Pro Mittelstand NRW

Der Mittelstand pro NRW ist einer von mehreren Arbeitskreisen der Bürgerbewegung pro NRW, der seine politischen Inhalte und Ziele auf dieser Internetseite vorstellt und diese im Gesamtverband in den innerparteilichen Diskussionsprozess einbringt


Populismus scheuen die Sozialisten bei Anderen wie der Teufel das Weihwasser, denn es war und ist ihre eigene Erfolgstaktik!

 

 

Walter Ernst Paul Ulbricht (* 30. Juni 1893 in Leipzig; † 1. August 1973 in Groß Dölln) gelernter Tischler und ehemaliger Zuhälter; war ein deutscher Politiker der KPD sowie später der SED und Staatsratsvorsitzender der DDR.

Ulbricht:"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ Dann stand sie da. Heute arbeiten die gleichen Verbrecher als mehrfach umbenannte  Mauermördernachfolger, ohne Steine und Zement an der modernen virtuellen Mauer, die sich diesmal um jeden Einzelnen zu formieren beginnt. Ihr Name: "Political Correctness", mit deren Hilfe sich Sprech- und Themenverbote entgegen der grundgesetzlichen Meinungs- und Redefreiheit in die Köpfe implementieren lassen. Alles, was sich links gibt, macht diesen selbstschädigenden Mauerbau bereitwillig und unkritisch notfalls auch mit Gewalt mit. Unter den Verbrechern der Roten Armee Fraktion (RAF) wurde mit geteilter Stasi-Strategie die Freiheit der Gewalt gegen Sachen als Einstiegsmodell widerspruchslos durch westdeutsche Politik und Justiz geduldet. Für die weitere Realisierung des Umsturzes der deutschen klassischen Demokratie folgt jetzt zunehmend der Einsatz von Gewalt gegen Sachen (u.a. Autobrände), anders Denkende, jedenfalls nicht Linke und gegen die Polizei der unteren Behörden. Reaktionen der Genaralbundesanwältin, nein? Gleichzeitig wird die Jugend gezielt vereinnahmt und umgepolt auf sozialistisches/kommunistisches Gedankengut, angefangen in den Kitas, dann den Schulen und dann in indoktrinierende Lagercamps für alle Heranwachsenden. Hierdurch werden die christlich -westlichen Wertmaßstäbe bewußt und gezielt ausgehebelt und die bewährten klassisch-demokratischen Koordinaten in Richtung auf kommunistische Volksdemokratie verstellt.

Es war entgegen der Nürnberger Prozesse und deren Grundsätzen ein Fehler, diesmal eine unblutige Einschichtung der DDR--Obrigkeit einschließlich alter Stasi-Verbände in die Bundesrepublik zu versuchen, da die eingliederungsunwillige kommunistische ebenso wie die islamische Doktrin dies als Schwäche auslegen und den Umsturz weiter vorbereiten. Dazu gehört jedwede Polarisierung innerhalb der Bevölkerung, um sie uneinig zu machen. Außerdem die Nutzung von Vorfällen wie dem in Norwegen im Juli 2011, um von den eigentlichen Ursachen abzulenken und Nebelkerzen zu werfen, indem man auf anders Denkende als Mittäter bzw. Mit-Verursacher mit dem Finger weist. Da man die schon erfolgreich  links-unterwanderte Presse zur entsprechenden Beeinflussung der Massen-Bevölkerung mißbrauchen kann, trifft man auf breite politisch ungebildete Masse, die die veröffentlichten Lügen als Wahrheit nehmen. Schließlich sagt das ja "die Zeitung".

Die erkennbar europaweite, für die ungefragte Urbevölkerung land- und kulturnehmende Entwicklung, sowohl bewirkt durch Kommunisten wie Sozialisten, braucht die lernfähige unwillige Urbevölkerung im Rahmen der UNESCO-Erklärung 1978 (Rassen und Rassenvorurteile) nicht widerspruchslos hinzunehmen, heißt es doch dort:

Artikel 5

  1. Die Kultur als Werk aller Menschen und als gemeinsames Erbe der Menschheit sowie die Bildung im weitesten Sinne bieten Männern und Frauen immer wirksamere Mittel der Anpassung und ermöglichen es ihnen, nicht nur zu bestätigen, dass sie gleich an Würde und Rechten geboren sind, sondern auch zu erkennen, dass sie das Recht aller Gruppen auf eigene kulturelle Identität und die Entwicklung ihres spezifischen kulturellen Lebens auf nationaler und internationaler Ebene achten sollten, wobei vorausgesetzt wird, dass es jeder Gruppe unbenommen bleibt, in voller Freiheit über die Beibehaltung und gegebenenfalls Anpassung oder Bereicherung der Werte zu entscheiden, die sie als für ihre Identität wesentlich betrachtet.

  2. Die Massenmedien und diejenigen, die sie leiten oder für sie arbeiten, sowie alle organisierten Gruppierungen innerhalb der nationalen Gemeinschaften werden - unter gebührender Berücksichtigung der in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte niedergelegten Grundsätze - aufgefordert, Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen Personen und Gruppen zu fördern und zur Ausmerzung von Rassismus, rassistischer Diskriminierung und rassistischen Vorurteilen insbesondere dadurch beizutragen, dass sie kein stereotypes, parteiisches, einseitiges oder tendenzielles Bild von Personen oder verschiedenen Gruppen von Menschen zeichnen. Die Kommunikation zwischen "Rassen-" und Volksgruppen muss ein wechselseitiger Vorgang sein, der es ihnen ermöglicht, sich völlig ungehindert auszudrücken und Gehör zu verschaffen. Die Massenmedien sollten daher für Vorstellungen von Personen und Gruppen empfänglich sein, die diese Kommunikation erleichtern.

Das genau das gezielt und gesteuert nicht in Europa geschieht, vielmehr die europäische Bevölkerung von kulturfremden und eingliederungsunwilligen Migranten (anders als die reibungslos erfolgte Eingliederung christlicher Abendländer wie Spanier, Portugiesen, Italiener usw.) überlaufen wird, die auch die Landnahme demographisch für die nächsten 20 Jahre selbst durch ihre Führungen ankündigen. Jede Kritik und Beschwerde dagegen wird bewußt von unseren führenden Politikern (von denen viele eine kommunistische Historie haben) überhört und im Rahmen der Political Correctness, leitend geführt durch eigennützige Sozialisten, Grüne und Kommunisten, mit dem Bestreben, Polarisierung durch Beschimpfung und Volksverhetzung, um anders Denkende in der Volksmasse zu entwürdigen, eigennützig zu betreiben. Stalin, Honecker und auch Hitler wären in dieser Strategierichtung sicherlich stolz auf diese polit-verbrecherischen Betreiber.

