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Neue Erkenntnisse
Selbst in der Schweiz sitzen
Mitglieder der Kommunistischen Internationale

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Leugnung kommunistischer Verbrechen soll bestraft werden
BRÜSSEL.
Sechs ehemalige Ostblock-Staaten haben die Europäische Union (EU)
aufgefordert, mit einem Gesetz die Leugnung, Verharmlosung oder
Billigung von Verbrechen kommunistischer Regime unter Strafe zu
stellen.
In einem
Schreiben an EU-Justizkommissarin Viviane Reding forderten die
Außenminister von Bulgarien, Lettland, Litauen, Rumänien, Ungarn
sowie der Tschechischen Republik, der Grundsatz der Gleichbehandlung
müsse für alle Opfer jeglicher totalitärer Regime gelten.
Deswegen
sollte nach dem Willen der Minister für den Umgang mit den
Verbrechen der Kommunisten dasselbe gelten wie für den mit
nationalsozialistischen, deren Leugnung beziehungsweise
Verharmlosung in einigen europäischen Staaten bereits strafbar sei.
Damit solle die EU einen Beitrag leisten, das Wiedererstarken
totalitärer Ideologien zu verhindern.
Stalin mit
Hitler vergleichbar
Während das
Wissen um die Greueltaten der Nationalsozialisten Allgemeingut sei,
werde in Westeuropa dem Leiden unter kommunistischer Herrschaft
häufig mit Ignoranz begegnet, beklagen die Vertreter der mittel- und
osteuropäischen Staaten.
Der Kritik,
die nationalsozialistischen Verbrechen seien aufgrund ihrer
Systematik unvergleichlich, trat der tschechische Außenminister Karl
Fürst zu Schwarzenberg mit dem Hinweis entgegen, Stalin sei genauso
ein Massenmörder gewesen wie Hitler. „Um die Wahrheit zu sagen,
Stalin war in der Lage, noch mehr Menschen umzubringen“, sagte
Schwarzenberg der Nachrichtenagentur CTK am Mittwoch.
Ein Sprecher
von EU-Kommissarin Reding bestätigte in Brüssel den Eingang des
Schreibens. Die Kommission werde die darin enthaltenen Vorschläge
noch zum Ende des Jahres behandeln, hieß es in einer
Pressemitteilung. (vo)
17.12.2010
Die neue totalitäre Elite

1. Winston
Churchhill: “Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die
ungleichmäßige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt
eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends.”
Die sogenannte
„sozialistische Revolution“, welche eigentlich durch den
Zusammenbruch der Sowjetunion und die Implosion des europäischen
Wohlfahrtstaates grundsätzlich hätte in Mißkredit geraten sollen,
wird noch immer propagiert. Dies ist nicht nur in Lateinamerika der
Fall, wo sie in der nationalen Psyche eingebettet zu schein scheint,
sondern – trotz der neuerlichen Wahlschlappe – auch in den USA.
(Von
David Solway,
28. Dezember 2010 / Übersetzung:
Der Prophet des Islam)
Ein solches
paradoxes Phänomen kann man teilweise durch die Machtgier der
politischen Gewalthaber und gottgleichen Erlöser erklären, welche
verstanden haben, daß der Sozialismus ihnen ermöglicht, die ersehnte
Macht eigenhändig zu konsolidieren. Es braucht aber auch die
Unterstützung der Intellektuellen und Akademiker welche naiverweise
glauben, daß der Sozialismus den Weg zu einer gerechteren
Gesellschaft mit gleichmäßiger Verteilung der Güter eröffne. Die
Geschichte lehrt uns jedoch, daß eine solche Chimäre in ihrer
Anwendung katastrophale Folgen zeitigt. Im allgemeinen wird der
Sozialismus von denjenigen, die sich selbst als intellektuelle Elite
definieren und welche vom Lebensalltag gewöhnlicher Leute isoliert
und folglich immun oder indifferent gegenüber der Realität sind, als
ein Ideal gehegt.
Der Autor Paul
Johnson schreibt in seinem Artikel
The Heartless Lovers of Humankind
(ein Entwurf seines 1988 erschienenen Buches
Intellectuals)
daß, anstatt ihre Ideen dem Gedankengut des Volkes zu entnehmen, die
„Intellektuellen diesen Prozeß umdrehen indem sie Ideen zuerst von
Prinzipien ableiten um sie dann lebendigen Männern und Frauen
überzustülpen. Sie sind in ihren Hirnbunkern isolierte
„Bibliothekssozialisten“, die verliebt sind in eine Idee über
menschliche Wesen, welche sie – obwohl sie diese zu schätzen
behaupten – als Hindernis für die Entfaltung ihrer Erlösungspläne
ansehen.
