Pro Mittelstand NRW

Der Mittelstand pro NRW ist einer von mehreren Arbeitskreisen der Bürgerbewegung pro NRW, der seine politischen Inhalte und Ziele auf dieser Internetseite vorstellt und diese im Gesamtverband in den innerparteilichen Diskussionsprozess einbringt


Populismus scheuen die Sozialisten bei Anderen wie der Teufel das Weihwasser, denn es war und ist ihre eigene Erfolgstaktik!

 

 
Man muß viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können. jean_jacques_rousseau.jpg


Jean-Jacques Rousseau

 

 


 

Man merkt die Absicht und man ist verstimmt!

Linke Verführungskünste, besser "Desinformation", um die Bevölkerung kritiklos und änderungswillig zu machen. Lenin: "Lüge ist erlaubtes Mittel zum Zweck."

Deshalb versteht man sich auch so gut mit den Taqiyya-Kämpfern des Islamismus und fördert diesen unter bewußter Benachteiligung der deutschen Urbevölkerung.

Das hochmoderne Täuschungsmittel nennt man "Perzeptionsmanagment", rückblickend massiv benutzt von KGB, Stasi bis FBI, Sozialisten, Kommunisten,Grünen und Greenpeace. Was ist das?

Der Begriff „Perzeptionsmanagement“ hat mittlerweile Eingang in den allgemeinen Sprachschatz gefunden. Das US-Verteidigungsministerium definiert den Begriff sogar in einem seiner Handbücher. Also scheint das Militär dieses Thema mittlerweile sehr ernst zu nehmen. Eine ganze Reihe von PR-Firmen bieten mittlerweile Perzeptionsmanagement an, kurz „PM“ genannt. Dabei hat es den Anschein, als gäbe es noch keine ausgewiesene Spezialisten auf diesem Gebiet, die sich perfekt in diesem Job verstehen. Wenn man eine große Lüge erschaffen will, muss man offenbar darauf spezialisiert sein. PMs sind keine Spin Doctors, denn sie verdrehen keine Fakten, sondern erschaffen sie und verkaufen sie der Welt dann als WahrheitBeim sogenannten Perzeptionsmanagement kommt es auf Wahrnehmungen und Wertungen an. Das ist, um Mark Twain zu zitieren, ein Unterschied wie der zwischen einem Glühwürmchen und einem Blitz.

Mithilfe dieser Methode kann man bedeutsame und möglicherweise folgenschwere Unwahrheiten überall auf der Welt insbesondere heute mit neuen Kommunikationstechniken so schnell und überzeugend etablieren, das selbst gründliche Nachforschungen sie nicht mehr aus dem allgemeinen Bewusstsein der Menschen vertreiben können. Das Perzeptionsmanagement hat deswegen einen großen Gefahrenanteil, zumal dann, wenn es einen ideologischen Hintergrund und die verbreitungswillige unterwanderte Presse den Multiplikator für diese Unwahrheiten gegenüber Halb-Gebildeten darstellt.

Waldsterben, "kein Blut für Öl", Ende der Ölvorkommen, Klimakatastrophe, aussterben von Tiergattungen, sind die bisherigen, insbesondere aus den biologisch linken Lagern, von Sozialisten aller Prägungen bis zu Greenpeace, kommenden PMs=Perzeptionsmanagern

 

Im "Zeichen der Angst", altbewährtes "Hausmittel" für Politiker zur Beeinflussung des dummen Massenvolkes (Max Frisch: Biedermänner)

Chrichton (Engl. Titel: State of fear) im November 2008 verstorben, behandelt in seinem Roman das Zeitgeist-Thema "Klimawandel", untermauert durch zahllose Fakten und Fundangaben und macht dabei deutlich, dass es sich um das größte Betrugsthema unserer Zeit handelt nach dem Motto: Weltuntergangsprognosen haben schon immer am besten dazu gedient, die Mitmenschen und Völker kritiklos und gefügig zu machen. Obwohl seine anderen Werke in Deutschland sehr beliebt sind, konnte er mit "Welt in Angst" keine große Aufmerksamkeit erlangen. Das Werk wurde im "Land der 200Prozenter" kurz kleingeredet und dann verschwiegen. Sein Buch bekommt man in der Regel nur auf Bestellung. Noch....

Dieses immer wieder bewährten negativen Prophezeiungs-Mittels bedient sich die Sozialistische und Kommunistische Internationale, Chrichton legt die entsprechende Aktivität in Bezug auf Verbreitung der Weltuntergangprognose im Zusammenhang mit Klimakatastrophe in seinem Roman zwar in die Hände einer kriminellen Umweltschutz-Gesellschaft, kommt aber gleichwohl an zwei oder drei Stellen mit klaren Hinweisen auf die tatsächlichen Quellen und Verursacher der Zeitgeisthysterie, die Kommunisten, ausdrücklich zu sprechen. Während alle anderen seiner Werke, wie gesagt,  jeweils hoch gelobt wurden, verstieß sein diesbezügliches Werk gegen die Political Correctness und findet sich nur schwer, wenn überhaupt, im öffentlichen Buchhandel. In den Medien und auch ansonsten bleibt er unerwähnt. Diese beschäftigen sich lieber ideoloisch gelenkt mit der Verbreitung der Zeitgeist-Lüge und zeigen zur Demonstration in der Regel immer wieder die gleichen Videos von kalbenden Gletschern und einsamen Eisbären zur Bekräftigung der linken Lebenslüge, von sich ansonsten anderweitig aufbauenden Gletschern der Südhalbkugel wird bewusst nicht gesprochen. Das Werk von Chrichton ist nicht nur sehr spannend geschrieben, vielmehr auch ein Augenöffner


Linke Klimalüge

Fritz Vahrenholt /die Welt .2.2012

 

Geht die Klimakatastrophe an der Erde vorbei?

Jahrelang hat er die Thesen des Klimarates verbreitet. Jetzt vollzieht Ex-Umweltsenator und Manager Fritz Vahrenholt einen Sinneswandel. Im Interview erklärt er sich.

In seinem Buch „Die kalte Sonne. Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet“ vertritt Prof. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der Firma RWE Innogy, die These, dass die globale Klimaerwärmung deutlich geringer ausfallen wird als bislang gedacht. Bis zum Ende des Jahrhunderts soll es nur einen Anstieg um ein Grad Celsius geben. Der Einfluss der Sonne auf das Klima der Erde sei bislang deutlich unterschätzt worden.

Welt Online: Sie haben ja selber viele Jahre lang die Thesen des Weltklimarates verbreitet. Nun veröffentlichen Sie ein Buch, in dem Sie die Lehrmeinung vom globalen Klimawandel infrage stellen. Wie kam es zu diesem Sinneswandel?

Fritz Vahrenholt: Ja, ich war ein aktiver Verfechter der CO2-Theorie. Doch dann hatte ich zwei Schlüsselerlebnisse, die mich zum Überprüfen meiner Position angeregt haben.

Zum einen war ich im Februar 2010 als wissenschaftlicher Reviewer für den Report des IPCC zu erneuerbaren Energien nach Washington eingeladen. Dort musste ich feststellen, dass es bei der Arbeit alles andere als wissenschaftlich zuging. In dem Bericht wimmelte es nur so von Fehlern. Am Ende durfte der Vertreter von Greenpeace die Endfassung redigieren. Das Ergebnis war die unsinnige Behauptung, dass sich 80 Prozent des gesamten Weltenergiebedarfs mit den Erneuerbaren decken lassen.

Das hat mich aufgerüttelt. Ich dachte, wenn das hier so läuft, dann ist das bei anderen Panels des IPCC vielleicht auch so. Von den 34 Mitgliedern des UN-Sekretariats stammt der überwiegende Teil aus dem Süden – etwa aus Kuba, Sudan, Madagaskar, Iran oder China. Diese Länder haben alle ein Interesse an Transferleistungen. Früher hatte ich gedacht, da würden sich Wissenschaftler treffen und miteinander diskutieren. Nein, es sind Delegierte von – überdies nicht immer demokratisch strukturierten – Staaten. Sie vertreten Interessen und üben Einfluss aus. 

Welt Online: Und das zweite Schlüsselerlebnis?

Vahrenholt: Wir wurden bei RWE Innogy damit konfrontiert, dass der Wind und die entsprechende Stromproduktion in nennenswertem Umfang zurückgingen. Ich bin diesem Phänomen wissenschaftlich nachgegangen und stellte fest, dass es nichts mit CO2 und der Erderwärmung zu tun hat, sondern dass dafür schlicht natürliche Klimaprozesse verantwortlich sind. Die Aktivität der Sonne spielt dabei eine große Rolle. Ich habe mich in die Sache hineingearbeitet und dann ein Jahr lang an dem Buch geschrieben.

Welt Online: Sie sprechen von Delegierten, die sich bei UN-Meetings treffen. Doch die Wissenschaftler in Deutschland und anderswo sind nach wie vor mehrheitlich davon überzeugt, dass der Mensch durch den Ausstoß von CO2 maßgeblich für den Klimawandel mitverantwortlich ist.

Vahrenholt: Diese Wissenschaftler werden aber nicht gefragt, wie der Abschlussbericht aussieht. Sie werden lediglich zitiert. Und es gibt einen unglaublichen Druck auf diese Forscher, sich dem Mainstream anzupassen. Wer das nicht tut, erhält keine Fördermittel oder wird von Vorträgen ausgeschlossen. So ist es mir selbst ergangen. Die Universität Osnabrück hat mich ausgeladen, weil ich dieses Buch geschrieben habe. Abweichende Meinungen sind nicht mehr zugelassen.

Welt Online: Auf welcher fachlichen Basis steht Ihre Kritik an der Mehrheitsmeinung?

Vahrenholt: Ich bin natürlich kein Klimatologe, doch ich arbeite in der gleichen Weise wie das IPCC. Ich schaue mir Tausende wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema an und gebe im Buch auch denjenigen eine Plattform, die bei der Verkürzung auf dem IPCC-Endbericht herausgefallen sind. Das sogenannte Core Writing Team des IPCC, das die Daten nach politischen Zielen auswählt, besteht zu 30 Prozent aus Leuten, die Greenpeace oder dem WWF verbunden sind. Das hatte ich früher auch nicht gewusst.

Welt Online: Was sind im Kern die inhaltlichen Erkenntnisse, die Sie zum Umdenken bewogen haben?

Vahrenholt: Mir war früher nicht bewusst, das CO2 an sich ein relativ bescheiden wirkendes Klimagas ist. Nur durch Verstärkungseffekte kommt man zu einer katastrophalen Zuspitzung. Der Einfluss der Sonne für unser Klima wird bislang unterschätzt. An dieser Stelle muss man einfach neu denken. Mein Buch ist zwar ein Anti-IPCC-Buch, doch ich stelle mich nicht gegen die Wissenschaftler, die gute und wichtige Forschungsarbeit leisten. Aber es sind eben nicht die Wissenschaftler, die am Ende politisch zuspitzen und sagen, wenn ihr nicht dieses und jenes bis zum Jahr 2020 tut, dann wird die Welt ins Chaos stürzen.

Welt Online: Sie verneinen also nicht, dass CO2 zur Klimaerwärmung beiträgt?

Vahrenholt: Es hat zweifelsohne einen Beitrag, doch einen sehr viel geringeren, als bislang angenommen. Das IPCC sagt, dass 95 Prozent der bisherigen Erwärmung auf das Konto von CO2 und anderen Klimagasen gehen. Durch Vergleich mit der Klimaentwicklung der vergangenen 2000 Jahr kommen wir zu dem Schluss, dass die Sonne einen deutlich stärkeren Einfluss hat. Im 20. Jahrhundert ist nicht nur die CO2-Konzentration in der Atmosphäre angestiegen, sondern auch die Strahlung und das Magnetfeld der Sonne.

Ich kann jetzt nicht genau sagen, ob der Anteil des CO2 an der Klimaerwärmung 40, 50 oder 60 Prozent ausmacht. Doch beide Faktoren spielen eine Rolle, und wahrscheinlich ist der Einfluss der Sonne sogar ein wenig stärker als der des CO2.

Die Erdatmosphäre wirkt wie das Glas eines Treibhauses oder auch wie die Scheiben eines Autos: Kurzwelliges Sonnenlicht gelangt weitgehend ungehindert hindurch und wird von der Erdoberfläche aufgenommen. Diese erwärmt sich dabei und gibt einen Teil der eingestrahlten Energie als langwellige Wärmestrahlung (IR) wieder ab. IR-Licht wird aber von einigen Spurengasen absorbiert, in der Atmosphäre gehalten und erst nach und nach wieder an den Weltraum abgegeben. Gäbe es diesen natürlichen Treibhauseffekt nicht, wäre die globale Durchschnittstemperatur nicht plus 15 Grad, sondern minus 18 Grad.


Der wichtigste Effekt ist die Konzentrationszunahme bei Kohlendioxid, Methan und Lachgas. Vor allem Kohlendioxid aus der Verbrennung fossiler Energierohstoffe lässt die Temperatur steigen. Dieser Prozess hat sich in den vergangenen Jahrzehnten beschleunigt. Die aktuelle CO2-Menge in der Atmosphäre ist die höchste seit mindestens 800.000 Jahren, wie im Eis der Antarktis eingeschlossene Luftbläschen aus dieser Zeit beweisen. Seit Beginn der Industrialisierung hat ist der CO2-Gehalt der Luft von 278 auf 387 Teile pro eine Million Teile Luft (ppm) geklettert. Aber auch die Menge an Methan und Lachgas in der Atmosphäre steigt. Methan ist heute um über 124 Prozent höher in der Luft angereichert als je zuvor in den letzten 800.000 Jahren. Zurzeit ist es so warm, wie nie zuvor in der Geschichte der Zivilisation. Wärmer war es, wenn überhaupt, vielleicht vor 125.000 Jahren in der Eem-Warmzeit, sagen Klimarekonstruktionen. Eine neue Untersuchung sagt: Seit 200.000 Jahren war es nicht so warm. Auf Zehntelgrad genaue Messungen belegen: 2005 war das wärmste Jahr seit Beginn der meteorologischen Datenerfassung, insgesamt war das vergangene Jahrzehnt das wärmste Jahrzehnt seither. Eine kurzzeitige Temperaturspitze in den 1940er-Jahren, die allerdings niedriger ausfiel als die heutigen Temperaturen, dürfte auf den Einfluss der Sonne zurückgehen.

Welt Online: Wie kommen Sie darauf?

Vahrenholt: Wir haben seit dem Ende der Kleinen Eiszeit eine Erwärmung um 0,8 Grad Celsius erlebt. Das ist in erster Linie auf den großen tausendjährigen Klimazyklus zurückzuführen, bei dem sich die Erde jeweils in den ersten 200 Jahren wieder erwärmt. Zwischen 1970 und 2000 gibt es einen starken Anstieg bei der mittleren Temperatur, doch den gleichen Anstieg sieht man auch zwischen 1910 und 1940 und zwischen 1860 und 1880.

Das ist nichts Außergewöhnliches. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass dies mit einem 60-Jahres-Zyklus der globalen Meeresströmungen zusammenhängt. Die Pazifische dekadische Oszillation hat einen Einfluss auf die Temperatur der Erde. 1977 trat dieser Effekt in eine positive Phase. Er hatte dann um die Jahrtausendwende ein Maximum und befindet sich nun wieder im Abschwung. Die Atlantische dekadische Oszillation ist, ein wenig zeitversetzt, ebenfalls im Abschwung.

Ein Teil der Erwärmung ist also diesen natürlichen Effekten geschuldet. Der entscheidende Fehler des IPCC besteht darin, dass die Erwärmung von 1977 bis 2000 in den Klimamodellen als CO2-bedingt einfach bis 2100 fortgeschrieben wurde. Ein anderes Problem ist, dass die Bedeutung von Ruß unterschätzt wird. Ruß hat rund 55 Prozent der vom IPCC prognostizierten Klimawirkung des CO2. Auch an dieser Stelle muss also CO2 ein Teil seiner bisherigen Bedeutung als Verursacher der Klimaerwärmung abgeben.

Wir stellen fest, dass wir uns seit zwölf Jahren bei den Temperaturen auf einem Plateau befinden. Die Erklärungen der Klimaforscher dazu reichen nicht aus. Die Pazifische und Atlantische Oszillation wird in ihren Modellen noch immer nicht berücksichtigt. Welt Online: Wird es jetzt also sogar wieder kälter?

Vahrenholt: Erstens befinden sich die kleinen Sonnenzyklen im Abschwung – der Gleissberg- und der Suesszyklus. Zweitens gehen die dekadischen Oszillationen der für die nächsten 30 Jahre in die negative Phase. Und drittens haben wir einen der schwächsten Sonnenzyklen seit 80 Jahren. Es könnte sein, dass der nächste Sonnenzyklus sogar noch schwächer ausfällt.

Alles zusammen führt uns zu der Auffassung, dass wir einem sogenannten Dalton-Minimum, einer Abkühlung, entgegen gehen, wie es zwischen 1790 und 1830 der Fall war. Die Erwärmung des Klimas, wie sie unbestritten durch CO2 und andere Gase verursacht wird, wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten durch andere, natürliche Effekte in erheblichen Umfang kompensiert. Unter dem Strich kommt es damit bis 2100 nur zu einer globalen Erwärmung von einem Grad – vorausgesetzt, dass sich die Zyklen auch künftig so verhalten, wie in den vergangenen 7000 Jahren.

Welt Online: Doch Klimaforscher warnen davor, dass inzwischen die Konzentration des CO2 in der Erdatmosphäre ein so hohes Niveau erreicht habe, dass die natürlichen Regelprozesse, von denen Sie sprechen, möglicherweise gar nicht mehr funktionieren. Wenn das stimmt, hätten wir ein Problem?

Vahrenholt: Die Sonne lässt sich nicht vom CO2 auf der Erde beeinflussen und die Stratosphäre auch nicht. Der Zuwachs an Kohlendioxid von 0,028 Prozent auf 0,038 Prozent in der Atmosphäre ist nichts Weltbewegendes. Die meisten wissen nicht, dass CO2 nur deswegen so kritisch ist, weil seine Klimawirkung durch Wasserdampf verstärkt wird. Wenn durch das CO2 die Temperaturen steigen, so die Argumentation, dann nimmt auch die Konzentration von Wasserdampf in der Atmosphäre zu. Dieser Wasserdampf trägt sehr viel stärker zum Treibhauseffekt bei als das CO2.

Doch glücklicherweise gibt es hier Mechanismen, die korrigierend eingreifen. Mehr Wasserdampf bedeutet auch mehr Wolkenbildung. Und Wolken schirmen die Strahlung der Sonne ab. Ich glaube, die Mutter Natur ist schon ein recht stabiles System, sonst wären wir im Laufe der langen Erdgeschichte schon längst ein heißer, wasserloser Planet wie die Venus geworden.

Welt Online: Wir können uns also zurücklehnen und den Klimawandel vergessen. Mutter Natur wird es schon richten?

Vahrenholt: Nein, nein, das sage ich nicht. Auch eine Temperaturerhöhung um ein Grad ist ja schon eine ganze Menge. Das entspricht dem klimatischen Unterschied zwischen Hamburg und Freiburg. Auch wenn wir keinen Anstieg um zwei, drei oder vier Grad befürchten müssen, so gibt es doch gute Gründe, den energiepolitischen Kurs, den Ausstoß von CO2 zu senken, im Fokus zu behalten und erneuerbare Energien weiter zu entwickeln – auch aus Gründen von Importabhängigkeiten und Reichweiten.

Die Forschung sollte sogar intensiviert werden. Die gute Sonne gibt uns die nächsten 30 Jahre Zeit, das vernünftig zu machen. Deswegen müssen wir nicht bis 2020 zigtausende von Megawatt Fotovoltaik auf die Dächer und in die Landschaft stellen. Dieser Irrweg ist nur einer aus den Fugen geratenden Diskussion geschuldet. Da ist Angst und Hysterie entstanden, sodass viele denken, wenn das mit dem Klimawandel so dramatisch wird, dann müssen wir wohl acht Milliarden Euro pro Jahr dafür abdrücken.

Meine Botschaft ist nun: Wir können und sollten uns Zeit nehmen, um die erneuerbaren Energien dort nutzen zu können, wo sie wirklich effizient sind – also etwa in Südeuropa oder in Nordafrika. Wir müssen hierzulande in diesem Jahrzehnt nicht unser ganzes Energiesystem hysterisch unter Zeitdruck umbauen.

Welt Online: Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung wird global zunehmen. Experten warnen, dass durch Leckagen entsprechend mehr Methan in die Atmosphäre gelangen wird. Da Methan eine viel größere Klimawirkung als CO2 hat, könnte sich daraus eine ganz neue Situation ergeben.

Vahrenholt: Das ist richtig. Durch die Fixierung auf das CO2 hat man andere Faktoren wie Methan oder Ruß bislang vernachlässigt.

Welt Online: Behandeln Sie denn das Thema Methan in Ihrem Buch?

Vahrenholt: Nein. Da gibt es bislang auch keine definitiven Zahlen. Hier besteht also in der Tat ein großer Forschungsbedarf.

Welt Online: In Deutschland wurde eine Energiewende beschlossen. Hoffen Sie, dass Ihr Buch eine Kurskorrektur bewirkt?

Vahrenholt: Die Energiewende gleicht bislang einer riesigen Großbaustelle ohne Kräne. Um sie Wirklichkeit werden zu lassen, bräuchten wir einen gigantischen Netzausbau sowie eine große Zahl von Speichern für elektrische Energie. Ich sehe nicht, wie das in absehbarer Zeit gegen die Widerstände in der Bevölkerung durchgesetzt werden könnte. Wir haben in Deutschland schon heute eine Kapazität von 25.000 Megawatt Fotovoltaik und 29.000 Megawatt Windkraft. Diese Energiequellen sind sehr volatil.

Es gibt Tage, an denen es praktisch kein Wind- oder Sonnenstrom produziert werden kann – manchmal fällt auch beides gleichzeitig aus. Um das ausgleichen zu können, werden wir noch in den nächsten 50 Jahren konventionelle Kraftwerke brauchen. Doch im Moment fahren wir mit Vollgas in eine Sackgasse. Die Energiewende wird nicht funktionieren, wenn wir glauben, in zehn Jahren auf fossile Energien weitgehend verzichten zu können.

Neue fossile Kraftwerke sind der ideale Partner der Erneuerbaren, weil sie mittlerweile schnell herauf- und heruntergefahren werden können. Man darf es mit den Erneuerbaren nicht überstürzen. Die Sonne gewährt uns Aufschub. Frau Merkel könnte nach der Lektüre des Buches durchaus sagen: „Was haben wir doch für ein Glück.“

Welt Online: Wie hoch schätzen Sie aktuell das Risiko für einen Strom-Blackout ein?

Vahrenholt: Einer, der es wissen muss, der scheidende Präsident der Bundesnetzagentur, hat sinngemäß dazu gesagt: Wir tanzen hier auf einer Rasierklinge. Eine Kälteperiode, wie wir sie gerade erleben, bedeutet Alarmstufe 1. Die Tschechen und Franzosen, von denen wir sonst Strom importieren, brauchen ihren Strom jetzt selber – zum Heizen. Derzeit befriedigen wir unseren Importbedarf mit einem Ölkraftwerk in Österreich.

Hoffen wir, dass in den kommenden zwei Wochen angesichts der eisigen Kälte nicht noch etwas schiefgeht. Wenn Herr Röttgen sagt, dass Solarenergie die Wahrscheinlichkeit eines Blackouts reduziert, zeigt das, wie wenig Ahnung dieser Mann hat. Die Höchstnachfrage im Netz besteht im Winter am frühen Abend, wenn der Solarstrom auf null gesunken ist.

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Was man noch wissen sollte (welt 7.2.2012)

Nasa zeigt (angebliche) Erderwärmung seit 1884 im Zeitraffer (Video)

Ist die Erderwärmung nicht seit einigen Jahren gestoppt?



In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Erderwärmung verlangsamt. Das erklären Forscher mit zyklisch verlaufenden natürlichen Einflüssen. Sie bremsen die voranschreitende Erwärmung derzeit. Verantwortlich ist, so eine Vermutung, das Aufwallen kalter Meeresströmungen. Schwingen diese Zyklen wieder in die entgegengesetzte Richtung, steigt auch die Erdtemperatur wieder stärker an. Diese Zusammenhänge sind nicht vollständig erklärbar. Mathematische Analysen zeigen aber, dass die Temperaturen in den letzten Jahren – pickt man nicht willkürlich einige Anfangs- und Endwerte heraus – durchaus weiter gestiegen sind, nur abgeschwächt. Und das auf insgesamt hohem Niveau. Die vergangenen zehn Jahre waren das heißeste Jahrzehnt seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen.

Der Klimaskandal an der Universität von East Anglia zeigt doch, dass Temperaturdaten gefälscht wurden?



Bisher handelt es sich nur um eine unbewiesene Behauptung aufgrund eines kriminellen Angriffs auf persönliche E-Mails. Der Fall wird derzeit untersucht. Ein Editorial in der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachmagazins „Nature" verweist darauf, dass die Forschungsergebnisse der beschuldigten Forscher von mehreren vollkommen unabhängigen Wissenschaftlergruppen gestützt werden. Der Hackerangriff unmittelbar vor der Kopenhagener Konferenz deutet eher darauf hin, dass die Ergebnisse der überwältigenden Mehrheit der Forscher verunglimpft und das politische Ziel der Konferenz torpediert werden sollen.

Was hat es mit der „Hockeyschläger"-Kurve auf sich?



Im Jahr 1999 veröffentlichte der US-Forscher Michael Mann eine Grafik der Erdtemperatur der letzten tausend Jahre. Sie zeigte, dass die Temperaturkurve mehr oder weniger gerade verlief und erst in der zweiten Hälfte des 20..Jahrhunderts nach oben schoss. Die Kurve ähnelt einem Hockeyschläger. Manns Studie wurde wegen methodischer Mängel heftig angegriffen. Mehrere Folgestudien bestätigten die Kurve dann aber weitgehend. Die Bezeichnung Hockeyschläger darf man aber nicht ganz wörtlich nehmen. Fakt ist: Es gab in den letzten tausend Jahren Schwankungen. Neben kleinen, immer vorkommenden Variationen gab es vor allem das mittelalterliche „Wärmeoptimum", eine milde Phase zwischen etwa 900 und 1200 als vorübergehend Grönland besiedelt war. Damals war die Sonne besonders aktiv, und es gab wenige Vulkanausbrüche, wodurch wenig Asche in der Atmosphäre die Sonnenstrahlen reflektierte. Möglicherweise gab es auch eine wärmende Schwankung im Nordatlantikstrom. Selbst in dieser milden Phase war die Erde im Durchschnitt noch etwa 0,7 Grad kühler als heute. In der „Kleinen Eiszeit" zwischen 1500 und 1700 war es bis zu etwa 1,4 Grad kühler als heute. Gletscher rückten vor, es kam zu Missernten, und man verfolgte „Hexen" als vermeintliche Übeltäter. Ursachen der Kaltphase waren vermutlich eine geringe Strahlungsstärke der Sonne, starke Vulkaneruptionen und eine Schwäche des Golfstroms. Es ist aber nicht schlüssig bewiesen, ob die Kleine Eiszeit weltumspannend Kälte brachte. Weiterhin gab es ein kurzes „Zwischenhoch" in den 1940er-Jahren. Auch das ist vermutlich auf eine erhöhte Sonnenaktivität zurückzuführen – aber danach liefert die Sonne keine Erklärung mehr. Für den steilen Anstieg ab 1980 sind nur die Treibhausgaskonzentrationen plausibel.

Welche natürlichen Faktoren beeinflussen das Klima?



Die wichtigsten natürlichen Klimafaktoren waren in der Vergangenheit die mal stärker, mal schwächer scheinende Sonne, sich verschiebende Kontinentalplatten, was zum Beispiel Meeresströmungen und damit den Wasseraustausch mit der kalten Tiefsee veränderte, und sich aufwölbende Hochplateaus, was den Strahlungshaushalt der Erde veränderte. Außerdem Vulkanausbrüche, die mit ihrer Asche Sonnenlicht reflektieren.

Welche Rolle spielt genau die Sonne?



Unser Zentralgestirn schwankt zum einen in seiner direkten Strahlkraft. In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich hier wenig verändert. In den letzten Jahren hätte sich die Erde aufgrund der leicht sinkenden Sonnenaktivität sogar leicht abkühlen müssen. Es gibt auch eine Theorie, wonach kosmische Strahlung in der Atmosphäre Partikel erzeugt, die die Wolkenbildung anregen – es bilden sich Kondensationskerne. Das ist nicht bewiesen, aber ein entsprechendes Experiment ist jüngst beim europäischen Kernforschungszentrum Cern angelaufen. So viel scheint klar: In Zeiten, in denen der Sonnenwind stark war, wurde die kosmische Strahlung schwach. Starker Sonnenwind könnte die Wolkenbildung tatsächlich erschweren, was wiederum zu starkem Sonnenlicht auf der Erde und damit zu Erwärmung führt. In den vergangenen 400 Jahren gab es eine Parallelität zwischen Sonnenflecken und Temperatur. Ein prominenter Vertreter dieser Position, Sami Solanki von der Max-Planck-Gesellschaft, geht allerdings davon aus, dass die Sonne „höchstens für einen kleinen Teil der Erwärmung während der letzten 20 bis 30 Jahre verantwortlich sein kann". Die Mehrheit der Forscher teilt diese Meinung.

Woher stammen die von Menschen produzierten Treibhausgase?



Nach ihrer Wirkung gewichtet (Methan beispielsweise ein stärkeres Treibhausgas als Kohlendioxid) stammen die Emissionen aus diesen Sektoren: Kraftwerke 26%, Industrie 19%, Forstwirtschaft 17%, Landwirtschaft 14%, Verkehr 13%, Wohnen und Arbeiten 8%, Abfälle und Abwasser 3%. Kohlendioxid ist von seiner Wirkung das bedeutendste menschgemachte (anthropogene) Treibhausgas. Im Jahr 2008 wurden 31,9 Milliarden Tonnen in die Atmosphäre entlassen, 41% mehr als 1990, dem Basisjahr des aktuellen UN-Kyoto-Protokolls. Hauptemittent ist knapp vor den USA China mit gut sechs Milliarden Tonnen. Deutschland liegt mit 523 Millionen Tonnen nach Russland, Indien und Japan auf Platz 6.

Welche Rolle spielen die Rodung von Wäldern und die Landwirtschaft?



Im Jahr 2007 waren die CO2-Emissionen noch etwas höher als 2008. Das liegt vor allem daran, dass das Abholzen und Brandroden von Wäldern rückläufig war. Wälder sind „Kohlenstoffsenken": Sie nehmen mit der Photosynthese CO2 auf. Werden sie gerodet, raubt das Kapazitäten zum Dämpfen des CO2-Ausstoßes. Beim Verbrennen (Brandrodung) wird alles CO2 wieder freigesetzt, was im Laufe des Baumlebens absorbiert wurde. Die Landwirtschaft macht vor allem über Düngung und Viehhaltung 18 Prozent der globalen anthropogenen Treibhausgaswirkung aus. Die Gase stammen aus Fermentationsprozessen in Kuhmägen und der Zersetzung von Dung (Methan), aus dem Abbau von Düngemitteln (Lachgas) sowie aus Landmaschinen (CO2).

Welcher Anteil an CO2 wird von den Meeren und den Pflanzen absorbiert?



Man weiß sehr gut, wie viel Kohle, Öl und Erdgas verbrannt werden und wie groß die CO2-Emissionen sind. Auch wird CO2 in der Luft seit gut 50 Jahren exakt gemessen. Aus der Differenz ergibt sich, dass bis vor wenigen Jahren etwa 60 Prozent des menschgemachten CO2 von Pflanzen aufgenommen und in Meeren gelöst wurde. Vegetation und Ozeane sind also CO2-Puffer. Die aktuelle Forschung zeigt, dass der Puffer in den vergangenen Jahren auf 55 Prozent gesunken ist, es bleibt also etwas mehr in der Luft. Das ist noch kein klarer Trend, aber es passt zu dem, was man über die Meere weiß: Warmes und durch gelöstes CO2 angesäuertes Wasser löst weniger CO2 als kaltes und neutrales. Die Vegetation nimmt weiter CO2 auf und bildet daraus Biomasse. Ob das endlos weiter geht, weiß man nicht. Es gibt Hinweise, dass Pflanzen unter Wärme- und Schädlingsstress und eine wegen Dürre generell schwindende Vegetation nicht endlos als CO2-Puffer funktioniert.

Welchen Anteil hat der Mensch?



Das lässt sich schwer in exakten Zahlen fassen. Die große Mehrheit der Forscher sagt: Die globale Erwärmung geht überwiegend auf den Menschen zurück. Das zeige der enge Zusammenhang mit dem Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen. Für die vergangenen etwa 100 Jahre lässt sich grob sagen: Mindestens zwei Drittel der Klimaveränderungen sind auf den Menschen zurückzuführen.

Das Klima hat sich immer verändert. Warum lassen wir ihm nicht ihren Lauf?



Die komplexe Anpassung der Menschen an ihre Lebensräume lässt das nicht zu, sagen Experten. In den vergangenen 5000 Jahren, in denen das Klima relativ stabil war, haben Menschen alle Lebensräume entsprechend ihrer Ausstattung mehr oder weniger dicht besiedelt. Ändern sich diese Lebensräume von 6,8 Milliarden Menschen und werden sie von Überflutung, Stürmen und Dürren bedroht, so wird es starke zivilisatorische Verwerfungen geben. Deshalb müsse die Weltgemeinschaft, sagen Wissenschaftler und Politiker, an den Schrauben drehen, auf die sie Zugriff hat: die Verringerung des CO2-Ausstoßes und Maßnahmen zur Anpassung an die Veränderungen, die unvermeidlich sind. Davon abgesehen sind auch Maßnahmen zu Anpassung an die sich verändernde Umwelt nötig. Beides wird wohl nötig sein. Wie man die Mittel auf beides verteilen sollte, ist eine schwierige politisch-wirtschaftliche Abwägung.

Welche Wirkung auf das Klimageschehen hat der Luftverkehr?



