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Unfähige
Politiker zu Migrationsfragen
Einige können sie, die
Migrationsproblematik, nicht verstehen (wohl Intelligenz
und Bildungsfrage), was ich bei jeder Ratsveranstaltung in Leverkusen
ständig erlebe, einige sind pure Mitläufer, denen es nur um die
(neudeutsch sozialistisch
geprägt:) "Kohle" geht, nach dem
offensichtlichen Motto: "je mehr Rats- und Ausschußsitzungen desto besser".
Verkappt vorgehend, Gutmenschen spielend, aber ideologisch orientiert sind die
linken Ideologen, heute verkürzt: Rot-Rot-Grün. Teils stellt man erstaunt fest,
das sie von ihrer ideologischen Basis schlicht keinen Schimmer haben, was den
politischen Hintergrund betrifft, also rein "rote Mitläufer" sind, wie wir sie
unter Hitler und Honecker schon hatten. Andere, die die Order von oben kennen,
zeigen bewußten Haß und Widerwillen zur Erkennung der Realitäten.
Die links unterwanderten Medien negieren
die Migrationsproblemfrage ebenfalls. Man spricht auch nicht an, wo das
Migrantenproblem in Bezug auf "Rassismus und Rassenvorurteile" seinen Ausgang
genommen hat. Dabei geht es um die
UNESCO Erklärung 1978 (Rassismus und Rassenvorurteile), die sich die
Linke, weil hervorragend zu Umsturzzwecken umfunktionierbar, sehr schnell zu
eigen gemacht hatte nach dem Leninschen Geleit: "Begriffe besetzen!"
"NAZI" und "Rassist" waren als Beschimpfung plötzlich für nicht links Denkende
an der Tagesordnung und bewußt eingesetztes Mittel zum ideologischen Zweck..
Nach dem Zusammenbruch der Sowjets und der
DDR hatte die gesamte Linke Orientierungsprobleme, zumal auf der durch die
Technik- und Elektonikentwicklung immer kleiner werdenden Welt nur wenige
"`Global Player" sich gegenüberstanden. Die Kirchen, bei denen man bereits dabei
ist, ihnen den Garaus zu machen, jedenfalls deren Bedeutung als "Global Player"
zu nehmen. Die "sozialistische Internationale" wie die "Kommunistische
Internationale " und der "Islam". Die UNESCO Erklärung erwies sich im
Zusammanschluß mit der "Islamisierung" als vortrefflich geeignet, die westlichen
Staaten zu unterwandern um sie zu "verändern" wie programmatisch linke
Dogmatiker auch offen zugeben. Kommunisten sind in dieser Erklärung offener,
Sozialisten erfahrungsgemäß verschlagener im Eingestehen.
Man stellt sich die Frage nach dem "Warum",
ist doch aus der Machtübernahme Khomeinis im Iran, zu der er mit Hilfe der
Kommunisten gelangte, bekannt, dass er alle Kommunisten, derer er nach
Machtübernahme habhaft werden konnte, umbrachte. Berücksichtigt man im nahen
Osten die Existenz von islamisch-sozialistischen (nicht
sozialistisch -islamischen) Parteien , wie die Baath Parteien, scheint
eine Symbiose der beiden Ideologien von außen betrachtet möglich. Gleichzeitig
ist für "Global Player" zu beachten, dass die früher in westlichen Händen
befindlichen UN Organe zunehmend
von islamischen Staaten unterwandert bzw. besetzt werden. Diese UN-Organe
richten sich nach westlichem Muster der
Allgemeinen Menschenrechte, welche wiederum von den islamischen Staaten
nicht primär anerkannt werden, so deren
Kairoer Erklärung.