Er schreibt
weiter, daß diese theoretischen Wunderkinder in den abgeriegelten
Wohnsiedlungen der Linken residieren und somit über geringe Kenntnis
der realen Bedingungen, mit denen Menschen sich abzumühen haben,
verfügen. Aus ihrer Machtposition und scheinbarer moralischer
Erhabenheit erlassen sie ihre Gesetze von oben zu den Massen herab.
Eva Hoffman spinnt diesen Faden in ihren Memoiren
Lost in Translation
weiter als die Fähigkeit, „privilegierte Gedanken zu denken, …
Gedanken welche nichts kosten, welche nicht das Produkt einer
Erfahrungsarbeit sind.“ Diese „Prinzlinge“ … sind in der Tat
Lenin’s “Ausbeuter gegenüber den Ausgebeuteten”.
Sie erlauben keinen Widerstand gegenüber ihrem angeblich
aufgeklärten
Diktat.
Dies liefert eine mögliche Erklärung für eine der eigenartigsten
politischen Eheschließungen der Moderne, der Entente zwischen dem
links-liberalen Kulturrelativismus und dem islamischen
theo-politischen Imperativ.
Diese kuriose
Affinität der politischen und intellektuellen Linken mit einem
wiederbelebten Islam ist keineswegs so paradox wie sie erstmal
erscheint. Autoritär tickende Ideologen verstehen sich im
allgemeinen, wenn sie einen gemeinsamen Feind haben. Gleich und
gleich gesellt sich gern. Der gemeinsame Feind ist die freie und
offene Gesellschaft welche sich auf die Pfeiler der Aufklärung und
die Heiligkeit des Individuums stützt. Eine bildhafte Darstellung
solcherart demagogischer Tendenzen erscheint heute des öfteren in
den Nachrichten: die EU und ihr nicht gewähltes
de facto
Politbüro – deren „Rahmenentscheidung des Rates betreffend der
Bekämpfung von Rassismus und Xenophobie“ vom 28. November 2008
kürzlich Gesetzesstatus annahm – erlauben, daß jeder, der mutmaßlich
gegen diese Verordnungen verstößt, von einem Land in ein anderes
ausgeliefert werden kann. Sie verfügte ebenso, daß eine “europäische
übernationale Polizei“ diese Entscheidungen ausführen soll.
Auf diese Weise
erlaubt der Artikel 266b des Strafgesetzes der friedlichen Dänen,
daß freimütige Bürger wie etwa Jesper Langballe, ein
Parlamentsmitglied, welcher vehement gegen muslimische Ehrenmorde,
innerfamiliäre Gewalttätigkeit und Inzest protestierte, angeklagt
wurde. Der Journalist
Lars Hedegaard
meint dazu: ”Unter dänischer Rechtssprechung ist es unwichtig, ob
eine Aussage wahr oder unwahr ist. Für eine Verurteilung reicht es,
wenn sich jemand beleidigt fühlt.“ (Er wird ebenfalls wegen seinen
Bemerkungen betreffend Ehrenmorden strafrechtlich verfolgt.) Die
Wahrheit zu sprechen muß in der
faux
Utopie, in welcher Beleidigung eine Kardinalsünde ist, zensiert
werden. Auch Kanada, welches für viele ein glücklich sediertes Land
ist, hat seine Menschenrechtskommission; Hörensagen genügt da als
Beweismittel gegen jemand, der unter der nebulösen Rubrik „Hassrede“
– was praktisch oft bedeutet, daß man eine ehrliche Diskussion um
besorgniserregende soziale und politische Trends unterhält –
angeklagt ist. Der als schuldig erachtete Angeklagte, welcher
irgendwie seine Unschuld unter Beweis stellen muß, ist äußerst
behindert, wenn es ums Einberufen von Zeugen oder ums Auflisten von
unterstützenden Dokumentationen geht – wie es zum Beispiel Geert
Wilders im friedlichen Holland bestätigen kann. Er muß auch für
seine eigenen juristischen Kosten aufkommen, währenddem der Kläger –
im allgemeinen ein beleidigter Imam oder muslimische Organisation –
vom Staat, beziehungsweise dem Steuerzahler unterstützt wird.