Flugzeuge geben neben CO2 auch Stickoxide ab, die in Reiseflughöhe das starke Treibhausgas Ozon bilden. Kondensstreifen spielen eine eher geringe Rolle. Insgesamt ist die Klimawirkung von Flugzeugen etwa dreimal stärker als vergleichbare Emissionen am Boden. Umweltschonendere Treibstoffe als Kerosin sind nicht in Sicht. Noch trägt der Flugverkehr eher wenig zum Klimawandel bei. Forscher rechneten für das Jahr 2000 mit einem Beitrag der Luftfahrt von 0,02 bis 0,03 Grad an den insgesamt 0,7 Grad Erderwärmung.

Welche Rolle spielen Staub und Ruß (Aerosole)?



Ruß aus Öfen, Autos und Industrie absorbieren Sonnenlicht und verstärken den Treibhauseffekt. Staub aus Sandstürmen und Vulkanen und Meeressalzpartikel reflektieren dagegen das Licht und unterstützen die Bildung von reflektierenden Wolken. Dieser Staub schwächt den Treibhauseffekt. Alles in allem würde die Erderwärmung ganz ohne diese Aerosole etwas stärker ausfallen. Ein spezieller Fall ist Ruß auf Gletschern. US-Forscher verwiesen kürzlich darauf, dass dunkle Rußpartikel, die sich dort absetzen, die Absorption von Sonnenlicht verstärken und so das Eis rascher abschmelzen lassen. Das sei besonders in der rußreichen Luft Südasiens und für die Gletscher des Himalajas von Bedeutung. Die dort gebundenen Wassermassen speisen die Flüsse Indus und Ganges und sind enorm wichtig für die Landwirtschaft Südasiens.

Wie lauten die Temperaturvoraussagen der Forscher?



Klimaforscher nutzen den Begriff Voraussagen nicht, der ist für das kurzfristig berechnete Wetter reserviert. Klimaforscher sprechen von „Szenarien", die stark abhängig sind vom politischen und wirtschaftlichen Rahmen: vor allem davon, wie sich wachstumsstarke Länder wie China und Indien entwickeln und was die Staatengemeinschaft gegen Treibhausgas-Emissionen unternimmt. Klimaszenarien gehen im günstigsten Falle von einer Temperaturerhöhung von zwei Grad aus, im weniger günstigen gut vier Grad, ein Szenarium reicht gar bis knapp sieben Grad über dem Stand vor 150 Jahren. Wenn sich die CO2-Konzentration in der Luft bis 2100 gegenüber vorindustrieller Zeit (278 ppm) verdoppelt, wird es zwei bis vier Grad wärmer.

Nehmen die Wirbelstürme zu?



Die Stärke von Stürmen hängt von der Energie in der Atmosphäre ab. Höhere Temperaturen und, damit verbunden, mehr Feuchtigkeit kurbeln die Sturmaktivitäten an. Der Weltklimarat IPCC verweist auf eine Zunahme der Stärke von tropischen Wirbelstürmen seit der Mitte der 70er-Jahre. Auch ihre Dauer habe zugenommen. Dieser Trend läuft parallel zu den steigenden Temperaturen der Meere. Eine neue Analyse von Satellitendaten zurück bis 1980 kommt zu dem Schluss, dass eine globale Temperaturerhöhung von einem Grad eine 30-prozentige Zunahme schwerer Hurrikans von Stärke 4 und 5 bedeutet. Bisher hat die Erdtemperatur um 0,7 bis 0,8 Grad zugenommen. Parallel dazu nimmt auch die Stärke der Niederschläge zu: Regen fällt heftiger, dafür unregelmäßiger. In manchen Regionen wird es möglicherweise nicht trockener, aber weil der Regen seltener und heftiger fällt, fließt das Wasser sehr schnell ab und wird nicht vom Boden aufgenommen – so kommt es häufiger zu Überschwemmungen.

Dehnen sich die Wüsten aus?



Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Klima- und Vegetationszonen verschieben. Konkret: Die Sahara wandert nordwärts und bringt Südeuropa Trockenheit. Teile der heutigen Sahara dürften aber feuchter und günstiger für die Landwirtschaft werden. Insgesamt aber sagen Experten global eine Ausbreitung der Trockengebiete voraus. Schon in den vergangenen drei Jahrzehnten haben sich global die Dürregebiete um 30 Prozent ausgedehnt. Allerdings spielen hier auch andere Effekte hinein, zum Beispiel die Überweidung von Steppen durch Nutzvieh.

Schmilzt das Eis überall in den Polargebieten?



Im Laufe des Jahres 2009 haben sich die Hinweise gehäuft, wonach die Eisdecke des arktischen Meeres schneller schrumpft als vorausgesehen. Das betrifft sowohl die Fläche, als auch die Dicke. Kürzlich berichteten kanadische Forscher, dass sich das mehrere Meter dicke mehrjährige Eis von einst bis zu 90 Prozent der Fläche auf 17 Prozent verringert hat. Eisbären benötigen zur Jagd und zum Ruhen mehrjähriges Eis. Eine ähnlich beschleunigte Gletscherschmelze fanden Polarforscher auch auf Grönland. In nur wenigen Jahren hat sich die Masse des abgeschmolzenen Eises verdoppelt (Zeitraum 2004 bis 2006 im Vergleich zu 2002 bis 2004). Nach unterschiedlichen Messungen beträgt der Verlust 215 bis 400 Milliarden Tonnen pro Jahr. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Arktis sich weit stärker erwärmt (hat) als der Rest der Welt: 2,5 Grad im 20..Jahrhundert gegenüber etwa 0,6 Grad global. In der Antarktis sieht es nicht so dramatisch aus – sie erwärmt sich weniger (0,2 Grad im 20..Jahrhundert). Der antarktische Eisschelf verlor zwischen 2002 und 2005 pro Jahr etwa 135 Milliarden Tonnen Eis. Zwischen 1985 und 1994 hatten im Inneren der Antarktis die Schneefälle zugenommen, sodass die Eisschmelze an der Küste noch teilweise ausgeglichen wurde. Nach 1995 ist in fast allen Regionen der Antarktis weniger Schnee gefallen. Besonders auffällig war der Verlust beim Abbrechen des Larsen-B-Eisschelfs im Jahr 2002. Ein Schelf ist eine Eisplatte, die mit einem Gletscher an Land verbunden ist, aber auf dem Meer schwimmt. Damals brach die Schelfplatte mit einer Fläche von 3250 Quadratkilometer ab – mehr als die Größe des Saarlandes.

Schrumpfen alle Gletscher in den Hochgebirgen?



In den Hochgebirgen rücken die Gletscher seit Mitte des 19. Jahrhunderts fast überall zurück, die Mehrheit hat an Masse verloren. Ausnahmen bilden die Gletscher in Neuseeland, Norwegen, Island und in der östlichen Antarktis, wobei sich dieser Trend in den ersten beiden Ländern nach der Jahrtausendwende abgeschwächt hat. Die wenigen Gletscher, die an Masse gewinnen, verdanken dies stärkerem Schneefall, nicht sinkenden Temperaturen.

Wer verändern sich Klima- und Vegetationszonen?



Die heißen Trockengürtel um die Wendekreise – auf der Nordhalbkugel um die Sahara – breitet sich aus, beispielsweise der Südwesten der USA und Südeuropa werden heißer und trockener, Wasser wird knapper, die Touristen könnten ausbleiben. Vielleicht verschiebt sich aber auch die Saison, und die Besucher kommen im angenehm warmen Winter. Hochgebirgsgletscher schmelzen zu großen Teilen, es fällt weniger Schnee. Die Alpen als Wasserspeicher verlieren so an Bedeutung. Der Westen Europas wird zunehmend feuchter, der Osten trockener. In den Tundren des Nordens taut der Permafrostboden. Im nächsten Jahrhundert könnte dann verstärkt Methangas – selbst ein potentes Treibhausgas – entweichen.

Wie sieht Deutschlands Klimazukunft aus?



Es wird wärmer. Die Temperaturen steigen vor allem im Süden. Das kann ganz angenehm sein, und der Tourismus, vor allem am Meer, dürfte profitieren. Es besteht aber auch die Gefahr von unangenehmen Hitzesommern, vor allem im Südwesten und am Rhein. Die Weinanbaugebiete wandern nach Norden, am Rand des Harzes könnte Riesling angebaut werden, in klassischen Riesling-Gebieten wie dem Rheingau gedeiht möglicherweise Rotwein wie heute in Burgund. In den Skigebieten wird es grüner, die Schneekanone könnte zu ihrem Symbol werden. Zugleich steigt in den Alpen die Gefahr von Felsstürzen, weil das Eis Felsbrocken bisher wie ein Kleber zusammenhält. Tier- und Pflanzenarten bewegen sich nordwärts. Neue Arten wandern ein, heute ansässige verziehen sich nordwärts. Einige Arten verschwinden, weil sie nur in kühlen Gebirgen leben konnten. Zu den Neuankömmlingen könnten auch Insekten gehören, die Krankheiten übertragen. An der Nordsee steigt die Gefahr für Stürme und Sturmfluten. Vor allem im Osten Deutschlands wird es trockener, die Region könnte versteppen, die Waldbrandgefahr steigt. Weil die Niederschläge unregelmäßiger und heftiger fallen, fließt ein größerer Teil des Wassers schnell ab, statt zu versickern. So kommt es häufiger zu Überschwemmungen, in anderen Zeiten herrscht Wassermangel. Das behindert die Schifffahrt und die Kühlung von Kraftwerken. Trockenzeiten könnten Stromausfälle bringen.

Um wie weit steigt der Meeresspiegel?



Der Meeresspiegel steigt derzeit um drei Millimeter pro Jahr. Der Weltklimarat sagte vor einigen Jahren eine Erhöhung bis zum Jahr 2100 um 19 bis 58 Zentimeter voraus. Durch neue Erkenntnisse über die beschleunigte Eisschmelze gestützt kommen Studien jetzt auf Werte von mindestens einem bis zu zwei Metern. Eine aktuelle Studie geht von 1,40 Meter aus. Relevant ist das für knapp über dem Meersspiegel liegende Siedlungsgebiete wie in Venedig, Hamburg, Bangladesch, Indonesien oder auf Inselstaaten. Norddeutschland und die Niederlande mögen durch Deiche noch zu schützen sein, für Küstengebiete in Entwicklungsländern und für kleine Inselstaaten gilt das kaum. Wichtig ist auch: Ausschlaggebend für die Flutgefahr ist nicht der normale Pegel des mittleren Hochwassers, sondern es sind Sturmfluten. Auf die Pegel, die diese mit sich bringen, setzen sich die 50 oder 150 Zentimeter Meersspiegelanstieg noch „oben drauf". Übrigens steigen die Meere nicht nur, weil das Eis der Polkappen schmilzt, sondern auch wegen der Volumenzunahme des Meerwassers mit der steigenden Temperatur. Das macht etwa die Hälfte des Anstiegs aus.

Gibt es auch Klimagewinner?



Ja, höhere Temperaturen sind nicht per se schlecht. So könnten Skandinavien, Grönland, Kanada und Russland davon profitieren, dass dort zukünftig bis in hohe Breiten Getreide gedeiht. Doch wenn der Permafrostboden dort bis in große Tiefen auftaut, entstehen riesige Sümpfe, in denen Dörfer, Straßen, Flugplätze, Bahnlinien und Gaspipelines versinken. Das erfordert teure bauliche Gegenmaßnahmen.

Was sind „Kipppunkte" (tipping points)?



Damit sind eine Reihe von Regionen und Phänomenen gemeint, die bei kleinen Temperaturerhöhungen mit irreversiblen und starken Veränderungen reagieren oder eine schnelle Spirale in Bewegung setzen. Es handelt sich teilweise um sogenannte nichtlineare Effekte, die sind schwer berechenbar. Ein tipping point ist die Arktis. Durch die Eisschmelze nimmt der eisfreie Ozean mehr Sonnenlicht auf, und das Meer erwärmt sich stärker als zuvor. Das erschwert wiederum die Eisbildung im Folgewinter. Ein anderer tipping point ist das Absterben der nordischen Nadelwälder durch Hitze und Schädlinge, was CO2 freisetzen und eine wichtige CO2-Senke zerstören würde. Gleiches gilt für das Abholzen der tropischen Regenwälder. Andere Kipppunkte sind eine starke und irreversible Veränderung der Monsunregen in Asien und Afrika und die Übersäuerung der Meere. Durch Übersäuerung (und auch Erwärmung) werden große Mengen des gelösten Treibhausgases Kohlendioxids freigesetzt, was die Erwärmung beschleunigen würde.

Kann der Klimawandel abgewendet werden?



Nein, er ist bereits im Gange. Selbst wenn jetzt alle Staaten die Produktion von Treibhausgasen sofort auf Null drosseln könnten, ginge die Erwärmung noch Jahrzehnte weiter. Das Klimasystem reagiert sehr träge. Das in Kopenhagen angepeilte Zwei-Grad-Ziel bis 2100 ist ambitioniert, es zu erreichen wäre ein großer Erfolg.

Kann der Klimaschutz warten, bis mehr Details bekannt sind?



Die große Mehrheit der Experten hält die Plus-Zwei-Grad-Grenze für noch handhabbar. Sie mag willkürlich erscheinen, denn niemand kann mit Sicherheit vorhersagen, ob Sturmhäufigkeit, Niederschläge, Ernten und Gesellschaften bei 1,8, oder 3,8 Grad in einen nicht mehr rückführbaren kritischen Zustand kippen. Doch Forschung und Politik sagen: Es sind genügend Fakten auf dem Tisch, um jetzt zu handeln. Es wäre unverantwortlich abzuwarten, bis alle Details klar sind.

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Die große Luftnummer die Welt 5.7.11

Während sich der Rest der Welt langsam, aber sicher von der Idee des menschengemachten Klimawandels verabschiedet, hält Deutschland unverdrossen daran fest, dass der CO2-Ausstoß etwas kosten sollte. Eine Gegenrede zu Ottmar Edenhofers Essay "Müllhalde Atmosphäre"

Alle Parteien der Industriestaaten, ob rechts oder links, werden die CO2-Erderwärmungstheorie übernehmen. Dies ist eine einmalige Chance, die Luft zum Atmen zu besteuern. Weil sie damit angeblich die Welt vor dem Hitzetod bewahren, erhalten die Politiker dafür auch noch Beifall. Keine Partei wird dieser Versuchung widerstehen." Dies prophezeite mir schon 1998 Nigel Calder, der vielfach ausgezeichnete britische Wissenschaftsjournalist, jahrelanger Herausgeber vom "New Scientist" und BBC-Autor. Zusammen mit den dänischen Physikern Hendrik Svensmark und Egil Friis-Christensen vom renommierten Niels-Bohr-Institut hatte er 1997 das Buch "The Manic Sun - die launische Sonne" veröffentlicht, in dem sie anhand von Forschungen die Sonne für unser Klima verantwortlich machen.

Er hat mit seiner Einschätzung der Parteien recht behalten. Die Ergebnisse der Forscher, die wissenschaftliche Arbeiten über die Auswirkungen der Sonne und der Strahlungen aus dem Weltall auf unser Klima beinhalten, aber werden weitgehend totgeschwiegen. Damit können die Politiker nichts anfangen. Das würde bedeuten, dass die Flut von Gesetzen, mit denen die Bürger zu immer neuen Abgaben und Steuern gezwungen werden, um die Welt zu retten, nicht mehr zu rechtfertigen wäre. Weder Glühbirnenverbot noch die gigantischen Subventionen für die sogenannte erneuerbare Energie würden einen Sinn machen. Statt mit Steuern den Klimawandel zu beeinflussen, müssten sie sich mit den Folgen des natürlichen Klimawandels beschäftigen.

Eine Debatte über die Ursachen für den Klimawandel gibt es im politischen Deutschland nicht. Da wird einfach erklärt: "Der Ausstoß von Treibhausgasen führt zur Erderwärmung, das ist weitgehend unstrittig", so Ottmar Edenhofer, der Chefökonom und Vizedirektor des Potsdamer Instituts für Klimafolgeforschung ("Müllhalde Atmosphäre" in der "Welt" vom 4.7.). Sein Kollege Stefan Rahmstorf hat die Debatte über die Ursachen des Klimawandels einfach für beendet erklärt. Die Partei der Grünen, die die von Menschen gemachte Klimahybris zum Parteiprogramm erhoben hat, empörte sich in einer Anfrage an die Bundesregierung, ob sie wisse, dass Klimaleugner in den Räumen des Bundestags sprechen durften. Auf Einladung des FDP-Abgeordneten Paul Friedhoff referierte der Begründer der Nasa-Meteorologie und vielfach ausgezeichnete US-Wissenschaftler Fred Singer über seine Forschungsergebnisse. Schon wer sich unabhängig mit dem Klimadiktat auseinandersetzt, wird der Häresie angeklagt. Doch was als unerschütterliche Wahrheit daherkommt, kann als geschickte, ja geniale Propaganda enttarnen, wer sich nicht nur einseitig informiert. Es gibt aus den letzten Jahren circa 800 wissenschaftliche Veröffentlichungen, die die CO2-Treibhausthesen widerlegen. Der Hauptunterschied zu den Klimamodellierern: Sie legen Versuche mit Messungen vor, während die vom IPCC (der gern als "Weltklimarat" bezeichneten internationalen Behörde) veröffentlichten Studien auf Computermodellen und Berechnungen basieren. Auf einen kurzen Nenner gebracht, lautet der Gegensatz: Fakten gegen Berechnungen. Wenn aber die Fakten nicht von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, haben sie in der politischen Entscheidungsfindung auch keinen Einfluss.

Dabei sollte die immer wieder vorgetragene Behauptung der Klimamodellierer schon misstrauisch machen: "Die wissenschaftliche Debatte über den menschengemachten Klimawandel ist beendet." Das ist an Hybris und Arroganz nicht zu überbieten und widerspricht jeglicher Definition von Wissenschaft. Als Beleg für die endgültige Treibhausgastheorie wird immer wieder vorgebracht: 97 Prozent der Wissenschaftler seien sich einig. Nachzulesen im "Spiegel", wiederholt im ZDF in "Frontal 21" und von Guido Knopps "History". "97 Prozent!" - da müssten doch alle journalistischen Warnsignale aufleuchten. Zum Beispiel: 97 Prozent von wie vielen Wissenschaftlern? Und welche Wissenschaftler zählen dazu? Wer hat sie ausgewählt? Zweimal in den letzten beiden Jahren haben sich in Berlin die kritischen Wissenschaftler aus aller Welt getroffen, um ihre Forschungen vorzustellen, die zu anderen Ergebnissen kommen als die IPCC-Macher und ihre Gläubigen. Doch dann glänzt das Potsdamer Institut durch Abwesenheit, kaum ein Bundestagsabgeordneter und kaum ein Journalist machen sich die Mühe, sich zu informieren.

Ein weiterer Trick, der die Debatte ersticken soll, ist die Behauptung, dass der Einfluss des CO2 auf das Klima schon seit 150 Jahren bekannt sei. Damit wird auf den schwedischen Chemiker und Allroundwissenschaftler Svente Arrhenius verwiesen, der rein hypothetisch, ohne Beweise, davon ausging, dass CO2 das Klima erwärmen würde, was er allerdings für einen großen Segen für die Menschheit hielt. Außer Hochrechnungen haben die CO2-Klimaerwärmer bis heute nichts Handfestes zu bieten. Die Basiszahlen für die Berechnungen des IPCC sind im federführenden britischen Institut der Universität Norwich vernichtet worden. Für seine die Welt aufrüttelnden Beispiele in seinem Film "Eine unbequeme Wahrheit" hat sich das Büro Al Gores entschuldigt. Die Zahlen und Daten seien ungeprüft von der Münchner Rückversicherung übernommen worden, schrieb Roger Pielke jr. in der "New York Times" vom 23. Februar 2009. Der Film ist wegen seiner Fehler übrigens vom High Court in England und Wales für den Schulunterricht verboten, wenn er ohne Berichtigungen gezeigt wird. In Deutschland ist er immer noch Unterrichtsstoff.

Gleichwohl baut die Bundesregierung samt Opposition auf dem Modell eines menschengemachten Klimawandels eine preistreibende Energiepolitik auf, die die deutsche Volkswirtschaft dreistellige Milliardenbeträge kostet. Dass sie damit zunehmend allein in der Welt steht, macht ihr nichts aus. Von der deutschen Öffentlichkeit fast unbemerkt haben sich beim letzten G-8-Gipfel in Deauville Kanada, Japan, Russland und Frankreich versichert, dass sie an keinen Konferenzen mehr für ein Kyoto-Nachfolgeprotokoll teilnehmen werden. Die USA wollen nur noch Beobachter schicken. Während die Berater der Kanzlerin in Klimafragen vom Potsdamer Institut noch an Szenarien basteln, wie in Zukunft das CO2 durch eine weltumspannende Behörde gerecht verteilt werden kann, was natürlich die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit eines jeden Landes mitbestimmt, verabschiedet sich der Rest der Welt so langsam aus diesem neuen babylonischen Turmbau, der die Zentrale Planungsbehörde der UdSSR marginalisiert hätte. In den USA ist die CO2-Börse geplatzt, in Asien wurde sie gar nicht erst eingeführt, in Australien stürzen darüber Regierungen - nur in Europa und unter der Führung Deutschlands soll CO2 einen Preis haben. Es ist eine echte Luftnummer. Tragisch nur: Selbst wenn keiner mehr mitmacht, so sind die deutschen Parteien trotzdem entschlossen, die Bepreisung von CO2 durchzuziehen. Als Vorbild für die ganze Welt. Mit Energiewende und Umweltschutz hat das alles nichts zu tun.

Nigel Calder hatte dafür 1998 auch schon eine Begründung. "Am Anfang war die CO2- und Erderwärmungstheorie eine angelsächsische Erfindung, die nicht zuletzt von der Nuklearindustrie gefördert wurde, die für sich eine Wiederbelebung erhoffte. Aber dann wurde daraus mehr und mehr ein Szenarium für den Weltuntergang, und das widerstrebt den nüchternen Angelsachsen. Da erinnerte man sich im IPCC: The Germans are best for doomsday theories!" Wenn es um den Weltuntergang geht, sind die Deutschen am besten. So wurde die Klima-Treibhaus-Untergangstheorie den Deutschen übergeben. Ich fürchte: Nigel Calder hat hier auch wieder recht.

Der Autor (70) ist Wirtschaftsjournalist, Filmemacher und Publizist. In seinem 2011 erschienenen Buch "Träum weiter, Deutschland!" kritisiert er die deutsche Staatsgläubigkeit in Bereichen wie Bildung, Klimawandel und Staatsverschuldung. Der Text von Ottmar Edenhofer, auf den Günter Ederer hier antwortet, lässt sich im Internet nachlesen unter www.welt.de

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Die Sonne soll schuld sein  welt 28.11.11

 

Kritiker präsentieren parallel zur Klimakonferenz eigene Theorien

Kurz vor Beginn des Gipfels in Durban haben auch die Kritiker der Klimawandel-Theorie ihre aktuellen Ergebnisse vorgestellt. So sei der "Sonnenwind" im Zusammenspiel mit der kosmischen Strahlung weit stärker als bisher angenommen - und auch weit stärker für die Klimaschwankungen der letzten Jahre verantwortlich als das seiner Ansicht nach überschätzte Kohlendioxid, erklärte Henrik Svensmark vom staatlichen dänischen "National Space Institute" (NSI). Sowohl beim Sonnenwind als auch bei der kosmischen Strahlung handelt es sich um einen "ionisierten", also atomar geladenen Teilchenstrom. Das Zusammenspiel beider übe einen starken Einfluss auf die globale Wolkenbildung und damit auf das Weltklima aus, erläuterte Svensmark auf einer gemeinsamen Tagung des "Europäischen Instituts für Klima und Energie" (Eike) sowie des "Berlin Manhattan Instituts" in München.

Die Ergebnisse von Svensmarks langjähriger Forschung wurden demnach erst vor wenigen Wochen durch ein aufwendig angelegtes Experiment am europäischen Teilchenbeschleuniger CERN bei Genf bestätigt. Sie lassen sich etwa so zusammenfassen: Für die Wolkenbildung rund um die Erde ist in starkem Maße die galaktische kosmische Strahlung verantwortlich, die wiederum vom ionisierten, in seiner Stärke schwankenden "Sonnenwind" gesteuert wird. Eine aktive Sonne, sichtbar an der höheren Zahl von Sonnenflecken, verhindert die Wolkenbildung und erhöht so die globale Temperatur. Sind weniger Flecken auf der Sonne sichtbar, heizt sie die Erde entsprechend weniger auf.

Svensmark erklärte jetzt in München, dass seine Laborversuche - und die des CERN - inzwischen durch Satellitenbeobachtungen bestätigt worden seien. Die Tatsache, dass die globalen Temperaturen im letzten Jahrzehnt eher leicht zurückgegangen sind, obwohl das Kohlendioxid in der Atmosphäre in Rekordtempo zugenommen hatte, könnte den Ansatz des dänischen Universitätsprofessors stützen. Die Sonnenaktivität ist seit mehreren Jahren auf einem langjährigen Tiefstand angelangt, gleichzeitig legte nicht nur die globale Erwärmung eine Pause ein, auch wurde in den letzten beiden Jahren ein Rückgang des Meeresspiegels registriert, einhergehend mit einem Abfall der Meerestemperatur.

Lebhaft diskutiertes Thema auf der Münchener Tagung war die neuerliche Veröffentlichung brisanter Details aus dem internen E-Mail-Verkehr von Klimaforschern. Zwei Jahre nach der "Climategate"-Affäre, in deren Verlauf ein fragwürdiger Umgang mehrerer Klimawissenschaftler mit ihren Forschungsergebnissen ans Licht kam, wurden jetzt erneut viele tausend elektronische Briefe aus der Korrespondenz von Forschern des Weltklimarats IPCC bekannt. Wie damals schon tauchten sie auch jetzt wieder auf einem russischen Server auf. Wie in München verlautete, soll es sich dieses Mal um mehrere Hunderttausend Mails handeln. Auch vor zwei Jahren schon gelangten die E-Mails kurz vor dem Klimagipfel an die Öffentlichkeit.

Der Buchautor Andrew Montfort erklärte, eine erste Auswertung der Mails mache eine "Politisierung" der wissenschaftlichen Arbeit des Weltklimarates IPCC deutlich. Wie beim letzten Mal vor zwei Jahren auch schon würden gehörige Unsicherheiten in den Ergebnissen der Klimaforscher deutlich, die sie verbergen wollten. Mehrere Gremien untersuchten damals die Korrespondenz der Forscher des IPCC und entlasteten die IPCC-Forscher.

Kritiker werfen den Untersuchungsausschüssen allerdings eine zu große Nähe zu den Schreibern und Empfängern der Mails vor, die deshalb voreilig entlastet worden seien. Aus dem Hinweis eines Klimaforschers per Mail an einen Kollegen, wie man am besten einen unwillkommenen Rückgang von Temperaturen statistisch verstecken könnte, entstand inzwischen ein beliebtes Lied von Kritikern des IPCC: "Hide the decline" ("Vertusche den Rückgang").

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Katrina" aus dem All bringt das Chaos   24.2.2011

 

Stürmisch wird's: Auf der Sonnenoberfläche toben Stürme wie seit langem nicht mehr. Die Sonne nähert sich in diesen Tagen der aktivsten Phase ihres Elf-Jahres-Zyklus. Gewaltige Eruptionen schleudern erhöhte Strahlung ins All. Diese erreichen mit rasender Beschleunigung die Erde. US-Wissenschaftler befürchten gewaltige Eruptionen, die Satelliten, Datenleitungen und Stromnetze lahmlegen könnten. Bereits vergangene Woche war eine Radioübertragung in China unterbrochen worden. Die Forscher malen ein Szenario von gewaltigem Ausmaß: Die Folgen der Sonnenstürme könnten auf so zerstörerisch sein wie der Hurrikan "Katrina" vor sechs Jahren - allerdings im globalen Maßstab.

 

Sonneneruptionen so zerstörerisch wie "Katrina" - Sonne tritt in Aktivitätsphase ihres Elf-Jahres-Zyklus(Bild: NASA)

Bild: NASA

Viel drastischer kann in den USA wohl kaum vor den Folgen einer möglichen Naturkastrophe gewarnt werden. Was Forscher auf der weltweit wichtigsten Wissenschaftlertagung erklärten, lässt Schlimmes befürchten: Die schwersten Stürme auf der Sonnenoberfläche seit Jahren könnten auf der Erde so zerstörisch wie der Hurrikan "Katrina" sein, der im Jahr 2005 den Süden der USA verwüstete.

Als eine der verheerendsten Naturkatastrophen in die Geschichte der Vereinigten Staaten, kamen durch diesen Sturm Tausende Menschen ums Leben. Insbesondere die Stadt New Orleans war überaus stark betroffen. Das Katastrophen-Szenario, das die Forscher nun aber in Bezug auf den Übertritt der Sonne in die aktivste Phase ihres Elf-Jahres-Zyklus erklärten, zeichnen sie global - mit zerstörerischen Folgen auf dem gesamten Erdball. GPS-Satelliten, Datenleitungen und ganze Stromnetze könnten lahmgelegt werden.

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Fontänen sind die Heizung der Sonnenatmosphäre

 

Warum, so fragten sich lange Zeit Sonnenforscher, ist die Atmosphäre, die Korona, der Sonne so viel heißer als ihre Oberfläche? Sie bringt es auf Temperaturen, die Millionen Grad heißer sind als die ihrer Oberfläche. Nun berichten Wissenschaftler um Bart De Pontieu vom Solar and Astrophysics Laboratory von Lockheed Martin im Journal "Science", dass sie Aufnahmen gemacht haben, die das Rätsel ein wenig lösen können. Sie haben auf Ultraviolettaufnahmen sogenannte Spiculae, also schmale Fontänen oder Jets, analysiert. Diese schleudern heißes Plasma aus dem Inneren der Sonne in die Korona.

Sie galten schon in den 1980er-Jahren als mögliche Heizung der Korona, schienen dann aber doch nicht heiß genug zu sein. "Das Aufheizen der Spiculae auf Millionen Grad ist zuvor noch niemals direkt beobachtet worden", sagt De Pontieu. Noch allerdings ist nicht klar, woher die Fontänen ihre Energie und Hitze nehmen. "Eine unserer größten Herausforderungen ist es jetzt zu verstehen, was das Material in den Jets antreibt und aufheizt."           die Welt 10.1.2011

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Die kalte Sonne die Welt 22.12.2010

Die Winter werden merklich strenger. Das beunruhigt all jene, die der Frage nachgehen, warum die Erderwärmung offenbar pausiert. Aber beunruhigt das auch die Klimaforscher?

Der zweite außergewöhnlich kalte Winter in Nordeuropa und Nordamerika kündigt sich an, und schon gibt es erste Zweifel an der durch Klimagase verursachten globalen Erwärmung. Mojib Latif, einer der Protagonisten der Klimaforschung, überraschte kürzlich mit der Aussage: Die Erwärmung verstecke sich hinter der Abkühlung. Gibt es denn neben den Klimagasen noch eine Kraft, die das Klima auf der Erde beeinflussen kann? Natürlich, it's the sun, stupid! Nun rächt sich, dass es zum unumstößlichen Credo der Klimaforschungsgemeinde gehörte, den Einfluss der Sonne zu negieren oder als irrelevant abzutun. Wenn die Realitäten durch die ausgefeilten Modelle nicht mehr erklärt werden können, entsteht ein Glaubwürdigkeitsproblem. In England hat der Klimarat IPCC nach den Falschaussagen schon längst die Deutungshoheit verloren. Zudem hat sich seit 1998 die globale Temperatur nicht weiter erhöht und verharrt auf einem 0,8 Grad Celsius höheren Niveau im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Kevin Trenberth, maßgeblicher Autor der IPCC-Berichte 2001 und 2007, bekannte nun: "Es ist eine Schande, dass die Wissenschaft die derzeitige Pause der Erderwärmung nicht erklären kann."

Es steht viel auf dem Spiel: die Akzeptanz zur Bekämpfung der Klimagase. Der Zusammenhang zwischen Erwärmung und der Zunahme der Klimagase ist unbestritten. Wenn aber die Klimaforscher zwar mit wohlfeilen Szenarien zum Ende dieses Jahrhunderts aufwarten, aber die Gegenwart und die nahe Zukunft nicht erklären können, werden immer weniger Menschen bereit sein, ihre Warnungen ernst zu nehmen. Ungewöhnliche Wetterdaten, Hitzeereignisse, Waldbrände, Haie vor der ägyptischen Küste: Immer wieder fand sich ein Klimaforscher, der einen Zusammenhang zur CO2-bedingten Klimaveränderung konstruierte. Und die Politik reagierte immer kurzatmiger. 20, 30, ja 40 Prozent CO2-Minderung in zehn Jahren wurden als Lackmustest für nachhaltige Energiepolitik ausgegeben. In einer Art Torschlusspanik entschloss sich Deutschland, das hinsichtlich der Sonneneinstrahlung mit Alaska zu vergleichen ist, in den nächsten Jahren weit über 100 Milliarden in uneffiziente Fotovoltaikanlagen zu versenken, Finanzmittel, die fehlen werden, wenn es wirklich darum geht, den Ländern des Südens bei der Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung zu helfen.

So ist es verdienstvoll, dass der englische Klimaforscher Mike Lockwood Mitte dieses Jahres den Nachweis führen konnte, dass die heißen Sommer in Russland und die kalten Winter in Nordeuropa die gleiche Ursache haben: Veränderungen der Sonnenflecken. Es ist schon seit Langem bekannt, dass die Sonne einem elfjährigen Zyklus unterworfen ist. Starke solare Aktivität wechselt sich regelmäßig ab mit einer Phase, in der keine Sonnenflecken auftreten. Lockwood fand nun heraus, dass in Phasen niedriger solarer Aktivität der Jetstream, der normalerweise im Winter warme Westwinde bringt, in Europa und Amerika nach Süden abgedrängt wird, und somit arktische und sibirische Kälte unser Wetter bestimmt. Das erklärt im Übrigen auch die beiden letzten schlechten Windjahre in Nordeuropa. Westwinde im Winter sind warm und stark, Ostwinde kalt und schwach. Im Sommer lädt sich der abgedrängte Jetstream in Nordafrika auf und verstärkt in Russland die Hochdruckwetterlage. Trotzdem wollen uns Klimaforscher glauben machen, der russische Sommer mit seinen Waldbränden sei eine Folge des Klimawandels. So wie nicht verdeutlicht wurde, dass 1998 ein El-Niño-Jahr war, wie auch das erste Halbjahr 2010, was ein Gutteil der Erwärmung in diesen Jahren erklärt. Als El Niño bezeichnet man eine Klimaanomalie, die im Pazifikraum in zwei- bis siebenjährigen Abständen auftritt und zu jeweils warmen Jahren führt, die damit wohl kaum durch den Menschen verursacht wurden. Natürliche Zusammenhänge zu verschweigen kostet am Ende die Reputation.