Es bedarf keiner Diskussion, das der "Knabe"( jedenfalls nach seiniger geistigen Verfassung so erscheinend) aus Norwegen  im Juli 2011 unfaßbar grauenhafte und psychopathische Schritte vollzogen hat, die durch nichts zu rechtfertigen sind, um auf die europaweite verhängnisvolle Entwicklung aufmerksam zu machen. Gleichwohl stellt er, wie einige andere, genau die bei solchen Entwicklungen zu erwartenden Schwachstellen dar, ähnlich der Killer in den Schulen wie Wenningen u.a., die die land- und personenvereinnahmende Entwicklung klar erkennen und in Ausweglosigkeitsvorstellungen verfallen mit dem grauenhaften Entschluß, die Öffentlichkeit auf die Vorgänge durch einen riesigen "Knall" aufmerksam zu machen. Unruhebetreiber wie die  von Links wissen das aus eigener Entwicklung und Menschenkenntnis, zumal die Stasi wieder reichlicher Ratgeber ist, wie der aufmerksame Beobachter beweisfest schnell erkennen kann. Diesbezüglich verfügt man als Nutzung schmorenden Einsatzmittels schon Erfahrung seit 1848 und schreitet angesichts Norwegenvorfall zur eigennützigen Auswertung gegen anders Denkende.

Der Masse der Bevölkerung wird die Sicht der Entwicklung zu Gunsten der kommunistisch/sozialistischen Sache durch eingleisige Berichterstattung von unterwanderten Medien vorenthalten. Über die anders Denkenden wird der Bann der Nichtberichtung gelegt, wovon insbesondere die PRO-Bewegung reichlich berichten kann. Gleichzeitig ist im Rahmen der Strategie, solche Machtposition zu erreichen, die die geeignete Beeinflussungsgrundlage europaweit bis weltweit gewährleistet. Die Linke ist durch Delegation an sie, was deren Realisierung betrifft, über die UNESCO Erklärung 1978 in diese Macht-Position gelangt. Die UNESCO hat die weltweite Realisierung der von den Staaten innergesetzlich übernommene Erklärung 1978 nach unten delegiert (UNESCO-Unterwanderung). Für Europa erhielten linke Organisationen damit die Befähigung, zu bestimmen, wer "Rassist" und "Nazi" und wer das nicht ist (siehe Lenin: Begriffsbesetzung). Man selbst ist als "Wachmann" natürlich schon zum Anti-Rassisten auserkoren. Im Rahmen der angesprochenen nachweislichen Jugendbeeinflussung durch Institutionen wie Kita, Schulen und LagerCamps wurde der Linken damit das geeignete moderne Mittel gegeben, zum politischen Eigennutz die Political Correctness in Europa (!) mit Leben zu erfüllen. Davon macht sie reichlich Gebrauch, auch jetzt gerade in Norwegen, wo der Täter sich bewußt auf ein solches sozialistisches Ausbildungscamp konzentrierte. Eines der getöteten Kinder war erst 7. Was machen als Vorfrage Kinder in diesem Alter bei Lagern mit Palästina- und anderen linken Diskussionen?

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4099122,00.html

Norway youths discussed Palestine prior to attack

Forty-eight hours before Friday massacre, teens participating in ruling party youth camp met with Norwegian foreign minister. Some called for boycott of Israel

The teenagers who took part in Norway's ruling party youth camp in the island of Utoya met with Foreign Minister Jonas Gahr Stoere and demanded he recognize Palestine on Wednesday, two days before the deadly terror attack which left many of them dead. Gahr Stoere told the youths that the Palestinians deserve a country of their own and that the occupation must end, Norwegian website Politisk reported. Several of the youths waved signs reading: "Boycott Israel."

 Earlier this week, Palestinian President Mahmoud Abbas visited Norway and was told that Oslo will recognize Palestine, but not just yet.


Ruling party youth camp prior to attack

 The Norwegian FM told the youths Oslo is waiting for the official Palestinian proposal to be submitted to the UN in September.

 Eskil Pedersen, leader of the Workers' Youth League said that the movement endorses a financial embargo on Israel.

 He said that they will pursue a more active policy in the Middle East and expressed support for the resumption of peace talks. Gahr Stoere agreed, but said a boycott was not the way, explaining it will turn the dialogue into a monologue

Vom Hintergrund her fragt man sich auch nach dem Campbetreiber bzw. Veranstalter der Campdarbietung. Hierzu:

The ‘summer youth camp’ expression used in so many newspaper articles is vague and inaccurate: This was a gathering of the Arbeidaranes Ungdomsfylking, AUF (Workers’ Youth League) which represents the merger, in 1927, of the Left Communist Youth League and the Socialist Youth League of Norway. AUF is a full member of the International Union of Socialist Youth and a joint member of Young European Socialists. This particular camp was holding Socialist political workshops, among which was one on “Combatting Islamophobia and Xenophobia” and it had just held a pro-palestinian gathering. The ‘youth’, to judge from survivors’ stated ages, were in their early 20s and 30s.

Die Insel Utoeya, auf der der Tatort lag, ist Eigentum der norwegischen kommunistisch/sozialistischen Arbeiterpartei. Um nachzuvollziehen, warum ausgerechnet das Ausbildungscamp als Terrorziel gewählt wurde, muss man die besuchte Insel auch als politische Landschaft sehen. Die Insel ist seit 1950 in Besitz der AUF, der Jugendorganisation der Arbeiterpartei und seit einem halben Jahrhundert ein Treffpunkt, eine Gedankenschmiede und ein Sammelplatz für die Jugend der Partei, die gerne scherzhaft behauptet, die Insel sei der beste Ort, um sozialdemokratische Jugend auszutesten. Zumindest stimmt das insoweit, dass viele politische Allianzen und Freundschaften dort ihren Ausgangspunkt haben. Praktisch gesehen haben alle in der Leitung und Organisation der norwegischen Arbeiterpartei ihre Schulung und Karriere auf der Insel begonnen. Und nicht zuletzt war dieses Idyll ein Ort, an dem die politische Elite sich mit ihren oft oppositionellen Kronprinzen ein Gefecht liefert. Allein in der Tatwoche waren die ehemaligen Ministerpräsidenten Brundlandt und der Außenminister zu Besuch, ebenfalls der jetzige Ministerpräsident Stoltenberg.