In solchen
sozial fortgeschrittenen Gesellschaften auf einer verbissenen und
asymptotischen Suche nach der utopischen Endstation muß die
ungeschminkte Wahrheit zum Schweigen gebracht werden – nicht weniger
als im skrupellosesten und primitivsten Hinterland. Es ist die
moderne Version der mittelalterlichen Foltermethode des
Zungenherausschneidens. Laut Elisabeth Sabaditsch-Wolff … „werden
Leute systematisch zum Schweigen gebracht.“ …
Wer sind diese
„Schalldämpfer“? Es sind die Träger der
totalitären
Mentalität,
welche von Jean-François Revel (Last
Exit To Utopia)
mit drei Merkmalen gekennzeichnet wird:
– ein
freiwilliges Ignorieren von Tatsachen
– die Fähigkeit
mit Widersprüchen zu leben, welche die eigenen Prinzipien widerlegen
– die Weigerung,
die Ursachen des Scheiterns zu analysieren
Sie sind die
intellektuellen und politischen Führer einer utopischen Armee,
welche über die Erde hinwegfegt. Sie sind, wie Walter Russell Mead
in einem einflußreichen
Essay
aufzeigt, „als moderne Version mittelalterlicher Zünfte organisiert“
und sehen es darauf ab, Macht auszuüben und gleichzeitig ihre
Privilegien zu verteidigen.
Tatsächlich
erinnern sie auf unheimliche Art und Weise an die Sternsamen der
Plejaden welche, wie die herausragende Lia Shapiro in
Comes The Awakening
beschreibt, für sich in Anspruch nehmen, daß sie „aus Licht
geschaffen“ wurden um „sich auf die Weltenbühne zu stürzen und den
Schöpfungsverlauf zu verändern.“ Sie sehen sich selbst als
progressiv und denken, sie nähmen sich die wichtigsten Interessen
der Menschheit zu Herzen. Aber wie die Auswirkungen ihrer
ununterbrochenen Manipulationen sozialer und politischer
Angelegenheiten zeigen, sind sie in Tat und Wahrheit
unverantwortliche Parasiten welche den Staatskörper verschlingen.
Für die große
Mehrheit der normalen Bürger und hintergangenen Wählerschaft, der
Unternehmer welche Wohlstand kreieren, der Kunstschaffenden welchen
es freigestellt ist, entsprechend ihren individuellen Talenten und
Inspirationen zu arbeiten, der Autoren und Journallisten welche ihre
Unabhängigkeit bewahren wollen, … ist das Spiel aus. Denn der
Aufsichtsstaat, den unsere sozialen Revisionisten zu konstruieren
wünschen, verspricht nichts mehr als die „gleichmäßige Verteilung
des Elends“, um
Winston Churchill
zu zitieren.
Vielleicht
sollte der großartige politische Denker Raymond Aron (The
Opium of the Intellectuals)
das letzte Wort haben. Er besteht darauf, daß ein Intellektueller
sich absolut weigern muß, „seine Seele an ein abstraktes
Menschheitsideal, an eine tyrannische Partei oder absurde Scholastik
auszuhändigen.“ Er muß „alle Modelle und Utopien in Frage stellen,
wenn er Fanatismus abschaffen will.“ Denn Fanatismus ist der wahre
Feind.
Aber Fanatismus
ist der Sauerstoff, den unsere Staatsintellektuellen, die linken
Akademiker und politischen Eliten einatmen. Sie pflegen Bücher zu
schreiben, Klassen zu unterrichten und Gesetze zu erlassen
währenddessen sie niemandem als sich selber Rechenschaft ablegen.
Sie fühlen sich in ihrer Selbstauserwähltheit als weitsichtige
Gesetzgeber und sattelfest in ihrer Besetzung einer verfeinerten
Weisheit, welche dem gemeinen Fußvolk nicht zugänglich ist. Sie sind
äußerst gefährliche Menschen; sie geben nicht Ruhe bis sie die Welt,
in der wir gerne gelebt hätten in einen Scherbenhaufen verwandelt
haben. Sie sind schlicht und einfach der Fluch unseres Lebens.
PI 7.1.2011
Rosa Luxemburg
Konferenz Beispiel 2008
Seit 1996 richtet
die junge Welt jährlich in Kooperation mit verschiedenen
Partnern die Rosa-Luxemburg-Konferenz aus. Achten Sie auf
die Teilnehmernamen!
Aus den Konferenzen
geht hervor, wie Umsturz vorprogrammiert wird und seine
Meilensteine erhält. Schöner läßt sich Volksverhetzung nicht
darstellen
Die Konferenzen im Überblick:
2008:
Klasse für sich.
Unsere Politik. Unsere Kultur. Unsere Medien.
Mit Beiträgen von:
- Gina Pietsch (Sängerin, Schauspielerin)
- Mandakranta Sen (Schriftstellerin, Indien)
- Tubal Paez (Vorsitzender des kubanischen
Journalistenverbandes)
- William Grigsby Vado »El Chele« (Direktor von Radio
La Primerisima, Nikaragua)
- Mumia Abu-Jamal (Journalist, politischer Gefangener,
USA - Einleitung durch Rechtsanwalt Robert R. Bryan, San
Francisco)
- Ignacio Ramonet (Chefredakteur Le Monde
Diplomatique, Frankreich)
- Aleka Papariga (Generalsekretärin der KP
Griechenlands, KKE)
- Dietrich Kittner (Kabarettist)
Partei für alle?