Dieser Lage muß man sich als verantwortungsvoller
Politiker, der "zum Wohle des deutschen Volkes" bei uns handeln soll und
wollen sollte, bewußt sein, bevor man ungeregelte Integration fördert. Aus den
schmerzvollen Erfahrungen der Engländer und Franzosen als Ländern mit
Kolonialstaaten hätte man schließlich lernen können und sollen. Wer in der
Türkei war und sich mit Kundigen der Situation (z.B. türkischen Reiseleitern,
die Vor-Ort-Kenntnisse haben), weiß nicht nur aus Gesprächen, Vorträgen und
eigenen Erkenntnissen, dass die noch laizistische
Türkei als Entwicklungsland gilt, in dem noch Bevölkerungsdenken aus
verschiedenen Jahrhunderten bei ca.62 Ethnien mit völlig unterschiedlichen
Entwicklungsstufen vorhanden sind. Abgesehen davon, daß man nicht repräsentative
Querschnitte der Bevölkerung (Arbeiter -Akademiker) zuwandern ließ, wurde das
Ost-Anatolische Armenhaus importiert, dem nicht nur wegen des Islams westliche
Denkweise völlig fremd ist. Einige der Kinder haben sich gleichwohl hervorragend
qualifiziert und gehen als freie beruflich qualifiziert ausgebildete Menschen
zurück in die Türkei, weil das Entwicklungsland sie braucht. Dort machen sie
selbst die Entwicklungsland-Erkenntnis, weil sie dort von mittelalterlichen
Denkstrukturen auch als Rückkehrer, als "Deutschländer" nicht mehr
akzeptiert werden. das ist das Problem der Rückkehrer, unseres ist das Problem
der Migration, die vielfach unkontrolliert Menschen ins Land bringt, die den
hier geforderten Bedingungen eines modernen Staates nicht genügen können, also
gelenkt zum scheitern in Hartz IV .Die Konsequenzen ergeben sich aus den
nachfolgenden Artikel, aus denen sich Erkenntnisse als angeblich "neu" zeigen,
die bei verantwortungsvoller Zulassung von Migration schon vorab erkennen ließ.
das Ergebnis von verantwortungslosen Politiker vom Stande Ströbele, Claudia Roth
u.a. Ob diese Leute "Verbrecher" nach dem Völkerstrafgesetzbuch sind, mag die
bisher untätig gebliebene Staatsanwaltschaft prüfen. Jedenfalls stellt die
UNESCO-Erklärung in ihren
Kernsätzen fest:
"Alle Personen
und Gruppen haben das Recht, verschieden zu sein,
sich als verschieden zu betrachten und als verschieden
angesehen zu werden. Die Unterschiedlichkeit der
Lebensformen und das Recht auf Verschiedenheit dürfen jedoch
in keinem Fall als Vorwand für rassistische Vorurteile
dienen; sie dürfen weder rechtlich noch tatsächlich
irgendwelche diskriminierende Praktiken rechtfertigen und
keinen Grund für die Politik der Apartheid bieten, welche
die äußerste Form des Rassismus ist.
Die Gleichheit des
Ursprungs berührt nicht die Tatsache, dass Menschen auf
verschiedene Art leben können und dürfen, und
schließt weder das Bestehen von Unterschieden auf Grund
einer kulturellen, umweltbedingten und historisch
begründeten Verschiedenheit noch das Recht auf die
Beibehaltung der kulturellen Identität aus.
Rassismus
umfasst rassistische Ideologien, voreingenommene
Haltungen, diskriminierendes Verhalten, strukturelle
Maßnahmen und institutionalisierte Praktiken, die eine
Ungleichstellung der "Rassen" zur Folge haben,
sowie die irrige Vorstellung, dass diskriminierende Beziehungen zwischen Gruppen
moralisch und wissenschaftlich zu rechtfertigen seien
das Recht auf volle
Entfaltung beinhaltet den gleichberechtigten Zugang zu den
Mitteln der persönlichen und gemeinschaftlichen Entwicklung und
Erfüllung in einem Klima der Achtung für die Werte der
Zivilisation und Kulturen, sowohl national als auch weltweit.
