Pro Mittelstand NRW

Der Mittelstand pro NRW ist einer von mehreren Arbeitskreisen der Bürgerbewegung pro NRW, der seine politischen Inhalte und Ziele auf dieser Internetseite vorstellt und diese im Gesamtverband in den innerparteilichen Diskussionsprozess einbringt


Populismus scheuen die Sozialisten bei Anderen wie der Teufel das Weihwasser, denn es war und ist ihre eigene Erfolgstaktik!

 

 

aus:

http://forum2034abschiedvomabendland.gaban.de/f-2839-t-18525.php

Gerechtigkeit, Gleichheit, Freiheit und Werte 

Liebe Leser,
hier geht es um die intellektuelle Auseinandersetzung mit den linken Kollektivisten. Kommen wir gleich zur Sache:

Vor dem Recht und dem Gesetz müssen alle Bürger gleich sein. Das ist Gerechtigkeit. Es ist wie ein Spiel mit festen Regeln. Heute kann zum Beispiel jeder mit jedem weltweit über das Internet Schach spielen, auch wenn die Beteiligten unterschiedliche Sprachen sprechen und sich deshalb nicht verständigen können. Es spielt keine Rolle, ob der Mitspieler jung oder alt, dumm oder intelligent, gesund oder krank ist. Die Regeln sind bekannt und für alle gleich. Würde man einem ›Spielleiter‹ das Recht einräumen, Ausnahmeregeln festzulegen – beispielsweise: ›Der Spieler X hat eine schlechtere Schulbildung genossen als der Spieler Y, deshalb darf er einen Zug zurücknehmen‹, so dürfte sich der Spielleiter anmaßen, allmächtig die Vor- und Nachteile der Spieler zu bewerten und in Sonderregeln umzusetzen. Umso mehr muss das Prinzip der Gleichheit vor dem Recht im Verhältnis der Bürger zum Gewaltmonopolisten Staat gelten. Das ist Gerechtigkeit. Sie lässt sich also ganz klar definieren. Es gibt aber keine objektiven Kriterien, was ›soziale Gerechtigkeit‹ ist. Verschiedene Menschen haben dazu unterschiedliche Ansichten. Weil der Begriff leer ist, ist es unredlich, ihn zu benutzen. In den Wahlprogrammen und Reden aller Parteien kommt aber diese Floskel ständig vor. 

Noch in der Nachkriegszeit definierten SPD und CDU in ihren Parteiprogrammen: ›Freiheit und Gerechtigkeit bedingen einander‹ und ›Gerechtigkeit gibt jedem die gleiche Chance, sich frei zu entfalten und für sich und andere Verantwortung zu übernehmen.‹ Das war sehr gut, mutierte dann aber allmählich zur sozialen Gerechtigkeit, womit meist Gleichheit im Ergebnis gemeint ist, nicht gleiche Chance. 

Je freier die Menschen sind, umso ungleicher werden sie. Gleichheit im Ergebnis ist nur durch Unfreiheit möglich. 

Fast alle staatsgläubigen Menschen sind nur ahnungslose Mitläufer. Einige Strategen allerdings wollen unsere überlieferten, kulturprägenden Werte durch neue ersetzen, um den Weg in die utopische, glückliche ›Eine Welt‹ zu ebnen: Als Nachbeben der Aufklärung tritt an die Stelle eines Schöpfergottes die Natur als Gott. Die Menschen als Teil dieser Natur sollen sich nicht voneinander abgrenzen, sondern eine homogene Einheit werden. Dieser ›neue Mensch‹ soll grenzenlos tolerant sein, soll keine Unterschiede in der Wertigkeit zulassen. Deshalb ist nur ›politisch korrekt‹, wer Homo- und Heterosexualität, Ehe und Homo-Ehe, christliche Religion und Islam, gesund und krank, klug und dumm als gleichwertig betrachtet. Aber Kinderschänder und Friedensnobelpreisträger sind nicht gleichwertig. 

Wir Bürgerlichen sollten selbstbewusst diesen selbsternannten Intellektuellen den gesunden Menschenverstand entgegenhalten. Man kann nicht Gutes bewundern, ohne Schlechtes zu verachten.

Der Geist der ›politischen Korrektheit‹ hält Wahrheit für relativ, deshalb gilt sein Kampf nicht der Unwahrheit, sondern der ›Intoleranz‹, also der Differenzierung. 

Die Umwertung überlieferter - letztlich christlicher - Werte wird sehr geschickt propagiert: ›Vielfalt statt Einfalt‹, ›Es ist normal, anders zu sein‹. Wer sich der Umwertung widersetzt, wird in unserer staatlichen Besserungsanstalt mit Antidiskriminierungskampagnen attackiert. Zu Zeiten der Aufklärung forderte Schiller von den Mächtigen durch den Marquis von Posa: ›Geben Sie Gedankenfreiheit!‹ Mit vorgeschriebenen gemeinsamen Werten ist das unmöglich. 