Brauchen wir neben der „Linken“ eine marxistische
Organisation?
Podiumsdiskussion mit:
Sahra Wagenknecht (Europaabgeordnete/Die Linke,
Mitglied im Parteivorstand), Hans Heinz Holz (Philosoph,
Tessin), Markus Mohr (Erwerbsloser, Aktivist der autonomen
Bewegung, Hamburg), Helmut Laakmann (Sprecher und Motor beim
Arbeitskampf im Krupp-Stahlwerk Rheinhausen)
KonzertDanbert Nobacon
Xikinkei
Banda Bassotti
2007:
Das geht anders. united, unido, vereint.
Mit Beiträgen von:
- Dr. Alberto Moreira (Befreiungstheologe, Universität
Goiania/Brasilien)
- Feng Yuan (Journalistin, Peking /China)
- Ernest Kaltenegger (Fraktionsvorsitzender der KPÖ im
Steiermärkischen Landtag, Österreich)
- Robert R. Bryan (Rechtsanwalt, San Francisco / USA)
- Mumia Abu Jamal (Journalist, politischer Gefangener,
USA)
- Francisco Brown Infante (Direktor am Institut für
Europäische Studien, Havanna / Cuba)
- Arnaldo Otegi (Sprecher der derzeit verbotenen
Partei Batasuna, Baskenland)
Worin unsre Schwäche besteht - Was hindert die Linke,
ihre Kräfte zu bündeln?
Podiumsdiskussion mit:
Gesine Lötzsch (stellvertretende Fraktionsvorsitzende Die
Linke.PDS, MdB), Prof. Peter Grottian (Freie Universität
Berlin), Leo Mayer (Sekretariat Parteivorstand DKP, ehem.
stellv. BRV Siemens), Klaus Steiniger (Chefredakteur
Rotfuchs), Andrea Schuhmann, Antifaschistische Linke Berlin
(ALB)
2006:
Mit dem Sozialismus rechnen
Mit Beiträgen von:
- Heinz Dieterich Steffan (Universität Mexico-City,
Berater der Regierung Chávez, Venezuela)
- Günter Schumann (Bildhauer, Woserin)
- Paul Cockshott (Universität Glasgow, Autor,
Großbritannien)
- Mumia Abu-Jamal (Journalist, politischer Gefangener,
USA)
- Hans Heinz Holz (Philosoph)
- Eugenio Suárez Pérez (Direktor der Zeitschrift Cuba
Socialista, Kuba)
- Aurélio Monteiro dos Santos (Mitglied der Zentralen
Kontrollkommission der PKP, Portugal)
- Oskar Lafontaine (Fraktionsvorsitzender der
Linkspartei im Bundestag)
Parlamentarische Linke, außerparlamentarischer Kampf,
Eigentumsfragen und sozialer Fortschritt
Podiumsdiskussion mit:
Hans Heinz Holz, Angela Klein (Mitorganisatorin der
Euromärsche), Oskar Lafontaine, Heinz Dieterich Steffan
Konzert
Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot
2005:
Eure 'Ordnung' ist auf Sand gebaut.
Mit Vorträgen von:
- Christian Geissler (BRD, Schriftsteller)
- Juan Carlos Frómeta de la Rosa (ZK der KP Kubas)
- Mumia Abu-Jamal (USA, Journalist)
- Alfred Hrdlicka (Österreich, Bildhauer und Grafiker)
- Mag Wompel (BRD, Redakteurin LabourNet Germany)
- Iván Morales (Bolivien, Movimiento al Socialismo,
MAS)
- Angela Davis (USA, Soziologin, Bürgerrechtlerin,
Politikerin)
Krieg global – Widerstand lokal?
Podiumsdiskussion mit:
Christian Geissler, Mag Wompel, Juan Carlos Frómeta, Angela
Davis, Iván Morales, Jude Abbott, Allan Whalley
Konzert: Enough is Enough!
Jazz-Orchester Prokopätz
Chumbawamba
2004:
Die Revolution verteidigen. Strategien der
Konterrevolution
Mit Beiträgen von:
- Hannes Hofbauer (Österreich, Autor, Verleger)
- Vlado Nadazdin (Serbische Republik, ehem.
