien
wie
markengebundenen
Tankstellen
1,635 Euro
gekostet.
Rekordpreis
vom Juli
2008 knapp
verfehlt
Der
Dieselpreis
erreichte am
22. Februar
mit 1,524
Euro seinen
Höhepunkt.
An diesem
Tag war er
höher als an
jedem
einzelnen
Tag seit
Anfang
vergangenen
Jahres. Der
Diesel-Rekordpreis
vom Juli
2008 wurde
laut ADAC
aber um 1,4
Cent
verfehlt.
Wenn man
sein
Fahrzeug mit
Superplus
oder einer
der
höheroktanigen
Edelsorten
betankt,
liegt der
Preis auch
gerne um
1,74 Euro.
1,74 Euro,
das ist
ziemlich
genau der
Betrag, die
die
Aktionäre
von Exxon
Mobil im
vergangenen
Jahr pro
Aktie an
Dividende
bekamen. In
diesem Jahr
dürfte es
mehr werden.
Exxon Mobil
verdiente
soviel wie
nie zuvor
2011 war für
das
amerikanische
Energieunternehmen
ein
Rekordjahr.
Der Umsatz
stieg um 26
Prozent auf
486,4
Milliarden
Dollar. Der
Gewinn lag
bei 41,1
Milliarden
Dollar oder
30,8
Milliarden
Euro. Zum
Vergleich:
Daimler
erzielte
2011
ebenfalls
ein
Rekordergebnis
und
verdiente
sechs
Milliarden
Euro.
Die Zahlen
legen den
Schluss
nahe, das
Geld von der
Tankstelle
fließe
direkt in
die Kassen
der Ölmultis.
Und die
verdienen
natürlich
gerne mehr,
wenn es der
Markt
hergibt.
Angesichts
des im
Gleichschritt
vollzogenen
Auf und Ab
der
Spritpreise
der
verschiedenen
Anbieter in
Deutschland
ist von
einem Markt
ohnehin nur
bedingt zu
reden,
jedenfalls
nicht von
einem, der
im
Wettbewerb
der Anbieter
steht.
Das
Preisgebaren
bringt zwar
immer wieder
auch das
Bundeskartellamt
auf den
Plan,
bislang
jedoch ohne
nennenswertes
Ergebnis.
Auch der
ADAC als
selbsternannter
Schutzpatron
deutscher
Autofahrer
ist
angesichts
der
galoppierenden
Preise
macht-, aber
nicht ganz
ratlos. Die
Experten aus
München
raten zu
sparsamer
Fahrweise
und zu
strengen
Preisvergleichen.
Preise
steigen zum
Wochenende
an
Selbst die
gängigen
Regeln,
wonach der
Spritpreis
am
Wochenende
steigt und
montagmorgens
der günstige
Zeitpunkt
zum Tanken
sei,
gelten nicht
mehr. Zwar
steigt der
Preis
Richtung
Wochenende,
derzeit
scheint aber
eher
Mittwoch der
beste
Tanktag zu
sein, wie
ein Tankwart
sagt.
Fragt man
den
Mineralölwirtschaftsverband
(MWV) nach
den Gründen
des
aktuellen
Preisbooms,
bekommt man
eine
klassische
marktkonforme
Antwort. Die
hohen
Beschaffungskosten
für Rohöl
sind schuld.
Tatsächlich
stieg der
Preis für
das Fass
Rohöl
zuletzt auf
122 Dollar
und damit so
hoch, wie
seit neun
Monaten
nicht mehr.
Das ist
allerdings
kein
Rekordpreis.
2008 kostete
das Fass
sogar 144
Dollar.
Damals
allerdings
war der Euro
1,57 Dollar
wert, heute
liegt der
Wechselkurs
bei 1,33
Dollar für
den Euro.
Der
Kursverfall
des Dollar
minderte vor
vier Jahren
den
Preisanstieg
des Rohöls.
Diesmal
verschärft
der
nachlassende
Eurokurs für
Europäer die
Situation.
Nach Angaben
des MWV
kostet der
Liter Benzin
ab
Raffinerie
derzeit rund
60 Cent und
damit mehr
als 2008.
Diesel liegt
mit 65 Cent
noch knapp
unter den
damaligen
Werten.
Hinzu kommen
65,5 Cent
Mineralölsteuer
für den
Liter Benzin
und 47,5
Cent je
Liter
Diesel.
Diese
Steuern sind
in den
vergangenen
Jahren
übrigens
nicht
gestiegen,
anders als
die
Mehrwertsteuer.
Die 19
Prozent für
den
Finanzminister
kommen immer
oben drauf
und auf
diesem Weg
kassiert der
Staat bei
steigenden
Preisen auch
noch mit.
An den
aktuell
hohen
Preisen ist
auch die
verstärkte
Nachfrage
nach Heizöl
wegen der
gerade
überwunden
Kältewelle
schuld. Auch
der
wachsende
Bedarf
Asiens, der
zum Teil aus
europäischen
Nordseeölfeldern
bedient
wird, wirkt
preistreibend.
Einen Cent
Gewinn pro
Liter
Die
politischen
Rahmenbedingungen,
vom MWV
freundlich
als weiche
Faktoren
bezeichnet,
wirken
zumindest
nicht
positiv auf
die
Preisentwicklung.
Der
angedrohte
Importstopp
für
iranisches
Öl in der EU
dürfte nicht
preissenkend
wirken.
Der Gewinn
der Ölmultis
pro Liter
Sprit an der
Tankstelle
ist übrigens
gar nicht so
hoch. Nach
Angaben von
Christophe
de Margerie,
dem
Vorstandsvorsitzenden
von Total,
verdient
sein
Unternehmen
an einem
Liter gerade
mal einen
Cent, wenn
man die
Kosten der
Wertschöpfungskette
von
Förderung,
Raffinerien,
Transport
und Logistik
abziehe.
Das mag
sogar
stimmen.
Dabei lässt
der Franzose
dezent außen
vor, dass
die Gewinne
der
Mineralölindustrie
auch deshalb
so hoch
sind, weil
sie an quasi
jedem Punkt
der Kette
bereits
mitverdienenden.
Da ist der
letzte Cent
an der
Tankstelle
gar nicht
mehr
entscheidend.
Den Motor nicht im Stand warmlaufen lassen, sondern gleich losfahren.
Beim Anfahren das Gaspedal weit durchtreten und früh in den nächsthöheren Gang wechseln. Je höher der eingelegte Gang, desto niedriger ist der Kraftstoffverbrauch.
Vorausschau: Vor Hindernissen oder roten Ampeln frühzeitig vom Gas gehen und das Fahrzeug mit eingelegtem Gang und eingekuppelt ausrollen lassen. So wird bei modernen Autos kein Sprit mehr in den Zylinder eingespritzt.
Auto abspecken: Jedes Kilogramm unnützes Gewicht im Auto verbraucht Sprit, etwa volle Wasserkisten im Kofferraum.
Fahrrad- oder Skigepäckträger steigern – auch unbeladen – den Luftwiderstand und erhöhen somit den Spritverbrauch. Ein Mittelklassewagen verbraucht mit Ski-Dachträger bis zu einem, mit Fahrrädern auf dem Dach sogar bis zu fünf Liter mehr.
Nachlassende
Preise sind
auch wegen
des
steigenden
Förderaufwandes
der Konzerne
nicht zu
erwarten. Es
ist einfach
teurer, Öl
aus
Schiefersänden
oder aus
tiefen
Meereslagen
zu gewinnen
als es
einfach wie
früher
abzupumpen.
Konzerne
verzichten
nicht auf
Gewinne
Auf
Nachsicht
der Konzerne
können die
Verbraucher
deshalb
nicht
hoffen. In
der
"Frankfurter
Allgemeinen
Zeitung"
erklärte
Margerie, es
sei eine
enorme
Illusion,
wenn man den
Leuten
erzähle, die
Konzerne
könnten
zugunsten
niedriger
Verbraucherpreise
auf einen
Teil ihrer
Gewinne
verzichten.
Darum ist
mit
sinkenden
Preisen
nicht zu
rechnen. Das
Gegenteil
ist der
Fall. Die
Ölkonzerne
dürften
intern
längst
Szenarien
kalkulieren,
die von zwei
Euro und
mehr für den
Liter Super
plus
ausgehen.
Bei Benzin
und Diesel
kennt die
Preisspirale
nur eine
Richtung:
nach oben
die Welt
2.3.2012
___________________
und was ist in diesem Spiel Teil der
Spekulanten, zu denen auch Sie gehören,
falls Sie Aktien haben?
______________________________
Ölpreis und
Finanzbetrüger welt
28.2.2012
Das FBI will
120 Banker wegen Insinderhandels
dingfest machen. Unterstützung
bekommt es dabei von einem einstigen
Wall-Street-Bösewicht.
Gier ist gut – dieser Satz von Gordon Gekko im
Film „Wall Street“ wurde zum
Credo einer ganzen
Banker-Generation. Nun hat
Schauspieler Michael Douglas,
der in dem Kassenschlager von
1987 den skrupellosen Finanzhai
Gekko mimte und dafür einen
Oscar erhielt, die Fronten
gewechselt: Er ist das neue
Werbegesicht des FBI bei der
Jagd auf Finanzbetrüger.
„Der
Film Wall Street war Fiktion,
doch das Problem ist real“, sagt
Douglas in dem einminütigen
Spot, der vor allem auf den
Wirtschaftssendern CNBC und
Bloomberg TV laufen soll, aber
auch auf Youtube zu sehen ist.
Der Spot ist Teil einer
großangelegten Jagd des FBI auf
Insider-Händler. Seit Ende 2009
ermitteln die Fahnder in
zahlreichen Fällen.
Nun legt das FBI in großem Stile
nach.
Momentan habe das FBI rund 240
Personen im Visier,
Insider-Handel betrieben zu
haben, darunter
Hedgefonds-Händler und Tippgeber
aus Unternehmen, die
Informationen ungesetzmäßig
weitergegeben haben, sagte der
leitende FBI-Agent David Chaves
dem „Wall Street Journal“. Zum
Teil handelt es sich um
Hedgefonds-Händler, zum Teil um
Insider in Unternehmen, die ihr
Wissen unrechtmäßig
weitergereicht haben könnten.
Rund
die Hälfte davon, also 120,
seien „Ziele“, sagte Chaves, der
eine Spezialeinheiten für
Insider-Handel leitet. Hier gehe
man sicher davon aus, dass sie
gegen Insider-Richtlinien
verstoßen hätten und arbeite auf
eine Anklage hin. Die Behörde
rechnet mit jahrelangen
Ermittlungen. Es ist das erste
Mal, dass die Bundesbehörde in
laufenden Ermittlungen derartige
Angaben gemacht hat.