Die ›kleinen Robespierres‹ wachen eiskalt über die neuen Werte, die richtige Gesinnung, sie verlangen die grundsatzlose Toleranz, die eigene Macht fest im Blick, ihre fernen Ziele im Auge, nämlich die ›Eine Welt‹. Der Terror gegen ›Andersgläubige‹ ist heute verbal, ohne Guillotine. Wer eine andere Meinung als die gängige vertritt, wird von den Medien fertig gemacht, frei nach Mark Twain: ›Wir lieben Leute, die frei und offen ihre Meinung sagen, vorausgesetzt, sie haben dieselbe Meinung wie wir.‹

Wer gegen politisch korrekte Formulierungen verstößt, wird nicht eingesperrt, er wird ausgesperrt, aus Parteien und Verbänden, in den Medien diffamiert und nach massiven Angriffen totgeschwiegen. Das ist nicht neu. Es wurde schon 1835 von Alexis Graf Tocqueville über die Demokratie in Amerika beschrieben. Er schrieb: ›In Demokratien geht die Tyrannei anders zu Werk, sie geht unmittelbar auf den Geist los. Der Machthaber sagt nicht: Du denkst wie ich oder du stirbst, sondern: Du hast die Freiheit zu denken, was du willst, aber von dem Tag an bist du ein Fremder unter uns, du wirst dein Recht auf menschlichen Umgang verlieren.‹

Korrektes Verhalten bedeutet die Beachtung überlieferter Formen, die politische Korrektheit will die Gleichschaltung des Denkens und Verhaltens. Die Zensur soll im eigenen Kopf erfolgen. Die Ziele sind Gleichheit und Werterelativismus.

Früher musste man in Deutschland die richtige Rasse haben, nach 1945 im Osten der richtigen Klasse angehören, heute muss man die richtigen ›Werte‹ befolgen! 

Wenn wir darauf hereinfallen, dass alles gleich oder gleichwertig ist, werden wir keine neuen Ziele und keine Visionen mehr haben – ja, dann fehlt uns die Motivation, uns aufzulehnen gegen diese geistige Bevormundung, gegen diese Gleichmacherei, gegen die Herrschaft der Ideologen und Bürokraten über uns, dann fehlt uns die Motivation, energisch und schöpferisch für die Familien, für unsere Heimat und für mehr politische Freiheit zu kämpfen, dann gehen wir unter, kollektiv wie 1945. Diesmal als ethnische Minderheit – aber diesmal für immer! 

Werte werden durch die Individuen gewählt und gesetzt. Sie sind subjektiv. Werden sie von vielen Menschen geteilt, so können sie zu gesellschaftlichen Werten, und über Jahrhunderte zu gesellschaftlichen Normen werden, zum Beispiel zu den allgemeinen Menschenrechten der UNO. 
Nach Nietzsche sind Werte Prinzipien zur Steigerung der Macht, ob von der Mehrheit in Demokratien oder in Diktaturen. Es gibt natürlich auch fragwürdige Werte, wie ehedem die bloße Standeszugehörigkeit. 

Die Werte werden heute vornehmlich von den Linken und Grünen definiert und ausgelegt. Sie haben die Deutungshoheit errungen und spielen sich mit den Medien die Bälle zu, in denen sie auch eine große Zahl der Redakteure stellen. 

Die individuelle Freiheit wird als Freiheit der Reichen diffamiert. Es geht um Macht, es geht um Stimmen, also wird versucht, mit neuen Werten eine neue Mehrheitsmoral zu schaffen – und die drängt zu mehr Gleichheit im Ergebnis, sie drängt nach links. Ständig werden moralisierend neue Gesetzte zur Umverteilung erlassen, das bringt Stimmen, da immer mehr Menschen vom Sozialtransfer profitieren: Inzwischen kommen auf 1,1 Einzahler ein Empfänger! Die Umverteiler, die Gutmenschen, die Gutes auf Kosten anderer tun, gewinnen damit Macht und Einkommen. Es ist schwierig, sich gegen moralisierende Herrschaftsformen zu wehren. Aber erzwungene Liebe ist keine Liebe und erzwungene Moral keine Moral. 