Der Täter hatte seiner Wahl wohl sorgfältiger getroffen, als man vermutete. Er griff dort an, wo es am tiefsten trifft und am meisten blutet. Ministerpräsident Stoltenberg stellte dazu fest, „Utoeya, das Paradies meiner Jugend, ist in einer Höhle verwandelt worden"

Wohlgemerkt, die Taten Breiviks sind durch nichts zu rechtfertigen!

Darum geht es aber in der Beurteilung der jetzigen Medienattacke auf angebliche Mittäter und Anstifter (man nennt Sarrazin, Broder, Kelec in einem Zug) gar nicht. Vielmehr tritt auch hier die stasigeführte Strategie linker Umstürzler ebenso wie die menschlische Abartigkeit atheistischer kommunistisch-sozialistischer Handlungsweise auf der Basis der Political Correctness zu Tage. Solche Naturen realisieren und wahren stellvertretend für die zunehmend von links  und Islamseite besetzten hehren, westlich geprägten Menschenrechts-Grundsätze der UNESCO Erklärung?

Verhöhnung der norwegischen Opfer mittels völlig überzogener Politreaktion aus Eigennutz

Es war insoweit abzusehen, daß sich die politische und gesellschaftliche Linke die Gelegenheit nicht entgehen lassen würde, die Attentate von Norwegen für einen Rundumschlag gegen all Diejenigen zu mißbrauchen, die der ungebremsten Einwanderung, der schleichenden Islamisierung und der Utopie von "Multikulti" kritisch gegenüberstehen. Eine menschlische Abartigkeit im politischen Handeln, wie sie schon Stalin, Hitler, Honecker, Mugabe, Chavez und vielen anderen Akteuren dieser Ideologierichtung kennzeichnend zu eigen war und ist. Abartig, weil sie aus Gründen der politischen Niedertracht und politischem Eigennutz eingesetzt wird. Niedertracht wegen des bewußt eingesetzten Reflexes auf getötete "Kinder" um den politischen Gegner als unmenschlisch zu deklarieren. Aus Eigennutz um sich meinungspolitisch populistisch Land nehmend in die Übernahmemacht zu versetzen und aus dem Thema im Rahmen des "Kampfes gegen Rechts weitere Finanzierungsgelder in Höhe von Millionenbeträgen u.a. durch das Bundesfamilienministerium locker zu machen.Tote Kinder werden so zum Eigenzweck instrumentalisiert.Die ideologischen Versuche der totalen Machtübernahme dauern bekanntlich und täglich erkennbar an. Letztlich wirdin linken Pressebereichen gar behauptet, man habe die Niederschrift von Beweik bei pro NRW bzw. pro Köln erhalten.Abgesehen davon, dass der Täter diesen Institutionen unbekannt war, wer lädt sich eine angeblich 8 GB große Datei von einem Fremden herunter?Ideologen machen aber vor keiner Intrige halt.Wer hätte als Kenner auch anderes erwartet. Die können als Ideologen nicht anders, weil ihr Programm ihnen das vorschreibt! Ähnlich wie Koran und Scharia den Islamisten.

Was aber gilt beim Täter? Hier gibt ein Forschungsergebnis klare Anhaltspunkte dafür, dass solche Eruptionen wie in Norwegen ihren Auslöser benötigen. Europaweit werden es jedenfalls für die nahe Zukunft Islamisierung und kommunistische Schützenhilfe sein. Vorfälle wie in Norwegen oder den Schulen nebst Killerüberfällen werden sich häufen, europaweit. Ausgeglichenheit des Volkes läßt sich nur in dem Gefühl der Sicherheit erzielen. Genau das wird aber durch die linke Bewegung bewußt konterkariert:

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Aggression ist kein Urtrieb des Menschen welt 27.7.11

Freud lag falsch: Die Annahme, dass Gewalt zur menschlichen Natur gehört, ist ein Mythos. Nun beweisen Studien die wahren Ursachen für Aggression.

Aggression beruht auf den natürlichen Trieben des Menschen. So sah es Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, und lange war diese These wenig umstritten. Dass dem nicht so ist, zeigt der Freiburger Psychiater Joachim Bauer in seinem Buch „Schmerzgrenze“.

Darin hat er Daten aus allen Feldern der Wissenschaft gesammelt, um damit ein modernes Verständnis von Aggressivität und Gewalt zu schaffen. Neurobiologische Forschungen haben es möglich gemacht, mehr über die „Triebe“ der Menschen zu erfahren.

So besitzt das Gehirn ein Motivationssystem. Dort werden Botenstoffe ausgeschüttet, die uns ein gutes Gefühl geben, wenn wir bestimmte Erfahrungen machen oder uns auf bestimmte Art und Weise verhalten. Das wird dann als „Trieb“ bezeichnet.

Geschwister beeinflussen Glück und Partnerschaft

Allerdings ist belegt, dass keinerlei Glücksbotenstoffe ausgeschüttet werden oder das Motivationssystem angeregt wird, wenn man jemandem Leid zufügt, ohne dass man provoziert wurde. Jedenfalls gilt das für Menschen mit gesunder Psyche. Das spricht gegen Freuds These.

Angst und Aggression benützen im Gehirn sehr ähnliche Strukturen“, so Bauer. Es muss also ein Auslöser von außen kommen, der es nötig macht, mit Angst oder Aggression zu reagieren. Der Mensch reagiert also nur aggressiv, wenn es einen Auslöser gab – in den meisten Fällen ist das eine körperliche Attacke.

Auf Kränkung folgt Aggression

Die amerikanische Neuropsychologin Naomi Eisenberger fand jedoch heraus, dass das Gehirn soziale Ausgrenzung, Demütigung oder Armut genauso empfindet und mit Aggression beantwortet, wie wenn körperliche Gewalt zugefügt wird. Psychologen wissen schon lange, dass Kränkung aggressiv macht. Doch das wurde nun durch Eisenberger auch neurobiologisch bestätigt.

„Dabei werden Teile des neuronalen Schmerzsystems aktiviert, die eigentlich für die Wahrnehmung körperlicher Schmerzen zuständig sind. Das ist der Grund, warum wir nicht nur bei physischem Schmerz mit Aggression reagieren, sondern auch dann, wen man uns sozial zurückweist“, sagt Bauer.