Generalkonsul der Bundesrepublik Jugoslawien in
Düsseldorf)
- Cesár Carillo (Kolumbien, Europavertreter der
Erdölgewerkschaft USO)
- Mumia Abu-Jamal (USA, Journalist)
- Jorge Santana Peréz (Kuba, Dozent am Institut für
Philosophie der Universität Havanna)
- Ana Elisa Osorio Granado (Venezuela,
Umweltministerin im Kabinett Chavez)
Linke Bewegungen und ihre Haltung zu Kuba und Venezuela
Podiumsdiskussion mit:
Dario Azzellini (Autor), Elmar Schmähling (Flottillenadmiral
a.D., GBM), Sahra Wagenknecht (Mitglied im Bundesvorstand
der PDS), Peter Wahl (ATTAC-Koordinierungsrat)
2003:
Einer wird gewinnen. Bush-Imperium, Euroreich oder
sozialistische Weltrepublik
Mit Beiträgen von:
- Harpal Brar (Autor, Publizist, Indien)
- Piero Bernocci (nationaler Sprecher der
COBAS-Gewerkschaft, Italien)
- Alan Woods (Autor, Herausgeber, Großbritannien)
- Mumia Abu-Jamal (Journalist, politischer Gefangener,
USA)
- Rodolfo Dávalos (Jura-Professor, Universität
Havanna, Kuba)
- Hans Heinz Holz (Philosoph, BRD)
Der Krieg kommt - die Linke geht
Podiumsdiskussion mit:
Hans Heinz Holz, Eckart Spoo (Publizist, Redaktion "Ossietzky"),
Uwe Hiksch (Bundesgeschäftsführer der PDS), Constanze
Lindemann (ver.di), Peter Strotmann (ATTAC-Rat)
2002:
tot oder lebendig - Widerstand in der
neuen Weltkriegsordnung
Mit Beiträgen von:
- Tariq Ali (Schriftsteller, Pakistan)
- Faustino Cobarrubia Gomez (Kuban. Institut für
Weltwirtschaft, Havanna, Kuba)
- John Catalinotto (International Action Center, New
York, USA)
- Mumia Abu-Jamal (Politischer Gefangener, Publizist,
USA)
- Boris Kagarlitzky (Soziologe und Publizist, Moskau,
Russische Föderation)
- Alain Krivine (Europaabgeordneter/LCR, Frankreich)
Aufbruch im Schläferland. Die
Linke im Kampf gegen Neoliberalismus und Krieg
Podiumsdiskussion mit:
Ulla Jelpke (MdB, Innenpolitische Sprecherin der
PDS-Bundestagsfraktion), Ulrich Franz (Chemiekreis
Wuppertal), Heinz Stehr (Vorsitzender der DKP), Lena
Bröckl (ATTAC Berlin)
Konzert: know your enemy
Neues Glas aus alten Scherben
Sha-Karl & Smoke
F.S.K.
2001:
Menschenrechtsimperialismus und Widerstand
Mit Beiträgen von:
- Sémou Páthe Guèye (Professor für Philosophie an der
Universität Dakar, Senegal)
- Francisco Brown Infante (Zentrum für Europäische
Studien, Havanna, Kuba)
- John Catalinotto (International Action Center, New
York, USA)
- Mumia Abu-Jamal (Bürgerrechtler, Journalist, USA)
- Tobias Pflüger (Politikwissenschaftler, im Vorstand
der Informationsstelle Militarisierung Tübingen)
- Maria Rojas (Wissenschaftlerin, Chile)
- Said Dudin (Journalist und Diplom-Politologe,
Palästina)
Die Linke und der Krieg - Scharpings willige Helfer?
Podiumsdiskussion mit:
Dieter Frielinghaus (ehem. Moderator der Reformierten
Gemeinden und Mitglied der Kirchenleitung
Berlin-Brandenburg), Rainer Rupp (ehem. Kundschafter des
Friedens), Hans-Christian Ströbele (MdB Bündnis 90/Die
Grünen), Jutta Ditfurth (Ex-Grüne, ÖkoLinx), Winfried
Wolf (MdB, PDS)
2000:
Kapitalismus im 21. Jahrhundert - Neoliberalismus,
Sozialabbau und gewerkschaftliche Gegenwehr
Mit Beiträgen von:
- Rolf Becker (Schauspieler, IG Medien Hamburg)
- Iba Ndiaye Diadji (Generalsekretär der Konföderation
der Autonomen Gewerkschaften und der Lehrergewerkschaft
Senegals, Dakar, Senegal)
- Uwe Fritsch (freigestellter Betriebsrat, VW
Wolfsburg)
- Leonel Gonzáles (Mitglied des Nationalen
Sekretariats der Zentrale der Gewerkschaften Kubas (CTC),
Kuba)
- Alberto Martinez (Internationale Kommission der
FARC-EP, Kolumbien)
- Mumia Abu-Jamal (Bürgerrechtler, Journalist, USA)
- Miloslav Ransdorf (Stellvertretender Vorsitzender
der KP Böhmens und Mährens (KSCM), Tschechien)
Anpassen statt verändern?