Die Änderung des Jetstreams erkennt man am Azorenhoch und am Islandtief. In Zeiten verringerter solarer Aktivität kann sich dieser Druckunterschied umdrehen. Zurzeit haben wir ein Islandhoch und ein Azorentief. Diese sogenannte Nordatlantische Oszillation könnte für uns nunmehr sehr viel unangenehmer werden. Noch kann man die Hoffnung haben, dass es sich um einen regionalen Sondereffekt ohne Einfluss auf das globale Klima handelt. Aber es deutet viel darauf hin, dass die Sonne in einen außerordentlichen schwachen Zyklus eintritt, nachdem die letzten drei Zyklen von einer besonders hohen Sonnenaktivität und sehr vielen Sonnenflecken geprägt waren. Sonnenforscher, wie Cornelius de Jager und Silvia Duhau, kommen zu der Schlussfolgerung: "Das System erlebt einen Übergang vom jetzigen großen Maximum auf eine Periode niedriger Sonnenaktivität. Nach 2014 könnte ein Abkühlung wie um 1810 im Dalton-Minimum einsetzen." Im Dalton-Minimum, einem Zeitraum von 1790 bis 1830, fielen die Temperaturen um bis zu 0,7 Grad Celsius, in Deutschland um zwei Grad. Missernten und Hungersnöte waren an der Tagesordnung. Manche Forscher sehen sogar die Gefahr für ein lang anhaltendes Maunder-Minimum wie während der sogenannten "kleinen Eiszeit" von 1645 bis 1715, einer entbehrungsreichen Zeit mit bitterkalten Wintern und einem weltweiten Absinken der Temperatur um bis zu zwei Grad.

Da ist es nur ein kleiner Trost, dass der Potsdamer Klimaforscher Stefan Rahmstorf den Fall des Ausbleibens der Sonnenflecken in sein Modell einprogrammiert hat und nachgewiesen haben will, dass es nur zu einem Absinken von 0,3 Grad Temperatur kommen wird. Damit wäre die anthropogene Erwärmung bei Weitem nicht aufgewogen. Ob sich die Sonne nach dem Potsdamer Modell verhält oder wie in der kleinen Eiszeit - wir wissen nicht, was die Natur bereithält. Aber ein wenig Demut und rechtzeitige Aufklärung über die Unwägbarkeiten unseres Zentralgestirns würde den Klimaforschern am Ende mehr Akzeptanz bei den Menschen bescheren, die sich für eine nachhaltige Energiepolitik werden einschränken müssen.

Der Autor ist Chef von RWE Innogy, der Tochter für erneuerbare Energien im RWE-Konzern. Der promovierte Chemiker lehrt an der Universität Hamburg und war von 1991 bis 1997 Umweltsenator in Hamburg.


 

 

 

Die Welt|

Klima

Übertriebene Warnungen

 

Das Eis auf den großen Bergzügen dieser Welt ist wichtig für die Versorgung der Menschen mit Wasser. Deshalb wird im Zusammenhang mit der Erderwärmung vor Wassernot gewarnt. Forscher der Universität Innsbruck schreiben nun im Fachjournal PNAS, dass nicht in jedem Fall die Wasserversorgung großer Siedlungsgebiete bedroht sei. "Hier wurden Zahlen genannt, die einer genaueren Prüfung nicht standhalten", so der Gletscher- und Klimaforscher Georg Kaser. Zu behaupten, das Abschmelzen der Gletscher gefährde die Wasserversorgung von zwei Milliarden Menschen, sei stark übertrieben. ph

9.11.2010


Der ewige Winter

Die "Kleine Eiszeit" brachte den Menschen nach dem Mittelalter für Jahrhunderte Not und Elend. Die Schuld gab man den Hexen

Es war Januar, stetig fanden die Wasser des Mains, noch frei von jedem Eis, ihren Weg in Richtung Rhein. Nasskaltes Wetter herrschte, ungemütliches Wetter, wie seit vielen Jahrzehnten in dieser ungemütlichen Zeit, sommers wie winters. Doch was nun folgte, war ohne Beispiel. Aus dem hohen Norden kam sie über Europa: eine mächtige Walze aus eiskalter Luft. Etwas schneller als eine Expresskutsche rollte sie nach Süden. Ein Zeitgenosse schrieb in seine Annalen: "Anno 1709, den 6. Januarii, vor Mitternacht, hatte es noch stark geregnet, dergleichen nasses und feuchtes Wetter auch vorher im Dezember gewesen: Nach Mitternacht aber ist eine so grimmige Kälte jähling eingefallen, daß der Mayn den 11. dieses Monats zugefroren. Die Kälte war so groß, als sie bey Mannes-Gedencken nicht gewesen." Einer der großen deutschen Flüsse war binnen fünf Tagen komplett zu Eis geworden.Über den Main rollte sie hinweg, die Walze, über die Alpen, als wären sie eine Hügelkette. Am nächsten Mittag war sie am Mittelmeer, ließ dort die Küstenwellen wie Momentaufnahmen erstarren, von der Adria bis zur Riviera. Vögel fielen tot vom Himmel, gestandene Obst- und Olivenbäume starben ab, schwarz gefroren. Reisende, die es ohne warme Kleidung erwischte, starben den Kältetod. Wälder, Gemarkungen, Flüsse, Ortschaften - was die Front überrollte, und das war alles zwischen Balkan und Atlantik, kühlte in wenigen Stunden um 20 bis 25 Grad Celsius ab, vereiste, zerbarst, schied dahin. Bis heute kennt das "Mannes-Gedencken" keinen solchen Winter. Er war der Höhepunkt der "Kleinen Eiszeit". In unseren Tagen, in der Debatte um die Erwärmung des Klimas und seine Geschichte, steht sie als das Beispiel am anderen Ende der Temperaturskala. In Winterzeiten können wir das, was damals passierte, noch am ehesten nachvollziehen. Tatsächlich aber übersteigt das Geschehene unsere Vorstellung.

In den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts kam die Bezeichnung "Kleine Eiszeit" auf für die Ära zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert, und ihre Berechtigung zieht sie aus dem, was Eiszeiten ausmacht: aus den Gletschern. Es war die Zeit, als sie hinunterkamen, ins Tal. Als manche von ihnen, nur winzig zuvor, zu dem heranwuchsen, was heute als normal gilt. Doch für die heute so bekannten Bilderfolgen, die anhand des Rückzugs der Alpengletscher die Klimaerwärmung dokumentieren, gibt es historische Beispiele mit genau umgekehrtem Vorzeichen: Zum Beispiel beim Grindelwaldgletscher in der Schweiz. Anhand alter Malereien sehen wir, wie dort das "ewige" Eis aus einer Größenordnung heraus, die der derzeitigen, geschrumpften entspricht, damals erst heranwuchs. Im 17. Jahrhundert so zügig, "dass dieser Berg dergestalt wachse und seinen Grund oder Erden vor sich herschiebe, dass wo zuvor schöne Wiesen gewesen, dieselbe davon vergehe und zum rauen wüsten Berg werde", heißt es in der "Topographia Helvetiae" des Verlegers Matthäus Merian, "ja an etlichen Orten man ihme umb seines Wachsthumbs willen mit denen darauf und daran stehenden Bawren Häusern oder Hütten habe weichen müssen." Das Gletscherwachstum war Teil der damaligen Klimakatastrophe. Bei Grindelwald dauerte sie bis ins 19. Jahrhundert, Teile des Ortes mussten aufgegeben werden.

Ähnlich bei den meisten Alpengletschern: Weit geringere Ausmaße als heute hatten sie im angeblich so finsteren Mittelalter, das meteorologisch warm und sonnig war. Bis das Klima dann im Zeitalter der vornehmen Renaissance und im Barock in bittere Kälte umschlug. In deren Folge die deutschen Lande verheert wurden von Naturkatastrophen, von Hungersnöten ohne Ende und aufkommenden Epidemien, auch von Kriegen.

Zwischen 1409 und 1573 war der Bodensee im Durchschnitt alle zwölf Jahre komplett zugefroren, zwischen 1560 und 1575 sogar alle fünf. Reisen, Handel und Schmuggel zwischen dem Schwäbischen und dem Thurgauischen, Volksvergnügen - über Jahrhunderte zählte Deutschlands größter See im Winter wenigstens streckenweise zur begehbaren Welt. Nicht nur die großen Alpenseen, auch der Rhein, die Themse, ja die gesamte Ostsee waren in jenen Jahren oft genug komplett und bisweilen sogar bis auf den Grund von Eis durchdrungen, auch der Po, sogar der Arno in Florenz und selbst spanische Flüsse. Nicht mal die Bucht von Marseille im Mittelmeer blieb im Winter verschont. Venedig war von Mestre mit dem Wagen zu erreichen, 1491 fand auf dem Canal Grande ein Ritterturnier statt. Unendlich viele solcher fantastisch anmutenden Klimaereignisse zählt Wolfgang Behringer in seinem Buch "Kulturgeschichte des Klimas" auf. Zahlreiche Bilder namhafter Künstler über den nahezu durchgängigen Winter - am bekanntesten sind jene von Pieter Brueghel d.Ä. - dokumentieren heute die Dramatik von damals.

Doch so plastisch, so spielerisch die Erkenntnisse der Klimahistoriker über die "Seegfrörni" (dieser Schweizer Begriff entstand damals) sich anhören, so groß war die Not in den kalten Jahrhunderten: "Der Wein gefror im Keller und die Tinte in den Tintenfässern", schreibt Behringer, "das Vieh erfror im Keller und die Tiere in den Wäldern." Wenn die Kühe in den kalten Sommerzeiten überhaupt noch auf die Berge getrieben wurden, so mussten sie oft genug noch im Juli von den verschneiten Almen gerettet werden, ohne Aussicht auf ausreichend Futter im Dorf unten. Nicht nur die Heuernte ertrank über viele Jahre hintereinander im nasskalten Sommer ohne Sonnenschein, beim Getreide folgten oft auf sieben magere Jahre sogleich die nächsten sieben.

Not und Elend hierzulande spiegelten internationale, ja globale Verwerfungen wider. Die Packeisgrenze drang nach Süden vor, Grönland wurde aufgegeben, aus Island flüchteten die Menschen. Wer blieb, fand auf dem Land nichts Essbares mehr, konnte sich nur noch von Fisch ernähren. Bis auch die Schwärme nach Süden wanderten. Eine Richtung, die auch die Vegetationsgrenzen der Pflanzenarten einschlugen. Bekanntestes Beispiel: Der Wein, der im Klimaoptimum des Mittelalters auch in Norwegen wuchs, zog sich in den mediterranen Raum zurück. Auch in Süddeutschland avancierte damals das Bier zur ebenbürtigen - bleibenden - Konkurrenz.

Viele jener Anpassungen, zu der das Klima damals die Natur herausforderte, hat Bestand bis heute, gilt deshalb - zu Unrecht - als "Normalität", die durch die Erderwärmung nun in Unordnung gerate. Nicht nur das massive Gletscherwachstum zählt dazu. Auch die Ausbreitung der Sahara-Wüste, von der zuvor im Mittelalter, als es etwas wärmer war als heute, größere Teile noch fruchtbar und von ganzjährigen Flüssen durchzogen waren. Die "Kleine Eiszeit" war es, die die klimatische Ausgangsbasis der Zeit vor der Industrialisierung schuf, auch in Russland, in China, in Nordamerika.

Das Land, das nun seine eigenen Bewohner nicht mehr ernähren konnte, hatte erst recht nichts mehr übrig für die Menschen in den Städten. Das große Sterben setzte ein, ab dem 18. Jahrhundert auch die Auswanderung nach Amerika. Die Einwohnerzahlen in vielen Orten verringerten sich dramatisch. Die Bleibenden, Überlebenden wurden aufgrund des Mangels anfällig für die großen Seuchen: Pest, Tuberkulose, Ruhr, Typhus. Das Wachstum der Weltbevölkerung schlug zwischenzeitlich um in eine Schrumpfung. An der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert waren die Menschen im Durchschnitt plötzlich kleiner als je zuvor und je danach. Wer aber trug die Schuld an all dem?

Die "Kleine Eiszeit" war die große Zeit der Hexenverfolgungen, in der ein Buch das Standardwerk war: "Hexenhammer". Früh schon, im Jahre 1486 schrieb der Dominikaner in diesem Machwerk den Hexen die ganze Verantwortung für die Klimakatastrophe zu. Bis ins 17. Jahrhundert erschienen europaweit insgesamt 29 Auflagen. Mit grausamen Folgen. Der Historiker Christian Pfister ermittelte für die Jahre 1560 bis 1670 einen frappanten statistischen Zusammenhang zwischen dem Aufkommen von Extremkälte und Hexenjagden. Insgesamt seien damals zwischen 20 000 und 25 000 Opfer auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Die wahre Schuldige an der "Kleinen Eiszeit", darüber ist sich die Forschung heute nahezu einig, war die Sonne. Ihre Aktivität erreichte in jenen Jahrhunderten ihr lang anhaltendes Minimum. Damit sind nicht die ausbleibenden wärmenden Strahlen gemeint, sondern ihr Ausstoß von Partikeln: Setzt dieser "Sonnenwind" aus, erhöht sich die Wolkenbildung auf der Erde und kühlt sie ab, damals um durchschnittlich zwei Grad. Zur Faulheit der Sonne gesellten sich auch verschiedene größere Vulkanausbrüche, die die Sonne obendrein verdunkelten. Viele Jahre blieben deshalb damals ohne Sommer


 

Allein unter Klimakämpfern

Die öffentlich-rechtliche Deutsche Welle veranstaltete in Bonn die Konferenz "The Heat is on - Klimawandel und die Medien" - Wir waren dabei

von Ulli Kulke

Bonn - Viel ist geschehen in einem Vierteljahrhundert. Damals, Mitte der Achtziger, im alten muffigen Plenarsaal des Bonner Bundestages am Rheinufer, demonstrierte Joschka Fischer noch durch saftige Rüpeleien die Außenseiterrolle der grünen Ökopaxe und ihres Anhangs. Prinzip Frechheit. Milde belächelt von Presse, Funk und Fernsehen. Heute steht an derselben Stelle ein luftig-lichter Neubau, das World Conference Center Bonn. Der wurde dieser Tage Zeuge davon, wie das Umfeld der Grünen 25 Jahre nach deren ersten Parlamentsjahren unterschwellig den gesellschaftlichen Mainstream repräsentiert. Wie sehr das Milieu nach seinem - persönlich wie geistig - so überaus erfolgreichen Marsch durch die Institutionen, vor allem durch die Medien, heute den Ton angibt. Und: Wie sehr man Renegaten, Abweichler ausgrenzen will.

"The Heat is on - Klimawandel und die Medien", das war der Titel einer Konferenz, welche die Deutsche Welle, renommierte öffentlich-rechtliche Sendeanstalt, jetzt in jenem Bonner Konferenzzentrum abhielt. Die Botschaft der Veranstalter an die Journalisten wird aus den Titeln von Workshops und Plenarsitzungen deutlich: Noch stärker und effizienter als heute sollen die Medien vor den Gefahren des Klimawandels warnen und noch stärker, natürlich, die Schuld des Menschen klarer herausstellen. Eines der Schulungsseminare war besonders gut besucht. Der Titel: "Wie gehen wir professionell mit dem Klimaskeptizismus um". Gemeint war: Wie können wir diejenigen Forscher und Experten, die Zweifel an der menschengemachten Klimakatastrophe hegen und sich öffentlich dazu bekennen, aus dem Diskurs heraushalten.

Der Klimawandel, so beteuerte der Moderator, Bernhard Pötter von der "Tageszeitung", sei für die Journalisten schließlich das wichtigste Thema des 21. Jahrhunderts. Und da wolle man Hilfestellung geben für Chefredakteure, Autoren und andere Journalisten, wie man sich am besten verhalte bei einer unverhofften Konfrontation mit einem "Klimaskeptiker". Als Referentin geladen war eine Wissenschaftlerin der Universität von Kalifornien, die Geologin und Wissenschaftshistorikerin Naomi Oreskes, die als Erstes den Begriff abschaffen wollte. "Skepsis" sei schließlich positiv besetzt, in der Tat zählt sie gerade in der Wissenschaft zu den Tugenden. Deshalb, so erklärte Oreskes in ihrem englisch gehaltenen Referat, sei es ab sofort besser, von "Contrarians" zu sprechen, was man mit "Gegner" oder "Widersprecher" übersetzen könnte. Und noch ein Unwort listete sie auf: "Klimadebatte". Kein Wunder, klagte Oreskes, dass die Menschen meinten, die Wissenschaft diskutiere noch über den Klimawandel, wenn in den Zeitungen immer wieder von einer "Debatte" zu lesen sei. Dabei sei die längst vorbei, der "Klimawandel" sei ein "wissenschaftlich bewiesener Fakt" (eine These, die so formuliert in der Tat unstrittig ist, was aber auf die Verantwortung des Menschen für diesen Wandel eben nicht zutrifft). Wichtig für die Journalisten sei jedenfalls die Botschaft: Die Debatte ist beendet.

Generell vermisst Oreskes in den Medien Beiträge, die in der gebührenden Schärfe vor dem Klimawandel warnten, und für dieses Defizit seien die "Contrarians" verantwortlich, die in Oreskes' Augen ohne Ausnahme nur von einem Motiv getrieben seien: die Gelder der Industrie, mit denen sie allesamt geschmiert seien und mit denen auch seit Jahren direkter wirtschaftlicher Druck ausgeübt werde auf die Chefredakteure, damit die den Klimawandel auftragsgemäß von ihren Schreibern verharmlosen ließen.

Die Performance des grün-alternativen Milieus in der Öffentlichkeit mag sich in unfassbarer Weise gesteigert haben, mag Einzug gehalten haben in die etablierte Medienwelt, die - wie nun die Deutsche Welle - sich deren Anliegen zu eigen macht. Eines aber klingt noch wie früher: Presse, Funk und Fernsehen sieht man vor allem als Mittel zum Zweck. Wie sonst kann das Motto der Veranstaltung zu verstehen sein, das der erstaunte Leser im Tagungsband lesen muss: Das Prinzip "Lass beide Seiten zu Wort kommen, und gib dem Publikum die Möglichkeit, sich seine Meinung zu bilden" will die Sendeanstalt - die ihren Etat übrigens allein aus Steuergeldern finanziert - beim Thema Klimawandel ganz unverhohlen außer Kraft setzen. Weiter heißt es in ihrer Ankündigung zu dem Seminar: "Eine 'neutrale' Position einzunehmen bedeutet, den Skeptikern in die Karten zu spielen, und zwar auf Kosten der Basis allen Lebens."

Grußworte für den Tagungsband verfassten jetzt Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD), Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Armin Laschet (CDU) sowie Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Der Marsch durch die Institutionen verlief auch durch die etablierten Parteien.

Man darf schon fragen, welche Medien die kalifornische Wissenschaftlerin konsumiert, wenn sie das Thema Klimakatastrophe allen Ernstes in den Zeitungen als verharmlost dargestellt ansieht. In den Jahren vor und nach der Vorstellung des letzten Weltklimarat-Berichtes von 2007 ließen Presse und Fernsehen die Welt beinahe täglich untergehen, auch weil es zum guten Ton gehörte, in Amerika wie in Europa. Dies ist seit einem halben Jahr anders. Ungereimtheiten, Vertuschungen, grobe Schnitzer und vor allem Übertreibungen der Klimaforscher kamen ans Licht. Einige von ihnen gestanden ihre Fehler ein. Sogar regelrechte Komplotte der Forscher gegen skeptische Kollegen wurden öffentlich. Die Medien nahmen sich in ihrem Alarmismus fortan ein wenig zurück. Und man hat den Anschein, dass seither bei diesem Thema die journalistischen Prinzipien wieder stärkeres Gewicht bekamen. Womit manche offenbar ein Problem haben.


 

Geschäftsmann in Sachen Klima

Von Ulli Kulke 22. Dezember 2009, 04:00 Uhr Die Welt

Der Inder Rajendra Pachauri ist Präsident des Weltklimarats der UN. Jetzt wird über diverse Nebentätigkeiten berichtet

Rajendra Pachauri ist viel beschäftigt. Bekannt ist der Inder als Chef des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), des Weltklimarats, der alle paar Jahre einen Bericht zur Lage des globalen Klimas herausgibt. Bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen stand Pachauri im Mittelpunkt des Geschehens.

Pachauri ist auch im Sport zu Hause. 2007, als der IPCC mit seinen Berichten besonders laut vor einem drohenden Klimakollaps warnte und mit einem Tross Tausender Experten und Beobachter von Konferenz zu Konferenz um die Welt jettete, wurde es Pachauri zwischendurch zu viel. Von einer Tagung in New York flog er für nur einen Tag in seine Heimat nach Delhi, um dort als Kricket-Spieler aufzutreten und anschließend - wieder für nur einen Tag - zurückzueilen.

Die britische Zeitung "Daily Telegraph" hat nun in ihrer Sonntagausgabe ein weiteres, bislang eher unbekanntes Interessengebiet des promovierten Ökonomen beleuchtet, das zwar näher dran ist am Klimageschehen als Kricket, dafür aber umso problematischer für die Glaubwürdigkeit eines unabhängigen Chefs einer UN-Organisation: der wirtschaftliche Erfolg als Unternehmer im klimaindustriellen Komplex. "Dr. Pachauri hat ein erstaunliches weltweites Portfolio aufgebaut mit Geschäftsinteressen und milliardenschweren Investitionen, deren Erfolg von Empfehlungen des IPCC abhängt", schreibt das Blatt. Zum Beispiel meint der "Telegraph" damit die Tätigkeit als Beirat an der Chicago Climate Exchange, der "größten und lukrativsten Börse für den Handel mit Rechten für den Kohlendioxidausstoß" - einem Geschäft, das man getrost als Ergebnis des IPCC-Prozesses ansehen darf.

"Doch dies sind nur Peanuts", meint der "Telegraph", "im Vergleich zu den zahlreichen Posten, die Dr. Pachauri antrat, seit die UN ihn zum obersten Klimawandel-Beamten ernannten." Risikokapitalfirmen im Bereich erneuerbarer Energien haben ihn als Berater geangelt, große, weltweit operierende Versicherungsgesellschaften und Banken setzen auf ihn und seine strategischen Ideen, wenn sie viele Milliarden schwere Fonds oder Gesellschaften in diesem Bereich auflegen.

Insbesondere seine Tätigkeit beim indischen Energieforschungsinstitut TERI - einem Ableger des in dem Land sehr einflussreichen multinationalen Stahl-, Energie- und Autokonzerns Tata, dem inzwischen Land Rover und Jaguar gehören - hat dem Chef des Weltklimarates einschlägige Jobs verschafft. So sei TERI in Bio-Energieanlagen engagiert, finanziert von der EU. In einem anderen Projekt, kofinanziert vom Londoner Umweltministerium und der Münchener Rückversicherung, erarbeite man gerade eine zukunftsträchtige Studie: Sie soll aufzeigen, wie die indische Versicherungsbranche - in der auch Tata engagiert ist - die angenommenen Risiken eines Klimawandels am lukrativsten nutzen könne. "Warum britische Steuerzahler eine Studie finanzieren, um die Profite indischer Versicherungsunternehmen zu verbessern, wird nicht erklärt", merkt das Blatt trocken an.

Die angenommenen Gefahren eines Klimawandels kommen dabei der indischen Wirtschaft nicht nur über steuerfinanzierte Studien aus Europa zugute. Die Gesetze des Handels mit Emissionsrechten, in dem Pachauri ja ebenso engagiert ist, führten laut "Telegraph" zum Beispiel auch dazu, dass die Produktion von jährlich drei Millionen Tonnen Stahl aus dem Werk von Corus im britischen Redcar nach Orissa in Indien wandert. Besitzer von Corus: der Tata-Konzern. 1700 Beschäftigte in Redcar verlieren ihren Job im Namen des Weltklimas, an dem sich wenig ändert durch die Verlagerung nach Indien.

Die weltweite Vernetzung Pachauris macht klar, warum der kurze Jet-Sprung zum Kricket-Spiel nach Delhi für ihn nichts Außergewöhnliches war. Er ist Chef des Klimainstitutes der Yale-Universität, bestens ausgestattet mit Geldern der US-Regierung und von Unternehmen. Er ist Klimawandel-Berater der Deutschen Bank, Direktor des japanischen Institute for Global Environmental Strategies und war bis vor Kurzem Berater von Toyota. Es fügt sich, dass, wie der "Telegraph" zitiert, Pachauri in der Zeitschrift seines TERI-Institutes vor Kopenhagen dafür warb, dass die US-Regierung auch unabhängig von der Zustimmung des Kongresses die CO2-Minderung und den Zertifikatehandel vorantreiben solle, die Industrieländer insgesamt konkrete Zusagen treffen müssten, Entwicklungsländer wie Indien sich dagegen auf keine Reduktionsziele festlegen lassen sollten.

Der "Telegraph" bezieht sich in seinem Beitrag vor allem auf einen offenen Brief, in dem zwei Amerikaner - erklärte Gegner des UN-Klimaschutz-Prozesses - ihre Recherchen zusammengetragen hatten zu Pachauris "Nebentätigkeiten", über die in dessen Munzinger-Biografie nichts steht. Der Brief wurde in Kopenhagen an die Delegierten der 190 Teilnehmerstaaten verteilt. Über ein Dementi des IPCC oder Pachauris ist nichts bekannt. Eine entsprechende Anfrage der WELT blieb gestern unbeantwortet.

#19 johannwi   (22. Dez 2009 13:25)  

der hammer ist ja wohl folgendes:
Although Dr Pachauri is often presented as a scientist (he was even once described by the BBC as “the world’s top climate scientist”), as a former railway engineer with a PhD in economics he has no qualifications in climate science at all…..

Al Gore bekommt pro Auftritt 175.000 US Dollar, die er angeblich wieder in “klimafreundliche” Projekte steckt.

http://newstime.co.nz/2009/lord-monckton-adresses-a-greenpeace-campaigner-on-global-warming.html
“The Church of Global Warming” with its Pastor Al Gore!

Freitag, 5. Februar 2010

Climategate: Der tiefe Fall Pachauris

Er war angetreten, die Welt zu retten. Doch jetzt kämpft Rajendra Pachauri um seinen Job. Fehlleistungen häufen sich. Die Übertreibungen entlarven den Leiter des Weltklimarats als Propagandisten.

Von Alex Reichmuth

Noch vor gut zwei Jahren stand der Inder Rajendra Pachauri auf dem Gipfel seiner Karriere. Im Oktober 2007 erhielt der Weltklimarat (IPCC) unter seiner Leitung den Friedensnobelpreis zugesprochen, zusammen mit dem amerikanischen Klimaaktivisten Al Gore. Es war die Zeit, als der Weltklimarat mit seinem Chef Pachauri als unangefochtene Instanz galt, die den Skeptikern des menschengemachten Klimawandels wissenschaftlich und moralisch haushoch überlegen schien. Inzwischen ist von den Lorbeeren kaum mehr etwas übriggeblieben: Führende Wissenschaftler des IPCC sind der Manipulation überführt worden, in den Berichten des Weltklimarates tauchen irritierende Fehler auf und Chef Pachauri blamiert sich im Umgang mit wissenschaftlicher Kritik immer aufs Neue.

Das Unheil begann im vergangenen November, als der Mail-Verkehr zwischen führenden Klimawissenschaftlern an die Öffentlichkeit gelangte. Er belegte, dass die Forscher während Jahren versucht hatten, wissenschaftliche Ergebnisse zu manipulieren und skeptische Kollegen kaltzustellen. Mitte Januar dann musste Pachauri einen peinlichen Fehler im jüngsten IPCC-Bericht zugeben: Die Aussage, dass der Grossteil der Himalajagletscher bis 2035 abschmelzen könnte, hatte sich als wissenschaftlich unhaltbar erwiesen. «Sind Fehler nicht menschlich?», verteidigte sich Pachauri vor einigen Tagen.

Das Problem ist aber nicht der Fehler allein, sondern die Art, wie er zustande kam – und wie Pachauri damit umging. Als im November eine indische Studie der These der schmelzenden Himalajagletscher widersprochen hatte, verspottete Pachauri dies als «Voodoo-Wisssenschaft». Auch andere Wissenschaftler hatten ihn noch vor der Klimakonferenz in Kopenhagen aufgefordert, die Aussage der schmelzenden Himalajagletscher zu korrigieren. Pachauri hatte es nicht getan – gemäss Kritikern, um mit alarmistischen Prognosen weiterhin Fördergelder für sein eigenes Forschungsinstitut zu generieren. Erst als der New Scientist vor einem Monat aufdeckte, dass hinter der Behauptung des schmelzenden Himalaia-Eises nicht wissenschaftliche Ergebnisse stehen, sondern lediglich ein fehlerhafter Bericht des WWF, musste Pachauri die Panne eingestehen.

Schon seit Jahren hat der indische Ingenieur und Ökonom die Leitung des Weltklimarats nicht als wissenschaftliche Aufgabe verstanden, sondern als Mission, die Welt auf den richtigen Weg zu führen. Den jüngsten Bericht des IPCC kommentierte Pachauri im Frühling 2007 so: «Ich hoffe, dass dies die Regierungen so schockiert, dass sie handeln.» Man habe einen Krieg gegen die Erde begonnen, predigte er bei der Verleihung des Friedensnobelpreises, und es drohe eine Zerstörung wie einst auf dem Höhepunkt der Atomrüstung. Und statt sich vom Propagandafilm «Eine unbequeme Wahrheit» von Al Gore mit seinen unhaltbaren Übertreibungen zu distanzieren, lobte Pachauri den Film: «Er hat mir gefallen. Er emotionalisiert die Debatte zwar, aber das muss er wohl.»

Kritiker des Weltklimarats pflegte Pachauri jeweils in drastischen Worten niederzumachen. So verglich er etwa den dänischen Statistiker Bjørn Lomborg, der den Nutzen von Klimaschutzmassnahmen bestreitet, mit Hitler: «Wenn Sie Lomborgs Denken folgen sollten, war das, was Hitler getan hat, möglicherweise richtig.» Und in einem Interview des Tages-Anzeigers kommentierte er Einwände gegen die These vom menschengemachten Klimawandel süffisant: «Es gibt immer Skeptiker, die glauben, die Erde sei flach und nicht rund.»

Effekte statt Erkenntnisse
Alles, was in die Berichte des Weltklimarats einfliesse, unterliege strengen wissenschaftlichen Kriterien und werde durchgehend gutachterlich geprüft, hatte Pachauri noch vor kurzem versichert. Der für den Asien-Teil zuständige Autor des IPCC gestand vor einigen Tagen nun ein, gewusst zu haben, dass die Behauptung der schmelzenden Himalajagletscher wissenschaftlich ungeprüft war: «Wir dachten, wenn wir das gross herausbringen, wird es einen Effekt auf die Politiker haben und sie ermutigen, konkrete Schritte einzuleiten.» Weltweit durchforsten jetzt kritische Wissenschaftler und Journalisten den IPCC-Bericht nach weiteren «weichen» Quellen – und werden fündig: Die Warnung, dass vierzig Prozent des Regenwaldes im Amazonasbecken durch den Klimawandel gefährdet seien, soll sich ebenfalls nur auf einen WWF-Bericht abstützen. Aussagen über schwindendes Eis in den Anden, in den Alpen und in Afrika beruhen offenbar lediglich auf Angaben eines Bergsteigermagazins und Äusserungen von Bergführern. Ein Kanadier will bereits zwanzig Stellen im Bericht des Weltklimarats gesichtet haben, denen wissenschaftlich ungeprüfte Fakten zugrunde liegen.

Noch schlägt Rajendra Pachauri alle Rücktrittsforderungen in den Wind. Doch selbst wenn er im Amt bleiben sollte: Seine Zeit als quasi unfehlbare wissenschaftliche Instanz, die Kritiker von der hohen Warte aus abkanzelt, ist definitiv vorbei.

 


Klimareligion Und Kopenhagen II. Gaia-Kirchen Der Klimatologie.Wie Gorbatschow, Rockefeller Und Rothschild Das Christentum BeendigenPosted by Anders under Deutsch, Euromed


Zusammenfassung: Die Konferenz von Kopenhagen über eine angebliche globale Erwärmung hat ein starkes religiös-apokalyptisches Element, da sie von fanatischen, hysterischen NROs mit solcher Kraft vorangetrieben wird, dass sie die Politiker unter Druck setzt - was auch die Globalisierungs-Organisationen wie die EU und die UNO tun. Die Religion ist ein Kult der Mutter Erde, Gaia der alten Griechen, mit luziferischen Vorstellungen von menschlicher Göttlichkeit, und dass Gott die Natur sei (Pantheismus). Nach 40 Jahren ätzender Mentalhygiene sind nicht nur Laien - sondern auch Kirchen weithin entchristlicht. So viele schliessen sich dieser heidnischen Religion an, die keinen Platz für Christus als den Erlöser des Menschen von dem Tode hat. Stattdessen verehrt sie seine Schöpfung - werde auch  mehr tote Rituale einführen, wie eine Segnung der Tiere, die angeblich auch auferstehen werden: "Die Macht der Auferstehung ist in unsere Hände gelegt", sagen diese verrückten Priester. Die Moral der Gaia-Religion sind nicht Christi Gebote - sondern die Lenins durch Gorbatschows "Erd-Charta", die Nachhaltigkeits-Ideologie. Als Beweis für die Einheit dieser neuen Welt-Religion werden Kirchen in Nordamerika und Nordeuropa  die Glocken als Alarm für die Schöpfung  mit 350 Schlägen je in einem Staffelgeläute von Svalbard  bis nach Kopenhagen durch Norwegen und Schweden läuten. 350 Schläge, weil der Betrüger, James Hansen von der NASA-GISS,  ohne Nachweis behauptet, dass alle atmosphärischen CO2-Konzentrationen von mehr als 350 Teilen pro Million  gefährlich seien. Kein Wunder, dass ein englisches Gericht die grüne Bewegung für eine Religion erklärt hat. Die katholische Kirche schließt sich voll und ganz der heidnischen Gaia Religio an, die  mit der Interfaith Bewegung des Papstes verbunden ist - einem Ableger der United Religions Initiative Rockefellers, des Werkzeugs, um Menschen in seinem Welt-Staat zu befrieden.