 Im Team spielen

"Ganz wichtig ist, dass man Solidarität mit seinen Kollegen zeigt", rät Susanne Helbach-Grosser, Trainerin für Business-Etikette in Schwäbisch-Gmünd. "Man darf niemanden ins offene Messer laufen lassen, sondern muss einen Kollegen warnen, wenn man weiß, dass ihm ein unangenehmes Gespräch mit dem Chef bevorsteht."

Auch Charles Darwin wusste das schon. Er war der Meinung, dass Aggression zwar ein biologisches Verhaltensprogramm ist, jedoch immer als Reaktion.

Dass jedoch alle Menschen, die in Armut leben, gleich aggressiv sind, ist natürlich ein Trugschluss. Viel eher kommt es dazu, wenn Wohlstand und Armut aufeinandertreffen – im extremen Sinne. Denn dann fühlen sich die Ärmeren ausgegrenzt. (unsere Anmerkung dazu: im Rahmen der Migration werden von den Befürwortern die Grundsätze der Affirmative Action=positive Diskriminierung praktiziert. Der vermeintlich Schwächere - Migrant-wird bevorteilt, der vermeintlich Stärkere -Urbevölkerung- bewußt benachteiligt, d.h. ausgegrenzt im obigen Sinne mit dem gleichen Aggressionseffekt) Dazu hat Bauer sowohl soziologische als auch politische Studien untersucht.

So gibt es den „Gini-Index“, der die Ungleichverteilung von Vermögen oder Einkommen aufzeigt. Außerdem gibt es Daten über die Anzahl der jährlichen Tötungsdelikte pro 100.000 Einwohner, die sogenannte Homizid-Rate. Bauer hat beides verglichen und festgestellt, dass die Homizid-Rate größer ist, je mehr Ungleichverteilung herrscht.

Dass wir ein egalitäres, gleichmacherisches Gehirn haben, heiße nicht, dass es kommunistisch veranlagt ist, erklärt Bauer. Ein gewisses Maß von Ungleichheit werde toleriert. Jenseits einer gewissen Grenze werde die Ungleichverteilung der Ressourcen jedoch als unfair angesehen. „Krasse Armut im Angesicht von großem Wohlstand wird dann als Ausgrenzung und Ungerechtigkeit erlebt und mit Aggression beantwortet.“

Eine Ursache dafür sieht Bauer in unserer evolutionären Vergangenheit. Der Mensch habe sich im Verlauf von Millionen von Jahren zu einem „sozialen Tier“ entwickelt. „Zusammenhalt und Intelligenz waren und sind das evolutionäre Prinzip des Menschen.“

Wenn vor vielen Jahren, als die Menschen noch in Gruppen gelebt haben, jemand ausgegrenzt wurde, war das für die Person nicht nur eine Demütigung – es war ein Todesurteil. Daher wurde es wohl auch als körperlicher Schmerz gefühlt.

Doch das war erst der Anfang. Etwa 10.000 vor Christus kam es im Vorderen Orient zur Neolithischen Revolution. Die Menschen begannen, sesshaft zu werden, Ackerbau zu betreiben und Vieh zu züchten. „Der Einzug des ökonomischen Prinzips in das menschliche Zusammenleben war eine Zäsur“, meint der Neurowissenschaftler.

 „Die mit der Sesshaftigkeit einhergehende Erfindung des Eigentums und die Notwendigkeit, Erwerbsarbeit zu leisten, bedeutete, dass man jetzt wissen wollte, für wen man schuftete.“ Der zivilisatorische Prozess setzte ein. Und mit ihm ein neues Moralsystem. „Meine These ist, dass die Formulierung erster ‚expliziter Moralsysteme' eine Reaktion des Menschen auf die massive Zunahme von Gewalt war, mit der der Mensch am Beginn der zivilisatorischen Epoche konfrontiert war.“

Im Gegensatz zu ‚impliziten Moralsystemen', die es schon seit Jahrhunderttausenden gegeben hat, seien explizite Moralsysteme Regeln, die als religiöse Verpflichtungen oder Rechtssysteme formal festgelegt worden seien. Damit wollte man den entstandenen Aggressionen Herr werden.

Doch trotz dieser neuen Erkenntnisse wird sich die weltweite Lage wohl nicht so bald entspannen. „Die Begrenzung globaler Ressourcen wird zu einer Zunahme von Verteilungskonflikten führen. Diese Situation bedeutet für den Menschen bereits heute eine Stresssituation, die sich in der Zukunft noch massiv zuspitzen wird“, ist Bauer überzeugt. Die Frage der Gerechtigkeit werde sich immer dringender stellen.

Allerdings kann man im überschaubaren Rahmen beginnen. Mobbing in Familien, Kindergärten, Schule und Arbeitsplätzen ist keine Seltenheit. Für Bauer ist es essenziell, solche Konflikte anzugehen. „Mobbing ist Gift.“ Man solle bei Konflikten aufeinander zugehen, miteinander reden und den Sachverhalt klären.

Wenn das nicht möglich sei und man sich trennen müsse, etwa in Arbeitsverhältnissen, sollte dies zügig und ohne eine längere Phase der sozialen Ausgrenzung oder Demütigung vollzogen werden. „Denn Mobbing schadet nicht nur dem ausgegrenzten Kollegen, sondern immer auch dem Arbeitgeber.“

Durch solche Situationen kommt es auch zur „verschobenen Gewalt“. Dabei staut sich die Wut kontinuierlich in einem auf. Und irgendwann platzt die Bombe: Die betroffene Person lässt ihre Wut raus, meist zu völlig unverständlichen Zeitpunkten und an unbeteiligten Personen. Diese verschobene Gewalt wirkt wie ein Urtrieb – auch wenn es definitiv keiner ist.

Ein weiterer Grund für scheinbar unnötige Aggression kann in der Kindheit liegen. Auch hier kann ein Kind Ausgrenzung erfahren, indem es keine Bindungsperson hat. Seien es nun die Eltern, Geschwister oder Verwandten, irgendjemand sollte dem Kind das Gefühl geben, dass es jemandem viel bedeutet, und man es unterstützt.