Podiumsdiskussion mit:
Diether Dehm (stellvertretender Vorsitzender der PDS),
Thomas Ebermann (Autor), Thomas J. Richter (Maler), Anne
Rieger (IG Metall, Waiblingen), Miloslav Ransdorf
1999:
Stört die neoliberale Internationale!
Mit Beiträgen von:
- Uwe Soukup (Verlag 1900, Tageszeitung junge Welt)
- Gladys Marin (Vorsitzende der KP Chiles, Chile)
- Klaus Kolloch (ehem. HU Berlin)
- Enriqueta Parreño (KP Kuba)
- Alain Hayot (Universität Marseille, Frankreich)
- Mumia Abu-Jamal (politischer Gefangener und
Journalist, USA)
- Vertreter der FARC (Kolumbien)
- Juan Ramon Ruiz (Revolutionäre Einheit Guatemalas
(URNG))
Rot-Grün: Was kommt nach dem sozialdemokratischen Weg in
die Globalisierungsfalle?
Podiumsdiskussion mit:
Elmar Altvater (Freie Universität Berlin), André Brie
(Mitglied Parteivorstand PDS), Ellen Brombacher (KPF in der
PDS), Thomas Ebermann (Publizist, Hamburg), Frieder Otto
Wolf (MdEP B'90/Die Grünen)
Konzert: Fiesta de la Revolución
Gerardo Alfonso
Britta
Tarwater
1998:
Kommunistisches Manifest oder neues historisches
Projekt? Die Wiederentdeckung der sozialen Frage
Mit Beiträgen von:
- Annelies Laschitza (Berlin)
- Olga Fernández Rios (Kuba)
- Mumia Abu-Jamal (USA)
- Heinz Dieterich Steffan (Mexico)
- Sahra Wagenknecht (Berlin)
Abschied der Linken von der sozialen Frage?
Podiumsdiskussion mit:
Sahra Wagenknecht, Judith Dellheim, Karl Heinz Roth, Heinz
Dieterich Steffan, Maria Mies, Dorothee Piermont, Leo Mayer
1997:
"Die Revolution ist großartig, alles andere ist Quark!"
Arbeitsgruppen:
Rosa Luxemburg und die Sozialdemokratie
(mit Uwe Soukup, Verlag 1900, Klaus Gietinger, Autor,
Gerhard Branstner Schriftsteller)
Zusammenbruchstheorie und soziale Frage
(mit Robert Kurz, Redaktion 'Krisis', Joachim Bischoff,
Redaktion 'Sozialismus')
Die Theoretikerin des Antinationalismus?
(mit Tjark Kunstreich, Autor junge Welt)
Massenspontaneität versus Parteidisziplin
(mit Gerd Deumlich, Redaktion 'Marxistische Blätter',
Winfried Wolf, Redaktion 'SoZ'/MdB PDS)
Sozialismus und Demokratie - Kritik am Roten Oktober
(mit Elvira Högemann, Autorin, Elfriede Müller, Redaktion
'Bahamas')
Luxemburgs Imperialismustheorie
(mit Peter Decker, Redaktion 'Gegenstandpunkt', Stefan
Eggerdinger, Autor)
Rot-Grün - Sackgasse oder Chance für die Linke? Wie
veraltet ist Rosa Luxemburgs Kritik an den Realos?
Podiumsdiskussion mit:
Jutta Ditfurth (Redaktion 'ÖkoLinx'), Micha
Brumlik (Hochschullehrer, Stadtrat B 90/Grüne), Roland
Claus (PDS-Landesvorsitzender Sachsen-Anhalt), Petra Pau
(PDS-Landesvorsitzende Berlin), Winfried Wolf (Redaktion 'SoZ'/MdB
PDS)
1996:
Frieden schaffen mit Blauhelm-Waffen? Der Abschied der
Linken vom Anti-Militarismus 1914-1995
Podiumsdiskussion mit:
- Wolfgang Gehrke (PDS)
- Nina Hauer (SPD)
- Christian Ströbele (B'90/Die Grünen)
- Nina Hager (DKP)
- Jürgen Elsässer (junge Welt)
Konzert
Pankow
Atari Teenage Riot
Die mörderische
Illusion
(Artikel Kölner
Stadt Anzeiger)
Von Markus Schwering,
01.04.09, 18:56h, aktualisiert 01.04.09, 18:58h
In diesem Jahr sind
gleich drei neue Bücher erschienen, die zum Ziel haben, das ganze
Ausmaß der Schrecken kommunistischer Herrschaft zu zeigen. Nichts
bleibt übrig - auch nicht die Legende vom angeblich „guten“ Lenin.