Neuer Höhepunkt im
Insider-Skandal
Der
Skandal um Insider-Handel im
Finanz-Epizentrum Amerikas
erreicht damit einen neuen
Höhepunkt. Bereits seit Ende
2009 wird in zahlreichen Fällen
ermittelt. Ermittler haben
seitdem insgesamt 66 Mitarbeiter
von Hedgefonds und anderen
Firmen angeklagt. 57 von ihnen
wurden verurteilt oder hätten
ihre Schuld eingestanden.
Insider-Handel ist verboten,
weil er einfache Anleger
benachteiligt.
Besonders spektakulär war die
Verurteilung des früheren
Hedgefonds-Königs Raj Rajaratnam.
Er hatte ein breites
Informanten-Netzwerk aufgebaut
und sich laut Staatsanwaltschaft
durch sein Insiderwissen rund 70
bis 75 Millionen Dollar
ergaunert. Im Oktober 2011 wurde
Rajaratnam
zu elf Jahren Gefängnis
verurteilt. Es war die
höchste Strafe, die je gegen
einen Insider-Händler verhängt
wurde. Das FBI setzte im Fall
Rajaratnam Methoden wie beim
organisierten Verbrechen ein und
zeichnete Telefonate auf. Nun
werden die Ermittlungen
ausgeweitet. Man habe weitere
Ziele identifiziert und sammle
derzeit belastendes Material
gegen sie, sagte FBI-Agent David
Chaves.
Die
Untersuchungen reichen damit
viel weiter und tiefer, als
bisher bekannt war. Mittlerweile
zocken zwar viele Händler mit
superschnellen
Computerprogrammen, um binnen
Sekunden aus Kursschwankungen
Profit zu machen. Das Geschäft
mit Insider-Informationen wirkt
da fast wie ein Relikt aus einer
früheren Zeit. Doch wie drängend
das Problem noch immer ist,
zeigen die umfassenden
FBI-Ermittlungen.
Dichtes Informationsnetz
Das
Informationsnetz des FBI ist
offenbar bereits dichter, als es
Ermittler erwartet haben. Laut
Experten umfasse es Banker,
Analysten, Unternehmens-Insider,
Berater, Händler und einige
Hedgefonds. Allerdings ist nur
schwer nachweisbar, ob ein
Spekulant sich geheime
Geschäftszahlen oder
Informationen über eine
anstehende Übernahme erschlichen
hat.
Nach
FBI-Angaben gibt es allerdings
immer mehr Firmen-Insider, die
die Ermittler bei ihrem Feldzug
gegen das Finanzverbrechen
unterstützen, indem sie Belege
gegen mögliche Insider-Händler
an die Finanzaufseher
weiterreichen. Die Unterstützung
sei „viel größer als erwartet“,
sagte FBI-Mann Chavez.
Nun
soll die Werbeoffensive mit
Schauspieler Michael Douglas dem
FBI noch mehr Händler ins Netz
gehen lassen. Nach Erscheinen
des Films „Wall Street“ in den
achtziger Jahren sagten
Kinozuschauer, Gekko hätte sie
dazu inspiriert, in die
Finanzbranche zu gehen.
Douglas
selbst war darüber alles andere
als begeistert. Vielleicht kann
er diesmal dieselben Geister,
die er damals rief, nun dazu
bewegen, Insiderhandel
anzuzeigen. „Wenn eine Geschäft
zu gut aussieht, um wahr zu
sein, dann ist es das
wahrscheinlich auch“, ruft
Douglas alias Gordon Gekko dazu
auf, unsaubere Geschäfte
anzuzeigen. Geld hat Douglas für
den Spot laut FBI übrigens nicht
bekommen.
Nicht ganz die
Größenordnung der
anderen
Bankenskandale
erreicht die
Betrugsaffäre beim
größten irischen
Geldinstitut Allied
Irish Bank (AIB)
2002. Devisenhändler
John Rusnak
verschleierte
Verluste von 691
Millionen Dollar
durch
Scheingeschäfte. Er
bekommt eine
Haftstrafe von
sieben Jahren und
muss der Bank den
Schaden ersetzen.
Nur wenige Monate
später, im Juni
1996, stürzen
Verluste von 2,6
Milliarden Dollar am
Kupfermarkt das
japanische
Handelshaus Sumitomo
in die Krise. Der
für den Kupferhandel
zuständige
Abteilungsleiter
Yasuo Hamanaka
häufte die Verluste
über Jahre hinweg
durch dubiose
Geschäftspraktiken
an. Er wird wegen
Betrugs und
Dokumentenfälschung
zu acht Jahren
verurteilt.
Für den größten
Verlust, den je eine
Bank erlitt, ist der
französische
Skandalhändler
Jérôme Kerviel
verantwortlich.
Seine
Spekulationsgeschäfte,
die 2008 auffliegen,
kosten die
zweitgrößte
französische Bank
knapp fünf
Milliarden Euro.
Kerviel wird deshalb
im Herbst 2010 zu
drei Jahren
Gefängnis
verurteilt. Außerdem
muss er seinem
früheren Arbeitgeber
die enorme Summe
zurückerstatten, die
er verzockte.
Die älteste
britische
Geschäftsbank geht
im Februar 1995
pleite, weil der
Aktienhändler Nick
Leeson riskante
Geschäfte mit
Derivaten betreibt
und seinem
Arbeitgeber dadurch
Verluste in Höhe von
1,3 Milliarden Pfund
(heute rund 1,5
Milliarden Euro)
beschert. Er wird zu
sechseinhalb Jahren
Haft verurteilt, von
denen er vier Jahre
absitzen muss. Sein
Bestseller „Das
Milliarden-Spiel.
Wie ich die BarinBARINGS
gs-Bank ruinierte“
wird mit Ewan
McGregor verfilmt.
Ebenfalls 1995
verliert die
Daiwa-Bank, eines
der größten
japanischen
Kreditinstitute,
durch unerlaubte
Geschäfte eines
Angestellten in New
York 1,1 Milliarden
Dollar. Toshihide
Iguchi bekommt vier
Jahre Gefängnis, die
Bank muss ihre
Aktivitäten in den
USA einstellen.
Welt
2.3.2012
Hedgefonds-Manager
verdienen
trotz Krise
Milliarden
Manager
der kaum
kontrollierten
Hedgefonds
verdienen
deutlich
mehr als
die
Chefs
der
Banken.
Die Top
40 der
Branche
erhalten
zehn
Milliarden
Euro.
Die
führenden
Hedgefonds-Manager
haben
trotz
der
Branchenkrise
im
vergangenen
Jahr
einer
Umfrage
zufolge
Milliarden
verdient.
Die Top
40 der
Branche
nahmen
zusammen
umgerechnet
rund
zehn
Milliarden
Euro
(13,2
Milliarden
Dollar)
mit nach
Hause,
wie eine
Umfrage
des
Magazins
„Forbes“
ergab.
Die zehn
am
besten
bezahlten
Spitzenkräfte
kamen
jeweils
auf mehr
als 150
Millionen
Euro. Am
unteren
Rand
waren es
immerhin
noch
mindestens
30
Millionen
Euro.
Dabei
musste
die
Branche
eines
ihrer
schlechtesten
Jahre
überhaupt
verkraften
mit
einem
durchschnittlichen
Wertverlust
von fünf
Prozent.
Großer
Gewinner
war 2011
Raymond
Dalio.
Der Chef
der
weltgrößten
Hedgefonds-Firma
Bridgewater
Associates
erwirtschaftete
für
seine
Kunden
10,4
Milliarden
Euro und
bekam
dafür
ungefähr
ein
Fünftel
des
Gewinns.
Ihm
folgte
James
Simons,
Gründer
von
Renaissance
Technologies,
mit
immerhin
noch 1,6
Milliarden
Euro.
Einige
Star-Manager
wie etwa
John
Paulson
oder
Philip
Falcone
schafften
es
hingegen
nicht in
die Top
40. Der
Spitzenverdiener
unter
den
europäischen
Hedgefonds-Managern
war 2011
Alan
Howard,
Mitbegründer
von
Brevan
Howard
Asset
Management.
Er
brachte
300
Millionen
Euro mit
nach
Hause.
Die
kaum
regulierten
Hedgefonds
können
das
ihnen
anvertraute
Geld
viel
freie
investieren
als
klassische
Investmentfonds.
Dennoch
hat die
Branche
von den
vergangenen
vier
Jahren
zwei mit
Verlusten
abgeschlossen.
Besonders
hohe
liefen
im
Finanzkrisenjahr
2008
auf.
Boni für
Banker
gekürzt
Die
Krise
auf den
Finanzmärkten
ist nun
auch in
den
Taschen
der
Banker
angekommen
–
zumindest
laut
Zahlen
des
Finanzamtes
in New
York.
Die
Beschäftigten
im
Weltfinanzzentrum
hätten
in
dieser
Bonus-Saison
19,7
Miliarden
Dollar
in bar
kassiert.
Das
seien 14
Prozent
weniger
gewesen
als im
Vorjahr,
erklärte
New
Yorks
Finanzchef
Thomas
DiNapoli.
2010
hatte
New
Yorks
Finanzadel
noch
22,8
Milliarden
Dollar
in bar
kassiert.
„Die
Cash-Boni
sind
2011
gesunken
und
reflektieren
damit
ein
schwieriges
Jahr in
der
Finanzbranche“,
sagte
DiNapoli.
Die
Gewinne
der Wall
Street
seien
deutlich
geschrumpft.
Viele
Finanzfirmen
hätten
Leute
entlassen
müssen.
Alleine
von
April
bis
Dezember
seien
4300
Jobs
verloren
gegangen.
Insbesondere
gegen
Ende
2011
lief das
Geschäft
immer
schlechter.
Fast
alle
großen
Finanzhäuser
wie die
Deutsche
Bank,
Goldman
Sachs
oder
Barclays
Capital
hatten
bekannt
gegeben,
ihre
Boni um
mehrere
zehntausend
Dollar
zu
kürzen.
Am
Hungertuch
müssen
die
Banker
aber
dennoch
nicht
nagen:
Im
Schnitt
habe ein
Beschäftigter
an der
Wall
Street
121.150
Dollar
an
Cash-Boni
erhalten
(90.000
Euro),
rechnete
DiNapoli
vor.
Zahlen
für das
Gesamteinkommen,
also
inklusive
Grundgehalt
und
Aktienboni,
lägen
noch
nicht
vor.
Kritik
an den
Bezügen
Allerdings
sind die
entscheidend.
Ein
großer
Teil der
Boni
wird
mittlerweile
in
Aktien
ausgezahlt,
die die
Banker
erst in
einigen
Jahren
versilbern
dürfen.
„Ohne
den Wert
der
Aktienoptionen
sind die
Zahlen
wenig
aussagekräftig“,
sagt
Bankenexperte
Wolfgang
Gerke.