„Kinder, die keine tragfähigen Beziehungen zu ihren Eltern haben, leben im Zustand der permanenten Ausgrenzung. Eine solche Situation ist ein Risikofaktor für spätere aggressive Verhaltensstörungen“, erklärt Bauer.

Dass das an sich keine neue Erkenntnis ist, weiß er. Doch dank Eisenberger kann man das Verhalten nun erklären, auch aus neurobiologischer Sicht. Und unter Umständen hilft dieses Wissen dabei, neue Wege gegen Gewalt zu finden

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Auch die Entwicklung des europäischen Volkes durch die bewußt durch Migration und Afirmative Action geschaffene Konfliktsituation und politische Spannung mit dem Gefühl des Unwohleins und  zusammen mit der Tatsache, dass die fatale Entwicklung entgegen der UNESCO Erklärung 1978 durch ideologische Unterwanderung der freien Presse bewußt nicht offen gelegt wird, führt zur allgemeinen Frustration des Volkes, nämlich:

Depression

Zahl der Patienten in Deutschland steigt rasant an

Die Zahl der Menschen, die mit einer Depression ins Krankenhaus eingeliefert werden, hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Sie stieg seit dem Jahr 2000 um 117 Prozent, wie die Krankenkasse Barmer GEK berichtete. Gab es vor zehn Jahren statistisch gesehen noch 1,1 Fälle auf 1000 Versicherte, so waren es 2010 schon 2,3 Fälle. Insgesamt kommen demnach immer mehr Menschen wegen psychischer Störungen ins Krankenhaus. Ihre Zahl nahm in den letzten 20 Jahren um 129 Prozent zu. Waren 1990 noch rund 3,7 von 1000 Versicherten betroffen, so wurden 2010 bereits 8,5 Patienten statistisch erfasst. Gleichzeitig reduzierte sich die Verweildauer von 45 auf 31 Tage.

Welt 27.7.2011 

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Geht euren Phrasen nach die Welt 27.7.11

Das Massaker in Norwegen pauschal "Islamkritikern" in die Schuhe zu schieben, ist absurd. Doch sollte der Schock von Oslo allen Seiten Anlass sein zu kritischer Selbstreflexion

Einen Teil seiner wahnsinnigen Ziele hat der Massenmörder von Oslo bereits erreicht: Die ungeheure mediale Aufmerksamkeit, die seine Person und seine wirren ideologischen Motive auf sich ziehen, vergrößern ihn und sein "Fanal", als das er seine abscheulichen Verbrechen verkaufen will, ins Epochale. Renommierte Feuilletons beugen sich jetzt zur Textexegese über sein grausiges 1500 Seiten starkes "Manifest", mit dem er seinen barbarischen Untaten die Weihe eines politisch-revolutionären Akts verleihen wollte. Und laufen damit Gefahr, ihm die Bestätigung zu geben, als "Theoretiker" und "Stratege" ernst genommen zu werden. Die schlimmste Strafe für diese Tötungsmaschine in Gestalt eines Menschen - dessen Namen ich mir persönlich nicht einmal merken will - wäre, ihn nicht nur auf Lebenszeit wegzusperren, sondern ihm als Person jede weitere öffentliche Beachtung zu entziehen.

Nicht aus dem Bewusstsein streichen kann man freilich das unsägliche Leid, das er verursacht hat, und die potenzielle Gefahr, auf die uns sein Auftauchen in entsetzlicher Weise hingewiesen hat. Droht uns jetzt eine Art antiislamischer Gegenterrorismus, zumindest eine gewaltbereite Szene rechtsnationalistisch motivierter Fanatiker, die sich zum angeblich bevorstehenden endzeitlichen Gefecht zur Verteidigung des "christlichen Abendlands" gegen "Islamisierung" und "multikulturelle" Zersetzung rüsten? Die Frage ist zu ernst, als dass sie mit billigen Instant-Antworten aus dem Standardarsenal tagespolitischer Polemik erledigt werden könnte. Wer jetzt pauschal "islamkritischen" Autoren und Internetforen die "geistige Schreibtischtäterschaft" für das Blutbad von Norwegen in die Schuhe schieben will, verrät vor allem eins: seine ignorante Hilflosigkeit gegenüber der tiefen Erschütterung aller bisherigen Gewissheiten, die der unfassbare Gewaltausbruch des vergangenen Wochenendes ausgelöst hat. Zunächst wäre doch zu fragen, was die Ankläger mit dem Begriff "Islamkritik" eigentlich meinen. Diese Kampfvokabel schüttet den diametralen Gegensatz zwischen neonazistischen und rechtsnationalistischen Islamfeinden einerseits und andererseits aufklärerischen Säkularisten zu, die in den totalitären Zügen des politischen Islam eine akute Gefahr für die freiheitlichen Errungenschaften der offenen, pluralistischen Gesellschaft sehen. Während erstere Muslime als solche hassen, weil sie einem "fremden" Glauben angehören beziehungsweise einem "fremden Kulturkreis" entstammen, und von ihrer Deportation aus einem nunmehr wieder "artreinen" Vaterland träumen, verteidigt die zweite Gruppe nicht zuletzt die Muslime selbst gegen autoritäre Strukturen in den islamischen Gemeinden, die den muslimischen Bürgern ihre Chancen auf Teilhabe an den Möglichkeiten der freien Gesellschaft beschneiden. Auch wenn sich die Übergänge zwischen beiden Gruppen an den Rändern in ihrem rhetorischen Eifer nicht jederzeit idealtypisch auseinanderhalten lassen, ist es doch pure, durchsichtige Demagogie, jede "radikale Islamkritik" in die Nähe menschenhassender Mörder zu rücken. Um dem möglichen Potenzial antiislamisch motivierter Gewaltbereitschaft auf die Spur zu kommen, ist gerade jetzt mehr und nicht weniger Differenzierung gefordert.