Aus der Traum – das
Foto zeigt die Demontage eines Berliner
Lenin-Denkmals im Jahre 1991. (Bild: dpa)
Aus der Traum – das Foto
zeigt die Demontage eines Berliner
Lenin-Denkmals im Jahre 1991. (Bild: dpa)
Die Eule der
Minerva beginnt Hegel zufolge in der Dämmerung ihren Flug.
Gemeint ist dies: Wenn das Ringen des Lebens ermattet ist,
schlägt die Stunde der Wissenschaft. Hinabgedämmert ist, um im
Bild zu bleiben, das 20. Jahrhundert. Und siehe da: In diesen
Tagen mehren sich die historiografischen Versuche, es auf den
Begriff zu bringen, einer universalen Deutung zu unterziehen. Es
war zu erwarten und ist dann doch je nach dem überraschend: In
der Rückschau stellen sich die Dinge anders dar als in diesem
blutrünstigen Säkulum selbst. Der Vergleich zwischen Kommunismus
und Faschismus etwa - war er nicht vor Jahren noch tabu?
Die neuere Forschung ist diesbezüglich
im Wesentlichen ganz cool - und darüber hinaus auch
unideologisch nach allen Richtungen hin. Die Opferbilanz ist
hier wie dort katastrophal, und ob nun einer im NS-KZ oder im
Gulag qualvoll verreckte - wen es traf, dem war das vermutlich
gleichgültig. Rechter und linker Totalitarismus - sie
erscheinen ungeachtet aller Unterschiede in dieser Sicht
gleichermaßen als Entgleisungen der Moderne.
Das Duo
erweitert sich zum unheilvollen Trio
Der renommierte US-Historiker Robert
Gellately konzentriert seine voluminöse Darstellung auf die drei
Diktatoren der ersten Jahrhunderthälfte: „Lenin, Stalin und
Hitler“ - die, wie es im Untertitel heißt, „Europa in den
Abgrund führten“. Wie bitte, Lenin auch? Das widerspricht der
konventionellen Geschichtsdramaturgie, die ihren Reiz eben an
der Gegenüberstellung der feindlichen Brüder hat. Gellately also
erweitert das Duo zum Trio infernale - und das mit guten
Gründen. Lenin starb bekanntlich schon 1924, hatte mithin nicht
allzu viel Zeit, schlimme Dinge zu tun. Aber das, was er getan
hat, reicht aus, so der Autor, um ihn als einen vollgültigen
dritten „bad guy“ auszuweisen.
Verhalten und Strategie im Bürgerkrieg
der jungen UdSSR wie in den innenpolitischen
Auseinandersetzungen nach 1918 zeigen es: Die Bereitschaft,
demokratische Entwicklungen im eigenen Machtinteresse
manipulativ auszubremsen, der ideologisch-selbstherrliche
Fanatismus, der Vernichtungswille gegenüber vermeintlichen oder
tatsächlichen Gegnern, der Vorsatz, um einer fernen lichten
Zukunft willen im Hier und Jetzt über Leichen zu gehen, somit
all das, was Wohlmeinende erst späteren Entartungsphasen
zuschreiben - es ist schon bei Lenin „da“. Die bequeme und auch
von westlichen Linken hie und da noch vertretene Konstruktion,
wonach alles gut angefangen habe und danach in falsche Hände
gekommen sei - sie gehört in den Abfalleimer der historischen
Mythenbildung.
Diese Erkenntnis ist dann auch das
Beste an Gellatelys Buch. Es ist begriffs- und theoriearm, und
wo es darauf ankäme, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von
faschistischer und kommunistischer Herrschaft jenseits des
erzählenden Nachvollzugs präzise herauszuarbeiten, da passt der
Autor kläglich.
Besser ist das Buch des Oxforder
Politologen und ausgewiesenen Kommunismus-Kenners Archie Brown
über den „Aufstieg und Fall des Kommunismus“. Was immer man von
der Übertragung einer biologistischen Denkfigur - Wachstum,
Blüte und Vergehen - auf die Geschichte halten mag: Allemal
zeigt eine solche naturgeschichtliche Objektivierung die Distanz
an, die Historisierung, der das Phänomen 20 Jahre nach seinem
Untergang anheim gefallen ist. Da mag es noch Kuba und Nordkorea
geben, da mögen manche angesichts der gegenwärtigen Krise des
Kapitalismus wieder die rote Faust recken: Als geschichtliche
Erscheinungsform ist der Kommunismus eben genau das -
Geschichte.