Er habe
eher den
Eindruck,
dass die
Banken
weiter
kräftig
Boni
gewähren.
Die
Kopplung
der
Bezüge
soll
verhindern,
dass
Banker
zu hohe
Risiken
eingehen,
um
kurzfristig
ihre
Boni
aufzubessern.
Dies
gilt als
eine
Ursache
für die
Entstehung
der
Finanzkrise.
Laut
vielen
Experten
ist die
Kopplung
der
Bezüge
an den
Verlauf
des
Aktienkurses
sinnvoll.
Dem
Finanzexperten
Stefan
Pichler
von der
Universität
Wien
gehen
die
Reformen
aber
nicht
weit
genug.
Bankeigentümer
hätten
immer
einen
Anreiz,
die
Bezüge
so
auszugestalten,
dass
ihre
Mitarbeiter
hohe
Risiken
eingingen.
„Deshalb
müssen
Eigentümer
stärker
in
Haftung
genommen
werden“,
fordert
er. Die
Kopplung
der
Gehälter
an den
Verlauf
des
Aktienkurses
könnte
sogar zu
der
Gefahr
führen,
dass
Banken
den
Aktienkurs
an
bestimmten
Zeitpunkten
zu
manipulieren
versuchen,
weil
just zu
diesem
Zeitpunkt
ihre
Aktienoptionen
fällig
würden.
In den
vergangenen
20
Jahren
spielten
Boni für
die
Bezahlung
von
Top-Bankern
eine
immer
wichtigere
Rolle:
Bekamen
Banker
1985
noch
zwei
Milliarden
Euro an
Boni,
waren es
im
Rekordjahr
2006
bereits
35
Milliarden
Dollar.
Im Jahr
2010
hatte
ein
Wall-Street-Banker
insgesamt
361.180
Dollar
verdient,
und
damit
fast
sechsmal
so viel
wie ein
Durchschnittsangestellter
in der
Privatwirtschaft.
Im
Vergleich
zu
anderen
Branchen
sind die
Zulagen
in der
Finanzbranche
üppig:
So gab
der
Autohersteller
Audi
bekannt,
nach
einem
Rekordjahr
auch
Rekord-Boni
an seine
45.000
Mitarbeiter
ausschütten
zu
wollen –
in Höhe
von 8250
Euro.
________________________________
Ölschock
beschwört alte Ängste
die Welt 27.2.2011
2008 folgten auf die Preisrallye
beim Schmierstoff der Wirtschaft eine tiefe Rezession
und ein Finanzmarkt-Crash. Viele fürchten nun, die
Geschichte könnte sich wiederholen. Größere Gefahr droht
diesmal aber von anderer Seite
* Mit fast
120 Dollar je Barrel war Öl damals so teuer wie lange
nicht. Dies kostete die Verbraucher schon Milliarden und droht das Wachstum abzuwürgen
* Dennoch
ist das Problem der Verschuldung der westlichen Welt
wichtiger für die Zukunft von Depots und Sparbüchern
Libyen
brannte. In Tunesien und Algerien wurden die
Regierungen gestürzt, im Jemen und in Bahrain
protestierte die Bevölkerung für Wochen. Nicht weniger als
eine Zeitenwende findet derzeit in den arabischen
Ländern statt.
Und das
betrifft auch uns. Die Autofahrer können es jeden
Tag an den Zapfsäulen ablesen. 1,55 Euro kostet der
Liter Super inzwischen im Schnitt. Denn die
Notierungen für Rohöl erklimmen mit den um sich
greifenden Protesten in vielen Staaten immer neue
Höhen - bis auf 119,79 Dollar je Barrel (159 Liter)
ging es vergangene Woche zeitweise. Und auch Sparer
und Anleger bekommen es zu spüren, müssen sich auf
rauere Winde an der Börse einstellen: Der Deutsche
Aktienindex Dax brach vergangene Woche ein, von 7400
ging es rasant nach unten, zeitweise gar bis auf
7100 Punkte.
Explodierende Ölpreise und einstürzende Aktienkurse
- das ist der Mix für eine neue globale Krise.
Mancher fürchtet daher jetzt, dass sich 2008
wiederholen könnte. Der Ölpreis stieg damals bis auf
147 Dollar je Barrel, weniger als sechs Monate
später fiel die Wirtschaft in eine nie da gewesene
Rezession, die Börsen brachen ein, und Banken
standen vor dem Bankrott. Viele sehen die Ereignisse
jenes Jahres daher als Blaupause für heute. Klappt
also nun der so glanzvolle Aufschwung wieder in sich
zusammen, lösen sich die Aktiengewinne wieder in
nichts auf? Drohen am Ende vielleicht sogar
neuerliche Bankenpleiten?
"Seit
einigen Tagen bricht sich an den Märkten die Idee
vom Öl als dem Wachstumskiller Bahn", sagt Markus
Reinwand, Aktienstratege bei der Landesbank
Hessen-Thüringen. Denn der Ölpreis liegt derzeit nur
noch knapp unter 120 Dollar, jener Grenze, die viele
Ökonomen als den Rubikon ansehen, der nicht
überschritten werden sollte, da sonst die
Weltwirtschaft abstürze.
Tatsächlich
belastet der Ölpreis aber schon jetzt das Wachstum
in nicht unerheblichem Maße. Etwas mehr als vier
Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts gibt
die gesamte Menschheit dieser Tage für Öl aus. Das
ist fast doppelt so viel wie vor anderthalb Jahren.
Und jeweils 20 Dollar Aufschlag auf den Ölpreis
steigern den Anteil um einen weiteren Prozentpunkt.
Das klingt
recht theoretisch. Man kann es aber auch konkreter
ausdrücken, auf Heller und Pfennig ausrechnen. "Eine
Preissteigerung von einem Prozent kostet die
deutsche Wirtschaft etwa eine halbe Milliarde Euro",
sagt Felix Neugarth, Experte des Deutschen
Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Ähnlich
sieht es in den USA aus: Legt der Ölpreis um einen
Dollar zu, so steigt dort der Benzinpreis im Schnitt
um 2,5 Cent. Und ein um einen Cent höherer
Benzinpreis wirkt wie eine Steuererhöhung um 1,2
Milliarden Dollar. Angesichts der bereits
eingetretenen Preissteigerungen sind damit die
soeben erst verlängerten Steuersenkungen in den USA
schon weitgehend aufgebraucht.
Noch
dramatischer sind die Auswirkungen für die
aufstrebenden Nationen. "Das Öl erdrückt die
Schwellenländer", glaubt Francisco Blanch,
Rohstoffexperte bei Bank of America/Merrill Lynch.
Diese Staaten kämpfen ohnehin schon mit rasant
steigenden Nahrungsmittelpreisen, was sich teilweise
bereits in Revolten der Bevölkerung niederschlägt.
Nun kommt noch die ausufernde Ölrechnung hinzu.
Zinserhöhungen der Notenbanken sind damit
unausweichlich - und das würgt das Wachstum ab.
Doch es
gibt auch Argumente gegen die Panik, wichtige
Unterschiede zwischen der Lage von heute und der vor
drei Jahren. Denn im Gegensatz zu damals haben die
Ölförderländer heute recht hohe freie Kapazitäten.
2008 betrug der Spielraum weniger als zwei Millionen
Barrel pro Tag. Heute könnte der Ausstoß jederzeit
um fünf Millionen Barrel erhöht werden. Das allein
ist ein Vielfaches der libyschen Produktion. "Daher
wird der Markt nach Abklingen des Akutstadiums der
Krise in den arabischen Staaten einen Realitätscheck
des Ölmarktes vornehmen", sagt Axel Herlinghaus von
der DZ Bank. Im Klartext: Sobald die Revolten
abebben, dürfte auch der Ölpreis wieder sinken.
Dennoch
schwebt weiterhin ein Damoklesschwert über den
Börsen. Wo es hängt, zeigt eine erstaunliche
Entwicklung der vergangenen Tage. Denn normalerweise
sind amerikanische Staatsanleihen in Panikzeiten der
natürliche sichere Hafen. Hierhin flüchten
verunsicherte Investoren. Doch: "Das ist nicht
passiert", sagt Fidelio Tata, Analyst der Société
Générale. "Das ist eine Warnung, dass die
Kreditwürdigkeit der USA gefestigt werden muss",
fügt er etwas verklausuliert hinzu. Anders
ausgedrückt: Amerika erscheint vielen angesichts der
ausufernden Verschuldung nicht mehr als der
traditionell sichere Hafen.
Es ist
daher wohl auch kein Zufall, dass die
Ex-Goldman-Sachs-Analystin und Autorin Dambisa Moyo
gerade dieser Tage ein Buch herausbringt. Darin
plädiert sie dafür, dass die USA ihren
Schuldendienst einstellen, sprich, sich für bankrott
erklären sollen. Parallel dazu drohte vergangene
Woche die Ratingagentur Moody's Japan mit einer
Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit. Und in Irland
wurde Freitag eine neue Regierung gewählt, deren
wichtigste Aufgabe sein wird, das Land vor dem
finanziellen Abgrund zu retten. Selbst wenn sich
also die Lage in Nahost wieder beruhigen sollte und
der Ölpreis sinkt, steht die Zukunft von Wirtschaft
und Börsen auf Messers Schneide. Wohin die Reise
geht, haben die Regierungen in den Händen.
Für Anleger
heißt das: Die Zeit der leichten Gewinne an der
Börse dürfte vorbei sein. Wie sehr sich die
Risikowahrnehmung von zuletzt "sorglos" auf jetzt
"furchtsam" verstärkt hat, lässt sich am
Volatilitätsindex V-Dax ablesen, dem
"Angstbarometer" des Marktes. Anfang der Woche noch
bei 16, stieg es binnen weniger Handelstage auf 22,
ehe der Wert wieder etwas nachgab. Wer jetzt eine
größere Korrektur an den Börsen erwartet, muss aber
nicht unbedingt seine Aktien verkaufen. Eine andere
Möglichkeit ist der Erwerb von
Reverse-Bonus-Zertifikaten. Die DZ Bank etwa hat
eines aufgelegt (ISIN: DE000DZ0TEN0), für das der
Anleger beim aktuellen Kurs von 97,60 Euro 106,45
Euro erhält, wenn der Dax bis zum 21. Dezember
dieses Jahres nicht die Marke von 8600 Punkten
berührt. Die Rendite läge für diesen Fall aktuell
bei 9,06 Prozent.
Bisherige Quintessenz: klar waren es Spekulationen, aber von wem tatsächlich
ausgelöst?

Erinnern Sie sich an den
Agentenaustausch im Juli 2010?