Jede Beschränkung
der vollen Selbstverwirklichung der Menschen und des
ungehinderten zwischenmenschlichen Verkehrs, die auf
rassischen oder ethnischen Überlegungen beruht, widerspricht
dem Grundsatz der Gleichheit an Würde und Rechten; sie ist
unzulässig.
Die Kultur als Werk
aller Menschen und als gemeinsames Erbe der Menschheit sowie
die Bildung im weitesten Sinne bieten Männern und Frauen
immer wirksamere Mittel der Anpassung und ermöglichen es
ihnen, nicht nur zu bestätigen, dass sie gleich an Würde
und Rechten geboren sind, sondern auch zu erkennen, dass
sie das Recht aller Gruppen auf eigene kulturelle
Identität und die Entwicklung ihres spezifischen kulturellen
Lebens auf nationaler und internationaler Ebene achten
sollten, wobei vorausgesetzt wird, dass es jeder
Gruppe unbenommen bleibt, in voller Freiheit über die
Beibehaltung und gegebenenfalls Anpassung oder Bereicherung
der Werte zu entscheiden, die sie als für ihre Identität
wesentlich betrachtet.
Die Massenmedien
und diejenigen, die sie leiten oder für sie arbeiten, sowie
alle organisierten Gruppierungen innerhalb der nationalen
Gemeinschaften werden - unter gebührender Berücksichtigung
der in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
niedergelegten Grundsätze - aufgefordert, Verständnis,
Toleranz und Freundschaft zwischen Personen und Gruppen zu
fördern und zur Ausmerzung von Rassismus, rassistischer
Diskriminierung und rassistischen Vorurteilen insbesondere
dadurch beizutragen, dass sie kein stereotypes,
parteiisches, einseitiges oder tendenzielles Bild von
Personen oder verschiedenen Gruppen von Menschen zeichnen.
Die Kommunikation zwischen "Rassen-" und Volksgruppen muss
ein wechselseitiger Vorgang sein, der es ihnen
ermöglicht, sich völlig ungehindert auszudrücken und Gehör
zu verschaffen. Die Massenmedien sollten daher für
Vorstellungen von Personen und Gruppen empfänglich sein, die
diese Kommunikation erleichtern.
Der Staat trägt
die Hauptverantwortung dafür, dass die Menschenrechte und
Grundfreiheiten allen Personen und Gruppen auf der Grundlage
völlig gleicher Würde und Rechte zuteil werden.
Wo die Umstände dies rechtfertigen, sollten
Sonderprogramme zur Förderung benachteiligter Gruppen
und, falls diese eigene
Staatsangehörige sind, zur Gewährleistung
ihrer wirksamen Beteiligung an den Entscheidungsprozessen
der Gemeinschaft durchgeführt werden.
Personen, die
national und international ein Recht auf eine
wirtschaftliche, soziale, kulturelle und rechtliche Ordnung
haben, die es ihnen erlaubt, alle ihre Fähigkeiten auf der
Grundlage völliger Gleichberechtigung und Chancengleichheit
auszuüben, haben gegenüber ihren Mitmenschen, der
Gesellschaft, in der sie leben, und der internationalen
Gemeinschaft entsprechende Pflichten.
-
Fachleute der
Natur- und Sozialwissenschaften und Kulturforscher sowie
wissenschaftliche Organisationen und Vereinigungen werden
aufgerufen, auf dem Gebiet der rassistischen Vorurteile,
Haltungen und Praktiken objektive Forschungsarbeiten auf
einer breiten interdisziplinären Grundlage zu unternehmen;
alle Staaten sollten sie dazu ermutigen.
-
Insbesondere haben
diese Fachleute die Pflicht, mit allen ihnen zur Verfügung
stehenden Mitteln zu gewährleisten, dass ihre
Forschungsergebnisse nicht falsch ausgelegt und in der
Öffentlichkeit richtig verstanden werden.