Bei weitem zu einfach macht es sich aber auch auf der anderen Seite, wer den norwegischen Attentäter als vereinzelten "Irren" und dessen bedrückende Nähe zu dem Gedankengut wie dem Milieu "rechtspopulistischer" Bewegungen in Europa als bedeutungslosen Zufall abtun will. Wenn Terroristen im Namen des Islam morden, wird von islamischen Gemeinden und Autoritäten zu Recht verlangt, sich in besonderem Maße gegen diese Instrumentalisierung ihrer eigenen Ideen zur Wehr zu setzen. In ähnlicher Weise ist im Falle des Linksterrorismus in erster Linie das politische Lager der Linken aufgerufen, sich kategorisch von Gewalttätern abzugrenzen und ihnen deutlich zu machen, dass sie sich auf keinerlei Geistesverwandtschaft mit ihm berufen können. Denn nur, wenn der Terrorismus in dem jeweils "eigenen" Milieu, in dem er Rückhalt sucht, systematisch isoliert und geächtet wird, kann er erfolgreich ausgetrocknet werden. In diesem Sinne bedeutete es kein irgendwie geartetes Schuldeingeständnis und wäre kein Ausdruck schlechten Gewissens, wenn "Rechtspopulisten" und andere Verfechter der These, wir seien akut von "Islamisierung" und "Multikulturalismus" bedroht, den Schock von Oslo zum Anlass nähmen, sich deutlicher als bisher von apokalyptischen Untergangsfantasien und hasserfüllter Endzeit-Paranoia loszusagen.

Eine solche ideelle Selbsthygiene dient vielmehr nicht nur der eigenen Glaubwürdigkeit, sondern dem Erhalt der Grundwerte unserer demokratischen Zivilisation insgesamt. Elementare Säulen dieser Werte sind die Tugenden der Mäßigung und Selbstdisziplinierung, die gegen die Überschreitung der Grenzen zu Terminologie und Tonfall des Hasses sensibilisieren. Nicht jeden Affekt, und entstammt er auch noch so tiefer Überzeugung, die ganze Wahrheit erkannt zu haben, ungefiltert und ohne Rücksicht auf die Folgen in die Welt zu schreien, bedeutet keine Einschränkung der Meinungsfreiheit, sondern im Gegenteil ihre aktive Pflege. Bester Verbündete bei diesem Versuch der Selbstzivilisierung ist der Zweifel, den man gerade im Moment höchster Selbstgewissheit mit der Frage zu Wort kommen lassen sollte: Könnte ich am Ende nicht doch unrecht haben? Und es ist dies der Moment, sich des Ratschlags aus Georg Büchners "Dantons Tod" zu erinnern: "Geht einmal euren Phrasen nach bis zu dem Punkt, wo sie verkörpert werden." Wird der Klärungsprozess über die eigenen Ziele und zulässigen Mittel in den jeweils eigenen Reihen vorangetrieben, ist das für die Eindämmung zerstörerischer Tendenzen weit wirkungsvoller als der für die gesamtgesellschaftliche Freiheit gefährliche Versuch, vermeintlich schädliche Ideen durch staatliche Repression zu unterdrücken. Die mäßigende Selbstreflexion ist freilich kein leichter Anspruch unter den Bedingungen einer Mediengesellschaft, deren Aufmerksamkeitsökonomie auf immer schrillere Töne und spektakulärere Handlungen geeicht ist. Die Angst, nicht gehört zu werden, steigert sich unter diesen Bedingungen in existenzielle Panik, ein Nichts zu sein, wenn man nicht öffentlich auffällt. Sie kann problematische Naturen immer wieder in den blinden Hass und sogar die nackte Gewalt treiben.

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Nur Alte, Arbeitsunfähige, Alleinstehende  die Welt 21.7.11

Wie die DDR im Juli 1961 mit einem Ausreisestopp den Mauerbau vorbereitete

Innenminister Karl Maron legt fest, dass nur diejenigen in den Westen dürfen, die dem SED-Staat Geld kosten

Das unbekannte Fernschreiben ist die erste Konsequenz nach dem Kreml-Beschluss, die Grenzen zu versperren

Der Wert eines Menschen ist leicht festzustellen: Kann er arbeiten, oder macht er Arbeit? Diese zynische Unterscheidung lag einem streng geheimen und eiligen ("Blitz - Sofort auf den Tisch") Fernschreiben zugrunde, das DDR-Innenminister Karl Maron am 22. Juli 1961 an alle "1. Stellvertreter der Vorsitzenden der Räte der Bezirke" schickte. Also an die Vertrauensleute der SED-Führung in der DDR-Provinz. Zwei Tage zuvor hatte der sowjetische Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow dem Drängen aus Ost-Berlin nachgegeben und den Bau der Berliner Mauer genehmigt. Dieses unbekannte Fernschreiben von vor 50 Jahren ist die erste schriftlich überlieferte Konsequenz aus der grundsätzlichen Entscheidung Chruschtschows.

Marons Anordnung betraf die "Übersiedlung nach Westdeutschland oder Westberlin" und ist ein erschreckendes Beispiel für die menschenverachtende Haltung der ostdeutschen Führung. Bei den formal zuständigen Räten der Bezirke, in der zentralistisch organisierten DDR so etwas wie Regierungspräsidien, lagen zu dieser Zeit Zehntausende solcher Übersiedlungsanträge. Nach Marons Ansicht waren sie "zum Teil im Zusammenhang mit der Abwerbung zu sehen" (ein beliebtes Argument, um die Flucht aus der DDR dem Westen zuzuschieben) und wurden "auch vom Klassengegner zur Hetze gegen unsere Deutsche Demokratische Republik missbraucht". Deshalb ordnete er formal an, dass "Genehmigungen zur Übersiedlung nach Westdeutschland oder Westberlin, gleich aus welchen Gründen diese Anträge gestellt werden nicht mehr zu erteilen" seien. Damit meinte er Eheschließung oder Familienzusammenführung.

Ausnahmen dürften nur aus "zwingenden Gründen" zugelassen werden und ausschließlich für "alte, arbeitsunfähige, alleinstehende" Antragsteller, "die nachweislich keine Angehörigen in der DDR haben und ständig hilfs- und pflegebedürftig sind". Offiziell ausreisen dürfen sollten also fortan nur noch Menschen, die den SED-Staat Geld kosteten; sie wollte Maron sogar loswerden. Als leitendes Prinzip für jede Einzelentscheidung legte die Anordnung des DDR-Innenministers die "allseitige Einschränkung" von offiziellen Ausreisen fest. Dabei solle ein "strenger Maßstab" angelegt werden. So wichtig war Maron seine Anweisung, dass er formal um Bestätigung des Eingangs bat.

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Der DDR-Innenminister gehörte zum ganz kleinen Kreis führender Funktionäre, die an der Vorbereitung der Grenzschließung beteiligt waren. Seit Januar 1961 war er Mitglied einer Arbeitsgruppe, die den Auftrag bekommen hatte, Maßnahmen gegen die Massenflucht vorzubereiten. Neben Maron waren Stasi-Chef Erich Mielke, Verkehrsminister Erwin Kramer sowie der Sicherheitssekretär des SED-Zentralkomitees Erich Honecker daran beteiligt, ab Mitte Juli auch Verteidigungsminister Heinz Hoffmann.