Ölpreis -Ralley:
Westfeindliche
Zocker waren eindeutig im Dienst
Ist Ihnen die Wechselwirkung "Ausschaltung
der Zocker-Banker und die Reaktion des Ölpreises" aufgefallen. Kaum waren
die Spekulanten in der Masse still gestellt, normalisierte sich der Preis.
Spekulation als weltweiter Preisschrauber? In den vorigen Ausführungen stellte
sich bereits die Frage, wer hinter den Kulissen tatsächlich fachlich gesehen so
unseriös beim Ölpreis spekuliert hat und warum. Banker führen in der Regel
Fremdaufträge aus, wer kommt als spekulativer Auftraggeber in Frage? Wer hat die
Gelder für eine weltweite Spekulationsbewegung der gewesenen Art? "CUI BONO?"
hieß die Nachfrage bei den alten Römern, "Wem nützt es?"
Das Abendland hat geschichtlich wie
aktuell zwei wesentliche Feinde, die auffallend intensiv zusammenarbeiten:
Kommunisten und Islamisten, beide verblüffend ähnlich in ideologischen
Denkschematas verfangen und beide auf Weltherrschaft ausgerichtet. Um
weltbewegende Spekulation vorzunehmen bedarf es ungeheurer Geldmengen, die sich
derzeit nur in einem Land-Bereich verfügbar ansammeln, weil wir durch unsere
Benzintankfüllungen und deren Bezahlung massiv dazu beitragen. Jedenfalls beim
Islamismus, insbesondere Saudi Arabien
Außerdem bedarf es unseriöser
Banker und Spekulanten, um unter Verwahrlosung des Fachwissens ein weltweites
kapitalistisches Bankensystem absichtlich zu sprengen, worauf die derzeitigen
weltweiten Aktionen im aufgekommenen Spekulationsspiel erkennbar abzielen Der
bewirkte unmittelbare Niedergang der westlichen Industrieentwicklung auf Grund
unseriöser Spekulationsgeschäfte als Folge zum Teil nicht mehr finanzierbarer
Energiekosten insbesondere auf dem Ölsektor, zeigte sich schnell in gewollter
wirtschaftsschädigender, weil einschränkender Form. Wirtschafts- und
Entwicklungsbehinderung waren erkennbar einziges Ziel der unseriösen
Machenschaften offensichtlich Ideologien dienender krimmineller Banker; "einziges
Ziel"?
"Die Kapitalisten liefern uns
selbst den Strick, an dem wir sie aufhängen werden" hatte Lenin in
vorausschauender strategischer Erklärung seinen Anhängern als Botschaft
hinterlassen. Neben der Aktienspekulation, der Ölpreisspekulation in den
verschiedensten Banker-Variationen hatte man sich besonders dem Sektor
Kreditvergabe an eigentlich nicht kreditfähige Immobilienerwerber besonders
verschrieben und das maßgeblich in Amerika, dem kapitalistischsten Land der
Kapitalisten. Auch hier eine ungeheure Spekulationsblase, die bis zum Tage X,
seiner Explosion, durch plötzliche Offenlegung und massenhafte
Zahlungsunfähigkeit der zuvor beglückten vermögenslosen Immobilienbesitzer, in
für Eingeweihte und für seriöses Bankmanagement unseriöser Weise
schlagartig offengelegt wurde. Warum, es wäre schon vorher erkennbar gewesen?
Eingeweihten war die aufgekommene Übung des Marktes bekannt, derartige
Immobilienverträge mit Abzahlungsvereinbarungen in Massen weltweit zu verhökern,
stellten sie bei seriöser Abwicklung und Zahlungsfähigkeit der
Immobilienbesitzer unterstellt, eine erwägenswerte Einkommensgröße für die
aufkaufenden Banken dar. Für den unseriösen, ideologisch vorgehenden Banker ein
gefundenes Fressen zur Schädigung des Gesamtsystems. Weltweit wurde das
unseriöse Verfahren im Bankensystem so abgewickelt. Den Initiatoren der von
Anfang an unseriösen Handhabung von nicht wirklich valutierenden Kreditvergaben
war sicher gestellt, daß das Platzen der Betrugsblase seine mittlere Laufzeit
bis zur endgültigen gewollten Aufdeckung durch Selbstexplosion zum Schaden des
Weltbankensystems haben werde. Ein Ablauf, der fast genau zu berechnen war.
Warum das?
Ging oder geht es um einzelne Banken
oder die Banken eines Landes? Die im Voraus für den Eingeweihten abzusehende
weltweite Zirkulation der Verbreitung der zweifelhaften Immobilienpakete war
für den Fachmann im sprengbaren Ausmaß absehbar. Demzufolge ging es dem
unseriösen Bankenauslöser erkennbar um Auswirkung auf das Weltbankensystem,
insgesamt damit um das Weltwirtschaftssystem als Treffziel der gewollt
inszenierten weltweiten Sepkulationen . CUI Bono?
Ziel des Angriffs von Marx und Lenin
war das weltweite private Bankensystem als Ausbund einer Kapitalistenansammlung,
die es zu beseitigen galt und gilt, wo immer man wirksame Ansatzpunkte dafür
fand bzw, findet. Vielfach erklärtes ideologisches Endziel der Veranstaltung:
verstaatlichte Banken, eine Enteignungsmaßnahme, die nunmehr selbst in den
betroffenen kapitalistischen Ländern vorschnell kolportiert und zunehmend
gefordert wird. Von wem?
Medien sind in den westlichen Ländern
mittlerweile überwiegend links unterwandert. Sie tragen die Botschaft willig und
ideologisch bewegt unverzüglich an die Bevölkerung weiter, die aus Angst um Ihr
Vermögen, vergleichbar wie in der ideologisch betriebenen Klimadebatte,
plötzlich freiheitsbeschränkende staatliche Maßnahmen in einem Ausmaße
bewilligen und Schulter zuckend akzeptieren, wie man es nicht für möglich
gehalten hätte. Bahn frei für den Kommunismus, bzw. den islamistischen
Sozialismus a'la Baath -Partei.
Statt anhand der Kreditspritzen durch
die einzelnen Staaten nun Ruhe im Bankensystem aufkommen zu lassen, um eine
seriöse Selbstheilung durchzuführen bzw. dem seriösen freien Bankensystem
möglich zu machen, setzen die Medien ideologisch eigennützig erkennbar allseits
auf Panikmache, um die besorgten Bankkunden zu Panikabzügen ihres Vermögens bei
den Banken zu verführen. Die Entwicklung bei Northern Rock, Bank in England,
hatte doch erfolgreich gezeigt, wozu das führt. Zum Zusammenbruch der einzelnen
Bank; in der betroffenen Masse, weltweit zum Zusammenbruch des
Weltbankensystems.
CUI BONO? Denken Sie selbst
weiter unter Beachtung der Aktionen der linken Medien, Islamisten und
Kommunisten, weltweit, denn es sind weltweite Interessensysteme,
Umma und
Komintern!
6.5.2010 JC
Verzwickte Lage auf dem
Ölmarkt?
Die Opec
entscheidet, ob sie die Förderung kürzt oder nicht. Dabei
steht die Organisation vor einem großen Dilemma: Einerseits
bricht die Nachfrage weg, andererseits wäre eine Senkung
politisch nur schwer vermittelbar. Die Talfahrt des
Ölpreises hält unterdessen an.
Die Opec befindet sich in einem großen
Dilemma. Einerseits spricht die reine Angebots-Nachfrage-Balance für eine
Kürzung der Produktion. Andererseits ist der Preis mit derzeit derzeit knapp 104
$ je Barrel (je 159 Liter) immer noch so hoch, dass solch eine Einschränkung
politisch schwer durchsetzbar ist. Innerhalb des Förderkartells wird über den
Kurs heftig gestritten. Länder wie Iran (Islamisten) oder Venezuela (Kommunist
Charvez )drängen darauf, den Ausstoß zu senken um aus Knappheit erhöhte
nachfrage mit Preistreiberei zu erzeugen.. Saudi-Arabien, das wichtigste
Opec-Mitglied, ist dagegen vorsichtig. Vor dem Treffen sagte der saudi-arabische
Ölminister Ali al-Naimi: "Der Markt ist im Gleichgewicht. Die Lagerbestände sind
auf gutem Niveau."
9.9.2008
Den "Kapitalismus" über den Ölpreis bekämpfen und lädieren?!
Finanziell wäre dazu nur jemand in der Lage, die
gleichzeitig mit den Ölpreisen und deren Erhöhung massiv verdient. Saudi Arabien
geriert sich zwar so, als sei es Amerika-freundlich, gleichzeitig finanziert es
aber in alle Richtungen radikal islamische Vereinigungen, wobei nahe liegt,
letztlich auch
EL Quaida, weil islamverbreitungsnützlich. Inwieweit auch der russische Geheimdienst,
die russische Führung selbst oder seine ehemaligen
Mitglieder in Kooperation daran beteiligt sind, lässt sich anhand verschiedener
Anhaltspunkte noch nur mutmaßen, derzeit aber noch nicht beweisen. Deshalb geht zunächst das
große Rätselraten ebenso weiter wie die Ölpreissteigerung sich ausbreitet, bis man den wahren
Verursachern, Kommunisten in Gemeinaktion mit Islamisten auf die Schliche kommen
wird. Wir werden zunehmend nachweisbar sehen, jedenfalls wird die Geschichte
einmal belegen, wer hinter dem für den
Westen wirtschaftlich tödlichen Spiel steckt.
Konflikte für die fast hundert Jahre
agierenden russischen Kommunisten mit dem Westen waren immer marxistisch-
leninistisch basiert und werden es auch so bleiben unter der im Hintergrund
weiter arbeitenden Komintern
als Ersatz-Kerninstitution. Es geht darum, den Westen energiebezogen völlig von
den Ölquellen und in Europa von dem russichen Energieversorger abhängig zu
machen. Deshalb sind die in den westlichen Ländern subversiv handelnden
Kommunisten in ihrem Wirken auf die jeweilige Landespolitik so bestrebt, die
Landesenergieversorgungen, die auf eigenen Füßen stehen einschließlich der
Produktionsanlagen, veralten oder wirkungslos bzw. wirtschaftlich ineffektiv
werden zu lassen. Die hier von links-grün aufgebrachte und weiter getragene
Diskussion um erneuerbare Energien und ihre steuersubventionierten
Realisierungsversuche belegen das ebenso, wie die Vernachlässigung der
bisherigen atomaren Entwicklung in der Energieproduktion. Man will keine
Atomanlagen, aus Umweltgründen will man auch keine herkömmlichen Kraftwerke und
beschränkt sich auf jedenfalls in nördlichen Gefilden uneffektive Solar- und
Windtechnik. So gleitet insbesondere Deutschland immer mehr in die Abhängigkeit
insbesondere des Energielieferanten Rußland.