-
Der Grundsatz, dass
alle Menschen und Völker ungeachtet ihrer "Rasse",
ihrer Hautfarbe und ihres Ursprungs gleich an Würde und
Rechten sind, ist ein allgemein angenommener und
anerkannter Grundsatz des Völkerrechts. Folglich stellt
jede Form der von einem Staat ausgeübten rassistischen
Diskriminierung eine Verletzung des Völkerrechts dar,
für die er international zur Verantwortung gezogen werden
kann.
Bevölkerungsgruppen
ausländischer Herkunft, insbesondere Wanderarbeiter und ihre
Familien, die zur Entwicklung des Gastlands beitragen,
sollten in den Genuss geeigneter Maßnahmen gelangen, die
ihnen Sicherheit und Achtung ihrer Würde und ihrer
kulturellen Werte gewähren und die Anpassung an die Umgebung
im Gastland und ihren beruflichen Aufstieg erleichtern mit
dem Ziel ihrer späteren Wiedereingliederung in ihr
Heimatland und ihres Beitrags zu dessen Entwicklung; es
sollten Schritte unternommen werden, damit ihre Kinder in
ihrer Muttersprache unterrichtet werden können. "
Was aber ist, wenn viele von Ihnen
das nicht wollen?
Mehr
Migrantenkinder ohne Schulabschluss
Dramatische
Zahlen im Integrationsbericht - Erfolgreiche Absolventen sehen bessere
Berufschancen im Ausland
von Claudia
Ehrenstein
Berlin
- Die Bemühungen um eine bessere Bildung von Migranten in Deutschland kommen
kaum voran. Noch immer erreichen sie deutlich schlechtere Schulabschlüsse als
ihre Altersgenossen ohne Migrationshintergrund. Das zeigt der
Integrationsbericht der Bundesregierung, welcher der WELT in Auszügen vorliegt
und morgen in Berlin vorgestellt wird. Danach verlassen 13,3 Prozent der
Migrantenkinder die Schule ohne Abschluss - ein Drittel mehr als noch in den
Vorjahren.
Der Bericht beschreibt einen
problematischen Trend: Einer kleinen Elite von hoch qualifizierten Migranten
steht eine wachsende Zahl von jugendlichen Zuwanderern gegenüber, die fast keine
Aussicht auf einen Ausbildungsplatz und damit auch kaum Chancen auf dem
Arbeitsmarkt haben. Eine Entwicklung, die auch bei deutschen Jugendlichen zu
beobachten ist. Die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss stieg von 5,4 Prozent
im Jahr 2005 auf inzwischen 7,0 Prozent.
Zwar holen die Migranten
langsam auf, heißt es in dem Bericht, der sich auf Zahlen aus dem Jahr 2008
stützt. Der Anteil der Realschulabschlüsse stieg leicht an ebenso wie die Quote
der Abiturienten. Doch dürfe diese positive Entwicklung nicht über den
"erheblichen und inakzeptablen Bildungsabstand gegenüber Jugendlichen ohne
Migrationshintergrund hinwegtäuschen". Die Mehrheit der Migranten (43 Prozent)
beendet ihre Schulzeit mit dem Hauptschulabschluss. Bei den deutschen
Altersgenossen sind es 31 Prozent. Es werde noch mindestens zehn bis zwölf Jahre
dauern, bis Migrantenkinder diesen Bildungsabstand aufgeholt haben,
prognostiziert der Bericht.
Die Integrationsbeauftragte der
Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), appelliert denn auch in dem Bericht an die
Länder, ihre Anstrengungen im Bereich der Bildung von Migrantenkindern zu
verstärken und die Abschlussquoten an den bundesweiten Gesamtdurchschnitt
anzugleichen.