Niemand außer Walter Ulbricht und dem sowjetischen Botschafter in Ost-Berlin, Michail Perwuchin, wusste, dass die eigentliche Aufgabe dieses hochkarätigen Stabes die Vorbereitung der dauerhaften Zerschneidung Berlins war. Alle anderen dachten, es gehe wieder einmal nur um Aktionismus, um eine neue Kampagne gegen die "Abstimmung mit den Füßen", also die Ausreise. In der dritten Juli-Woche 1961 stand die Berlin-Krise unmittelbar vor ihrem Höhepunkt. Die Zahl der Flüchtlinge aus der DDR stieg rasant an: von rund 500 täglich auf über 1000, an Wochenenden sogar bis zu doppelt so vielen. Seit Jahren schon hatte SED-Generalsekretär Walter Ulbricht Chruschtschow gedrängt, ihm einen klaren Verstoß gegen den Viermächtestatus der ehemaligen deutschen Hauptstadt zu erlauben. Doch der sowjetische Machthaber zögerte - er wollte es nicht auf einen Krieg mit den USA ankommen lassen.

Beim Wiener Gipfel Anfang Juni 1961 hatte er den jungen US-Präsidenten John F. Kennedy kennengelernt und sich seitdem Hoffnungen gemacht, mit brachialen Drohungen die Vereinigten Staaten zum Einlenken in der Berlin-Frage zwingen zu können. Denn an der Spitze der anderen Supermacht stehe "ein schwacher Mann". Eine dieser Drohungen: ein separater Friedensvertrag der Sowjetunion mit der DDR. Vor allem ging es um die Kontrolle über den Flugverkehr von und nach West-Berlin. Auch dem Kremlchef war klar, dass die DDR eine weitere Massenflucht gerade von jüngeren und gut ausgebildeten Menschen nicht aushalten konnte. Um sie wirksam zu unterbinden, mussten die Westmächte einer Änderung des Status quo zustimmen und der DDR die Aufsicht über den Flugverkehr übertragen. Sobald nämlich keine Möglichkeit für die Ost-Deutschen bestand, unkontrolliert von der Volkspolizei die drei westlichen Sektoren Berlins Richtung Westen zu verlassen, wäre das Flüchtlingsproblem aus sowjetischer Sicht entschärft.

Doch am 17. Juli, Chruschtschow weilte schon zum Sommerurlaub auf der Krim, übergaben die Botschafter der drei westlichen Siegermächte des Zweiten Weltkriegs in Moskau Antwortnoten auf die sowjetischen Forderungen, die eindeutig waren: Jede Änderung des Status der drei westlichen Sektoren von Berlin wäre ein Kriegsgrund. Ausdrücklich lehnten die USA, Großbritannien und Frankreich, alle drei Atommächte wie die Sowjetunion, die Forderungen nach einer Kontrolle des Flugverkehrs durch die DDR ab. Chruschtschows Hoffnung hatte sich als Selbsttäuschung erwiesen.

Drei Tage später erfuhr er zudem, dass der Nato-Rat, das höchste Gremium des westlichen Verteidigungsbündnisses, über die Berlin-Frage beraten und einstimmig den Beschluss gefasst hatte, jede Sperrung des Zugangs von der Bundesrepublik zu West-Berlin mit Maßnahmen zu beantworten, durch die "eine ,reale Gefahr' für die Sicherheit der Sowjetunion entstehen" könnte. Vielleicht hinterließ auch das Ergebnis einer repräsentativen Meinungsumfrage in den USA Wirkung. Danach sprachen sich mehr als vier Fünftel der befragten Amerikaner dafür aus, die US-Rechte in Berlin notfalls mit Gewalt zu verteidigen. Immer noch zwei Drittel waren der Ansicht, gegebenenfalls sollten sich US-Truppen den Weg nach West-Berlin freikämpfen.

In dieser Situation kam Chruschtschow zurück auf die von Ulbricht schon so lange favorisierte Sperrung der Grenzen nach West-Berlin ausschließlich für DDR-Bürger. Auch das war riskant, aber doch überschaubarer als jede andere Lösung. Perwuchin unterrichtete Ulbricht als hochrangiger Kurier von Chruschtschows Zustimmung, wahrscheinlich am 21. Juli. Eine Übermittlung der Entscheidung per Telefon kam nicht infrage, und auch ein Funkspruch schien zu unsicher zu sein, da man dem eigenen Chiffriersystem nicht hundertprozentig vertraute. Der SED-Chef beeindruckte den sowjetischen Abgesandten bei ihrem Gespräch mit seinen konkreten Kenntnissen, zum Beispiel über den Bedarf an Stacheldraht und Betonpfosten. Sogar dass die Aktion in einer Nacht von Samstag zu Sonntag stattfinden sollte, hatte er schon entschieden.

Nun konnte die seit Monaten konzipierte Vorbereitung konkret beginnen. Einer der ersten Schritte war der sofortige Stopp aller legalen Ausreisen. Zwei Tage nach Marons Fernschreiben erhielt Ulbricht am 24. Juli 1961 per streng geheimer SED-Hausmitteilung eine Übersicht über die bereits in den Jahren zuvor durchgeführten und die noch notwendigen Pioniermaßnahmen um West-Berlin. Laut dem Schreiben der ZK-Abteilung Sicherheitsfragen, der Erich Honecker vorstand, waren 54,1 Kilometer Grenzlänge am westlichen Außenring bereits durch Sperren verdrahtet worden. "Noch zu sperren sind 92,2 Kilometer Grenzlänge", heißt es lapidar. Eine angefügte Materialliste lässt erahnen, mit welchem logistischen Aufwand Honeckers Stab rechnete. Notwendig dafür seien: 473 Tonnen Stacheldraht, 31,9 Tonnen Maschendraht, 6700 Kilogramm Bindedraht, 3300 Kilogramm Krampen, 47 900 Stück Betonsäulen. Davon fehlten am 24. Juli noch mehr als 300 Tonnen Stacheldraht, der gesamte Maschendraht und 2100 Betonsäulen.