Vor allem geht es um Öl
für den Westen
basierend auf Auszug JF 14.8.08
Vor allem geht es in dem
Kaukasuskrieg gegen Georgien im August 2008 aus russischer Sicht um die 1.800 Kilometer lange BTC-Ölleitung vom
aserbeidschanischen Baku über das georgische Tiflis zum türkischen
Mittelmeerhafen Ceyhan. Washington sieht darin einen Weg, das kaspische Öl in
den Westen verbringen zu können, ohne Rußland oder gar dem Iran eine
Einflußmöglichkeit zu geben.
Auch deswegen steht
Amerika seit Jahren an der Seite der Führung Georgiens, Herrn Saakaschwilis, der sein Land ganz auf US-Kurs
zu trimmen versucht, es auf Biegen und Brechen in die Nato führen will und es deswegen auch
zum zuletzt drittgrößten Truppensteller in George W. Bushs „Koalition der
Willigen“ im Irak-Krieg machte.
Moskaus Ziel, Georgien zu
destabilisieren und eine Regierung zu installieren, die stärker auf die
Interessen des großen russischen Nachbarn Rücksicht nimmt, ist deswegen ebenso
naheliegend wie durchsichtig. Das liegt in der seit Putin wiederbelebten
Großmachttradition Moskaus und dem daraus resultierenden Bestreben, westliche
Positionen, wie sie rund um Rußland entstanden sind, zurückzubauen. Das
wollte die Komintern auch schon immer so. Die abgestimmten Verhaltensweisen
kommunistisch geführter anderer Öllieferanten, insbesondere die derzeit des
venezuelanischen Charvez, u.a. belegen die abgestimmt praktizierte geheime
Komintern-Abstimmung.
Islam und
der Westen
In ihren politischen
Manifestationen hat die islamische Wiederbelebung der Expansion eine gewisse
Ähnlichkeit mit dem Marxismus (so auch Huntington, Kampf
der Kulturen) ; durch die heiligen Schriften, die Vision von der
vollkommenen Gesellschaft, dem Eintreten für fundamentalen Wandel, der Ablehnung
der herrschenden Mächte und des Nationalstaates und einer Vielfalt von
Lehrmeinungen, die von gemäßigt reformistisch bis gewalttätig reicht. Das macht
Kommunisten und Islamisten im Kampf gegen den Westen zu Weggefährten, welche
Gedanken auch immer für das Endstadium gegeneinander hegen mögen. Man nutzt sich
gegenseitig als "nützliche Idioten. Die Entwicklung im Iran belegt das. Hier
wirkten Kommunisten bei der Inthronisierung Khomeinis maßgeblich mit, der
sie zum Dank dann mit Morden verfolgte. Der Islam übernahm! Sozialistischer
Islam ist auf diesem Weg ebenfalls Wirklichkeit, wie die Entwicklung der
Baath- Partei im Nahen Osten belegt. Die Stärke der Islamischen Resurgenz (Hantington)
und die Anziehungskraft islamischer Bewegungen bewogen also nicht nur
andere Regierungen, vielmehr auch die Komintern zwangsweise dazu, diese
Entwicklung in ihre Strategie zu integrieren. Dies, weil in ihrem weltweiten
ideologisch bedingten Ausbreitungsversuch durch entstandene politische
Konkurrenz unvermeidlich. Linksgerichtete und kommunistische Bewegungen werden
in den Entwicklungsländern islamischer Ausrichtung zunehmend, weil als
Ideologie aus dem Westen kommend, diskreditiert. Außerdem wurden diese durch
den Zusammenbruch der Sowjetunion (offiziell wegfallendes Kernlandes der
kommunistischen Ideologie) ernstlich unterminiert, was der Komintern
zwangsweise vermehrt die heutige Kernstellungsposition vermittelte und verstärkt
die tätige Einbeziehung deutscher Kommunisten (Ursprungsland der Ideologie)
einfordert. Die gesamte deutsche Linke ist bei diesem internationalen
Unterfangen zur Unterwerfung des Westens ebenfalls federführend an der
energiepolitischen Subversion beteiligt. Nachweisbare vielfältige
Kooperations-Verbindungen zur PKK, der FARC in Kolumbien, zu
ETA-Gesinnungsgenossen in Spanien usw. belegen ebenfalls das gemeinsame Wirken.
Wer bezahlt das alles im gemeinsamen Zusammenwirken zur Unterwerfung des
verhassten kapitalistischen Westens?
Saudi
Arabien
Ursprüngliche Heimat des
Islam, dort liegen die größten Heiligtümer.
Seine Sprache ist die Sprache des Islams. Dort liegen die
größten Ölreserven der Welt und damit der größte finanzielle Einfluß. Schon
während der siebziger und achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts war Saudi
-Arabien der einflußreichste Einzelfaktor in der muslimischen Welt und gab
Milliarden von Dollar für die Unterstützung muslimischer Anliegen in der ganzen
Welt aus, angefangen von Moscheebauten bis Lehrbüchern, Parteien, islamischen
Organisationen, zu denen auch terroristische Bewegungen gehörten und gehören.
Die Idee der "ummah"
(eine Art islamische Komintern) setzt die Illegitimität des
Nationalstaates voraus (so richtig schon Huntington)
und ist gleichwohl nur durch das Handeln eines oder mehrerer Kernstaaten zu
einigen. Nach dem gleichen Prinzip arbeitet die moderne Komintern nach Wegfall
ihres Kernstaates Sowjetunion.
Warum also der hohe Ölpreis? Die Institutionen zur
entsprechenden Manipulation von Börsenspekulationen zur "grundlos erscheinenden"
Aufbauschung des Ölpreises wie Gewalteinsätzen in Georgien zur Zerstörung oder
Stilllegung wie Kontrollierung westlicher Pipelines bis hin zur
Lieferverweigerung des Öls ( u.a. Charvez/Venezuela) sind entsprechend der
bisherigen Ausführungen vorhanden und werden praktiziert. Wer an unabhängige,
unabgestimmte Einzelfälle glaubt, erschein vor diesem Hintergrund politisch
einfältig. Die durch den Georgienkrieg ausgelösten Unstimmigkeiten in der NATO,
wie weiter vorgegangen werden soll, lassen weniger bei der USA, Briten und
Kanada diese Einfältigkeit erkennen, als bei der Achse Deutschland -Frankreich.
JC 16.8.2008
Kaukasus-Konflikt aus die Welt 11.8.2008
Krieg
um Südossetien treibt Ölpreis in die Höhe
Der
militärische Konflikt zwischen Russland und dem
Öl-Transitland Georgien um Südossetien hat den Ölpreis
kurzfristig nach oben getrieben. Russland wies
allerdings georgische Vorwürfe zurück, eine für den
Westen wichtige Öl-Pipline bombardiert zu haben.
Die 1800 Kilometer lange
BTC-Pipeline ist zurzeit funktionsuntüchtig. Erst
wurde sie bei einem Anschlag in der Türkei
beschädigt, jetzt sollen die russischen Angriffe in
Georgien sie beschädigt haben. Die Leitung ist
wichtig für die Erdölversorgung West-Europas. Über
einen Preisanstieg von Öl wird spekuliert.
Der
militärische Konflikt zwischen Russland und dem
Öl-Transitland Georgien um Südossetien hat den
Ölpreis zu Wochenbeginn vorübergehend nach oben
getrieben. Der Konflikt schürt nach Angaben von
Händlern die Sorge vor Lieferengpässen. Das Fass
Rohöl der US-Sorte WTI war Montagmorgen um bis zu
1,50 Dollar teurer als zum Handelsschluss am
Freitag, am Nachmittag lag das Preisniveau dann aber
wieder in etwa auf dem Stand vom Freitag. „Der
militärische Konflikt in Georgien ist heute morgen
der Hauptfaktor für den steigenden Ölpreis“, sagte
der Analyst David Moore von der Commonwealth Bank
von Australien. Russland wies unterdessen georgische
Vorwürfe zurück, die Leitung bombardiert zu haben.
„Wir bombardieren keine Öl-Pipelines“, sagte der
stellvertretende Generalstabschef Anatoli Nogowizyn.
Bei den Kämpfen
um die abtrünnige georgische Provinz Südossetien soll
auch eine für den Westen wichtige Ölpipeline von den
Russen beschossen worden sein. Die Russen dementierten
derartige Berichte georgischer Seite umgehend. Bei der
Leitung, die angeblich im Visier russischer Waffen
gestanden hat, handelt es sich um die Leitung zum
türkischen Hafen von Ceyhan.
Wir bombardieren keine Öl-Pipelines", sagte der
stellvertretende Generalstabschef Anatoli Nogowizyn am
Montag in Moskau. Die russische Luftwaffe greife nur
militärische Ziele an.
Unterdessen ist der Ölpreis international um mehr als
einen Dollar angestiegen. Ein Schifffahrtsagent
berichtete, die georgischen Häfen Supsa und Batumi
arbeiteten nur eingeschränkt. Der Hafen von Poti habe
seinen Betrieb sogar eingestellt.
Bei der Pipeline, die angeblich von den Russen
beschossen worden sein soll, handelt es sich um die
Verbindung vom aserbaidschanischen Baku bis zur
türkischen Mittelmeerküste. Die Leitung ist rund 1800
Kilometer lang. In der Türkei wird das Öl auf Schiffe
verladen. Wegen ihrer Hauptstationen Baku, Tiflis und
Ceyhan wird die Pipeline häufig mit BTC abgekürzt.
Unter dem kaspischen Meer werden Ölvorräte von mehr als
100 Milliarden Barrel vermutet. Die Pipeline ist
daher für den Westen so wichtig, weil sie nicht über
russisches Einflussgebiet führt. Den größten Anteil an
der Betreibergesellschaft hält der britische Ölriese BP
mit 30 Prozent. Die Leitung war nach Angaben von BP
seit Mittwoch außer Betrieb. Ursache für den Lieferstopp
soll ein Feuer in der Osttürkei gewesen sein. Dahinter
soll ein Anschlag der kurdischen Arbeiterpartei PKK
stehen
Der
Ölmarkt - abhängig von wenigen
großen Handelsteilnehmern
Die großen
Preisbewegungen liegen auch in
der geringen Liquidität
begründet. Die offenen
Positionen (Open Interest) an
den Terminmärkten sind weiter
rückläufig. Laut Daten der
Aufsicht Commodity Futures
Trading Commission (CFTC) sank
das Open Interest in der Woche
bis zum 24. Juni um 9090
Kontrakte. "Das physische
Angebot und die physische
Nachfrage wachsen, doch der
Terminmarkt hält mit diesem
Wachstum nicht mit. Dieser
Mangel an Liquidität sorgt für
mehr Volatilität und setzt den
Ölmarkt den Aktivitäten
einzelner
großer Teilnehmer aus",
sagte Olivier Jakob, Managing
Director beim unabhängigen
Researchhaus Petromatrix. Große
Fonds bauen ihr Engagement aus:
Sie erhöhten ihre
Netto-Kaufposition um 16.359
Kontrakte.