Das Problem wird immer
drängender: Der Anteil der Migrantenkinder steigt Jahr für Jahr. Allein in
Frankfurt am Main haben heute schon zwei von drei Kindern unter fünf Jahren
einen Migrationshintergrund. Doch nur 8,9 Prozent der 15- bis 19-jährigen
Migranten erreichen bislang die Fachhochschulreife oder das Abitur, stellt der
Bericht fest. Experten beobachten: Nach einem erfolgreichen Studium ziehen dann
viele dieser wenigen gut ausgebildeten Migrantenkinder auch noch fort, unter
anderem weil sie sich in Deutschland immer noch diskriminiert fühlen. Es sind
nicht nur deutsche Hochschulabsolventen, die im Ausland bessere Perspektiven für
ihre Karriere sehen, sondern zunehmend auch Deutsche mit Migrationshintergrund:
Sie sprechen mehrere Sprachen und verkörpern zugleich deutsche Eigenschaften wie
Pünktlichkeit und Fleiß, die in anderen Ländern sehr geschätzt sind. "In Polen,
Russland und der Türkei sind diese Arbeitskräfte gefragt", sagt Gabriele
Mertens, die beim evangelischen Raphaels-Werk in Hamburg Akademiker bei der
Auswanderung berät.
Der Verlust dieser
Hochqualifizierten bedroht die deutsche Wirtschaft. "Schon 2015 können drei
Millionen Arbeitskräfte fehlen", warnt Professor Klaus Bade, Vorsitzender des
Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration in
Berlin. Zugleich machten hoch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland um
Deutschland "einen großen Bogen".
Es seien auch die "steilen
Hierarchien" und "Kommandostrukturen" in deutschen Unternehmen, die viele
Arbeitskräfte vor der Zuwanderung nach Deutschland abschreckten, erklärt Bade.
Hochschulabschlüsse aus Drittländern würden zudem in der Regel bisher nicht
anerkannt, sodass "Festkörperphysiker oder Komponisten gezwungen sind, sich eine
Ersatzkarriere als Taxifahrer aufzubauen". Gleichzeitig veranlassten
Überregulierung und ein "würgendes Steuersystem" gerade auch die gut
ausgebildeten Migranten, Deutschland zu verlassen. Bade fordert deshalb die
Regierung unter anderem auf, die
Steuer- und
Sozialgesetzgebung zu vereinfachen. Es müsste zudem ein Klima geschaffen werden,
das Zuwanderern das Gefühl gibt, willkommen zu sein. Deutschland müsse insgesamt
attraktiver werden, um kluge Köpfe anzulocken und zu halten. Ein eigenständiges
Integrationsministerium könnte dazu beitragen, diese Herausforderung zu
bewältigen.
Hiergeblieben!
von Thomas Vitzthum
Die Nachfahren der Migranten in
Deutschland gehören, vom Standpunkt ihrer Bildung aus betrachtet, zu den Besten.
Und sie gehören gleichzeitig zu den Schlechtesten. Die Zahl der gut
Ausgebildeten nimmt zu, auf niedrigem Niveau, aber immerhin. Das dokumentiert
der neue Integrationsbericht der Bundesregierung, der morgen offiziell
vorgestellt wird. Gleichzeitig wächst noch immer die Zahl der Migrantenkinder,
die keinen Schulabschluss schaffen. Das hat auch strukturelle Gründe.
Viele der jungen Menschen
werden an Förderschulen unterrichtet, an denen sie überhaupt keinen Abschluss
machen können. Das muss sich ändern, der Hauptschulabschluss muss als
qualifizierender Basisabschluss allen offenstehen. Er ist vielleicht nicht mehr
viel wert. Doch es ist nicht nur ein Abschluss, sondern auch ein Anfang. Von ihm
führen immer mehr Wege weiter nach oben, dafür hat die Bildungspolitik
erfreulicherweise gesorgt.