Der Klima-Betrug hat sich als den grössten Skandal in der Geschichte der Wissenschaft herausgestellt. Die Climate Research Unit Gruppe liefert die Temperaturen für die Weltuntergangs-Klimavorhersagen an den Nobel Preisträger, den NRO, das IPCC, auf dem die Klimakonferenz in Kopenhagen vom 7.-13, Dezember  mit etwa 16 Tausend Delegierten, Journalisten und Aktivisten aus der ganzen Welt basiert.

Was die globalistische Bewegung apokalyptisch macht, ist, dass diese Bewegung eine Welt-Religion für Mutter Erde, die alt-griechische Göttin, Gaia, geworden ist. Die Menschen in der westlichen Welt wurden durch einen teuflisch ausgedachten Plan namens Mental-Hygiene entchristlicht. Dänische und britische Sozialdemokraten haben erklärt, sie wollen die Alte Weltordnung durch muslimische Massen-Einwanderung radikal ändern/zerstören. Dies und die Tatsache, dass die gesamte Medienwelt den Globalisten in die Hand arbeitet, hat zum Wegfall des Christentums und der dazugehörigen Kultur geführt. Dies hat sogar einen Religionswechsel auf den gnostischen Umweltschützer-Götzendienst der ersten Götter der Menschheit: Gaia und Luzifer gebracht. Dieser Wechsel ist auf viele Kirchen hinübergeschwappt, die nun fanatische Teilnehmer in dem grossen Chor sind, die Gaia anbeten und preisen, die Göttin des Eine-Welt-Staats für den grösseren Gewinn der Manipulatoren der Menschheit, derjenigen, die sich Illuministen nennen – wie die EU Elite explanatory statement. Wie im Teil I über Klima-Religion und Kopenhagen zu sehen ist, ist der Gaia-Kult mit einer anderen Lüge stark verknüpft: der “gobalen Erwärmung”.

Dahinter steckt die Erd-Charta von Steven Rockefeller, Michael Gorbatschow und Maurice Strong. Die Erd-Charta-Initiative ist weitreichend. Sie will das Herz und die Seele der Menschen ändern und damit die Einführung der kommunistischen Ideologie der Erd-Charta, die kommunistische "Nachhaltigkeit" in einem Welt- Regieren, und hier, bewerkstelligen.

Die Aufgabe der Erd Charta Initiative (ECI) ist es, den Übergang zu nachhaltigen Formen des Lebens und eine globale Gesellschaft sicherzustellen, die auf einem gemeinsamen ethischen Rahmen basiert, der die Achtung und Fürsorge vor der Gemeinschaft des Lebens, der ökologischen Integrität, den universellen Menschenrechten, der Achtung vor der Vielfalt, wirtschaftlicher Gerechtigkeit (Kommunismus), der Demokratie und einer Kultur des Friedens garantiert.
Vision
Wir zielen auf Einzelpersonen, Organisationen, Unternehmen, Regierungen und multilaterale Institutionen auf der ganzen Welt, einschließlich der Generalversammlung der Vereinten Nationen und UN-Agenturen, die Anerkennung der Erd-Charta, umarmen ihre Werte und Prinzipien, und arbeiten gemeinsam an dem gerechten, nachhaltigen Aufbau friedlicher Gesellschaften .

Zwischen 2007 und 2008 hat die ECI ein Projekt über Religion und Nachhaltigkeit umgesetzt, die sich auf aktives Zugehen auf religiöse Gruppen und Führungskräfte konzentriert, um ihre Institutionen zum Engagement an der Erd-Charta zu bewegen. Dieses Projekt umfasst auch Forschung und die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien, die speziell für ein religiöses Publikum konzipiert sind. Im Frühjahr 2009 wurde eine Spezialgruppe für  Religion, Geistigkeit und Ethik als Teil der ECI Dezentralisierungs-Strategie gegründet. Diese Spezialgruppe soll eine breite Palette von Einzelpersonen, Institutionen und Organisationen  engagieren, die sich mit der Religion, Geistigkeit, Ethik befassen, um die Erd-Charta in ihren Bemühungen zur Schaffung einer gerechten, friedlichen nachhaltigen Zukunft für die Weltgemeinschaft zu benutzen.

Also, was hat die Erd-Charta-Initiative erreicht?
Die Erdcharta ist vom 76. Allgemeinen Konvent der Episcopal Church USA, angenommen worden, wie auch von der United Church of Christ Tampa
Radio new Zealand 8. Febr. 2009 Das Oberhaupt der anglikanischen Kirche in Neuseeland hat Kirchenführer weltweit dazu aufgerufen,die moralische Führung in der Kampagne gegen die globale Erwärmung zu zeigen.
The Boston Globe 7. Dec. 2008  Kirchen und Tempel in den nordwestlichen Vororten von Boston nehmen ein Grün-ist-fast-Gottesfurcht Haltung in Bezug auf ihre Kirchen ein.
The Guardian 20. Nov. 2009Ein Tory-Abgeordneter hat die Kirche von England beschuldigt, den "religiösen Glauben ganz aufgegeben und stattdessen die neue Religion des Klima-Alarmismus angenommen zu haben". Roger Helmer, der auf den Tory-Vordersitz in Europa verzichtete, als die Westminster Führung ihr angekündigtes Referendum über den Lissabon-Vertrag fallen liess,  verwendete einen Zeitschriftenartikel, um die Kirche dazu zu drängen, zum " Evangelium zurückzukehren".

Klimawandel gestaltet die Natur der Schöpfung um
. “Der Himmel, das Meer, das Land, die Pflanzen, die Tiere sind alle durch das sich verändernde Klima der Schöpfung Gottes betroffen. In deiner Liebe hast du die Kraft der Auferstehung gegeben, Auferstehung, die über die Menschlichkeit hinaus reicht und sich auf alle Schöpfung erstreckt. Diese Kraft der Auferstehung hast du in unsere Hände und Füße gelegt. (Hinweis: Dem Menschen - nicht Christus - würde die Kraft der Auferstehung also gegeben! Christus sagt in Matth. 28:18: "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden."!)

Moderator: Gib uns einen Geist der Sorge  um die Zukunft unserer Umwelt; Bring ein Ende der Ausbeutung der knappen Ressourcen der Erde, ermutige uns,  verantwortungsvolle Verwalter deiner Schöpfung zu sein. Antwort: Schöpfer Gott, mach uns Propheten unserer Zeit. Moderator: Gib uns einen Geist des Respekts, der Anerkennung des Wertes und der Integrität der gesamten Schöpfung, ermutige uns, uns selbst und andere zu akzeptieren. Wir beten für die Offenbarung, dass wir dich in der ganzen Schöpfung sehen und nach Möglichkeiten suchen, in denen wir die Schöpfung in einer Weise schützen, nachaltig gebrauchen und bewahren können, damit deine Herrlichkeit von allen gesehen werden kann.

Gott wohnt nicht in einem Tempel, sondern in all der Schöpfung (Pantheismus). Es ist dieser Segen, der uns erlaubt, uns von unseren Wegen abzuwenden und zu beginnen, Gottes Schöpfung zu erneuern, die uns umgibt. Wir wissen jetzt, dass die Verantwortung für den globalen Klimawandel auf Menschen beruht, und dass der Zyklus der extremen Armut durch menschliche Sünde, einschließlich Unterlassungssünden verewigt wird. Als Gottes Kinder sind wir mit der Fortführung der Versöhnung, die Jesus Christus begann, beauftragt. Dies bedeutet, das Leben in Harmonie mit dem Rest der Schöpfung zu leben, sowohl mit unseren Brüdern und Schwestern, die in Armut leben als auch mit der Umwelt, die uns alle umgibt. Im Leben, Tod und der Auferstehung von Jesus Christ hat Gott all die Schöpfung zu Gott zurück versöhnt.

Warnung an die Teilnehmer in Kopenhagen ist nicht der Beginn des neuen Kirchen-Glocken-Läutens.
The Massachusetts Conference of the United Church of Christ ist aktiv an einer internationalen Kampagne zur Sensibilisierung für die Notwendigkeit, Kohlendioxyd-Teile pro Million (ppm) in der Atmosphäre zu verringern. Das nachhaltige Niveau ist 350 ppm (das aktuelle Niveau ist fast 450 ppm.) Die UCC Massachusetts hat unsere Kirchen gebeten, von ihrem Kirchturm (oder anderswo) ihre Glocken 350 Mal vor dem 350. Tag des Jahres 2008 zu läuten. Wir ermutigten die teilnehmenden Kirchen, so viel lokale Werbung für ihr Handeln wie möglich zu suchen.

Wikipedia: Step It Up 2007 ist eine bundesweite Basisorganisation für eine Umwelt-Kampagne gestartet von Bill McKibben, um Maßnahmen gegen die globale Erwärmung durch den US-Kongress zu verlangen. McKibben ist in der methodistischen Kirche aktiv.Das gleiche Team startete eine neue Kampagne März 2008  – benannt 350.org. Die organisatorische Bemühung, die sich auf den gesamten Erdball richtet, bekam ihren Namen nach der Behauptung des (betrügerischen) Klimaforschers, James Hansens, alle atmosphärischen Konzentrationen von Kohlendioxid (CO2) über 350 Teilen pro Million seien gefährlich.  Rechts: Bill McKibbern.

Nur eine holistische Vision der"ökologischen Gerechtigkeit" wird angemessen über die Identität und die Mission unserer Kirchen aufklären. Hier sind einige Ideen für die Begrünung Ihrer Gemeinde. Anbetung. Machen Sie die Bewahrung der Schöpfung einen integralen Bestandteil der Gottesdienst-Liturgien,  Hymnen, Bekenntnisse, Gebete, Predigten, Segen, des Raums des grünen Gottesdienstes. Einführung einer Vier-Wochen "Jahreszeit der Schöpfung" in das Kirchen-Jahr. Feiert den Erd-Sonntag (d. 11. Oktober 2010). Macht eine Segnung der TiereWie der Gottesdienst eine innige Verbindung mit Gott und anderen Menschen wiederherstellt, so sollte die Anbetung eine enge Verbindung mit der Erde wiederherstellen.

Im Rahmen des Internationalen Tags der Klima-Aktion, am 24. Oktober 2009, laden wir Kirchen, die es nicht bereits getan haben, dazu ein, Ihre Kirchenglocken 350 Male zu läutenDer Ökumenische Rat der Kirchen stimmt der 350 Glockenläuten-Kampagne zu. 

Pastor Dr. Jim Antal, Konferenz-Pfarrer und Präsident der Massachusetts Konferenz, United Church of Christ, zieht am Seil.

Wir sind Gottes Wachtposten - jetzt heisst es Alarm um das Klima zu blasen. (Hesekiel 33:3): Bis zum 15. Dezember 2008 wählen Sie einen Termin, vor dem Sie Ihre Glocke 350 Male als Teil einer Kampagne läuten lassen, was mindestens 350 unserer 400 MACUCC Kirchen engagieren sollte, das Gleiche zu tun.

“Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker” (für Gaia / Lucifer - nicht für Christus)
 Was ich Sie zu tun bitte: Viele Gemeinden haben bereits aktive Umweltschutz Ausschüsse.10. Ich habe angefangen, dem Klerus zu sagen, man müsse innerhalb der nächsten 2 oder 3 Jahre, jede 3. oder 4. Predigt  oder mindestens jede 3. oder 4. Gebetsversammlung irgendwie auf die sehr breite Palette von Fragen im Zusammenhang mit Pflege der Schöpfung und Heilung der Erde fokussieren lassen.

Die Wallfahrt für Gaia
North Humberland Today (Kanada): Gegen den Klimawandel: Lokale Glocken werden 350 Male läuten. Auf der Website  www.350.org wurden 4396 Veranstaltungen in 172 Ländern am Samstag aufgeführt - etwa 150 in Kanada.
Samstag d. 24. Oktober 2009 wird als "Tag der Aktion" für Kopenhagen bezeichnet. TV-Kommentar des Umweltschützers, David Suzuki, sagte, der Weg zum Ansporn von Gesetzesänderungen sei es, 100.000 Studenten auf dem Parliament Hill zu versammeln. Der Rat Kanadischer Domkapitel, darunter das von Northumberland, haben Busse zum Füllen des Hügels in Ottawa organisiert.

Nun schliessen sich europäische Kirchen diesem unheiligen, luziferischen  Chor der New Age , der  Neuen Weltordnung , der Erd Charta, an, der keinen Platz für Christus hat – sondern stattdessen seine Schöpfung anbetet – wie es die Menschheit im heidnischen Altertum tat.

Nothilfe der dänischen Volkskirche 05.10.2009 In jenen Tagen haben die Kirchenglocken als Alarmglocken gedient, wenn die Stadt oder das Land angegriffen wurde. Am 13. Dezember 2009 um 3 Uhr werden die Glocken nochmals Alarm läuten - 350 Male. Der Alarm ertönt für das Klima - für die Schöpfung. Kirchen auf der ganzen Welt sind wegen der Konzentration von CO2 in der Atmosphäre besorgt .

Das Staffel-Geläute. Die Kirchen stellen von der Huldigung von Christus auf die Huldigung von Gaia/Luzifer um 
Die  Kirche von Svalbard  wird ein Staffe-Läuten nach Süden durch Norwegen und Schweden bis nach Kopenhagen von Svalbard aus starten, und zwar als eine Mahnung an die korrupten Politiker und "Klimatologen", um den Planeten vor dem Bösen, das heißt der eingebildeten globalen Erwärmung. zu erlösen – zum Nutzen des Welt-Kommunismus und der Super-Banker.

Independent Catholic News 4 Dec. 2009: Mindestens 20 hochrangige Kirchenführer werden sich morgen “der Welle” anschliessen, um ein “ehrgeiziges, faires und effizientes Abkommen in Kopenhagen" zu verlangen. Dr. Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury und Erzbischof Vincent Nichols, Leiter der katholischen Kirche in England und Wales, werden da sein, weil die Kirchen "eindeutig erkennen, dass es eine moralische Verpflichtung ist, die Ursachen der globalen Erwärmung zu bekämpfen". Die 20 hochrangigen Führer der christlichen Kirchen im Vereinigten Königreich werden an einem ökumenischen Gottesdienst am 5. Dezember in London teilnehmen. Mindestens 3000 Christen werden erwartet, sich ihnen anzuschließen, und sie tragen eine Reihe von bunten Fahnen und werden in blau gekleidet sein. Es wird erwartet, dass dies die bisher größte Demonstration  im Vereinigten Königreich zur Unterstützung der Maßnahmen gegen den Klimawandel vor den entscheidenden UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen wird.

Independent Catholic News: Letzte Woche erklärte der Heilige Stuhl bei den Vereinten Nationen, eine "ökologische Bekehrung” sei notwendig, damit nachhaltige Entwicklung (ein kommunistisches Konzept) stattfinden könne. Die Erklärung wurde vom ständigen Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, Erzbischof Celestino Migliore, vor dem Ausschuss für Nachhaltige Entwicklung und Ökologie der Generalversammlung gemacht. Migliore vertritt in Kopenhagen den Papst, der dem nachhaltigen, luziferischen kopenhagener Zirkus Erfolg wünscht.
   

The New York Times 8. Febr. 2006: Trotz des Widerstandes von einigen ihrer Kollegen, haben 86 evangelikale christliche Führer entschieden, eine große Initiative zur Bekämpfung der globalen Erwärmung zu unterstützen.  Zweiundzwanzig hochrangige Kirchenleiter haben einen Brief unterzeichnet und darin ablehnend erklärt,"Die globale Erwärmung ist kein Konsens-Problem."

Kommentar
Es scheint, dass alle Kirchen mehr oder weniger von der Klimaideologie der Neuen Weltordnung - der Religion der Gaia – befallen sind. In dieser Religion lernt der Mensch, die Schöpfung, verkörpert als Mutter Erde, Gaia, statt des Schöpfers der Natur zu verehren, der Nachhaltigkeit statt Christi Geboten zu folgen. Dies ist eine
heidnische pantheistische Religion und eine kommunistische Ideologie, ohne Platz für Jesus Christus als den Erlöser des Menschen, weil er nicht allen das ewige Leben geben will – und somit alles beim Alten in aller Ewiggkeit belassen. Christi Neue Weltordnung ist nicht Rotschilds – im Gegenteil. Sie ist eine Religion, die die Kraft der Auferstehung dem Menschen gibt - anstelle von Christus - und damit mit dem zentralen Punkt der Lehre Christi brichtAuch grotesk ist die Segnung der Tiere und das Versprechen von deren Auferstehung! Christus hat ein Angebot in die Welt gebracht, das  eine Annahme oder eine Ablehnung voraussetzt, ihm zu folgen, dh. er verlangt Denkvermögen. Aber die Gaia-Kirchen sagen jetzt: "Diese Gewalt der Auferstehung erstreckt sich auf die gesamte Schöpfung, und du hast sie in unsere Hände gelegt"! . Können sie überhaupt denken? Die Gaia-Anbeter wähnen, Götter zu sein.

                                                Gaia

Luzifer, das Gehirn hinter der Phantasie des Menschen, Gott zu sein (1. Buch Mose 3:5), hat viele Kirchen der Welt dazu bewegt, sich der Gaia-Anbetung anzuschließen - blind glaubend, was ihnen die betrügerischen und alarmistischen CRU, NASA-GISS und das politische IPCC ihnen einbilden. Man kann es nicht lassen, sie zu bedauern: Nach der Verkündigung Christi seit 2000 Jahren offenbaren sich die Kirchen jetzt  wieder einmal als politische Instrumente der Herrscher der Welt - widersetzen sich den Geboten Christi, indem sie ihre Zuneigung dem Materialismus statt des Geistes schenken: Gaia, verehren sie im Dienste der Interfaith-Religion der Welt Regierung, eines Werkzeugs, um den Eine-Welt-Staat zu zementieren - und die Streitigkeiten zwischen den Religionen zu vermeiden. Gut? Mindestens ein Bruch mit Christus - wieder einmal. Dahinter steckt die United Religions Initiative - von Rockefellers Aspen-Institut getragen – mit dem Zweck dem Weltstaat der Neuen Weltordnung den Weg zu ebnen.  "Und der ganze Erdboden verwunderte sich des Tieres und sie beteten den Drachen an, der dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann mit ihm kriegen?” (Offenbarung 13:3-4).


 

Climate-Gate: Der Rückzieher von Al Gore

Wolfgang Effenberger

Für den 16. Dezember 2009, dem Höhepunkt des Weltklimagipfels, hatte Oskar-Gewinner und Nobelpreisträger Al Gore sein Multimedia-Ereignis in Kopenhagen geplant. Schon im August war die Rede unter dem vielsagenden Titel »Climate Conclusion« (»Klima-Schlussfolgerung«) angekündigt worden. Termingerecht wollte der Klima-Apostel auch sein neues Buch »Our Choice« mit persönlicher Widmung an den Mann oder die Frau bringen. Über 3.000 Karten waren bereits für dieses Medienereignis verkauft worden.

ttp://info.kopp-verlag.de/news/climate-gate-der-rueckzieher-von-al-gore.html

Experten warnen vor Al Gore und dem Klimaschwindel

http://www.youtube.com/watch?v=UPB6pZ-4kGo


Grönland heißt Grünland

Der Klimawandel wird von keinem ernsthaft bestritten, es geht nur darum, ob er, wie behauptet, menschengemacht ist. Eigentlich ein Thema für spannende Diskussionen. In der demokratischen Öffentlichkeit, heißt es, werden die divergierenden Argumente vorgestellt, ausgetauscht, geprüft, gewogen, und irgendwann ergeben sich plausible Ergebnisse, auf deren Grundlage der Bürger seine politische Entscheidung trifft.

In der Realität der Medien aber wird gar nichts geprüft und ausgetauscht, es herrscht de facto Gleichschaltung. Reichen die Anzeigen, die die Bundesregierung in den großen Zeitungen schaltet, als Linsengericht bereits aus, um die Informationsfreiheit und Meinungsvielfalt zu verhökern? Oder gehen die Hoffnungen der Pressekonzerne, Geld vom Staat zu bekommen, und die Käuflichkeit der Journalisten sogar noch weiter?

Statt Information nur Manipulationsversuche und die Überwältigung durch Emotionen. Die Fernsehbilder vom bröckelnden grönländischen Packeis und von Eisbären, deren Schollen dahinschmelzen – belegen sie tatsächlich die menschengemachte Katastrophe? Grönland heißt Grünland. So erlebten es die Wikinger vor 1.000 Jahren, was ein erdgeschichtlicher Wimpernschlag ist. Es gab damals eine Wärmeperiode.

In Pommern und Südschottland war Weinanbau möglich, in Norwegen wurde bis zum Polarkreis Getreide geerntet. Die Wissenschaft hält mehrere Ursachen für denkbar: Sonnenaktivitäten, sinkende Vulkan-Aktivitäten, eine periodische Schwankungen des Golfstroms. Industrie mit CO-2-Ausstoß gab es damals nicht.

Starke Worte und Drohungen

Ich bin für den Umweltschutz, für Abgasfilter, Katalasytoren, für Energieeinsparungen, gegen Waldabholzungen usw. Als ich 1984 von der Ostsee zum Studium ins Industriezentrum Leipzig kam, mußte ich mich nach einem Monat krank schreiben lassen, weil die verdreckte Luft meine Atmung blockierte. Bei der Klimadebatte aber geht es um etwas anderes.

Einige Stichworte. Bereits der Schritt von der Umwelt- zur Klimapolitik stimmt mißtrauisch: Um Maßnahmen für den Umweltschutz zu begründen, muß man Kausalitäten nachweisen. Für die Klimapolitik, die in viel komplexeren Regionen operiert, gilt das nicht. Dafür gibt es starke Worte und Drohungen. Der Exekutivsekretär der Vereinten Nationen Yvo de Boer, sagte im November 2007, den Klimawandel zu leugnen und nichts zu tun, um ihn zu bremsen, sei „kriminell verantwortungslos“. Erhält der Paragraph 130 demnächst einen Zusatz?

Auffällig auch, wie dem Handlungs- und Steuerungsdrang in Klimafragen die Handlungsunlust und -unfähigkeit in Bereichen gegenübersteht, wo die Datenbasis viel belastbarer ist und solide Prognosen erlaubt, etwa in der Renten- und Gesundheitsversicherung. Besteht hier vielleicht ein Zusammenhang? Die Abstände der Kampagnen um Rinderwahnsinn, Vogel- und jetzt die Schweingrippe werden immer kürzer.

Eine permanente, wohltemperierte Unruhe

Eine permanente, wohltemperierte Unruhe und Sorge wird erzeugt, aus der die Technokraten und Politiker den Leute Erlösung versprechen, wenn sie sich nur ihren liebevollen Ratschlüssen fügen. So wird Folgsamkeit generiert - und Macht. Das heißt nicht zwingend, daß es die „große Verschwörung“ gibt. Im Massenmenschen existiert auch das entsprechende Bedürfnis. Seine Sinnleere wird aufgefüllt, sein Sinnen und Trachten erhalten wieder Richtung und Struktur.

Apropos Macht: Angela Merkel hatte sich in ihrer ersten Amtszeit konsequent als „Klimakanzlerin“ profiliert. Als promovierte Naturwissenschaftlerin muß sie aber um die Unsicherheit der Faktenbasis wissen, auf der die Klimapolitik beruht. Zuerst dachte ich, das hätte mit ihrer Stellung in der Großen Koalition zu tun. Als Kanzlerin brauchte sie halt ein unanfechtbares Markenzeichen, das ihr Autorität gegenüber dem gleich großen Koalitionspartner verleiht. Ich habe sie unterschätzt.

Die überzeugungsneutrale Merkel ist ein monströses Trüffelschwein der Macht, das früher als andere wittert, wo neue Machtquellen sprudeln. Sie sieht die Entstehung neuer, supranationaler Herrschaftsstrukturen voraus, die selbst in der Theorie keiner demokratischen Legitimation mehr bedürfen. An denen will sie teilhaben. Auch deswegen hat mich das Scheitern der Konferenz von Kopenhagen erleichtert.                                                                 JF12.2009

 


Unser Sonnensystem wandert durch eine Materiewolke – die es eigentlich gar nicht geben dürfte!

Andreas von Rétyi

Warum sie doch existiert, scheint jetzt geklärt zu sein. Doch auch die Erklärung verlangt bereits nach der nächsten Erklärung. Denn der ganzen Sache haftet auch weiterhin ein Mysterium an.

/info.kopp-verlag.de/news/unser-sonnensystem-wandert-durch-eine-materiewolke-die-es-eigentlich-gar-nicht-geben-duerfte.html


 

The Huge Mistake - Climate Change Solutions 2009

 

Videos\YouTube- The Huge Mistake - Climate Change Solutions 2009.flv

 

 

http://www.youtube.com/watch?v=uSNQzSjb38g&feature=player_embedded

 


 

Die Klimalüge geht weiter

Auch der Minimalkonsens in Kopenhagen ist ein Aprilscherz. Merkel lehnt sich nicht nur als Physikerin weit aus dem Fenster, vielmehr auch als Bundeskanzlerin. Mehr und mehr läßt sie sich in die Klimalüge hineindrängen. Ein Desaster für sie als Kanzler, wenn die Lüge aufgedeckt wird. Wen hat sie eigentlich als Berater um sich? Offensichtlich strategische Nieten, denn wer wirklich hinter die Klimachaotenchöre schaut, findet schnell heraus:

 

Klimawahn und Kapitalvernichtung – eine Zwischenbilanz vor Kopenhagen

Je näher der für Dezember in Kopenhagen anberaumte Weltklimagipfel rückt, desto mehr heizt sich zwar nicht die Erde, aber doch die Debatte auf. Konkret geht es darum, wer wie viele Milliarden an wen zahlt, damit die Erde nicht „kocht”, wie das einflussreiche, extrem systemkonforme Wirtschaftsmagazin „Economist” in seiner Ausgabe vom 17. Oktober unterstellt.

Im „DeutschlandBrief” vom August/September 2008 (und in eigentümlich frei vom September 2008) habe ich mich schon einmal ausführlich mit der Klimadebatte befasst. Seitdem ist die Kampagne eher noch schriller geworden, und auch die neue Bundesregierung macht keine Anstalten, zu einer rationalen Energiepolitik zurückzukehren. Zeit also, das Thema noch einmal aufzugreifen.

Denn es geht um sehr viel Geld. Im Zeitraum von 2008 bis 2020 werden die klimapolitischen Maßnahmen der Bundesregierung und der EU-Kommission allein die Verbraucher und die Industrie in Deutschland schätzungsweise 420 Milliarden Euro kosten, nachzulesen in der Nummer 8/2008 des „Manager Magazins”. Eine enorme Summe in Zeiten leerer Staatskassen und stagnierender Einkommen, die mit den irrsinnigen Kosten der Bankenrettung auf eine Stufe gestellt werden kann.

Zunächst einige grundlegende Fakten. Erstens ist das Spurengas Kohlendioxid kein Gift, sondern eine Voraussetzung allen Lebens auf der Erde. Zweitens ist der Gehalt in der Atmosphäre in den letzten hundert Jahren von 0,03 auf 0,038% gestiegen, und im selben Zeitraum hat sich die durchschnittliche Oberflächentemperatur der Erde um etwa ein Grad Celsius erhöht. Drittens produzieren menschliche Aktivitäten nur einen Bruchteil des CO2, das ständig durch die Natur freigesetzt wird. Viertens wird das Klima auf der Erde durch die Sonne bestimmt, was schon daraus hervorgeht, dass sie auf unseren Planeten mehr als das 10.000-fache dessen abstrahlt, was von der Weltbevölkerung an Energie umgesetzt wird. Fünftens haben sich in der Erdgeschichte auch vor der Industrialisierung kalte und warme Perioden abgewechselt; die mittelalterliche Warmzeit dauerte je nach Region bis zum 14. oder bis Anfang des 15. Jahrhunderts, die darauf folgende Kleine Eiszeit etwa bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Und sechstens zeigt die Erdgeschichte zwar einen losen Zusammenhang zwischen CO2 und Klima – es lässt sich jedoch nicht belegen, dass mehr CO2 die Ursache für höhere Temperaturen war. Die Abfolge war auch schon umgekehrt.

Allein diese Fakten entziehen der offiziellen Klimadoktrin den wissenschaftlichen Boden. Mit anderen Legenden und Irrtümern hat sich jetzt Ian Plimer, Professor für Erd- und Umweltwissenschaften an der australischen Universität Adelaide, in einem neuen Buch befasst. Plimer ist Träger zahlreicher wissenschaftlicher Auszeichnungen und hat zweimal den australischen Eureka Prize erhalten. Seine Gegner beschimpfen ihn als „climat change denialist”, als Klimawandelleugner. Sein Buch trägt den Titel „Heaven and Earth: Global Warming, the Missing Science” und ist in Europa bei dem britischen Verlag Quartet Books erhältlich.

Erste Feststellung von Professor Plimer: Es gibt kein Problem der globalen Erwärmung. „Sie endete 1998.” Und dies, obwohl seitdem 25 Prozent mehr fossile Brennstoffe verbraucht wurden. Noch erstaunlicher: Am 16. November durchbrach der „Spiegel” die selbstverhängte Nachrichtensperre und teilte seinen Lesern mit, dass die globale Durchschnittstemperatur seit zehn Jahren nicht weiter ansteigt und in weiten Gebieten Nordamerikas, im westlichen Pazifik und auf der Arabischen Halbinsel sogar absinkt. Seit zehn Jahren! Dasselbe konnten Sie in eigentümlich frei schon im September 2008 lesen: dass die jüngste Temperaturspitze auf das Jahr 1998 fiel und dass seitdem der globale Temperaturanstieg zeitgleich mit einem Rückgang der Sonnenfleckenaktivität zum Stillstand gekommen ist.

Professor Plimer zitiert dann eine Reihe von wissenschaftlichen Studien, die die Behauptung widerlegen, die Atmosphäre funktioniere wie ein Treibhaus, und er betont, dass die Klimapolitiker keine Erklärung dafür haben, warum sich die Erde in früheren Zeiten – ohne Industrialisierung – überhaupt erwärmen konnte.

Dubios seien auch die Geschichten vom Aussterben der Eisbären, die immer wieder vom Fernsehen wegen ihres hohen Emotionsgehaltes verbreitet werden. Tatsächlich haben die Eisbären über Tausende von Jahren sowohl kalte als auch warme Perioden überlebt. In der kanadischen Baffin Bay, wo die Temperaturen seit einigen Jahren zurückgehen, haben gleichzeitig die Eisbären abgenommen. Und dort wo es wärmer wurde, wie zum Beispiel an der Beringstraße, ist die Anzahl der Eisbären gestiegen. Gefährdet sind die Eisbären nicht durch eine globale Erwärmung, sagt Plimer, sondern durch „Ökotouristen, Bürokraten und Jäger”.

Auch sei der Eindruck falsch, die von den Medien verbreitete Klimatheorie werde durch die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler gedeckt. Allein in den USA haben Tausende von Wissenschaftlern die Oregon-Petition unterschrieben, in der die These von der menschengemachten Erderwärmung abgelehnt wird. Initiator der Petition ist Frederick Seitz, der Vorsitzende des Oregon Institute of Science and Medicine und ehemaliger Präsident der National Academy of Sciences (nachzulesen unter www.oism.org). Ähnlich der Heidelberger Appell, den bis heute über 4.000 Wissenschaftler aus mehr als hundert Ländern unterschrieben haben, darunter 74 Nobelpreisträger und davon wiederum sechs deutsche (siehe auch: www.eike-klima-energie.eu). Frage: Wann haben Sie das letzte Mal in einer deutschen Zeitung von diesen Petitionen gelesen?

Stattdessen stützen sich die Medien unbesehen auf die Berichte einer Regierungsorganisation, des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), die angeblich von 2.500 Wissenschaftlern verfasst werden. „Tatsächlich”, sagt Plimer, „werden die Berichte von 25 Wissenschaftlern geschrieben, die von einer noch kleineren Zahl kontrolliert werden”. Das IPCC gebe Regierungsansichten wieder, nicht aber irgendeinen wissenschaftlichen Konsens.

So entpuppt sich der nicht zuletzt von der „Klimakanzlerin” Angela Merkel propagierte Mythos als krude Mischung aus Lobbyismus, Halluzination und Ersatzreligion. Mit dem Hinweis auf Fakten ist dieser Manie nicht so schnell beizukommen. Dafür profitieren zu viele davon: die Wissenschaftler, die von Regierungsaufträgen leben; die Mitarbeiter der Umweltschutzorganisationen, die auf Spenden und öffentliche Mittel (auch solche der EU) angewiesen sind; die Lobby der in Deutschland völlig unrentablen Photovoltaik (Solartechnik), die sich auf Kosten der Verbraucher mästet; die Atomindustrie, die mit der CO2-Vermeidung endlich ein schlagkräftiges Argument gefunden hat; multinationale Konzerne wie BP, die sich mit verlogenem Greenwashing als Umweltschützer aufspielen; die Regierungen und ihre Bürokratien, die eine neue Existenzberechtigung darin finden, dass sie den Planeten retten müssen; und die Sozialisten jeder Couleur, die selbstverständlich nach allem greifen, mit dem sich mehr Staatseinfluss, mehr Planwirtschaft und höhere Steuern und Abgaben begründen lassen.

Und schließlich ist die wahnhafte Klimapolitik, die ein nicht vorhandenes Problem zu lösen vorgibt, auch aus moralischer Sicht höchst fragwürdig. Mit den immensen Geldern, die sie versenkt, könnte man Wälder aufforsten, die Überfischung der Meere beenden, die Schwarzafrikaner mit sauberem Trinkwasser versorgen und – besonders wichtig – die Erforschung preiswerter neuer Energiequellen vorantreiben. Ein Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen wäre jedenfalls keine schlechte Nachricht.