Tim Evans,
Energieanalyst bei Citi Futures
Perspectives, rechnet vor diesem
Hintergrund mit steigenden
Preisen. "Das Verhalten der
großen Fonds dürfte die
Notierungen stützen." Derzeit
liegen die Netto-Kaufpositionen
bei insgesamt 114.851
Kontrakten. Damit sind sie noch
deutlich entfernt vom August
2007, als die Marktteilnehmer
insgesamt 169.966 Kontrakte
hielten.
Verwirrung auf dem Ölmarkt
Rätselraten um das schwarze Gold
von Tobias Bayer (Frankfurt) FTD 28.6.2008
Leichtes US-Rohöl verteuerte sich
erstmals über 142 $. Das ist Fakt, aber über die Gründe
herrscht Uneinigkeit. Analysten liegen mit ihren
Prognosen chronisch falsch, Spekulanten sind einmal
Heilsbringer und ein andermal Sündenböcke - und in
Saudi-Arabien herrscht Streit über die Höhe der
Reserven.
Über den Anstieg von rund 7 $ in den vergangenen zwei
Tagen auf über 142 $ am Freitag wird gestritten. Viele
Analysten führen finanzielle Faktoren ins Feld. Häufig
wird die Schwäche der Aktienmärkte und geringe
Liquidität als Erklärung angeführt: "Wenn das Geld
nirgendwo mehr hinfließen kann, wird es halt in
Rohstoffe geleitet. Da einige Marktteilnehmer am Ölmarkt
ihre Positionen geschlossen haben, wird der Ölpreis zum
Spielball dieser Zuflüsse", sagt Oliver Jakob, Managing
Director beim Researchhaus Petromatrix.
Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst der Commerzbank,
nennt den schwachen Dollar als Ursache. "Das ist ein
unterstützender Faktor. Die jüngsten Entwicklungen
zeigen, dass der Markt sehr angespannt ist und nicht
zuletzt angesichts der Nähe zu der magischen Marke von
150 $ je Barrel Anlässe sucht, weiter nach oben zu
marschieren."
Andere wiederum sehen das Zusammenspiel aus Angebot
und Nachfrage am Werk. Einen Grund für die Ölpreisschübe
sehen Experten in Aussagen des Präsidenten der
Organisation erdölexportierender Länder (Opec), Chakib
Khelil. Er hatte Ölpreise von 150 bis 170 $ für den
Sommer prognostiziert. Ein noch düsteres Bild zeichnete
der Chef des russischen Energiegiganten Gazprom, Alexej
Miller, in der "Financial Times". Er sagte Ölpreise von
250 $ pro Barrel für das kommende Jahr voraus. Seiner
Meinung nach hat die Opec zudem ihren Einfluss auf den
Ölpreis verloren. Das Kartell habe in der letzten Zeit
keine Entscheidung getroffen, die den Ölmarkt wirklich
beeinflusst habe.
Analysten: Meistens liegen sie falsch
Rätselraten überall. Nicht nur bei kurzfristigen
Preisbewegungen gehen die Meinungen auseinander. Auch
bei mittel- und langfristigen Perspektiven finden die
Experten keinen Konsens. Das alles spiegelt sich in den
Preiserwartungen wieder: Die Marktteilnehmer teilen sich
nahezu in zwei großen Hälften. 41 Prozent wetten darauf,
dass der Preis Ende 2008 auf über 150 $ steigt, 59
Prozent setzen dagegen.
Der unaufhaltsame Preisanstieg des Öls wirft ein
nicht gerade schmeichelndes Licht auf die Analysten.
Nach Berechnung der Deutschen Bank unterschätzten ihre
Prognosen die tatsächliche Entwicklung in den Jahren
1999 bis 2003 um durchschnittlich 30 Prozent. Die
Leistung wird nicht besser: 2008 könnte der Fehler bei
satten 72 Prozent liegen. "Wir empfahlen Marktteilnehmer
bereits im Januar 2004, auf die Reuters-Umfrage unter
Analysten 30 Prozent aufzuschlagen, um einen besseren
Wert zu bekommen", schreiben die Analysten der Deutschen
Bank in einer Studie. Für 2009 beträgt die
Durchschnittsprognose 104 $. "Wenn man das mit dem
Fehlerwert multipliziert, kommt man auf einen Preis von
141 $."
Ein möglicher Grund für die fehlende Treffsicherheit:
Analysten stützen sich häufig auf Regressionsmodelle auf
Basis des Spotpreises. "Das funktioniert in der neuen
Ölwelt nicht mehr", heißt es in der
Deutschen-Bank-Studie.
Große Verwirrung herrscht bei der Frage, ob Spekulanten
verantwortlich für die Preisanstiege sind oder nicht.
Der US-Kongress drängt seit Monaten auf härte Auflagen
für Finanzinvestoren. Eine kürzlich veröffentlichte
Studie des Repräsentantenhauses kam zum Ergebnis, dass
Spekulanten inzwischen 70 Prozent der Futurepositionen
an der New York Mercantile Exchange (Nymex) halten. Das
steht in direktem Widerspruch zu bisherigen Aussagen der
US-Terminbörsenaufsicht CFTC. Diese hatte zuvor stets
behauptet, dass die Bedeutung der Investmentbanken und
Hedge-Fonds über die Jahre nicht gewachsen ist.
Die CFTC hat auf den Druck aus Washington bereits
reagiert - und die Transparenzvorschriften für
Indexinvestoren verschärft. Zudem wurde die
Zusammenarbeit mit der britischen Aufsichtsbehörde FSA
vertieft. Angedacht ist außerdem, die Kompetenz der CFTC
auch auf ausländische Handelsplätze wie die Londoner ICE
Futures zu erweitern.
Suche nach einem nichtexistierenden
Monster
Kritiker halten dem entgegen, dass Spekulanten Preise
nicht setzen, sondern ihnen nur folgen. Ihre Argumente:
Die Preise auch nicht börsengehandelter Rohstoffe hätten
zugelegt; Märkte, in denen Indexinvestoren besonders
aktiv seien, hätten seit Wochen schwächer notiert. Auch
gebe es keine Anzeichen dafür, dass Spekulanten Öl
physisch horten und einlagern. "Die Politik und die
Aufsicht suchen in einem dunklen Raum nach einem
Monster. Wenn sie das Licht anknipsen, werden sie
merken, dass da keines ist", sagt Michael Lewis, Leiter
Rohstoffrecherche der Deutschen Bank.
Historische Parallelen werden gezogen.
Deutsche-Bank-Experte Lewis vergleicht die aktuelle
Diskussion um die Rolle der Spekulation mit der Zeit
nach dem Zusammenbruch des Europäischen Währungssystems
(EWS) 1992 und 1993. Damals wetteten Investoren wie
Hedge-Fonds-Manager George Soros gegen das britische
Pfund - und wurden für das Ende fester Wechselkurse
verantwortlich gemacht. "Die Situation auf dem Ölmarkt
erinnert an die Turbulenzen auf dem Währungsmarkt Ende
der 90er-Jahre. Die Wechselkurse waren nicht
aufrechtzuerhalten, viele Währungen waren gegenüber der
D-Mark überbewertet. Die Spekulanten haben nur dafür
gesorgt, dass die Bewertungen fairer wurden", sagt
Lewis.
Heftig debattiert wird auch die
Frage, ob der Höhepunkt der
weltweiten Ölförderung bald
erreicht ist oder nicht. Selbst
unter Experten, die Karriere bei
der saudi-arabischen
Ölgesellschaft Saudi-Aramco
gemacht haben, gibt es keine
Einigkeit - wie eine Geschichte
des "Wall Street Journal"
belegt. Sadad al-Husseini, der
bis 2004 die Nummer zwei des
wichtigsten Ölunternehmens der
Welt war, das täglich zwölf
Prozent des weltweiten Öls
fördert, gibt einen düsteren
Ausblick.
Seiner Ansicht ist die Welt
mit abnehmenden Reserven und
stetig steigenden Preisen
konfrontiert. Mit dieser Meinung
steht er nicht allein: Der
französische Ölmulti Total
beispielsweise ist ähnlich
pessimistisch. "Wir müssen immer
härter arbeiten, um an das Öl zu
gelangen. Andere, die das
Gegenteil behaupten, müssen über
eine irgendeine magische
Substanz verfügen, eine Art
Voodoo-Zauber", sagt der
61-Jährige Husseini.
Ganz anders schätzt Nansen
Saleri die Situation ein. Der
ehemalige Saudi-Aramco-Manager,
der dort für die Verwaltung der
Reserven zuständig war, gehört -
gemeinsam mit ExxonMobil und dem
amerikanischen
Energieministerium - zum Lager
der Optimisten. Er hat jahrelang
Seite an Seite mit Husseini
gearbeitet. Trotzdem könnte die
Analyse nicht unterschiedlicher
ausfallen: "Wir haben bisher
1000 Milliarden Fass Öl von
14000 bis 15000 Milliarden Fass
konsumiert. Für die nächsten 40,
50 bis 60 Jahre sehe ich
überhaupt keine
Schwierigkeiten", sagt Saleri,
der heute als unabhängiger
Berater in Houston arbeitet. Er
glaubt an die Technologie.
Bisherige Fehleinschätzungen
China. Pakistan und andere Staaten haben bisher die Ölpreise
in ihren Ländern stark subventioniert. Dies haben sie jetzt im
Rahmen der Entwicklung der Ölpreise auf dem Weltmarkt selbst einschränken
müssen, indem sie die Ölpreise um circa 17% verteuert haben. Gleichzeitig hat
Saudi Arabien zugesagt, die Ölförderung zu erhöhen, was zu einem Überangebot am
Markt und damit zu einem Verfall des Preises führen soll. Beide Faktoren haben
aber jetzt, 22.6.2008, nicht dazu geführt, dass ein Rückgang des Ölpreises zu
verzeichnen ist, was die Mutmaßung verstärkt, dass ein spektakulärer und
spekulativer Hintergrund mit der Absicht der vorsätzlichen Schädigung hinter
diesen Vorgängen steht.
in wirtschaftlicher Hinsicht sind diese
Vorgänge jedenfalls nicht nachvollziehbar, da selbst bei normaler Spekulation
immer ein auf und ab der Preise zu verzeichnen ist, weil die Vielzahl der
Spekulanten nicht kohärente entscheidet und mal gekauft, mal verkauft. Dieses
übliche Merkmal ist in den jetzigen Vorgängen nicht klar zu verzeichnen.