Schließlich darf sich die
Integrationspolitik nicht bei den Schwachen aufhalten. Migrantenkinder, die
studiert haben, sind, was die Erfahrung unterschiedlicher Kulturen, die Kenntnis
mehrerer Sprachen und das Verständnis für die Härten des Besondersseins angeht,
anderen Absolventen überlegen. Dass sie in Scharen das Land verlassen, das sie
ausgebildet hat, ist volkswirtschaftlich und gesellschaftspolitisch ein Drama.
Im Sport, das lernen wir dieser Tage, haben die Entscheider längst begriffen,
dass man bei ausländischen Namen in der Bewerbung eher aufhorchen als weghören
sollte. Das müssen sich Unternehmen, Medien und Behörden zum Vorbild nehmen.
Industrie will Punktesystem
für die Zuwanderung
Ob jemand in Deutschland leben
darf, soll von Berufserfahrung, Qualifikation und Sprachen abhängen, fordert die
Industrie- und Handelskammer.
Der Deutsche Industrie- und
Handelskammertag (DIHK) hat die Bundesregierung angesichts des erwarteten
Rückgangs der Bevölkerung zu einer einfacheren Zuwanderungspraxis aufgefordert.
„Deutschland muss sich künftig viel stärker als attraktives Einwanderungsland
positionieren“, sagte DIHK-Geschäftsführer Achim Dercks der „Rheinischen Post“.
Dazu gehöre, dass die Politik
gezielter vorgehe und zugleich für bessere Integrationschancen sorge, betonte
Dercks. Er schlug die Einführung eines Punktesystems vor. „Im Rahmen eines
solchen Systems nach australischem oder kanadischem Vorbild werden Punkte
errechnet, deren Anzahl sich insbesondere nach Qualifikation, Berufserfahrung
und Sprachkenntnissen des einzelnen Bewerbers richten“, sagte Dercks. So könne
die Politik je nach Bedarf unterschiedliche jährliche Zuwanderungszahlen für
Fachkräfte festlegen. „Das alles könnte schnell, unbürokratisch und
wirtschaftsnah gehen.“
Migranteneltern

Foto: WELT INFOGRAFIK Migranten,
deren Kinder zur Schule geben, haben größeres Vertrauen in deutsche
Institutionen als die Deutschen selbst. Wenn ihre Kinder ...

Foto:
WELT INFOGRAFIK ... in der Schule nicht erfolgreich sind, suchen sie die Schuld
zuerst bei sich selbst und nicht beid en Lehrern.
Bisher sind Zuwanderer und Migranten
nach Angaben des neuen Ausländerberichts auf dem deutschen Arbeitsmarkt nach wie
vor benachteiligt. Im Jahr 2008 war demnach die Arbeitslosenquote von Menschen
mit ausländischen Wurzeln doppelt so hoch wie von Menschen ohne
Migrationshintergrund. Als wesentliche Gründe werden schlechtere Qualifikationen
und fehlende Abschlüsse genannt. Auch werden ihre Abschlüsse in Deutschland oft
nicht anerkannt.
Die Bundesregierung strebt hier
eine Erleichterung an. Von den rund 82 Millionen Einwohnern haben 15,6 Millionen
Menschen ausländische Wurzeln. Sie machen rund 19 Prozent der Gesamtbevölkerung
aus. 8,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund haben einen deutschen
Pass.
dpa/ks
Die Ausführungen der
UNESCO Erklärung 1978 bestimmen,
dass Integration ein zweigleisiges Projekt darstellt, es gibt eine Nation, in
die immigriert wird, so daß es auf den Interessenausgleich der in der Nation
vorhandenen Kultur ebenso ankommt, wie auf ein offenes Empfangen von Migranten,
die sich von ihrer alten Nation (nicht notwendiger weise Kultur) trennen und in
der neuen Nation durch Anpassung eine Verbesserung ihres Lebens wollen. In
Europa, insbesondere in Deutschland, welches durch seine Folgen im rahmen der
Kriegsschuld auch bei den neuen Generationen pawlowsche Komplexe anerzogen
bekam, wurde die Urbevölkerrung der Nationen bzgl. des Wunsches nach
Einwanderung gar nicht gefragt. In die nationalen Kulturen wurde durch die
islamische Immigration eine andere, nicht anpassungsbereite vielmehr
ersetzungsbegierige Kultur fast zwangsweise gegen den Willen der Bevölkerung
durch Volksbewegungen geschaffen, die einer aufklärerischen Wandlung des Islam
(was begrifflich eigentlich schon nicht möglich ist, da der
himmlische Koran und die Scharia dies verbieten) kriegerisch ablehnend
gegenüber steht.