Der tote Michael Chrichton läßt grüßen

Natürlich heftig dementiert durch die linken Politagitatoren, nämlich:


 

Klimatheorie neu

Der Mann, der die Wolken ergründet

Von Michael Miersch 15. Dezember 2009, 04:00 Uhr Die Welt

http://www.welt.de/die-welt/debatte/article5533975/Der-Mann-der-die-Wolken-ergruendet.html

Henrik Svensmark hat die Klimatheorie erschüttert. Er ist einem kosmischen Geschehen auf der Spur, das die Temperatur der Erde stärker beeinflusst als Treibhausgase

Er sah seinen Kontrahenten an. Die Kamera war in diesem Moment voll auf seinem Gesicht. Er holte Luft, wollte antworten - und brach zusammen. Am Sonntagabend, mitten in einer Live-Diskussion zwischen Forschern und Politikern im dänischen Fernsehen DR 1, rebellierte das Herz des Klimaforschers Henrik Svensmark. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden, inzwischen geht es ihm wieder etwas besser.

Der Vorfall wirkt wie ein Gleichnis für die Härte, die die Diskussion über die Ursachen des Klimawandels inzwischen angenommen hat. Der Physiker Svensmark gehört zu den Wissenschaftlern, die den Einfluss des Kohlendioxids (CO2) für überbewertet halten. Dafür wurde er über zehn Jahre lang von den führenden Köpfen des Weltklimarates IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) ausgegrenzt und diffamiert. Die politisch vorherrschende Forschergilde behandelte ihn wie einen Paria. Erst als man seine Befunde nicht mehr beiseiteschieben konnte, mussten sie ihm ein wenig Anerkennung zollen.

"Klimaforschung", sagt er, "ist keine normale Wissenschaft mehr. Sie wurde völlig politisiert. In den letzten Jahren besteht gar kein Interesse mehr an neuen Erkenntnissen. Man hat sich auf eine Theorie geeinigt und fertig. Das widerspricht zutiefst den Prinzipien von Wissenschaft." Er klingt nicht wütend, wenn er das sagt, eher ein bisschen resigniert. Angesprochen auf den "Climategate" genannten Skandal um Datenmanipulation beim mächtigen britischen Klimaforschungsinstitut CRU (Climate Research Unit), sagt Svensmark: "Vorher dachte ich, schlimm, dass es so viel Selbstzensur unter Klimaforschern gibt. Jetzt wissen wir, es gab echte Zensur."

Dass das CO2 die Schuld am Klimawandel trägt, ist bei den Politikern nahezu Konsens. Diplomaten und Atomkraftmanager, Umweltverbände und EU-Beamte auf dem Klimagipfel in Kopenhagen zweifeln nicht an der Theorie des IPCC, dass ein Überschuss an CO2, der aus Kraftwerken, Fabriken und Autos aufsteigt, den Treibhauseffekt verstärkt und es dadurch bald zu warm auf der Erde wird.

Gar nicht weit vom Tagungszentrum des Klimagipfels entfernt, arbeitet Henrik Svensmark, der sich mit der CO2-Erklärung nicht zufriedengibt. Er fragt sich, warum sich das Klima in der Vergangenheit immer wieder wandelte, bevor der Mensch Motoren erfand. Svensmark leitet das Centre for Sun-Climate Research des Danish National Space Centre (DNSC). Seine Arbeiten zeigen, dass andere, größere Systeme das Klima antreiben: die Sonne und die kosmische Strahlung.

Der 51-Jährige spricht leise und ohne Eifer, wenn er seine Forschung erklärt. Er trägt die generationstypische Kleidung, schwarzer Leinenanzug, schwarzes T-Shirt, und sieht jünger aus, als er ist. Nur selten huscht ihm unverhofft ein Lächeln über das blasse Gesicht. Er wirkt erschöpft, als hätte er keine Lust mehr auf den ewigen Streit.

Auf seinem Gebiet ist er weit gekommen. Er ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Wolkenbildung und der kosmischen Strahlung. Kosmische Strahlung? Das kann man sich wie einen unsichtbaren Sandsturm aus dem All vorstellen, der auf die Erde niedergeht, nur dass die "Sandkörnchen" Protonen, Elektronen und ionisierte Atome sind. Sie stammen von explodierten Sternen. Svensmark und sein Team fanden heraus, dass diese winzigen Partikel zum Entstehen der Wolken in der unteren Atmosphäre beitragen. Die Wolkendecke wiederum beeinflusst die Temperatur der Erde.

Kosmische Strahlung ist nicht zu allen Zeiten gleich stark. Die Sonne beeinflusst das Geschehen. Ihre Magnetfelder erzeugen die sogenannten Sonnenwinde. Eruptionen mit einer ungeheuren Energie, eine Milliarde mal stärker als eine Wasserstoffbombe. "Je stärker das Magnetfeld der Sonne", sagt Svensmark, "desto mehr schirmt es die Erde gegen den Partikelsturm aus dem All ab."

Der Gedanke, dass die Sonne nicht allein durch Licht und Wärme die Erde beeinflusst, liegt nahe. Sonnenwinde sind Ströme aus geladenen Teilchen, die von der Sonne ins All wehen. Werden sie besonders heftig, stören sie den Funkverkehr und die Kommunikation mit Satelliten. Über die Folgen dieser Sonnenaktivität für das Leben auf der Erde hatte sich bereits vor 200 Jahren der deutsch-britische Astronom Wilhelm Herschel Gedanken gemacht. Ihm war ein seltsamer Gleichklang aufgefallen. In Zeiten, in denen er besonders viele Sonnenflecken durch sein Fernrohr beobachten konnte, fielen die Weizenpreise. Blieben die Flecken aus, stiegen sie an. Herschel glaubte, dass die Sonnenflecken das Getreidewachstum fördern. Diese Theorie war falsch. Doch ein Zusammenhang zwischen der Sonnenaktivität und den Ernteerträgen könnte durchaus bestehen, indem das Magnetfeld der Sonne das Klima beeinflusst, je nachdem, ob es viel oder wenig kosmische Strahlung durchlässt.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das Magnetfeld der Sonne stärker. Der Globus war in dieser Zeit besonders gut gegen den Partikelsturm abgeschirmt. Es bildeten sich weniger kühlende Wolken, und dadurch wurde es wärmer. "Dieser Prozess", sagt Svensmark, "erklärt den größten Teil des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts."

2005 konnte er im Laborversuch nachweisen, dass Strahlungspartikel tatsächlich Kondensationskeime erzeugen, die zur Wolkenbildung führen. In seinem Institut führte er über mehrere Jahre das sogenannte Sky-Experiment durch, er untersuchte, wie Wolken geboren werden. Im Zentrum stand dabei eine Art Nebelkammer. Teilchen, die beim Zusammenprall von Strahlungspartikeln mit Luftmolekülen entstehen und von außen in die Versuchskammer eindringen, sollten dort als Kondensationskeime dienen. In einer komplizierten Kettenreaktion produzierten sie tatsächlich Keime, um die sich winzige Tröpfchen bildeten: der Stoff, aus dem die Wolken sind. Svensmark stellte seine Ergebnisse in naturwissenschaftlichen Fachzeitschriften vor. Dadurch angeregt, aber unabhängig von seinen dänischen Kollegen untersucht inzwischen ein Team von Teilchenphysikern diesen Prozess am Cern, der Europäischen Organisation für Kernforschung in der Nähe von Genf. Zwei Wochen vor dem Klimagipfel in Kopenhagen begann dort ein Experiment, dessen Ausgang die vorherrschende Klimatheorie erschüttern könnte.

Nicht nur die Experimente sind ziemlich kompliziert, auch die Messung des realen Klimageschehens steckt voller Tücken. "Die Wolkendecke der Erde zu messen ist sehr schwierig", sagt Svensmark. "Wir haben mit den besten Satellitendaten gearbeitet, die es gibt, und fanden eine sehr gute Korrelation zwischen kosmischer Strahlung und Wolkenbildung. Aber eine Korrelation ist noch kein Beweis. Deshalb haben wir den Sky-Versuch durchgeführt. Und wir werden sehen, ob das Cern-Experiment unsere Resultate bestätigt."

Ob das etwas ändern wird? Svensmarks Erkenntnisse über die Sonne und die kosmische Strahlung werden von den meisten Politikern des Klimagipfels ignoriert. Und seine eigene Regierung? Interessiert die sich für seine Forschung? Schließlich ist er Däne und einer der weltweit führenden Experten auf seinem Gebiet. "Politiker mögen den Gedanken nicht, dass wir Menschen den größten Teil des Klimageschehens nicht beeinflussen können", sagt er. "Wenn es so ist, gäbe es nichts mehr zu regulieren. Sie würden nicht gebraucht." Dann schweigt er einen Moment und sagt: "Dabei wäre es gar nicht so schlimm für sie. Es gibt doch genug Umweltprobleme, um die sie sich kümmern könnten."


Essay

Die Klima-Krieger

Von Hans von Storch 3. Dezember 2009, 04:00 Uhr    Die Welt

Die Kabale zwischen Alarmisten und Skeptikern verstellt den Blick auf das Wesentliche: dass der Mensch sich an die wärmer werdende Erde anpassen muss

In einigen Tagen beginnt die Weltklimakonferenz in Kopenhagen, und die Aufregung ringsumher nimmt zu. Auch in der Wissenschaft, wo derzeit zwei Gruppen um die Deutungshoheit kämpfen. Um die richtige Deutung, aus der sich angeblich unmittelbar politische Folgerungen ergeben. Eine Gruppe spricht von der letzten Chance, die Klimakatastrophe zu vermeiden, Wirtschaft und Gesellschaft klimakonform umzubauen, der Dritten Welt Gerechtigkeit zukommen zu lassen und so die Schuld der entwickelten Welt abzutragen. Diese "Alarmisten" finden Unterstützung durch öffentlich bekannte Klimaforscher, die pessimistische, angeblich wissenschaftlich abgesicherte Zukunftsperspektiven veröffentlichen.

Vor wenigen Tagen war es die "Kopenhagener Diagnose", die auf die bisherige Dramatik noch einmal aufsattelte. Mit den üblichen Zutaten: der Auswahl von dramatischen Einzelaspekten und Einzelansichten, die emotionalisieren sollen, oder dem inzwischen berühmt gewordenen "Trick", Daten aus verschiedenen Quellen so zusammenzusetzen, dass das richtige Resultat entsteht; mit der Wiederholung von Behauptungen, die sich als falsch oder zumindest als problematisch erwiesen haben; kurz: mit den schon altbekannten Mitteln zur Dramatisierung der öffentlichen Kommunikation. Pech, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die Nachricht von den im Climatic Research Unit (CRU) der University of East Anglia im britischen Norwich gestohlenen E-Mails herauskam. Der elektronische Verkehr belegt, wie Forscher versucht haben, unliebsame Ergebnisse von Kollegen zu unterdrücken und erwünschte Ergebnisse mit "Tricks" zu konstruieren. Doch nicht nur in dieser Hinsicht stellt sich die Rolle von einigen der 26 Autoren in diesen E-Mails als zumindest problematisch dar.

Die CRU-Mails belegen nämlich vor allem die Gründung eines Kartells zur Durchsetzung der Sicht und Wahrnehmung seiner Mitglieder, das dafür sorgen soll, dass abweichende Meinungen im wissenschaftlichen Review-Prozess scheitern und, wenn nicht, dann zumindest im IPCC-Prozess keine Rolle spielen; dass wesentliche Vorgänge in der Gemeinschaft der Klimaforscher nicht den eigenen Interessen widersprechen und dass wesentliche Äußerungen mit den eigenen Ideen konsistent sind. Angeblich in der gut verstandenen Absicht, die "Skeptiker" herauszuhalten (wegen ihrer negativen politischen Wirkung). Und was einen Skeptiker ausmacht, wird selbst bestimmt: nämlich jedermann, der eine andere Meinung hat.

Die extremen Vertreter dieser Spezies bilden den Gegenpol zur herrschenden Meinung: Für sie existiert der menschengemachte Klimawandel nicht oder ist zumindest insignifikant. Sie behaupten, dass er von einer ideologisierten Gruppe von Verschwörern (beziehungsweise Weltverbesserern) ausgedacht und an den Tatsachen vorbei konstruiert wurde. Diese Skeptiker sehen sich durch die CRU-Mails bestätigt, dass hier eine als "Team" bekannte, machtvolle Gruppe Daten und somit den ganzen wissenschaftlichen Prozess manipuliert hat. Sie betonen, dass derzeit die Temperaturen fallen und dies ein schlagender Beweis dafür sei, dass es sich bei der Behauptung vom menschengemachten Klimawandel nur um eine im Widerspruch zu empirischen Beobachtungen stehende Hypothese handelt. Die CRU-Mails seien "Nägel im Sarg des menschengemachten Klimawandels". Und das Treffen in Kopenhagen im Dezember könne, ja solle man am besten gleich absagen.

Der Klimagipfel wird dennoch stattfinden. Ich erwarte eine Reihe von schön klingenden Erklärungen ("greenwash"), von denen einige vermutlich wirklich umgesetzt werden. Die Temperatur aber wird dennoch weiter steigen - hoffentlich viel weniger als ohne Klimagipfel, aber vielleicht auch nur ein bisschen weniger.

Es ist unerfreulich, dass sich die sachliche, ruhige und ergebnisoffene Wissenschaft in einem politisch-wertgetriebenen Kraftfeld zwischen zwei machtvollen Polen wiederfindet. Doch so eine Situation entsteht nicht überraschend, sondern fast zwangsweise - sie wird mit dem Ausdruck der "postnormalen Wissenschaft" treffend beschrieben, wie schon früher im Falle des berühmt-berüchtigten Waldsterbens. In so einem Fall sind die wissenschaftlichen Aussagen unsicher, mit Vorbehalten versehen und nur schwierig zu falsifizieren; es entstehen fast automatisch vielerlei Gegenpositionen. Diese Vielstimmigkeit ist Ausdruck des wissenschaftlichen Erkenntnisvorgangs und nicht etwa die Folge davon, dass die beteiligten Wissenschaftler zu dumm sind, die "richtige" Antwort zu finden. Erschwerend kommt hinzu, dass die möglichen Folgerungen jedes anerkannten Wissens als politisch signifikant wahrgenommen werden.

In dieser Situation geht es für die Politik darum, Entscheidungen wissenschaftlich zu legitimieren; die entsprechenden Wissensansprüche werden zu wesentlichen Ressourcen im Kampf um gesellschaftliche Entscheidungen. Nicht die Genauigkeit, die Widerspruchsfreiheit wissenschaftlicher Aussagen sind entscheidend, sondern die Akzeptanz der Ergebnisse in der Öffentlichkeit, in den Medien und unter Politikern. Die kritische Größe ist die politische Nützlichkeit, nicht die Wissenschaftlichkeit der Methodik, die an sich die Autorität wissenschaftlicher Aussagen begründet.

In gewisser Weise sind beide Gruppen, die Alarmisten und die Skeptiker, geistesverwandt. Sie haben beide eine festgelegte Weltsicht, und sie haben beide keine Hemmungen, Wissenschaft als Handlanger einer "guten Politik" zu instrumentalisieren. Beide Gruppen beschädigen die Unabhängigkeit der gesellschaftlichen Einrichtung "Wissenschaft", und beide beschädigen den demokratischen Willensbildungsprozess.

Es stellt sich die Frage, was für eine Art von Wissenschaft denn gesellschaftlich erwünscht oder gar erforderlich ist. Sicher nicht eine als Wissenschaft verkleidete Politik und auch kein Thinktank, der die Randbedingungen für vorab bestimmte wertbasierte politische Programme herausarbeitet. Wohl doch eher eine unabhängige Einrichtung, die der Gesellschaft hilft, Probleme und komplexe Phänomene zu verstehen sowie die Nachteile und Vorteile von Lösungsmöglichkeiten zu identifizieren. Dadurch ermöglicht die Wissenschaft der Gesellschaft, rationale Entscheidungen, die konsistent mit dem Wertehintergrund sind, zu bestimmen. Es ist ja das Vorrecht des demokratischen Systems, am Ende gemeinsam zu entscheiden und zu beschließen - auch wenn man heute unter aktivistischen Wissenschaftlern bisweilen Zweifel an der Zweckmäßigkeit dieses Systems hören kann.

Wissenschaft beantwortet also "Was wäre wenn"- Fragen - etwa diese: Was geschieht mit Temperatur, Wasserstand und Gebirgsfröschen, wenn wir unvermindert Treibhausgase in die Atmosphäre entlassen? Um wie viel wird die Temperatur noch steigen, wenn wir die Emissionen um 80 Prozent bis 2080 reduzieren? Wissenschaft kann nicht sagen, dass die Menschheit das Zwei-Grad-Ziel akzeptieren muss, aber sie kann sagen, was dazu nötig wäre. Es ist der demokratische Willensbildungsprozess der Gesellschaft, der darüber zu befinden hat, ob man sich das Zwei-Grad-Ziel vornimmt. Und genau das ist geschehen - die Gesellschaft will keine gefährlichen Klimaänderungen hinnehmen und glaubt, dass dieses Ziel gut beschrieben wird, wenn die Erde sich nicht um mehr als zwei Grad erwärmt. Dies ist eine gesellschaftliche Verabredung, keine wissenschaftliche "Wahrheit". Und ich persönlich erwarte, dass diese Verabredung in Kopenhagen weiter gefestigt wird. Um der Gesellschaft vernünftige Beschlüsse zu ermöglichen, braucht sie Wissen über die Dynamik, Zusammenhänge und Lösungsmöglichkeiten, welche die Wissenschaft kalt und leidenschaftslos zu erarbeiten hat. Der Katalog der Möglichkeiten beinhaltet so verschiedene Dinge wie die Vermeidung von Klimaänderungen durch Emissionsreduktion oder globales und lokales Geo-Engineering (etwa durch Rücknahme der Stadterwärmung), aber auch weitreichende Anpassungsmaßnahmen, um die Gefährlichkeit des gegenwärtigen und eines zukünftig veränderten Klimas zu vermindern.

Unerfreulicherweise hat das Klimakartell der Alarmisten eine Einengung der Diskussion der Möglichkeiten bewirkt. Es ist immer nur eine Option besprochen worden, die Vermeidung der Klimaerwärmung aufgrund verminderter Emissionen. Natürlich ist es eine wichtige Aufgabe, das gesellschaftlich legitimierte Zwei-Grad-Ziel politisch umzusetzen. Inzwischen ist aber längst klar, dass ein vollständiges "Anhalten" des menschengemachten Klimawandels in den nächsten Jahrzehnten unrealistisch ist. Es ist daher genauso wichtig und gesellschaftlich unmittelbar relevant, dass für die nicht mehr vermeidbaren Klimaänderungen weitreichende Anpassungsmaßnahmen erforscht, getestet und implementiert werden müssen. Mit ihrem Negieren beziehungsweise Dramatisieren helfen uns weder Alarmisten noch Skeptiker bei dieser Aufgabe. Sie lenken nur ab.

Der Autor ist Professor am Institut für Meteorologie der Universität Hamburg und seit dem Jahr 2001 Leiter des "Instituts für Küstenforschung" am GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht.

 


Die Macht der Sonne

Forscher haben in Russland entdeckt, wie der Planet unsere Erde bedrohen kann

von Harald Czycholl  (die Welt 28.6.2010)

Als im Norden Australiens im vergangenen Jahr plötzlich die Spannung in den Hochspannungsleitungen schwankte, konnte sich das zunächst niemand erklären. Die Kraftwerke liefen ganz normal, ein Gewitter hatte es nicht gegeben und der Verbrauch war auch nicht überdurchschnittlich. Forscher standen vor einem Rätsel. Dann erkannte Richard Marshall vom Australian Bureau of Meteorology, dass es zeitgleich einen Sonnensturm gegeben hatte, berichtet das Fachmagazin "New Scientist".

 

Neben ihrem intensiven Licht sendet die Sonne einen kontinuierlichen Teilchenstrom, den Sonnenwind. Als Sturm rast dieser in Form gewaltiger Gaswolken mit einer Geschwindigkeit von etwa 3000 Kilometern pro Sekunde durchs All. Erreichen deren Ausläufer die Erde, können sie für chaotische Zustände für die Menschen sorgen. Dennoch haben sie auch positive Effekte. Denn neben Gas führen sie auch kleinste Metallpartikel mit sich, die das Nordlicht verursachen, das regelmäßig während der dunklen polaren Winter den Himmel bunt färbt. Sie verändern jedoch auch das Magnetfeld der Erde - und das hat wiederum Auswirkungen auf alles, was elektrische Leitungen braucht. Das kann die Stromversorgung genauso betreffen wie das Telefonnetz. Sogar Navigationsgeräte können die kosmischen Turbulenzen durcheinanderwirbeln. Der stärkste jemals registrierte Sonnensturm fand 1859 statt. Elektrischen Strom gab es damals noch nicht - wohl aber seit 15 Jahren die Telegrafie - die daraufhin komplett ausfiel. Ähnliche Intensität erreichte ein Sonnensturm im Jahr 1989. Er führte zu einem neunstündigen Stromausfall in Quebec in Kanada. Vor einem Rätsel stand zunächst auch der Betreiber einer Eisenbahnlinie im Nordwesten Russlands. Dort spielten zwischen 2000 und 2005 regelmäßig die Signale an Bahnübergängen verrückt. Das Puschkow-Institut untersuchte die Vorfälle in einer Studie und fand heraus, dass es in 16 Fällen zeitgleich einen Sonnensturm gegeben hatte.

Wirre Lichtsignale bei der Bahn oder schwankende Spannung in der Hochspannungsleitung sind meist noch relativ harmlos - was aber, wenn die Ausläufer eines wirklich heftigen Sonnensturms auf die Erde treffen? Ein solches Szenario hat die National Academy of Science kürzlich in den USA vorgestellt. Es gleicht einem kleinen Weltuntergang: Bis zu 80 Prozent der Stromnetze der USA könnten infolge des starken Solarsturms ausfallen, Millionen Menschen wären innerhalb von Sekunden ohne Strom und ohne Trinkwasser. Die NASA erwartet einen solchen Sonnensturm in nächster Zeit - schließlich sei die Sonne in den vergangenen Jahren verdächtig ruhig gewesen.


 

Riesige Tsunamis auf der Sonne nachgewiesen

Von Anatol Johansen 27. November 2009, 15:13 Uhr    Die Welt

Früher hielt man sie für eine optische Täuschung, doch jetzt haben US-Forscher sie mithilfe von neuen Satellitendaten zweifelsfrei nachgewiesen: Riesige Tsunami-Wellen auf der Sonne. Im Form gigantischer Wogen rasen sie mit 250 Kilometer pro Sekunde über die Sonnenoberfläche.

 

http://www.welt.de/multimedia/archive/1250347331000/00643/sonneneruption2_DW__643603g.jpg

 

Auch Bilder können den Wissenschaftlern helfen, die komplexe Physik zu verstehen, die auf der Sonne abläuft...

Eindrucksvolle Bilder der Sonne

Riesige Tsunami-Wellen gibt es auch auf der Sonne. Das meldet jetzt das Goddard Space Flight Center der Nasa in Greenbelt im US-Staat Maryland. Sie haben allerdings derartig gewaltige Ausmaße, dass man bei früheren Beobachtungen sie wohl registrierte, allerdings dazu neigte, sie für optische Täuschungen oder das Ergebnis von Messfehlern zu halten. Jetzt jedoch haben Messungen zweier Satelliten vom Typ "Stereo" den eindeutigen Beweis für die Riesenwellen erbracht. Die Satelliten wurden im Oktober 2006 zur Beobachtung des Systems Sonne-Erde gestartet. Natürlich handelte es sich um keine Wasserwelle, sondern um eine gigantische Woge aus heißem Material.

 

 

Weiterführende Links

Die Satelliten machten die entscheidende Beobachtung im Februar diesen Jahres nach einer gewaltigen CME-Eruption (Coronal Mass Ejection), also nach dem Auswurf von Plasma aus der Sonnenkorona, dem dünnen Strahlenkranz unseres Zentralgestirns. Die Eruption fand im Sonnenflecken Nr. 11012 statt, wo Milliarden Tonnen von elektrisch geladenem Gas ins Weltall geschleudert wurde.

Anschließend baute sich eine etwa 100.000 Kilometer hohe Welle mit einer Geschwindigkeit von 250 Kilometer pro Sekunde auf und zog über Teile der Sonnenoberfläche. "Es war definitiv eine Welle", berichtete jetzt Spiros Patsourakos von der George-Mason-Universität in Fairfax (US-Staat Virginia) in den "Astrophysical Journal Letters". Das war "zwar keine Wasserwelle aber eine gigantische Welle aus heißem Plasma und Magnetismus", wie Patsourakos sagt.

Die beiden Stereo-Satelliten beobachteten die Welle von zwei Positionen aus, die im rechten Winkel zueinander lagen, sodass auf Grund dieser optimalen Beobachtungsmöglichkeit am Wellencharakter des solaren Tsunamis kein Zweifel besteht. Es handele sich eindeutig um eine Welle aus elektrisch geladenem Plasma, meinen die Wissenschaftler.

"Jetzt wissen wir es endgültig", freute sich auch Joe Gurman vom Solarphysikalischen Labor des Goddard Space Flight Centers, "es gibt sie tatsächlich, die solaren Tsunamis".

Tsunamis aus heißem Gas auf der Sonne nachgewiesen

Von Anatol Johansen 27. November 2009, 04:00 Uhr

Greenbelt - Riesige Tsunami-Wellen gibt es auch auf der Sonne.Das meldet jetzt das Goddard Space Flight Center der Nasa in Greenbelt (US-Staat Maryland).Sie haben allerdings derartig gewaltige Ausmaße, dass man bei früheren Beobachtungen sie wohl registrierte, allerdings dazu neigte, sie für optische Täuschungen oder das Ergebnis von Messfehlern zu halten. Jetzt jedoch haben Messungen zweier Satelliten vom Typ "Stereo"- sie wurden im Oktober 2006 zur Beobachtung des Systems Sonne-Erde gestartet - den eindeutigen Beweis für die Riesenwellen erbracht.

Greenbelt - Riesige Tsunami-Wellen gibt es auch auf der Sonne. Das meldet jetzt das Goddard Space Flight Center der Nasa in Greenbelt (US-Staat Maryland). Sie haben allerdings derartig gewaltige Ausmaße, dass man bei früheren Beobachtungen sie wohl registrierte, allerdings dazu neigte, sie für optische Täuschungen oder das Ergebnis von Messfehlern zu halten. Jetzt jedoch haben Messungen zweier Satelliten vom Typ "Stereo"- sie wurden im Oktober 2006 zur Beobachtung des Systems Sonne-Erde gestartet - den eindeutigen Beweis für die Riesenwellen erbracht. Natürlich handelte es sich um keine Wasserwelle, sondern um eine gigantische Woge aus heißem Material.

Die Satelliten machten die entscheidende Beobachtung im Februar diesen Jahres nach einer gewaltigen CME-Eruption (Coronal Mass Ejection), also nach dem Auswurf von Plasma aus der Sonnenkorona, dem dünnen Strahlenkranz unseres Zentralgestirns. Die Eruption fand im Sonnenflecken Nr. 11 012 statt, wo Milliarden Tonnen von elektrisch geladenem Gas ins Weltall geschleudert wurde. Anschließend baute sich eine etwa 100 000 Kilometer hohe Welle mit einer Geschwindigkeit von 250 Kilometer pro Sekunde auf und zog über Teile der Sonnenoberfläche. "Es war definitiv eine Welle", berichtete jetzt Spiros Patsourakos von der George-Mason-Universität in Fairfax (US-Staat Virginia) in den "Astrophysical Journal Letters". Das war "zwar keine Wasserwelle aber eine gigantische Welle aus heißem Plasma und Magnetismus", wie Patsourakos sagt.

Die beiden Stereo-Satelliten beobachteten die Welle von zwei Positionen aus, die im rechten Winkel zueinander lagen, sodass auf Grund dieser optimalen Beobachtungsmöglichkeit am Wellencharakter des solaren Tsunamis kein Zweifel besteht. Es handele sich eindeutig um eine Welle aus elektrisch geladenem Plasma, meinen die Wissenschaftler. "Jetzt wissen wir es endgültig", freute sich auch Joe Gurman vom Solarphysikalischen Labor des Goddard Space Flight Centers, "es gibt sie tatsächlich, die solaren Tsunamis". A.J.


15.9.2009

Während die Sonne schläft    Die Welt

» Gastkommentar, Hintergrundinformation, Klimawandel, Personen » Autor: ghw — Drucken

Diese Stellungnahme von Professor Henrik Svensmark wurde am 9. September in der Dänischen Zeitung „Jyllands Posten“ veröffentlicht. Übersetzung von der Seite WattsUpWithThat durch “Wetterfrosch”

HENRIK SVENSMARK, Professor, DTU, Kopenhagen

Der Stern, der uns Leben gibt, zeigt über die letzten Jahre keine Sonnenflecken, die sichtbaren Zeichen der solaren magnetischen Aktivität.

Vergangene Woche berichtete das Wissenschaftlerteam des Sohosatellitten (Solar und Heliospherisches Observatorium), dass die Anzahl der fleckenfreien Tage auf die niedrigste Aktivität der vergangenen 100 Jahre hin deutet. Alles deutet darauf hin, dass die Sonne in einen Tiefschlaf-ähnlichen Zustand gleitet, und es stellt sich die Frage, welche Bedeutung das für uns auf der Erde hat.

Wenn sie das IPCC (International Panel on Climate Change) fragen, welches die derzeitige Konsensmeinung zum Klimawandel repräsentiert, so lautet die Antwort „nichts“. Aber Geschichte und neuere Forschungen zeigen, dass dies möglicherweise absolut falsch ist. Lassen sie uns näher anschauen, warum.

Die Sonnenaktivität hat sich schon immer verändert. Um das Jahr 1000 war eine Periode hoher solarer Aktivität, was einher ging mit der MWP. In dieser Zeit war Frost im Mai ein weitaus unbekanntes Phänomen und wichtig für eine gute Ernte. Die Wikinger siedelten in Grönland und entdeckten die Küste Nordamerikas. Und die Chinesische Bevölkerung zum Beispiel verdoppelte sich in dieser Zeit. Aber um das Jahr 1300 begann die Erde kälter zu werden und das war der Beginn der Zeit, die wir die Kleine Eiszeit nennen. Damals verschwanden alle Siedlungen der Wikinger in Grönland. Die Schweden wunderten sich über den Frost in Dänemark und die Themse in London fror wiederholt zu. Immer häufiger gab es Missernten, was zur Unterernährung der armen Bevölkerung führte, Krankheit und Hunger ließen die europäische Bevölkerung um 30% schrumpfen.

Es ist wichtig festzustellen, dass die Kleine Eiszeit ein globales Ereignis darstellte. Sie dauerte bis in das späte 19. Jahrhundert, wo die solare Aktivität sich verstärkte. In den letzten 50 Jahren war die Sonne am höchsten in 100 Jahren seit der MWP. Und nun scheint es das die Sonne sich in Richtung eines „tiefen Minimums“ bewegt, wie wir es aus der kleinen Eiszeit kennen.

Der Zusammenhang von Solaraktivität und Klima durch die Jahrhunderte wurde versucht als zufällig zu erklären. Aber es stellte sich heraus, dass es fast egal war, welchen Zeitraum man betrachtete, nicht nur die letzten 1000 Jahre passen zusammen. Die Aktivität der Sonne wechselt über die vergangenen 10000 Jahre wiederholt zwischen hoch und niedrig. Bis jetzt befand sich die Sonne dabei 17% der Zeit im Tiefschlaf, gefolgt von einer Abkühlung der Erde.

Man wird sich vielleicht wundern, dass das IPCC glaubt, die wechselnde Sonnenaktivität hat keinen Einfluss auf das Klima – der Grund ist einfach, dass sie lediglich die Veränderung der Solarstrahlung berücksichtigen.

Satellitenmessungen der Solarstrahlung haben gezeigt, dass die Variationen zu gering sind für eine Klimaänderung, aber man hielt die Augen verschlossen vor einem zweiten, viel kräftigeren Weg, auf dem die Sonne in der Laage ist das Klima zu beeinflussen.

1996 entdeckten wir einen überraschenden Einfluss der Sonne – ihre Auswirkungen auf die Wolkenbedeckung der Erde. Ausgestossene energiereiche Teilchen explodierender Sterne, die kosmische Strahlung, unterstützen die Wolkenbildung.

Ist die Sonne aktiv, schirmt ihr Magnetfeld die kosmische Strahlung aus dem All ab, bevor sie die Erde erreicht. Mit der Änderung der Wolkenbedeckung kann die Sonne die Temperaturen der Erde erhöhen oder senken. Höhere Aktivität bewirkt weniger Wolken und es wird wärmer. Niedrige Aktivität hingegen verringert den Schutz gegen die kosmische Strahlung , mit dem Ergebnis zunehmender Wolkenbedeckung und deshalb wird es kühler.

Da das Magnetfeld der Sonne sich im 20.Jahrhundert in der Stärke verdoppelt hat, kann dies für einen Großteil der globalen Erwärmung in dieser Zeit verantwortlich sein.

Das erklärt auch, warum die meisten Klimawissenschaftler bestrebt sind diese Möglichkeit zu ignorieren. Es ist in der Tat zugunsten der Idee, dass der Anstieg der Temperatur im 20. Jahrhundert hauptsächlich auf die menschlichen CO2- Emissionen zurückzuführen ist.Wenn die Sonne einen signifikanten Beitrag zur Erwärmung geleistet hätte, wäre der Anteil des CO2 notwendiger Weise geringer.

Seit unsere Theorie 1996 herausgebracht wurde, war sie scharfer Kritik ausgesetzt, was normal in der Wissenschaft ist.

Zuerst wurde behauptet dass eine Verbindung zwischen Wolkenbildung und Solaraktivität auf Grund des unbekannten physikalischen Mechanismus nicht möglich sei. Aber im Jahr 2006 konnten wir nach vielen Jahren Arbeit Experimente am DTU Space durchführen, wo wir die Existenz des physikalischen Mechanismus demonstrieren konnten. Die kosmische Strahlung unterstützt die Bildung von Aerosolen, die die Grundlage für die Wolkenbildung sind.