Bezeichnend ist auch, dass niemand im politischen oder wirtschaftlichen Bereich
eine klare Erklärung abgeben kann, also Dinge ablaufen, die außerhalb des
Üblichen und Denkbaren liegen. Erste der immense Reichtum der Ölstaaten macht im
übrigen derartige Aktionen überhaupt pekuniär denkbar und möglich. Fallen diese
Mittel in kriminelle Hände, was offensichtlich bereits erfolgt ist, lässt sich
der Westen und damit der Kapitalismus zunächst wirtschaftlich nieder ringen.
Auch die Drohungen von des Venezolaners Chavez in den letzten Tagen zeigen
eindeutig, in welche Richtung die Beeinflussung geht, nämlich über die
Belieferung oder Preisgestaltung des Ölpreises.
Tatsächliche Gewinner sind aber die Opec-Staaten
Steigende Ölpreise sind ein Segen für die zwölf Mitgliedsstaaten der
Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec). Dank des Rohstoffes verzeichnen
die Länder satte Leistungsbilanzüberschüsse. Saudi-Arabien allein vermeldete im
Jahr 2006 einen Überschuss von 76 Mrd. $. Alle Opec-Staaten verdienten zusammen
649 Mrd. $. Das entsprach einem Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Statistik verrät: Steigt der Ölpreis um 1 $, schwellen die Exporterlöse
der Opec um 11 Mrd. $ an.
Stand jetzt:
5.5.2010
Ölpreis steigt kräftig
Wichtige
Öl-Förderstaaten haben auf dem Krisengipfel in
Saudi-Arabien Produktionserhöhungen in Aussicht gestellt
- der US-Ölpreis steigt dennoch weiter deutlich an. Vor
allem politische Faktoren spielen dabei eine wichtige
Rolle.
Ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl
der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur
August-Auslieferung kostete am Montag im frühen Handel
136,48 $. Das waren 1,12 $ mehr als zum Handelsschluss
am Freitag. Zuvor war der Preis für ein Barrel US-Öl um
etwas mehr als 1 $ auf fast 134 $ gefallen. Nach der
Ankündigung Saudi-Arabiens, die Produktion zu erhöhen,
hätten zwar einige Händler Gewinne mitgenommen, sagte
Mark Pervan von der Australia and New Zealand Bank.
"Aber es spielen viele andere Faktoren eine Rolle, die
in gewisser Weise die Nachrichten aus Dschidda
aufgehoben haben." Dazu zählten die Spannungen zwischen
dem Iran und Israel sowie den USA.
Mehrere arabische Golfstaaten hatten
am Wochenende bei einem Öl-Krisengipfel in Saudi-Arabien
ihre Bereitschaft signalisiert, noch mehr Öl zu fördern
als bisher. Gleichwohl hatten die Förderstaaten die
Schuld an den derzeit hohen Ölpreisen zurückgewiesen und
vor überzogenen Erwartungen gewarnt. Verantwortlich
für die Preisexplosion beim Rohöl seien Spekulationen,
die steigende Nachfrage und hohe Steuern in den
Industrieländern, hieß es.
Der Ölpreis hat sich der
Schwelle von 139 $ erneut genähert. Manche Experten
rechnen schon bald mit einem Fasspreis von 200 $.
Während Unternehmen und Verbraucher weltweit unter den
hohen Energiekosten ächzen, können sich zahlreiche
Gewinner freuen. FTD-Online stellt sie vor.
Vorherige Einschätzungen 1.HJ 2008:
Die Welt stöhnt über den hohen Ölpreis.Die ganze Welt? Nein. Ausgerechnet beim Großverbraucher China
hat die Regierung die Preise bislang massiv subventioniert. Das wird sich nun
teilweise ändern. Am Rohölmarkt bröckelten die Notierungen.
Die Aussicht auf steigende Kraftstoffpreise in China hat den Ölpreis am
Donnerstagnachmittag deutlich fallen lassen. Ein Barrel (159 Liter) der
US-Leichtölsorte WTI verbilligte sich auf 132,68 $. Zuvor hatte der Preis in der
Tagesspitze noch bei 137,82 $ gelegen.
Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission Chinas hatte vor dem
Preissturz mitgeteilt, dass sie die Subventionen kürzen wird und der Preis für
Benzin und Diesel deshalb um 17 bis 18 Prozent steigt. Die Chinesen müssen die
höheren Preise an den Tankstellen schon ab Freitag zahlen.
Das ist der stärkste Anstieg der Kraftstoffpreise in dem Land seit mehr als
vier Jahren. Ab 1. Juli sollen auch die Preise für Kerosin und Flugbenzin
steigen. Allerdings werden die Kraftstoffpreise auch nach der Subventionskürzung
unter Weltmarktniveau liegen.
China ist nur eines von vielen Ländern auf der Welt, die
Kraftstoffpreise für ihre Bevölkerung subventionieren. Das Problem: Dadurch
führt der Anstieg des Ölpreises auf dem Weltmarkt in diesen Ländern zu keinem
Nachfragerückgang. China gilt mit seinen Subventionen als einer der Hauptgründe
dafür, dass der Ölverbrauch trotz Rekordpreis auf hohem Niveau verharrt. Die
Volksrepublik fragt täglich acht Millionen Barrel nach. Zum Vergleich:
Saudi-Arabien fördert derzeit 9,5 Millionen Barrel. Bislang hat China den
Benzinpreis zu 50 bis 60 Prozent subventioniert.
In den vergangenen Wochen haben bereits eine Reihe anderer asiatischer
Staaten ihre Benzinpreissubventionen zusammengestrichen, darunter Pakistan,
Indonesien, Taiwan und Indien. Die Zuschüsse belasten die Staatshaushalte
massiv, außerdem investieren die meist staatlichen Raffinerien mangels
ausreichender Einnahmen weniger. In China ist es in den vergangenen Wochen
deshalb verbreitet zu einer Knappheit vor allem bei Lkw-Diesel gekommen.
21.6.2008 P.B.
Ölpreisschock, Zufall?
Die Erdgas und Ölförderländer haben dank der hohen
Energiepreise ein enormes Vermögen angehäuft. Experten schätzen, dass
sich diese Summe auf 2500 Milliarden Dollar beläuft. Eine unvorstellbare
Summe, die zu Zweidritteln aus den Einnahmen der Öl- und Gasverkäufe besteht.
Nach Prognosen der Experten wird die Finanzkraft dieser Fonds bis zum Jahre
2015 sogar auf 12000 Milliarden Dollar anwachsen.
Immer mehr Staaten legen diese Gewinne in großen europäischen Firmen an, anders
gesagt, sie kaufen Anteile an diesen Firmen.
Wenn man nun versucht sich die Zahl, 12000 Milliarden,
(12000 mal 1000 Millionen), näher vorzustellen, dann wird nicht nur dem Laien,
sondern auch vielen Kennern der Wirtschaft Angst und Bange.
Wirklich ist aufgrund dieser Kaufkraft durch ausländische Investoren ein
bedrohliches Szenario denkbar, denn selbstverständlich ließen sich mit diesem
Geld auch sehr gut politische Ziele durchsetzen, z.B. der Niedergang des
westlichen Kapitalismus, Altziel der Kommunisten und fundamentalen
Marxismus-Leninismus Sozialisten.
Es macht deshalb mehr als ein mulmiges Gefühl, dass die größten und wichtigsten
europäischen Firmen zu großen Teilen in die Hände von Staaten geraten könnten,
deren teilweise totalitären Regimes die freiheitlichen europäischen Werte
missachten.
So gibt es zum Beispiel in England schon islamische Banken, die nur noch
Geschäfte mit Firmen und Privatleuten machen, wenn sich diese in Ihrer Lebens-
und Firmenführung an das islamische Rechts-System, die Scharia halten. Undenkbar
was geschähe, wenn sich islamische Staaten in führende Banken in Europa
einkaufen würden.
Wie groß war schon jetzt der Aufschrei der Wirtschaft in
Deutschland, als Angela Merkel es wagte, den Dalai Lama einzuladen. Würden
chinesische Investoren zum Beispiel große Anteile an deutschen Firmen halten,
werden sich die Politiker schließlich nicht mehr trauen können, China zu
kritisierenoder einen Mann wie den Dalai Lama einzuladen, wenn es China
missfällt.
Auch ein anderes Szenario ist beängstigend: Ausländische Finanzinvestoren
könnten deutsche Gas- und Elektrizitätsmonopolisten wie EON und RWE übernehmen
und deutschen Verbrauchern ihre Preise diktieren. Wer aber macht den Ölpreis so
explosiv, der die westliche Hauptschlagader, wirtschaftliche Flexibilität
trifft?
Spekulation mit viel Geld. Wer kann sich so etwas leisten?
Man fragt sich, warum eine so hohe Affinität von Islamisten und Kommunisten
besteht, indem das Vordringen im Westen so stark von fundamentalen Sozialisten
und Kommunisten unterstützt wird, das nur noch die Alternative besteht: Sind die
total verrückt oder ist es Absicht. Die Absicht ist bereits in ihrer
antikapitalistischen Ideologie als "soll" erhalten. darüber hinaus gilt seit
Lenin: "Kapitalisten werden am Strick gehängt, den sie uns selbst liefern"
Bin Laden war aus Saudi Arabien, dies unterstützt
widersprüchlicherweise islamische Terroristen, während es gleichzeitig selbst
kapitalistische Attitüden zeigt, die in der Menschheitsgeschichte einmalig und
von Unmengen an Geld, wie oben dargelegt, geprägt sind und damit hochspekulative
Marktmaßnahmen problemlos erlauben, weil Verluste problemlos auffangbar sind.
Großartige Wertpapierspekulationen vor 9/11, die den Angriff auf die Towers
einspekulierten, sind bis heute nicht aufgeklärt. Die Beobachtung der Saudis
zeigt, dass sie für ihr Vorgehen Berater brauchen und ihnen selbst klar ist,
dass sie für das Ende des Ölvorkommens vorsorgen müssen. Mit dem Zusammenbruch
der Sowjetunion wurde ein großer Teil des Geheimdienstes ebenso arbeitslos wie
in der DDR die STASI. Die offene marktstrategische Symbiose zwischen
Kommunisten/Sozialisten und Radikal-Islamisten ist in vielen Städten Europas an
der Tagesordnung und klar erkennbar: Kommunisten / Fundamental-Sozialisten ebnen
dem Islam den Weg. Für welchen Preis? Die OPEC, insbesondere Saudi
Arabien, lehnt höhere Produktionsmargen an Öl taktisch ab, obwohl dies einen
senkenden Einfluß auf den Ölpreis haben könnte. Marktexperten zeigen sich ratlos
angesichts der Entwicklung, wie ein Artikel in der Financial Times
deutlich macht:
"Ölblase
oder keine Ölblase?
von Tobias
Bayer (Frankfurt) FTD
Einst war
die Welt für die Ölanalysten noch überschaubar. Sie beschränkte sich auf Angebot
und Nachfrage, woraus sich Preisprognosen ableiten ließen. Doch seitdem der
Ölpreis Rekord um Rekord bricht, muss sich die Zunft mit dem Einfluss der
Finanzinvestoren auseinandersetzen - eine äußerst schwierige Aufgabe.