Entgegenkommen durch Aufnahme in die
neu vom Immigranten gewählte Nation können derartige, nach der UNESCO
Resolution 1978 zu bezeichnenden rassistischen Kulturkreise aber nicht erwarten
und auch nicht gewährt bekommen, sagt doch die Resolution in
Art 9:
"Bevölkerungsgruppen
ausländischer Herkunft, insbesondere Wanderarbeiter und ihre
Familien, die zur Entwicklung des Gastlands beitragen,
sollten in den Genuss geeigneter Maßnahmen gelangen, die
ihnen Sicherheit und Achtung ihrer Würde und ihrer
kulturellen Werte gewähren und die Anpassung an die Umgebung
im Gastland und ihren beruflichen Aufstieg erleichtern mit
dem Ziel ihrer späteren Wiedereingliederung in ihr
Heimatland und ihres Beitrags zu dessen Entwicklung; es
sollten Schritte unternommen werden, damit ihre Kinder in
ihrer Muttersprache unterrichtet werden können. "
Der Zuwanderer hat also eine ausdrücklich benannte
Bringschuld, "die zur Entwicklung des Gastlandes beiträgt", wobei
natürlich nach dem Kontext der Resolution ein positiver Beitrag und eine
positive Entwicklung gemeint sind. Die schleichende Islamisierung stellt
erfahrungsgemäß ("Kampf der Kulturen", Samuel
Huntington) aber eine schleichende demographische und kulturelle
Verdrängungsgefahr dar und muß der Urbevölkerung unseres Kulturkreises nicht
zugemutet werden. Entsprechende Kritik hat mit Rechtsradikalismus oder Rassismus
nichts zu tun. Wer als Immigrant die besuchte Nation nicht als solche "erleben"
will, bleibt besser, wo er war oder ist..
Die
erlebte Nation
von Gerd Held
(Die Welt 7.7.10)
Jetzt
sollen wir also ein "buntes Land" sein. Gerade noch
waren wir "Bildungsrepublik" - die Versuche,
Deutschland neu zu erfinden, haben offenbar immer
kürzere Halbwertszeiten. Nun wird Integration als
neues Großthema aufgebaut. Die rot-rote Regierung
von Berlin will mit einem "Integrationsgesetz" den
verlorenen Schwung wiederfinden. Die CDU in
Nordrhein-Westfalen erfand eigens ein
"Integrationsministerium". Auch der neu gewählte
Bundespräsident hat dieses Feld gewählt, um seinem
Amtsantritt einen Akzent zu geben. Und, welch
glückliche Fügung, ausgerechnet in diesem Moment
spielt eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit
Spielern aus sehr unterschiedlichen
Herkunftsfamilien eine exzellente Weltmeisterschaft.
Das Thema wird einige Zeit anhalten. Unsere
Bekenntniskultur wird auf Hochtouren laufen und alle
Worte auf die Goldwaage legen. Integrationspreise
werden verliehen werden - für Erfolge, die bei
näherem Hinsehen nur gute Vorsätze für die Zukunft
sind. Die Fördertöpfe rufen, und die Projektreiter
der Republik werden sich wieder versammeln. Dabei
bleibt, auch das ist nicht neu, der eigentliche Kern
des Anliegens merkwürdig unscharf. So wird immer
wieder das Bild der "Brücke" bemüht: Zwei Ufer, zwei
Kulturen, zwei Menschengruppen müssen irgendwie
"zusammengeführt" werden. Das allerdings ist keine
Integration, sondern nur eine Summenbildung. Denn es
gibt kein "Wohin" der Integration. Die aufnehmende
Gesellschaft erscheint als unbeschriebenes Blatt.