Darauf folgte die Kritik, dass der von uns im Labor gefundene Mechanismus in der realen Atmosphäre keinen Bestand haben kann und deshalb praktisch wirkungslos sei. Aber diese Kritik haben wir ausdrücklich zurückgegeben. Es stellte sich heraus, dass die Sonne selbst tat, was wir natürliche Experimente nennen würden. Gigantische solare Flares können die kosmische Strahlung auf der Erde für einige Tage zurückdrängen. In den Tagen nach der Eruption verringerte sich die Wolkenbedeckung um 7%. Man kann sagen, die Wolken werden im All gemacht.

Deswegen beobachteten wir die solare magnetische Aktivität mit steigender Aufmerksamkeit, als sie Mitte der 90er Jahre begann zu schwinden.

Das die Sonne in ein tiefes Minimum (Tiefschlaf) fallen könnte wurde vor 2 Jahren auf einem Meeting in Kiruna (Schweden) bekannt gegeben. Als Nigel Calder und ich deshalb unser Buch „The Chilling Stars” überarbeiteten, Schrieben wir ein wenig provokativ: „Wir empfehlen unseren Freunden sich an der globalen Erwärmung zu erfreuen, so lange sie noch anhält.“

Tatsächlich endete die globale Erwärmung und eine Abkühlung beginnt. Letzte Woche erklärte Mojib Latif von der Uni Kiel auf der Weltklimakonverenz in Geneva, dass die Abkühlung 10-20 Jahre anhalten könnte.

Er erklärte es mit Veränderung der Nordatlantischen Oszillation, nicht mit der solaren Aktivität. Aber egal wie man es interpretiert, die natürlichen Variationen des Klimas werden immer deutlicher.

In der Konsequenz kann die Sonne selber ihre besondere Rolle für das Klima zeigen, um die Theorien der globalen Erwärmung zu prüfen. Im Gegensatz dazu hat kein Klimamodell eine Abkühlung der Erde vorhergesagt.

Das bedeutet, dass Projektionen des zukünftigen Klimas unberechenbar sind. Eine Vorhersage, dass es für die nächsten 50 Jahre wärmer oder kälter werden könnte, ist nicht besonders brauchbar, denn es ist nicht möglich, die solare Aktivität vorherzusagen.

In vielerei Hinsicht stehen wir am Scheideweg. Die nächste Zukunft wird extrem interessant werden und ich denke, es ist wichtig zu verstehen, dass die Natur völlig unabhängig davon ist, was wir über sie denken. Wird die Treibhaustheorie eine signifikante Abkühlung der Erde überstehen? Nicht in der derzeitigen beherrschenden Form. Leider werden zukünftige Klimaentwicklungen völlig anders verlaufen als die Treibhaustheorie- Vorhersagen, und möglicherweise wird es wieder populärer, den Einfluss der Sonne auf das Klima der Erde zu erforschen.

Professor Henrik Svensmark ist Direktor des „Center for Sun-Climate Research at DTU Space“. Sein Buch „The Chilling Stars” ist auch in Dänisch erschienen als „Climate and the Cosmos” (Gads Forlag, DK ISBN 9788712043508)


Sonnenwind gibt Antworten zum Klimawandel

von Ulli Kulke 23. November 2009, 17:16 Uhr   Die Welt

Im Cern bei Genf läuft neben dem Teilchenbeschleuniger noch eine andere Zaubermaschine. Ihr Ziel: die kosmische Strahlung zu simulieren, die ständig aus dem äußeren Weltraum die Erde bombardiert. Der Versuch könnte das Image von Kohlendioxid als Klimakiller ändern.

 Kurz bevor die Sonne abgedimmt hinterm Horizont verschwindet, können wir ihn manchmal bestaunen, einen der mysteriösen Sonnenflecken. Himmelskörper zwischen Erde und Sonne sah man früher darin, dunkle Schlünde oder schwimmende Schlacken auf der Oberfläche.

Wundersam hörte es sich dann an, was vor 200 Jahren der aus Hannover stammende Astronom und Komponist Wilhelm Herschel herausfand: Immer dann, wenn es besonders wenige Sonnenflecken gab, sei in den vorigen fünfeinhalb Jahrzehnten der Weizenpreis angestiegen. Bei vielen Sonnenflecken dagegen? sei er wieder gefallen. Herschel vermutete, dass Sonnenflecken fruchtbare Strahlen aussenden. Blieben sie aus, bremse dies wohl das Wachstum beim Weizen und mache ihn teuer.

Bis vor wenigen Jahren noch galt die Parallele von Sonnenflecken und Weizenpreisen als Zufall, der vermutete Zusammenhang als purer Unfug. Noch heute dient er in Wirtschaftsseminaren über die Preisentwicklung als Paradebeispiel für zufällige, statistische Korrelationen ohne Aussagekraft.

Das könnte sich bald ändern. Und noch einiges mehr. Allerjüngste Forschungen deuten an, dass die Anzahl der Flecken ein Maß ist für Sonnenaktivitäten, die wiederum einen äußerst wirkmächtigen Einfluss ausüben auf unser Klima und die globale Temperatur. Die Diskussion um die Erderwärmung, die Rolle des Kohlendioxids und den Klimaschutz könnte um eine bedeutende Facette reicher werden.

Erst Ende Oktober warnten die drei Direktoren der großen deutschen Geoforschungsinstitute, dass das erwünschte Ziel, den globalen Temperaturanstieg bei zwei Grad zu begrenzen, „aus geowissenschaftlicher Sicht nicht haltbar“ sei. Und zwar nicht, weil der CO2-Anstieg ungebremst weiterläuft, sondern weil „deutlich wird, dass wir grundsätzliche Zusammenhänge nicht verstehen“, wie Reinhard Hüttl, Chef des Geoforschungszentrums Potsdam, anmahnt; zum Beispiel „Veränderungen im Erdmagnetfeld, die einen Einfluss auf die Magnetosphäre und damit auf die Atmosphäre haben.“ Was hierbei womöglich stark unterbewertet ist: die Kraft des Sonnenwindes, ablesbar am Wandel der Sonnenflecken.

Seit Herschel hat sich nicht nur der statistische Zusammenhang von Sonnenflecken und Klima erhärtet. Auch die Theorie über den dahinter stehenden Mechanismus wurde in den letzten Jahren stabiler: er funktioniert offensichtlich über das Auf und Ab der Wolkenbildung. Soeben laufen in der Schweiz physikalische Versuche an, die diese Hypothese auch empirisch absichern könnten. Wie es aussieht, erwächst zur Jahreswende, da die Welt auf den anstehenden Gipfel in Kopenhagen schaut, eine dritte Fraktion im Diskurs um die Erderwärmung: zwischen jenen Klimaforschern einerseits, die im Weltklimarat IPCC den Ton angeben und am liebsten jeglichen Ausstoß des „Klimakillers“ CO2 verbieten würden, und den „Skeptikern“ andererseits, die dies für Humbug halten und vor dem Abwürgen der Weltwirtschaft warnen.

Ende der Debatte? Die erklärte Hoffnung mancher Klimaforscher könnte schnell platzen. Was, wenn sich bald schon wissenschaftlich erhärtet, dass für Klimaschwankungen die Sonne stärker verantwortlich ist als Kohlendioxid?

Vor Kurzem kam auf dem Gelände der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) in der Nähe von Genf ein größeres Paket an: ein in Plastikfolie eingeschweißter Edelstahltank, vier Meter hoch und drei im Durchmesser; äußerlich eine Mischung aus Jules Vernes „Nautilus“ und einer Raumkapsel. Der Behälter ist fast leer, aber versehen mit geradezu galaktischer Hightech: ein „Sternenhimmel“ aus 250 Ultraviolett-Lichtern, die über Quartzfasern eingestrahlt werden, ein Gitter für elektrische Felder sowie ein „Pionen-Strahl“, der vom „Proton-Synchroton“ des Cern ins Innere des Tanks hineingeleitet wird.

Simulation kosmischer Strahlung

Vergangenen Mittwoch warfen die Forscher um den Teilchenphysiker Jasper Kirkby ihre Zaubermaschine an. Ihr Ziel: die kosmische Strahlung zu simulieren, die ständig aus dem äußeren Weltraum die Erde bombardiert. Permanent und massenhaft strömen elektrisch geladene Partikel heran, die dazu beitragen können, dass sich kleine Schwebteilchen, „Aerosole“, bilden, die wiederum – und das ist die dahinter stehende Vermutung – zur Bildung von Wolken in der unteren Atmosphäre beitragen. Dringen viele Partikel für längere Zeit in unsere Atmosphäre, könnte dies bisweilen über Jahrzehnte eine verstärkte Wolkenbildung bewirken. Lässt aber die kosmische Strahlung nach, ist der Himmel klar. Mit Folgen: Wolken in den unteren Schichten kühlen die Erde ab, ein klarer Himmel dagegen erwärmt sie.

Dieses Wechselspiel hängt in immer größerer Deutlichkeit mit der Stärke und dem Ausmaß der Sonnenflecken zusammen. Mit ihrem Aufkommen verbunden ist nämlich eine Verstärkung des Sonnenwindes, ebenfalls ein Strom geladener Teilchen: Atome, Elektronen, Ionen.? Ein starker Sonnenwind kann Satelliten ausfallen lassen, den Funkverkehr, Radaranlagen. Er schenkt uns andererseits die wunderschönen Polarlichter – sowie nach den neuerlichen Forschungen auch schönes Wetter, und zwar nachhaltig: Der Sonnenwind, so zeichnet sich ab, hält bedeutende Teile der kosmische Strahlung aus der Erdatmosphäre fern, verhindert so, dass sich aus ihr heraus verstärkt Wolken bilden, heizt so unseren Globus auf. Ablesbar zum Beispiel an der Erwärmung der letzten drei Jahrzehnte im 20. Jahrhundert.

Solarwind nicht auf der Rechnung

Elf Jahre dauert ein Zyklus mit Sonnenflecken im Durchschnitt. Dieser kurze Rhythmus wird überlagert durch Perioden von 50 oder 70 Jahren, in denen die einzelnen Zyklen mal stärker, mal schwächer ausfallen – oder auch mal fast ganz ausfallen, wie während der Kleinen Eiszeit. Stärke und Anzahl der Flecken dürften das Klima beeinflussen, aber auch die Dauer der kurzen Zyklen.

Wenn das IPCC feststellt, der Wechsel in der Intensität der Sonnenstrahlen sei viel zu gering, um die Klimaschwankungen und insbesondere die Klimaerwärmung im 20. Jahrhundert zu erklären, so stimmt dies wohl. Das, was wir als Sonnenschein fühlen, wechselt nur minimal. Die enormen Schwankungen des Teilchenstromes aber, den die Sonne ausstößt, den Solarwind, hat der Weltklimarat nicht auf seiner Rechnung – obwohl seit zwölf Jahren intensiv in der Debatte.

Die Zusammenhänge zwischen der kosmischen Strahlung und der Wolkenbildung hätten sich allesamt nicht bestätigt, meint dazu Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK), einer der deutschen Autoren des letzten Berichts des Weltklimarates. Dies schrieb Rahmstorf zwar schon im Jahr 2004, doch das Statement genießt auf seiner heutigen Homepage offenbar noch Gültigkeit. Ob das IPCC aber dauerhaft die Augen zukneifen kann vor der Sonne? Das Büro des Weltklimarates wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern.

Nasa warnt nicht mehr

Rahmstorf, der – was die Wissenschaftler angeht – immer einsamer behauptet, die globale Temperaturkurve zeige auch im laufenden Jahrzehnt noch nach oben, und dem deshalb Max-Planck-Klimaforscher Jochem Marotzke im jüngsten „Spiegel“ vorhält, ihn habe es „argumentativ aus der Kurve getragen“, erntet nun auch von der Nasa Widerspruch. Dabei kamen aus der US-Raumfahrtagentur stets die lautesten Warnungen vor dem menschengemachten Hitzetod der Erde. David Rind vom Goddard-Institut der Nasa aber erkannte kürzlich in einer Studie nicht nur die derzeitige Pause in der Erderwärmung an. Er erklärte auch, diese verlaufe „analog zur verringerten Solaraktivität zwischen 2002 und 2008“.

Auch Sami Solanki, Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, sagt über die schon jahrelang ausbleibende Sonnenaktivität, es sei die längste fleckenlose Zeit seit 100 Jahren. „Wir waren verwöhnt“, meinte er im Interview, „gut 60 Jahre lang war die Sonnenaktivität ungewöhnlich hoch – höher als jemals zuvor in 8000 Jahren. Jetzt pendelt sie sich vermutlich wieder auf normales Niveau ein.“

Erst Rekordaktivität, jetzt Stille – damit liefert Solanki angesichts der genau das widerspiegelnden globalen Temperaturkurven den Klimaskeptikern Munition; jenen, die sagen, die Sonne lenke das Klima und nicht das CO2. Das will Solanki nicht: Auf seiner Homepage meint er, betonen zu müssen, er gehöre nicht zu diesen „Leugnern“.

Wer will schon zu den Skeptikern gezählt werden, die nicht selten stigmatisiert werden, weil sie die Hauptverantwortung des CO2 und deshalb auch den Umbau der globalen Energieversorgung infrage stellen, wo sich doch alle so einig sind? Und dies auch noch vor dem Gipfel von Kopenhagen, wo – so sagen die Klimaschützer – es um die Zukunft der Menschheit, unserer Kinder geht? Auch Professor Joachim Curtius nicht, 40-jähriger Atmosphärenforscher an der Goethe-Universität Frankfurt/Main und Vater von drei Kindern. Er ist Teilnehmer an Kirkbys Cloud-Projekt beim Cern.

Kommentar aus Die Welt

Horrorszenarien beim Klimawandel nutzen sich ab

Von Ulli Kulke 24. November 2009, 17:07 Uhr

"Alles noch viel schlimmer", sagen einige Klimaforscher – sinngemäß. Die gleichen Forscher sind geradezu verzweifelt darüber, dass sie für die Pause in der Erderwärmung seit dieser Dekade keine Erklärung liefern können. Doch auch Horrorszenarien nutzen sich irgendwann ab.

 

Es werde alles noch viel schlimmer als vermutet, erklärt eine Gruppe von Klimaforschern aus dem Umfeld des Weltklimarates IPCC. Jetzt würde es zum Ende des Jahrhunderts um sieben Grad wärmer als zu Beginn der Industrialisierung, also nicht mehr nur um vier Grad, wie bisher prognostiziert. Vor dem Klimagipfel von Kopenhagen, so war zu erwarten, werden die Prognosen noch einmal richtig düster. Und ob die noch weitergehende Vorhersage jener Forscher zutrifft, dass dies ihre letzte Warnung sei, wird sich herausstellen.

Bei Lichte betrachtet, verwundert die Korrektur der Daten ins noch Katastrophalere zu diesem Zeitpunkt. Eine seit den letzten Veröffentlichungen sich beschleunigende Erderwärmung kann kaum dahinter stehen. Im Gegenteil: Jene Klimaforscher sind geradezu verzweifelt darüber, dass sie für die Pause in der Erderwärmung seit dieser Dekade keine Erklärung liefern können. Das geht auch aus dem jetzt von Hackern an die Öffentlichkeit gebrachten E-Mail-Verkehr eines der bedeutendsten Institute hervor, die dem Weltklima-Rat ihre Daten liefern. Eine Anpassung an die neue Datenlage hätte eine Korrektur der Prognosen eher nach unten als nach oben erwarten lassen.

 

Unterdessen mehren sich die Stimmen jener Klimaforscher aus renommierten Geoforschungsinstituten, die wie der IPCC durchaus von einem deutlichen Anteil des Menschen an der Klimaerwärmung ausgehen, die aber dennoch vor Horrorszenarien warnen, weil solche Negativbilder sich irgendwann abnutzen.

Die Glaubwürdigkeit mancher Klimaforscher und ihrer Darstellungen ist durch jenen Hacker-Skandal angekratzt. Durch Übertreibungen gewinnt die Branche sie nicht zurück.


 

Perzeptionsmanagementergebnis:

Manipulationsvorwürfe (Die Welt)

Die Tricks der Forscher beim Klimawandel

Von Ulli Kulke 22. November 2009, 19:03 Uhr   (Die Welt)

Hacker haben 1072 interne E-Mails von Forschern eines renommierten britischen Klimawandel-Forschungsinstituts im Internet publiziert. Die so an die Öffentlichkeit gebrachten Dokumente erregen nun unter anderem den Verdacht, dass Datensätze verändert wurden. Das beschert der Zunft ein Glaubwürdigkeitsproblem.

In Anspielung an den großen Skandal, der einst Richard Nixon zum Rücktritt zwang, schreibt der Londoner „Telegraf“ schon vom „Climate Gate“. Die „New York Times“ zitiert einen Forscher, der statt von einem „rauchenden Colt“ gleich von einem „Atompilz“ spricht. Die Klimaforschung hat knapp zwei Wochen vor der Kopenhagener Gipfelkonferenz zum Thema ein kleines Glaubwürdigkeitsproblem, nachdem es Hackern vergangene Woche gelungen war, in das Computersystem des englischen Klimaforschungsinstituts (CRU) der University of East Anglia einzudringen.

Das CRU zählt zu den wichtigsten Datenlieferanten für den Weltklimarat IPCC ( keine UN-Institution, vielmehr selbst benannt und fragwürdig geworden), der seit Jahren davor warnt, dass die Menschheit vor einer selbst verschuldeten Klimakatastrophe stehe. Skeptiker bezweifeln die Aussicht auf diese Katastrophe sowie die Hauptschuld des Menschen an der Klimaerwärmung im 20. Jahrhundert. Die durch Hacker an die Öffentlichkeit gebrachten Dokumente des Instituts, vor allem 1072 E-Mails, erregen nun einen vielfältigen Verdacht: unter anderem, dass Datensätze verändert wurden, um Trends zur Abkühlung zu verdecken, dass kritische Wissenschaftler aus der Meinungsfindung entfernt werden sollen, dass intern über die Abwehr unliebsamer Forschungsergebnisse diskutiert wird, und dass bestimmte E-Mails besser gelöscht werden sollten.

Das Institut bestätigte einen Hackerangriff, die Einschaltung der Polizei – sowie die Authentizität von veröffentlichten Dokumenten. Ob dies für den kompletten Datensatz gilt, ist derweil noch nicht gesichert. Viele der auf den E-Mails aus den vergangenen zehn Jahren auftauchenden Wissenschaftler sollen indes die Echtheit bestätigt haben. Hinweise auf Fälschungen sind bislang nicht bekannt.

Viele der E-Mails bergen Erklärungsbedarf. Etwa wenn Phil Jones, prominenter CRU-Forscher, an einen Kollegen mailte, er habe gerade „einen Trick“ von Michael Mann angewandt, um einen sinkenden Temperaturverlauf „zu verstecken“. Mann ist Autor der sogenannten Hockeyschläger-Kurve, laut der die globalen Temperaturen im letzten Jahrtausend fast unverändert verliefen und sich erst seit etwa 150 Jahren verändert hätten, mit steilem Verlauf nach oben. Sie ist in der Klimadebatte heftig umstritten und war Bestandteil des IPCC-Berichts von 2001. Mann, Professor an der Pennsylvania State University, meinte dazu: Die Wortwahl von Jones sei unglücklich, Wissenschaftler würden aber oft den Begriff „Trick“ benutzen, wenn sie eine Problemlösung gefunden hätten, es gehe „nicht um etwas Geheimes“. Jones selbst nahm zu den aktuellen Entwicklungen nicht Stellung.

Kevin Trenberth, ein Atmosphärenforscher des National Center for Atmospheric Research, gesteht – soweit die Veröffentlichung korrekt ist – in einer E-Mail ein: „Fakt ist, dass wir das derzeitige Ausbleiben der Erwärmung einfach nicht erklären können, und es ist ein Hohn, dass wir es nicht können.“ Vielerlei, auch Harmloses, könnte hinter der Aufforderung in einer jener veröffentlichten E-Mails stehen, die der Empfänger auf Bitte des Absenders an Dritte weitergeben möge: „Könntest Du den gesamten E-Mail-Verkehr löschen, den Du möglicherweise mit Keith hattest, Keith wird es auch tun.“

das gesamte veröffentlichte Datenpaket, dürfte das Anliegen zu Spekulationen veranlassen: Wer ist Keith? Keith Briffa etwa, jener Klimaforscher, der die Hockeyschlägerkurve weiterhin verteidigt? Vor Monaten waren die CRU-Forscher kritisiert worden, weil sie sich weigerten, Kritikern die Basisdaten für die publizierten Temperaturtrends zugänglich zu machen. Der Wille zu größtmöglicher Zurückhaltung hierbei ist ebenfalls Thema in den nun durch Hacker illegal veröffentlichten E-Mails.

Als ein – nicht unumstrittener – Gradmesser für wissenschaftliche Zuverlässigkeit von Studien gilt, ob diese „peer reviewed“ seien, auf Deutsch: von einem Fachkollegenkreis geprüft. Lange Zeit beriefen sich die Klimaforscher im Umfeld des Weltklimarats darauf, dass die Argumente ihrer Kritiker niemals „peer reviewed“ in Fachzeitschriften erschienen. Tatsächlich traf der Vorwurf genau genommen nie zu. Gerade in letzter Zeit aber konnten Skeptiker zunehmend einschlägig geprüfte Untersuchungen in Fachzeitschriften veröffentlichen. „Das war die Gefahr, dass wir uns immer auf das ,Peer reviewed'-Argument verlassen haben“, heißt es darüber in einer der jetzt vorliegenden E-Mails. Dessen Autor schlägt deshalb vor, künftig jene Zeitschriften, in denen Kritiker zu Wort kommen, durch einen gemeinsamen Boykott unter Druck zu setzen.

Einer der Schreiber der jetzt in die Öffentlichkeit gebrachten E-Mails, Gavin Schmidt, sagte zu der Affäre: „Wissenschaft funktioniert nicht, weil wir alle nett sind. Newton könnte ein ‚Arsch' gewesen sein, aber die Schwerkraft gilt dennoch.“ Was immer die Aufklärung um die „gehackten“ Daten ergeben wird: Sie sind Ausdruck dafür, dass die Klimadebatte sich verhärtet hat.


Erderwärmung

Getrickst? Klimaforscher Jones lässt Amt ruhen

Von Ulli Kulke 2. Dezember 2009, 17:21 Uhr    Die Welt

Haben Klimaforscher übertrieben? Hacker hatten kürzlich E-Mails abgefischt, die beweisen sollen, dass einige Klimaforscher bei ihren Warnungen vor steigenden Temperaturen getrickst haben. Nun lässt mit Phil Jones eines der Hacker-Opfer sein Amt ruhen. Seine Datenerhebungen sollen geprüft werden.

Monat für Monat konnte man auf der Tabelle einer Webseite verfolgen, welche globale Durchschnittstemperatur die Klimaforscher der Universität von East Anglia gerade neu ermittelten. Bis vergangene Woche. Da hatten die Forscher des Klimainstituts (CRU) der Universität plötzlich ihre eigenen Daten der letzten neun Monate wieder gelöscht. Eine Sprecherin der Universität begründete dies gegenüber WELT ONLINE: Man „fürchte, dies habe mit dem Angriff auf den CRU-Server zu tun“.

Das könnte stimmen: Nachdem Hacker einen Teil des E-Mail-Verkehrs des Instituts veröffentlichten, besteht nun der Verdacht, dass bei den Temperatur-Angaben des CRU Unstimmigkeiten aufgetreten seien. Und dass aus dem Institut heraus die Heftigkeit der weltweiten Erwärmung womöglich bewusst übertrieben dargestellt worden sein könnte. Nach dem Datenschwund fehlt nun obendrein auch noch der Chef: Phil Jones, Direktor des Instituts, zentrale Figur des Weltklimarats IPCC und dessen wichtigster Temperaturmesser, lässt sein Amt ruhen – zumindest bis seine Temperaturerhebungen von unabhängiger Seite überprüft wurden.

Seine Begründung: „Wichtig ist, dass das CRU in seiner weltweit führenden Forschung reibungslos fortfahren kann.“ Und Jones ist nicht der Einzige, dessen Datenerhebung nach dem Angriff der Hacker überprüft werden soll.

Die Pennsylvania State University in den USA hat angekündigt, die Klimaforschung ihres Professors Michael Mann unter die Lupe zu nehmen. Das ist jener Forscher, der die in der Klimaforschung bekannte „Hockeyschläger-Kurve“ in die Diskussion brachte. Dabei handelte es sich um eine statistische Darstellung, die für die letzten 1000 Jahre einen nahezu gleichbleibenden globalen Temperaturverlauf aufzeigt, der erst seit Beginn der Industrialisierung durch einen dramatisch steilen Anstieg gebrochen sei. Mann sieht dies als Beweis für die Einmaligkeit der heutigen Erderwärmung. Auch Mann, ebenfalls ein Schwergewicht in der Klimaforschung, ist Betroffener des „Climategate“ genannten Hacker-Vorgangs.

Eine der „gehackten“ E-Mails des CRU-Direktors Jones nämlich wird seit einer Woche besonders eifrig diskutiert. Darin offenbart Jones einem Kollegen, er habe soeben für seine statistische Kurve Michael Manns „Trick“ angewandt, um einen Temperaturrückgang „zu verstecken“. Er und Kollegen räumten jetzt ein, die Wortwahl sei problematisch, der Begriff „Trick“ stehe aber nur für die „kluge Lösung“ eines Problems, die wissenschaftlich statthaft sei.

Hintergrund jenes Tricks: Mann wollte für seine Hockeyschläger-Kurve das Klima der letzten 1000 Jahre anhand von Proxy-Daten wie zum Beispiel Baumringen nachzeichnen, stellte aber bei seinen hölzernen Zeugen der Vergangenheit fest, dass der Rhythmus der Baumringe nach 1960 eine Abkühlung statt der tatsächlichen Erwärmung signalisierten.

Also setzte Mann für seine Darstellung des Klimas des letzten Jahrtausends kurzerhand für die jüngste Zeit die an Thermometern gemessenen Temperaturen ein. Kritiker bemängeln daran zwei Dinge: Zum einen sei dieser „Trick“ nicht genügend transparent. Zum zweiten mag das Thermometer seit 1960 zwar die richtigen Temperaturen angezeigt haben. Aber wenn da Manns Proxy-Daten so falsch lagen, wie könne sich der Forscher dann sicher sein, dass sie für die vergangenen 1000 Jahre korrekt waren?

„Klimaskeptiker“, die die Dramatik des Klimawandels und die Hauptschuld des Menschen daran anzweifeln, gehen davon aus, dass die an die Öffentlichkeit gebrachten E-Mails noch andere Vorwürfe gegenüber Jones und seinen Kollegen rechtfertigen. Von Druck, der auf Redaktionen von Fachzeitschriften ausgeübt werde, um die Veröffentlichung von „skeptischen“ Beiträgen zu verhindern, ist ebenso die Rede wie vom Löschen unbequemer E-Mails und Daten.

 


"Potenzielle kriminelle Machenschaften"

Von Ulli Kulke 3. Dezember 2009, 04:00 Uhr  Die Welt

Phil Jones ist eine zentrale Figur in der Debatte um die Erderwärmung. Jetzt lässt er sein Amt ruhen wegen Zweifeln an seinen Forschungsmethoden

Monat für Monat konnte man auf der Tabelle einer Webseite verfolgen, welche globale Durchschnittstemperatur die Klimaforscher der Universität von East Anglia gerade neu ermittelten. Bis vergangene Woche. Da hatten die Forscher des Klimainstituts (CRU) der Universität plötzlich ihre eigenen Daten der letzten neun Monate wieder gelöscht. Eine Sprecherin der Universität begründete dies gegenüber der WELT: Man "fürchte, dies habe mit dem Angriff auf den CRU-Server zu tun".

Das könnte stimmen: Nachdem Hacker einen Teil des E-Mail-Verkehrs des Instituts veröffentlichten, besteht nun der Verdacht, dass bei den Temperatur-Angaben des CRU Unstimmigkeiten aufgetreten seien. Und dass aus dem Institut heraus die Heftigkeit der weltwei-ten Erwärmung womöglich bewusst übertrieben dargestellt worden sein könnte. Nach dem Datenschwund fehlt nun obendrein auch noch der Chef: Phil Jones, Direktor des Instituts, zentrale Figur des Weltklimarats IPCC und dessen wichtigster Temperaturmesser, lässt sein Amt ruhen - zumindest bis seine Temperaturerhebungen von unabhängiger Seite überprüft wurden.

Seine Begründung: "Wichtig ist, dass das CRU in seiner weltweit führenden Forschung reibungslos fortfahren kann." Und Jones ist nicht der Einzige, dessen Datenerhebung nach dem Coup der Hacker überprüft werden soll.

Die Pennsylvania State University in den USA hat angekündigt, die Klimaforschung ihres Professors Michael Mann unter die Lupe zu nehmen. Das ist jener Forscher, der die in der Klimaforschung bekannte "Hockeyschläger-Kurve" in die Diskussion brachte. Dabei handelte es sich um eine statistische Darstellung, die für die letzten 1000 Jahre einen nahezu gleichbleibenden globalen Temperaturverlauf aufzeigt, der erst seit Beginn der Industrialisierung durch einen dramatisch steilen Anstieg gebrochen sei. Mann sieht dies als Beweis für die Einmaligkeit der heutigen Erderwärmung. Auch Mann, ebenfalls ein Schwergewicht in der Klimaforschung, ist Betroffener des "Climategate" genannten Hacker-Vorgangs.

Eine der "gehackten" E-Mails des CRU-Direktors Jones nämlich wird seit einer Woche besonders eifrig diskutiert. Darin offenbart Jones einem Kollegen, er habe soeben für seine statistische Kurve Michael Manns "Trick" angewandt, um einen Temperaturrückgang "zu verstecken". Er und Kollegen räumten jetzt ein, die Wortwahl sei problematisch, der Begriff "Trick" stehe aber nur für die "kluge Lösung" eines Problems, die wissenschaftlich statthaft sei.

Hintergrund jenes Tricks: Mann wollte für seine Hockeyschläger-Kurve das Klima für viele vergangene Jahrhunderte anhand von Proxy-Daten wie zum Beispiel Baumringen nachzeichnen, stellte aber bei seinen hölzernen Zeugen der Vergangenheit fest, dass der Rhythmus der Baumringe in den letzten Jahrzehnten eine Abkühlung statt der tatsächlichen Erwärmung signalisierten.

Also setzte Mann für seine Darstellung des Klimas des letzten Jahrtausends kurzerhand für die jüngste Zeit die an Thermometern gemessenen Temperaturen ein. Kritiker bemängeln daran zwei Dinge: Zum einen sei dieser "Trick" nicht genügend transparent. Zum zweiten mag das Thermometer für das letzte Drittel des 20. Jahrhunderts zwar die richtigen Temperaturen angezeigt haben. Aber wenn da Manns Proxy-Daten so falsch lagen, wie könne sich der Forscher dann sicher sein, dass sie für die vergangenen 1000 Jahre korrekt waren?

"Klimaskeptiker", die die Dramatik des Klimawandels und die Hauptschuld des Menschen daran anzweifeln, gehen davon aus, dass die an die Öffentlich-keit gebrachten E-Mails noch weitere Vorwürfe gegenüber Jones und seinen Kollegen rechtfertigen. Von Druck, der auf Redaktionen von Fachzeitschriften ausgeübt werde, um die Veröffentlichung von "skeptischen" Beiträgen zu verhindern ist ebenso die Rede wie vom Löschen unbequemer E-Mails und Daten.

Anders als in deutschsprachigen Zeitungen, in denen Climategate kaum Beachtung fand, wird die Affäre in den großen englischen und US-amerikanischen Blättern seit einer Woche lebhaft diskutiert. Jones wurde dabei nicht nur von Skeptikern unter Beschuss genommen. Im "Guardian" forderte einer der bekanntesten Köpfe der britischen Umweltszene, der Autor und Klimaschützer George Monbiot, sogar seinen Rücktritt. "Klimaskeptiker haben gelogen, vernebelt und uns veralbert", schrieb er, "so müssen wir an uns den höchsten Maßstab anlegen." Wenn Jones dazu auffordere, Enttarnendes aus dem Computer zu löschen, so "verteidigt er potenzielle kriminelle Machenschaften", schimpft Monbiot.

Die Klimaforscher gehen wohl zu Recht davon aus, dass der Hacker-Angriff auf das CRU gezielt im Vorfeld des Kopenhagener Klimagipfels stattfand. Die Beurlaubung von Jones so kurz vor der großen Konferenz dürfte von gehörigem Druck am CRU zeugen - nimmt man mit diesem Paukenschlag doch in Kauf, dass die Glaubwürdigkeit der Klimaforschung in Kopenhagen nicht gerade gewachsen sein wird.

Wohin das führt, zeichnet sich seit vergangener Woche im US-Parlament ab. Die oppositionellen Republikaner, angeführt in dieser Frage vom Senator und Klimaskeptiker James Inhofe, sowie auch mancher von Obamas Demokraten im Kongress, die gegen das auf Eis liegende Klimaschutzgesetz in Washington kämpfen, bringen neben wirtschaftlichen Bedenken nun zunehmend auch wissenschaftliche Zweifel gegen den Klimawandel vor. Es ist noch ein bisschen schwieriger geworden für Präsident Obama, mit festen Versprechen nach Kopenhagen zu reisen.


"Potenzielle kriminelle Machenschaften"

Von Ulli Kulke 3. Dezember 2009, 04:00 Uhr   Die Welt

Phil Jones ist eine zentrale Figur in der Debatte um die Erderwärmung. Jetzt lässt er sein Amt ruhen wegen Zweifeln an seinen Forschungsmethoden

Monat für Monat konnte man auf der Tabelle einer Webseite verfolgen, welche globale Durchschnittstemperatur die Klimaforscher der Universität von East Anglia gerade neu ermittelten. Bis vergangene Woche. Da hatten die Forscher des Klimainstituts (CRU) der Universität plötzlich ihre eigenen Daten der letzten neun Monate wieder gelöscht. Eine Sprecherin der Universität begründete dies gegenüber der WELT: Man "fürchte, dies habe mit dem Angriff auf den CRU-Server zu tun".