Michael Masters hatte
diese Woche vor dem US-Senat seinen großen Auftritt. Der Gründer der
Vermögensverwaltung Masters Capital Management legte seine Sicht der Dinge dar,
wer Schuld an den höhen Ölpreisen hat: Spekulanten und besonders
Indexinvestoren. Letztere bilden Rohstoffindizes wie den S&P GSCI nach und legen
ihr Geld passiv in den Rohstoffmärkten an. Das heißt sie halten Kaufpositionen,
die sie am Laufzeitende eines Kontrakts in den nächsten rollieren.
"Im März 2008 belief sich
deren Engagement auf 260 Mrd. $. Das bedeutet, dass sie 1,1 Milliarden Fässer Öl
kontrollieren. Das ist achtmal so viel als die Vereinigten Staaten in den
vergangenen fünf Jahren in die strategischen Reserven geleitet haben", teilte
Masters den verdutzten Senatoren mit. Masters' Forderung: Indexinvestments
müssen regulatorisch begrenzt werden. Ein Vorschlag, den Senator Joseph
Liebermann, einflussreicher Demokrat aus Connecticut, aufgriff und jetzt prüfen
lässt.
Kampf der
Denkschulen
Seitdem sich der Ölpreis
auf Jahressicht mehr als verdoppelt hat und in der Spitze auf 135 $ gestiegen
ist, findet unter den Experten ein Kampf statt: Ist die Rally fundamental
gerechtfertigt oder stecken dahinter die Spekulanten? Die Beweisführung ist auf
beiden Seiten schwierig: Vertreter der fundamentalen
Angebots-und-Nachfrage-Theorie tun sich schwer damit zu erklären, warum vor dem
Hintergrund sich eintrübender Wachstumsperspektiven der Weltwirtschaft und eines
aktuell hohen Ölangebots die Preise von Rekord zu Rekord jagen. Vertreter der
Blasentheorie wiederum haben ihrerseits Probleme. Einmal mit dem Datenmaterial -
und dann mit dessen Interpretation.
Kevin Norrish, Ölexperte
von Barclays Capital, ist überzeugt, dass die Rally gerechtfertigt ist. Er hält
nicht viel von den Bubble-Apologeten und bezeichnet diese Denkschule als "Kult".
"Früher haben sich die Analysten mit Angebot und Nachfrage beschäftigt. Jetzt
wendet sich die Aufmerksamkeit der Analyse von spekulativen Zuflüssen in den
Rohstoffsektor zu", sagt Norrish. "Je wilder und höher die Zahl, desto größer
die Wahrscheinlichkeit, dass die Medien aufspringen und von Rohstoffen als die
nächste große Blase sprechen."
Schlechte Datenlage zur Rolle der
Finanzinvestoren
Barclays Capital hat sich
mit dem Vortrag von Masters vor dem Senat auseinandergesetzt. Der Tenor: Allein
schon die Zahlen stimmen nicht. Dazu muss man wissen, dass es keine offizielle
Zahl für die Höhe der Indexpositionen in allen Rohstoffen gibt. Die
US-Terminbörsenaufsicht CFTC veröffentlicht diese Positionen bisher nur für den
Agrarsektor. Viele Analysten rechnen die Daten auf Basis der Gewichtung in den
Indizes auf den gesamten Rohstoffmarkt hoch. "Das ist eine Abkürzung, die aus
unserer Sicht falsch ist", schreiben die Barclays-Capital-Experten in einer
Studie.
Die Aktivität in
Agrarrohstoffen sei schwankend und könne leicht das Gesamtengagement der
Indexinvestoren unter- und überschätzen. Momentan wirke es überzeichnend, so die
Barclays-Capital-Experten. Sie kommen auf Indexpositionen im ersten Quartal von
nur 122 Mrd. $. Von großen Zuflüssen dürfe man nicht sprechen: Im ersten Quartal
hätten die Indexpositionen nur um 13 Mrd. $ zugenommen. Davon sei der größte
Teil nicht durch Zuflüsse erklärbar, sondern durch den Anstieg des Ölpreises, so
Barclays Capital.
Einer, der einen guten Überblick über die
Finanzinvestoren haben sollte, ist Jeffrey Harris. Er ist Chefökonom der CFTC.
Die Behörde in Washington gilt seit ihrer Gründung 1974 als eher den
Derivatebörsen und Spekulanten wohlgesonnen. Nicht völlig überraschend lautet
dann auch das Fazit, dass Harris trifft: "Es gibt keinen ökonomischen Nachweis,
dass die Finanzinvestoren systematisch die Rohstoffpreise nach oben treiben."
Harris stützt seine These auf drei Säulen. Säule
1: Auch bei Rohstoffen, die für Finanzinvestoren nicht oder nur schwer
zugänglich sind, haben die Preise zuletzt enorm zugelegt. Säule 2: Das Ausmaß
der Spekulation in den Rohstoffmärkten hat in den vergangenen Jahren nur
unwesentlich zugenommen. Säule 3: Spekulanten reagieren auf Preise, machen sie
aber nicht.
Seine Thesen untermauert Harris mit Zahlen. An
den offenen Positionen (Open Interest) der Terminbörsen halten Spekulanten
zurzeit nur 36 Prozent. In den vergangenen drei Jahren hat sich dieser Wert nur
um zwei Prozentpunkte erhöht. Seitdem der Ölpreis die 120 $ überschritten hat,
habe sich an der Zusammensetzung der Marktteilnehmer auch nichts geändert, so
Harris: "Das ist auf Sicht von 22 Monaten gleich geblieben. Wir haben 120
kommerzielle Marktteilnehmer und 310 Käufer und Verkäufer mit spekulativem
Hintergrund."
Letztere würden der Preisentwicklung nur folgen,
so Harris: "Unsere Untersuchungen zeigen, dass kommerzielle Teilnehmer wie
Ölunternehmen, Energieversorger und Fluggesellschaften zuerst auf
Preisschwankungen reagieren und ihre Futurespositionen anpassen. Die Spekulanten
nehmen dann nur die Gegenposition ein. Es gibt keinen Beweis, dass von der
Veränderung spekulativer Kaufpositionen auch Preisveränderungen ausgehen", so
Harris.
Kritiker der Finanzwelt fordern strengere
Auflagen
Bubble-Apologeten wie Masters lassen sich
trotzdem nicht davon abbringen, der Finanzwelt eine Mitverantwortung an der
Ölmarktrally zuzuschreiben. "Die Preise haben in den vergangenen fünf
Jahren mehr zugelegt als jemals zuvor in der Geschichte.
(Anmerkung Verfasser PRO NRW:9/11 war 2001) Es gab früher
Angebotskrisen, wie beispielsweise 1973 in Folge des Ölembargos. Doch jetzt gibt
es ausreichend Öl. Es gibt keine Schlangen an der Tankstelle, und im Supermarkt
sind die Regale voller Lebensmittel", sagt Masters lakonisch.
Masters ist der Ansicht - dabei ist er
wohlgemerkt nicht allein -, dass die Zahlen der CFTC irreführend beziehungsweise
nicht aussagekräftig sind. Swap-Dealer beispielsweise, die im Auftrag von
Pensionsfonds Indexpositionen einnehmen, fallen unter die Kategorie
"kommerzieller Handelsteilnehmer" und unterliegen nicht den Sicherheitsauflagen
von Spekulanten. "Das ist eine Lücke, die geschlossen werden sollte", sagt
Masters. Er will, dass die CFTC die kommerziellen Handelspositionen weiter
aufschlüsselt, in physische Händler und Wall-Street-Banken. Und er geht weiter:
Pensionsfonds sollten gar nicht erst als Indexinvestoren auftreten dürfen.
"Hunderte Milliarden Dollar an Investmentgeldern
werden die Rohstoffmärkte fluten. Wenn nicht bald etwas geschieht, werden
Lebens- und Energiepreise weiter steigen. Das hätte katastrophale
wirtschaftliche Konsequenzen", prophezeit Masters."
Financial Times Deutschland
23.5.2008"
Die Zusammenhänge sind zu
dicht, als dass Zufall im Spiel sein könnte.
Juni 2008
Industrieländer rufen
nach mehr Öl
Sie
fürchten um das weltweite Wachstum und
wollen die Rolle von Spekulanten
untersuchen lassen: Die
G8-Finanzminister haben im japanischen
Osaka eine Steigerung der Ölförderung
verlangt.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die
Internationale Energieagentur (IEA) wurden von den Ministern
beauftragt, die Rolle von Spekulationen beim Ölpreis zu
überprüfen. Ein Bericht dazu wird es bei der
IWF-Jahrestagung im Oktober geben. Es hat bei den
Verhandlungen in Osaka keine Debatte über eventuelle
wirtschaftspolitische Maßnahmen gegeben.. Erstmal müsse man
ein genaueres Bild haben, wurde dort erklärt. Die Gründe für
den rasanten Preisanstieg seien "komplex". Daher gebe es
auch "keine leichten Antworten". "Das Problem ist, alle
haben den Eindruck, das spielt eine Rolle. Niemand kann es
wirklich greifen und quantifizieren."
Spekulanten
als Sündenböcke?
Umstritten war unter den
Ministern, ob der Preisanstieg bei
Rohöl allein auf das Verhältnis von
Angebot und Nachfrage oder auch auf
Marktspekulationen zurückzuführen
ist. Während Frankreich und Italien
die Rolle von Spekulationen
betonten, meinen Andere, das
Grundproblem seien die sehr knappen
Ölvorräte. Der US-Finanzminister
warnte zudem vor der Suche nach
"Sündenböcken". Dies werde sich als
fruchtlos erweisen.
"Finanzinvestoren schaffen keine
Trends", sagte er.
Die Finanzminister beauftragten
den Internationalen Währungsfonds
(IWF) und die Internationale
Energieagentur (IEA), zusammen mit
nationalen Behörden die
gegenwärtigen Mechanismen auf den
Rohstoffmärkten und den Einfluss von
Spekulationen auf die Preisbildung
zu analysieren.
Die Industriestaaten können
insoweit nach eigener Einschätzung
kaum etwas gegen den Rekordstand
beim Ölpreis unternehmen. Aber der
weltweit größte Förderer greift
ihnen angeblich unter die Armen:
Saudi-Arabien will künftig mehr
ausstoßen
16.6.2008
MCCF Legal & Trade Collections Ltd England
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