Als Niemandsland ohne Eigenschaften. Erst durch die
Einwanderung soll eine ganz neuartige bunte
Identität entstehen.
Aber "Bunt"
ist als Flaggenfarbe so viel wert wie ein weißes
Laken. Im neuen Integrationsgeraune fehlt jedes
klare Kriterium. Im Grunde sagt es nicht mehr, als
dass "sozialer Zusammenhalt" irgendwie wichtig ist.
Wer wollte da widersprechen? Zusammenhalt ist ja
auch für unsere Erdkugel ziemlich wichtig. Aber über
Integration gibt es längst viel präzisere Aussagen,
vor allem in den Ländern mit großer
Einwanderungstradition. Hier sind die Aussagen
anspruchsvoller geworden, auch politischer. Man
versucht, das Maß zu finden, das ein bestehendes
Staatswesen seinen Neubürgern abverlangen kann. Es
geht um das Interesse, das die Einwanderer dem
Gemeinwesen, in das sie eintreten, entgegenbringen:
seinen Herausforderungen, seiner Geschichte, seinen
Kulturwerken. So hat sich die Aufmerksamkeit der
Integrationsdebatte auf die Identität des
aufnehmenden Landes verlagert: Wie kann diese
Identität vernünftig verstanden werden und doch
Gefühle wecken? Weder Niederländer noch Engländer
oder Amerikaner müssen ihr Land neu erfinden. Sie
können integrieren, weil sie ihr Land lieben.
Patriotismus ist der beste Faktor der Integration.
In Deutschland begegnet man diesem neuen Verständnis
noch mit Misstrauen. Jeder Versuch, unser
Gemeinwesen anspruchsvoll zu bestimmen, gilt schnell
als rechtsradikal. So wird das Verhältnis von
Patriotismus und Integration auf den Kopf gestellt:
Erst die Einwanderung soll unser Land wertvoll
machen. Das ist nicht Integration, sondern
Integrationsangst. Verglichen mit dem Stand der
Integrationsdiskussion hat das deutsche "Brücken
bauen" - insbesondere das späte Bemühen der CDU um
einen bunten Neuanstrich - etwas Antiquiertes.
Wir müssen
Deutschland nicht neu erfinden. Es ist schon da und
ganz von alleine recht farbig. Man muss nur der
Denkfalle entgehen, ein "deutsches Wesen" zu suchen,
das weltweit einmalig ist und besser als andere
Nationen. In ihren fundamentalen Anlagen sind sich
die modernen Nationen - wie die Menschen - recht
ähnlich. Ihre Individualitäten liegen im Erleben und
Handeln in begrenzter Verantwortung. Eine jede
Nation setzt sich aus vielen Geschichten zusammen,
guten und bösen, schönen und erbärmlichen. Keine
davon kann eine höchste, letzte Geltung
beanspruchen, aber zusammen gehören sie nur dieser
Nation. So hat sie ihre Gesichter, ihre Werke, ihre
Orte, ihre Momente. "Deutschland" ist ein Geschehen,
man kann es nicht erklären, sondern nur erzählen.
Und täglich neu fortschreiben. Gerade in dieser
Vordergründigkeit liegt seine Bindungskraft.
Einwanderer können daran teilhaben, aber sie können
Deutschland nicht neu erfinden.
Unsere
Fußballmannschaft, die 2010 ihr Halbfinale spielte,
hatte viele Gesichter. Aber sie war keine
langweilige Weltauswahl, sondern sie gehört zu
unserer Nation.
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