Das könnte stimmen: Nachdem Hacker einen Teil des E-Mail-Verkehrs des Instituts veröffentlichten, besteht nun der Verdacht, dass bei den Temperatur-Angaben des CRU Unstimmigkeiten aufgetreten seien. Und dass aus dem Institut heraus die Heftigkeit der weltwei-ten Erwärmung womöglich bewusst übertrieben dargestellt worden sein könnte. Nach dem Datenschwund fehlt nun obendrein auch noch der Chef: Phil Jones, Direktor des Instituts, zentrale Figur des Weltklimarats IPCC und dessen wichtigster Temperaturmesser, lässt sein Amt ruhen - zumindest bis seine Temperaturerhebungen von unabhängiger Seite überprüft wurden.

Seine Begründung: "Wichtig ist, dass das CRU in seiner weltweit führenden Forschung reibungslos fortfahren kann." Und Jones ist nicht der Einzige, dessen Datenerhebung nach dem Coup der Hacker überprüft werden soll.

Die Pennsylvania State University in den USA hat angekündigt, die Klimaforschung ihres Professors Michael Mann unter die Lupe zu nehmen. Das ist jener Forscher, der die in der Klimaforschung bekannte "Hockeyschläger-Kurve" in die Diskussion brachte. Dabei handelte es sich um eine statistische Darstellung, die für die letzten 1000 Jahre einen nahezu gleichbleibenden globalen Temperaturverlauf aufzeigt, der erst seit Beginn der Industrialisierung durch einen dramatisch steilen Anstieg gebrochen sei. Mann sieht dies als Beweis für die Einmaligkeit der heutigen Erderwärmung. Auch Mann, ebenfalls ein Schwergewicht in der Klimaforschung, ist Betroffener des "Climategate" genannten Hacker-Vorgangs.

Eine der "gehackten" E-Mails des CRU-Direktors Jones nämlich wird seit einer Woche besonders eifrig diskutiert. Darin offenbart Jones einem Kollegen, er habe soeben für seine statistische Kurve Michael Manns "Trick" angewandt, um einen Temperaturrückgang "zu verstecken". Er und Kollegen räumten jetzt ein, die Wortwahl sei problematisch, der Begriff "Trick" stehe aber nur für die "kluge Lösung" eines Problems, die wissenschaftlich statthaft sei.

Hintergrund jenes Tricks: Mann wollte für seine Hockeyschläger-Kurve das Klima für viele vergangene Jahrhunderte anhand von Proxy-Daten wie zum Beispiel Baumringen nachzeichnen, stellte aber bei seinen hölzernen Zeugen der Vergangenheit fest, dass der Rhythmus der Baumringe in den letzten Jahrzehnten eine Abkühlung statt der tatsächlichen Erwärmung signalisierten.

Also setzte Mann für seine Darstellung des Klimas des letzten Jahrtausends kurzerhand für die jüngste Zeit die an Thermometern gemessenen Temperaturen ein. Kritiker bemängeln daran zwei Dinge: Zum einen sei dieser "Trick" nicht genügend transparent. Zum zweiten mag das Thermometer für das letzte Drittel des 20. Jahrhunderts zwar die richtigen Temperaturen angezeigt haben. Aber wenn da Manns Proxy-Daten so falsch lagen, wie könne sich der Forscher dann sicher sein, dass sie für die vergangenen 1000 Jahre korrekt waren?

"Klimaskeptiker", die die Dramatik des Klimawandels und die Hauptschuld des Menschen daran anzweifeln, gehen davon aus, dass die an die Öffentlich-keit gebrachten E-Mails noch weitere Vorwürfe gegenüber Jones und seinen Kollegen rechtfertigen. Von Druck, der auf Redaktionen von Fachzeitschriften ausgeübt werde, um die Veröffentlichung von "skeptischen" Beiträgen zu verhindern ist ebenso die Rede wie vom Löschen unbequemer E-Mails und Daten.

Anders als in deutschsprachigen Zeitungen, in denen Climategate kaum Beachtung fand, wird die Affäre in den großen englischen und US-amerikanischen Blättern seit einer Woche lebhaft diskutiert. Jones wurde dabei nicht nur von Skeptikern unter Beschuss genommen. Im "Guardian" forderte einer der bekanntesten Köpfe der britischen Umweltszene, der Autor und Klimaschützer George Monbiot, sogar seinen Rücktritt. "Klimaskeptiker haben gelogen, vernebelt und uns veralbert", schrieb er, "so müssen wir an uns den höchsten Maßstab anlegen." Wenn Jones dazu auffordere, Enttarnendes aus dem Computer zu löschen, so "verteidigt er potenzielle kriminelle Machenschaften", schimpft Monbiot.

Die Klimaforscher gehen wohl zu Recht davon aus, dass der Hacker-Angriff auf das CRU gezielt im Vorfeld des Kopenhagener Klimagipfels stattfand. Die Beurlaubung von Jones so kurz vor der großen Konferenz dürfte von gehörigem Druck am CRU zeugen - nimmt man mit diesem Paukenschlag doch in Kauf, dass die Glaubwürdigkeit der Klimaforschung in Kopenhagen nicht gerade gewachsen sein wird.

Wohin das führt, zeichnet sich seit vergangener Woche im US-Parlament ab. Die oppositionellen Republikaner, angeführt in dieser Frage vom Senator und Klimaskeptiker James Inhofe, sowie auch mancher von Obamas Demokraten im Kongress, die gegen das auf Eis liegende Klimaschutzgesetz in Washington kämpfen, bringen neben wirtschaftlichen Bedenken nun zunehmend auch wissenschaftliche Zweifel gegen den Klimawandel vor. Es ist noch ein bisschen schwieriger geworden für Präsident Obama, mit festen Versprechen nach Kopenhagen zu reisen.

Klimaforscher Phil Jones beurlaubt    (Die Welt)

Von Ulli Kulke 3. Dezember 2009, 04:00 Uhr

Vorwurf der Datenmanipulation kurz vor dem Kopenhagener Gipfel

Berlin - Kurz vor der Eröffnung des Klimagipfels in Kopenha-gen hat die Veröffentlichung des E-Mail-Verkehrs eines der wichtigsten Klimaforschungsinstitute durch Hacker zu ersten Konsequenzen geführt. Phil Jones, einer der zentralen Köpfe des Weltklimarates IPCC, ist von seinem Posten als Institutsdirektor an der Universität von East Anglia beurlaubt. Dies gelte, hieß es, bis seine Arbeit von unabhängigen Experten begutachtet worden sei. Diese Woche schon könnten erste Ergebnisse vorliegen.

Jones' Angaben zur globalen Temperaturentwicklung zählen zu den wichtigsten Daten für den IPCC. Seit Veröffentlichung der E-Mails geht es um mehrere Vorwürfe: Jones habe Daten zur Erderwärmung dramatisiert, Kollegen zur Löschung entlarvender E-Mails aufgefordert und mit Kollegen beraten, wie kritische Beiträge aus Fachzeitschriften herausgehalten werden können.

Mit dem letzten Vorwurf setzt sich heute in der WELT der renommierte Klimaforscher Hans von Storch auseinander. Der Leiter des Helmholtz-Instituts für Küstenforschung schreibt in seinem Beitrag: Die gehackten Mails "belegen die Gründung eines Kartells zur Durchsetzung der Sicht und Wahrnehmung seiner Mitglieder". ulk

 

 


 

Umwelt

Wo riesige Mengen Treibhausgase verschwinden

Von Wolfgang W. Merkel 19. November 2009, 08:29 Uhr

Die Fähigkeit der Ozeane und der Vegetation, Kohlendioxid aufzunehmen, entscheidet über den Klimawandel mit. Denn als CO2-Senken dämpfen sie die Erderwärmung. Jetzt haben US-Forscher diese Aufnahmefähigkeit bis 1765 zurückberechnet – mit überraschenden Ergebnissen.

Foto: pa

Kohlendioxid macht Meere sauer, ist aber Dünger für Pflanzen. Die Nasa-Aufnahme zeigt die Verteilung von pflanzlichem Leben auf dem Festland und in den Gewässern der Erde. Landstriche mit wenig oder keiner Vegetation, wie die Antarktis oder die Wüste, erscheinen im Bild braun, Gebiete mit viel Pflanzenwuchs, wie der Regenwald im Amazonasgebiet, grün.

Die Meere enthielten demnach im vergangenen Jahr rund 510 Milliarden Tonnen an Kohlendioxid (CO2) aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Die Aufnahme sei um das Jahr 1950 herum sprunghaft gestiegen, seit 2000 zeigt die Kurve jedoch eine „Delle“, berichten die Forscher um Samar Khatiwala von der Columbia-Universität in New York in der Fachzeitschrift „Nature“.

Ungewöhnlich ist, dass die Vegetation bis 1940 mehr Kohlendioxid abgegeben als aufgenommen hat, erst seither ist sie ebenfalls eine Senke, die CO2 „aufsaugt“.

Die Wissenschaftler hatten von Messdaten und Indikatoren, wie etwa dem Salzgehalt und der Temperatur der Meere, die Verteilung menschgemachten Kohlendioxids in den Ozeanen rekonstruiert. Im Meer ist es zum Großteil physikalisch gelöst. Hinzu kommen chemische Prozesse, wenn CO2 mit Wasser zu Bikarbonat reagiert. Zusätzlich bauen Photosynthese treibende Organismen wie Algen aus CO2 Biomasse auf. Sterben diese Organismen ab, werden als Sediment am Meeresgrund abgelagert.

Während des gesamten Industriezeitalters speicherten die Ozeane massiv Kohlendioxid. Bis 2008 hatten sie den Berechnungen zufolge etwa 513 Milliarden Tonnen fossilen Kohlendioxids aufgenommen, allein im Jahr 2008 etwa 8,4 Milliarden Tonnen. Die Absorption sei seit den 1950er-Jahren als Reaktion auf den steigenden Kohlendioxidgehalt der Luft dramatisch angestiegen, in den vergangenen Jahren habe sie dagegen leicht abgenommen.

Genauer: Der prozentuale Anteil der Aufnahme in den Meeren verglichen mit der Vegetation auf den Kontinenten hat abgenommen, in absoluten Zahlen ist es nicht weniger geworden.

Es sind vor allem die kalten antarktischen Gewässer, in denen sich Kohlendioxid besonders gut löst. Das zirkumpolare Südmeer speichert insgesamt 40 Prozent des gesamten ozeanischen Kohlendioxids. Denn kaltes Wasser vermag viel mehr CO2 zu lösen als warmes. Meeresströmungen verteilen das gelöste Treibhausgas dann von den südlichen Meeren um die Welt. Insgesamt nähmen die Ozeane 20 bis 35 Prozent des von Menschen freigesetzten Kohlendioxids auf.

 


 

Leitartikel in die welt 10.8.2009: Die Weltklimakonferenz wirft ihre Schatten voraus

Anschwellendes Panikorchester

Von Michael Miersch 10. August 2009, 04:00 Uhr

Über das Klima kann man wenig Verlässliches vorhersagen. So kam es für viele Klima-Modellrechner ziemlich überraschend, dass die globale Durchschnittstemperatur seit Beginn der Dekade nicht mehr wärmer wurde. Auch die Forschungsergebnisse über den Einfluss der zyklischen Erwärmung im Südlichen Pazifik, die als El Ninõ bekannt ist, wirken irritierend. Demnach gehen zwei Drittel der bisherigen Erderwärmung auf das Konto dieses natürlichen Einflusses. Die Suche nach den Triebkräften des Klimawandels bleibt spannend und ist keinesfalls abgeschlossen, wie Al Gore unentwegt behauptet. Nur auf eines kann man sich dabei verlassen: Immer, wenn eine internationale Klimakonferenz bevorsteht, nimmt die Dramatik der Prognosen zu. Dürren, Unwetter, schmelzende Pole, versinkende Inseln und ertrinkende Eisbären werden im schrillen Ton verkündet. Dabei fällt alles unter den Tisch, was nicht ins geschlossene Weltbild passt. Dass das Südpol-Eis stabil ist und vom Nordpol vergangenen Winter rekordverdächtige Eisdicke gemeldet wurde, der Meeresspiegelanstieg seit vielen Jahren im Millimeterbereich liegt, die Zahl der schweren Unwetter nicht zunimmt, der Rand der Sahara ergrünt und die Eisbären sich vermehren: All dies mag nicht viel bedeuten. Vielleicht ist es die Ruhe vor dem großen Sturm, vielleicht hat die globale Erwärmung lediglich eine Pause eingelegt. Aber das Verschweigen aller gegenläufigen Trends stärkt nicht gerade die Glaubwürdigkeit der Prognosen.

Über das Klima kann man wenig Verlässliches vorhersagen. So kam es für viele Klima-Modellrechner ziemlich überraschend, dass die globale Durchschnittstemperatur seit Beginn der Dekade nicht mehr wärmer wurde. Auch die Forschungsergebnisse über den Einfluss der zyklischen Erwärmung im Südlichen Pazifik, die als El Ninõ bekannt ist, wirken irritierend. Demnach gehen zwei Drittel der bisherigen Erderwärmung auf das Konto dieses natürlichen Einflusses. Die Suche nach den Triebkräften des Klimawandels bleibt spannend und ist keinesfalls abgeschlossen, wie Al Gore unentwegt behauptet. Nur auf eines kann man sich dabei verlassen: Immer, wenn eine internationale Klimakonferenz bevorsteht, nimmt die Dramatik der Prognosen zu. Dürren, Unwetter, schmelzende Pole, versinkende Inseln und ertrinkende Eisbären werden im schrillen Ton verkündet. Dabei fällt alles unter den Tisch, was nicht ins geschlossene Weltbild passt. Dass das Südpol-Eis stabil ist und vom Nordpol vergangenen Winter rekordverdächtige Eisdicke gemeldet wurde, der Meeresspiegelanstieg seit vielen Jahren im Millimeterbereich liegt, die Zahl der schweren Unwetter nicht zunimmt, der Rand der Sahara ergrünt und die Eisbären sich vermehren: All dies mag nicht viel bedeuten. Vielleicht ist es die Ruhe vor dem großen Sturm, vielleicht hat die globale Erwärmung lediglich eine Pause eingelegt. Aber das Verschweigen aller gegenläufigen Trends stärkt nicht gerade die Glaubwürdigkeit der Prognosen.

Jedes noch so schwache Indiz wird dagegen zum Beleg der These herbeigezerrt. Wenn ein Klimaforscher sagt, der Jahresmittelwert in Potsdam sei in 120 Jahren um zwei Grad gestiegen, wird dies mit Entsetzen registriert. Wenn Meteorologen in Berlin einen wesentlich geringeren Anstieg um 0,25 Grad in 300 Jahren melden, sinkt die Aufmerksamkeit merklich. Wenn eine wissenschaftliche Arbeit darüber erscheint, dass auf den Äußeren Hebriden die Schafe angeblich infolge des Klimawandels schrumpfen, nimmt die Öffentlichkeit dies als Beleg für die dräuende Katastrophe wahr.

Die Trennung zwischen Prognosen und messbaren Tatsachen existiert nicht mehr. Um des dramatischen Effekts wird beides vermischt. Aktivisten erklären das soziale Elend in Afrika zur Folge der Klimaerwärmung und bekommen dafür mehr Gehör als Wirtschaftsexperten, die sehr gut belegen können, dass die Armut ökonomische und politische Ursachen hat. Doch um dies zu ändern, reicht es nicht, den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren.

Sprachliche Schludrigkeit hat dazu geführt, dass Klimaschutz, Umweltschutz und Naturschutz mittlerweile gleichgesetzt werden. Diese falsche Gleichung führt zu der Erwartung, man müsse nur weniger klimarelevante Gase emittieren, und schon sei die Umwelt sauber und die Natur gerettet. Das ist nicht der Fall. Man kann durchaus engagierter Umweltschützer sein und die Klimalobby skeptisch betrachten.

Manche Maßnahmen, die mit Klimaschutz begründet werden, stehen im Widerspruch zu den Zielen von Umwelt- und Naturschutz. Zum Beispiel die Errichtung von Staudämmen zur Stromgewinnung und die Abholzung des Regenwaldes zum Anbau von Palmöl als alternativem Treibstoff.

Das Klimagas Kohlendioxid verschmutzt nicht die Umwelt in dem Sinne wie etwa Schwefeldioxid oder Feinstaub. Es ist wie Sauerstoff Grundlage des Lebens auf der Erde und fördert das Pflanzenwachstum. Es gibt sogar mehrere Studien, die einen Teil der Erwärmung auf die Erfolge der westlichen Länder im Umweltschutz zurückführen. Denn die dreckigen Wolken aus alten Fabriken kühlen die Atmosphäre. Auch manche Naturschützer sehen eine mögliche Erwärmung nicht nur negativ. Schließlich waren die erdgeschichtlichen Warmzeiten Höhepunkte der Artenvielfalt.

All dies ließe sich sachlich abwägen. Doch auch ohne Prognose vom Großcomputer kann man getrost voraussagen, dass solche Diskussionen in den nächsten vier Monaten nicht stattfinden werden. Wie bei allen 15 Weltklimakonferenzen, die seit 1995 stattfanden, wird auch im Vorfeld von Kopenhagen das Panikorchester immer lauter aufspielen. Bis endlich alle zustimmen, dass Kohlendioxid das größte, wichtigste und einzige Weltproblem ist.

 


Die Aufklärer formieren sich

Von Klaus Peter Krause Die Welt

Das Wort des Jahres 2007" war "Klimakatastrophe". Das Wort kennzeichne die bedrohliche Entwicklung des Weltklimas und sei für den Sprachgebrauch des Jahres prägend gewesen, meinte die Gesellschaft für deutsche Sprache. Das wirklich Bedrohliche wird freilich nicht wahrgenommen. Sehr viel mehr nämlich kennzeichnet das Wort die allgemeine Hysterie, mit der Medien, politische Führung, Verbände und Wirtschaft die vermeintliche oder tatsächliche Bedrohung durch das Klima global für die eigenen Interessen nutzen und zu Lasten der Bürger mißbrauchen. Medien tun es im Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit, Politiker zur Ausdehnung ihrer Macht, die übrigen als berufliche und geschäftliche Profiteure.

Bisher ist es dieser Klimaschutzbewegung gelungen, ihr Bedrohungsszenarium den Bürgern als politisch und global wirksames Meinungsmonopol aufzuzwingen. Gegenmeinungen werden unterdrückt oder diffamiert. Erst allmählich setzte eine Gegenbewegung ein, und nun formiert auch sie sich. So hat Anfang März in New York ihre erste internationale Konferenz stattgefunden. The 2008 International Conference on Climate Change vereinte nicht nur ein paar geistig verwirrte Querköpfe, sondern rund 500 Wissenschaftler, Berater und Politiker aus aller Herren Länder.

Ihre unbeirrbaren Gegner sitzen im Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der Uno. Von diesem Gremium geht die indoktrinierende Botschaft um den Erdball, daß die Menschheit zuviel Kohlendioxid (CO2) ausstoße, daß dieses Gas die Erde wie Glas in einem Treibhaus umgebe, daß daher die Erde aufgeheizt werde, daß dieser Treibhauseffekt das Klima auf der Erde gefährlich und mit katastrophalen Folgen erwärme und daß daher das (bisherige) Klima zu schützen sei. Mit dieser (ebenfalls von Wissenschaftlern unterstützten) Meinung beherrscht es die Klimadebatte in selbstherrlicher Weise. Die globale Meinungsherrschaft macht das IPCC, gestützt von den meisten medialen Mitläufern, zu einer politisch schwer einnehmbaren Festung. Zuviele Menschen glauben an die gängige IPCC-Botschaft, und die meisten Politiker folgen ihr ebenfalls.

Ovationen für tschechischen Präsidenten Václav Klaus

Eine herausragende Ausnahme unter ihnen ist Václav Klaus (JF 3/08). Der tschechische Präsident reiste auch nach New York. Seine dortige Warnung, sich beim Klimawandel vor großen Fehlern zu hüten, wurde mit Ovationen bedacht. Andere Vortragende legten die natürlichen Ursachen des Klimawandels dar oder sprachen darüber, daß Natur das Klima beherrsche, nicht menschliche Aktivität, daß nicht CO2 das Klima steuere, sondern die Ozeane. Oder sie warnten davor, daß Gesetze, die den Klimawandel verhindern sollen, Bürgerrechte rückgängig machen würden.

Es ist sicher vernünftig, die für die Atemluft schädlichen Autoabgase, darunter den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Schadstoffen, so gering wie möglich zu halten. Das ist es aber nicht deswegen, um den Wandel zu einem wärmeren oder kälteren Klima zu verhindern oder abzumildern, also nicht um "das Klima zu schützen". Denn für die Untauglichkeit dieser Klimaschutzbegründung gibt es zu viele Wissenschaftler, Abhandlungen und sachkundige Bücher, die darlegen, warum Kohlendioxid erstens in der Atmosphäre nicht wie ein Treibhaus für die Erde wirken kann, warum zweitens ein höherer CO2-Gehalt der Atmosphäre für einen (in der Erdgeschichte schon immer erlebten) Klimawandel nicht verantwortlich ist und warum daher drittens Kohlendioxid für das Klima auf der Erde so gut wie keine Rolle spielt.

Ebenso leugnen die Klimaschützer, daß erstens der Anteil des menschenverursachten (anthropogenen) Kohlendioxids in der Erdatmosphäre gegenüber dem des dort naturbedingt vorhandenen CO2 ohnehin verschwindend gering ist, daß sich zweitens das Klima mit dem Verringern des anthropogenen CO2-Ausstoßes überhaupt nicht schützen läßt und daß drittens die entscheidende Rolle für Klimaveränderungen der Sonnenaktivität zukommt.

Aber alle diese Stimmen sind zu wenigen Menschen bekannt, denn sie dringen nicht durch; die politischen, fiskalischen und ökonomischen Interessen von Medien, Politik, Verbänden und Wirtschaft sind zu groß, zu einflußreich und (noch) zu mächtig, als daß die gegenteiligen Stimmen der bedachtsam-kundigen Nichtangepaßten in der breiten Öffentlichkeit Gehör finden und diesen Interessen dann schaden.

In Wirklichkeit wird der "Klimaschutz" als Vorwand genutzt, den Bürgern für den Fiskus und die anderen Nutznießer noch mehr Geld abzupressen, ein Vorwand, gegen den sich die Bürger mangels Information und Macht nicht wehren können - oder (noch) nicht zu wehren wagen. Dieser "Klimaschutz" gebärdet sich wie eine Ersatzreligion samt heiliger Inquisition gegen die Unbotmäßigen. Die Auseinandersetzung ist eine zwischen Schwindlern und Aufklärern. Einst durfte die Erde nur als Scheibe gelten. Nun reden sich Menschen ein, sie könnten die Erde vor einem Klimawandel schützen.

 


 

Sonnenaktivität

Die Erde wird durch die Sonne erwärmt. Der von der Sonne aufgenommene Energiebetrag entspricht dem

von Erdoberfläche und Atmosphäre in den Weltraum abgestrahlten Energiebetrag. Einen entscheidenden

Einfluß auf das Klima üben die schwankenden Aktivitäten der Sonnenstrahlung aus. Die Erdtemperatur korreliert

eng mit der Länge der Sonnenfleckenperioden.

Unter Klima versteht man die Mittelwerte der Wetterparameter von 30 Jahren. Das Klima ändert sich beständig,

seitdem es Wolken gibt. Es gibt kein globales Klima, sondern nur eine Vielzahl von Klimazonen. Es

gibt kein „natürliches“ Klima, das der Mensch schützen könnte. Den entscheidenden Einfluß auf das Klima

üben die schwankenden Aktivitäten der Sonne aus.

Um politische Unruhe zu schaffen reicht diese Feststellung aber Ideologen nicht.

Deshalb muß die Desinformation, kommunistisches Handwerkszeug, her, um zu bewegen:...und Alle machen mit?!

Wer sagt was?

Letzte Untersuchungen bezüglich der Qualität wissenschaftlicher Untersuchungen haben den alten Grundsatz "Wes Brot ich eß. des Lied ich sing" erneut bekräftigt. Die Mehrzahl der angeblichen wissenschaftlichen Erkenntnisse ist manipuliert und hat wirtschaftlich finanziellen Hintergrund. Sie, lieber Leser sollten sich, bevor Sie solche Dinge zur Kenntnis  nehmen nehmen darüber klar werden, wer Ihnen gerade was " verkaufen will. Das gilt besonders in Bezug auf die angebliche "Klimakatastrophe", eine der bisher größten und wirkungsvollsten PR-Desinformastionslügen der linken Ideologie, um den erfolgreichen Kapitalismus durch finanzielle Überbelastung in die Knie zu bekommen.

Die überwiegende Mehrheit der politisch unabhängigen Fachwissenschaftler lehnt die Klimakatastrophen-Hypothese ab. In den letzten Jahren ist eine Reihe von Sachbüchern erschienen, welche dieKlimakatastrophen-Hypothese kritisch beleuchten.

Gegen die Hypothese der Anthropogenen Globalen Erwärmung spricht jedoch eine Reihe von Argumenten.

"Es gibt keinen meßbaren Zusammenhang zwischen anthropogener CO2 Emission und Globaltemperatur!"

(EIKE 2009) (Gegenargumente)

Neuestes Angstbeschleunigungs-Windei:

sog. Klimastudie als Ergänzungslüge?

„Erde heizt sich schneller auf“

 
„Das Wirtschaftswachstum und der Klimawandel haben sich entkoppelt.“ Dr. Corinne Le Quéré kommentiert die Ergebnisse ihrer neuen Studie, die eine Gruppe von Wissenschaftler der University of East Anglia (UEA) und des British Antarctic Survey (BAS) jetzt vorlegen: „Die Treibhausgase in der Lufthülle steigen rascher als die Weltwirtschaft wächst“.

Schnell bemüht man bei solchen Hiobs-Botschaften zur Steigerung von deren Glaubhaftmachung den "Weltklima-Rat":

Der Weltklimarat IPCC ist kein wissenschaftliches Gremium

Die Bezeichnung „Klimakatastrophe“ wurde in Deutschland kreiert. Am 11.08.1986 wurde sie erstmalig von „Der Spiegel“ mit einem reißend aufgemachten bebilderten Artikel als Angstmacher in weltweiten Umlauf gebracht. Titelbild: Kölner Dom, nur noch mit Turmspitzen aus dem Nordseewasser herausragend.Unmittelbar nach Erscheinen des Spiegel-Berichts wurde in den USA in „einflußreichen Kreisen“ darüber beratschlagt, wie das Wort „Klimakatastrophe“ kommerzialisiert werden könne. In den Jahren 1986-87 wurde entsprechend beschlossen, die Klimakatastrophe zu einem „long lasting gigantic business“ zu entwickeln. Wegen der hohen Bedeutung dieses gigantischen Business wurde vereinbart, nicht den für entsprechende „Umweltfragen“ bereits existierenden Arm der UNO, die UNEP, zu beauftragen, sondern eine eigene Organisation neu zu schaffen.

„Dieser Weltklima-Rat hat sich selbst erfunden, den hat niemand eingesetzt. Die Bezeichnung Weltklima-Rat ist eine schwere Übertreibung. Diese ganze Debatte ist hysterisch, überhitzt, auch und vor allem durch die Medien. Klimatischen Wechsel hat es auf dieser Erde gegeben, seit es sie gibt." (Altbundeskanzler Helmut Schmidt 2007)

Die Auffassung der Bundesregierung zum Klimawandel basiert auf den Verlautbarungen des Weltklimarates. Der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC) wertet zwar wissenschaftliche Aussagen aus, ist aber kein wissenschaftliches, sondern ein politisches Gremium. Aufgabe des IPCC ist nicht, den Wahrheitsgehalt der Klimakatastrophen-Hypothese zu untersuchen, sondern die von vorneherein als Dogma festgelegte Klimakatastrophen-Hypothese zu propagieren (siehe www.iavg.org/iavg035.pdf).

Häufig bedient man sich zur Glaubhaftmachung der Desinformation des "Weltklima-Rates". Hört sich wichtig an aber:

Der Weltklimarat ist kein wissenschaftliches Gremium

Die Bezeichnung „Klimakatastrophe“ wurde in Deutschland kreiert. Am 11.08.1986 wurde sie erstmalig von

„Der Spiegel“ mit einem reißend aufgemachten bebilderten Artikel als Angstmacher in weltweiten Umlauf

gebracht. Titelbild: Kölner Dom, nur noch mit Turmspitzen aus dem Nordseewasser herausragend.

Unmittelbar nach Erscheinen des Spiegel-Berichts wurde in den USA in „einflußreichen Kreisen“ darüber

beratschlagt, wie das Wort „Klimakatastrophe“ kommerzialisiert werden könne. In den Jahren 1986-87 wurde

entsprechend beschlossen, die Klimakatastrophe zu einem „long lasting gigantic business“ zu entwickeln.

Wegen der hohen Bedeutung dieses gigantischen Business wurde vereinbart, nicht den für entsprechende

„Umweltfragen“ bereits existierenden Arm der UNO, die UNEP, zu beauftragen, sondern eine eigene Organisation

neu zu schaffen.

„Dieser Weltklima-Rat hat sich selbst erfunden, den hat niemand eingesetzt. Die Bezeichnung Weltklima-

Rat ist eine schwere Übertreibung. Diese ganze Debatte ist hysterisch, überhitzt, auch und vor

allem durch die Medien. Klimatischen Wechsel hat es auf dieser Erde gegeben, seit es sie gibt." (Altbundeskanzler

Helmut Schmidt 2007)

Die Auffassung der Bundesregierung zum Klimawandel basiert auf den Verlautbarungen des Weltklimarates.

Der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change IPCC) wertet zwar wissenschaftliche Aussagen

aus, ist aber kein wissenschaftliches, sondern ein politisches Gremium. Aufgabe des IPCC ist nicht, den

Wahrheitsgehalt der Klimakatastrophen-Hypothese zu untersuchen, sondern die von vorneherein als Dogma

festgelegte Klimakatastrophen-Hypothese zu propagieren (siehe www.iavg.org/iavg035.pdf).

Eine riesige Lüge eben!

Die Klimakatastrophen-Hypothese hat ideologische Hintergründe

Wesentlichen Einfluß auf die Propagierung der Klimakatastrophen-Hypothese hat die neomarxistischökologistische

Ideologie, die eine Desindustrialisierung anstrebt.

Welch ein Zufall?!


 

 

Wie kann man eine einheitliche einseitige  Hörigkeit von Völkern  weltweit für eine Ideologie zur Durchsetzung Ihrer eigenen Interessen durchsetzen?

Ganz einfach, Rezepte dazu findet man bei den Religionen, z. B. auch der Bibel. Es bedarf eines Propheten auf dem Berg, der den Weltuntergang predigt und alle hören erschrocken und willig zur Mithilfe zu und befolgen unkritisch alle Anweisungen zur Rettung. Fehlende Bildung oder Halbbildung vereinfachen die Prozedur; Medienherrschaft und Ideologiekader, die den Blödsinn verbreiten, braucht man auch. Wer könnte von solchem Sendungsbewußtsein befallen sein? neuzeitliche Sozialisten und Kommunisten haben sich dies zu Nutze gemacht, mit Hilfe der Bildung eines Meinungsmonopls durch Unterwanderung von Medien. Dies ist ihnen seit den 68er-Jahren erfolgreich gelungen. Im Rahmen der ergangenen Klima-Kampagnen wurde dabei mehr als deutlich, dass auch die "Grünen", was der eingeweihte immer schon beobachten konnte, ebenfalls den sozialistisch-kommunistischen Weg gehen und nach der Roten-Armee-Fraktion als nächste Fraktionen den Weg in die ideologische Klimadebatte führen sollten. Dies haben sie ebenfalls mit Erfolg geschafft.

Erneuerbare Energien waren plötzlich das Heil der Welt! Warum Kommunisten Rußland fördern.

dass die meisten Darstellungen und Äußerungen nur "warme Luft" waren und sind, zeigt die weitere Entwicklung, die insoweit absehbar war.

Die Begeisterung für die erneuerbaren Energien hat sich nunmehr merklich abgekühlt. Was dem Wirtschaftsexperten voraussehbar war, wird jetzt wiederum als neue Erkenntnis verbreitet. Biosprit schadet dem Klima mehr, als er ihm hilft! Wind- und Sonnen-Kraftwerke liefern zu wenig und viel zu teuren Strom; notwendig wird eine Generalsrevision in der gesamten grün-rot-linken Umwelt- und Energiepolitik, da sie in dieser Förderungsform in eine Sackgasse führt.

Die Herstellung von Biokraftstoff rechnet sich in Deutschland nicht. Der Preis für die Tonne Getreide ist im Jahre 2007 aufgrund der weltweiten Nachfrage nach diesem wichtigen Rohstoff für Biosprit-, Lebensmittel- und Futtermittelindustrie regelrecht explodiert. Von einem Preis von 70 EUR stieg sie auf230 EUR. Die ursprünglich vorgesehene große Aktion der Ideologen wollte  Zwangsbeimischung von 10% Ethanol stattfinden lassen. Die Ideologen mussten nun zurückrudern, weil von der Technik bereits vorausgesagte Unmöglichkeiten letztlich zwangsweise, bedingt durch die Realität, eingesehen werden mussten, dass nämlich viele alte Motoren diese Beimischung nicht verkraften würden. Unabhängig davon war auch zu keinem Zeitpunkt geklärt, wo die für die Beimischung benötigte Menge von jährlich 1, 5 Millionen m³ deutscher Biosprit-Fabrikationen hätten herkommen sollen, weil die deutsche Produktionskapazität trotz umfangreicher Subventionen bereits nicht ausreichte. Es hätten insoweit Importe aus Brasilien stattfinden müssen.