Wie weitgehend die Linken in Europa die Vorherrschaft übernommen haben, zeigt die Ablehnung des vorgeschlagenen EU-Kommissars Buttiglione. Er selbst beschrieb das wie folgt: ›Ich sagte, ich könnte als praktizierender römischer Katholik, der die Lehren seiner Kirche befolgt, denken, dass die Homosexualität eine Sünde darstellt. Das ist eine moralische Vorstellung. Eine liberale Gesellschaft aber ist eine Gesellschaft, in der Menschen mit unterschiedlichen moralischen Vorstellungen durch gemeinsame Rechtsgrundsätze zusammengehalten werden. Der Unterschied, den ich in meiner Aussage zwischen Recht und Moral machte, wurde nicht akzeptiert. Wenn das Europäische Parlament die Logik meines Falles fortsetzt, ist die EU auf dem besten Weg, eine moderne Inquisition einzuführen, die sowohl die Religionsfreiheit als auch die Gewissensfreiheit gravierend verletzt! Hier erhebt sich eine neue atheistische Staatsreligion samt Gewissenspolizei!‹ 

Brutal offenherzig bestätigte das ein SPD-Repräsentant: ›Buttiglione vertritt Auffassungen, die mit dem Lebensmodell, das wir in Europa favorisieren und durchsetzen wollen, nicht vereinbar sind.‹ Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass Europa eine Gesinnungsgemeinschaft ist oder werden soll und nicht eine Rechtsgemeinschaft. 

Die im Grundgesetz verankerte Antidiskriminierung sollte den Bürger vor dem Gewaltmonopolisten Staat schützen. Artikel 3: ›Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.‹ Diese Selbstverständlichkeit wurde von den Kollektivisten zur Gleichmacherei bei privaten Vertragsabschlüssen zwischen Bürgern umgebogen: ›Alle Menschen sind gleich, also sind alle gleich zu behandeln.‹ Das Antidiskriminierungsgesetz, umgetauft zum sozial klingenden Gleichbehandlungsgesetz, wollte keine freien Menschen, sondern solche, die gut sind. Und was gut ist, bestimmen die Kollektivisten: Die Vermietung eigener Wohnungen muss an jeden Beliebigen erfolgen, nur das ist gut. Freie Arbeitsplätze müssen nachweislich entsprechend vermeintlich objektiven Kriterien besetzt werden, auch in kleinsten Familienbetrieben und in langjährig gewachsenen freundschaftlichen Teams. Es war der brutalste Eingriff in unsere Vertragsfreiheit seit Bestehen der Bundesrepublik! 

Die vereinigten sozialdemokratischen Bruderparteien, also einschließlich CDU/CSU, setzten in der Großen Koalition sogar die Beweislastumkehr im Antidiskriminierungsgesetz durch! Seit 2000 Jahren galt entsprechend dem Römischen Recht die Unschuldsvermutung, sie wurde kaltschnäuzig beiseite geschoben: Der Beklagte muss seine Unschuld beweisen! Er muss beweisen, dass er keinen Bewerber diskriminiert hat, er, der Klassenfeind, der Arbeitgeber und der Hauseigentümer. 

Nun marschieren wir im Gleichschritt in die Gleichheit. Wir enden dann als eine Masse ohne individuelle Entscheidungsfreiheit – allerdings mit einer großen Ausnahme: Wir dürfen unsere Konsumwünsche individuell und frei austoben. Und alle vier Jahre das kleinste Übel wählen! 

Die Werterelativierer zwingen Mehrheiten über die ›Antidiskriminierung‹, sich Minderheiten zu beugen. Fühlt sich ein Muslim oder Atheist durch ein Kreuz in Schulen oder Krankenhäusern ›diskriminiert‹, so muss es entfernt werden. Ein hinterhältiger Weg zur Durchsetzung neuer Werte auf dem Weg in die ›Eine Welt‹! 

Ich weiß, das ist starker Tobak. Aber wer will intellekuell dagegen halten? Trauen wir uns überhaupt noch, "konservativ" zu sein? Oder fühlen wir uns schon unbehaglich bei dem Gedanken, alte Tugenden und überlieferte Werte hoch zu halten, die von den Linken als altmodisch, spießig oder reaktionär diffamiert werden? 

Max Eichenhain

PS Im übrigen bin ich der Meinung, (Ceterum censeo...) dass unser Hauptproblem die niedrige Geburtenrate der Deutschstämmigen ist. Das zu ändern sollten wir mit größtem Einsatz anstreben.

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         Prof. Ken Schoolland (Uni von Hawaii) hat 12 Jahre daran gearbeitet um komplizierte Sachen so einfach darzustellen, dass auch die Menschen, die man nicht zu den Intellektuellen zählt, das ohne Mühe verstehen können. Seine Philosophie der Freiheit hat Ron Paul für seine Rede vor dem US-Senat (Mai, 2009) inspiriert und begeistert momentan in 39 Sprachen die Menschen. Sein Geheimnis ist, dass er jeden anspricht und auch eine Lösung anbietet. 

 

Philosphie der Freiheit Video:

http://www.youtube.com/watch?v=ZWy_e9WAkV4&feature=player_embedded

 




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Stand: 07. Juli 2010.