Nüchtern und
faktenorientiert
Verdientermaßen, wie man angesichts der
von Brown ausgebreiteten katastrophalen Bilanz dieser „Illusion“
sagen muss. Dabei geifert und poltert der Autor gar nicht mal -
es ist ja auch nicht sonderlich ehrenhaft, auf einer Leiche
herumzutrampeln. Er schildert vielmehr nüchtern und
faktenorientiert, teils ironisch all die Schrecken dieser
Herrschaftsform: etwa die an Mafia-Methoden erinnernden
Ausrottungskämpfe unter den Spitzenkadern, die Neigung,
Kreml-Revolutionen in Gang zu setzen, wenn sich der zum Abschuss
Freigegebene auf einer Auslandsreise befand.
Der Bogen spannt sich von den frühen
Kommunisten über Marx und Engels bis zum Jahr 1991, da die
Sowjetunion zerfiel. Michail Gorbatschow begann, so Brown, als
Reformator des Systems, wandelte sich aber selbst im Zuge der
durch ihn angefachten Sturms zu seinem Transformator - zu
reformieren gab es da halt nichts mehr.
Browns Analyse der Gründe dieses
welthistorischen Scheiterns ist lehrreich: Neben anderem - etwa
der Unfähigkeit der maroden Kommandowirtschaft, den
Herausforderungen der Globalisierung gerecht zu werden - sei dem
System gerade einer seiner positivsten Aspekte zum Verhängnis
geworden: die Hebung der allgemeinen Bildung und damit einer
kritischen Einstellung zu den Verhältnissen. So wie die
Machtverhältnisse waren, habe der Impuls zur Veränderung aber
von einer einsichtigen Spitze ausgehen müssen - von Gorbatschow
eben. Ohne ihn hätte, so Brown, das Ganze noch Jahrzehnte lang
weiterwursteln können. Das heißt: Die System-Krise folgt der
Reform, nicht verhält es sich umgekehrt.
In einem zentralen Punkt enttäuscht
aber auch dieser Autor: Auf die Frage, inwiefern die Ideengeber
für das in ihrem Namen Angerichtete haftbar zu machen sind,
antwortet er nicht - obwohl er sporadisch darauf hinweist, dass
schon Lenin mit Marx nicht mehr viel zu tun hat. Gewiss: Der
Politologe denkt vor allem in Institutionen und Strukturen; aber
besagte Antwort wäre gerade heute wichtig - um Klarheit
gegenüber allen Intentionen zu gewinnen, dem verfehlten ersten
Versuch einen weiteren folgen zu lassen und endlich den
„richtigen“ Kommunismus einzuführen.
Bevor die Berliner Mauer am 9. November
1989 fiel, hatten 227 Menschen beim Versuch, sie von Osten her
zu überwinden, ihr Leben gelassen - zumeist im Kugelhagel der
DDR-Grenzpolizei. Der britische Historiker Frederick Taylor
nennt sie schnörkellos „Opfer von Verbrechen“. Und der Mauerbau
von 1961 war in seiner Perspektive von Anfang an das nämliche:
das unmenschliche Eingeständnis einer Niederlage - durch einen
Sozialismus, der in der direkten Konfrontation mit dem Gegner
verloren hatte.
Unfreiwillige Burlesken im Schatten der Mauer
„Die Mauer“ darf zu den neuerlichen
Glanzleistungen einer zwischen Historie und Journalismus
angesiedelten Zeitgeschichtsschreibung angesehen werden. Sicher
ist dem informierten deutschen Leser vieles bekannt: Taylor
erzählt von der Gründung Berlins an. Der Vorlauf erleichtert
aber die geschichtliche Einordnung. Taylor ist auch in Archive
gegangen und hat Zeitzeugen befragt - darunter Egon Bahr und
Günter Schabowski. Und er kennt den ehemaligen Osten (und den
Westen) aus intensiver eigener Anschauung. All das sichert dem
Buch seine Lebensnähe.
Der Brite schildert intensiv das Ringen
der Großmächte im Millimeter-Kampf um den Berlin-Status; er
schildert die Tragödien im Schatten der Mauer - und er entdeckt
auch die unfreiwilligen Burlesken, die sie ermöglichte. So den
Besuch des US-Vizepräsidenten Lyndon B. Johnson, den vor allem
die schicken Schuhe Willy Brandts und das Berliner Porzellan
interessierten.
Was brachte die Mauer zu Fall? Taylor
gibt eine klare Antwort - und trägt mit ihr viel dazu bei, alte
ideologische Gräben zuzuschütten. Es war beides: die
wirtschaftliche und militärische Überlegenheit des Westens - und
die Entspannungspolitik, die den Eisernen Vorhang löchrig machte
und die stille Subversion begünstigte. Es waren die Falken - und
die Tauben.
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