Um Verluste zu begrenzen, beginnen viele Raffinerie in zu schließen. Die ideologisch bedingte linke Vision insbesondere bezüglich der Ethanol-Beimischung bleibt in ihrer Realisierungsmöglichkeit völlig offen. Auch in den USA, wo staatliche Subventionen von jährlich 7, 3 Milliarden USD erfolgten, beginnen die ersten Ethanolraffinerien den Betrieb einzustellen. Auf linke Euphorie erfolgt also müde Ernüchterung. In Euphorie- Stimmung hatte sowohl die deutsche als auch die amerikanische Politik auf den massiven Ausbau von "erneuerbaren Energien" gesetzt und nach dem Gießkannenprinzip gefördert. Gleichzeitig schossen überall Windmühlen wie Spargel aus den Böden. Millionen Quadratmeter von Dachflächen wurden mit Solarzellen zugepflastert. Es wurden Riesenstaudämme aus dem Boden gestampft und abertausende tiefe Löcher in den Planeten gebohrt, um die Erdwärme anzuzapfen. Linke Ideologen stilisierten insbesondere In Deutschland Wind, Sonne, Erdwärme und Biogasproduktion zu Wundermitteln. Obwohl eine ganze Reihe von Wissenschaftlern und Wirtschaftsexperten auf "Unsinn" wiederholt hinwies, erfolgten zu keinem Zeitpunkt Untersuchungen, wann die Förderung ökonomisch Sinn mache und welchen Nutzen die Technologien für das Klima überhaupt haben können und würden. Prognosen von Sachverständigen werden mittlerweile Wirklichkeit, indem sich herausstellt, dass die so genannten "regenerativen Energien" jedenfalls nach heutiger technischer Verfassung allenthalben zum Teil das halten, was ihre ideologischen Verfechter stets großmundig versprochen haben. Ein Großteil der Aktionen überlebt nur deshalb, weil reichlich Fördergelder von den verschiedenen Ländern zugeordnet werden. In der Regel garantieren Gesetze den Betreibern von Wind-, Biomasse- und Solaranlagen, dass sie ihren Strom in unbegrenzter Höhe ins öffentliche Netz gegen Entgelt einspeisen dürfen, also zu festen Tarifen, die teilweise deutlich über den eigentlichen Marktpreisen liegen. Der dumme Verbraucher wurde darüber nicht informiert, insbesondere auch nicht über die Tatsache, dass nach dem normalen kaufmännischen Umlegungsprinzip (Sozialisten nennen so etwas ideologisch-technisch Umverteilung) der später die Zeche dafür zahlen werden müsse. Heute holt ihn dieses Dilemma ein, was die fast monatlich steigenden Energiepreise belegen.

Der Impetus zu diesem Unsinn kommt dabei nicht allein aus Deutschland, vielmehr zwischenzeitlich im Rahmen der Europäischenunion aus Brüssel, auch dort sitzen aber zwischenzeitlich zahlreiche Sozialisten/Kommunisten zentral steuernd in den Schaltstellen, die ebenfalls  Zu diesem Zwecke systematisch unterwandert wurden. Europa wird auf diese Art und Weise immer mehr in Abhängigkeit zu den eigentlichen Energielieferanten (wie u.a. Rußland) getrieben, wozu aufgrund der dortigen Entwicklung Russland immer mehr sich entwickelt. Dies ist das Lieblingsland der linken Ideologen, u.a. weil Wirkungsstätte des ersten Ideologieumsetzers marxscher Ideologie, Lenin, welches sich mehr und mehr als der Monopol-Energielieferant herausstellt und damit willfährig, entsprechende Beispiele hat er in letzter Zeit wiederholt geliefert, über die Energieverteilung entscheiden kann, indem er sie im Zweifelsfalle sogar völlig kappt. wir sich also fragt, warum gerade linke Ideologen sich für Energiepolitik so interessieren, sollte an dieser Stelle nachgraben. Unsere Politiker scheint dies jedenfalls aber nicht zu interessieren oder sie sind ebenfalls bereits so unterwandert, dass sie diese Abhängigkeit des Westens bewusst betreiben. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Mutmaßung richtig ist oder schlichtweg nur energiepolitische Dummheit am Werke ist.

Nach Vorgabe der Europäischen Union müssen alle Länder bis zum Jahre 2020 mindestens 5,5% mehr erneuerbare Energien einsetzen, in Deutschland soll dabei der Anteil erneuerbarer Energie auf 18% steigen; derzeit liegt er bei 9%.Man hält also Europa auf diesem Sektor beschäftigt, während auf dem Sektor der konventionellen Energiepolitik zunehmend darauf geachtet wird, dass kein Nachschub in Form von neuen Kernkraftwerken erstellt wird.

In der Energie hat bisher die viel versprechenden Ergebnisse geliefert. Windenergie deckt bereits 4% der europäischen Stromnachfrage. Bis 2020 soll dieser Anteil im Strommix auf 12% steigen, 1/3 davon in Offshore-Anlagen. Fachleute bezweifeln aber, dass das Uhr Wachstum wie in den vergangenen Jahren sich so weiterentwickeln wird. Die Windbranche leidet unter den steigenden Kosten für Kupfer und Stahl, wie vermehrt von China und Indien geordert werden. Deutschland hat keine ausreichende Infrastruktur; in Europa fehlen außerdem Techniker und Ingenieure mit den erforderlichen Fachkenntnissen (mangelnde Schulbildung). Zudem entstehen mit der Einspeisung von Windstrom in die Netze große Probleme.

Solarenergie ist vor diesem Hintergrund nur von mäßigem Erfolg. Erst neuartige Solarzellen, die hoch konzentriertes Sonnenlicht umwandeln, verdoppeln den Wirkungsgrad, in Deutschland wirkt sich aber das schlechte Wetter negativ aus. Effektivität tritt erst in sonnenreichen Regionen auf, weil ieben diese neuen Solarzellen direkte Sonnenstrahlung benötigen.

Der immer wieder von links gepriesene Biosprit ist bei näherem Hinsehen ein ökologischer Albtraum. So ist der Energieaufwand für dessen Herstellung höher als der Energiegehalt des gewonnenen Benzins. Hinzu kommen Belastungen für Böden und Luft durch Düngemittel, um das Wachstum zu fördern. Außerdem bedroht der massenhafte Anbau der für die Erzeugung des Biosprits nötigen Pflanzen den Regenwald in Amazonien, obwohl dies von der brasilianischen Regierung wiederholt bestritten wird.

Absehbar aber nie prognostiziert waren die drohenden sozialen Verwerfungen, die durch die ansteigenden Lebensmittelpreise verursacht werden. Die weltweite Verarbeitung von Mais, Zuckerrüben, Raps, Soja, Zuckerrohr oder Getreide zu Benzin hat überall die Preise der Lebensmittel kräftig in die Höhe getrieben. Viele Bauern steigen auf Produktion von Pflanzen für die Benzinproduktion um. Dies selbst in China. Die dortige Regierung hat deshalb bereits die Herstellung von Methanol aus Getreide, Reis und Mais verboten.

Dies alles sollte der Senkung der CO2 -Emissionen dienen. Schaden entsteht aber in weitaus höherem Maße z.B. allein durch die zu intensive Düngung, die notwendig wird, um Raps, Weizen oder Mais intensiv wachsen zu lassen. In der Düngemittelproduktion und beim Einsatz von Stoffen auf dem Feld werden große Mengen an Lachgas freigesetzt, welches 310-Mal klimaschädlicher ist als Kohlendioxid.

Als Quintessenz ist daraus zu entnehmen, dass die neuen Techniken und Verfahren nicht ausgereift sind. Es geht auch nicht darum, diese ins abseits zu stellen, vielmehr ist Forschung und weiterer Ausbau erforderlich, um zu einem effizienten und Produktivität bringenden Endergebnisse zu gelangen, ohne dass wie derzeitige Bevölkerungen finanziell ausgenommen werden, um unprofessionell und unwissenschaftlich durchgeführte Technikversuche finanzieren zu müssen, sei es durch direkte Steuern, sei es durch erhöhte Energiepreise oder erhöhte Lebensmittelpreise. Gerade die, wie immer angeblich für die Armen eintreten, nämlich Sozialisten und Kommunisten, sind die Hauptverantwortlichen an der Ideologisierung dieses Themenbereiches und schaden damit nachdrücklich ihrer eigenen Klientel, umso mehr deutlich macht, dass es um die Förderung des ideologischen Partners "Russland" (trojanisches Pferd=Putin) primär geht, um dies zu stärken und den Westen in energiepolitische Abhängigkeit zu diesem Land zu bringen.

Bis die neuen Techniken ausgereift sind und im großen Maßstabstrom und Kraftstoff hoffentlich einmal liefern können, werden also noch viele Jahre vergehen. Gestoppt werden muss der Subventionswahn, der nicht durch wissenschaftliche und wirtschaftliche Erwägungen getragen wird, vielmehr rein ideologisch bedingt ist. Wichtig ist also, die den ideologischen Scheuklappenmechanismus zu beseitigen und die entsprechenden Leute, die dies Verbreiten auszuschalten und an die hochinteressante Problematik mit Fachwissen, sei sie wissenschaftlich oder kaufmännisch, heranzugehen. Bis heute hat die Menschheit immer noch ihre Energieprobleme auf dieser Basis wirksam lösen können.

                                                                                                                                 29.4.2008   JC


 

Ansteckungsgefahr

 Ansteckungsgefährliche Infektionskrankheiten treten nach Experten Angaben immer häufiger auch an europäischen Urlaubszielen auf. So seien im Sommer 2007 mehr als 200 Fälle von hochgefährlichem  Fieber in Norditalien gemeldet worden. Die aus Afrika stammende Virusinfektion wird durch Mücken übertragen. In der Türkei und Russland sind zur gleichen Zeit mehrere 100 Menschen am von Zecken übertragenen Krim-Kongo-Fieber erkrankt.

                                                                                                                                                                                                  23.4.2008  JC


Wenn es wärmer wird, wen hätten wir als Verursacher dazu wohl zuerst? Richtig, die Sonne, sie läßt sich aber nicht dimmen oder sonstwie beeinflussen, ihre Wechsel muß man also im Rahmen der Erdgeschichte zwangsläufig hinnehmen. Auf und ab hat es immer gegeben, wie die Wissenschaften belegen.

Für sendungsbewußte Weltveränderer also nicht zum Nutzen der Verbreitung der Ideologie verwendbar, weil keine überzeugende Einflußmöglichkeit des Retters und Propheten auch bei dem Dümmsten möglich wäre. Versucht man es also mit menschengemachten Einflüssen, das kapiert Jeder,oder?

 

 

 

Klimakatastrophe durch Sonne?

 

Ist der Mensch der Übeltäter?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wüsten breiten sich aus. Millionen Menschen verhungern. Gleichzeitig schmelzen die Eismassen an den Polen. Mit weiteren gewaltigen Überschwemmungen muss gerechnet werden. Schuld ist die Klimaerwärmung - verursacht durch den Menschen. Er erzeugt durch seinen Verbrauch von Kohle, Öl und Gas den Treibhauseffekt. So zumindest sehen es viele Politiker und Wissenschaftler. Es gibt aber auch andere Theorien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Henrik Svensmark vom Dänischen Institut für Weltraumforschung gehört zu der kleinen, aber immer größer werdenden Gruppe von Wissenschaftlern, die einen anderen Schuldigen für die weltweite Klimaerwärmung ausgemacht haben: Die Sonne. Sie ist ein glühender Ball und auf ihrer Oberfläche werden gewaltige Kräfte frei. Seit etwa fünfzig Jahren wissen Forscher, dass sich die magnetischen Aktivitäten der Sonne bis auf die Erde auswirken. Der Weltraumphysiker Svensmark hat diesen Prozess genauer untersucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer, wenn er seine Ergebnisse Forschern vorstellte, die normalerweise mit der Theorie vom Treibhauseffekt und der Kohlendioxidbelastung arbeiteten, stieß er auf enorm starken Widerstand und Kritik. Es hieß, das sei völlig unmöglich und er läge total falsch. Auf der Sonne herrschen sehr starke Magnetfelder. Wenn sie sich entladen, werden enorme Mengen kleinster Teilchen in den Weltraum geschleudert. Die Energie ist eine Milliarde mal stärker als bei Wasserstoffbomben. Die Teilchen bilden den sogenannten Sonnenwind, der auch die Erde erreicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bezüglich der Sonne und der von ihr ausgehenden Energie war jahrelang von der Sonnenkonstante die Rede. Darin liegt eine gewisse Ironie, denn die Sonne ist keineswegs konstant. Sie verändert sich ständig - und das war immer so. Es gibt kleine Veränderungen im Sekunden- und Minutenbereich und große Wechsel in Jahrtausend-Schritten. Vom Beginn des vorigen Jahrhunderts an bis etwa 1940 stieg die durchschnittliche Erdtemperatur. Dann sank sie viele Jahre lang. Doch um 1980 begannen die Temperaturen wieder zu steigen. Henrik Svensmark kam auf die Idee, dass die wechselnde Sonnenaktivität das Klima auf der Erde beeinflussen könnte - und zwar über die Wolkenbildung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbst kleine Veränderungen der Wolkendecke reichen aus, um die Erde abzukühlen oder zu erwärmen. Svensmark verglich diese Veränderungen mit den Schwankungen der Sonnenaktivität und konnte beweisen: Je mehr Sonnenaktivität, desto mehr Sonnenwind und desto weniger Wolken. Die Schwankungen der Erdtemperatur lagen im letzten Jahrhundert genau im Einklang mit der Sonnenaktivität. Der Klimaforscher sieht darin einen wichtigen Hinweis, dass vor allem die Sonne das Klima beeinflusst - und nicht der Mensch allein. Henrik Svensmark kann nicht verstehen, dass es bisher nur so wenige Meteorologen gibt, die diese Entdeckung wahrhaben wollen.

 

Mit dieser Erkenntnis kann man aber, wie gesagt, keine Menschen manipulieren. Deshalb muß in der Zeit des heutigen Widerspruchsgeistes, den linke Einflußpolitik über die 68er wirksam und erkennbar eingeführt hat, die Prophetie wieder herhalten. Sonne kann man nicht dimmen; durch Vermittlung des Gefühls du bist schuld“ und „die Welt geht deshalb unter“, kann man widerspruchslose Mitwirkung veranlassen. Bei Gutachten bestimmt immer der Auftraggeber die Richtung, passt das Gutachten in diese Richtung, wird es publikativ bekannt gemacht; passt es nicht wird es verschwiegen. Gutachter, die nicht im Gutachten bringen, was der Auftraggeber erwartet („wes Brot ich eß, des Lied ich sing“ sagt das alte Sprichwort), sind „schlechte“ Gutachter und werden nicht mehr genommen. Bestens sind ideologisch gleichgeschaltete Gutachter, die hat man von der Lehre her, was gewollt ist, in der Hand. Die CO2-Kreisläufe und Wechselwirkungen sind heute jedoch noch nicht so genau erfasst, wie dies unter politischer Zweckverfolgung  so gerne dargestellt wird.

Prüfen Sie selbst: Die Bibel, reich an Prophetien lässt schon verlauten: "An den Taten, nicht an den Worten sollt Ihr sie erkennen.“ Kat, Filter, Stadtzufahrtbeschränkungen; 30er Fahrt und Verunglimpfung des „Rasers“; Bodenschwellen usw. alles weitere Regelungen, die den freien Menschen beschränken sollen.und werden und dem Staat massiv Einfluß geben. Alle wegen Autos und CO2! Was ist aber mit der mangelnden Abhilfe bei wirklichen CO2 Verursachern, wie Autostaus in den Städten durch Unzahlen von Umwegen mittels Einbahnstraßen; ideologische Abschaffung von „grüner Welle“ bei Ampeln. Vergleichen Sie die 80er – 97er Jahre und was seither in diesem Sinne ideologisch im Straßenverkehr bewirkt wurde mit der Folgewirkung der Abgas- und CO2 Entstehung. Was ist mit der Abscheidung von CO2 bei allen Grünpflanzen und Bäumen, was mit Vulkaneruptionen, was mit den Methanblasen im Sargassomeer und dem Viktoriasee in Afrika und sonstigen Gewässern? Hier dreht sich die öffentliche Diskussion allenthalben um die Blähungen von Kühen.

JC  14.1.2009

 


Studie

Klima schwankt im Sonnentakt

Die Temperaturschwankungen der Erde hängen auch von der Sonne ab, die unterschiedlich stark strahlt. Eine neue Studie beweist diesen Zusammenhang.

 Die Sonne befindet sich gerade in einer Phase geringer Aktivität

Satellitendaten aus fünf Jahrzehnten belegen erstmals weltweite Temperaturschwankungen im Rhythmus der Sonnenaktivität. Die Stärke der Sonnenstrahlung schwankt leicht in einem etwa elfjährigen Aktivitätszyklus, in Abhängigkeit davon ließen sich nun Temperaturschwankungen auf der Erde nachweisen.

0,2 Grad wärmer allein durch Sonnenstrahlung

Zu Zeiten des solaren Maximums, wenn die Sonnenstrahlung besonders intensiv ist, ist es auf der Erde demnach im globalen Mittel fast 0,2 Grad Celsius wärmer als im Minimum, wie das britische Magazin „New Scientist“ berichtet.

Temperaturänderungen durch den Sonnenzyklus waren stets vermutet worden, ließen sich jedoch bisher nur regional messen, nicht global. Die Forscher Ka-Kit Tung und Charles Camp von der Universität von Washington in Seattle werten ihre Analyse als weitere Bestätigung für den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel. So belege die Studie mit unabhängigen Messungen auch, dass die Klimamodelle die Auswirkungen zusätzlicher Energie in der Atmosphäre korrekt voraussagen können.

Der Aufschwung im Sonnenzyklus steht bevor

Da sich die Sonne gerade in einem Minimum ihres Aktivitätszyklus befinde, könne der Erdatmosphäre eine weitere deutliche Erwärmung in den nächsten fünf Jahren bevorstehen, falls nicht andere Klimaphänomene wie Vulkanausbrüche oder El Niño diese dämpften, meint Tung. Der Aufschwung im Sonnenzyklus werde dabei die menschengemachte Erwärmung verstärken.

cst/dpa


Wenn Sie sich einen generellen Überblick über die Klimafrage verschaffen möchten, sollten Sie mit dieser Seite anfangen

http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/klima1.htm

Von Wolkenschichten, Wärmespeichern und Vulkanen

(einige Aspekte zur "Klimakatastrophe")

von Alfons Baier


 

Wider den politisch korrekten Zeitgeist

Von: Christian Bartsch (Neue Freiheit www.neuefreiheit.de)

Die Ankündigung einer Klimakatastrophe durch vom Menschen freigesetztes (anthropogenes) Kohlendioxid (CO2) wurde von den Medien kritiklos übernommen - auch weil sich daraus wunderbare Schlagzeilen zimmern ließen. Doch kaum einer der Autoren machte sich die Mühe, den Wahrheitsgehalt der Behauptungen des Weltklimarates (IPCC / Intergovernmental Panel on Climate Change) nachzuprüfen. Unbedarften Journalisten und Politikern könnte man immerhin übertriebene Ehrfurcht gegenüber dem IPCC zugute halten, denn der Weltklimarat wurde vor fast zwei Jahrzehnten immerhin vom Uno-Umweltprogramm (Unep) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ins Leben gerufen.

Zunächst waren es nur vereinzelte Stimmen wie die des früheren ZDF-Wettermannes Wolfgang Thüne ("Freispruch für CO2", Edition Steinherz 2002), die im deutschen Sprachraum gegen die "Klimaexperten" anschrieben, doch inzwischen mehren sich die Autoren, die gegen die in der Öffentlichkeit kaum hinterfragten IPCC-Klimatheorien energisch Stellung beziehen.

Einer von ihnen ist der Wissenschaftsjournalist Kurt G. Blüchel, langjähriger Herausgeber der Zeitschriften Draußen und Natur. 1979 veröffentlichte er mit Heinz Sielmann und Horst Stern den Erfolgsband "Naturwunder Deutschland", 1992 zusammen mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald das alarmierende Buch "Tropischer Regenwald - der Garten Eden darf nicht sterben". Kürzlich hat der Naturfreund Blüchel ein Buch mit dem provokanten Titel "Der Klimaschwindel" herausgebracht. Er untersucht zunächst die Bedingungen nach Ende der letzten Eiszeit, unter denen die ersten Hochkulturen der Menschheit entstanden sind. Er kommt zu dem von vielen Naturwissenschaftlern bestätigten Schluß, daß diese Kulturen ohne den abrupten Klimawechsel nie entstanden wären.

"Das gigantischste Betrugswerk der Neuzeit"

In der rund 100.000 Jahre andauernden Eiszeit sank der CO2-Gehalt der Luft auf den beängstigend niedrigen Wert von 260 Teilen pro Million (ppm), um seither wieder anzusteigen. Ein langes Kapitel am Ende des Buches enthält die Wetterchronik des 20. Jahrhunderts. Gegen manche Jahre ist der verregnete Sommer 2007 ein laues Lüftchen. Blüchels Fazit lautet daher: Einen Klimawandel gab es immer und er hat zugleich auch immer die Kultur mit gewandelt. Im Kapitel "Porträt eines 'Killers'" erläutert er, warum nicht die Absenkung der CO2-Konzentration, sondern die Erhöhung (wie in Gewächshäusern praktiziert) dem Pflanzenwachstum nutzen würde.

Die beklagte Erderwärmung resultiere nicht aus dem anthropogenen CO2-Ausstoß, sondern sei Folge der Sonnenaktivität. Auch daß das Klima anhand von Computersimulationen vom IPCC vorhergesagt werde, hält er für nicht seriös. Für wirklich klimarelevant hält Blüchel das am Grunde der Ozeane gespeicherte Methan (CH4). Die Sprache des Buches ist oft drastisch und polemisch, aber es liefert dank der klaren Aussagen reichlich Argumente für Diskussionen mit IPCC-"Jüngern".

Auch der Wirtschaftspublizist Hartmut Bachmann hat sich dem Kampf gegen die Meinungsdiktatur des IPCC verschrieben. Sein neues Buch "Die Lüge der Klimakatastrophe" trägt den Untertitel "Das gigantischste Betrugswerk der Neuzeit. Manipulierte Angst als Mittel zur Macht". Bachmann, der Aerodynamik und Meteorologie studierte, war viele Jahre in den USA Chef einer Firma, die sich mit Klimafragen beschäftigte. So war er berufsbedingt jahrelang Teilnehmer von Abspracherunden der "Großen von Wirtschaft und Politik" zum Thema Klimaschutz. Er beschreibt, wie und wo die Beschlüsse gefaßt wurden, die aus der "Klimakatastrophe" ein lohnendes Geschäft und Machtinstrument für Politiker machten.

Bachmann benennt die Wirtschaftszweige, denen das Geld für den Klimaschutz zugute kommen wird: Energieversorger, Kraftwerksbauer, Auto-, Elektro- und Bauindustrie, Metall- oder Pharmaindustrie - und alle, die vom Handel mit den neuen Emissionszertifikaten profitieren. Das Buch provoziert Politiker, Umweltschützer und Wirtschaft gleichermaßen - genauso wie sein zuvor erschienenes über "Die Reformverhinderer. Parteien- und Beamtendiktatur in Deutschland".


Umfangreich beschrieben wird dieses riesige Lügengebilde , mit dem man Menschen durch Angst "weltweit" gefügig machen kann romanhaft durch Michael Chrichton  in "State of Fear"       (siehe oben)                                                                                                                                                                                    JC 7.12.2009


Flucht vor dem Klimawandel

Von Florian Hassel 24. November 2009, 04:00 Uhr Die Welt

Für die Einwohner empfindlicher Weltregionen ist die Veränderung des Klimas bereits Realität. Sie verursacht hohe Kosten. Betroffene berichten

Wenn Isaiah Kipyegon Toroitich frühere Bekannte oder Nachbarn treffen will, muss er nicht weit fahren. Zwar ist seine Heimat im ostafrikanischen Kenia, das Dorf Kator im Bezirk Baringo, knapp 400 Kilometer von seinem Wohnort Nairobi entfernt. Doch seit einigen Jahren fliehen viele Bauern oder Viehhirten aus dem Baringo-Bezirk in die Hauptstadt Kenias. "Sie kommen, weil ihre Äcker ausgedörrt sind, ihre Kühe verdurstet oder verhungert", sagt Toroitich.

Die Einwohner von Kator, wo Toroitichs Familie früher Mais, Bohnen und andere Gemüse anbaute, haben in diesem Jahr das fünfte Dürrejahr in Folge erlebt. "Wir Kenianer sind Dürren gewohnt - aber nicht eine nach der anderen", sagt Toroitich. "Früher konnten sich die Menschen, das Vieh und das Land in normalen Jahren von der Dürre erholen - jetzt nicht mehr." Toroitichs Familie gab erst ihr Vieh auf, dann den Mais- und Gemüseanbau. Kenias Region Kericho gehörte früher zu den Gegenden mit Regen während des ganzen Jahres. Das hat sich geändert. Lange Dürren trocknen das Land aus. Und wenn es endlich heftig regne, werde guter Boden weggespült. Durch das wärmere Klima gebe es auch mehr Krankheiten und Schädlinge auf den Feldern, zitiert Toroitich die 50 Jahre alte Farmerin Nelly Chepkoskei. "Für uns Kenianer ist der Klimawandel keine Frage der Zukunft", sagte Toroitich bei einem Aufenthalt in Deutschland kürzlich der WELT. "Er findet schon heute statt. Und wir zahlen einen hohen Preis."

In der Tat spricht einiges dafür, dass die Dürren in Kenia keine kurzfristige Laune der Natur sind, sondern Ausdruck eines Klimawandels - eines Wandels, der die Wirtschaft in den von der Landwirtschaft und der Viehzucht abhängigen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas unmittelbar trifft. Und der die ohnehin empfindlichen Länder wirtschaftlich noch stärker abhängig von ausländischer Hilfe macht.

Gewiss gehören Dürreperioden etwa in vielen Ländern Afrikas zur Existenz. Mitte des 20. Jahrhunderts rechneten Bauern und Hirten mit einer Dürre pro Jahrzehnt. Doch allein in den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich die Zahl der Trockenzeiten dem metereologischen Dienst Kenias zufolge vervierfacht. Das passt zu den Prognosen von Klimaforschern, denen zufolge ohnehin trockene Weltgegenden noch mehr Hitze und Trockenheit erleben würden.

Anfang November beschrieb ein Team um den US-Forscher Lonnie Thompson den sich beschleunigenden Gletscherschwund auf Kenias weltberühmten Kilimandscharo-Gipfel. Das Fazit der Forscher: Für die Eisschmelze gebe es in der gesamten, 11 700 Jahre langen Geschichte des Gletschers keine Parallele. Schon in einem Jahrzehnt könne das gesamte Eis des Kilimandscharo verschwunden sein.

Um den Mount Kenia, dessen Gletscher wie der des Kilimandscharo schmilzt und von dessen Schmelzwasser sieben Millionen Kenianer abhängen, bleiben von 27 Flüssen 20 über weite Strecken trocken. Die Massai, Kenias nomadische Viehhirten, waren gewöhnt, Dutzende Kilometer zu Wasserlöchern oder Flüssen zurücklegen zu müssen, um ihre meist Hunderte Köpfe starken Rinderherden zu tränken. Doch nun sind immer mehr Wasserlöcher und Flüsse ausgetrocknet. Im Kajaido-Bezirk, 150 Kilometer südlich von Nairobi, verloren der Hirte Issac Lepilal und seine Kollegen am Ende der mehr als ein halbes Jahr dauernden Dürre an einem einzigen Tag mehr als 450 Schafe, Ziegen und Rinder. "Für einen Kenianer ist sein Vieh Bankkonto, Ersparnisse und Versicherung in einem", sagt Toroitich. "Verliert er sein Vieh, verliert er alles."

Mitte Oktober kam endlich Regen - doch nun so heftig, dass er in vielen Teilen Kenias zu Überschwemmungen und einer Cholerawelle führte. Hirten wie Issac Lepilal haben nun keine Tiere mehr, um sie auf die Weide zu treiben, berichteten sie Helfern der englischen Organisation Practical Action. Beim Nachbar Sudan war der Kampf um knappes Wasser und Land schon eine wichtige Triebfeder des Bürgerkrieges, bei dem bis 2005 mehr als zwei Millionen Menschen starben und vier Millionen zu Flüchtlingen wurden. Im Norden Kenias kämpfen die Stämme der Pokot, Turkana und der Karamajong heftig um knapper werdendes Wasser und Weidegründe.

In den vergangenen Dürrejahren haben von Kenias zuvor rund drei Millionen umherziehenden Viehhirten knapp eine Million aufgegeben. Viele von ihnen gehören zu Hunderttausenden "Umweltflüchtlingen": Die versuchen sich nun in kleinen Städten Kenias oder in Nairobi als Kleinhändler oder Fahrer durchzuschlagen oder leben von Hilfslieferungen. Allein in diesem Jahr fehlen in Kenia mehrere hunderttausend Tonnen Getreide. Bis zu zehn Millionen Kenianer sollen nun auf internationale Hilfe angewiesen sein.

Auch andere Länder Afrikas wie Äthiopien und Somalia, Niger und Sudan, Tansania und Mosambik bekommen den Klimawandel schon zu spüren: durch längere Dürreperioden, vorrückende Wüsten und zunehmende Sandstürme im Inneren. Und durch kürzere, heftigere Regenfälle, die Ackerland hinwegspülen oder Überschwemmungen auslösen. In Lateinamerika sind Länder wie Mexiko, Peru oder Brasilien stark betroffen, in Asien Indien, Bangladesch oder Vietnam.

Oder Nepal. Dort sind die Felder der Bauern im 2000-Einwohner-Dorf Sikles im Süden des Annapurna-Massivs auf 2000 Meter Höhe in die Berghänge hineingeschlagen, wie an vielen Stellen des Himalaja-Gebirges. Das Wasser für die Mais- und Reisfelder kommt vor allem von Regen und Schnee - jedenfalls früher. Es ist so warm geworden, dass erstmals noch über 3500 Meter Höhe Moskitos gesichtet werden. Auch die Wetterzyklen ändern sich.

"Im Winter schneit es monatelang überhaupt nicht - dafür dann plötzlich erst im Mai", berichtete der WELT der in Sikles aufgewachsene Geograf Gehendra Gurung auf einer Klimakonferenz der Hilfsorganisation Brot für die Welt. "Im Sommer kommt der Regen nicht, wenn die Bauern die Maissaat oder die Reissetzlinge vorbereitet haben, sondern Wochen oder Monate später." Die letzte Reisernte sei um zwei Drittel geringer ausgefallen als sonst. "Der Regen kommt seltener und heftiger. So heftig, dass er ganze Ackerterassen mit davonspült - und mit ihnen die Existenz vieler Bauern", so Gurung.

Sikles und andere Orte im Himalaja sind nicht nur durch veränderte Regenzyklen bedroht. Der Klimabericht des Spezialistenpanels der Vereinten Nationen (IPCC) stellte schon 2007 fest, dass die Gletscher des Himalaja - die größten Eisspeicher außerhalb von Nord- und Südpol - so schnell schmelzen, dass sie schon 2035 verschwunden sein könnten. "Sehen Sie", sagt Gurung und zieht Bilder des auf 5000 Meter Höhe liegenden Imja-Gletscher in Nepal hervor. "Noch in den 50er-Jahren gab es am Fuß des Gletschers nichts als Eis. Heute hat Schmelzwasser dort einen mehr als 1,5 Kilometer langen, 42 Meter tiefen See gebildet."

Dutzende solcher Gletscherseen im Himalaja sind den Vereinten Nationen zufolge Zeitbomben, falls sie brechen und als gigantische Lawine aus Wasser, Eisbrocken und Felsbrocken zu Tal stürzen sollten. "Früher war in den Bergen über Sikles ein großer Teil des Gerölls mit Eis vermischt und hielt am Berg fest", erzählt Gurung. "In den letzten Jahren beginnt auch dieses Eis aufzutauen - die Folge sind immer mehr Erd- und Geröllrutsche."

Das Schmelzen der Gletscher des Himalaja und anderer Bergregionen in Asien wird zunehmend Folgen für 1,3 Milliarden Menschen haben, die in Indien und Bangladesch, China und Myanmar (Birma) vom Wasser der aus den Bergen gespeisten Ströme und Flüsse abhängen. Im armen Bangladesch zum Beispiel wird geringerer Süßwasserzustrom aus den Bergen nicht nur weniger Trinkwasser bedeuten, sondern auch die ohnehin zunehmende Versalzung der tief liegenden Küstenregion verstärken, die heute Heimat von rund 35 Millionen Menschen ist.

Bangladesch erlebt immer kürzere Abstände zwischen tropischen Wirbelstürmen, Trockenzeiten und Überschwemmungen. "Allein 2008 sorgten zwei Überflutungen und der Zyklon "Sidr" für Schäden von fast drei Milliarden Dollar - das waren vier Prozent unserer gesamten Wirtschaftsleistung", erzählt Sazzadur Chowdury von der Hilfsorganisation Prodipan. "Allein durch Sidr haben knapp 300 000 Menschen ihren Lebensunterhalt verloren." Chowdury schätzt, dass schon in den vergangenen zehn Jahren mehr als drei Millionen Menschen nach dem Verlust ihrer Existenz die Küstenregionen verlassen haben und in die Städte geflüchtet sind. "Dort schlagen sie sich als Rikschafahrer oder mit Aushilfsjobs durch."

Ein mit den Klimawandel einhergehender Anstieg des Meeresspiegels um nur einen Meter würde Schätzungen von Klimaforschern zufolge rund ein Fünftel Bangladeschs überfluten und in dem am dichtesten besiedelten Land der Erde bis zu 40 Millionen Menschen zu Flüchtlingen machen. Chowdhury und seine Kollegen versuchen derweil, mehr Bangladeschi krisenfest zu machen. "Wir importieren Reissorten aus Indien, denen auch etwas Salzwasser nichts anhaben kann. Wir erklären den Menschen, dass sie sich an die Klimaveränderung anpassen und sich künftig auf andere Produkte umstellen müssen: zum Beispiel auf den Anbau von Schilfrohr, aus dem man wiederum Matten und Zäune bauen kann."

Schon werden manche Häuser auf flutresistenten Betonsockeln gebaut und in manchen Dörfern Reservesaatgut-Depots angelegt. Regenwasserspeicher und kleine Entsalzungsanlagen sollen Gemeinden auch bei steigendem Wasserspiegel noch überlebensfähig machen. Mit Kleinkrediten bauen frühere Farmer Garnelenzuchten auf oder eröffnen eine kleinere Schneiderei. "Wir können das Klima nicht im Alleingang ändern", sagt Chowdury. "Wir können nur versuchen, uns so gut wie möglich anzupassen."

 

 




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Stand: 18. Oktober 2011.