Ob Marons Fernschreiben bereits ausgearbeitet bereitgelegen hatte oder rasch formuliert wurde, ist unbekannt. Auch der Hintergedanke scheint rätselhaft: Durch die grundsätzliche Ablehnung von Übersiedlungsanträgen, über die unweigerlich bald geredet werden würde, konnte ja nur der Druck auf DDR-Bürger wachsen, über Berlin zu flüchten. Eher unwahrscheinlich ist, dass es sich um ein Tarnmanöver handelte, um die eigenen Absichten der Grenzschließung zu verschleiern - so komplex dachten die führenden SED-Genossen gewöhnlich nicht. Das Fernschreiben Karl Marons vom 22. Juli 1961 bleibt bemerkenswert - als überraschend ehrliche und zugleich abstoßende Formulierung des Menschenbildes, das die SED im Sommer 1961 vertrat. Nur wer in solchen Kategorien über die eigenen Bürger dachte, konnte ernsthaft in Erwägung ziehen, eine Schneise des Todes quer durch eine Stadt zu schlagen.

 

 

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Die unbekannten Opfer des Schießbefehls

 
Von Sven Felix Kellerhoff 10. August 2009,Die Welt

Wie viele Menschen starben an der Berliner Mauer? Ein neues Buch zeigt, dass die Zahl der Toten höher ist als bisher angenommen. Ungeklärt bleibt weiterhin die Frage nach der Rolle der Grenzsoldaten. Besonders dramatisch ist das Schicksal von Kindern, die der Mauer zum Opfer fielen.

Nicht nur Erwachsene ließen ihr Leben an der Berliner Mauer. Besonders traurig ist das Schicksal von Kindern, die am "antifaschistischen Schutzwall" starben.
Cengaver Katranci : Der achtjährige türkische Einwanderer rutscht am 30. Oktober 1972 gegen 13 Uhr am Gröbenufer in Kreuzberg in die Spree. Ein Angler will ihn retten, verzichtet aber darauf, weil er erkennt, dass die Spree hier in ganzer Breite zur DDR gehört. West-Berliner Polizisten versuchen, DDR-Boote zur Rettung des Kindes zu bringen, doch vergeblich. Erst gegen 14.30 Uhr kommt ein Rettungsboot vom Ost-Berliner Ufer. Gegen 15 Uhr wird die Leiche des Jungen geborgen.

Gibt es gute und schlechte Opfer einer Diktatur? Mit dieser Frage schlagen sich gegenwärtig die Gremien der Stiftung Berliner Mauer herum. Sie müssen entscheiden, welcher Menschen, die am Todesstreifen quer durch die Stadt ums Leben kamen, künftig wie gedacht werden soll. Klar ist: Im Mittelpunkt sollen unschuldige Menschen stehen, die den Wunsch nach persönlicher Freiheit mit dem Leben bezahlten – etwa Günter Litfin, das erste Opfer des Schießbefehls, der im Schatten der Mauer verblutete, Peter Fechter oder Chris Gueffroy, der letzte Erschossene am "antifaschistischen Schutzwall".

Aber was ist mit DDR-Wachposten, die ihr Leben durch das mörderische Grenzregime verloren, dem sie dienten - oder dienen mussten? Sind auch sie Opfer der Mauer? Was auch ist mit Menschen, die ihre Freiheit durch ein gemeingefährliches Verbrechen erzwingen wollten, wie es bei Burkhard Niering der Fall war, der am 5. Januar 1974 einen Passkontrolleur der Stasi als Geisel nahm, um seine Flucht zu erzwingen, dann aber von anderen Stasi-Leuten erschossen wurde?

Ein voluminöses Buch, das Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) am Mittwoch dieser Woche vorstellt, gibt nun differenzierte Antworten auf diese Fragen. Das Buch ist das bisher wichtigste Ergebnis der Forschungsarbeit in der Stiftung. Die Historiker Hans-Hermann Hertle und Maria Nooke haben nach allen Regeln der historischen Wissenschaft insgesamt 575 Biografien überprüft, um die genaue Zahl der Maueropfer zu erarbeiten (Ch. Links Verlag, Berlin. 528 S., 24,90 Euro).

Was nämlich jene Zahl betrifft, so kursieren bislang überraschenderweise sehr unterschiedliche Angaben: Das Westberliner Polizeipräsidium zählte bis 1989 genau 92 Todesfälle; die zuständige Zentrale Erfassungsstelle für DDR-Unrecht in Salzgitter dagegen kam auf 78 Opfer. Die Berliner Staatsanwaltschaft wiederum ermittelte 86 gesicherte Fälle von Grenztoten, die Zentrale Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität dagegen 122. Die Arbeitsgemeinschaft 13. August geht sogar von insgesamt 235 Toten an der Berliner Mauer aus.

28 Jahre trennte die Mauer Berlin

Dank der Forschungsarbeit von Hertle, Nooke und ihrem Team steht nun fest: Es gab mindestens 136 Opfer der Berliner Mauer, außerdem 24 offene oder nicht lösbare Verdachtsfälle. Alle Schicksale werden in dem hervorragenden Buch ausführlich geschildert, die Motive der Flucht werden beschrieben und oft zahlreiche bisher unbekannte Details vorgestellt.

Noch wichtiger aber ist eine Einsicht, die eher nebenbei auftaucht: Neben den Toten der Grenzsperren selbst und des Schießbefehls gab es noch viele weitere Opfer der SED-Politik der tödlichen Angrenzung. Mindestens 251 meist ältere Menschen, wahrscheinlich aber deutlich mehr, starben direkt vor, während oder kurz nach der häufig bewusst schikanösen Abfertigung an den DDR-Grenzkontrollstellen. Todesursache war meist ein Herzinfarkt, den die Menschen erlitten und dem sie dann erlagen.

Allein am Übergang Bahnhof Friedrichstraße starben laut den nicht ganz geschlossen überlieferten Akten mindestens 227 Menschen. Hier ist weitere Forschungsarbeit nötig - und sie dürfte weit wichtiger sein als jene künstlerische Überformung der historischen Reste des Grenzstreifens an der Bernauer Straße, zu der sich der rot-rote Berliner Senat unter dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) jetzt aufgerafft hat. Kritiker wie ehemalige Fluchthelfer, aber auch Fachleute sehen in den künstlerischen Arbeiten den Versuch, die Schrecken der innerdeutschen Grenze aus politischen Gründen zu relativieren.




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Stand: 28. Juni 2011.